NEWS UND KOMMENTARE erstes Halbjahr 2008

30. Juni 2008
Alles hat ein Ende…

Gönnen wir Spanien den EM-Titel, so recht viel haben die ohnehin nicht, worüber sie sich noch freuen könnten.
Weiterhin im Fokus der Weltwirtschaft: Der hohe Ölpreis!
"Experten" sehen die Schmerzgrenze überschritten. Wenn der Ölpreis so weiterklettert, vielleicht auf 200 $, dann wäre das der Kollaps für die Weltwirtschaft.
Am Wochenende hatte ich Gelegenheit, die Stimmung bei "unvoreingenommenen" Bürgern auszuloten. Die Mainstream-Medien machen ihre Sache offensichtlich immer noch gut. "Sprit ist zu teuer, den Mineralölkonzernen und Spekulanten müsse endlich ein Riegel vorgeschoben werden!"
Marc Faber hat jüngst in einem Interview erwähnt, das jetzt das Wort von dem "bösen" Spekulanten fällt, der in Rohstoffe geht und damit die Preise nach oben treibt.
Früher, als das "frisch gedruckte" Geld noch in die Finanztitel und Immobilien wanderte, war von bösen Spekulanten keine Rede, da waren es noch gute Spekulanten, die dafür sorgen, dass sich alle reicher fühlten, stiegen doch die Anlagewerte ins Astronomische.
Auf das gefühlte Reichwerden folgt nun die reale Verarmung. Nach dem Rausch folgt die Katerstimmung, so ist das eben. Die Wirkung der Droge lässt nach.
Wenn man den Nachrichten glauben schenken sollte, so könnte die EZB den Leitzinssatz um 25 Punkte anzuheben geneigt sein, um den Inflationserwartungen etwas entgegenzusetzen. Ist da nicht amüsant? "Inflationserwartungen". Das erinnert mich an Heli-Ben's Aussage, dass Inflation nur dadurch auftrete, weil die Bevölkerung es erwarte. In gewisser Weise hat er damit ja Recht. Wenn die Leute wüssten, was hinter den bunt bedruckten Papierfetzen steht, würden sie das Zeug erst gar nicht mehr annehmen. Das ganze ist eine Sache des Glaubens und des Vertrauens.
Placebos haben einen tatsächlichen Effekt, das lässt sich sogar in der Medizin statistisch belegen. Für manche Krankheiten helfen sie jedoch nicht. Kein vernünftiger Mediziner käme auf die Idee, Krebs mit Zuckerpillen bekämpfen zu wollen.
Zurück zu Spritpreis. Es scheint mit, dass einige wieder mal nach dem starken Staat rufen, um etwas gegen den hohen Preis zu unternehmen. Das ist doch so, als ob ich demjenigen, der mich zuvor kräftig geohrfeigt hat, anschließend um Kopfschmerztabletten anbettele. Sind wir schon sooo tief gesunken?
Mit dieser Geisteshaltung haben wir keine Zukunft. Der Staat ist de facto Pleite, und wir sollten nicht mehr allzu viel von ihm erwarten. Es wäre längst an der Zeit gewesen, parallele gesellschaftliche und soziale Strukturen aufzubauen. Es gibt einige Anfänge, aber das dauert einfach zulange.

Demokratie ist, wenn man's selber macht!
ZDF-Online: (http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/9/0,3672,7260777,00.html)
"Jeder Dritte glaubt nicht mehr an die Demokratie
Studie: Zweifel am System weit verbreitet
Politikverdrossenheit und Wahlmüdigkeit sind vertraute Stichwörter - aber die Lage ist weitaus dramatischer: Ein Drittel der Deutschen hat das Vertrauen in die Demokratie als politisches System verloren. Im Osten ist gar jeder Zweite demokratiemüde."

Das ist das Resultat einer Politik, die am Willen des Volkes vorbeigeht.
Die Fußball-WM ist vorbei, da kann sich die Merkel nicht mehr bei den Fans einschleimen und so tun (dem Schröder hat man das wenigstens noch abgenommen, wobei auch der das ganze nur für Publicity missbraucht hat), als ob sie sich für die ganze Sache interessieren würde. Ich frage mich ohnehin, was das ganze Theater soll. Wenn ich zum Arzt gehe, erwarte ich auch keine Finanzberatung. Die Politiker sollen das machen, für das sie gewählt wurden. Dass sie auf JEDEM EM-Spiel mit dabei sein MUSSTEN zeigt doch, dass sie offensichtlich nicht ausgelastet sind, oder ihre Sache nicht so ganz ernst nehmen. Ich hätte weder die Zeit, noch das Geld für diesen S….
Interessant in der Studie, dass von unseren neuen Bundesbürger schon wesentlich mehr (ca. 50%) das Vertrauen verloren haben. Sooo haben sie sich die neue Freiheit wohl nicht vorgestellt. Im Westen sind es jedoch auch schon 1/3, die "genug" haben.
Es fehlt nicht mehr viel, und unserer Regierung fehlt die eigentliche Legitimation. Mugabe lässt grüßen, so kann man's natürlich auch machen.
Es brodelt, weltweit! Die hohe, globale Inflation zieht ihre Kreise. Anderswo auf der Welt werden Inflationszahlen bereits im zweistelligen angegeben. Wahrscheinlich sind die aber nur nicht so gut im Statistikfälschen.
Die Sache beschleunigt sich. Hatten billige Chinaimporte früher noch die Teuerung ein wenig zurückdrängen können, werden wir uns auch hier an ein ganz anderes Preisniveau gewöhnen müssen. Die Masche, die Produktion immer weiter nach Osten auslagern zu wollen, kommt an ihre Grenzen. Der Globus ist nämlich rund! Irgendwie lässt das ja sogar wieder Hoffnung aufkommen!
Lassen dann die Chinesen ihre Konsumgüter später einmal in den USA herstellen?

Der Goldpreis erholt sich wieder! Langsam kommen auch den "Goldzweiflern" Zweifel. Man muss eben auch einmal die Sache für ein paar Monate aussitzen können. Je kaputter das Finanzsystem, desto höher die Nachfrage an echter Hardware!
Der 1000 $ -Level für die Feinunze wird bald schon Geschichte sein.


27. Juni 2008
Die Tageskommentare des HGCN inspirieren offensichtlich auch andere Autoren.
Wir finden es durchaus schmeichelhaft, wenn Frank Meyer (Artikel:
"Was für ein Spiel...", gehostet seit heute auf den Goldseiten) uns zitiert, aber gehört es nicht zum guten Ton, Zitate auch als solche zu kennzeichnen? Die Parallelen zum gestrigen Blog sind ja nicht zu übersehen. Ein kleiner Hinweis auf die Quelle wäre nett gewesen…

Finanzkrise der Automobilhersteller?

Im Frühjahr wackelten die Banken, sind nun die Autobauer ein potenzieller Kandidat, um dem Finanzsystem den Todesstoß zu geben?
Michael Mross (siehe Linkliste) hat das auf seinen Nachrichtenseiten zum Topthema gemacht. Chrysler, GM, Ford - alles Wackelkandidaten mit Konkursstatus. Chrysler hat schnell noch von seiner ehemaligen Konzernmutter Kredit abgerufen.
Stressfaktor? Ja, aber warum sollte man die Autokonzerne nicht auch retten, so wie man es mit den Banken getan hat? Zuletzt wird der Staat eben für die Kredite bürgen müssen. Was soll's. Der Untergang des Dollars (sowie alle Satellitenwährungen) ist ohnehin vorprogrammiert.

Der Ölpreis sinkt - nicht!
Allen Unkenrufen zum Trotz, dass der Ölpreis spekulativ übertrieben sei, tut sich da gar nichts in Richtung Süden. Wie gestern schon vermutet, mag der Ölpreis durchaus etwas übertrieben sein, jedoch nicht gegen Papier.

Sehen wir uns dazu die Charts auf markt-daten.de an, das Gold/Öl-Verhältnis ist auf einem historischen Tiefpunkt. Allerdings ist der weitere Trend nach unten charttechnisch immer noch nicht beendet.
Und wenn wir bereits auf dieser Seite sind, betrachten wir gleich noch das Verhältnis von Gold/Silber. Hier ist ebenfalls der langfristige Trend nach unten noch intakt, so dass die Hoffnung der Silberbugs durchaus eine gewisse Berechtigung hat. Wenn Sie dann noch auf die Entwicklung der Lagerbestände sehen, ergibt das nochmals einen Punkt für Silber. Zwei Gegenargumente: Die zu entrichtende Mehrwertsteuer sowie die geringere Wertdichte. Die Scheideanstalten zahlen für Silber momentan jedenfalls deutlich weniger für Silber als für Gold, bezogen auf den aktuellen Spotmarktpreis. Händler zahlen etwas mehr, aber die 7% Mehrwertsteuer sind dennoch verloren.
Wer zur Zeit Silber monetisieren möchte (oder muss), sollte hier lieber einen privaten Abnehmer suchen.

Noch eine Erinnerung für unsere Leser aus der Region: Nächste Woche am Freitag ist wieder
Grundlagenstammtisch in Schwabach.
Ein HGCN-Treffen wäre auch wieder fällig, dazu stellen wir die KW 30 in Aussicht.

26. Juni 2008
Keine Erhöhung der US-Leitzinsen!

Was für ein Spiel, sowohl die FED als auch die EZB spricht von gestiegener Inflationsgefahr (wie niedlich formuliert) und deutet an, die Leitzinsen deshalb "möglicherweise" anheben zu wollen - nur - sie tun es nicht.
Weil sie es nicht können! Die Zentralbanken sind handlungsunfähig. Was kommt nach der Stagflation? (Was denn wohl?)
Wenn sich immer mehr Anleger aus den Papierwerten verabschieden und in Rohstoffe gehen, so sind das "Spekulanten", die z.B. den Ölpreis in die Höhe treiben. Was bleibt denn bitteschön anders übrig, wenn die ungedeckte Geldmenge immer weiter zunimmt? Abwarten, bis das Papier seinen "inneren Wert" erreicht hat?


Trichet lässt verlauten, dass die momentan erlebte Teuerung bis 2009 wieder zurückgehen wird, das alles lediglich eine temporäre Ausnahmeerscheinung darstellt.
Wahr ist vielmehr, dass unsere Währungshüter keine Ahnung haben, wie sie die von ihnen selbst losgetretene Lawine stoppen sollten. Zeit gewinnen, das ist die einzige Strategie. Was passiert denn, wenn erst die Masse mitbekommt, dass die Inflation nicht mehr aufzuhalten ist? Die Flucht in die Sachwerte löst einen Crack-up-Boom aus, gekauft wird letztlich dann alles, Hauptsache man bekommt überhaupt noch was für sein Papier. Handels Sie , bevor es alle machen wollen. Den Lügen wird nicht mehr lange geglaubt. Es ist schon erstaunlich, dass es überhaupt noch so ruhig ist.


Sind Einbrüche bei Rohstoffen zu erwarten?
Marc Faber glaubt (laut Rohstoffwelt) daran, dass Rohstoffe in den nächsten Monaten einbrechen. Solche Meldungen sind in erster Linie für den professionellen Trader interessant. Für den normalen Anleger sind Edelmetalle ohnehin interessanter. Aufgrund der hohen Wertdichte sowie der geringen Haltekosten haben Edelmetalle eine Sonderstellung unter den Rohstoffen.
Diese Seiten sind nicht für den Anleger vom Typus "Trader" gedacht, deshalb bleiben wir dabei: Alles, nur nicht Papier! Und Gold/Silber will weiterhin nach oben…

Unsere Besucher

Diese Website wurde zwar als Plattform für den regionalen Erfahrungsaustausch gedacht, aber das Internet ist eben international.
Unsere Besucher kommen überwiegend aus Deutschland, gefolgt von Österreich und der Schweiz. Unter den Nicht-deutschsprachigen Ländern ist Griechenland relativ stark vertreten. Und, absolut exotisch, ein Besucher von den Kokosinseln (haben nur ca. 700 Einwohner!) der uns hin und wieder anklickt. Vor 30 Jahren hatten die sogar noch eine eigene Währung. Abwarten, wie lange es den australischen Dollar noch gibt. Immerhin gibt es da unten ja eine recht nette Auswahl an hübschen kleinen Münzlein…

Link (Leserhinweis)
Die Krankheitsverkäufer (SZ)
Immer mehr Menschen werden von einer Befindlichkeitsindustrie aus Ärzten, Pharmafirmen und anderen Profiteuren im Gesundheitsmarkt krankgeredet und krankgemacht werden.

25. Juni 2008
Immobilienpreisentwicklung

In den USA wütet die Subprime-Immo-Krise und schlägt mittlerweile flächendeckend zu. Wie weit bröckeln die Preise?
Die Antwort ist auch hier relativ einfach. Die Preise werden auf ein bezahlbares Niveau zurückgehen. Das gilt nicht nur für die USA sondern auch für UK, Spanien, und auch für Deutschland.
Wohnraum muss bezahlbar bleiben, das war in der Geschichte schon immer so. Es macht keinen Sinn, eine Immobilie auf Kredit zu kaufen, wenn sie nicht abbezahlt werden kann. Dies haben mittlerweile auch die Banken (Kreditgeber) in den USA erkannt. Der Wert von Immobilien wird sich langfristig am Einkommen orientieren, denn nur daraus kann i.d.R. eine Hypothek bedient werden. Für vermietete Objekte gilt das gleiche, Mieten können nur aus dem zur Verfügung stehenden Einkommen bestritten werden. Wie sich die Immobilienpreise in Deutschland entwickeln werden, hängt von mehreren Faktoren ab. Der Grundbedarf des Menschen besteht bei Ernährung und Wohnen, der Rest ist mehr oder weniger Luxus. Als Faustregel kann man annehmen, dass bezahlbares Wohneigentum in etwa das 5-fache Jahreseinkommen beträgt, das zeigen auch langjährige, historische Vergleiche. Zinsen spielen bei dieser Betrachtung insofern keine Rolle, als wenn es sich bei den Zinsen um echte Kapitalmarktzinssätze handeln würde. Das ist während eines Kreditexpansionszyklus unter einem Kreditgeldsystem jedoch nicht der Fall.
Und dann wären noch die derzeit unberechenbaren Regierungen nicht zu vergessen, die jede rationale Überlegung eines (noch) zu selbstständigem Denken fähigen Bürgers ad absurdum führen können…


Das Märchen von der Ankurbelung der Wirtschaftsdynamik durch steigende Löhne.

BayernGold (Goldclub Weiden, siehe Linkliste) räumt mit den
populistischen Märchen der Gewerkschaften und Linken auf, dass höhere Reallöhne automatisch zu mehr Wohlstand führen.

Wir (vom HGCN) sehen zwar auch die unsoziale Umverteilung, aber die lässt sich nicht dadurch beseitigen, dass man ausschließlich in die Marktmechanismen der Realwirtschaft "hineinpfuscht", während das bestehende Finanzsystem quasi als heilige Kuh tabuisiert wird. Der Schlüssel zu mehr sozialer Gerechtigkeit, eigentlich das Hauptanliegen der Gewerkschaften und Linken, liegt im monetären System begründet, nicht im vermeintlichen Klassenkampf zwischen Unternehmern und Lohnempfängern. Räumen wir doch erst einmal mit dem Übel auf, der diese Marktstörungen überhaupt erst ermöglicht hat. Unsere Finanzwirtschaft ist es, die sich nicht an den Gesetzmäßigkeiten des Marktes orientiert. Diese schadet den Unternehmern und den Arbeitnehmern in gleicher Weise.

Wiederholung des unverrückbaren Grundsatzes: Wohlstand kann nur durch Arbeit und Leistung entstehen.
Die Basis zu höheren Realeinkommen kann deshalb auch nur aus einer Steigerung der Leistung kommen. Dazu ist idealer weise eine gute Zusammenarbeit zwischen Unternehmern und Arbeitnehmer erforderlich, denn der eine kann nicht ohne den anderen auskommen. Statt den "wahren Dieb" ausfindig zu machen, beschuldigen sich Unternehmer und Arbeitnehmer gegenseitig. Siehe dazu den Film "Fabian" der auf www.neueimpulse.org gehostet ist.

Glänzende Aussichten!
Gold zu teuer? Die Minen melden steigende operative Kosten, wie sollte das in der (Geldwert-) Inflation auch anders sein.
Also: Einfach selbst "eins und eins zusammenzählen", oder lieber den Dummschwätzern glauben die behaupten, die Edelmetalle hätten ihr Top bereits erreicht?
Wir überlassen das Ihnen!


24. Juni 2008
Hühnergegacker!
Vermehrt hören wir Stimmen, die von einer Blasenbildung bei den Rohstoffen sprechen, vor allem beim Öl.

Hier werden bereits Vergleiche mit der Dot-Com-Blase angestellt und Prognosen über ein baldiges Platzen dieser Blase angestellt.
Wirklich? Mag sein, dass Öl gegenüber anderen Rohstoffen derzeit übergewichtet ist, aber der Vergleich mit den vergangenen Blasen ist absurd.

Erinnern wir uns an die Historie: Vor der Abkopplung des Dollars an den Währungsanker anno 1971 korrelierten die Rohstoffpreise sehr gut mit dem Geldwert. Die einzige Blase, die daraufhin entstand war die Kreditblase sowie alle Vermögenswertanlagen, die daraus resultieren. Eine kurzfristige Korrektur dieser Entwicklung wurde lediglich in den 80er Jahren durch die drastische Zinsanhebung durch den damaligen FED-Chairman Paul Volcker erreicht.

Was nun passiert ist ein längst überfälliger Anpassungsprozess von zuvor aufgebauten Ungleichgewichten. Die Relationen von Vermögenswertanlagen im Verhältnis zu Rohstoffen finden langsam wieder zurück, und da stehen wir erst am Anfang des Prozesses.

Wenn wir diese Betrachtung nicht am Geld festmachen so können wir auch sagen, dass den zuvor aufgeblähten Finanz- und Vermögenswerten die Luft ausgeht und auf ein vernünftiges Niveau zurechtgestutzt werden. Es kommt immer auf den Standort des Betrachters an. Rohstoffe sind das, was sie bislang immer schon waren, nämlich Rohstoffe. Nehmen wir die Rohstoffe als Bezugspunkt, so sehen doch wir ganz genau, was los ist. Die Kreditblase platzt gerade, die Heftpflaster heißen "frisches Geld", und damit ist es auch mit dem Geldwert vorbei.
Die ganze Sache ist doch kinderleicht und einfach zu verstehen. Man muss sich nur einmal um 180 Grad drehen und die Sache aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Aber im Zeitalter der "TV-Glotze" haben wir das offensichtlich bereits verlernt…

Soziales
Unter der Rubrik "Texte" wurde ein neuer Artikel aufgenommen:
Die Spirale abwärts.
Die Ursache für soziale Ungerechtigkeit liegt nicht zuletzt in unserem monetären System selbst begründet. Das Geld ist der Verteilungsschlüssel für Güter. Wer das Geldsystem einmal verstanden hat findet auch effektiverer Wege, sozialen Ungerechtigkeiten entgegenzuwirken. Es ist müßig zu fordern, dass sich die Vermögenden ihrer sozialen Verantwortung stellen mögen, wenn gleichzeitig ein untaugliches Verteilungssystem toleriert wird. Vielen ist überhaupt nicht bewusst, worin der Löwenanteil des so genannten Vermögens besteht. Also nocheinmal:

Das Vermögen des EINEN sind die Schulden des ANDEREN.
Korrekturhinweis eines Lesers. Richtig muß es so heißen: Die Vermögen von einigen WENIGEN sind die Schulden von vielen ANDEREN, der Masse. Das ist Feudalismus der neuen Art.

23. Juni 2008
FTD:
Gipfel von Dschidda
Saudisches Öl droht zu versickern
Enttäuschender Ausgang des Krisentreffens: Die von Saudi-Arabien angekündigte Erhöhung der Ölproduktion wird von den jüngsten Ausfällen in Nigeria komplett zunichte gemacht.


In den Medien wird hartnäckig das Märchen von den hohen Energiepreisen für die allgemeine Teuerung verbreitet. Zuviel Nachfrage, zuwenig Angebot, die bösen Spekulanten. Dass das Angebot zurückgefahren wurde, ist nicht zu erkennen. Dass die Nachfrage steigt, mag plausibel erscheinen. Die Nachfrage steigt jedoch nicht "über Nacht". Das ist eine sehr schleichende Entwicklung. Die Rohölpreise der letzten Jahre korrelieren nicht mit dieser Entwicklung, (erstaunlicherweise) jedoch mit der Geschwindigkeit des Gelddruckens. So richtig evident wird dieser Zusammenhang seit der Bankenkrise im letzten August. Es dürfte kaum anzunehmen sein, dass dieser Zusammenhang von unseren politischen Eliten nicht erkannt wurde.

Wieviel Demokratie ist noch geblieben?
Lautet ein Artikel von Prof. Dr. Eberhard Hamer auf www.zeit-fragen.ch in der Ausgabe # 25
[...]Der Regierung ist diese mangelnde demokratische Legitimation längst klar. Sie hat sich deshalb längst wieder der alten Kontrollmechanismen der Diktaturen bedient, um den Wähler in Schach zu halten, als da sind: Der gläserne Steuerbürger, Telefon- und Handyüberwachung, Identifikationsnummern für alle Bürger, die künftig sogar wie schon beim Vieh auch bei Menschen implantiert werden sollen, und die Einführung des Inquisitionsparagraphen 130 StGB, mit welchem die Staatsmacht Dissidenten verurteilen und einsperren lässt - zurzeit mehr als 2500.
So haben wir uns vor 50 Jahren die Demokratie nicht vorgestellt, für die wir gekämpft haben. Wir wollten freie Bürger sein, sind aber immer mehr zu Untertanen geworden. Wenn die herrschenden Politiker, Parteien und der Regierungsapparat eines Volkes sich so offensichtlich von der Bevölkerung abheben, sich nicht mehr als Willensvollstrecker der Wähler fühlen, sondern in ganz entscheidenden Freiheitsdimensionen gegen ihre Wähler operieren, ist das demokratische Selbstverwaltungs- und Delegationsprinzip entscheidend umgekehrt. Unser Herrschaftssystem wird nicht mehr von unten nach oben delegiert, sondern inzwischen zentral bestimmt und von oben nach unten orientiert, befohlen und kontrolliert. Wir sind unmerklich im Laufe der letzten 30 Jahre aus unserer Demokratie in immer mehr Zentralherrschaft gerutscht […]


Peter Weck berichtet von der
Politikverdrossenheit in einem kleinen Aufsatz, der auf www.hartgeld.com gehostet ist.

Auch ich muss mir den Vorwurf von Freunden und Bekannten anhören, dass ich meine demokratischen Bürgerrechte nicht wahrnehme. "Hast du schon gewählt?"

Auf diese Frage antworte ich meist mit: "Aber natürlich, schließlich hat man ja die Wahl zwischen wählen und nicht-wählen". Warum soll ich eine Partei wählen, die nach meiner Vorstellung sich definitiv nicht um das Wohl und dem Willen des Volkes verpflichtet fühlt. Ich wähle die Abgeordneten nicht dafür, dass sie Gesetzesvorlagen, von Lobbyisten formuliert, einfach im Parlament durchwinken. Ich wähle keine Regierung, die den Staatshaushalt in eine zunehmend desolate Situation fährt. Ich wähle keine Partei, die das Rückrat unserer Gesellschaft, den Mittelstand, systematisch zunichtemacht. Ich mag keine Partei, die die Freiheitsrechte des Bürgers nicht ernst nimmt. Ich wähle auch keine Partei, die ihre idealistischen Grundideen geopfert hat, um an die Macht zu kommen. Oder diese Spesenbetrüger, die sich in Anwesenheitslisten eintragen und unmittelbar danach sich ins Wochenende verabschieden. Warum soll ich moralisch verkommene Subjekte auch noch legitimieren, damit sie ihre Wähler belügen und betrügen? Eliten und Politiker haben aufgrund ihrer Stellung in der Öffentlichkeit eine besondere Vorbildfunktion, denen sie jedoch nicht gerecht werden! Der Zustand der Gesellschaft spiegelt den Zustand unserer Eliten wieder, sowie auch den Zustand unseres Finanzsystems. Der Fisch stinkt immer vom Kopf her…
Dieses Finanzsystem ist am Ende, und auch diese "real existierende Demokratie".
Wir können uns derzeit nur selbst organisieren parallele Strukturen aufbauen, die wahren und echten freiheitlich-demokratischen Grundprinzipien folgen.


20. Juni 2008
Nachrichtenmeldungen:

Die Bankenkrise wütet weiter. Citi-Group verkündet neuen Abschreibungsbedarf! Von wegen Licht am Ende des Tunnels.
Die Öffentlichkeit braucht einen Schuldigen (zum Vorführen), deshalb vermehrt auch solche Aktionen:

Finanzkrise löst Verhaftungswelle aus (FTD)
Die Immobilienkrise in den USA hat mit einer spektakulären Verhaftungswelle einen neuen Höhepunkt erreicht. Bei landesweiten Razzien nahm die Bundespolizei FBI allein seit Mittwoch 60 Personen fest, die in der Immobilienindustrie arbeiten.

Chinesische Regierung erhöht Benzinpreise über Nacht
Den drastischen Preisanstieg für Rohöl kann auch die Regierung in China nicht länger abfedern. Die Spanne zwischen den staatlich festgelegten Festpreisen und den Einkaufskosten wird immer größer. Jetzt zog die oberste Wirtschaftslenkungsbehörde die Konsequenz.
Dadurch wird die Nachfrage nach Öl nur etwas gebremst, ein leichter Rückgang bei den Ölpreisnotierungen haben wir ja gesehen. Ich würde mir da keine großen Hoffnungen machen. Die Inflation wird auch in China im Gallop weitergehen und letztlich den schönen, billigen Importen so langsam aber sicher ein Ende bereiten. Ob China bis Olympia noch durchhält? Die Spirale dreht sich weiter...

Geschichte
Die D-Mark und das deutsche Wirtschaftswunder
Vor 60 Jahren hielten die Deutschen erstmals D-Mark in ihren Händen. Die neue Währung löste die inzwischen wertlose Reichsmark ab, beendete Korruption und Mangel und band das Land fest an den freien Teil der Welt. So schnell werden wir sie nicht vergessen.
Hier sehen wir, wie so eine Währungsreform aussieht. Kommt wieder, aber diesmal global...


Israel übte Angriff auf iranische Atomanlagen

Hundert Kampfjets, Hubschrauber, Tankflugzeuge: Die israelische Luftwaffe hat in einem Großmanöver einen Schlag gegen iranische Atomanlagen geprobt. Es soll ein Zeichen an Teheran sein, aber auch eines an die Verbündeten im Westen - Israel ist bereit zu einer militärischen Aktion.
Siehe auch Eintag von 17. Juni. Der Spiegel bestätigt jetzt unseren "Augenzeugenbericht" aus Israel.


19. Juni 2008
Und wieder einmal,
wann kommt der Crash? Das ist eine Frage, die uns immer wieder gestellt wird. Wie muss denn ein Crash aussehen, damit Ihr ihn erkennt?
Wenn der Nachrichtensprecher zu Beginn der Sendung verkündet: Der Crash ist da?
Oder frei nach Bernanke: Wir haben deshalb keinen Crash, weil die Bevölkerung keinen erwartet. So unsinnig diese Behauptung im Kern ist, so ist doch ein Körnchen Wahrheit darin. So wie man die Inflation totschweigen kann, so kann man auch den Crash ignorieren. Aber das hilft nur eine gewisse Zeit lang. Derartige psychologischen Tricks helfen vielleicht ganz gut, sich Zeit zum Handeln zu verschaffen. Aber es muss dann auch gehandelt werden. Und zwar so, dass die Ursache des Problems wirkungsvoll bekämpft wird. Was unsere Eliten jedoch gemacht haben, war stümperhafte Flickschusterei. Die Ursachen wurden nicht bekämpft, sondern es wurde dafür gesorgt, noch mehr Zeit zu gewinnen. Wozu eigentlich? Wozu Zeit gewinnen, wenn mir in der gewonnenen Zeit nichts einfällt, um die Probleme zu lösen. Das ist Unfähigkeit! Der Crash ist da! Alles, was unseren Eliten noch eingefallen ist, die Rollläden runterlassen und das Licht auszuknipsen. Wir tappen im Dunkeln. Auch wenn wir die Inflation nicht "sehen" können, wir fühlen sie dennoch. Was nun? Wollen sie uns jetzt die Hände abhacken?
Als die Zentralbanken im letzen Herbst die Geldschleusen zur Bankenrettung öffneten war für uns klar, wohin das führen würde. Das nun alles um uns herum teuerer wird, ist doch nur die logische Konsequenz aus dieser Aktion. Aber es kapiert wohl keiner. Es sind die verdammten Ölmultis, die Spekulanten, die "weiß sonst noch wer"-Säcke, die uns das Geld aus der Tasche ziehen, indem sie so unverschämt hohe Preise machen. Die Handelsketten, die Chinesen, die Unternehmer, ja, es gibt sooo viele Schuldige. Wenn wir das Gefühl haben, dass wir uns immer weniger leisten können, dann liegt die Ursache darin, dass wir immer weniger verdienen. Wir dürfen die Messlatte dafür nicht an den nominalen Löhnen festmachen sondern an der Kaufkraft. Diese Zahl ist vollkommen irrelevant. Wichtig ist, was wir und von diesem Verdienst leisten können, und das ist immer weniger. Eine Zeitlang konnten wir unseren gewohnten Lebensstandard dadurch aufrecht erhalten (vor allem in den USA), indem wir den Konsum auf Kredit finanzierten. Derartige Kredite sind aber nur dann angebracht wenn wir uns sicher sein können, dass unsere Einkommenssituation sich in der Zukunft deutlich verbessern wird. Dafür besteht nicht die geringste Aussicht.
Bei uns werden Stimmen laut, die Abgabenbelastung der Bevölkerung zu mindern. Im Prinzip ist das eine begrüßenswerte Forderung. Nur wird dadurch ein falsches Signal gesetzt. Die Mehrheit in der Bevölkerung wird diese "Entlastung" als Einkommenszuwachs interpretieren und ihr Konsumverhalten entsprechend anpassen, und auch wieder ein höhere Bereitschaft zur Kreditaufnahme verspüren. Ein Teufelskreis. Wir können es drehen und wenden wie wir wollen, für dieses kranke Finanzsystem gibt es keine Überlebensmöglichkeit. Wer unser Finanzsystem einmal verstanden hat, der kommt ganz zwangsläufig zu dieser Ansicht. Wir wissen noch nicht genau, wie ein Neubeginn aussehen soll. (Na ja, manche glauben es zu wissen.)
Zunächst müssen wir aber Licht ins Dunkel bringen. Es gibt zahlreiche Sites, die eine gute Aufklärungsarbeit leisten. Und Sie, lieber Leser, der nun hoffentlich nicht mehr zum Heer der Blinden gehört, können die Sache unterstützen. Der Crash ist bereits da, nur sehen die meisten ihn nicht. Noch nicht!

Link: Süddeutsche Zeitung, Leserhinweis - vielen Dank!
"Wir nähern uns dem Ende"
Finanzkolumnist Bill Bonner rechnet damit, dass das Papiergeld-System bald zusammenbricht. Und er warnt Anleger, wie Vieh zusammen in dieselbe Richtung zu rennen.
Wir haben Bill Bonner schon öfters zitiert. Wer die Goldseiten oder Zeitenwende liest, dem ist Bill Bonner bestens bekannt.
Dass er nun auch in der Süddeutschen Zeitung publiziert wird, ist eine neue Dimension.
Wir nähern uns dem Ende. Ohne Hintergrundwissen wird man den Artikel von Bill Bonner wahrscheinlich nicht verstehen, aber die Botschaft schon. Die Herde wird langsam unsicher und aufgeschreckt. Das ist der Anfang vom Ende...

18. Juni 2008
Zurück zur Tauschwirtschaft?

Erinnern sie sich noch an die Zeiten des kalten Krieges?
Die Ostblockwährungen waren ja nicht konvertibel mit dem Westgeld, daher wurde der Handel über so genannte "Transferrubel" abgewickelt. Es gab eine Clearingstelle, die den Handel im Prinzip über Ware gegen Ware abwickelte.
Einige glauben, dass Deutschland als Exportnation gut dastünde, wenn der Welthandel auf das Tauschprinzip zurückkehren würde.
Deutschland exportiert vor allem Investitionsgüter, also Maschinen für die Produktion. Wenn die Amis keine Konsumgüter mehr aus Asien gegen Papier importieren können, benötigen die Asiaten auch keine neuen Maschinenteile aus Deutschland (oder auch Japan). Die deutsche Industrie ist auf dieses verdammte Wachstum auf der Welt ausgerichtet, auch wenn dabei nur die Schulden wachsen.
Wen das Weltfinanzsystem eines Tages kippt, dann ist es vorbei mit dem deutschen Export. Die Welt hat dann zunächst einmal die Überkapazitäten abzubauen, dazu braucht man keine Investitionsgüter. Ich sollte mich vielleicht an einer Firma beteiligen, die Abrissbirnen herstellt.

Das als Überleitung zu einem Link zu Michael Winkler, den uns ein Leser (Danke!) heute Morgen zugemailt hat.
Anmerkung: Der Link wurde wieder entfernt. Nach genauerer Überprüfung ist m.E. zu vieles inhaltlich nicht korrekt. Sorry - wer's dennoch lesen will, Google hilft.


Benzinpreis senken!
Der Irrsinn mit dem Kettenbrief zum Tankstellenboykott gewinnt eine unglaubliche Dynamik.
Wie am 29. Mai schon berichtet (siehe dort), verbreitet sich der Kettenbrief
"Benzinpreis" rasant. Wie wäre es mit einem neuen Kettenbrief?
Diesmal aber mit einem Aufruf zum Fiat-Money-Boykott. - 99,9% der Bevölkerung hat offensichtlich keine Ahnung, sonst würden sie sich nicht an solchen Benzin-Aktion-Firlefanz beteiligen. Besser wäre der Aufruf: Nehmt nur noch werthaltiges Geld an, das
nicht diesem wahnsinnigen Kaufkraftverlust unterliegt.

Links
Der Staat tappt absichtlich in die Falle (manager-magazin)
Die Staatsverschuldung ist der größte politische Skandal der deutschen Demokratie. In jeder Sekunde kommen 32 Euro hinzu. 1,56 Billionen sind es insgesamt. Und die Überalterung der Gesellschaft wird die Lage noch verschlimmern.
Was dieser Professor nicht ausspricht, ist die einzig logische Konzequenz aus seiner Feststellung. Das wäre ja auch "politisch nicht korrekt". Er darf das nicht, sonst würde das seinen Stuhl kosten. Wir machen es einfach. Lesen Sie dazu Richard Beiderbecks Artikel "Alle Staatsschulden sind null und nichtig" unter der Rubrik Texte. Oder, wer es noch kürzer möchte: WÄHRUNGSREFORM

17. Juni 2008
Unter der Fußball-EM werden den übrigen Nachrichten weniger Beachtung geschenkt.

Öl klettert weiter und hat die 140$- Marke geknackt, trotz Ankündigung der Saudis, die Ölproduktion auszuweiten.
Die Meldungen wie "Aufschwung verliert an Fahrt", "Inflation zu hoch wie schon lange nicht mehr", dominieren mittlerweile den Wirtschaftsteil der Mainstreampresse.

Die Edelmetalle, vor allem Silber haben den Abwärtstrend der letzten Wochen beendet und drehen ins plus. An den Aktienbörsen herrscht ein Wechselbad der Gefühle. IWF will einen Teil seiner Goldbestände an Zentralbanken verkaufen. Interessent ist angeblich Russland.

Was interessanter ist als die Tagesmeldungen sind "Augenzeugen"- Berichte. Demzufolge herrscht in
Israel allgemeine "Kriegsvorbereitungsstimmung", d.h. weite Teile der Bevölkerung rechnen offenbar mit einer militärischen Auseinadersetzung. Dieser Augenzeuge (kam erst letzte Woche aus Israel zurück) berichtete weiter, dass er von all dem, was sich derzeit in Israel abspielt, in unseren Medien nichts darüber berichtet wird. Natürlich kann ich diese Aussagen nicht verifizieren, der Berichterstatter erscheint mir jedoch glaubwürdig. Vielleicht können diese Aussagen von anderer Stelle bestätigt oder auch dementiert werden.
Derartige Berichte haben eine hohe Brisanz. Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte, dass wirtschaftliche Schwierigkeiten über militärische Konflikte aufgelöst werden sollen. Wir haben (auch aus den Zeiten des Golfkrieges) gelernt, dass die Manipulation der Medienberichte mit zur Kriegsführungsstrategie gehört.
Siehe auch Wochenblog auf den Spatzseiten...

Verschwörungsecke
Meldungen, egal welcher Herkunft, sind immer kritisch zu überprüfen. Leserhinweise aus der "anderen Ecke" sind natürlich willkommen.

Auf der anderen Seite bitten wir um Verständnis, dass wir uns nicht zu weit aus dem Fenster lehnen wollen.
Für eine pluralistische Meinungsbildung ist es notwendig, auch die "anderen Seiten" anzuhören. Mit den anonymen Quellen ist es aber eine besondere Sache, wir können nicht überprüfen, ob die Berichte authentisch sind. Noch weniger, als es bei den Berichten in der Mainstreampresse der Fall ist.

Die Inhalte der Blogseite "Politikglobal" (bitte selbst googeln) möchte der interessierte und aufgeklärte Leser daher selbst bewerten.

Wie unser Geld funktioniert (PDF)

Der Autor ist anonym und stammt angeblich aus Insiderkreisen der Bundesbank. Ob das Schreiben eine Fälschung ist, können wir nicht feststellen. Macht aber nichts. Was hier dargelegt wird, sehen wir teilweise genauso.

16. Juni 2008

Ein gänzlich ungewohntes Bild!

Politik

Die Kluft zwischen dem Volk und "denen da oben" driftet immer weiter auseinander.
Politiker regieren am Willen des Volkes vorbei, langsam setzt sich diese Erkenntnis auch bei der Masse durch. Wenn der Leidensdruck noch stärker wird (und das wird er), dann ergibt sich noch einiges an sozialem und politischem Sprengstoff.

Wie die Deutschen sich ihre Marktwirtschaft wünschen (Die Welt)
Nach 60 Jahren gilt das System der sozialen Marktwirtschaft einer Mehrheit als ungerecht - Bürger erarbeiten 50-Punkte-Programm

Die Ignoranz der Bundesregierung und die Behauptung im letzten Herbst, dass die Finanzkrise den robusten Aufschwung in Deutschland nicht gefährden könne, ist ein Hohn. Mittlerweile lesen wir das auch in der Mainstreampresse, und wie immer, viel zu spät. Auf alternativen Medien (Hartgeld etc.) konnten wir das bereits ein ¾ Jahr vorher erfahren.


Der heimliche "Öl-Standard" bröckelt.
Ein Geld ohne Bindung ist nicht definiert. Nach der Loslösung vom Gold war der US-Dollar zwar nicht formal, aber dennoch durch den Rohstoff "Öl" definiert. Solange Rohöl international mit Dollars bezahlt werden mussten, war der Dollar soviel wert, wie man an Rohöl dafür bekommen konnte. Im letzten Herbst waren schon die 90 $ für das Barrel eine Sensation. Heute sehen wir bereits die 150 $ Marke in Reichweite.
Eine Ohrfeige für alle, die an eine reine Zettelwährung glauben, und evtl. eine neue, andere Zettelwirtschaft einführen wollen. Geld kann man nur über eine Ware definieren, und dabei haben sich eben Rohstoffe bewährt. Früher Edelmetall, heute Rohöl, und morgen?

Seit das Benzin so teuer ist, wird das Thema
Elektroautos plötzlich wieder von den Automobilkonzernen ausgegraben. Auch Smart will demnächst eine E-Version anbieten.

VW-Chef Winterkorn setzt auf Elektroautos
Wegen der hohen Öl- und Benzinpreise werden die Autohersteller immer sparsamere Autos bauen. Konzerne wie Volkswagen stellen bald auch elektrisch betriebene Fahrzeuge her. Dies kündigt VW-Chef Martin Winterkorn in einem Interview an. Und er spricht über einen neuen Spar-Golf.

10 Jahre Entwicklungsmöglichkeit vergeudet
Erstaunlich, denn dabei gab es bereits vor 10 Jahren ein tragfähiges Konzept, bei der die Machbarkeit durch Prototypen bereits bewiesen wurde. Als es soweit war in Serienproduktion zu gegen, haben die Banken Ihre Finanzierungszusage zurückgezogen und das Projekt damit an die Wand gefahren. Das war wohl den Automobilkonzernen ein Dorn im Auge. Die Geschichte des "Hotzenblitz" ist im Internet durch googeln nachzulesen.

Der Verschwörungsdoktor
Kennen Sie Dr. Matthias Rath? (was sagt Wikipedia dazu) Er hat früher Schlagzeilen wegen seiner umstrittenen Alternativmedizin geschrieben.
Von einem Leser bekamen wir einen Artikel von besagtem Doktor, mit dem Titel "Die Ikarus-Sekte"

Es gibt gute Gründe, diesen Artikel nicht zu verlinken und distanzieren uns von den Inhalten, zumindest in der dargebrachten Form.

Wer ihn dennoch finden will, hilft Googel, Stichwort "Ikarussekte"
oder das URL "menorha.blueblog.ch/files/die_ikarus_sekte.pdf".

14. Juni 2008
Heute nur ein Verweis auf die Rubrik "TEXTE". Hier neu, der Goldreport. Und, trotz Fussballfieber, eine Diskussion über die "Kapital-Geld-Theorie".
Auch brandneu: Der Bericht vom Schwabacher Stammtisch "Grundlagensicherung" am 6.6.2008, nachzulesen unter AKTUELL

Links:
mmnews.de wurde neu in die Linkliste aufgenommen. Es lohnt sich, hier reinzusehen! Top-Themen!


13. Juni 2008
Auf den Goldseiten finden Sie heute einen Bericht über Warren Buffets simples "Geheimnis". Als Investor müssen Sie einfach nur wissen, was das Zeug, das Sie kaufen wert ist, und dafür einen fairen Preis zahlen. Der Zirkus des auf und ab an der Börse kann Ihnen dann vollkommen egal sein. Den Wert einer Sache nur an Trendfolgen und Chartbewegungen festzumachen sei Unsinn. So jedenfalls sinngemäß.
Übertragen wir diese Philosophie auf die Edelmetalle. Wenn sie die historische Kaufkraft von Gold betrachten, so sind 1000 $ für die Feinunze immer noch ein sehr fairer Preis. Ob in Zukunft mehr dafür bezahlt werden soll, hängt von der Inflationsentwicklung des Papiergeldes ab. Im Gegensatz zu anderen Meinungen bin ich nicht der Ansicht, dass Gold zur Zeit überteuert oder umgekehrt gar ein superbilliges Schnäppchen ist. Den absoluten Schnäppchenpreis gab's bis 2005.
Bei den Investitionsentscheidungen darf natürlich auch die Rolle des Staates nicht vergessen werden. Der eklatante Eingriff des Staates in den Markt (Ihr wisst, was ich meine) macht es einem nicht leicht, nach diesen, eigentlich rationalen Gesichtspunkten zu handeln. Großkapitalbesitzer haben gegenüber Regierungen eine andere Machtposition als so ein 0815-Fuzzy, den man ohne große Gegenwehr das Fell über die Ohren ziehen kann.

Links:
Alptraum Anleihen (auf mmnews.de)
Ein sehr schöner Bericht, wie die Anleger über die Inflation auf's brutalste geschröpft werden.
Es wird auch deutlich gesagt, wohin dei Anlegergelder der Versicherungen landen, in Anleihen.
Eine Hand wäscht die andere. so haben beide etwas davon, die Versicherungen und der Staat.
Was wir vom HGCN bezüglich Rieserrente und all den anderen Schweinereien dargelegt haben, hier kommt die Bestätigung von einer anderen Seite.

12. Juni 2008
NYMEX, das bekannte Muster wiederholt sich jetzt schon - täglich.
Wer langsam nervös wird, dem wird die neue Lektüre unter der Rubrik "Texte" nahegelegt. Mehr verraten wir an dieser Stelle nicht...

Nachrichtenüberblick: Asiens Börsen sehen rot, USA hat ernsthafte Probleme mit der Konjunktur und der Inflation, und der neue Bildungsbericht ist eine Ohrfeige für die deutsche Politik. Bis vor kurzem wurde in den Medien noch getönt, durch den Aufschwung in Deutschland gäbe es dieses Jahr Lehrstellen en masse, auf jeden Schulabgänger käme ein freier Ausbildungsplatz. Die Wirklichkeit sieht aber ganz anders aus. Der neue Bildungsbericht entlarvt die Medienberichte der Vergangenheit als Propaganda. Verdammt noch mal, wo leben wir denn eigentlich? Hatten wir so etwas nicht schon einmal vor 70 Jahren? Vielleicht ist es noch nicht ganz so krass, aber sollen wir beide Augen zudrücken, bis es wieder einmal so weit ist? Ich meine damit nicht, dass Deutschland sich auf dem Weg in eine neubraune Zukunft bewegt, aber die "Informationspolitik" bedient sich doch auffällig ähnlichen Methoden wie damals.

Auch der Appetit für die Ersatzwährung Gold soll gründlich verdorben werden. Dann können sie sich danach wenigstens solche blöden Sprüche wie "Gold für Eisen" sparen, die Bevölkerung hat gar keines! Was man den Bürgern nicht gibt, braucht man ihnen später nicht mehr abzunehmen. Ansprüche nicht einzulösen ist nämlich wesentlich einfacher. Das ist doch genial, nicht wahr?


11. Juni 2008
Neuer Aufsatz unter TEXTE "Wie unser Geld funktioniert", ein Auszug von www.spatzseite.de
Ja, es ist eine Wiederholung von bereits dargelegten Sachverhalten, aber so etwas kann man nicht oft genug wiederholen.
Der Autor zeigt eine kleine Abweichung bezüglich der Beschreibung von Geld, damit ist dieser Aufsatz eine kleine Ergänzung zu unseren Aspekten...


Blutbad!

Mit einer Korrektur des Goldpreises an der New Yorker Börse haben wir gerechnet, aber gleich so weit?

Wer hat geseten abgegeben? Es war wohl einiges an Menge. Institutionelle Anleger? Goldkartell? Beide zusammen?
Die breite und treppenartige Abwärtsbewegung deuten eher auf größere Anleger hin, wobei evtl. die zwei "verdächtige" Spitzen auch auf Aktionen des Goldkartells hindeuten.


Dann noch begleitet von den anderen Meldungen. Die Konjunktur in den USA läuft besser, als erwartet. Die Finanzmarktkrise ist vorüber. Der Goldpreis wir daher langsam, aber sicher wieder abbröckeln. Hier stimmt etwas nicht. Man will uns eine Trendwende verkaufen, und das stinkt gewaltig! Zyklen laufen nicht über Nacht aus, so etwas dauert!
Die Inflation läuft sich gerade erst einmal warm, die fortscheitende Depression in den USA ist offensichtlich (Erkennbarer Rückgang des Lebensstandards). Und dann passiert einfach so die Trendwende? Statistiken und Meldungen kann man faken, wer aber die Augen offen hält der sieht, dass das mit der beobachteten Realität nichts zu tun hat. Die meisten Bundesbürger (ARD-Link von gestern) haben von dem in den Medien immer wieder betonten Aufschwung nichts mitbekommen. Immer weniger Menschen glauben diese Lügen!


An den Börsen ist von einer neuen Euphorie auch noch nichts zu spüren, wo doch die zu den ersten gehören, die Morgenluft wittern.
Na ja, den Ölpreis haben sie nicht unter Kontrolle. Zu schade, dass man kein Zentralbank-Öl auf den Markt werfen kann. Aber der hohe Ölpreis hat seine Ursachen ja ganz woanders, wenn ich das in den Mainstream-Medien richtig verstanden habe.
Nichts, aber auch rein gar nichts, deutet auf eine Verbesserung der Lage hin. Bis auf die konzertierte Stimmungsmache, was ja überhaupt nicht weiter auffällt.
Nicht täuschen lassen und die Nerven verlieren. Um an eine Trendwende zu glauben, müssen wir diese Trendwende erst mit "eigenen Augen" sehen. Wie immer, soll die Masse wieder einmal auf eine falsche Fährte gelockt werden. Und so manche werden diesem Psychoterror wahrscheinlich auch noch nachgeben. Vielleicht macht so mancher Trader mit mehr Hintergrundwissen (Insiderwissen) dieser Tage seinen Reibach, aber traden ist ja ohnehin nicht unser Ding. Ich habe gestern Abend vor lauter Scheck gleich ein paar meiner Unzen nachgewogen. Und was sage ich Ihnen, sie wiegen immer noch genau soviel wie vorher. Wozu also die Aufregung?


Aus gegebenem Anlass und in eigener Sache:
Die perfide Manipulation zeigt Wirkung - leider!
Schon kommen zahlreiche Zweifel von Anlegern, die in 2008 noch in den EM-Markt eingestiegen sind. Wir hatten in 2008 eine Kaufstrategie verfolgt und empfohlen, in mehreren Tranchen einzukaufen. Der durchschnittliche Einstandspreis lag bei ca. 900 $/oz, bezogen auf den Spotmarktpreis, zuzüglich Aufschläge der Händler.
Auch wenn es zwischenzeitlich mehrere Gelegenheiten gab, günstiger einzukaufen, so war die Strategie, auch rückwirkend betrachtet, vollkommen richtig.
Wir hatten im Frühjahr eine extrem gefährliche Situation mit der Möglichkeit eines Meltdowns der globalen Finanzwirtschaft. Nachdem sich die Situation etwas entspannt hat, gingen wir für die nächste Zeit von einer volatilen Seitwärtsbewegung aus, die sich im Bereich zwischen 900$ und 1000$ pro Feinunze bewegen würde. Alle Situationen unterhalb von 900$ sahen (und sehen) wir als absolute Gelegenheiten.

Warum hat (fast) niemand gekauft, als die Feinunze Gold noch für unter 350 € zu haben war. Wer über die letzten Jahre verteilt immer wieder investiert hat, braucht sich überhaupt nicht beklagen. Diese Zeiten sind vorbei, und sie kommen auch nie wieder. Jedenfalls nicht mehr in diesem Zyklus!
Der Hartgeld Club hat niemanden versprochen, dass er über Nacht reich wird. Unser Anliegen ist es, dass Sie Ihr Erspartes nicht im Sog des papierenen Inflationsstrudels untergeht. Das Motto lautet: Erhaltung der Kaufkraft. Wenn dabei noch ein Bonus zusätzlich herausspringt, dann ist das ja nicht zu verachten. Das ist jedoch nicht unser primäres Ziel.

Eine immer wieder gestellte Frage lautet, warum immer die "Ausrede" von der Goldpreisdrückung herhalten muss, wenn der Preis "wieder einmal" runtergeht.
Ic h denke einmal, dass alle Märkte mehr oder minder manipuliert werden. Da der Edelmetallmarkt ziemlich eng ist, geht es hier natürlich wesentlich einfacher als in anderen Märkten. Wenn Sie die Tagescharts verfolgen, so finden Sie einige auffällige Muster, die auf eine Manipulation hindeuten. Es gibt Spezialisten, die haben das mit stochastischen Methoden zu beweisen versucht. Ich kenne mich da zuwenig aus, aber selbst für den Laien dürfte es unschwer zu erkennen sein, dass das kein Zufall sein kann. Ich möchte nicht bei jeder heftigen Bewegung gleich eine Manipulation sehen, aber in einigen Fällen ist es mit Sicherheit die Ursache.

Wenn der Mensch die Freiheit hat, über die Wahl des Geldes selbst zu entscheiden, dann wird er immer das in seinen Augen bessere Geld wählen. Im ehemaligen Ostblock war das die DM. In vielen Drittweltländern oder in Schwellenländern mit hoher Inflation war der Dollar eine inoffizielle Zweitwährung. Der Theresientaler hat sich früher als Zahlungsmittel auch in Kleinasien verbreitet. Es gibt zahlreiche Beispiele in der Geschichte die belegen, dass sich immer das "bessere" Geld durchgesetzt hat, wenn es von der Obrigkeit nicht (ausreichend) unterbunden wurde.

Gold oder Silber ist momentan die einzig wirklich ernstzunehmende Konkurrenz zu dem immer schlechter werdenden Papiergeld. Die ehemalige Weltleitwährung Dollar hat abgewirtschaftet, die D-Mark wurde abgeschafft. Wohin soll das Geld flüchten, oder besser, gegen welche Währung kann man es denn noch abverkaufen? Schweizer Franken oder norwegische Krone vielleicht? Den Kanada-Dollar? Vielleicht besser als die Amiwährung, aber auch nicht das Gelbe vom Ei.
Die so genannten Währungshüter wissen ganz genau, wo die Gefahren für ihre "Zettelwirtschaft" sind. Wenn sie es nicht wenigstens versuchen würden, Edelmetalle madig zu machen, dann wären sie ja noch unfähiger, als sie es ohnehin schon sind!


Wie naiv muss man denn sein, das ganze Theater ernst zu nehmen? Vor dem Hintergrund der momentanen Ereignisse müssten eigentlich noch viel mehr Leute ins Edelmetall flüchten. Präsident Busch hat jetzt erst wieder verlauten lassen, dass gegenüber dem Iran die Zügel wieder stärker angezogen werden. Die Krisenstimmung verstärkt sich, das gibt normalerweise Auftrieb für das Metall.
Wenn Sie die Sachelage überdenken und sich am Ende noch die "cui bono" Frage stellen, warum bedarf es dann überhaupt noch weitere Argumente?
Und zuletzt noch ein Wort an diejenigen, die hier Ihren Unmut über Edelmetalle (teilweise mit sehr bösen Äußerungen, die ich hier nicht wiedergeben möchte) abgeladen haben: Wenn Sie Ihr Hirn nicht selbst anstrengen möchten, dann gehen Sie doch bitte zu Ihrem Bankberater. Der wird schon das "Richtige" für Sie finden.

Links:
„Viele kleine Banken wanken“
(Handelsblatt)
EZB und US-Notenbank wissen seinen Rat zu schätzen: Richard Koo gilt als Experte für Finanzkrisen. Im Handelsblatt-Interview warnt der japanische Starökonom vor wachsenden Bedrohungen durch die internationale Fianzkrise, hält geldpolitische Instrumente gegenwärtig für wirkungslos und glaubt, dass nur große staatliche Ausgabenprogramme die wirtschaftspolitischen Probleme lösen können.

Wenn Koo meint, dass er das japanische Modell auf die Weltwirtschaft übertragen kann, dann irrt er sich gewaltig.
Japan hatte, im Gegensatz zu den USA heute, nur eine Finanz-bubble, aber eine intakte und leistungsfähige Realwirtschaft sowie eine positive Handelsbilanz. Zusammen mit einer Nullzinspolitik konnte Japan zwar den Meltdown verhindern, aber so richtig haben sie sich bis heute nicht davon erholt. Das war ein Standby, solange bis der Rest der Welt mit der Bubble nachzieht. Das japanische Modell würde viellecht für die D-A-CH Staaten funktionieren, aber nicht global, und schon gar nicht für die USA. Die Merkel denkt gar nicht an Konjunkturprogramme, der ist doch die Konsolidierung des Staatshaushaltes viel wichtiger. Ob Japanmodell oder nicht. Es ist ein Aufschub, aber keine Lösung. Und - für die wichtigste Ökonomie in diesem Spielchen nicht anwendbar, denn das würde den Untergang des Dollars nur noch beschleunigen.

10. Juni 2008
Stimmung (sau)schlecht in Deutschland. Hier der Deutschlandtrend in der Tagesschau...

Populistischer Schwachsinn, nachzulesen in Spiegel online
Gabriel fordert Energie-Sozialtarif für Arme
Öl, Gas, Strom - die Energiepreise schießen immer weiter in die Höhe. Umweltminister Gabriel fordert jetzt Sondertarife für einkommensschwache Haushalte. Als Vorbild nennt er andere europäische Staaten: Dort bekämen Kunden ihre Energie zum Teil umsonst.

Und wer bezahlt die Zeche? Subventionen vom Staat? Die Energiekonzerne? Blöder geht's nimmer...

Gold verliert heute morgen in Fernost. Rechnet man mit noch günstigeren Preisen nach der Eröffnung in NY?
Der heutige Tag wird spannend. Wiederholen sich die Muster der letzten Wochen?

Nachtrag: Der Spotmarktpreis erreichte heute Nachmittag exakt wieder das Niveau vom letzten Dienstag. Zufall? Es soll noch weiter gehen...
Wie es auch sei, das ist momentan ein Käufermarkt! Die fundamentalen Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft werden die Papierwerte wohl bald auf Talfahrt schicken. Wer sich keíne Ölquelle kaufen kann, der muss sich eben etwas anderes suchen. Es bleiben ja immer noch genügend Fluchtwege aus dem Papier.

Solange Sie in der Sonntagszeitung immer noch riesige Anzeigen von gleich mehreren "Altgold"-Aufkäufer finden, sollten Sie den Trend eigentlich schon erahnen.
Diese Händler sind bestimmt keine Menschenfreunde, die Ihnen den "Schrott" zu "Höchstpreisen" abnehmen, und "wertvolles" Bargeld sofort auszahlen.
Betrachten Sie die Lage umgekehrt. Das ist für die Händler die Gelegenheit, das ständig an Kaufkraft verlierende Papier noch schnell 'mal in echtes Geld zu umzutauschen.

Die aktuelle Notierung auf Eurobasis bei Gold liegt unterhalb der 100-Tage und unterhalb der 200-Tage Durchschnittslinie!
Der 100-Tage Durchschnitt ist stark rückläufig. Diese Konstellation ist in einem langfristig, stabilen Aufwärtstrend immer eine exzellente Einstiegsmöglichkeit bzw. Nachkaufmöglichkeit.


9. Juni 2008
Heute ist die neue
Analyse (PDF) von Steffen Paulick, herzoINVEST GmbH, eingetroffen. Zur Entwicklung der Aktienindizes meint er: Ab in den Süden!

G-8-Energieminister blicken hilflos auf Rekordölpreis (auf de.today.reuters.com)

[...] Uneins blieben die Minister vor allem in der Frage, ob Regierungen Treibstoff bezuschussen sollten. US-Energieminister Sam Bodman forderte ein Ende der Subventionen: "Wir wissen, dass die Nachfrage zunimmt, weil viele Nationen Öl immer noch subventionieren. Das sollte aufhören." [...]
Subventionen machen das Öl auch nicht billiger, ganz im Gegenteil. Die Kosten dafür fallen trotzdem an, nur an anderer Stelle. Und da das Geld für die Subventionen nicht an anderer Stelle eingetrieben wird, geht das ganze wieder einmal über eine Neuverschuldung. Die Emerging Markets haben eben noch ein höheres Aufschuldungspotenzial gegenüber den alten Ökonomien. Aber wohin das führt wissen wir inzwischen auch. Dass wir den finanziellen Overkill erleben, ist die eine Seite. Dass wir bei diesem Spielchen auch noch wertvolle Ressourcen vergeuden, die andere Seite. Wir laufen Gefahr, dass alle Fortschritte der Menschheit mit einem Schlage wieder zunichte gemacht werden.


7. Juni 2008
Ruhe vor dem Sturm?

Die letzten Wochen waren relativ ruhig, an den Finanzmärkten schien fast schon Normalität eingetreten zu sein. Doch dann. Die EZB sieht Inflationsrisiken und macht wage Andeutungen einer möglichen Leitzinserhöhung. Öl- und Dollarkurs reagieren prompt.
(Beim Öl kommt noch die neue Anpannung eines möglichen Konflikts Iran/Israel hinzu)
Die Inflationsangst ist mittlerweile allgemeine Realität, und die kann auch FED-Bennie nicht "wegpsycholigieren" (Anspielung auf: Die Inflation tritt deswegen ein, weil sie erwatet wird).
Die Inflation wird deswegen erwartet, weil sie trotz Verschleierungstaktik mittlerweile zu offensichtlich geworden ist, und den verdummenden Statistiken nicht mehr geglaubt wird. Die Inflationslügen haben die Dynamik einer sich verstärkenden Inflation vielleicht etwas gebremst. Doch nun, wo der Bremsklotz wirkungslos wird, verstärkt sich diese Dynamik um so mehr. Der aufgebaute "Inflationsstau" entfaltet nur verzögert, aber nun um so heftiger, einen gewaltigen Schub.
Bennie hat in einem Aspekt vielleicht Recht, dass die Massenpsychologie eine große Rolle spielen wird, aber an dem nun verloren gehendem Vertauen ist er, respektive sein glorreicher Vorgänger, doch selbst schuld!

Das Prinzip in einfachen Worten erklärt:
Die gestiegene Inflationserwartung ist für das globale Finanzsystem eine massive Bedrohung. Die Zinsen müssen irgendwann deutlich angehoben werden, sonst flüchten die Anleger aus dem Kapital. Steigende Zinsen sind jedoch der Dolchstoss jedes überschuldeten Systems. Es werden zahlreiche Kredite ausfallen. Die Kreditsicherungssysteme können jedoch nur eine geringe Menge an Ausfällen ausgleichen, das Potenzial der Risiken ist um ein vielfaches höher als die vorhandene Deckung bei den Sicherungen. Die Sicherungssysteme werden selbst insolvent, und dann setzt eine Kettenreaktion ein. Um einen Zusammenbruch zu verhindern, muss der Staat (evtl. über die ZB's) diese Risiken abfangen, d.h. massiv monetisieren, (was er ja schon seit August 2007 gemacht hat). Und damit sind wir wieder am Anfang einer neuen Inflationsspirale.

Es ist genau das eingetreten, wovor wir seit Jahren gewarnt haben. Die Zentralbanken haben die Kontrolle über das Geld verloren. Jedewede Zinspolitik und Zinsentscheidung führt in eine Zwickmühle. Sie hat nur noch die Wahl zwischen "Pest und Cholera".

Der Goldpreis hat zum Wochenende die 900er Marke wieder zurückerobert, ein deutliches Zeichen, dass es in seiner Funktion als "sicher Hafen" für den Fall von aufkommenden Finanzmarktstürmen wahrgenommen wird. Mal abwarten, ob sich Anfang der neuen Woche unser altbekanntes Szenario am NY-Spotmarkt wiederholt.

Zuletzt noch ein Satz von Dietmar Siebholz aus seinem heutigen Artikel auf den Goldseiten:
"Dr. Steil spricht auch über die Waren-Preis-Blasen; er stellt sachlich fest, dass die Blasen nur gegen den Dollar und andere Papierwährungen bestehen, nicht aber gegenüber Gold, eine These und Aussage des von mir sehr geschätzten Börsenspezialisten Uwe Bergold, die in dem Rapport von Dr. Steil eindrucksvoll bestätigt wird. Ergebnis: Wir haben nur die falschen Nominatoren, um die Vergleiche anzustellen: In Gold gemessen, haben sich weder Rohöl, Weizen noch Mais wesentlich im Preise erhöht."
Damit wird bestätigt, was auch von unserer Seite des öfteren vorgeschlagen wurde: Wir müssen allmählich davon Abstand nehmen, die Wertzuweisung von Gütern in Einheiten von Geld vorzunehmen. Güter kann man nur in Relation zu anderen Gütern bewerten, niemals durch eine dimensionslose und willkürliche Recheneinheit, die wir zudem nicht einmal selbst kontrollieren können.


6. Juni 2008
Wirtschaftsnachrichten heute morgen:
An den asiatischen Börsen herrscht gute Stimmung und folgt somit den Vorgaben an der Wall Street. Die Konjunkturzahlen und Konsumindexdaten seien "überraschend" besser ausgefallen, als erwartet.


Das ist ein Affenzirkus. Gestern noch schlechte Zahlen, heute bessere Zahlen, und wer weiß, was nächste Woche aufgetischt wird.
Wenn wir eine echte und transparente Marktwirtschaft hätten, könnten sich die Rahmenbedingen für den Gütermarkt/Realwirtschaft nicht über Nacht ändern, sei denn durch Naturkatastrophen, Krieg oder andere Ereignisse, die plötzlich und unerwartet auftreten. Die andere Möglichkeit ist ein gezielter Eingriff in den Markt, was man getrost auch als Manipulation bezeichnen kann.
Ich frage mich nur, wie die Neoliberalen immer wieder eine nach marktwirtschaftlichen Prinzipien ausgerichtete Gesellschaft verwirklichen möchten wenn sie gleichzeitig ein Finanzsystem toleriert, die mit den Idealen von Freiheit und Marktwirtschaft absolut unvereinbar ist?

Noch ein Hinweis an unsere Leser aus dem Frankenland:
Heute Abend findet der neue Stammtisch in Schwabach mit dem Themenschwerpunkt "Grundlagensicherung" statt. Details sind unter der Rubrik "Aktuell" angeführt.

5. Juni 2008

Links: Aufschwung war nur ein Strohfeuer!
IfW senkt Wachstumsprognose für 2009
Die deutsche Konjunktur verliert an Schwung. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat seine Wachstumsprognose für 2009 erneut deutlich gesenkt. Auch die Inflationsrate fällt nach Einschätzung der Kieler Forscher in diesem und im kommenden Jahr spürbar höher aus als bislang angenommen. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt geht zu Ende.

Die Euphorie wird also auch schon von offizieller Seite her gebremst. In den nächsten Wochen werden die Prognosen Stück für Stück weiter nach unten korrigiert. Wie immer, alles natürlich vollkommen unerwartet...


Fehlallokationen auch in der Gesellschaft, nicht nur in der Wirtschaft...
Gering qualifizierte Jugendliche haben offenbar nur selten Interesse daran, ihren Lebensunterhalt selbst
zu verdienen. Das geht aus einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor, die die
arbeitgebernahe Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Berlin vorgestellt hat. Darin gaben nur
12 Prozent der Sozialarbeiter und 25 Prozent der Lehrer an, dass die Jugendlichen es ihrer Meinung
nach vorzögen, eigenes Geld zu verdienen, anstatt staatliche Hilfen zu beziehen. Über ein Drittel der
Befragten gab an, es mache den Jugendlichen nichts aus, von staatlicher Unterstützung zu leben.
Dass es gering qualifizierte Jugendliche auf dem deutschen Arbeitsmarkt schwer hätten, glaubten 90
Prozent der befragten Arbeitgeber, Lehrer und Sozialarbeiter. Als Grund nannten sie unter anderem den
niedrigen Bedarf an Geringqualifizierten. Doch auch Motivations- und Persönlichkeitsdefizite spielten
nach Ansicht der Befragten eine wichtige Rolle. So warfen 92 Prozent der Arbeitgeber und mehr als drei
Viertel der Lehrer und Sozialarbeiter den Jugendlichen mangelnde Grundfertigkeiten wie Rechnen,
Lesen und Schreiben vor. Außerdem hätten die Jugendlichen kaum Durchhaltevermögen und würden
beim kleinsten Rückschlag aufgeben, bemängelten vor allem Sozialarbeiter und Lehrer. Überwiegend
einig waren sich die Befragten, dass die Jugendlichen eine bessere schulische Qualifikation benötigen.
Befürwortet wird neben einer engeren Zusammenarbeit von Betrieben und Schulen, Sozialarbeitern und
Lehrern auch der Ausbau der sozialpädagogischen Betreuung. Staatliche Lohnzuschüsse für gering
qualifizierte Jugendliche wurden von der Mehrheit der Befragten hingegen nicht als Allheilmittel
gesehen. Für die Studie befragte Allensbach 506 Arbeitgeber, Sozialarbeiter und Lehrer an Haupt-,
Mittel- und Förderschulen.
4. Juni 2008

DDP/AP/DMA

Die Entgleisung in diesem Ausmaß wurde erst durch das Fiat-Money System möglich!

Indikator KFZ-Markt
Wegen einigen Mails zu der gestern geposteten Zulassungsstatistik werde ich doch ein wenig ins Detail gehen müssen:
Wir sehen, dass das Jahr 2007 punkto Neuzulassungen in Deutschland für die Autohersteller nicht soo toll war. Beim Vergleich der Charts für 2006 und 2007 müssen wir die Erhöhung der MwSt. berücksichtigen, die Ende 2006 zu vorgezogenen Käufen geführt hat, und wahrscheinlich noch im Januar 2007 zu mehr Neuzulassungen als üblich geführt haben. Ansonsten ist das saisonale Muster zwischen 2006 und 2007 recht ähnlich. Der KFZ-Markt war in D bereits in den letzten Jahren relativ gesättigt. Wenn wir allerdings, wie von der Regierung behauptet, bereits in 2007 einen konjunkturellen Aufschwung gehabt hätten, so würde das sich auch in den Neuzulassungszahlen bemerkbar machen. Davon ist keine Spur zu sehen, ganz im Gegenteil. Es ist ein weiteres Indiz, dass der so genannte Aufschwung in der Bevölkerung nicht angekommen ist. Einen massiven Einbruch, wie an anderen Stellen oftmals behauptet, kann ich daraus jedoch noch nicht erkennen. Autohalden mit Neuwägen gab es früher auch schon, das sind sehr subjektive Beobachtungen. Dabei spielt auch eine Portion Psychologie eine Rolle. Wer für das Thema erst in der jüngeren Zeit sensibilisiert wurde, wird vielleicht erst jetzt solche Phänomene verstärkt wahrnehmen. Vorher ist das schlichtweg nicht weiter aufgefallen.
Aber weiter zur Statistik. In 2008 haben wir ein anderes Muster. Die Neuzulassungen im Frühjahr gehen schleppend und kommen mit Verzögerung. Der Einbruch im Mai ist alles andere als vertrauenserweckend. Es deutet in der Tat einiges auf einen Einbruch des KFZ-Marktes hin, das passende Umfeld dafür haben wir. Der Kaufkraftverlust in der durchschnittlichen Bevölkerung ist ja auch anderswo nicht zu übersehen. Dennoch muss man nicht gleich den Schwenk von einer rosaroten Sichtweise zu einer rabenschwarzen vollziehen. Wer eine objektive Bertachtung anstrebt, muss beide Augen offen halten. Um einen totalen Einbruch zu diagnostizieren, benötigen wir wenigstens noch die Zulassungsahlen für diesen Monat. Ich nehme nicht an, dass diese Statistiken auch schon gefälscht werden.

4. Juni 2008
Bricht der Automobilmarkt wirklich schon zusammen?

Hier eine Grafik von den Seiten des KBA. Noch etwas zu früh für eine eindeutige Trendaussage
.
Wenn sich der Juni ebenso schwach zeigt wie der Mai, gibt es ein kleines Problem...

Quelle: kba.de

Finanzkrise, welche Finanzkrise?
Zugegeben, ist es für den Normalbürger nicht einfach, das Prinzip unseres globalen Finanzsystems zu durchschauen. Das liegt aber nicht sosehr daran, dass die Materie zu kompliziert ist, sondern dass die Materie vernebelt wird. So wie die Priester des Altertums machen die so genannten "Experten" (ich kann das Wort schon nicht mehr hören - und werde es als nächstes Unwort des Jahres vorschlagen) aus der ganzen Sache ein Mysterium. Das gemeine Volk soll es gar nicht erst kapieren. Damals wie heute geht es lediglich um das eine: Die Macht und Privilegien dieser Karste zu erhalten. Der Mensch hat bekanntermaßen ein Problem damit, wenn er das einmal gewonnene Weltbild von heute auf morgen ändern muss. Das geht nicht. Wenn einem Tag für Tag gesagt wird, der Baum hat blaue Blätter, und dann behaupten plötzlich einige andere, Blätter seien in Wirklichkeit grün?
"Hör auf damit, ich werde langsam verrückt". Eine Reaktion, die nicht ungewöhnlich ist. Zwar werden Widersprüche erkannt, die Plausibilität der dargelegten Theorie wird mit den beobachtbaren Ereignissen in der Welt hergestellt, aber dennoch ist da eine Blockade. Eine Weigerung zu akzeptieren, dass es vielleicht eine andere Wahrheit gibt. Leuten, die man jahrelang vertraut hat, sind plötzlich als Scharlatane entlarvt? All die "Experten", die doch alles so genau wissen, sind plötzlich Lügner oder Dummköpfe? (Diese Bewertung ist letztlich ohne Bedeutung, da gleichermaßen dramatisch).

Das Denken anderen zu überlassen mag zwar bequem sein, aber es ist auch gefährlich.
Unsere Welt ist mittlerweile so komplex geworden, dass wir tatsächlich nicht alles in Frage stellen können, was uns im Leben an Information und Wissen von anderen dargeboten bekommen. Wir müssen diesen Experten vertrauen, in der Hoffnung, dass sie ihre Erkenntnisse, die sie weitervermitteln, sorgfältig und kritisch recherchiert haben. Wir müssen aber annehmen, dass gerade die "Experten" dieser Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen sind, und auch von ihrer Persönlichkeit her erst gar nicht an einer selbstkritischen Überprüfung ihrer Arbeitsweise denken. Viele alte Tugenden sind vergessen, weil sie im Schema dieser schnelllebigen Zeit keinen Platz mehr finden. Wir alle haben diese Zeit mitgestaltet, und manche von uns wundern sich, dass die geistige Bandbreite mancher Jugendlicher sich nur noch in einer Spanne zwischen Mobiltelefon und MP3-Player bewegt. Aber das passiert eben, wenn Inhalte und Perspektiven für eine sinnvolle Gestaltung des eigenen Lebens fehlen. Dass die gegenwärtige Entwicklung in eine Sachgasse führt, wird zwar allgemein gespürt, aber in einer Art Hilflosigkeit einfach hingenommen.

Handelsblatt:
"Krankenkassen rutschen tiefer ins Minus
Die gesetzlichen Krankenkassen sind vor allem wegen gestiegener Arzneimittelausgaben wieder tiefer ins Minus gerutscht. Das Gesundheitsministerium erwartet jedoch, dass pünktlich zum Start des Gesundheitsfonds Anfang 2009 alle Krankenkassen entschuldet sein können. Die CSU argumentiert derweil weiter gegen den Fond."

Das ist einfach eine Ohnmacht, vor der resigniert wird…

oder:
"Wirtschaft der Eurozone legt im ersten Quartal gut zu
Die Wirtschaft der Eurozone hat im ersten Quartal des Jahres offensichtlich unbeeindruckt von den Turbulenzen an den Finanzmärkten gut zugelegt."

Wie passt das zusammen? Da muss man doch verrückt werden!

oder aus "Welt-online":
"Bessere Luft, weniger Gäste
Wirte sehen ihr Geschäft durch Rauchverbot gefährdet - Jeder zweite Kneipier in Hamburg fürchtet um die Existenz"

Ist es nur das Rauchverbot, oder haben die Leute einfach nur weniger Geld? Restaurants und Speisegaststätten sind vom Rauchverbot nicht so stark betroffen, und dennoch verzeichnen auch sie einen Umsatzeinbruch.
Auch wenn Erscheinungen in einem Zeitrahmen erkennbar zusammenfallen, muss deswegen noch kein kausaler Zusammenhang bestehen.

Wie vorher erwähnt, können wir nicht alle Bereiche unserer Welt hinterfragen, aber für die elementaren Bedürfnisse und wichtigen Dinge des Lebens sollten wir das tun.
Sonst begeben wir uns in die Hände der Gurus und Hokuspokus-Zauberer. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Bevor wir andern vertrauen müssen wir prüfen, ob dieses Vertrauen überhaupt gerechtfertigt ist.
Sollen wir einem nebulösen Finanzsystem vertrauen, von dem wir bereits wissen, dass es auf uneinlösbaren Versprechungen aufbaut?

Hokuspokus!

Martin Siegel in seinem Tagesbericht vom 04.06.08:

Der Goldpreis wird zum Beginn des gestrigen New Yorker Handels innerhalb von wenigen Minuten von 893 auf 876 $/oz gedrückt.
Auch wenn das Wort „Manipulation“ nicht so leichtfertig ausgesprochen werden sollte, ist doch jedem nur halbwegs aufmerksamen Marktbeobachter klar, daß hier von interessierter Seite gezielt in den Markt eingegriffen wurde, um das Gold pünktlich zum Beginn des Aktienhandels möglichst schlecht aussehen zu lassen. Warum sollten sich indische Schmuckproduzenten, arabische Anleger oder langfristig orientierte westliche Investoren auch ausgerechnet in den 30 Minuten vor dem Beginn des US-Aktienhandels vom Gold trennen, wenn „Spekulationen über Schwierigkeiten bei der US-Investmentbank Lehman Brothers eine neue Schockwelle an den Finanzmärkten auslöst“ (Handelsblatt vom 04.04.08). Jedenfalls deutet vieles darauf hin, daß wieder einmal Gold auf Papier verkauft wurde, das wahrscheinlich physisch gar nicht lieferbar ist, um den Preis zu drücken. Für den interessierten Anleger ergibt sich so ein Rabatt auf den wahren Goldpreis, der zum physischen Goldkauf genutzt werden kann, wenn er sich vom Preisrückgang nicht beeindrucken läßt.

Man muss nicht hinter allem gleich eine Verschwörung vermuten. Um aber zu glauben, dass das hier unten nur Zufall sein sollte bedarf es schon einer ordentlichen Portion an Naivität.

3. Juni 2008
[15:30 Uhr] - the same procedure as every week?

...wird langsam langweilig, und bringt eh nix. War es das, was Marc Faber (siehe gestern) angedeutet hat?

"Fast 2/3 der aktuellen Sparquote ist für die Katz", wie man in Franken sagen würde.
Martin Siegel im Tageskommentar auf den Goldseiten:
"Die Deutschen sparen so viel wie seit 15 Jahren nicht mehr. Im Märzquartal legten sie 14,8% des Einkommens an. Dabei fließen die Beträge zu 62% in Banken und Versicherungsprodukte. Insgesamt verfügen die Bundesbürger über 4.560 Mrd Euro. Wenn die Bundesbürger nur 1% dieser niedrig oder überhaupt nicht verzinslichen Anlagen in Gold anlegen würden könnten sie von diesem Betrag die komplette weltweite Goldproduktion eines Jahres aufkaufen (aktueller Gegenwert etwa 47 Mrd Euro)"
Alleine anhand dieses Vergleiches kann man schon sehen, wie aufgebläht unsere Finanzwelt mittlerweile schon ist. Wann kommt das "Dimeticon" für die Finanzwelt?
Dass die Masse der Leute immer erst dann den "Braten riecht", wenn die Flatulenz bereits entwichen ist. Wer ein feineres Näschen hat, geht dem besser vorher aus dem Weg!

Die Pervertierung unserer Werte.
Über die zunehmende Unzufriedenheit in der Bevölkerung brauchen wir nicht zu reden. Sprit zu teuer, Lebensmittel zu teuer, Abgaben zu hoch, Verdienst zu niedrig…
Die Politiker sollen doch die Steuern von Kraftstoff und Lebensmitteln aussetzen, bis sich die Preissituation wieder entspannt hat, so ein Passant in einem Interview.
Da entspannt sich nix mehr. Wahrscheinlich ist ein Teil der hohen Rohstoffpreise auch durch Spekulationen getrieben, aber der Kern steckt ganz wo anderes. Und schon tauchen wieder die hässlichen Worte auf: Spekulanten, Kapitalisten…


Die Gefahr eines Linksrucks ist nicht zu verkennen. Wie schon so oft, wird wieder einmal nicht differenziert. Unternehmer sind nicht zwangsläufig Kapitalisten. Viele Mittelstandsunternehmer in Deutschland wurden selbst Opfer von Banken und Heuschrecken. Es wäre vollkommen falsch, den Unmut durch geschürten Hass auf das Unternehmertum pauschal zu projizieren, doch genau diese Gefahr besteht, wieder einmal. Das Volk braucht einen Schuldigen zum Vorführen, egal wie. In Nazideutschland hat man damals die Juden zum Sündenbock stilisiert. Die waren Schuldigen sind entkommen, dafür hat man Unschuldige geopfert. Dieses Spiel funktionierte in der Menschheitsgeschichte immer wieder, und es ist zu befürchten, dass es bald wieder einmal so ablaufen wird.


Was sind Werte in unserer heutigen Gesellschaft? Nur da, was sich monetisieren, beleihen und in den Büchern der Banken bilanzieren lässt!
Idealismus und Aktionen, die für unsere Gesellschaft zwar nützlich wären, aber nicht für den weiteren Aufschuldungsprozess eingebunden werden können, haben keinen Platz. Erinnern wir an die Umweltschutzbewegung, aus denen schlie0lich die Grünen hervorgegangen sind. Die Wurzeln entspringen aus idealistischen Motiven, die zur damaligen Zeit jedoch nicht in das Schema einer debitistischen Wirtschaftsordnung passten. Also wurde es bekämpft und blockiert. Erst als der Umweltschutzgedanke ein immer gewichtigeres Anliegen innerhalb der Bevölkerung wurde, haben sich auch die etablierten politischen Parteien dieses Themas angenommen. Wer nun aber glaubt, dass damit der Wille des Volkes ernst genommen wurde, der irrt gewaltig.


Der geniale Trick der Politik bestand darin, die idealistischen Bestrebungen in der Bevölkerung so zu kanalisieren, dass sich dadurch ein Programm mit Potenzial zur Aufschuldungsorgie ableiten ließ. Machen wir uns nichts vor. Jegliche Umweltschutzprogramme wären niemals Realität geworden, hätte man nicht zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen können. Zugeständnisse an das Volk, und gleichzeitig ein neues Instrument, das zur Fortführung der Aufschuldungsorgie nützlich ist. Was daraus herauskam, ist erbärmlich und pervers zugleich. Das Abfalltrennungssystem "Duales System" diente primär nicht den Idealen eines Umweltschutzes, sonder in erster Linie als neuer Behälter für frisch erzeugte Liquidität. Über den Sinn oder Unsinn solcher Aktionen kann man streiten.
CO2-Emission von Altautos, Verstromung von Palmöl aus nachhaltigen Rohstoffen, wo zuvor mit Hilfe deutscher Gelder erst Urwälder in Indonesien platt gemacht wurden (falls sie die Sendung Report gestern gesehen haben). Diese Liste lässt sich endlos fortsetzen. Es wurde inzwischen belegt, dass die Verteufelung alter Autos als Dreckschleudern aus der gesamten Ökobilanz betrachtet haltlos ist. Es mag durchaus zutreffen, dass alte Autos weniger energieeffizient fahren, und mehr Kraftstoff verbrauchen. Für die Herstellung eines neuen Autos wird angeblich wesentlich mehr Energie verbraten, als dass es den Minderverbrauch gegenüber der alten Karre jemals noch kompensieren könnte. Ökotechnisch wäre es also sinnvoller, alte Autos solange wie möglich zu nutzen. Das dient jedoch nicht dem Aufschuldungsprozess.
Wie wir sehen, werden alle von der Bevölkerung initiierten Ideale solange manipuliert und zurechtgebogen, bis das "Richtige" dabei herauskommt. Das ist nicht nur so bei den gefälschten Inflationszahlen. Ideale und Ängste in der Bevölkerung werden für die EINE Sache missbraucht. Manchmal gehen solche Anläufe auch schief. Haben Sie jüngst wieder einmal etwas von der Vogelgrippe gehört? War die dargelegte Bedrohung ernst, oder war das ein missglückter Anlauf, um einen neuen Sack für die Liquidität zu schaffen. Wenn die Gefahr wirklich so groß war, warum ist sie im Moment kein Thema mehr. Ist der Sack bereits voll und hat seinen Sinn erfüllt? Hat man das ganze Tamiflu schon gewinnbringend entsorgen können?
Private Rentenversicherung, Artenschutz, Klimaschutz, regenerative Energie! Was ist wirklich gesellschaftlich nützlich und sinnvoll. Welche Bedrohung ist real? Sofern ein realer Hintergrund gegeben ist, wer garantiert uns, dass die daraus abgeleiteten Aktionen nicht wieder missbraucht und pervertiert werden?
Solange der Druck aus dem Fiat-Money System weiterhin auf uns lastet müssen wir davon ausgehen, dass alles eine Farce ist. Eine ehrliche Politik ist unter diesem Geldsystem nicht möglich. Bevor wir uns daran machen, die Welt verbessern oder retten zu wollen, müssen wir erst das abschaffen, was dem entgegensteht.

2. Juni 2008
Das Wetter in Franken war am Wochenende eigentlich viel zu schön, um sich auch noch mit den Nachrichten der Mainstream-Medien zu beschäftigen. Aber wir können es eben doch nicht ganz lassen. Im nachhinein betrachtet, ein Fehler. Nichts, was wirklich von Bedeutung gewesen wäre. In irgendwelchen Talkshows spielen sich Möchtegerneliten als Leistungsträger der Republik auf, nur weil sie ein paar Euro Steuern abtreten müssen. Natürlich nimmt uns der Staat aus, aber nicht jeder, der Steuern abführt, ist deswegen schon ein Leistungsträger unserer Gesellschaft.
Welche Leistung bringen kontraproduktive Bürokraten? Bänker, Manager und sonst welche Leute, die unsere Blasenwirtschaft aufpusten, dafür dicke absahnen, natürlich auch einen Batzen Steuern abtreten, welchen gesamtwirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Nutzen bringen denn diese Leute? Gar keinen, ganz im Gegenteil. Landesbänker, die Milliarden in den Sand setzen und die Risiken letztendlich bei der Allgemeinheit abladen. Das sind so genannte Leistungsträger?
Der Briefausträger im Niedriglohnsektor hingegen, der wegen seiner Dumpinglohnbezüge keine Steuern und Sozialabgaben mehr abtreten kann, ist hingegen kein Leistungsträger? Welche maßlose Arroganz dieser Eliten. Der einfache Briefträger erbringt mit seiner Arbeit wenigstens noch einen gesellschaftlichen Nutzen, was man von vielen gut verdienenden Selbstdarstellern nicht behaupten kann.
Bevor sich einer als Leistungsträger tituliert, sollte er tunlichst selbstkritisch überprüfen, ob er per Saldo überhaupt einen gesellschaftlichen Nutzen hervorbringt.

Heute morgen in B5 aktuell, eine Reportage über die Arbeit und Aufgabe der EZB.
Der Euro wird als Erfolg hochgejubelt, und es fällt tatsächlich auch noch der Ausdruck "stahlharte Euro". Ich schalte das Radio aus, denn ich will die neue Woche nicht gleich mit einem Brechreiz beginnen…

Es gibt noch mehr Leute, denen derartige Meldungen sauer aufstoßen.
Auf den Goldseiten heute morgen:
Der Euro - Misserfolg von Anfang an
Es ist unfassbar, wie die Mainstream Medien den Euro als Erfolg feiern. Die Fakten sprechen eine andere Sprache: Am Anfang sank der Euro gegen Dollar ins Bodenlose. In den letzten Jahren steigt er zwar, aber der Vergleich hinkt! Nur weil andere schlechter sind ist der Euro nicht besser!


Mark Faber in Blick.ch

"Die Achtziger- und Neunzigerjahre sind vorüber, in denen die Börsenkurse – abgesehen von kleinen Rülpsern – immer nach oben kletterten. Nun stagnieren die Börsen wieder wie zwischen 1964 und 1982. Ich empfehle Anlegern, Gold zu kaufen. Dessen Preis wird in den nächsten drei Monaten fallen. Steigen wird der Kurs des Dollars. Als Schweizer würde ich zudem Wohneigentum ausserhalb der grossen städtischen Agglomerationen erwerben. Immobilien sind im internationalen Vergleich günstig bewertet. Das eigene Dach über dem Kopf ist für Mittelstandsfamilien attraktiver als das Geld von Banken verwalten zu lassen, die es in ihre Anlagefonds stecken."
Leider erläutert Faber in dem Interview nicht, warum der Goldpreis in den nächsten Monaten fallen sollte. Mit der Kaufempfehlung rechnet Faber im Umkehrschluß offensichtlich mit stark steigenden Preisen, langfristig gesehen jedenfalls. Auch Immobilien sind nicht vom Tisch, das sollte nicht nur für die Schweiz, sondern auch für Deutschland und Österreich gelten.

Auf www.hartgeld.com sind einige neue, lesenswerte Artikel publiziert. Einfach selbst reinschauen...

Links:
Urlaub aufgrund von Inflation gestrichen (wiwo)
Die Preise steigen immer schneller. Weltweit ist die Inflation auf dem Vormarsch und bedroht das Wachstum. Bekommen wir wieder eine Stagflation – wie in den Siebzigerjahren?

In dem o.g. wiwo-Artikel finden Sie u.a.auch eine Grafik zur Lohn-Preis-Spirale:

Selbst bei heranziehen der "manipulierten" Inflationsraten kann man sehr deutlich erkennen, dass die Inflation schon vor der Lohnerhöhung vorhanden war. Es muss heißen: Preis-Lohn-Spirale. Da werden Ursache und Wirkung absichtlich vertauscht. Wer etwas gegenteiliges behauptet, ist ein Lügner! Das Gefasel von Trichet und Co. geht aber just in diese Richtung. Also, nicht verarschen lassen. Wir Bürger müssen die Zeche der verpfuschten Wirtschaftspolitik ohnehin zahlen, dass aber der Lohnempfänger noch für die Inflationsentwicklung mitverantwortlich gemacht wird, das schlägt dem Fass den Boden aus.

Sind wir das Volk?



Und dann noch eine Abrechnung mit den Eliten auf den Spatzsseiten (must read, siehe Linkliste):
Auszüge daraus:

Spekulationsblasen gelten als Fehlentwicklungen des Marktes, genauer, sie stehen für ein Marktgeschehen, das nicht der Marktideologie entspricht [...]
Möglich macht diese Blasen die wenig kontrollierte Schaffung immer neuer Zahlungsmittel auf Kreditbasis. Die überhöhten Erwartungen sorgen für die "Sicherheit" der Kredite. Wenn dann die Wertsteigerung immer deutlicher hinter den Erwartungen zurückbleibt, platzt die Blase. Die kreierten Zahlungsmittel werden zunichte oder retten sich noch rechtzeitig in neue Anlagemöglichkeiten.[…]
Diese Leute brauchen nun eine neue Blase, in der sie ihre fiktiven Werte unterbringen, in die sie investieren können, bevor die Ernüchterung mit der derzeitigen Blase die "Werte" annulliert. […]
Und was ist bereits in aller Munde? Klimaschutz! […]

Möglicherweise wird deshalb mit dem "Artensterben" eine neue Umwelt-Sau durchs Dorf getrieben. Dafür hat die Bundeskanzlerin erst dieser Tage 500 Mio. Euro in Aussicht gestellt [...]
Der Umfang der nächsten Spekulationsblase soll die Verluste aus der jetzt platzenden Blase auffangen und kompensieren. Das verlangt viel, sehr viel Geld. Eric Janszen schätzt das dafür zu den ein bis zwei Billionen Dollar, die entsprechende Anlagen kosten würden rund 20 Billionen nötig sind, um die bisherigen Spekulationswerte im Wert erhalten zu können.

Auch der Autor meint, dass die ganze Blasenwirtschaft durch das Fiat-Geld noch begünstigt wird.
Und die Zeche soll, wie immer, klein Arschibald bezahlen...

1. Juni 2007
Warum in Sachwerte investieren?

Gold und Silber sind nur eine von vielen Möglichkeiten. Der Vorteil von Gold und Silber liegt darin, dass es noch am ehesten Geldcharakter besitzt, und damit eine Zahlungsmittelfunktion übernehmen kann, wenn unser gegenwärtiges System zusammenstürzt. Dem HGCN ging es niemals darum, Gold uns Silber als Spekulationsobjekt zur Erlangung von leistungslosem Einkommen schmackhaft zu machen, sondern um unsere Mitbürger davor zu bewahren, dass Ihre durch harte und ehrliche Arbeit erworbenen Ersparnisse den "Bach hinunter" gehen! Wir sehen Edelmetalle als Inflationsschutz, und somit als Schutz vor Enteignung. Es war schließlich die "auf-Kosten-der-anderen-leben-wollen" Mentalität, die uns in genau die Lage brachte, in der wir uns heute befinden.

Eine Leserzuschrift auf www.hartgeld.com zu "Sehnsucht nach dem Crash" drückt das sehr treffend aus.

(Schade, dass diese Zuschrift nicht an den hgcn gegangen ist, denn wir brauchen Leute von genau diesem Format, wenn wir die Zukunft in unserer Gesellschaft neu gestalten möchten.
Zitat:
"Sicher wäre es für viele Leser interessant zu wissen, wann das Finanzsystem endgültig kollabiert. Denke aber, dass dies zweitrangig ist und ich bin froh um jeden Tag oder besser Zahltag den ich erleben kann. Entscheidend ist es doch, die Zeichen der Zeit erkannt und die notwendigen Maßnahmen getroffen zu haben. bzw. zu treffen, solange es noch geht.
Leider kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es Leute gibt, die es nicht erwarten können, dass der Zusammenbruch endlich stattfindet. Diese Annahme ergibt sich aus diversen Zuschriften, welche Sie von ungeduldigen Lesern erhalten.
Diese Zeitgenossen hatten offenbar das Glück zufällig auf Ihre Seite gestoßen zu sein und glauben nun, mit ein paar Goldmünzen den "großen Gewinn" ihres Lebens zu machen.
Die Mentalität dieser Menschen dürfte auch nicht besser sein als die jener Mitbürger welche dazumal gierig ihre ganzen Ersparnisse in Aktien oder andere Zockerpapiere investiert haben. Natürlich werden auch einige Lumpen Profit mit der Krise machen aber ein Zuckerschlecken wird so eine tief greifende Umstellung wohl nicht sein. Der glückliche Goldbesitzer wird sich möglicherweise mit Zuständen und Situationen herumschlagen müssen, welche möglicherweise weit über die Vorstellungen eines verwöhnten Europäers hinausgehen. Knappheit der elementarsten Dinge wie Wasser, Strom, Lebensmitteln fehlende Krankenversorgung, Verschlechterung der allgemeinen Sicherheit, Behördenwillkür, Ausnahmezustand, Neid, Missgunst, vielleicht sogar Krieg, muss man erst einmal überstehen. Mal schnell aus dem Bett raus, zwei Goldmünzen eingepackt, dann ins Auto und ab zum Hauskauf, so wird es wohl nicht ablaufen. Viele werden sich nach der "Fiat Money Zeit"
zurücksehnen, wo alles so leicht und einfach und auf Pump war.
Auf jeden Fall möchte ich davor warnen sich den Zusammenbruch des Finanzsystems als einen Aufbruch in ein "goldenes Zeitalter" vorzustellen. Diese Welt nach unserer Zeit wird mit Sicherheit um einiges härter sein als der heutige Zustand.
Wer in unserer Zeit eine Pfeife war wird auch nicht mit ein paar Goldmünzen zu einem Siegertypen, selbst dann wenn einem Gold und Silber einen großen Vorteil verschaffen wird."

Richtig so. Aufklärung ist notwendig, aber wir dürfen dabei nicht die niedrigen Instinkte als Motivation für ein Gold-/Silberinvestment ansprechen.

30. Mai 2008
Die Inflationsängste gewinnen langsam die Oberhand. Die Finanzkrise tritt damit in eine neue Phase.

Nach Bericht-Zitaten auf hartgeld.com kommen die US-Bonds langsam unter Druck. Die Zeit der fallenden Zinsen könnte vorbei sein, für die Anleihen müssen offensichtlich schon wieder höher Zinsen bezahlt werden. Die Refinanzierung für den Staat wird also teuerer, und das verschärft das Problem.

Die befürchte Reflation ist wahr geworden, Rezession bei gleichzeitiger Inflation, ein scheußlicher Cocktail.

Jede konkurrierende Anlagealternative zu den Anleihen ist natürlich unerwünscht. Das gilt für Aktien ebenso wie für Edelmetalle. Die Geldnot der Staaten macht erfinderisch. Unser Staat will jetzt auch schon Tagesgeldkonten anbieten, und damit mit den Banken konkurrieren. Der Grat zwischen Inflation und Deflation wird immer schmaler. Was wir bereits vor einigen Jahren befürchtet haben, ist nun Realität. Die Kontrolle über das Geld ist verloren gegangen, die Zentralbanken haben keine Möglichkeit mehr zu einer vernünftigen Geldmengensteuerung. Egal, was sie nun machen, es endet immer in einer noch schlimmeren Katastrophe.

Wir haben schon öfter darauf hingewiesen, dass die eingeleitete Inflation nicht linear verläuft. Mit deflationären Zwischenphasen, die einige Bereiche der Wirtschaft treffen, muss immer gerechnet werden. Das kann dann genauso gut auch den Rohstoffsektor treffen, und damit auch die Edelmetalle. Keine Sorge, lange können solche Phasen nicht anhalten, denn das wäre das ganz schnelle Ende des Systems...
Uns allen eine ruhiges Wochenende, die nächste Woche wird sichelich wieder spannend…

29. Mai 2008
Tankstellenboykott???
Am 19. Mai (siehe dort) fragten wir uns, wann die ersten Boykottaufrufe für den Sprit auftauchen.
Heute landete der erste
Kettenbrief als PDF in unserem Postfach. Zum Downloaden, rein zur Info und zum Schmunzeln. Bitte diesen Schwachsinn nicht auch noch weiterverteilen. Wie vor 10 Tagen schon erwähnt, wäre ein Boykott der Fiat-Währungen wesentlich angebrachter, aber das wäre ja nicht legal!

Goldzeit?
Stellungsnahme zu mehreren Mails aus letzter Zeit:
Es ist eine Minderheit, aber immerhin haben einige Mitbürger unser Geldsystem durchschaut und als legales Falschgeld erkannt.
Mangels Alternativen können als Ersatz momentan nur Edelmetalle, vorwiegend Gold und Silber in Betracht gezogen werden. Natürlich ist das kein offizielles Zahlungsmittel, aber es erfüllt wenigstens die anderen Anforderungen, die an echtes Geld gestellt werden. Gold und Silber sind also echtes Geld, das gegenwärtig und aufgrund von staatlichen und politischen Restriktionen nicht als offizielles Zahlungsmittel zugelassen sind. Edelmetalle sind jedoch nicht einfach nur als Wertgegenstände anzusehen, die bei Bedarf monetisiert werden können, sie haben im Gegensatz zu anderen Wertgegenständen einen echten Geldcharakter. Die Wertbeimessung ist durch die Homogenität (Feingehalt) und beliebige Teilbarkeit relativ einfach zu gestalten, und kann aufgrund der relativ hohen Mobilität als Transportmittel für den alltäglichen Güteraustausch dienen.
Selbst ein Einfamilienhaus könnte derzeit mit einem Koffer voller Gold bezahlt werden. Die Wertdichte in den Dimensionen des durchschnittlichen Bürgers ist also mehr als ausreichend. Wenn wir bedenken, dass z.B. ein Auto mit einem Gewicht von ca. 1000 kg ohne logistische Probleme um den halben Globus zum Kunden transportiert werden kann, so sollte der entsprechende Gegenwert eines Barrens Gold mit einer Masse von entsprechend nur 0,1% wohl erst recht kein Hindernis darstellen.

Auf die Frage, wann der günstigste Zeitpunkt zum Tausch von Zahlungsmittel in Echtgeld wäre. Der wurde bereits verpasst, aber es wird keinen neuen Zeitpunkt geben, um noch wesentlich besser einzusteigen als jetzt.
Wie in den letzten Tagen gepostet, sehe ich eine volatile Seitwärtsbewegung im Bereich zwischen 900 und 1000 $/oz. Konservativere Meinungen gehen von einem Bereich zwischen 850 und 950 $/oz aus. Trotz der Möglichkeit, den Goldpreis nach unten zu drücken, glaube ich nicht, dass die Marke von 900 $ wesentlich unterschritten wird. Das ist eine psychologische Widerstandslinie. Das Kartell, (ich vermute einmal wage, dass es tatsächlich existiert) kann mit einer derzeitigen Notierung von ca. 900 $ durchaus leben. Es macht keinen Sinn, den Goldpreis noch weiter drücken zu wollen, da dann der Aufwand nicht mehr im Verhältnis zum Effekt steht. Wir haben das gestern am Spotmarkt deutlich gesehen. Unterhalb von 900 $ scheint es genügend Kräfte für ein Engagement in das Edelmetall zu geben, woher auch immer. Dass der Goldpreis zu weit absackt, halte ich für ausgeschlossen. Dafür gibt es weltweit zu viele vagabundierende Dollars. Die Chinesen z.B. werden sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, diese Papierfetzen in echtes Geld zu konvertieren, sobald der Goldpreis unter 900 $ fällt. Das Gold der Zentralbanken mag vielleicht noch eine ganze weile für derartige, nennen wir es Markteingriffe, herhalten können. Auf der Gegenseite stehen aber die sogenannten Devisenreserven bereit, die nur auf diese Aktionen warten. Das ist ein "Katz-und-Maus"-Spiel, und es gehört nicht viel Fantasie dazu um zu ahnen, wer das Spiel am Ende gewinnen wird.
Wer in Edelmetall auf der langen Seite ist, kann das ganze eigentlich relativ entspannt mitverfolgen. Es bedarf nur etwas Ausdauer, warum denn ungeduldig werden wenn man weiß, dass der Gegner miserable Karten hat und nur blufft. Na gut, so allmählich wird es langweilig, aber was will man schon machen, wenn der Gegner nicht einsehen will, dass er das Spiel eigentlich schon verloren hat. So zieht sich die ganze Sache noch eine zeitlang hin.
Die eigentliche Gefahr sehe ich auf einer ganz anderen Seite.
Wir sehen, dass unsere Gegner das Spiel bereits verloren haben, und nicht aufgeben wollen. Dabei hat er die Spielregeln selbst gemacht. Wir müssen damit rechnen, dass daher die Spielregeln erneut geändert werden. Durch Krieg, Gewalt, wer weiß noch, was alles. Hier gilt es, die Augen offen zu halten.
Bis dahin bleiben wir bei unserer Strategie: Raus aus dem Fiat-Money!


Nachtrag am Nachmittag: Auch wenn heute nochmals in NY Gold auf den Markt geworfen wurde, es ändert nichts an der generellen Einschätzung der Lage. Ein Trimmen unterhalb der 900 $ Linie macht strategisch keinen Sinn, da die Wirkung bestenfalls ein paar Tage anhält. Da ist irgendwas im Busch! Zinserhöhung vielleicht? In einigen Tagen werden wir sicher mehr darüber erfahren. Ich stelle mich deshalb schon einmal auf stark anziehende Preise ein. I'm smelling smoke...

28. Mai 2008
In der Sendung Frontal 21 (gestern im ZDF) hat ein "Experte" die hohen Benzinpreise erklärt. Die Förderung konnte
bis 2006 der steigenden Nachfrage angepasst werden, seither driften Nachfragemenge und Angebotsmenge auseinander.

Ein rein marktwirtschaftliches Phänomen also, das gute alte Spiel von Angebot und Nachfrage löste die extreme Teuerung der letzten Zeit aus. Inflation? Keine Rede!
Ich stehe wieder einmal als Depp da, der eine Inflation in die Preissteigerung interpretiert. Na klar doch. Die öffentlich rechtlichen, dazu noch eine Sendung wie Fronatal 21, die dazu noch einen renommierten Wissenschaftler als Experten vorzeigen können. Warum sollte man dann solchen Hartgeld-Spinnern noch Gehör schenken? Wir haben doch eine Antwort, und damit basta!

Tatsächlich haben wir keine Daten aus erster Hand, die das eine oder andere zuverlässig belegen können. Wir registrieren den Preisanstieg, können jedoch monetär bedingte und marktwirtschaftliche Effekte nicht klar voneinander trennen. Es bleiben Ungereimtheiten.

Sehen wir uns den Rohölpreis der letzten Jahre an. Seit 1999 erkennen wir im Großen und Ganzen einen exponentiellen Anstieg der Spotmarktpreise, und das auch schon vor 2006. Wenn nun die Aussage dieses "Frontal-Experten" richtig wäre, wie erklärt er dann den Anstieg vor 2006, wo doch das Angebot der Nachfrage stetig angepasst werden konnte? Wie erklärt er den rasanten Anstieg im letzten Jahr? Bei Rohöl handelt es sich nicht um ein landwirtschaftliches Produkt, deren Förderung und Angebot von klimatischen Bedingungen abhängt. Es gibt keine Ernteausfälle, höchstens geografisch-politisch bedingte Unwägbarkeiten. Aber da gab es keine besonderen Vorkommnisse im letzten Jahr. Das Geplänkel zwischen Irak und den USA war für einen deutlichen Preiseffekt auf dem Ölmarkt einfach zu moderat, im Gegensatz zum Golfkrieg, wo die Auswirkung deutlich erkennbar war.
Wenn keine politisch oder spekulativ initiierten Störungen vorliegen, dürften sich auch bei Auseinanderdriften zwischen Angebot und Nachfrage keine spontanen Preisänderungen auftreten, denn diese Veränderungen treten allmählich auf. Der Markt hätte eine entsprechende Zeit, sich auf die sich veränderten Gegebenheiten einzustellen.


Da auch das allgemeine Preisniveau steigt, dürfen wir im derzeitigen Ölpreis einen deutlichen inflationsgetriebenen Anteil (also durch die Geldmengenausweitung bedingten) in der Preissteigerung vermuten. Es gibt Behauptungen, dass die Inflation noch gar nicht auf die Rohstoffe durchgeschlagen hätte, was ich jedoch nicht glaube.
Falls dem so wäre, und die Teuerung wirklich nur Nachfragebedingt wäre, dann steht uns erst recht noch etwas bevor.
Wie schon gesagt, ist es uns nicht exakt möglich, den Anteil der Inflation aus der Ölpreisnotierung herauszurechnen. Es wäre jedoch naiv anzunehmen, dass die Öffnung der Geldschleusen keine Wirkung zeigt. Die Auswirkung kommt zwar verzögert, aber sie kommt. Die erste Welle der Geldflut ist auch bei den Rohstoffpreisen bereits angekommen. Die Verleugnung jeglicher inflationärer Effekte stellt einen Manipulationsversuch der Öffentlichkeit dar.

Nach Presseberichten sind die Deutschen wieder etwas pessimistischer bei der Erwartung hinsichtlich der wirtschaftlichen Zukunft. Die Sparquote hat sich von ca, 10% auf nunmehr fast 15% erhöht. Sparen, in was denn? Kreditgeld kann man nicht sparen. Sparen in Geldwerten bedeutet, einen Schuldschein nicht einzulösen. Sie vergeben einen Kredit an einen höchst fragwürdigen Schuldner. Was soll's, sogar mein Hund ist da schlauer. Entweder frisst er gleich alles auf, oder er verzichtet auf seine Ansprüche. Kredit hat er mir noch nie angeboten!

Die Merkel will nichts von Steuergeschenken oder einer Entlastung der Bürger wissen, die Konsolidierung der Staatsfinanzen hat Vorrang. Es geht aber nicht um Entlastung, sondern um eine nicht noch höhere Belastung! Durch kalte Progression etc. etc. Die Regierung orientiert sich ausschließlich an den Nominaleinkünften, die Kaufkraft ist ihr sch....egal. Auch hier wird Inflation aufs heftigste ausgeklammert.
Frau Merkel, die Mechanismen des debitistischen Kapitalismus sind Ihnen wohl auch nicht bekannt. Irgendeiner muss aufschulden. Wenn nicht der Staat, dann die Privaten.
Und ausgerechnet die fangen jetzt auch noch vermehrt das sparen an? Das mit den Schulden exportieren geht auch nicht mehr lange weiter. Es gibt nur eine Lösung: Staatsbankrott anmelden, Währungsreform, Neuanfang. Na, ja. Vielleicht halten sie ja noch diese Legislaturperiode durch. Dann würde ich aber den Beck ranlassen, damit der die Arschkarte zieht. Dann sind's wenigstens die Sozis, die den Schlamassel verursacht haben. Und dann gibt's zur Not ja auch noch den Lafontaine.
Bin echt gespannt, wer die Suppe auslöffeln muss!


Und dann noch das Gold.

Gestern wurde, wieder einmal, unnötig Pulver verschossen. Kommentar überflüssig. Wir wissen ja Bescheid!

Nachtrag: Gestern wurde im Blog noch zynisch vorgeschlagen, den Goldpreis doch gleich unterhalb der 900er Linie zu prügeln.
Wie wir sehen, wurde dieser Vorschlag heute beherzigt. Weiter so, denn umso eher geht euch die Munition aus!


27. Mai 2007
Der Fokus in der Wirtschaft liegt derzeit auf der Notierung für das Rohöl.
Fakt ist, dass unsere gesamte Industrie mehr oder weniger vom Erdöl abhängig ist, und somit der Preis von Öl langfristig auch auf die Güter im Allgemeinen durchschlagen muss!
Nach der Inflation der Vermögenswertanlagen startet nun die Inflation bei den Gütern. Energie und Lebensmittel haben schon einmal den Anfang gemacht. Kurzfristige Schwankungen, wie z.B. ein leichter Rückgang der Preise bei Milch und Molkereiprodukte, sollten nicht über den langfristigen Trend hinwegtäuschen.

Gold wird dabei weiterhin eine Rolle als Inflationsschutz spielen. Auch hier darf man nicht auf kurzfristige Schwankungen achten, sei denn als Trader. Für diese Zielgruppe ist diese Seite aber ohnehin nicht gedacht. Eine volatile Seitwärtsbewegung im Bereich von 900-1000 $/oz ist als völlig normal anzusehen. Die 1000er Linie ist eine psychologisch magische Grenze, die man nicht überschreiten lassen möchte. Am Besten drückt man den Preis sogar unter die 900er Marke, um jedes Missverständnis zu vermeiden. Irgendwann, wahrscheinlich erst im 2ten Halbjahr, kommt auch hier der nächste Schub und hebt den Goldpreis auf ein neues Niveau. Für all diejenigen, die hier nicht, oder unterinvestiert sind, bietet sich derzeit eine Gelegenheit, ohne Panikstimmung auf Einkaufstour zu gehen. Das kann sich schnell wieder ändern.

Ansonsten tun unsere Bürokraten alles, um notwendige Markterfordernisse zu verhindern. Mit dem Regulierungswahnsinn wird die Sache nicht besser, in Gegenteil.
Das Gesundheitssystem wird weiterhin, zunehmend ineffizienter. Wenn man mitbekommt, dass ein Familienmitglied mit akuten Beschwerden für einen Untersuchungstermin beim Facharzt 2-3 Wochen warten muss?!?
Eine typische Warteschlange. Nach der gängigen Lehre der Volkswirtschaft ein Zeichen für eklatante Markteingriffe, nämlich der Festsetzung von Preisen durch Regulierungen unterhalb des Marktpreises. Die Kostenexplosion im Gesundheitswesen soll durch Regulierung verhindert werden, welch ein Unsinn. Das ganze wirkt nur kurzfristig und hat Strohfeuercharakter. Wenn das so weiter geht, ist bald in nicht einmal mehr eine medizinische Minimalleistung für das Notwendigste gewährleistet. Die einzige Lösung lautet Währungsreform, nicht Kaputtregulierung.
Wann kapieren die Leute endlich, dass es so nicht weitergehen kann. Euere Interessenvertreter mögen vielleicht viele Interessen vertreten, die der Allgemeinheit aber bestimmt nicht. Ob aus Dummheit oder wegen Korruption, sei an dieser Stelle einmal dahingestellt. Demokratie im eigentlichen Sinne ist das jedenfalls nicht.

Links:
Wolf Schneider über die Finanzsprache
„Hemmungsloses Imponiergehabe mit Fachwörtern“
27. Mai 2008 Wolf Schneider ist Träger des Medienpreises für Sprachkultur der Gesellschaft für deutsche Sprache, Ausbilder an fünf Journalistenschulen und Lehrer für lesbares Deutsch in Wirtschaft, Medien und Behörden. Er ist der meistgelesene Stillehrer der deutschen Sprache und gibt Auskunft über die Sprache der Finanzmärkte.

Neben Arroganz und Imponiergehabe hat das ganze auch noch einen anderen Zweck:
Der Markt soll intransparent gehalten werden, um die Marktteilnehmer über die Qualität der Podukte zu täuschen.
Zu dumm nur, dass letztlich selbst Bänker darau hereingefallen sind.
Wenn ein Verkäufer sein Produkt nicht verständlich erklären kann, sollten wir ihn grundsätzlich links liegen lassen.
Ein seriöser Händler erklärt seine Produkte in einer Sprache, die auch sein Kunde verstehet.
Da aber viele Kunde selbst eitel sind und nicht zugeben möchten, dass sie eigentlich nichts von dem kapieren, was Ihnen da vorgesetzt wird, lassen sie sich lieber übertölpeln.


Amerikaner lassen ihre Autos stehen
Sie fahren die dicksten Autos und verbrauchen am meisten Benzin: Doch jetzt zu Beginn der Driving Season schränken sich die Amerikaner ein. Viele bleiben wegen der hohen Spritpreise über den Sommer zuhause. Und die Landwirtschaft entdeckt das Maultier wieder.
Eines muss man den Amis lassen. Sie stellen sich sehr schnell auf eine neue Situation ein. Bei uns wird da viel zu lange rumge-eiert.

Inflation trübt Kauflaune massiv

Rekordpreise an den Tankstellen und die Furcht vor weiteren Teuerungsschüben belasten das Konsumklima in Deutschland. Ein Trend, der sich fortsetzen könnte - denn die Einkommenserwartung ist drastisch eingebrochen. Überraschung? Dann siehe Blog vom 27. März

Was ist der Unterschied zwischen demokratischen und totalitären Regimen?
In beiden wird die Öffentlichkeit massiv getäuscht...

IAB kritisiert "geschönte" Arbeitsmarktstatistik - SZ
MÜNCHEN (Dow Jones)--Kurz vor Bekanntgabe der neuen Arbeitslosenzahl an diesem Donnerstag hat der Chef des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der großen Koalition vorgeworfen, die Daten künstlich niedrig zu rechnen. "Da wird in der Tat an der Statistik-Schraube gedreht", sagte Joachim Möller, Leiter des Instituts, der "Süddeutschen Zeitung" (SZ - Dienstagausgabe). Weil das Schönen der Statistiken seit Jahrzehnten Tradition habe, fehlten aber gut 1,5 Millionen Menschen in der offiziellen Zahl.

26. Mai 2008
Warren Buffet, Bundespräsident Köhler, sie pusten ins gleiche Horn.
Die Finanzkrise beginnt erst richtig. Buffet sieht eine lange Rezession für die USA. Schuld dran sind die gierigen Banken, deren Geschäfte besser kontrolliert werden hätten müssen. so pauschal jedenfalls kommt da auf Otto-Normanlverbraucher rüber.
Schuld an dem hohen Energiepreis sind die Scheichs und die Spekulanten, wenn man der Regenbogenpresse glaubt. Die Schuldigen müssen gefunden werden. Die Linke feiert Erfolge. Der Bürger spürt, dass etwas auf ihn zukommt, kann die Ursachen jedoch nicht erkennen.
Es hat sich in den letzten Jahren so gut wie nichts geändert in punkto Aufklärung. Gespräche in den Letzten Tagen mit unbedarften Leuten zeigen nach wie vor eine hohe Ignoranz gegenüber der Wahrheit über unser Finanzsystem.
Das ist nicht gut. Diese Leute werden vollkommen überrascht werden, wenn die Krise erst einmal voll zuschlägt.
Die Reaktion ist nicht kalkulierbar. Viele sehen die Ursache einer Krise im "Kapitalismus", ohne die Umstände näher zu differenzieren.
Sie glauben, dass es unendliche Vermögenswerte gibt, die sich aber lediglich in den Händen einiger weniger Kapitaliaten befinden.
Das Problem sei dadurch zu lösen, dass diese Vermögen umverteilt werden. so sieht die Lösung für das einfache Volk aus.
Dass die Vermögen fast ausschließlich Schulden von anderen sind, begreifen sie nicht.
Die einzige Gefahr ist es, dass das Öl langsam knapp wird. Daher muss man jetzt umsomehr in alternative Energiequellen, außer Atom natürlich, investieren. Solartechnik, Autos mit Wasserstoffantrieb. Das sei alles möglich, wenn Politik und Industrie nur wollten.
Diese Argumente, so oder in ähnlicher Form höre ich immer wieder. An Gold und Silber als alternatives Zahlungsmittel, oder als Wertaufbewahrungsmittel, daran denkt nur eine kleine Minderheit.
Ich sehe für Edelmetalle weiterhin eine Seitwärtsbewegung. Der große Run im Sinne, dass es im Fokus der Allgemeinheit landet, wird wahrscheinlich noch eine Weile auf sich warten lassen.

21. Mai 2008
Sogar Norbert Blüm macht jetzt die Riester-Rente madig.
Wir vom HGCN haben die Riester Rente schon immer als Volksverarschung abgetan, und statt dessen lieber eine Investition in Sachwerte, Gold oder Silber empfohlen.
Siehe dazu auch die Blogs vom 11. und 12. Januar, ganz unten.

Wenn das jetzt sogar der der ehemalige Minister für Arbeit und Soziales behauptet, glauben Sie es nun?

(Anspielung: Ich kenne leider einige Fälle, wo ich die Leute nicht vom Abschluß einer Riester-Rente abhalten konnte. Gängiges Argument: "Für die Investition in Edelmetalle habe ich zuwenig Geld". Offensichtlich haben sie aber immer noch genügend Geld, um es zum Fenster hinaus werfen zu können...)

„Blüm antwortet Riester“(von Norbert Blüm) für die „Nachdenkseiten“
, hier einige Auszüge:

[...] Die private Altersvorsorge kann den Leistungsverlust aus der gesetzlichen Rentenversicherung nicht kompensieren. Ganz abgesehen von der Lage derjenigen, die sich keine Riester-Rente leisten können. [...]

[...] die Logik der Riester-Reform lautet: „Weil die alte Rentenversicherung so erfolgreich im Kampf gegen Altersarmut war, deshalb wird sie ramponiert.“ Gewinner sind Allianz, BILD & Co.. Übrigens: die neue Lösung wird teurer, als die alte Rentenversicherung geworden wäre[...]

[...] Die Solidarität wird auf den Kopf gestellt: Die Schwachen finanzieren die Starken mit.[...]

[...] Nebenbei bemerkt bedient sich Walter Riester noch einiger kleinerer oder größerer Tricks [...]

[...] Es gibt bei der Riester-Rente nur einen Gewinner. Gewinner sind nicht die Beitragszahler. Deren Gesamtbelastung durch die Alterssicherung wird höher, als sie beim alten Rentenbeitrag gestiegen wäre. Gewinner sind auch nicht die Rentner. Deren Rente wird niedriger ausfallen als ohne Riester-Reform.
Sieger sind Allianz & Co.. Für die ist die Riester-Rente ein Bombengeschäft, und deshalb jubeln ihre Helfer und das Zentralorgan für Volksverdummung: die BILD-Zeitung.

...weitere Meldungen aus der online-Presse:
Berlin (Reuters) - Nach massiver Kritik in der Öffentlichkeit ist die umstrittene zweite Diätenerhöhung in einem Jahr für die 612 Bundestagsabgeordneten vorerst vom Tisch.
Die Fraktionsspitzen von Union und SPD beugten sich am Dienstag auch dem wachsenden Druck aus den eigenen Reihen und beschlossen, den Plan wieder fallen zu lassen. Nach zahlreichen Protesten bei der SPD von Abgeordneten bis hin zu ganzen Parteigliederungen hatten auch die ersten CDU-Abgeordneten erklärt, sie würden kommende Woche der Erhöhung nicht zustimmen. Die Diätenpläne sahen vor, dass die Abgeordneten vom kommenden Januar zusätzlich zu einer schon beschlossenen Anhebung noch die Tariferhöhung für den öffentlichen Dienst und damit insgesamt gut acht Prozent mehr erhalten sollten.

Echt klasse, was da abgeht: In einem Fernsehinterview erklärt ein Abgeordneter, er wäre gegegen die Diätenerhöhung, weil er für die nächste Legislaturperiode ja wiedergewählt werden möchte!?!?
Mir persönlich sind die Bezüge der Abgeordneten im Prinzip schnurzegal, denn wahrscheinlich wäre die Unterbringung in einer geschlossenen Anstalt auch nicht billiger!
Wozu sich hier noch weiter aufregen. Wenn der Eichelburg Recht hat, löst sich dieses Problem in Kürze ganz von selbst!

Auch eine Folge unseres Finanzsystems - Gesundheitssystem bricht langsam zusammen - Meldungen aus der Presse:
"Eine umfassende Versorgung von Kranken in Deutschland ist nicht mehr zu gewährleisten. So lassen sich aktuelle Äußerung des Chefs der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, in der „Welt“ zusammenfassen. Statt dessen forderte er einen „Gesundheitsrat“, der künftig über die möglichen Leistungen entscheiden soll."
"Deutschlands Ärzte verabschieden sich aus dem Kassen-Alltag und behandeln nur noch Privatpatienten. Wer es nicht tut, leidet unter Frust."
Bis der ganze Zirkus vorbüber ist, sollten wir uns schon einmal auf auf eine mangelnde medizinische Versorgung vorbereiten. Im Rahmen der Möglichkeiten natürlich, die wir als medizinische Laien haben. Im Klartext heißt das, gesundheitliche Risiken nach Möglichkeit vermeiden!

Einzelhandel
Bonuskarten lohnen sich so gut wie nie
Sie heißen Payback, Happy-Digits oder Deutschlandcard: Viele deutsche Unternehmen ködern Kunden mit Bonuskarten. Doch eine "Finanztest"-Untersuchung offenbart niedrige Nachlässe – und eklatante Mängel beim Datenschutz.

Das sollte einem schon der gesunde Menschenverstand sagen, dazu braucht es keiner Untersuchungen.
Gesunder Hausverstand ist offensichtlich in unserer Zeit Mangelware. Genauso, wie die Leute hinter den Papierfetzen herjagen, lassen sie sich solche Plastikkarten aufschwatzen, und finden das auch noch toll. Würde man solchen Leuten z.B. 1/10 Unze Gold anbieten, so ein kleines, mickriges Münzlein, die würden doch lieber ein paar Bonuspunkte einstreichen. Traurige Realität, aber ich habe das selbst getestet. (Glücklicherweise hat keiner mein Angebot angenommen...)

Das zeigt auf der anderen Seite aber auch: Die breite Bevölkerung kann mit Gold nichts anfangen, das Zeug ist momentan nur für Insider!


20. Mai 2008
Gestern haben wir noch über die seltsam gute Laune der Finanzmärkte berichtet, zu der es doch fundamental gesehen, gar keinen Grund gibt. Eine Erklärung dafür liefert ein
Blog auf zeitenwende.ch:

…Das Schlimmste ist nun hinter uns, vermelden die Experten der Finanzindustrie. Es sind die gleichen Experten, die uns vor gerade einmal ein paar Monaten vor einer Weltwirtschaftskrise gewarnt hatten. Was stimmt denn nun und was dürfen wir noch glauben? …
…Viel wahrscheinlicher scheint es mir, dass die Finanzmärkte davon ausgehen, dass der Steuerzahler die Zeche bezahlen muss. …
…Das Ende der Krise ist somit nur absehbar, wenn die Verluste bei den Banken via Zentralbanken zum Steuerzahler durchgebucht werden können, wie es im Falle von Bear Stearns, Northern Rock und einigen deutschen Landesbanken bereits geschehen ist. Der ganz grosse Teil liegt aber nur bei den Zentralbanken zur Leihe und muss, sofern sich nichts ändert, von den Banken wieder zurück genommen werden. …


Das könnte es sein. Natürlich sind die Probleme nicht gelöst, der "schwarze Peter" wird einfach nur weitergereicht. Staat und ZB als letzte Instanz, um die faulen Kredite abzuladen. Die Sache wird zunehmend perverser. Das Volk wird für die Auswüchse der Finanzwirtschaft bluten. Wenn die da nicht die Rechnung ohne den Wirt gemacht haben. Der durchschnittliche Steuerzahler ist durch die horrende Staatsverschuldung ohnehin bis Unterkante Oberlippe im Schuldensumpf. Mehr geht nicht. Was sollen überhaupt die scheinheiligen Lippenbekenntnisse unserer Politiker, das Volkübel Nr.1, die Verschuldung, zurückfahren zu wollen, und auf der anderen Seite es zuzulassen, dass über die Zentralbanken sowie staatliche Garantien für marode Banken uneinbringliche Forderungen hintenrum dem Volk aufgehalst werden. Da wird weiter an der Steuerschraube gedreht, der Bürger ausgequetscht wie eine Zitrone.
Und für was alles? Um die Neuverschuldung des Staats ein wenig zu reduzieren?
Wie lächerlich, wenn gleichzeitig die Risiken der Finanzwirtschaft auf den Staat abgeladen werden. Wer immer Grund zur Euphorie hat, es ist nicht das gemeine Volk. Vielleicht schaffen sie es, dass das Volk die wahren Hintergründe dieser unsagbaren Schweinerei nie erfahren, aber eines können sie nicht verhindern: Nämlich, dass die Bevölkerung die Auswirkungen aus diesen Aktionen nicht zu spüren bekommt.
Wenn euch jemand von den "Offiziellen" immer noch etwas von Wirtschaftswachstum und rosigen Aussichten erzählt, oder von Inflationsrisiken wegen der Lohn-Preis-Spirale, ihr solltet diese Leute abwatschen. Früher wurden solche Leute an Ort und Stelle gelyncht, heute genießen sie hingegen Ansehen und Sozialprestige. Einfach widerlich…


Ein paar weitere Gründe, sich mit Gold und Silber einzudecken:
Mit ca. 600 €/oz ist Gold, im historischen Vergleich, immer noch günstig.
1979, also noch vor der Blase von 1980, lag der Unzenpreis bei ca. 170 €.
Bei einer konservativ angenommen Teuerung/Inflation von durchschnittlich 5% p.a. ergäbe sich heute bereits ein Unzenpreis von ca. 700 €.

Die "Herstellungskosten" beliefen sich in 2007 schätzungsweise auf ca. 400 € pro Feinunze. Bedingt durch die niedrigen Zinsen, konnten in den vergangen Jahren jedwede Produktionsgüter, nicht nur Investitionsgüter, günstig hergestellt werden. Damit ist es nun vorbei. Alles wird rapide teuerer. Wenn der Goldpreis nicht weiterhin steigt, werden sehr schnell die Grenzkosten für die Produktion erreicht sein.

Die Weltbevölkerung wuchs und wächst schneller als die Förderung, die relative Knappheit sollte hier ebenfalls eine Teuerung bewirken.

Es gibt derzeit kein wertbeständiges Transportmittel für den Austausch von Gütern mit einer hohen Wertdichte, Gold wäre die einzige Alternative!

Wenn erst das Vertrauen in Politik und Finanzwirtschaft zerstört ist, wird Edelmetall das einzig allgemein akzeptierte Transportmittel für Güter überhaupt sein.
Ein Austausch von Gütern zwischen verschiedenen Volkswirtschaften wird nur noch Zug um Zug, und keinesfalls mehr auf Kredit erfolgen. Wer nichts Brauchbares für den Handel entgegenzusetzen hat, wird ganz einfach nicht mehr bedient. Das Gold wird als ultimatives Zahlungsmittel überleben, Papier nicht!

19. Mai 2008
Euphorie in Deutschland. In den letzten Tagen kamen wieder vermehrt Meldungen, wonach die Wirtschaftsleistung im letzten Quartal über die Erwartungen gestiegen wären, der Entwicklung in den USA zum Trotz. Die Steuereinnahmen sprudeln, und es gibt bereits wieder "Steuersenkungsdebatten!" (welche Ironie).
Zugelegt hätte sowohl der Export als auch die Binnenkonjunktur, das BIP steigt, hurra!
Wirklich? Oder auch nur eine Auswirkung der Inflation. Ist die Steigerung der BIP-Zahlen nicht etwa nur inflationsgetrieben? Die Weltmarktpreise, egal für was, steigen. Nahrungsmittel und Energie im Besonderen, aber auch die anderen Güter. Die höheren Kosten lassen sich durchsetzen, da mittlerweile auch China mit der Inflation zu kämpfen hat. Die Inflation ist global.
Gemessen an Kaufkraft sind die meisten von uns weiter auf der Verlierseite. Die Euphorie ist Augenwischerei. Stimmungsmache, sonst nichts.
Und auch unseren Politikern wird das Grinsen bald wieder vergehen. Weil durch die Inflation auch die Ausgaben der öffentlichen Hand sehr schnell steigen. Der letzte Haushalt wurde noch auf Basis der "alten Preise" verabschiedet. Man wird zwar versuchen, den Transferleistungsempfänger (Rentnern, Harz IV-Empfängern etc.) weiterhin keinen angemessenen Inflationsausgleich zu gewähren, aber das macht ja nur einen Teil der Ausgaben aus. Die realen Weltmarktspreise lassen sich nicht durch die Statistiklügen nach unten prügeln. Die Zentralbanken, auch die FED, denken ja auch schon über Zinserhöhungen nach. Wie lange können dann die Bondmarktzinsen so niedrig gehalten werden?
Finanzkrise- ade? Die Rahmenbedingungen haben sich doch in keiner Weise geändert, die noch nicht entdeckten Leichen wurden lediglich umgebettet. Die Zahlen stimmen vielleicht wieder, durch geniale Buchhaltungstricks. Aber das war's dann auch schon. Nicht die Situation hat sich gebessert, nur die Lügen werden immer dreister.
Miprox.de hat hierzu ein Update mit den neuesten
Statistiklügen veröffentlicht.

Der Goldpreis hat, wie Ihr sicherlich bemerkt habt, die 900 $ Marke zurückerobert.
Ich erwarte hier weiterhin eine volatile Seitwärtsbewegung. Wann der nächste Ausbruch auf ein deutlich höheres Preisniveau kommt, lässt sich schwer vorhersagen.
Trotz der momentan "guten Laune" ist der Preis nicht nennenswert abgesackt (was waren schon die lächerlichen 15%). Ein paar neue Hiobsbotschaften über das Finanzsystem wird dem Goldpreis jedoch schnell wieder Flügel verleihen. Darauf können wir warten…



Staatschulden, Inflation und Spritpreise.
1950 betrug die Schuldenlast der BRD umgerechnet ca. 10 Mrd. €
2007 waren es bereits ca. 1.500 Mrd €, d.h. die Schulden haben sich in 57 Jahren um das 150-fache vermehrt. Das entspricht einer durchschnittlichen Zunahme von über 9% per anno. Die durchschnittliche Inflation nehmen wir während dieser Zeit einmal zu 5% an. Das können wir aus Beobachtung der Preissteigerung von Gütern beobachten, die keiner Veränderung der Qualität unterlegen sind.

Auch wenn die Inflation einen Teil der Staatsschulden weg frisst, so stiegen die Schulden (inflationsbereinigt) um immerhin noch durchschnittlich um ca. 4% pro Jahr. Sollte sich der Staat durch eine Inflation entschulden wollen, besteht also hinsichtlich der Inflationsrate noch ein gewaltiger Nachholbedarf.
Rechnerisch läuft das auf eine "Geldentwertung" von ca. 10:1 hinaus, entweder schleichend über längere Zeit, oder radikal als Währungsreform.


Dann kostet der Liter Sprit (nach heutigen Maßstäben) locker 15 €, und die Goldunze wird nicht unter 6000 € zu haben sein. Ein Rückfall auf einen Lebensstandard, vergleichbar mit dem in den 50er Jahren, ist dann so weit hergeholt nicht, wenn Löhne und Gehälter nicht kräftig zulegen.


Wenn Sie Ihr Kapital bzw. Ihre Arbeitskraft in dieser Zeit nicht auch um 1000% verbessern können, machen sie real Verluste.

Wenn Sie demnächst zum Boykott des angeblich zu hohen Treibstoffs aufgefordert werden, rufen Sie besser zum Boykott unseres Fiat-Geldes auf, denn hier liegt der Hase im Pfeffer, nicht bei den bösen Öl-Multis. Seien Sie froh, dass Ihnen wertvoller Kraftstoff nicht jetzt schon zu 15 € /L angeboten wird, und die Unze Gold noch für ca. 600 € bekommen können. Wohin die Reise geht, können Sie unschwer selbst erkennen. Unser Geld wird allmählich das wert, was es eigentlich Wert ist…

14. Mai 2008
Gestern nachmittag, wieder einmal, Goldpreis innerhalb weniger Minuten um 20 $ abgesackt, dann aber gleich wieder um 10 $ erholt.
Der Dollar notiert langsam wieder fester. Vor den US-Wahlen wird nochmal alles daran gesetzt, dass "nichts mehr passiert"!

Die weltweiten Schulden sind nie mehr rückzahlbar. Auf eine Tilgung kommt es scheinbar auch gar nicht mehr an. Es wird nur alles getan, damit der Schuldendienst noch aufrecht erhalten werden kann. Nun läuft das mit den Industrienationen ab, was man vorher mit den Drittweltländern schon praktiziert hat.
Das Realeinkommen in den USA sowie in Europa dürfte auf 90er-Jahre Niveau, zurückgefallen sein, jedenfalls in Großbritanniern laut einer Studie.
Wir haben den Crash, momentan kommt er noch auf Raten...

13. Mai 2008
Banken und Sparkassen wollen offensichtlich die Flucht ins Gold abwehren, und verlangen schon beim Kauf kleiner Mengen die Vorlage eines Ausweises.
Dieser wird kopiert, und die Daten sogar ins DV-System eingegeben. So eine Meldung eines Lesers. Ähnliche Meldungen kommen in letzter Zeit häufiger.
Wenn Ihre (Haus-) Bank das auch macht: Konten dort auflösen. Leider gibt es keine Empfehlung, wohin dann!

Es wäre für unsere Leser interessant, welche Banken dieser Unsitte mit der Registrierung betreiben, um eine Negativliste aufzustellen.
Oder umgekehrt, Empfehlungen auszusprechen. Bitte nutzen Sie dazu das Forum.

Interne Mitteilung: Sie erreichen die Organisatoren des neuen Stammtisches "Grundlagensicherung" in Schwabach über grundlagen(at)hgcn.de
Bitte Fragen, Anregungen, Reservierungswünsche etc. an diese Adresse richten.

12. Mai 2008
Unterversorgt II, lautet ein neuer Beitrag von Peter Weck. Es ist eine Fortsetzung eines Artikels, der weiter unten per Eintrag vom 2. Mai
angeführt wurde. Passt ein solcher Beitrag zum Thema dieser Seite? Ähnliche Gedanken wurden auch beim Betreiber einer anderen, befreundeten Website gemacht.
Ehrlich gesagt, tu auch ich mich schwer, hier eine deutliche Abgrenzung zu machen. Auf der anderen Seite gehört die eigene gesundheitliche Vorsorge mit Sicherheit zu einer sinnvollen und auch notwendigen Investition. Gerade unser marodes Gesundheitssystem unterliegt nicht zuletzt dem Diktat einer debitistisch-kapitalistischen Finanzordnung. Wenn man unser Finanzsystem hinterfragt, so sollte man das mit unserem Gesundheitssystem nicht minder machen. Wenn wir prognostizieren, dass das Finanzsystem sowie die angeschlossenen Versicherungen schon bald kollabieren, so ist dieser Aspekt der Vorsorge von erheblicher Bedeutung. Vielleicht können sich viele schon bald gar keinen Arzt mehr leisten, wenn die Kassen erst einmal pleite sind.
Fragen wir unsere Leser, ob sie künftig mehr zu diesem Thema erfahren möchten. Wir können dann auch eine eigene Rubrik dazu einrichten.
Bitte nutzen Sie auch das Forum. Ein kleines Feedback vom Publikum wäre sicherlich nett.

11. Mai 2008 - Thema Nr.1 Spritpreise.
Super um die 1,50, so teuer wie zuletzt vor 15 Jahren, nur damals in DM!
Unsere Superpolitiker müssen sich bei diesem Thema natürlich auch profilieren. Soviel Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört. Aber das Volk will ja Action sehen.

Betrachten wir die Sache nüchtern:
Eine Verdoppelung der Preise in 15 Jahren, das ist eine ganz moderate Inflationsentwicklung von 5% im Schnitt.
Im letzten Jahr war die Inflationsrate nach der Mises'schen Definition bereits bei ca. 10%!
Wer da noch behauptet, Benzin sei teuer, versteht unser Geldsystem nicht. Neben der Inflation kommt nun eben auch die Teuerung von Rohstoffen aller Art zum Tragen. Vergessen wir nicht, dass Energie, Lebensmittel und viele Konsumgüter in den letzten Jahren eine real negative Teuerung unterlegen sind, die Preise eigentlich gesunken sind. Das konnte nicht ewig so weitergehen. Der Preis einer Ware setzt sich immer aus zwei Komponenten zusammen. Der Kaufkraft von Geld, die nun rapide abnimmt, sowie der Preisgestaltung aufgrund von Marktgesetzen. Schon alleine aus diesem Grund ist es vollkommen Schwachsinnig, eine Inflationsberechnung alleine an der Preisentwicklung festzumachen.
Nun kommen zwei Effekte zusammen, die sich in der Summe katastophal auswirken. Es werden nicht nur die Produkte teuerer, gleichzeitig verringert sich die Kaufkraft von Geld immer schneller!

Nicht der Sprit ist zu teuer, unser Geld ist nichts mehr wert.
Jeder weiterer Eingriff in das Preisgefüge macht die Sache auf lange Sicht nur noch schlimmer.

8. Mai 2008
Kennen Sie das "Börsen-Unwort" des Jahrzehnts? Ich würde vorschlagen: "Gewinnmitnahmen".

Immer, wenn Aktienkurse fallen, kommentieren die Nachrichtensprecher das mit "Gewinnmitnahmen". Das Wort "Verluste" klingt ja auch zu hässlich, dagegen assoziiert "Gewinnmitnahme" etwas Positives.

"Die asiatischen Aktienmärkte brechen ein, weil es zu Gewinnmitnahmen gekommen ist."
Ich finde solche Sätze in gewisser Weise interessant, weil es die Denke in der Finanzwelt wiederspiegelt. Der Aktienindex sinkt ganz einfach, wenn auf dem Markt mehr Teilnehmer anbieten als kaufen. Es werden ganz simpel, temporär andere Asstets als Aktien bevorzugt. Wo kommt es dabei zu Gewinnen? Was ich meine, ist: Gewinne entstehen doch erst, wenn sie realisiert werden.

Habe ich bereits einen Gewinn realisiert, wenn ich meine Assets gegen Cash zurücktausche, und dabei mehr an Cash zurückbekomme als ich vorher dafür bezahlt?
Wenn man Wertmaßstäbe nur auf Geld bezieht, dann ja!

Einmal anders gedacht: Ich stehe heute vor der Alternative, verfügbares Geld zu verkonsumieren, sagen wir einmal, ein schönes Auto dafür zu kaufen. Oder doch lieber auf den Konsum verzichten und mein Geld in Aktien parken? Ich verzichte auf den Konsum und investiere lieber, in was ist zunächst einmal zweitrangig, aber bleiben wir bei den Aktien. Nach einem Jahr habe ich gegenüber Geld tatsächlich einen Gewinn von 5% realisiert. Ich freue mich und gehe zum Autohändler. Doch, welch Schreck, das Fahrzeug ist nun 10% teuerer als im letzten Jahr. Das war's dann wohl mit der Freude über den vorherigen "Gewinn".

Wie kann man Gewinn überhaupt definieren? Es geht nicht, weil die Präferenzen der Menschen untereinander höchst unterschiedlich sind, und das ist ja auch gut so.
Die Bewertung von Gewinnen oder Verlusten sind nur dann möglich, wenn ich meine langfristigen Ziele realisieren möchte. Jedwede Anlageform ist dabei nur ein Zwischenschritt, ein Wechsel von einer Klasse in die andere ist primär noch kein Gewinn, solange das eigentliche Ziel damit noch nicht realisiert wurde.

Es ist aber erstaunlich, welches Erfolgsgefühl den Anlegern ereilt, wenn sie von einer Klasse in eine andere Klasse wechseln, und damit einen "Gewinn", auch wenn er nur auf dem Papier steht, für sich verbuchen können.

Wenn Sie in Edelmetalle investieren, sollten sie das nicht unter dem Aspekt von Gewinnen und Vorteile zur Erlangung Ihrer Ziele sehen (wie auch immer diese Ziele aussehen). Das Ziel sollte sein, sich damit ein Stück Sicherheit und Unabhängigkeit gegenüber den Unwägbarkeiten des Finanzcasinos zu erlangen. Dieses Ziel haben sie mit dem Kauf von physischem EM bereits erreicht, und zwar unabhängig davon, wie sich die Kurse (auf kurze Sicht) entwickeln. Mir dieser Einstellung sehen Sie die heftige Volatilität der EM-Preise dann auch relativ gelassen. Lernen Sie, (wenn Sie es nicht schon getan haben), Ihre Bewertungsmaßstäbe von Geld abzukoppeln. Es ist lediglich ein kurzfristiges Interimsmedium für den Transport von Werten, denen Sie aufgrund der aktuellen Gesetzeslage momentan nicht ausweichen können.


Chart zur langfristigen Goldpreisentwicklung. Lassen Sie sich von der hohen Volatilität nicht verunsichern.
Ich persönlich denke nicht in momentanen €-Preisen auf dem Spotmarkt, sondern in Preisebenen mit Schwankungsbreite.

Vielleicht hilft das auch Ihnen weiter? Das gegenwärtige Niveau hätte sich leicht auch auf 100 € höher einpendeln können, wahrscheinlich kommt das sogar bald...



7. Mai 2008
Momentan ist relative Ruhe. EM seitwärts, keine neuen großen Skandale in der Finanzwelt, jedenfalls keine, die publik werden. Unsere Volksvertreter gönnen sich wieder einmal eine bescheidene Kompensation für die inflationsbedingte Teuerung. Dazu fällt mir doch gleich ein neuer Bewertungsmaßstab für die Inflationsberechnung ein: Nehmt doch einfach die Zahlen der Diätenerhöhung als offizielle Inflationsrate. Das spart den ganzen aufwändigen Statistikkram, und ist außerdem auch noch viel glaubwürdiger.

Hier ein Link, der nichts direkt mit Finanzen zu tun hat:
Verfassungsschutz darf Scientology überwachen
Scientology wird in Deutschland nicht als Religionsgemeinschaft anerkannt. Sekten-Experten werfen der Organisation vor, ihre Anhänger psychisch und finanziell abhängig zu machen. Nach Einschätzung der Innenminister von Bund und Ländern ist die Organisation auch verfassungsfeindlich.

Dumme Frage dazu: Warum wird dann unser Finanz- und Bankensystem nicht auch durch den Verfassungsschutz überwacht?

****************************************************************************

Irgendwann einmal las ich einen Artikel über die Praktiken von zivilen Schuldeneintreibern. Die besuchten Schuldner im Auftrag Ihrer Gläubiger, um soviel wie irgend nur möglich abzupressen. Lautes Poltern vor der Wohnungstür, so dass alle Nachbarn es mitbekamen, voll auf den "Peinlichkeitsfaktor" gesetzt und die Leute genötigt. Selbst wenn sie vollkommen überschuldet waren, oftmals wurden doch wenigstens ein paar Märker abgenötigt, nur, damit der Gorilla wieder abzog.
Der Haken an der Sache, die Schulden türmten sich trotz gezeigten guten Willens der Schuldner weiter auf. Schon alleine die Kosten für den Hausbesuch überstiegen den Betrag, den der Kassierer dafür in Empfang nahm.

Später wurden solche Praktiken durch den Gesetzgeber schließlich unterbunden.
Wenn Schulden de facto nicht mehr bedienbar sind, darf nach unserem Rechtsempfinden der Aufschuldungsprozess nicht mehr weiter fortgeführt werden. Dieser Logik sind auch Gesetzgeber und Gerichte weitgehend gefolgt. Nur bei den öffentlichen Schulden, da wird eine Ausnahme gemacht. Seit Jahrzehnten werden die Zinsen teilweise aus neuen Krediten bestritten, die Schulden nicht (mehr) ordentlich bedient. Wo liegt der Unterschied zu einer überschuldeten Privatperson oder eines überschuldeten Unternehmens. Warum wird im einen Fall von den Gerichten ein sittenwidriges Verhalten festgestellt, und für die, im Prinzip gleichen Praktiken im Zusammenhang mit dem Gebilde Staat, sind sie aber blind?

Wie kann man einem kritischen Bürger ein Ordnungsprinzip vermitteln, das den Anschein von Willkürlichkeit erweckt? Die Frist für die Verjährung von Steuersünden soll verdoppelt werden. Das ist nicht nur Wasser auf den Mühlen der Plünderer sondern gleichzeitig ein scheinheiliger Akt von Ratlosigkeit. Damit könnt Ihr Politiker den Karren auch nicht mehr aus dem Sumpf ziehen. Welchen Interessen dient Ihr eigentlich? Jedenfalls nicht denen euerer Wähler. Wir sollten eurer Diäten nicht als Vergütung euerer Leistungen sehen, sondern als Gage für euer Theater. Na gut, so mancher Filmstar verdient wesentlich mehr, aber sie spielen dafür auch wesentlich besser! Und wenn ich eine Kino-Karte kaufe weiß ich wenigstens, für was ich bezahle…


6. Mai 2008
Heute Morgen in B5 aktuell: Heli-Ben sieht noch nicht das Ende der Hypothekenkrise, die Versicherungen offensichtlich schon. Sie nutzen den "billigen" Preis für den Kauf von ABS-Anleihen und decken sich ein. Allianz hat schon, Münchner Rück will noch.


Was steckt dahinter? Sind die dort völlig meschugge oder ist das wieder nur Stimmungsmache? Während die Amis an den Tankstellen "Herr, lass die Spritpreise sinken" beten, macht man in der alten Welt auf "Alles wird wieder gut!" Realitätsverweigerung pur. Wer die Augen offen hält erkennt unsere Welt eher im Endstadium des Kapitalismus befindet, wie z.B. das Filmchen "Fabian - gib mir die Welt plus 5%" (Link auf der Homepage rechts oben), oder auch das Buch von Paul C. Martin (Auszüge daraus unter der Rubrik TEXTE) beschreibt.

Haben Sie die neue
Story vom "guten alten" Wallraff schon gehört, der sich in eine "Lidl"- Bäckerei als Arbeiter eingeschlichen hat, als Reporter undercover? Die dritte Welt ist nun auch schon in Deutschland angekommen. Und es kommt noch schlimmer! Was bisher Ausnahmen waren, wird bald zur Regel. Solange wir an unserem schönen, betrügerischen Geldsystem festhalten - auf jeden Fall, jede Wette! Bald sollen 6 Millionen Mitarbeiter fehlen? Für welche Jobs denn? (siehe Link weiter unten...)

Wenn das so weiter geht, werden wir bald den Crash noch herbeisehnen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Dabei ist die Sache doch so simpel, jeder kann dazu beitragen. Die Lösung lautet einfach: Raus aus dem Papier! Der Rest erledigt sich dann ganz von selbst.

Links:
Hypo Real Estate verzeichnet im 1Q Erg vSt von 190 Mio EUR
MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate hat im ersten Quartal 2008 wegen weiterer Abschreibungen auf strukturierte Finanzprodukte einen Rückgang beim Vorsteuerergebnis auf 190 Mio EUR verzeichnet. Nach Abzug eines Effektes aus der im Zusammenhang mit der Depfa-Akquisition begebenen Pflichtwandelanleihe beträgt das Vorsteuerergebnis 6 Mio EUR, teilte das Münchener Unternehmen am Dienstag mit.

Kein Geld für Sonnenstrom? Solarbranche in Aufruhr
Die deutsche Solarindustrie hält eine drastische Senkung der staatlichen Förderung für nicht verkraftbar. "Es gibt keine Spielräume für eine Kürzung von deutlich über sieben Prozent", sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) Carsten Körnig. Schon die im kommenden Jahr vorgesehene Reduzierung um bis zu 9,8 Prozent sei eine Herausforderung. Körnig verwies auf die steigenden Preise für den bislang noch knappen Rohstoff Silizium. Erst ab 2010 seien ausreichende Mengen vorhanden, so dass die Preise sinken könnten. Solarstrom werde bis 2016 wettbewerbsfähig sein, bekräftigte Körnig.

Privatisierungspleite
Neuseeländische Regierung kauft Bahn zurück
Während in Deutschland Teile der Bahn an private Investoren abgegeben werden, kauft Neuseeland seine Bahn zurück. Denn die Investoren haben hohe Renditen aus der neuseeländischen Bahn gezogen und dann das Unternehmen verfallen lassen. Das Experiment kommt dem Steuerzahler richtig teuer zu stehen.


Sechs Millionen Mitarbeiter verzweifelt gesucht
Der Arbeitskräftemangel nimmt dramatische Ausmaße an: Laut einer aktuellen Studie könnten bis zum Jahr 2020 sechs Millionen Beschäftigte fehlen. Das würde das Wirtschaftswachstum in Deutschland abwürgen. Doch noch gibt es Möglichkeiten, das Schlimmste zu verhindern.
Wer "Peanuts" bezahlt, bekommt Affen als Mitarbeiter. Die "Guten" wandern bereits aus! Demontage der tragenden Mittelstandssäule in Deutschland!

Zuletzt noch ein Hinweis: Auf www.miprox.de/news gibt es seit letzter Woche wieder ein Update mit aufbereiteten Statistiken.
Nach etlichen Revisionen sehen die Zahlen so aus, dass die Regierung nun relativ gut dasteht. Von den Amis zu lernen heißt, manipulieren zu lernen...

5. Mai 2008
Alles schon vorbei?

Kaum scheint für ein paar Stunden die Sonne, schon ist das Unwetter vorbei. Bankenkrise, vorbei? Crash, abgesagt?
Vor einigen Tagen erst (genauer: 28. April) habe ich hier einen Link auf einen Focus-Artikel gesetzt, indem über eine Verbesserung des Konsumklimas berichtet wurde. Nun melden die Statistiken einen heftigen Umsatzeinbruch für den Einzelhandel im März. Passt irgendwie nicht zusammen, oder?

Nachdem in der letzten Woche für viele eine "kurze" Arbeitswoche war, haben sich einige wieder einmal um ihre finanziellen Angelegenheiten gekümmert. Und bei dieser Gelegenheit habe ich auch gleich ein paar Ohrfeigen (fränkisch:Schelln) abbekommen. Im Frühjahr, als der Goldpreis nur noch eine Richtung kannte, bekamen so einige doch Panik, weil sie nicht rechtzeitig auf den Goldzug aufgesprungen waren. In solcher Situation werde ich dann oft über meine Einschätzung zur Goldpreisentwicklung gefragt. Ich habe damals gesagt, dass ich den langfristigen Trend nach oben für ungebrochen halte, mir aber erst einmal eine Seitwärtsbewegung im Bereich zwischen 900 und 950 $ pro Feinunze vorstellen könnte, also durchaus ein gutes Kaufniveau in diesem Bereich. Momentan pendelt der Goldpreis etwa 50 $ unter meinen Erwartungen, na und?

"10% Verlust wegen meinen blöden Ratschlägen" gemacht, bekam ich gestern zu hören.
Leute, was soll ich dazu sagen? Edelmetalle sind nicht für Menschen gedacht, die in Papier denken. Bleibt dann doch bitte in euerer Papierwelt. Hier geht es nicht um kurzfristige Gewinne sondern um ein Investment in etwas, das für menschliche Zeitbegriffe "ewig" hält. Ich dachte, dass Menschen einen weiteren Horizont als eine Denke nur von heute auf morgen hätten? Übrigens, inzwischen sieht es so aus, ob die Bodenbildung erreicht worden ist. Seltsamerweise höre ich immer nur ein Murren, wenn jemand "Verluste" gemacht hat. Wer über die letzten drei Jahre verteilt, regelmäßig in EM investiert hat, sollte keinen Grund zu Beschwerden haben.


Dazu verweise ich auf einen Artikel von Axel Retz auf www.zeitenwende.ch
Immer noch nicht papiert?
Nur die Regierungen dieser Welt verstehen sich auf das Geheimnis, wie man einen an sich wertvollen und im Preis steigenden Stoff wie Papier entwerten kann, indem man einfach ein wenig Farbe darauf druckt. Diese dem österreichischen Ökonomen Ludwig von Mises zugeschriebene Aussage gefällt mir.

Zentralbanken pumpen 112 Milliarden Dollar in die Märkte
Konzertierte Aktion: Die Zentralbanken der Eurozone, der USA und der Schweiz wollen wegen der internationalen Finanzkrise erneut hohe Milliardensummen in die Geldmärkte pumpen. Die Maßnahme sowie gute Daten vom US-Arbeitsmarkt sorgten an der Frankfurter Börse für Erleichterung.

Die USA ist auf dem besten Weg den Markt auszuschalten und seinen Erzfeind Russland links zu überholen - Nasdrowje! - ich bestell schon mal den Vodka
Vollständiger Artikel

2. Mai 2008
Ein Link auf das
Video von Fabian, dem Goldschmied: http://www.neueimpulse.org/index.php?id=208
Die Geschichte, wie unser Geldsystem entstanden ist. (Hinweis eines Lesers, Danke!)

Ja, es ist an der Zeit, wirklich alles zu hinterfragen. Nicht nur unser Geldwesen.
Wir saugen alles mögliche an Information in uns hinein, ohne zu überprüfen, ob das mit unseren Erfahrungen übereinstimmt.
Ein Beitrag von Peter Weck, der sich über
Ernährung und Gesundheit Gedanken macht.
Es sind Erkenntnise, die ganz persönlich gemacht wurden. Keiner ist gezwungen, sie zu übernehmen.
Darüber nachzudenken aber lohnt sich auf jeden Fall.

Ein schönes Wochenende, und, ach ja, Gold ist so wunderbar billig geworden. Sogar bei den Banken. Auf den Einkaufszettel schreiben...

30. April 2008
Wer zur Quelle will, muss gegen den Strom schwimmen…

Der heftige Einbruch bei Gold und Silber hat offenbar viele Anleger verunsichert.
So ist das in einer Gesellschaft, die mittlerweile auf Papier konditioniert ist. Der Maßstab ist und bleibt der Gewinn oder Verlust auf dem Papier. Das ist in den Köpfen drin, und diese Betrachtungsweise kann man so einfach nicht ablegen.
Daher zum 100sten Male: Nicht das Papiergeld ist der Maßstab, es ist die zur Verfügung stehende, real existierende Hardware. Gold uns Silber zum Beispiel, Platin, Kupfer, Ackerland, Produktionsmittel. Nur "Bares ist Wahres", heißt es.


Bares ist nicht, wie wir es heute verstehen, ein bedruckter Papierfetzen, sondern das echte Zeug. "Bar" kommt aus dem griechischen und bedeutet "schwer". Wenn der Goldpreis sinkt heißt das nichts anderes, als dass Fiat-Money steigt. Wenn der Wert von Fiat-Money steigt heißt das nichts anderes als dass, wieder einmal, Scheingewinne generiert werden. Möchten Sie die "echte Sache" aufgeben, zugunsten von Gewinnen in der Cyberwelt? Bedenken Sie, die erzielten Gewinne aus der Cyberwelt müssen Sie erst einmal wieder realisieren.


Noch funktioniert das, aber das Risiko dafür steigt von Tag zu Tag. Falls Sie sich ärgern, dass sich Ihre Anlagen in Edelmetalle nicht nach Ihren Wünschen entwickelt haben, her damit! Ich nehme sie gerne. Sie bekommen von mir dafür viele bedruckte, kleine Zettelchen. Das ist das Zeug, das ich von meinem Brötchengeber für meine Anstrengungen jeden Monat bekomme. Ein paar digitale Informationseinheiten, die ich erst in Papierzettelchen, und später in etwas umtausche was real auch greifbar ist.

Echte Leistung gegen echte Ware. Ich für meine Person verspüre keine Lust mich abzurackern für ein paar Fetzen Papier, die eines Tages Brennwert erreichen? Wer zocken will, der soll zocken - von mir aus. Aber die meisten von uns zocken, und wissen das nicht einmal.
Die so sicher geglaubten Anlagen sind in Wirklichkeit Risikopapiere ohne realen Gegenwert. Sie bekommen die Dinger doch nur deshalb los, weil die meisten noch daran glauben.

Wenn der ganze Schwindel auffliegt, werden Sie damit wohl enorme Schwierigkeiten haben. Dann wird sich bewahrheiten, was die Generationen vor uns schon immer gewusst haben: Nur Bares, ist Wahres! Für die heutige Zeit wäre es ein Fortschritt, die alten Werte wieder zu entdecken. Ach, wie gerne hätte ich doch ein Geschichtsbuch aus dem Jahre 2100, in dem ich den ganzen Irrsinn unserer Zeit, aus der Distanz betrachtet, nachlesen könnte. Das wäre ein weiteres Kapitel der Menschheitsgeschichte in der versucht wurde, Geld aus dem Nichts zu zaubern. Dieser uralte Traum der Menschheit, der bislang noch nie in Erfüllung gegangen ist. Es hat zu jeder Zeit Menschen gegeben, die es glaubten, besser zu wissen. Dass aber der ganze Planet global diesem kollektiven Wahnsinn unterliegt, das ist in der Tat etwas ganz Neues.

29. April 2008
Schleichende Änderungen.

Kommt er, kommt er nicht? Wer auf Edelmetalle gesetzt hat, benötigt Geduld.
Eine aktuelle Einschätzung von Dr. Doom, Mark Faber in einem Artikel auf den Goldseiten, komprimiert auf die wichtigsten Aussagen:


[…] Die Annahme, dass China und andere Schwellenländer auch weiterhin so schnell wachsen, könnte sich als sehr trügerisch herausstellen. In den vergangenen Jahren erfuhren die USA einen Kreditboom und China einen Boom bei den Kapitalausgaben. Beide könnten gleichzeitig zu Ende gehen. Ich möchte auch betonen, dass es eine gewaltige Verbindung zwischen sämtlichen Ökonomien der Welt gibt und dass es falsch wäre anzunehmen, dass die auf aktuelle Finanzkrise, deren Epizentrum in den Vereinigten Staaten zu suchen ist, nicht andere Finanz- und Wirtschaftskrisen an anderen Orten folgen könnten. […]

[…] Und wenn ich auch gegenüber den Rohstoffen eine recht positive Einstellung habe, bezweifle ich doch, dass die Verantwortlichen aus dem Bergbau (und zuvorderst die Promoter und Lügner) so viel Geld machen werden, wie sie hoffen, ganz einfach aus dem Grunde, dass Forschungs- und Entwicklungskosten im Bergbau in die Höhe schießen. […]

[…] Zuletzt denke ich, dass die Investoren nicht in der Lage sind, den Prozess der Entschuldung nach einer Phase des beschleunigten Kreditwachstums, angemessen zu berücksichtigen. In einer von Krediten angetriebenen Wirtschaft, bedeutet ein Rückgang des Kreditwachstums eine Senkung aller Anlagenpreise und einen Übergang der Wirtschaft in eine Rezession. […]

[…]." Ich habe bereits darauf hingewiesen, dass es heute weltweit eine sehr viel größere wirtschaftliche und finanzielle Vernetzung gibt, als es zuvor der Fall gewesen ist.
Doch ich muss zugeben, dass ich nicht daran gedacht hatte, und es auch nicht wirklich berücksichtigt habe, wie sehr das schwächere Wachstum in den USA, das sich in den fallenden Gewinnen in den USA manifestiert, auch die Tochterunternehmen der ausländischen Unternehmen betrifft, was wiederum dazu führt, dass die Einkünfte im Ausland geringer werden. […]

[…]. Schließlich ist die Illusion eine der überzeugendsten Realitäten des Lebens! […]

[…] Um ehrlich zu sein, zögere ich eine Prognose abzugeben, denn ich stehe vor dem folgenden Dilemma: Ja, wir befinden uns - wie Ed Yardeni behauptet - in einer Rezession. Und ja, die Unternehmensprofite könnten, wie Ian Scott von Lehman Brothers behauptet, deutlich spürbar um bis zu 45% fallen, wenn die USA in eine Rezession absinken würden.
Aber gleichermaßen behaupten Wirtschaftler und Strategen, dass der Aktienmarkt nach oben klettern könnte, trotz des schwachen Wirtschaftswachstums und der sinkenden Unternehmensgewinne. Dieses Szenarium ist dann ganz besonders wahrscheinlich, wenn die Zentralbank den Leitzinssatz gegen Null drängt und wenn "außergewöhnliche monetäre Maßnahmen" mit steigender Intensität eingeführt werden - und auch durch die nicht-amerikanischen Zentralbanken, was heute immer wahrscheinlicher wird. […]

[…] Es wäre sehr überraschend, wenn die Finanzprobleme, denen wir uns heute gegenüber sehen und die in den vergangenen 15 Jahre gegärt haben, über Nacht von Mr. Bernanke und Co. gelöst worden wären. Genauso wäre es meiner Erfahrung nach das erste Mal, dass der Aktienmarkt einen nennenswerten Tiefspunkt erreicht hätte, bei dem die Kommentatoren uns versichern, dass es sich auch um den Tiefstpunkt handelt.
Ganz zu schweigen von den überdurchschnittlichen Bewertungen. Und zu guter Letzt: Wenn das Geld den Aktienmarkt verlässt und in den risikoreicheren Anlagenmarkt z.B. des Stammkapitals einfließt, dann ist es wahrscheinlich, dass die Zinssätze steigen werden und einen schnelles Fortschreiten des Aktienmarkts verhindern. Ich behalte daher meine sehr negative Einstellung gegenüber den langfristigen Schatzanleihen bei. […]

[…] Im vergangenen Monat legte ich nahe, dass das "vorsorgliche Ausverkaufen von Unternehmen im Bereich der industriellen Rohstoffe, Stahl und Eisenerz ratsam sein könnte." Ich würde an dieser Stelle gerne wiederholen, dass in einem Umfeld der relativen Straffung der wirtschaftlichen Bedingungen, Verbrauchsartikel (darunter auch die Preise für Öl und für Kunst) eine deutliche Korrektur erfahren. […]

[…] Der Trend der vergangenen Jahre war eine relative Leistungsschwäche der amerikanischen Anlagewerte gegenüber dem ausländischen Aktienmarkt - ganz besonders gegenüber den Aktienmärkten der Schwellenländer, der schwache Dollar und die stark steigenden Preise für die Edelmetalle und anderen Rohstoffe. Dieser allgemeine Trend könnte sich mittelfristig (in den nächsten drei bis sechs Monaten) verändern. […]

[…] Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass das amerikanische Aktienkapital steigen wird, aber sollte es weiter zurückfallen, dann wird der Wert vermutlich geringer sein, als wir es von den ausländischen Märkten erwarten können. Gold bleibt auch weiterhin meine bevorzugte Anlageklasse, aber ich würde einen Rückgang der Preise auf unter 800 Dollar nicht ausschließen wollen, ehe der nächste Aufwärtstrend auf den Weg kommt.
Wie Ron Griess feststellte, hat der Goldpreis die Angewohnheit, vom gleitenden Durchschnitt über 300 Tage - er liegt gegenwärtig bei 741 Dollar - stark abzuweichen. Der amerikanische Dollar hat seinen Verkaufsgipfel vermutlich Mitte März erreicht, und ich rechne mit einer Markterholung, die sich über einige Etappen erstrecken könnte, wenn die Dollar Baissegeschäfte schnell dahinter her sein werden, ihre Positionen zu besetzen. […]

Links:
Heiße Kartoffel
Roland Tichy über verbriefte Verantwortungslosigkeit.
Wenn Sie wirklich wissen wollen, wie es zur globalen Finanzkrise kommen konnte, dann müssen Sie sich nur die sprichwörtliche heiße Kartoffel vorstellen – jeder reicht sie schnell weiter, um sich nur ja nicht die Finger zu verbrennen. Wer keinen Dummen findet, der die Kartoffel übernimmt – der verbrennt sich die Pfoten.

Ein sehr guter Vergleich. Mit anderen Vermögenswertanlagen ist es teilweise genauso. Sie haben zwar einen Schuldtitel, wissen aber nicht, gegen wen. Toll !

MEMORANDUM 2008 - Neuverteilung von Einkommen, Arbeit und Macht - Alternativen zur Bedienung der Oberschicht
Missstände in unserer Gesellschaft, verbunden mit sozialer Ungerechtigkeit, rufen so manche abenteuerliche Gedanken hervor.
Vielleicht gut gemeint, in der Konsequenz aber leider vollkommen daneben.
Die alte Mär vom Kapital polarisiert die Gesellschaft und verstärkt den Trend nach links, weil diese Gruppen unser Geldwesen nicht einmal ansatzweise verstanden haben. Sie beobachten zwar den Missbrauch und sehen die daraus entstandenen Konsequenzen, gegenüber der wahren Ursache sind sie jedoch blind. Die zunehmende Unzufriedenheit in unserer Gesellschaft stellt eine Gefahr dar, und zwar die, dass sich immer mehr Bürger mit linkspopulistischen Ideen anfreunden. Die, welche die Macht im Augenblick noch haben, missbrauchen sie.
Die, die nach ihr streben, sind ideologisch so verblendet, dass sie den Wald vor lauter Bäume nicht sehen.
Die dargelegten Missstände werden zur Durchsetzung der eigenen Ideologien missbraucht. Das haben die Randgruppen am linken und am rechten Ende gemeinsam.
Missstände beseitigen, ja! Sich dafür aber vor den Karren von Gruppierungen spannen lassen, die es mit den Freiheitsrechten des Einzelnen auch nicht so genau nehmen, nein. Vom Regen in die Traufe, das kann nicht das Ziel sein. Ob sich die schaffenden Bürger von Kapitalisten oder Kommunisten ausbeuten lassen, ist dann auch schon egal!
Wir wollen aber beides nicht!


Und dann noch (es gibt also noch mehr Seiten, die in's gleiche Horn pusten... )
auf www.spatzseite.de gefunden:
Scheinvermögen stehen nur auf dem Papier, sie haben keinen konkreten Gegenwert in der Wirklichkeit. Der größte Teil der Spareinlagen und Investments der breiten Masse ist eigentlich schon verloren. Nur will man das den Leuten noch nicht sagen. Das Volk soll weiter glauben, seine Papiere, egal ob Sparbücher, Fonds, Lebensversicherungen oder Aktien hätten noch den Wert, der draufsteht. Nur allmählich, Stück für Stück, damit es nicht weh tut, darf die Wahrheit heraus. Falls sich das nicht "managen" läßt: "lets have a little war". Die Kriegsentrüstung könnte von Schlimmen, vom Aufstand ablenken. [...]
[...] Arbeitslosigkeit ist ein deutliches Anzeichen für Mißwirtschaft und fehlendes Unternehmertum. Jeder nicht "realisierte" Gewinn, jede Investition in ein Finanzderivat statt in eine Leistung erbringende Unternehmung, hat bereits den Gewinn vernichtet und statt dessen Scheinvermögen aufgebauscht. Die Banken haben hierbei eine "Kontrollfunktion". Sie entscheiden, wie leistungsorientiert (statt "sicherheitsorientiert") Gewinne angelegt werden. Bei ihnen müßten daher "Reformen" ansetzen. Statt dessen betet die Masse der Gehirngewaschenen das Dogma von der Unabhängigkeit der Zentralbank und ihrer nachgeordneten Banken nach. Manche Leute wollen betrogen werden und haben es nicht besser verdient und haben die Regierung, die es sich wählt haben oder sich wählen und vorsetzen ließen.


28. April 2008
Akt der Hilflosigkeit

Was von unseren Politikern derzeit kommt, ist an Einfältigkeit kaum mehr zu überbieten. Spritpreise staatlich regulieren, Managergehälter regulieren, alles lässt sich regulieren. Populistischer Nonsens! Kurs hart auf Sozialismus. Strukturbedingte Probleme lassen sich auch nicht mit planwirtschaftliche Instrumentarien aus dem Weg räumen. Inflation - der Geist ist aus der Flasche entwichen, und er lässt sich nicht mehr einfangen. Es kommt so, wie es kommen muss.

Die befürchtete Lohn-Preis-Spirale (besser: Preis-Lohn-Spirale, vergessen wir nicht Ursache und Wirkung) läuft langsam an. Nun kommt auch langsam der Bond-Markt in Bedrängnis. Wenn die Inflation offensichtlich wird, werden auch die Rentenpapiere nicht mehr mit lausigen um-die-fünf-Prozent-plusminus refinanziert werden können. Dann fällt es auch dem Dümmsten auf, dass er eine real negative Verzinsung einfährt.
Wie hoch müssen dann die Rentenpapiere verzinst werden, damit überhaupt noch jemand sein Geld darin anlegt? 10%, 15%?

Woher sollen die Zinszahlungen für den Schuldendienst dann herkommen? Bedenken Sie, schon heute bezahlt jeder Vollzeitarbeitnehmer durchschnittlich ca. 250 € alleine an Zinsen aus der Staatsverschuldung über Steuern und Abgaben! 250 € ohne potenzielle Gegenleistung. Wenn für neue Rentenpapiere bald 10% (und das ist noch niedrig angesetzt) geboten werden müssen, verdoppelt sich die Zinslast auf 500 € pro Vollzeitarbeiter. Welche Lohnrunden wären notwendig, um das zu stemmen? Das Ausquetschen wird solange weitergehen, bis es zu massiven Widerständen aus der Bevölkerung kommt. Wenn alle wüssten, was unser Geld wirklich darstellt, würde es niemand mehr annehmen. Entweder ein Neuanfang mit stabilem Geld, oder ab in die Planwirtschaft, entscheiden Sie selbst! So weiter wursteln ist nicht!

Links:
Inflation in den Golfstaaten.
Dubai – Die Inflationsraten in den arabischen Golfstaaten eilen von Rekordhoch zu Rekordhoch. Weil alle GCC-Länder ausser Kuwait ihre Währungen an den US-Dollar gekoppelt haben und in den USA die Zinsen sinken, sind den Zentralbanken am Golf zudem die Hände gebunden.

Und auch bei uns...
Deutschland muss für Energie aus dem Ausland immer mehr zahlen. Im März sprangen die Importpreise fast 36 Prozent nach oben, bei Rohöl waren es gar 46 Prozent. Auch Nahrungsmittel verteuerten sich dramatisch.

Und das ist noch geschönt...
Die Turbulenzen auf den Kreditmärkten sind längst nicht ausgestanden. Laut Finanzminister Steinbrück drohen den deutschen Banken weitere Abschreibungen von mindestens 35 Milliarden Euro. Einige Institute hätten "kurz vor dem Kollaps" gestanden.

Kreditkartenschulden, die nächste Bombe, die hochgeht...
Der US-Kreditkartenkonzern American Express (Amex) hat die Finanzkrise im Auftaktquartal 2008 zu spüren bekommen und weniger Gewinn erzielt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dennoch legte die Aktie des Konzerns nachbörslich 3,8 Prozent zu.

Steigende Preise halten Konsumenten nicht vom Kauf ab
Die derzeit steigenden Preise haben die Deutschen nicht vom Einkaufen abgehalten. Im Gegenteil: das Barometer für das Konsumklima ist sogar gestiegen. Auslöser für die höhere Kaufbereitschaft sind die sinkende Arbeitslosigkeit und neueste Tarifabschlüsse.


Warten wir ab, bis die Konsumentenpreise so richtig explodieren. Dann ist es mit der Kauflaune schnell dahin. Das bisschen mehr an Lohn wird durch die Infla mehr als weggefressen, das geht locker für Nahrungsmittel und Energie drauf. Hat man in den USA gesehen.

26. April 2008
Die Tücken der Technik.
In den letzten Tagen konnten diese Seiten leider nicht gepflegt werden. Die einzige Verbindung zum Internet kam über GPRS zustande, das reicht gerade einmal für die Bearbeitung einiger E-Mails.

Es haben sich auch keine umwerfenden Neuigkeiten ergeben.
Gold ist immer noch mau und startet unterhalb der 900$-Linie ins Wochenende.


Wie schon vor drei Tagen erwähnt. Spotmarktpreise unterhalb der 100 bzw. 200 Tage Durchschnittslinie waren bislang immer Gelegenheiten zum Kauf (Solange der langfristige Trend nach oben anhält).
Und daran gibt es für uns keine Zweifel.
Ob der Goldmarkt wirklich manipuliert wird? Es ist unwahrscheinlich, dass er es nicht ist. Falls der Goldpreis ähnlich wie zu Beginn der 80er abhebt, kann das Papiergeld nur noch durch eine dramatische Anhebung der Zinsen gerettet werden, wie damals geschehen. Die haben aus der Sache gelernt! Die Flucht aus dem Papier wäre das E
nde, und sie hat bereits begonnen. Keinerlei Anzeichen, dass sich das ändert.
Ein schönes Wochenende...

24. April 2008
Eine interessante Frage erreichte uns per Mail.
Wenn unser "echtes" Geld "Falschgeld" sei, was ist dann mit dem falschen Falschgeld. Es gibt ja dann keinen Unterschied zwischen echtem Falschgeld und falschem Falschgeld.
Antwort: Es gibt einen Unterschied. Legales Falschgeld ist bilanziert und, wo auch immer, verbucht. Blüten kommen in Umlauf, ohne irgendwo "ordnungsgemäß" verbucht zu sein. Wenn es zur finalen Einlösung kommen sollte, so ist das mit Blüten nicht möglich, da der Schuldschein einen gefälschten Emittenten eingetragen hat. Bei echtem Zentralbankgeld gibt es einen realen Schuldner, der, statistisch gesehen, jedoch zahlungsunfähig ist.
Es gibt also einen gewaltigen Unterschied, obwohl das Resultat sehr ähnlich ist.
Man muss also die Dinger weiterschieben und hoffen, dass der Empfänger den Braten nicht riecht. Da aber das Risiko genau dafür immer höher wird, verseht sich von selbst, dass die Kaufkraft der Lappen immer geringer wird.

23. April 2008
Die Politsendung "Münchner Runde", gestern abend in BR3, hat bei mir eine derartige Übelkeit hervorgerufen, dass ich mich erst wieder einmal so richtig auskotzen musste...
In Form eines kleinen Artikels. Was ich meine ist:
Endlich weg damit!

Gold wird (wieder einmal) geprügelt:
Intraday von heute nachmittag
...

...und das letzte Jahr auf Eurobasis

Der Spotmarktpreis hat die 100 Tage-Linie unterschritten und ist dicht vor der 200-Tage Durchscnittllinie - wow!
Worauf noch warten? Tauschen Sie Ihr Falschgeld in echtes Geld um!

Links:
Vom Gammelfleisch zum Gammelgeld,
Ein amüsanter Vergleich auf Zeitenwende.ch

Dasselbe Spiel, die nächste Runde
Dreister geht’s nimmer: Heuschrecken wollen Banken Kredite abkaufen, die sie zuvor für Übernahmen bei ihnen aufgenommen haben. Und alle Welt findet das ganz normal.

22. April 2008
Trendbewertung zu Edelmetallen und Rohstoffen.
Auszug aus den Vorträgen des HGCN Treffens vom 17. April

aktuelle Wirtschaftsnachrichten...

Britische Notenbank lässt Pfund hängen
Die Furcht vor einer Konjunkturdelle in Großbritannien hat das britische Pfund auf breiter Front geschwächt. Die Währung wertete zeitweise um 1,5 Prozent gegenüber dem Euro ab. Daran änderte auch der Nothilfeplan der Bank of England (BoE) für die britischen Banken nichts.

Düsseldorfer Hypothekenbank soll verkauft werden
Die weltweite Finanzkrise fordert ein neues Opfer: Die Düsseldorfer Hypothekenbank wird vorübergehend auf den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken übertragen.

100.000 Ingenieure verzweifelt gesucht
In der deutschen Industrie fehlen 100.000 Ingenieure. Auf der Hannover Messe warnte die Branche: Der Misstand werde langsam zur Bedrohung für den Technikstandort Deutschland.
Mittlerweile nehme der Fachkräftemangel "dramatische Ausmaße" an, warnte der Chef des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), Willi Fuchs, auf der Hannover Messe. Die Bundesregierung hatte das Problem vor Jahren erkannt, allerdings bislang kaum wirksame Mittel zu dessen Lösung ergriffen...

Firmen verlagern vor allem gering qualifizierte Jobs ins Ausland

Deutsche Unternehmen haben in den vergangenen Jahren vor allem einfache Jobs für gering qualifizierte Arbeitnehmer ins Ausland verlagert. In den Jahren 2001 bis 2006 bauten Firmen im Zuge von Auslandsengagements 188.000 Arbeitsplätze in Deutschland ab, wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete. Der allergrößte Teil davon, nämlich 125.000, betraf einfache Arbeiten.
Im Gegenzug schufen die Firmen im Zuge der Verlagerung 105.000 neue Stellen an ihren heimischen Standort - etwa weil am alten Standort bestimmte Unternehmensbereiche ausgebaut wurden. Stellen für höher qualifizierte Arbeitnehmer - etwa in der Hightech-Branche und im Dienstleistungssektor - werden deutlich seltener ins Ausland verlagert. Die Statistik erfasst Unternehmen mit 100 und mehr Beschäftigten.

VDE befürchtet Abrutschen Deutschlands in der Mikroelektronik
Deutschland droht nach Einschätzung des Branchenverbandes VDE ein Abrutschen in der Mikroelektronik. Dadurch sieht der Verband auch große Gefahren für die Gesamtwirtschaft. "In Sachen Mikroelektronik ist der Standort am Scheideweg", sagte Hans Heinz Zimmer, Chef des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE), am Montag auf der Hannover Messe. Grund sei vor allem die wachsende Konkurrenz aus Fernost. Zimmer mahnte ein stärkeres Eingreifen des Staates an.

Aufschwung in Deutschland verliert an Kraft
Angesichts kriselnder Finanzmärkte und hoher Rohstoffpreise verliert der Aufschwung in Deutschland nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft an Kraft. Der Außenhandel kann der Konjunktur laut IW keinen rechten Schub mehr geben, der private Konsum wird durch die Inflation gebremst.

Industrie bezweifelt stabile Konjunktur
In der deutschen Industrie wächst die Sorge über ein Ende des Booms. Der Einfluss des schwachen Dollar und eine längere US-Rezession könnten die Konjunktur zum Brechen bringen. Zudem arbeite die Industrie vielfach an der Kapazitätsgrenze.

21. April 2008
[16:20] Artikel von Manfred Lamm (neuer Autor!) unter der Rubrik TEXTE

[9:00] Quo vadis?
Die Reaktionen unserer Clubfreunde aus den letzten Tagen basieren auf sehr unterschiedlichen Grundstimmungen. Eine Gruppe sieht das Ganze rein aus der Sicht eines Investors, d.h. einer reinen Optimierung der Vermögensanlagen, eine andere bereitet sich auf DIE kommende Apokalypse vor. Wohin bewegen wir uns? Wo liegt ein vernünftiges Mittelmaß zwischen Paranoia und sträflichem Leichtsinn?
Zu Zeiten des kalten Kriegs gab es in Deutschland sehr viele Leute, die einen atomaren Schlag auf Deutschland befürchteten. Diese Bedrohung war durchaus real, doch wie sollte man darauf reagieren. Einige, die es sich Leisten konnten, haben sich damals einen "atombombensicheren" Keller bauen lassen und enorm viel in die dazu notwendige Technik investiert. Andere haben dies belächelt: "Wenn es zu einem nuklearen Krieg kommen sollte, dann nützt auch ein Atombunker nichts mehr, da dann die Strukturen für ein längerfristiges Überleben ohnehin nicht mehr gegeben wären". Heute, ein paar Jahrzehnte später hat sich diese Art von Vorsorge Atombunker als Fehlinvestition erwiesen. Waren diese Leute damals vorsorglich oder paranoid? Diese Frage lässt sich auch heute nicht so ohne weiteres beantworten. Es hätte ja alles auch anders kommen können. Wie heißt es so schön? Hinterher ist man immer schlauer. Genau so sehe ich es auch für die jetzige Situation. Die Bedrohung eines kollabierenden Finanzsystems ist real, diese zu verleugnen wäre Leichtsinn. Welche und wie weit reichende Vorsorgemaßnahmen jeder von uns dafür trifft, ist eine sehr individuelle Entscheidung. Es gibt dafür kein richtiges oder falsches Maß, das man vorher eindeutig definieren kann. Das stellt sich immer erst hinterher heraus.
Wir sollten "die anderen" also weder belächeln noch beschimpfen, sondern deren Meinung respektieren. Was wir aber tun sollten ist, für die notwendige Transparenz beizutragen, damit sich jeder ein eigenes Urteil bilden und danach handeln kann. Ein ehrlich gemeintes Informationsangebot sollte deswegen auch mit dem gebotenen Respekt begegnet werden, auch wenn es mit der eigenen Vorstellung nicht übereinstimmen sollte. Es geht hier nicht um die persönliche Eitelkeit des "Recht habens", sondern darum dazu beizutragen, Transparenz zu schaffen. Nicht mehr und nicht weniger. Jeder, der dazu beitragen möchte, ist hier herzlich willkommen. Wenn jemand zu einer anderen Einschätzung in der Beurteilung der Sachlage als wir selbst kommen, wo liegt das Problem? Ich denke es gibt da Wichtigeres zu tun…

Links:
Eine Gegenüberstellung der offiziellen und der Schattenstatistik aus den USA!
Sieht nicht gut aus! Vor allem nicht vertrauenserweckend


"USA exportieren größten Teil der Krise

Die US-Hypothekenkrise hat außerhalb der USA an keinem Bankenplatz so viel Geld vernichtet wie in der Schweiz und in Deutschland: Dort litten die Finanzinstitute am meisten."
Warum traf es ausgerechnet die deutschen Landesbanken und die Schweizer Banken am stärksten?
War es wirklich nur Gier, verbunden mit Unfähigkeit? Es darf darüber spekuliert werden... (Dazu bietet sich z.B. das neue Forum an)

20. April 2008

Links:
Finanzsystem stand haarscharf vor dem Kollaps
(Spiegel)
"Das internationale Finanzsystem stand offensichtlich viel näher am Abgrund, als selbst Experten wahrhaben wollten. Nach Überzeugung des ehemaligen Konzernchefs der Credit Suisse, Oswald Grübel, ist es sogar nur denkbar knapp dem Kollaps entgangen."
Immer das Gleiche. Die Wahrheit kommt erst hinterher auf den Tisch.
Nicht vergessen: Die ganzen Rettungsaktionen bislang waren reine Symptombekämpfung.
Solange die Ursache nicht beseitigt wird, kann das Finanzsystem nicht gesunden.


Was ich damit meine, hat Manfred Gburek heute auf den Goldseiten beschrieben:
Vor uns die spannenden Zeiten...

19. April 2008
Neu: Das HGCN-Forum, Link über die Hompage (oben, rechts) möglich.
Danke für die Unterstützung aus den Reihen der Leser und Clubmitglieder, mal sehen wie es läuft.
Klickt euch mal ein, um es zu testen. Danach sehen wir weiter...

Die Nachlese über den Clubtreff finden Sie unter der Rubrik AKTUELL

Links:
Arbeitslosenzahlen sind eine schlimme Lüge (Link stammt von Leser JG, vielen Dank dafür...)
"Scheibenwischer" Video vom 17.4.2008 (Hinweis von JW, funktioniert bei mir leider nicht!)
FAZ-Artikel über die Beinahe-Kernschmelze (kann jederzeit passieren...)

18. April 2008
Neue Rekordbesucherzahl beim Clubtreffen, 35 Besucher!
Viele Anregungen, eine wurde bereits umgesetzt: Aufnahme eines neuen Links zum Goldclub Weiden (siehe Linkliste)

Ein weiterer Vorschlag: HGCN-Forum einrichten. Gute Idee, kann jemand dabei helfen?

Kommentar zum Vortrag von Herrn Jacobs auf dem Clubtreff von gestern abend:

Andreas Jacobs sieht ein enormes Potenzial bei der Investition in Rohstoffen. Sein Schwerpunkt ist die Betrachtung von kleineren Junior Minen Gesellschaften für die Exploration, da er hier die höchste "Wertsschöpfung" vermutet.
Die Darlegungen waren insgesamt logisch. Der wachsende Bedarf an Rohstoffen ist vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung plausibel.
Ein sehr interessanter Aspekt ist die Aussage, dass nach dem Stand der Technik ein effizienter Abbau, im Gegensatz zur Entwicklung in den 80er Jahren, heute kaum mehr möglich ist. Der Rohstoffzyklus war demnach nach den 80er Jahren in einer Talsohle und hat die Trendwende erst zur Jahrtausendwende vollzogen. Da es sich hier um einen langfristigen Trend handelt, wir sprechen von einer Zyklendauer von mehr als ca. 15 Jahren, ist auf diesem Sektor das Entwicklungspotenzial noch lange nicht ausgereizt. Herr Jacobs sieht, im Gegensatz zu vielen andern im HGCN, keine unmittelbare Bedrohung durch einen Crash. Die Gefahr, dass die Rezession in von den USA auf Europa oder Asien überspringt, ist nicht über zu bewerten.
Andererseits werden die Inflationsrisiken deutlich angesprochen und auch die Definition der Inflation nach der Österreichschen Schule der Volkswirtschaft dargelegt. Egal, ob nun eine optimistische Grundhaltung oder die Angst vor einem Crash zu einem Engagement in den Rohstoffsektor bewegt, relativ gesehen scheinen die Chancen höher als die Risiken zu sein. Für eine Diversifizierung der Anlagen ist die Sache mehr als nur einen Blick wert.
Sie erreichen Herrn Jacobs unter dem Link auf dem Werbebanner der Firma Advice auf unserer Homepage.
(et)

Links zu Nachrichten:
Wer macht unsere Lebensmittel so teuer?, ein Artikel der FAZ.

Die Milch wird billiger (Stern)
Auf Druck des Einzelhandels wird der Milchpreis sinken. Die Lebensmittelhändler wollen den Bauern bis zu zehn Cent weniger für den Liter zahlen. Dagegen aber wollen sich die Hersteller nun wehren und drohen damit, ihre Milchlieferungen zu stoppen.

Neuer Biosprit wird aus Holz gewonnen (Netzeitung)
Biodiesel steht in der Kritik, weil Mais und Weizen verbrannt werden, statt auf dem Tisch zu landen. Die zweite Generation Biosprit wird aus Holz gewonnen. Doch auch hier ist die Umweltbilanz nicht einwandfrei.

"Niedriglohnsektor bald größer als in USA" (mm)
Laut einer Studie arbeiten schon heute 22 Prozent der Beschäftigten in Deutschland zu Niedriglöhnen. Damit liegt die Rate doppelt so hoch wie in Frankreich, über dem Niveau in Großbritannien und könnte bald sogar höher sein als in den USA. Die Mehrzahl der Menschen, die für weniger als zehn Euro pro Stunde arbeiten, sind Frauen.

17. April 2008

Die größten finanziellen Verlierer Artikel von Boll Bonner auf Zeitenwende.ch


16. April 2008
Das Manager-Magazin brachte gestern eine Kolumne von Fredmund Malik, die wirklich erstaunlich ist.
Diese Art von Artikeln habe ich bislang in der Mainstreampresse vermisst. Endlich einmal jemand, der die Dinge erkennt, sollte man meinen.


Die Meinung ist nicht neu, aber sie ging bislang in der Flut von Meldungen und Artikel einfach unter.
Ob es diesmal eine breiterer Öffentlichkeit registriert, darf bezweifelt werden. Der Artikel ist als Kolumne gekennzeichnet.

Als Meinung und Beitrag eines einzelnen Journalisten, dessen Inhalt man sich nicht zueigen macht. Typisch!

Aber immerhin, die (meiner Meinung richtige) Ansicht wird wenigstens als Kolumne publiziert. Malik kratzt zwar die Konsequenzen
kurz an, vermeidet es jedoch, sie bis zum Ende darzustellen. So starken Tobak kann Malik auch in einer Kolumne nicht unterbringen, als dass ihn der Chefredakteur nicht auf die Füße treten würde.

Wirtschaft verstehen heißt Schulden verstehen
"Wer die Finanzkrise verstehen möchte, muss verstehen, was Verschuldung bedeutet. Erst durch das richtige Verständnis von Schulden zeigt sich, wie wirksam Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise sein können und worin die Gefährlichkeit dieser Krise liegt. Das tatsächliche Problem sind nicht fallende Aktien- und Immobilienpreise, sondern es ist die Verschuldung."

Noch ein interessanter Artikel in der Süddeutschen:
Auf der Suche nach dem besten Geld (Ein Streitgespräch... Auszug:)

Polleit:
Unter dem Goldstandard gab es in der Tat mitunter immer wieder starke Preisschwankungen, aber langfristig tendierte die Inflation gegen Null – es gab keine Tendenz zum Preisauftrieb wie heute, und die Zinsen waren meist niedriger, als sie es heute sind. Insofern: Eine Rückkehr zum Goldstandard wäre leicht möglich. Es bedeutet lediglich, dass die jetzt ausstehende Geldmenge in einem festen Umtauschverhältnis an das Gold gebunden wird. Das würde mehr Disziplin in den Geldschöpfungsprozess bringen, als es bei einem staatlichen Monopol auf Geld möglich ist. Bei uns läuft diesbezüglich ja derzeit einiges verkehrt. Das Angebot an Geld ist größer denn je und die Notenbanken senken trotzdem die Zinsen.

SZ: Was schlagen Sie vor?

Polleit
:
Das Geldsystem zu privatisieren, also den Marktkräften die Möglichkeit geben, über Quantität und Qualität des Geldes zu entscheiden. Vermutlich würde das zu einer Wiederherstellung des Goldstandards führen. Mit Blick auf das herrschende System wäre schon viel gewonnen, wenn die Notenbanken die Geldmenge um nicht mehr als vier bis fünf Prozent pro Jahr ausweiten.

Schumacher:

Ich finde das System, wie es ist, relativ gut. Es gibt keinen Grund für seine Abschaffung, auch wenn die Krise an den Kreditmärkten sicher einen guten Anlass bietet, über Anreizmechanismen im jetzigen System nachzudenken. Aber Übertreibungen, wie wir sie am amerikanischen Immobilienmarkt gesehen haben, lassen sich durch eine Goldstandard auch nicht automatisch verhindern. Auch zu Zeiten des Goldstandards gab es Spekulationsblasen an den Finanzmärkten.


Anmerkung HGCN: Stimmt, auch unter einem Goldstandard gab es Spekulationsblasen. Gier und Angst lassen sich eben nicht auslöschen. Aber unter einem Goldstandard sind übertriebene Spekulantionen immer wieder schnell auf den Boden der Tatsachen gelandet, sobald die Mittel für die Fortführung ausgegangen sind. Heute hat man dafür Kredit in fast unbegrenzter Höhe und treibt das Spiel bis zur absoluten Irrationalität.

15. April 2008
Deutsche Bank schlägt Risikopapiere los.
Damit sind sie aber nicht aus der Welt. Irgendjemand beibt eines Tages darauf sitzen...

Angeblicher Ölfund vor Brasiliens Küste, meldet der Spiegel.
"Es ist der vielleicht größte Ölfund der letzten 30 Jahre: Brasilien hat vor seiner Küste ein gigantisches Rohstoff-Vorkommen entdeckt, 5000 Meter unter dem Meeresspiegel. An den Weltmärkten stieg der Ölpreis trotzdem auf einen neuen Rekord - Schuld war der kraftlose Dollar."
Selbst wenn es stimmen sollte, das Zeug muss erst einmal gefördert werden (können)...

Neuer Artikel unter der Rubrik TEXTE
Viele Leute, die sich mit dem System kritisch auseinandersetzen, werden als
Querdenker bezeichnet.
Warum es so wenige davon gibt, erklärt Richard Beiderbeck in einem Artikel, der als Auszug hier gehostet ist...

14. April 2007
Spanien will Wirtschaft ankurbeln…
"Auch sollten kleine und mittelständische Unternehmen unterstützt werden und Banken Garantien erhalten, die Kredite auf den sozialen Wohnungsbau ausweiteten."
Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt. Die haben dort unten einen wahnsinnigen Überhang an Immobilien, und dem Wirtschaftsminister fällt nichts anderes als dieser Schwachsinn ein. Da hat die Bau-Lobby wohl wieder einmal ganze Arbeit geleistet!


Kritik am der Salamitaktik der Banken.
Der Krimi geht weiter. Bin mal gespannt, wann das Thema als Drehbuchvorlage aufgegriffen wird, da ist mächtig Zeug drin.

Politiker verdammen Biosprit als Hunger-Ursache.

Wieder einmal nur eine vordergründige Betrachtung. Auch Nahrungsmittel werden, wie Öl, in unserem monetären System gegen Kredit verkauft. Drittweltländer sitzen nun mal nicht an den Geldschleusen. Es wird gekauft, aber nicht bezahlt. Eine Fehlallokation von Rohstoffen, die in unserem Geldsystem begründet ist.

Linkspopulismus.
Die ganze Kacke ist natürlich auch Wasser auf die Räder der Sozialisten.
Oder hier: Linke noch weiter nach links?

Der Kondratieff-Mythos

gehostet auf den Goldseiten. Gibt es wirklich eine Gesetzmäßigkeit hinter den Zyklen?

nzz.ch-Studie:
"Die Chefs von kleineren Firmen verdienen viel Geld, vor allem im Verhältnis zum Unternehmensgewinn.
Neben dem Wettbewerb spielt auch Macht bei der Entlöhnung eine Rolle, wie eine neue Studie zeigt"

[...] Wer an überrissene Managerlöhne denkt, meint Brabeck, Vasella u. a. Die Lenker der Schweizer Riesenkonzerne wie Nestlé und Novartis beziehen jährlich 15 Mio. Fr. und mehr. Doch im Windschatten dieser – zu Recht kritisierten, absolut betrachtet überhöhten Bezüge – zahlen sich Chefs kleinerer Firmen oft Löhne aus, die auch nicht zu verachten sind. Dies zeigt sich dann, wenn man ihre Gehälter nicht nur absolut betrachtet, sondern ins Verhältnis zum Konzerngewinn stellt. [...]

[...] Die Löhne basieren aber nur zu 62% auf Marktkriterien – zu 38% beeinflussen Machtfaktoren die Gehälter. Macht entsteht unter anderem, weil man sich selbst den Lohn zuteilt, wegen wechselseitiger Gefälligkeiten oder einfach, weil das Aktionariat zersplittert ist.[...]


[...] Je grösser der Einfluss des Managements, desto mehr weichen seine Entlohnungen von Marktlöhnen ab. «Wären die Löhne wirklich nur von Marktkräften bestimmt, müssten die jährlichen Zuwachsraten rund ein Drittel tiefer ausfallen. Unsere Untersuchung zeigt, dass das Management durch ungerechtfertigten Einfluss sein Einkommen im Zeitablauf kontinuierlich weit über eine Marktentlohnung hinaus erhöht.»[...]


12. April 2008
Unter
Texte ein neuer Artikel von Peter Weck: Geldwertstabilität. Eine schöne Illustration.

Hier noch ein paar Links (heute ohne viel Kommentar):
Auf Verbraucher rollt neue Teuerungswelle zu
(Netzzeitung). Ach was?
Weltwirtschaft schwer beeinträchtigt
(Reuters). Ach was?
Der Schuldenskandal
(Handelsblatt). Kaum zu glauben, der Steinbrück erzählt uns doch ganz was anderes...

11. April 2008
"Geld geht nicht verloren, es hat nur ein anderer"

Diesen Satz lesen wir in einem Leserkommentar zu Meldungen über die Bankenkrise.
Es zeigt wieder einmal deutlich, dass der Großteil der Bevölkerung das Wesen des Geldes überhaupt nicht verstanden hat.
Das was wir als Geld bezeichnen ist KREDIT. Wenn keine Kredite mehr vergeben werden, geht sehr wohl Geld verloren!
Kredite werden nun einmal nicht mehr vergeben, wenn das Vertrauen weg ist.
Und das Vertrauen ist weg, wenn zahlreiche Kredite erst einmal geplatzt sind, genau das ist bereits passiert.
Die Finanzwelt setzt alles daran, das verlorene Vertrauen wieder herzustellen. Wenn es nicht gelingt, dann gute Nacht!

Wer das System einmal durchschaut hat, kann kein Vertrauen mehr haben.

Das Katz und Maus Spiel, auf www.zeitenwende.ch beschrieben...

Der Verteilungskampf hat begonnen

Herzog-Interview: Rentnerdemokratie!
Zündstoff für eine neue Runde des Generationenkonflikts. Ein weiterer Effekt des Fiat-Money-Systems - jeder meint, es gehört ihm, nur weil es so auf dem Papier steht. Nun beginnt das Gerangel um Reichtümer, die nicht vorhanden sind. Macht den Rentnern und den Erwerbstätigen endlich klar, dass sie beide beschissen wurden. Mit einem betrügerischen Geldsystem.

Explosion der Nahrungsmittelpreise.

I
n Afrika und anderen Drittweltländern, wo über die Hälfte des Lohns für die Ernährung ausgegeben werden, bahnt sich eine Katastrophe an. Sie können sich bald keine Nahrung mehr kaufen. In manchen Ländern stiegen die Preise für Getreide in kurzer Zeit auf das Doppelte. Schuld an der Teuerung sei die Verknappung der Lebensmittel infolge der Energiegewinnung aus Biomasse.
Wer's glaubt! Die Energiegewinnung mag zwar einen gewissen Einfluss auf die Teuerung haben, es erklärt jedoch nicht einen sprunghaften Anstieg. Der Prozess der Energiegewinnung aus Biomasse ist ein schleichender und über die Zeit anhaltender Effekt. Nach den Marktgesetzen würde das zu einer allmählichen Veränderungen der Marktpreise führen.
Seltsamerweise werde aber alle Rohstoffe immer teuerer, nicht nur Nahrungsmittel. Metall kann man ja weder essen, noch verheizen (außer Uran vielleicht). Auf die Idee, dass das die späten Auswirkungen der Inflation sind, kommt wohl niemand?
Im Grunde genommen sind nicht die Nahrungsmittel teuerer geworden, das Geld hat nur weltweit an rapide an Kaufkraft verloren. Enteignung durch Inflation, und keiner merkt es!
Jetzt, wo das frisch gedruckte Geld nicht mehr in die Vermögenswertanlagen (Aktien, Immobilien etc.) fließt, wandert die Inflation in die Nahrungsmittel.
Die Inflation war natürlich vorher auch schon da, nur hat's keiner gemerkt, oder besser gesagt, keiner hat es sehen wollen.

Von Kreditklemme keine Spur? Immobilienfinanzierer ziehen sich schon zurück, wie in den ARD-Nachrichten zu lesen ist.

Wie viele Beweise braucht es noch? Alles tritt nach und nach so ein, wie vorhergesagt.

10. April 2008
Finanzkrise.
Die BaFin macht die Weserbank dicht - bankrott! Offensichtlich ist die Weserbank zu klein, als dass man sie hätte retten müssen. Aber ein Signal ist es doch.

Der IWF distanziert sich von der Fed und anderen Machenschaften der Finanzwelt.
Im FOCUS steht heute:
"IWF rechnet mit Banken und Hedge-Fonds ab
Auf fast eine Billion Dollar beziffert der Internationale Währungsfonds die Verluste aus der Finanzkrise. Möglicherweise ist es sogar noch mehr."
Und weiter unten:
"IWF stößt Greenspan vom Sockel
Einen Pfeil schoss der Fonds auch in Richtung US-Notenbank unter ihrem früheren Chef Alan Greenspan ab und ihre Politik der massiven Zinssenkungen im Gefolge des Dot-Com-Niedergangs am Anfang des Jahrtausends. Zentralbanken müssten "eingehender darüber nachdenken, inwieweit sie möglicherweise den Mangel an Kreditdisziplin mit befördert haben". Denn längst ist klar, dass die extrem niedrigen Zinsen in den USA die gewaltige US-Immobilienblase, die nun geplatzt ist, mit befeuerten."


Bemerkt Ihr was? Rechnet der IWF (oder auch die BaFin) mit einem baldigen Crash der Finanzwelt? Früher haben sie das Spielchen scheinheilig mitgemacht. Jetzt, wo es brenzlig wird, distanzieren sie sich. Es scheint so, dass man jetzt schon mal die Schuldigen öffentlich ausmacht, damit, wenn es dann richtig kracht, sich der Zorn der Öffentlichkeit kanalisiert. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff, nun auch verbal.

Das gesamte Finanzsystem ist am Ende, der Konkurs wurde bislang nur verschleppt.
Schätzungsweise sind nicht einmal 10% der Finanztitel durch reale Güter gedeckt.
Selbst wenn wir unterstellen, dass durch eine weitere Zunahme der Produktivität diese Menge verdoppelt werden kann (was ich für völlig unrealistisch erachte), dann wären bestenfalls 20% der Finanztitel hinterlegt. Dass dieser gigantische Bluff von der Masse bislang nicht erkannt kann nur psychologisch erklärt werden.
Das Ausmaß dieses Betruges ist so gewaltig, dass es das Vorstellungsvermögen des Menschen einfach übersteigt. Wie heißt es so schön? Je dreister die Lüge, desto leichter wird sie geglaubt.

(16:30 Uhr)
Goldpreis zu hoch?
Rohstoffwelt.de schreibt:
RTE Stuttgart - (www.rohstoffe-go.de) - Das Research-Institut GFMS Ltd. sieht mittelfristig nach wie vor Aufwärtspotential für das als "sicheren Hafen" bezeichnetes Edelmetall. Allerdings wird in der neuesten Studie darauf hingewiesen, dass der durch höhere Preise induzierte Nachfragerückgang der Schmuckindustrie durch nachhaltige Nachfrage privater und institutioneller Investoren aufgefangen werden müsste, um für einen weiteren stetigen Anstieg des Goldpreises zu sorgen.

Durchgesetzt hat sich die Ansicht, dass Goldpreise über 900 USD so gut wie ausschließlich durch die Investmentnachfrage getrieben werden. Dauerhafte Preise über 1000 USD würden die beispielsweise im vergangenen Jahr beobachtete Nachfrage- und Angebotsstruktur merklich verändern.

Die durchschnittlichen Goldabbaukosten lagen im vierten Quartal vergangenen Jahres bei 518 USD pro Unze, so dass unter normalen Umständen ein fairer Preis am Goldmarkt von 600-700 USD erwartet würde.


Bei dieser Betrachtung zieht man noch die "alte" Kaufkraft des Dollars heran. Inzwischen haben Lebensmittelrohstoffe, Reis, Weizen, aber auch Öl kräftig zugelegt, die auf die Abbaukosten so sicherlich noch nicht durchgeschlagen sind. Die wirklichen Kosten, bezogen auf Kaufkraft, dürften somit um 30% höher liegen.
900 $ pro Unze ist demnach nicht spekulativ getrieben, sondern wäre ein normaler Marktpreis hinsichtlich der momentan (noch) vorhandenen Kaufkraft von Geld, wenn wir
keine Fiat-Währung hätten.
Wenn wir die langfristige historische Kaufkraft von Gold vergleichen, so liegen 900$ bis 1000$ durchaus im realistischen Bereich.
Aber nicht mehr lange. Die Kaufkraft von Fiat-Geld leidet zur Zeit an massiver Schwindsucht.
Verglichen mit anderen Rohstoffen liegt Gold vollkommen wohlauf im grünen Bereich. Und als Wertaufbewahrungsmittel ist es immer noch besser, als ein paar Tonnen Weizen in den Keller zu schütten. Und verglichen mit anderen Assets ist Edelmetall immer noch billig, auch wenn es vielleicht mittlerweile eine angemessene Kaufkraft erreicht hat.
Wir gehen davon aus, dass Papierassets am Ende mindestens 90% ihrer heutigen Kaufkraft verlieren werden. Wenn erst einmal die Panik ausbricht, wird für "Handfestes" ein noch viel höherer Betrag hingeblättert, dann geht es nämlich nicht mehr darum, Gewinne zu maximieren, sondern die Verluste zu gering wie möglich zu halten. Selbst wenn nur 600-700 $ ein fairer Preis sein sollte, so wäre dieser Verlust lächerlich zu dem, was mit den anderen Anlagewerten passieren wird.
Alleine diese Perspektive lässt vermuten, dass sich der Goldpreis eher in die andere Richtung bewegen wird. Solange sich Lebensmittel, Rohöl und andere Rohstoffe in die gleiche Richtung bewegen, mache ich mir über eine womögliche Überbewertung von Gold wirklich keine Sorgen…


Münzhändler
In den letzten Tagen gibt es wieder verstärkt Diskussionen über Empfehlungen und Bewertungen von Händlern. Die Meinungen über bekannte (oder auch weniger bekannte) Händler oder Banken gehen so weit auseinander, dass ich mich hier an dieser Stelle nicht äußere. Ich selbst habe mit Händlern, die von anderer Seite als katastrophal bewertet wurden, gute Erfahrungen gemacht, und auch umgekehrt.
Auf der anderen Seite kann auch ich bestätigen, dass der Service von einzelnen Händlern schwanken kann. Und schließlich - Händler sind auch nur Menschen.
Was wundert es, dass ein Händler vielleicht auch einmal gestresst ist, wenn Kunden ihn die Bude einrennen und mit Wünschen kommen, die er nicht erfüllen kann.
Das Geschäft ist teilweise auch so unstetig, dass der Bedarf nicht so einfach im Voraus kalkuliert werden kann. Die hohe Volatilität ist für den Händler ebenso unkalkulierbar, das bringt entweder Risiken die über den Preis einkalkuliert werden müssen, oder verzögerte Auslieferung. Für mich ist es wichtig, dass ein Händler fair und transparent ist. Wenn es zu Verzögerungen in der Auslieferung kommt, und es wurde vorher entsprechend kommuniziert, so ist das völlig in Ordnung. Wenn ich Vertrauen zu dem Händler habe, kann ich das Risiko eingehen, wenn das Angebot günstig erscheint. Die Bewertung eines Händlers hängt nicht zuletzt von der persönlichen Präferenz ab.

8. April 2008

IWF will 400 Tonnen Gold verkaufen: Link auf FTD
Die 1000 Dollar-Marke soll also nicht so schnell wieder überschritten werden. Macht nichts, wir können abwarten...
Übrigens, die 400 t Gold bringen bei einem Spotmarktpreis von 20 €/g gerade einmal 8 Milliarden Euro.
Wieviel war es denn gleich, was einige Banken in der letzten Zeit mal eben so versenkt haben?

(23:00) Nachtrag aufgrund einer Nachrichtenmeldung in B5 aktuell: Laut IWF hat die (amerikanische) Finanzkrise bis jetzt umgerechnet über 600 Milliarden € gekostet. Das dürfte aber nur die halbe Wahrheit sein. Damit kann der IWF sein ganzes Gold (wenn er denn tatsächlich darüber verfüge) auf den Markt werfen, und auch das reicht weder "hinten und vorne", um den Verlust zu kompensieren.
Beachten Sie einmal die Relation der weltweit existierenden Goldmenge (oder Metall) zu den weltweit existierenden Werten auf dem Papier.
(Wer immer noch meint, Ansprüche auf die hohe Kante legen zu können, wird eines Tages böse überrascht werden. Selbst ein Schimpanse ist da klüger!)

KfW-Chefin rechnet ab: Link auf FTD
"Bei den Aufgaben der KfW wäre es gut, einen Mann aus der Praxis zu kriegen. Ich bin mir aber im Klaren darüber, dass es schwer wird, für 410.000 Euro Jahresgehalt einen Topbanker zu bekommen."
Die hauen sich jetzt gegenseitig in die Pfanne. Die sollten mir die 410.000 Euro Jahresgehalt geben.
Ich glaube kaum, dass ich es schaffen würde,
noch größeren Schaden anzurichten.

Zweitjobs! Link auf n-tv. Nach den USA scheint auch in Deutschland der Trend zum Zweitjob zuzunehmen.
Alles wird teuerer, der Staat zockt uns ab. Mit einem Gehalt können viele ihren Lebensstandard nicht mehr halten...

Vollbeschäftigung? Dazu noch ein Artikel auf der Welt...

7. April 2008
Leserzuschrift
Dies kann man nur mit Kopfschütteln registrieren:

"Bundesregierung, Wirtschaft und Gewerkschaften halten Vollbeschäftigung in
Deutschland wieder für möglich. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU)
sagte der "BamS": "Deutschland ist auf dem besten Weg zur Vollbeschäftigung.
Wir haben 1,6 Millionen Menschen aus der Arbeitslosigkeit geholt. Jeden Tag
entstehen 1400 neue Arbeitsplätze." Wenn nun die Weichen richtig gestellt
würden, "ist nach meiner Meinung Vollbeschäftigung im nächsten Jahrzehnt zu
erreichen", erklärte Glos. Er warnte in diesem Zusammenhang vor
Mindestlöhnen."

Das behauptete 2004 auch schon Clement der jetzt die Leiharbeitermafia anführt.

Die Sparkassen wollen sich gegen die auferzwungene Bürgschaft für die BayernLB wehren, ich glaube aber kaum, dass sie damit Erfolg haben werden.
War das alles nicht in gewisser Weise vorhersehbar?

Rückblick: Ich erinnere mich an verschiedenen Diskussionen, die wir bereits vor zwei Jahren geführt haben. Damals hat sich das Publikum über die Entlassungswelle bei der Deutschen Bank aufgeregt, obwohl sie zur selben Zeit Rekordgewinne ausgewiesen hat, Sie erinnern sich?
Unsozial und ungerecht, das war das allgemeine empfinden. An Ackermanns stelle würde ich vielleicht dasselbe tun, habe ich damals geäußert.

Unverständnis pur, bin ich etwas genauso raffgierig wie dieser Banker? Nein, argumentierte ich. Aber wenn eine Bank langfristig überleben will, muss sie das tun.

Bedingt durch unser Finanzsystem werden die Risiken zwangsläufig immer höher, und eines Tages müssen die Banken ihre uneinbringlichen Forderungen wohl abschreiben. Das kratzt dann dermaßen am Eigenkapitalstock, dass es nur die stärksten Banken überleben werden.
Daher konnte ich durchaus verstehen, warum der Ackermann "auf Teufel komm raus" raffte, was zu raffen war. Sicherlich ist das nicht sozial, aber er ist ja auch für das Überleben der Bank verantwortlich. (abgesehen davon, das der Joe auch seine eigenen Taschen kräftig füllte).

Dass es zu einer Bankenkrise kommen würde, das war also abzusehen. Aber es ist anders abgelaufen, als ich es erwartet hatte.

Keine einzige Bank ist über die Klinge gesprungen, obwohl zahlreiche Institute de facto Pleite waren.
Durch Bürgschaften, staatliche Garantien und einer unverantwortlichen Politik der Notenbanken wurde der Zusammenbruch zahlreicher Banken verhindert.

Es ist schwer abzuschätzen, ob diese Aktionen Sinn gemacht haben. Die Bankenpleite wurde vorerst vermieden, aber das ursächliche Problem ist damit nicht aus der Welt. Hätte man diese Banken nicht gerettet, wäre ein Crash mit einem Zusammenbruch des gesamten globalen Finanzsystems nicht ausgeschlossen gewesen. Auf der anderen Seite hart man es - wieder einmal - verpasst, eine notwendige Bereinigung des Systems zuzulassen. Die Perspektiven sind dadurch nicht besser geworden, ganz im Gegenteil. Der erwartete Crash zeigt sich nun womöglich sogar in einem ganz anderen Gewand, wenn dazu die letzten marktwirtschaftlichen Prinzipien auch noch über Bord geworfen werden.


Ich halte nichts von derartigen Umwegen. Andererseits beinhaltet die Sache mittlerweile soviel Sprengstoff, dass der direkte Weg eventuell nicht der sicherste ist. Während wir den Systemgläubigen vorwerfen, nur linear zu denken, sollten wir uns davor bewahren, zwar in einer anderen Richtung, aber dafür auch nur linear zu denken.
Noch gibt es keinen konkreten Anlass, aber auch wir sollten unsere Position neu überdenken, und vielleicht auch neu bewerten. Die möglichen Szenarien müssen den inzwischen eingetretenen Ereignissen angepasst werden.
Dazu mehr beim nächsten Clubtreffen…



5. April 2008
Link zu den Nachdenkseiten.
Manipulation des Monats - IKB wird als "öffentliche" Bank dargestellt.
Damit soll offensichtlich die staatliche Rettungsaktion gerechtfertigt werden.


Gestern errichte mich noch ein Rundbrief von Steffen Paulick.
Wie am 1. April (siehe Blog weiter unten) schon im Spiegel, so ist es nun auch in den NN zu lesen
:
Volksverdummung in Sachen Edelmetall. Das ganze hat also System!

4. April 2008
BayernLB: 4,3 Milliarden bereits verdampft! Können Sie sich eine Vorstellung über die Größenordnung dieser Summe machen? Damit hätten wir uns ganz locker auch den als "unfinanzierbar" eingestuften Transrapid gönnen können.
Statt dessen hat die BayernLB, über Subprime-Hypotheken den amerikanischen Konsum subventioniert. Mal ehrlich, wenn schon so viele Milliarden versenken, dann doch wenigstens für etwas, das wir noch als prestigeträchtige Attraktion bewundern können. Aber nein, wir wollen ja unbedingt Exportweltmeister sein und rackern uns ab, damit unsere Forderungen auf Nimmerwiedersehen einfach so abgeschrieben werden. Da wäre mir die dämliche Magnetschwebebahn allemal lieber gewesen.

Aber weiter in der Sachen: Um die verbleibenden Risiken bei der BayernLB loszuwerden, will man eine Zweckgesellschaft gründen, und den ganzen Sondermüll auslagern. Dazu werden jedoch Bürgschaften über laue 6 Milliarden notwendig, die größtenteils der Freistaat stellen soll. Es geht um 24 Milliarden Risikopapiere. Wohin soll dieser Mist? Mit der Auslagerung ist dieses Dreckszeug ja nicht aus der Welt!

Auf Zeitenwend.ch ist dazu ein Artikel, der das ganze sehr treffend beschreibt "Ausverkauf der freien Marktwirtschaft", oder was ein ganz normaler Klamottenhändler tun müsste, wenn er seine Ware nicht los bringt. Aber für Banken gelten die Regeln der Wirtschaft offensichtlich etwas anders.

Wo bleibt also der ganze Müll? Ich weiß zwar nicht, über welche Zwischenlager das Zeug noch eine Weile versteckt wird, aber ich habe bereits eine Ahnung, wo es eines Tages landen wird.
Wie hat man das früher gemacht? Kippen und Wippen, ein bisschen Kupfer ins Silber, dann noch ein wenig mehr, und noch weiter. Schließlich musste man die Münzen im Säurebad "weißsieden", damit sie überhaupt noch einen Silberglanz erhielten.
Eine Zeitlang ging das gut, aber irgendwann hat auch der letzte Dödel den Beschiss bemerkt. Von da an war es mit der Kaufkraft dahin, und die minderwertigen Münzen mussten eingeschmolzen werden.
Währungsreform auf Mittelalter!
Im Prinzip hat sich daran bis heute nichts geändert, nur dass man in unserem heutigen Geld wesentlich mehr minderwertiges Material versteckten kann, und dass es heutzutage offensichtlich noch viel mehr Dödel gibt, die diesen Betrug erst gar nicht bemerken.

3. April 2008
Privatinsolvenzen steigen.
Nicht nur in den USA, auch hierzulande nehmen die Privatinsolvenzen wieder zu.
Leute die Ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen können, fallen als gute Konsumenten für die nächsten Jahre erst einmal aus. In Deutschland war die Binnennachfrage ohnehin nicht berauschend, in den USA dürfte das jedoch dramatische Auswirkungen haben, war es doch gerade der Konsument, der den Laden dort drüben am Laufen hielt. Deutschland setzte hingegen auf den Export und konnte damit die schwache Binnennachfrage mehr als nur kompensieren. Aber was nun?


Die schwache US Konjunktur (um das Wort Rezession oder gar Depression zu vermeiden) hat mit Sicherheit eine negative Rückkopplung auf unsere Exportwirtschaft. Nichts, aber rein gar nichts deutet darauf hin, dass die Binnennachfrage bei uns in Schwung kommen wird. Das wird seit einigen Jahren zwar gebetsmühlenartig von unserer Regierung behauptet, die Statistik hat das jedoch als reines Wunschdenken entlarvt. Wo sind die Stimuli? Steuererhöhung, Teuerung, Zukunftsängste? Das sind nicht die Faktoren, die eine Binnennachfrage voranbringen.

Da bleibt ja noch die wage Hoffnung auf die fetten Lohnerhöhungen, die wir dieses Jahr vielleicht bekommen. Wenn da nicht laufend das Gespenst der, mittlerweile nicht mehr zu verschleiernde, Teuerung wäre. Energie- und Treibstoffpreise laufen davon, bei den Lebensmittelpreisen sieht es auch nicht besser aus. Die Öffentlichkeit ist mittlerweile sensibilisiert über diese Dinge. Die Masche mit der Inflationslüge zieht nicht mehr. Das Wort "gef
ühlte Inflation" nimmt heute keiner mehr in den Mund, muss er doch befürchten, dafür sofort abgewatscht zu werden.

Die Bayern-LB legt heute Ihren Abschreibungsbedarf bzw. Wertberichtigung vor.
Interessiert uns das Ergebnis? Eigentlich nicht wirklich, da wir die Basis für die Neubewertung ohnehin nicht kennen. Ein Untersuchungsausschuss bringt da auch nicht mehr Licht ins Dunkel. Pillen fürs Volk!
Tatsache ist doch, dass in der Bankenkrise Unmengen an Geld (eigentlich Kredite = Forderungen) vernichtet wurde. Diese Kredite fehlen nun. Wenn es nicht zu einer Kreditklemme kommen soll, muss dieses Geld anderswo herkommen. Der Eigenkapitalstock der Banken kann dazu aber nicht herhalten, viel zu wenig vorhanden! (Wir haben gestern schon festgestellt, echtes Eigenkapital kann nur auf Sachvermögen oder anderen, handelbaren Gütern basieren, alles andere ist Kredit!)

Nun ja, durch die allgemeine Teuerung steigt das, was man als Eigenkapital bewerten kann, ja relativ zu den kreditbasierenden "Werten". Das bedeutet aber zwangsläufig eine real negative Verzinsung der papierbasierenden Anlageformen.
Wenn früher die Papierwerte schneller wuchsen, wie die Gütermenge, und eine Korrektur stattfinden soll, geht es jetzt umgekehrt. Das funktioniert aber nur solange, wie dieser Prozess von der Öffentlichkeit nicht durchschaut wird. Wird die negative Verzinsung allgemein bewusst, wird eine Flucht aus allen Papierwerten stattfinden.

Man wird also alles daransetzen, das Vertrauen in die Finanzmärkte wieder herzustellen zu wollen. Einmal angenommen, so etwas würde tatsächlich funktionieren. (man darf die Torheit der Menschen nicht unterschätzen), die Risiken wären größer als jemals zuvor! Da werden einige dann doch sehr schnell kalte Füße bekommen und die Notbremse ziehen. Diese Masche kann man nicht ewig oft neu auflegen, jedenfalls nicht in diesen kurzen Abständen.

2. April 2008
Kein Aprilscherz, das findet jedenfalls ein Leser aus Hamburg, der uns einen Ausschnitt seines "Tagebuchs" geschickt hat.
Ich meine, dass es vielen von uns ähnlich ergeht. Zu glauben, in einer verkehrten Welt zu leben...


Gold-Lease Rate
Kitco hat den Ausreißer in seinem Gold-Lease-Chart vom vergangenen Freitag korrigiert, war wohl doch ein Datenfehler. Die Frage von gestern hat sich also geklärt.
Dieses Ereignis zeigt uns jedoch wie wichtig es ist, alle Nachrichten auf Plausibilität hin zu überprüfen, bevor man die falschen Rückschlüsse daraus zieht. In einer Zeit, in der man täglich mit Unmengen an neuen Meldungen bombardiert wird, ist das natürlich nicht so einfach. Dennoch, die kurzfristigen Lease-Raten pendeln zur Zeit tatsächlich um den Nullpunkt, für einen Monat ist die Rate sogar leicht im negativen Bereich.

Stimmung
In Deutschland werden die neuen Zahlen zur Arbeitslosenstatistik hochgejubelt und fast schon der Zustand der Vollbeschäftigung proklamiert. Deutsche Bank und UBS müssen Milliarden abschreiben, und deren Aktienkurse steigen trotzdem. Die einen wollen den Tiefpunkt der Bankenkrise ausgemacht haben, dann kann es ja nur aufwärts gehen. Einige kritische Stimmen mahnen, dass die Krise noch nicht ausgestanden sei, solange die Immobilienpreise in de USA weiter bröckeln.

Kein Boden in Sicht
Ich sehe überhaupt keinen Grund zum Optimismus. Selbst wenn die Immokrise den Boden sehen sollte, was ist mit den Kreditkartenschulden? Da steckt ebenfalls mächtig Dynamit drin. Das Platzen der Immo-Bubble hat die Banken bereits an den Rand des Ruins gebracht, und konnten auch nur durch spektakuläre Rettungsaktionen mit Hilfe der Zentralbanken bzw. durch Garantien des Staats gerettet werden. Wobei wir von einer Rettung eigentlich nicht reden können, da das Problem nur verlagert wurde. Was passiert, wenn die nächste Blase platzt? Die Ursachen der gegenwärtigen Finanzkrise hat ihre Ursachen ja in schon längst vergangenen Turbulenzen. Das Platzen des Neuen Marktes, der Crash der Jahrtausendwende etc, etc wurde durch das aufblasen eine neuen noch größeren Blase kompensiert. Das ist keine Lösung! Die Ursachen der Bankenkrise wird alleine in der maßlosen Gier der Banken gesehen.
Wir müssen uns jedoch fragen was wohl geschehen wäre, wenn die Banken dieses Zockerspiel nicht mitgemacht hätten? Wohin wäre wohl dann all die heiße Luft gegangen? Es ist doch so, dass das Spiel mit dem Aufblähen immer weiter gehen muss, wenn das Finanzsystem nicht implodieren soll. Es muss immer weitergehen, sonst fallen die Dominos und es kommt zur Rückabwicklung.

Der Fehler im System
Interessant auch eine Nachrichtenmeldung, wonach die mittelständischen Betriebe in Deutschland bezüglich der Auftragslage relativ gut dastehen, als Risiko wird von den Banken nur die zu dünne Eigenkapitaldecke gesehen. Von Kreditklemme keine Spur, allerdings werden Kredite nicht mehr ganz so leichtfertig gewährt.
Aber genau das ist ja der Knackpunkt. Der Eigenkapitalanteil wird immer geringer.
Ja warum den wohl? Ei-ei-ei! Haben die Banken wohl vergessen, was unser Geld im Grunde eigentlich ist? Richtig - Kredit! Wir haben kein Geld, sondern lediglich Kredit! Wie soll es dann bitte überhaupt möglich sein, den Eigenkapitalanteil (gesamtvolkswirtschaftlich gesehen) zu erhöhen? Ein Ding der Unmöglichkeit!
Geld ist kein Eigenkapital. (Wieder gesamtvolkswirtschaftlich betrachtet, gilt nicht für den Einzelfall.) Was ist dann Eigenkapital? Bleibt nur noch das Sachvermögen und anderes Eigentum, das als Besicherungsgrundlage für Kredite herhalten muss. Nun ist es ja so, dass die Relation von Geldmenge zu Gütern systembedingt immer weiter auseinanderklafft. Die Geldmenge (oder Kreditmenge) steigt schneller als die zu deren Besicherung notwendige Gütermenge. Die Banken stellen also fest, dass sich der Eigenkapitalanteil der Unternehmen insgesamt immer weiter verringert, und sehen das als mögliche Gefahr für die künftige, wirtschaftliche Entwicklung.
Es wird der Öffentlichkeit impliziert, dass eine stabile(re) Wirtschaft durch eine höhere Eigenkapitalquote machbar wäre, was aber systembedingt gar nicht möglich ist. Damit ergibt sich im Umkehrschluss, dass unsere Wirtschaft zunehmend instabiler werden muss, bis eines Tages schließlich das ganze Gebilde zusammenbricht. Daran führt kein Weg vorbei. Alles, was bislang erreicht wurde ist, das der Zeitpunkt des Crashs immer wieder nach hinten verschoben werden konnte. Was bleibt ist das mulmige Gefühl, dass wir schon in der nächsten Kurve aus der Bahn fliegen können.

1. April 2008
Kein Aprilscherz, Gold verliert kräftig an Boden!
Vor kurzem habe ich noch geschrieben, dass ich mir einen Absturz des Goldpreises bis auf 900 $ vorstellen könnte. Heute Morgen sind wir knapp an dieser Marke.
Die Rahmenbedingungen für die Anlage in Edelmetall haben sich deswegen nicht geändert. Städte und Gemeinden stöhnen über die "zu hohen" Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst und haben schon angekündigt, dass man dafür wohl an der Gebührenschraube drehen müsse, um die Mehrkosten wieder einzufangen.
Die Geldmengenausweitung des Dollars soll nach Angaben mittlerweile gegen 20% p.a. (akkumuliert) laufen, beim Euro dürften es auch mindestens 10% sein.
Alle Zeichen stehen auf Inflation, und das bedeutet, dass die Edelmetalle langfristig ihre Attraktivität behalten werden. Der momentane Einbruch sollte uns also nicht beunruhigen.

Mit Verwunderung habe ich den Knick in den Charts zu den Gold-Leasing Raten zur Kenntnis genommen. Hat irgend jemand eine Ahnung, ob das "echt" war, oder vielleicht nur ein Datenübermittlungsfehler? 2,5% negative Leasingrate wäre ein Hammer!

Zentralbankgold verkaufen?
Wieder einmal ein dumm-dreister Artikel im Spiegel, hier ein paar amüsante Auszüge:

[...] Viel könnte eine Zentralbank bei einer Währungskrise ohnehin nicht ausrichten, wenn sie massenweise Goldklumpen auf den Markt werfen würde. Zwischen Gold und Geld besteht im Zeitalter der Papierwährungen kein Zusammenhang mehr. Modernes Geld ist durch nichts anderes gedeckt als durch die Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft, in der es umläuft. Einzige Folge der Intervention wäre, dass Zahnarztpraxen billiger an Nachschubmaterial für Füllungen kämen.[...]

[...] Die in Goldbarren anzulegen ist ökonomisch in etwa so sinnvoll wie der Sparstrumpf unter dem Kopfkissen - beides wirft keine Zinsen ab. Der Nachteil lässt sich ändern: durch den Verkauf der Vorräte. Niemand, der sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzt, denkt daran, den Verkauferlös direkt in den Haushalt fließen zu lassen, damit der Finanzminister milliardenteure Wohltaten unters Volk streuen kann. Stattdessen sollte das Geld in einem Fonds angelegt werden. Die Zinserträge könnten neue Vorhaben finanzieren, etwa im Bereich Forschung und Bildung.
[...]


Einige Fragen sollte der Spiegel-Autor vielleicht beantworten:
Wenn die Zentralbanken durch die Goldverkäufe nicht viel ausrichten können, weshalb machen sie es dann trotzdem?
Dass zwischen Gold und Geld im Zeitalter der Papierwährungen kein Zusammenhang mehr besteht, kann man nur sagen: Gott sei Dank! In was könnte man sonst flüchten, wenn die ZBs das Geld wie verrückt drucken?

Einen Zusammenhang übersieht der Autor, dass nämlich das Gold um so mehr profitiert, je stärker das Papiergeld verwässert wird.

Modernes Geld ist durch die Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft gedeckt? Mir diesem Satz disqualifiziert sich der Autor selbst.

Das einzige, was eine leistungsfähige Volkswirtschaft generiert ist eine höhere Kreditwürdigkeit und hat somit bessere Möglichkeiten für den Aufschuldungsprozess.
Das mit dem "keine Zinsen abwerfen" hatten wir schon früher erörtert, das kann doch nur von jemanden kommen, der vom Geldwesen keinen blassen Schimmer hat. Zuletzt stellt sich aber doch die Frage: Cui bono? Wem nützt die ganze Aktion? Man könnte den Verdacht gewinnen, dass die allmählich skeptisch werdende Masse tatsächlich in einer konzertierten Aktion vom Gold ferngehalten werden soll. Die Berichterstattung im Mainstream ist in letzter Zeit wieder deutlich conta aurum.
Der Absturz des Goldes um 120 $/oz innerhalb kurzer Zeit wird den Zitterern vielleicht vollends den Rest gegeben haben.

31. März 2008
Die Vorbereitungen zum nächsten Clubtreffen sind angelaufen. Die Aktualisierung der NEWS kann deshalb unter Umständen etwas spärlicher als üblich ausfallen.


28. März 2008
Mehr Geld in der Tasche, aber sich immer weniger dafür leisten können...
In der Sendung Panorama wurde gestern auf das Problem der Steuerprogression hingewiesen.
Selbst wenn die neuen Lohnrunden die (angebliche) Inflation ausgleichen sollten, so bleibt dennoch weniger Kaufkraft übrig. Das trifft vor allem den Mittelstand, der durch die Lohnzuwächse schnell in eine höhere Steuergruppe fällt. Die alte Leier, dass sich unser Staat auch an den Scheingewinnen bereichern will.
Von Steinbrück ist zu hören, dass es für Steuersenkungen keinen Spielraum gäbe!
Es bleibt aber nicht einmal beim status quo, real findet nämlich eine Steuererhöhung statt!
Während die Abgabenlast immer weiter steigt, werden die Leistungen immer geringer.
Ob durch kalte Progression oder durch Inflation, der Trend ist eindeutig. Gemessen an der Kaufkraft bleibt uns zukünftig immer weniger.

Bedenken Sie das auch bei Ihrem Konsumverhalten, es ist nicht die Zeit für's Schuldenmachen!
Seien Sie aber auch nicht so dumm, Ihr sauer Erspartes denen in die Hand zu geben, die auf dieser Welle reiten. Sei bekommen es nämlich nicht wieder zurück!

Wenn ich die Frage höre, wo denn der befürchtete und immer prophezeite Crash bislang geblieben wäre: Ja seht ihr denn nicht? Wir sind mitten drin! Das ist das heimtückische an schleichenden Veränderungen, denn sie werden nicht so schnell realisiert. Und wenn es eines Tages erkannt wird, ist es zum Handeln schon zu spät, dann wird es zu panikartigen Reaktionen kommen. Nur Geduld, es kommt so, wie es kommen muss!


27. März 2008
Was geht denn heute wieder ab?
FTD:
Hypo-Real-Estate-Gewinnwarnung verpufft.
Da werden erst Meldungen herausgegeben, die früher den Kurs einer Aktie für längere Zeit in den Keller geschickt hätten, und jetzt legt das Papier schon wieder zu. Offensichtlich herrscht die Meinung vor, dass es auf gar keinen Fall zu einem Bankzusammenbruch mehr kommt. Notfalls hilft Vater Staat aus der Patsche. Abwarten!

Konsumklima steigt, die Hoffnung nicht,
vermeldet der Spiegel online.
Verhaltener Optimismus macht sich wieder breit, vor allem auch durch die Aussicht auf etwas mehr Lohn. Nach einiger Zeit wird man dann wieder feststellen müssen, dass die Reallöhne weiterhin gefallen sind. Wirklicher Optimismus wird erst aufkommen, wenn die spürbare Teuerung deutlich nachlässt und wirklich ein wenig an Kaufkraft gewonnen würde. Unwahrscheinlich!
Dazu passt auch folgende Meldung:
Gewerkschaft lehnt Schlichterspruch ab (Welt Online) Prinzip Hoffnung?

26. März 2008
Finanzkrise - Der Untergang ist abgesagt
Die Börsen atmen durch. Nach einer vorösterlichen Woche, in der die Existenz mehrerer großer US-Geldhäuser infrage stand, erholten sich die Aktienmärkte kräftig. Vor allem Banktitel legten zu.

So ein Leitartikel in der FTD von heute.
Wer die Berichterstattung in der Financial Times in der letzten Zeit verfolgt hat, wird sich doch sehr wundern. Wolfgang Münchau hat in seinen Kolumnen noch ganz andere Töne angeschlagen. Von wem dieser Artikel stammt, ist aus den Online-Nachrichten nicht ersichtlich, es wird kein Autor genannt.
Der Untergang wird also deshalb nicht stattfinden, weil die Zentralbanken (zumindest die FED) nun ganz offen ihre finale Rolle als "lender of last resort" spielen.


Die Zentralbanken als Mülldeponie der Finanzwirtschaft! Nun gut, dann wird es vielleicht doch keinen Zusammenbruch von Banken geben, aber was ist damit gewonnen?
Früher haben die Zentralbanken nur erstklassige Papiere akzeptiert. Die ganze Sache hat von der Qualität nun eine ganz andere Dimension bekommen.


Wenn man den obigen Artikel zuende liest, kommen dann doch noch ein paar kritische Töne. Dennoch. Ich werde das Gefühl nicht los, dass hier Stimmung gemacht werden soll.
Die fundamentalen Rahmenbedingungen haben sich in keiner Weise geändert, ganz im Gegenteil. Zentralbanken als Mülldeponie bedeutet, als dass die Währungen geopfert werden.


Der Preis für die Bankenrettung ist enorm. Man will sich also aus der Krise und den Schulden herausinflationieren.
Aber - die Banken bieten hierzulande schon wieder Baufinanzierungen (10 Jahre fest) für 4-komma-sonst-etwas an.

Auf der anderen Seite gibt's für Festgeld 5-komma-etwas an Zinsen. Da frage ich mich doch, wie die Banken ihre Immobiliendarlehen refinanzieren, Vor allem vor dem Hintergrund der momentanen Inflationserwartung.
Das macht keinen Sinn, sei denn, kalkuliert doch noch einen deflationären Crash mit ein. Wenn es aber den Banken gelänge, ihre Altlasten (wohin-auch-immer) abzuladen, und dann den Kredithahn zuzudrehen, das wäre die Gelegenheit, sich das ganze Sachvermögen unter den Nagel zu reißen.
Vorher müssten dann nur noch Devisenkontrollen eingeführt werden, und der Fisch zappelt an der Leine. Zugegen, ein wenig konstruiert, aber man muss alle Eventualitäten berücksichtigen. Der Köder könnte vielleicht vergiftet sein, man weiß ja nie...

25. März 2008
Euphorie an den Aktienmärkten? Abwarten! Gold bewegt sich seitwärts, die Nachfrage nach physischem Material ist ungebrochen hoch!
Vielleicht die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm? Was mich verwundert, nach all den pessimistischen Berichten in den letzten Wochen sind wohl trotz des lausigen Wetters Frühjahrslaune ausgebrochen. Die Marktberichte des Mainstreams sind überraschend positiv!
Auf hartgeld.com wurde ein neuer Artikel gehostet, in dem die Möglichkeit eines freien Marktes unter Fiat-Money bezweifelt wird.

20. März 2008
Goldspotmarkt bei unter 600,- €/oz! Diese Volatilität ist vollkommen normal. Trotz dieses Einbruches ist es schwierig, an physisches Material zu kommen.
Da wird wohl trotzdem mehr gekauft, als verkauft.
Die Osterfeiertage stehen vor der Tür, und wir machen hier eine kurze Sendepause. Ihnen allen ein schönes Fest!
Zum Abschluß noch ein Link mit Galgenhumor, dem
Bankenkrise Karaoke.

19. März 2008
Die Finanzkrise ist nun in aller Munde.

Für die FTD schreibt Wolfgang Münchau in der letzten Zeit knallhart, was er für die Zukunft erwartet. Noch werden solche Dinge -
"Es kommt dicke" - unter die Rubrik "Kolumne" gepackt, als Meinungsbeitrag eines einzelnen(?) Journalisten.

Die offizielle Redensart lautet nach wie vor: "Wir haben das Schlimmste überstanden!" Vielleicht gibt es noch ein paar Nachwehen, aber dann geht's wieder weiter. Politiker fordern mehr Transparenz im Finanzsektor. Ha-ha, das Kind ist schon in den Brunnen gefallen. Was von den Politikern gefordert wird, ist - wie immer - zu spät!


Dass nun ganz laut nach dem Staat gerufen wird, um die Finanzwirtschaft aus der Patsche zu helfen, ja sogar vom Deutsche Bank Chef Josef Ackermann diese Töne kommen?
Mann-oh-Mann! Der Staat ist selbst Pleite! Aber da ist es schon auch noch wurst, wenn noch ein paar Billiönchen obendrauf kommen. Hauptsache, die Bilanzen stimmen wieder.
Erst hieß es noch, Steinbrück rechnet nun doch nicht mehr, dass es mit dem "schuldenfreien Haushalt" bis 2011 noch was wird. Später in den Nachrichten (B5 aktuell) dann wieder, dass das Kabinett am Ziel des ausgeglichen Haushaltes bis 2011 festhielte. (Na ja, man kann ja viele Ziele festhalten wollen....)

Da ist doch so einfach mal, "mir-nix dir-nix", so ne kleine Immobilenkrise aus den USA dahergekommen, die alle ehrgeizigen Pläne vielleicht zunichte macht.
Mit "schuldenfrei" ist natürlich nicht gemeint, dass die öffentliche Hand ihre Schulden getilgt hat. Nein-nein, die niedlichen Staatsschulden mit den klitzekleinen Zinsen werden uns wohl noch für die nächsten hundert Generationen noch erhalten bleiben... Wie man die wenigen, wirklich noch produktiv schaffenden Leistungsträger in unser Gesellschaft auch noch vernichtet? Keine Sorge, die kriegen das auch noch hin!

Der
Edelmetallpreis hat heute gewaltig (NY close bei etwas mehr als 940$) Federn gelassen, na und?
Zunächst war der Anstieg in der letzten Zeit ohnehin ein wenig zu rasant, und zollen wir den Gelddruckern und Goldpreisdrückern doch auch einmal wieder einen kleinen Erfolg.

Die FED versenkt momentan den Dollar. Nun will man den "zittrigen Händen" das Gold wieder abnehmen. Derartige Aktionen hat es in der Vergangenheit schon öfters gegeben. Für mich ein Indiz, dass die große Rallye erst noch bevorsteht. Nicht verunsichern lassen, der Goldpreis kann auch noch einmal die 900er Marke testen. Keine Sorge, der Einbruch hält nicht lange an. Trotz der "Goldschwäche" hat der Aktienmarkt überhaupt nicht profitiert, das sollte zu Denken geben!!!

Der Aufschwung kommt so langsam auch bei der Bevölkerung an, soll die Merkel gesagt haben. In den Polit- und Talkshows wird das inzwischen heftig dementiert.
Also, die Binnennachfrage kam nicht in die Gänge, und der Exportwirtschaft (Aufschwung) geht der Schwung aus.
Mal ehrlich, was meinen Sie, wie es denn weitergehen soll, wenn unseren strukturellen Probleme nicht einmal in Zeiten gelöst werden können, wo die Konjunktur angeblich so richtig brummt?
An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal an den Aufsatz von Richard Beiderbeck hinweisen - "Alle Staatsschulden sind null und nichtig" zu finden unter TEXTE.
Wenn wir wirklich aus diesem Schlamassel rauskommen wollen, dann nur mit unkonventionellen Mitteln.
Das eigene Schicksal in die Hand nehmen, und nicht warten, bis gar nichts mehr geht.

17. März 2008
Die Aktualisierung mit Tagesnachrichten fallen diese Woche spärlicher aus.
Wozu auch, schalten Sie Ihr Radio ein. Panik an den Finanzmärkten!
Was unser Club schon seit Monaten anspricht, ist nun Wirklichkeit geworden.

Liebe Clubmitglieder und Freunde des Hartgeldclub Nürnberg.
Es geht offensichtlich ins Finale. Ihr wisst, was zu tun ist. Viel Glück!

Ich habe momentan alle Hände voll zu tun, denen zu helfen, die bis zuletzt nicht daran geglaubt hatten, und nun endlich aufgewacht sind. Theoretisches Rüstzeug gibt es auf diesen Seiten genüge. Falls noch Fragen im Detail bestehen, bitte per E-Mail formulieren.
Persönliche Unterstützung (keine Finanzberatung, denn das darf ich nicht) ist leider nur im Großraum Nürnberg möglich.

Auch wenn momentan es wirklich so aussieht, dass nun der große "Rumms" unmittelbar bevorsteht, ist eine "Systemrettung" im Sinne von nochmaliger Aufschub nicht ausgeschlossen. Ihr seht aber selbst, dass diese Aktionen immer schwieriger werden.
Die Positionierung für das Endspiel sollte daher bereits abgeschlossen sein
.

14. März 2008
Prinzip Hoffnung?

Gestern war ein ereignisreicher Tag. Erstmals hat die Goldunze die 1000er Dollarmarke überschritten, auf Eurobasis bewegt sich die Notierung eher seitwärts.
Irgend-so-eine Ratingagentur hat auch noch festgestellt, dass "das Schlimmste" in der Banken- und Finanzkrise mittlerweile ausgestanden ist. Wer's glaubt wird selig!
Zwar versuchen die Zentralbanken, durch Geldsnachschub den Markt nicht austrocknen zu lassen, doch damit alleine lassen sich die Probleme nicht lösen.
Wenn die Finanzwelt Probleme mit der
Solvenz haben, nützt die Bereitstellung von Liquidität herzlich wenig. Es ist einfach zuwenig an echter Substanz da. Die aufgeblasenen Scheinwerte will keiner mehr haben, viele riechen offensichtlich den Braten schon.
Oder anders formuliert, es wird immer schwieriger noch genügend Dumme zu finden, die den ganzen wertlosen Schrott abnehmen. Inzwischen müssen dafür sogar die Zentralbanken herhalten, so weit ist es also schon.
Die ganzen Verluste werden damit praktisch aufs Volk abgewälzt.
Die Preise steigen, das Realeinkommen sinkt, die Sparer werden quasi durch die Hintertür enteignet.
Die gegenwärtigen Aktionen dienen in erster Linie dazu, das Volk hinzuhalten und möglichst viel Zeit zu gewinnen, um soviel Verluste wie möglich abzuladen. Der Crash in Salamischeibentaktik hat seinen Sinn und auch Erfolg. Die Masse bekommt immer noch nichts davon mit. Ein dumpfes Grollen im Hintergrund wird eben doch nicht so deutlich wahrgenommen wie ein heftiges Krawumm!
Statt der von uns erwarteten Implosion des Finanzsystems wird "nur" die Luft allmählich immer dünner. Das Endergebnis ist aber das gleiche.

Peter Ziemann hat dazu eine sehr schöne Zusammenfassung über die Ereignisse der jüngsten Zeit auf hartgeld.com publiziert
http://hartgeld.com/filesadmin/pdf/Ziemann-Der_Zauberlehrling.pdf

12. März 2008
Gestern haben die Zentralbanken in einer konzertierten Aktion wieder einmal Unmengen an Liquidität in den Markt gekippt. Kein Geheimnis, das wurde in fast allen Nachrichten zur Sprache gebracht. Was mich erschüttert ist die Gelassenheit, wie diese Nachrichten veröffentlicht werden. Es wird der Anschein erweckt, als ob es sich um einen ganz normalen Vorgang handeln würde, um den Markt den Anforderungen gemäß zu versorgen. Die Geldspritze als Mittel, um eine drohende Rezession abzuwenden. Alles wird gut! Wirklich?
Ist es denn wirklich so schwer zu kapieren, was hier eigentlich vor sich geht? Dass es keine Lösung ist, einer drohenden Rezession durch öffnen der Geldschleusen zu begegnen, hat doch schon Alain Greenspan bewiesen. Das Aufblähen von Spekulationsblasen hat das Problem nicht gelöst, sondern verschärft. Das einzige was erreicht wurde, war Zeit zu gewinnen. Wenn das Medikament nicht mehr hilft, wird einfach die Dosis erhöht. Wie lange soll das funktionieren? Mittlerweile sind die Nebenwirkungen schlimmer als die Linderung der Schmerzen.
In einem Kreditgeldsystem kann eine einmal geschaffene Liquidität dem Markt nicht mehr entzogen werden, ohne dass es zu deflationären Erscheinungen kommt. Und die Realwirtschaft kann bei diesem Wachstum der Finanzmärkte nicht mithalten. Also müssen sich zwangsläufig Spekulationsblasen bilden.
Die Prophezeiung wurde nun Wirklichkeit. Die Zentralbanken haben die Kontrolle über das monetäre System endgültig verloren. Egal was sie tun, die Kernschmelze ist nicht mehr zu verhindern.

Noch mehr Geld ins System pumpen: Hyperinflation! Wir wissen, was das bedeutet!
Geldhahn zudrehen: Deflationärer Kollaps der Weltwirtschaft.

Welche der beiden Möglichkeiten bevorzugen Sie?

Falls ich eine dritte Möglichkeit übersehen habe, bitte klären Sie mich auf. Ich habe keine Probleme damit, festzustellen, dass ich mich mit dieser Einschätzung geirrt habe. Viele sagen zu mir, das kann so nicht sein, es gibt immer eine weitere Möglichkeit, ich übersehe sie einfach nur!

11. März 2008
Brainstream?

Ich hatte in den letzten Tagen die Gelegenheit, mich mit ein paar "alten" Bekannten zu treffen. Unter anderem habe ich behutsam auch das Thema Finanzsystem angesprochen. Ob denn die gegenwärtigen Entwicklungen, ausgehend von den USA, nicht doch Anlass zur Besorgnis wären, um den Glauben ans System langsam zu verlieren. Ich erinnerte an eine Situation vor 3 Jahren, als ich für eine Besorgung dieses Bekannten 200 € bezahlen musste, und, zugegeben scherzhafter weise, statt dem Geld einen Kilobarren Silber angeboten habe, was natürlich abgelehnt wurde.
Natürlich war das ein Gag, aber mit dem Hintergrund, damit vielleicht das Interesse auf Edelmetall zu lenken. Heute wäre das Teil locker doppelt so viel wert.

Die Reaktion war sinngemäß die folgende Aussage: Über die US-Wirtschaft mache ich mir keine Gedanken, die hatten in der Vergangenheit schon mehrere Krisen und sind immer wieder gut rausgekommen. Das Finanzjudentum da drüben weiß schon, was sie machen. Glaubst du, dass die Ihr Vermögen so leichtfertig aufs Spiel setzen würden? Was mit den Aktienmärkten passiert, ist ganz normal, das `mal rauf und mal runter, aber langfristig bleibt das eine vernünftige Anlage. Gold ist viel riskanter, da wird der Kurs hauptsächlich von Spekulanten getrieben. Mit dem Zeug kann man doch nicht wirklich etwas anfangen. Wenn die spekulative Nachfrage nachlässt, gehen die Preise wieder in den Keller.

Zu den, inzwischen auch in den Mainstream Medien dargelegten Alarmmeldungen: Das darf man nicht überbewerten, die brauchen immer wieder spektakuläre Artikel, um die Aufmerksamkeit ihres Publikums aufrecht zu erhalten.

Fazit: Der Glaube an das System ist offensichtlich nur schwer zu erschüttern.
Bevor nicht wirklich ein Paukenschlagereignis eintritt, kann sich das ganze noch eine Weile hinziehen…

10. März 2008
In die Linkliste wurde die Webseite "www.krisenvorsorge.com" neu aufgenommen. Der Betreiber, Gerhard Spannbauer, ist Buchautor, und zeichnet Aspekte in einer Krise auf, die hier an dieser Stelle bislang nicht im dirketen Fokus lagen. einfach mal reinschauen...

7. März 2008
Demografischer Faktor - welcher demografische Faktor?

Wir lesen immer wieder, dass die Überalterung der Bevölkerung eine Versorgung der Ruheständler gefährde. Die gesetzliche Rente wird gekürzt, die private Vorsorge ist unabdingbar etc. etc….
Ich habe gestern geschrieben, dass nach einem Crash ein Umbau der Gesellschaft ohnehin unabdingbar wird. Machen wir doch einmal eine Bestandsaufnahme:
Schon heute ist es nur 1/3 des Bevölkerungsanteils, der durch Erwerbarbeit den ganzen Laden finanziert. Rechnen Sie davon noch mal den ganzen Wasserkopfapparat heraus, dann sind es allerhöchstens 20% des Bevölkerungsanteils, die überhaupt noch produktiv arbeiten. Unsere Gesellschaft kann es sich gegenwärtig immer noch leisten, eine aufgeblähte Bürokratie zu unterhalten, der aufgeblähte und ausgeuferte Finanzsektor kommt noch dazu.


Bereits heute wird das Produktiveinkommen so umverteilt, für deren Erschaffung höchstens 20% des Bevölkerungsanteils verantwortlich ist. Welche Rolle spielt da dann noch eine Verschiebung der Altersstruktur?

Natürlich ist unsere Gesellschaft auf einen notwendigen Umbau nicht vorbereitet, und alle von der Politik gesteuerten Prozesse gehen in genau die entgegengesetzte Richtung. Um die Herausforderungen der Zukunft zu bewerkstelligen, hätten schon vor langer Zeit radikale Reformen eingeleitet werden müssen, nicht das bisschen Kosmetik. Es ist natürlich von vorneherein klar, dass ein Umbau immer Gegner auf den Plan wirft, die das zu verhindern wissen. Das hat der Einfluss der verschiedenen Lobbys auf unsere Politik deutlich gezeigt. Der Mischung aus unfähigen Politkern und einem unmündigen Volk, dessen demokratischer Auftrag es lediglich ist, als Stimmvieh zu fungieren, hat uns in genau diese Lage gebracht, in der wir uns heute befinden.
Der notwendige Umbau wird sich nun umso schwieriger gestalten, nachdem der Anteil von realitätsfremden Individuen auf dem Konsum-Ego-Anspruchsdenken-Trip sich in den letzten Jahren sicherlich nicht verringert hat. Ich gehe davon aus, dass ein Großteil der Bevölkerung gar nicht mehr in der Lage ist, rational und verantwortungsbewusst zu handeln. Alleine, wenn ich mir das Angebot der vielen TV-Sender ansehe, komme ich nicht umhin anzunehmen, dass der "Verblödungsfaktor" in unserer Gesellschaft enorm zugenommen haben muss.

Ich bin davon überzeugt, dass alle projizierten Probleme durchaus lösbar wären, und die Herausforderungen zu meistern sind. Nur haben wir dazu leider nicht die notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen. Wenn nicht Einsicht und Vernunft die notwendige Korrektur bewirken, dann geschieht es eben über die "Ochsentour".
An die junge Generation: Bereitet euch vor, die kommenden Herausforderungen zu meistern. Begreift einen Umbau als Chance, euerem Leben einen neuen Sinn zu geben, und Perspektiven für die Zukunft zu schaffen. Wenn ihr an dem Bestehenden festhaltet, werdet ihr keine Perspektive haben. An die ältere Generation: Nehmt endlich Abschied von euren lieb gewonnenen Besitzständen, die real gar nicht existieren. Auch wenn es bitter ist, ihr hattet die Chance, aber ihr habt's einfach vermasselt. Dummheit schütz vor Schaden nicht! Wir können immer noch genug erwirtschaften, dass es für alle reicht. Und es ist durchaus legitim, dass diejenigen, die Schaffen, auch mitbestimmen, wie und was verteilt wird. Momentan bestimmen das vorwiegen diejenigen, die überhaupt nichts leisten.

6. März 2008
WIWO bringt einen Artikel, in dem das Überschwappen der Rezession in den USA auf Europa untersucht wird. Für uns nicht überraschend, weil vorhersehbar gewesen und ohnehin schon lange zuvor gepostet worden.

Offenbar werden Meldungen und Meinungen erst dann ernst genommen, wenn es den Mainstream erfasst hat. Interessant auch, dass sogar in den ARD-Nachrichten von der
Goldpreismanipulation durch die Zentralbanken die Rede ist. Tja, kaum wartet man so drei, vier Jahre, schon kommt das alles sogar beim breiten Publikum an. Aber vorher wurde man für derartige Aussagen als Spinner abgekanzelt.
Diese Spinner haben aber sich schon für Gold interessiert, als der Preis sich noch in einer Spanne unter der 450 $ Linie pendelte.

Es geht nicht darum, ob irgendjemand recht behalten hat oder auch nicht. Es geht nicht darum, Anlagen so zu platzieren, dass sich ein Maximum an Rendite erzielen lässt. Es geht darum, tragfähige und funktionierende Rahmenbedingungen für die Zukunft zu erschaffen.
Mit unserem Finanzsystem unter dem Hintergrund eines konsumgetriebenen Wachstumsgebots auf Kreditbasis sehe ich aber keine tragfähige Zukunft.
Ich mag das Wort "Kapitalismus" nicht, ebenso wenig wie den Begriff "Kommunismus". Beide Begriffe sind negativ besetzt und lassen eine emotionsfreie und sachliche Auseinandersetzung nicht zu. Die Natur schert sich ohnehin einen Dreck um politische Ideologien sondern tut das, was sie tun muss, nämlich den für sie energetisch günstigsten Zustand einzunehmen. Das ist auch der Grund, warum der real existierende Kapitalismus sich nicht weiter entwickeln kann.

Das hat rein gar nichts mit politischer Ideologie zu tun. Die mittlerweile erlangte Dynamik des Kapitalismus erfordert Ressourcen, die unser Planet mittlerweile nicht mehr hergibt. Bereits in den 70ern hat der Club of Rome auf die Problematik der begrenzten Ressourcen hingewiesen. (Dass er mit seinen Prognosen teilweise auch krass danebenlag, änderte jedoch nichts an der grundsätzlichen Tatsache, dass Ressourcen und Rohstoffe nicht unendlich vorhanden sind.) Die damals folgende Öko-Alternative Bewegung waren Ansätze eines Umdenkens, die in den Grundsätzen auf eine Schonung der Ressourcen ausgelegt war, und den Fokus auf Nachhaltigkeit legte, wobei es auch hier es der Mensch wieder einmal geschafft hat, aus, an und für sich vernünftigen Grundüberlegungen, eine sich teilweise bis zum ad absurdum gehende Ideologie daraus zu entwickeln. Vor allem, als es den "marktwirtschaftlich" orientieren Kräften gelungen war, die Öko-Schiene mit in ein kapitalistisch orientiertes System zu integrieren.

Es soll an dieser Stelle sich wirklich nicht eine unleidliche Debatte über Ideologien breitgetreten werden, ich stelle jedoch fest, dass unser System der Natur zuwider läuft. Es ist auf eine immer weiter fortschreitende Ausbeutung unseres Planeten ausgerichtet, wobei in der Konsequenz vor nichts mehr Halt gemacht werden wird.
Wir lassen eine systemimmanente Verschwendung von Ressourcen ungeheuerlichen Ausmaßes zu, ohne deren Sinn zu hinterfragen. Verschwenderischer Konsum ohne Maß und Ziel, ohne dass damit ein Gewinn für die eigene Lebensqualität festgestellt werden kann, und ganz nebenbei Menschen in der dritten Welt nicht zuletzt deswegen daran verrecken. Na gut, auch die Natur ist von sich aus nicht barmherzig, aber hier macht es wenigsten noch Sinn. Die Natur kann sich keine Verschwendung leisten, und was sich nicht an der vorgegeben Gesetzmäßigkeiten anpasst, verschwindet ganz einfach wieder von der Bildfläche. So war es seit Urzeiten, und daran wird sich nichts ändern. Die Welt des Menschen hat sich an den monetären Zwängen eines kapitalistischen Systems angepasst, mit Vernunft hat das nichts mehr zu tun, und sinnloses Handeln kann niemals eine innere Befriedigung bewirken.


Viele haben diesen Fehler im System bereits erkannt, können daraus jedoch nicht entfliehen.
"Du bezahlst für die Werbung, die Dich terrorisiert", lautet ein Satz aus einer antikommerziellen Publikation, die den Sinn unserer gedankenlosen Anpassung an unser System kritisch hinterfragt.

Dass es so nicht ewig weiter gehen kann, dürfte jeden vernünftig denkenden Menschen eigentlich klar sein. Wahrscheinlich ist bei der Gattung des homo americanus sowie den davon infizierten Spezies mittlerweile der Horizont eines vorausschauenden Handelns auf den Erhalt der nächsten Gehaltsabrechnung beschränkt.
Wenn es so aber nicht weiter geht, dann sind Veränderungen notwendig, die logischerweise nur durch einen Umbau der Gesellschaft einhergehen. Diesen Umbau will jedoch kaum jemand freiwillig über sich ergehen lassen, von ein paar fanatischen Ideologen einmal abgesehen. Ist es die Angst vor dem Unbekannten? Die Unsicherheit, aus dem gewohnten Trott aussteigen zu müssen? Ohne Tritt in den Arsch (=Crash) bewegt sich die Masse eben nicht. Nur dann wird der Umbau (wie schon so oft in der Geschichte) wieder einmal unkoordiniert, hektisch und wahrscheinlich sogar unkontrollierbar ablaufen.

Beim verfolgen von Links bin ich u.a. auch auf die Seite von Buchautor Michael Winkler gestoßen. Hier bin ich mit einem weiteren Aspekt konfrontiert worden, den ich zwar früher selbst schon einmal angedacht hatte, jedoch aufgrund meines (ethisch geprägten) Weltbilds offensichtlich verdrängt. Eine andere, mögliche Konsequenz lautet nicht "Umbau der Gesellschaft" sondern
"Abbau der Gesellschaft". Aber lesen Sie dieses (leider nicht ganz auszuschließende) Szenario am besten selbst.

Egal, was kommen wird. Ein paar Münzlein in Ihrer Tasche werden Ihnen dabei nicht gerade zum Nachteil gereichen. Es wird die Zeit kommen, wo die Ressourcen wieder sinnvoll eingesetzt werden, aber diesmal nicht mehr auf Pump oder gegen nicht haltbare Versprechungen!

5. März 2008
Gegen den Strom - oder - was wissen die Eliten?
Es wird oftmals die Vermutung geäußert, dass unsere Eliten die Zusammenhänge unseres Wirtschaftssystems nicht verstehen. Aktive Politiker haben natürlich viele Gründe, uns zu belügen. Was ist aber mit denen, die aus Verantwortung und Amt ausgeschieden sind?


Der Gedanke kam mir kürzlich bei einer TV-Sendung über Helmut Schmidt.
Ein Fernsehteam hat den Altkanzler auf seinen Reisen begleitet, und dabei auch Ausschnitte aus seinen Vorträgen gezeigt, die er trotz fortgeschrittenen Alters immer noch vor internationalem Publikum hält. Es spricht dabei Themen an, die mit den globalen Herausforderungen unserer Zeit einhergehen. Helmut Schmidt spricht dabei auch vom Problem "Finanzsystem", ohne sich jedoch in Details darüber auszulassen.
Er verifiziert seine Voraussagen und Einschätzungen früherer Tage mit der zwischenzeitlich eingetreten Wirklichkeit, um seinen aktuellen Einschätzungen mehr Gewicht zu geben. Aus dem Kontext seiner Vorträge gewinnt man schell den Eindruck: Der Mann weiß um die Dinge, die wir hier diskutieren, sehr wohl bescheid.
Auf den Blogs von zeitenwende.ch fand ich gestern einen Kommentar mit dem Titel "Kapitalismus per Kettenbrief", der auf einem Artikel aus der Wochenzeitung "Die Zeit" aus dem Jahre 2003 entliehen ist, Debitismus pur á la dottore. Wie wir wissen, ist Schmidt Mitherausgeber der Zeitung, und sollte damit über die publizierten Inhalte einen maßgeblichen Einfluss haben. Ist Schmidt insgeheim ein Debitist, der den Untergang des kreditbasierenden Kapitalismus voraussieht?
Nehmen wir einmal an, die Eliten wissen doch mehr, als sie öffentlich bekennen, warum wurden dann keine Korrekturen für eine weiche Landung eingeleitet?
Welche Mächte und Interessen sind im Spiel? Wir wissen es nicht, sondern können allenfalls Vermutungen darüber anstellen.

Wenn es also auf einen Crash der Finanzmärkte hinausläuft, warum wird dann alles daran gesetzt, den Aufprall so hart wie möglich zu gestalten? Konzerne lagern wichtige Bereiche ihres Unternehmens im Namen der Globalisierung aus, BU's, über den Globus verteilt. Eine Verflechtung, die eine Überlebensfähigkeit außerhalb der globalen Zusammenarbeit erst gar nicht mehr ermöglicht. Ein Organismus, deren einzelne Organe quer über die Welt verstreut sind, jedes alleine nicht fähig, um für sich zu überleben? Grenzenlose Dummheit oder Kalkül?
Wir wissen es nicht, und müssen daher mit allem rechnen. Das Potenzial zum kapitalistischen Overkill ist vorhanden, nicht aber die Ressourcen, die für das Erreichen des vorgegeben Ziels vonnöten wären.
Der Krimi geht weiter, und es bleibt spannend. Haben Sie schon einen Tipp, wer die Opfer sind? Scheißspiel, nicht wahr? Denn wir selbst könnten sein!

4. März 2008
Eine kurze Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse:
ESAD freut sich über den milliardenschweren Rüstungsauftrag aus den USA, ich frage mich nur, womit die bezahlen wollen. Der Eurokurs hat mittlerweile die 1,50 Marke überschritten. Mal abwarten, ob der Deal nicht doch noch platzt, zwischenzeitlich gibt es auch Proteste im eigen Land. Nix dagegen! Sollen die das Zeug doch von Boing bauen lassen und den dortigen Arbeitsmarkt beflügeln. Dass damit das Finanzierungsproblem noch lange nicht gelöst ist, steht auf einem anderen Blatt.

Erstaunlich auch die neue Offenheit in der Mainstreampresse.
So spricht Capital in dem Artikel "Die Sünden der Eurobanker" das Problem der Refinanzierung spanischer Banken mit verbrieften Hypothekenkrediten offen an. In dieser Deutlichkeit war das bislang nicht ausgesprochen worden, abgesehen von Kollegen Eichelburg auf seiner hartgeld.com.

Die Bild wettert online über die hohe Abgabelast mit "So raubt uns der Staat aus".
Wenig informativ, aber es macht Stimmung. Dazu passen natürlich auch die Streiks im öffentlichen Dienst. Endlich glaubt man die Inflationslügen nicht mehr und fordert einen Ausgleich.
Auf der anderen Seite gibt es natürlich Kräfte, die uns die jüngste Teuerung bei den Lebensmitteln anders verkaufen möchte. Die Chinesen zum Beispiel, die mit ihrem neuen Reichtum jetzt auch lieber Brot statt Reis essen. Halbe Wahrheiten sind auch halbe Lügen. Natürlich ist es schwierig, den Anteil von Inflation bzw. der gestiegenen Nachfrage einer Teuerung zuzurechnen. Fakt ist jedoch, dass die Teuerung bei Lebensmitteln und Energie zu einem erheblichen Teil auch durch die hemmungslose Geldmengenvermehrung bedingt ist. Wenn die Nachfrage steigt, so hat das auch mit der Geldmenge zu tun. Nachgefragt wird nämlich mit Geld.

Noch zum Silber: Wenn die Meldungen mit den vorangegangenen Leerverkäufen stimmen, könnte der Silberpreis demnächst überproportional zulegen. Das Ag/Au Verhältnis hat sich in den letzten Tagen ohnehin schon Richtung mehr "Normalität" bewegt. 30:1 läge durchaus in einer denkbaren Größenordnung. In historischen Zeiten hatten wir auch schon 15:1, aber soweit muss es ja nicht kommen.

Zum Edelmetall allgemein:
Ich sehe nach wie vor ein gewaltiges Potenzial. Ich werde in letzter Zeit oft gefragt, ob es sich bei dem gegenwärtigen Niveau noch für einen Einstiegt lohnt.
Leute, warum seid Ihr nicht schon vorher eingestiegen. Mitte Dezember hatte ich noch eine deutliche Empfehlung dafür ausgesprochen. In der gegenwärtigen Situation mache ich das aus folgendem Grund nicht: Ich halte eine nochmalige und kurzfristige Korrektur für wahrscheinlich, würde darauf aber nicht unbedingt wetten. Wenn es nur darum geht, auf gegenwärtig hohem Kursniveau nachzukaufen, warum nicht? Da man in dieser Situation bereits in den Genuss der "günstigen" Einstandspreise gekommen ist, kann man auch einen kleinen Einbruch gut verkraften. Wem seine Absicherung wichtig ist, sollte sich momentan keine Gedanken mehr über das "richtige" Timing machen. Die Hauptsache ist, raus aus dem Papier, rein in reale Sachwerte, nicht Zertifikate oder anderer Mist, der nur auf dem Papier steht. Behalten Sie im Hinterkopf, dass auch Ihre Bank (wenn richtig bilanziert) bereits Pleite sein könnte.
Und wenn es rauskommt, ist es bereits zu spät.

29. Februar 2008
Funktioniert der "Goldstandard" nicht schon momentan?

Früher war es so, dass Handelsbilanzdefizite in Gold ausgeglichen werden mussten. Exportnationen verzeichneten also einen Zustrom von Gold, aus Staaten, die "über ihre Verhältnisse" lebten, floss Gold ab.
Was können wir heute beobachten. Der Dollar hat sein Vertrauen als Weltleitwährung verloren, er wird bereits "schonend" abverkauft. Es darf angenommen werden, dass das Gold der westlichen ZBs zum Teil sukzessive in der arabischen Welt, Asien, Russland und auch Indien landet. Ein Teil wird zunehmend auch vom Big Money absorbiert, die zahlreichen Kleinanleger spielen dabei kaum eine Rolle.
Deutschland und der Schweiz müsste, aufgrund Ihrer starken Außenhandelsbilanz, eigentlich eher Gold zufließen. Die massiven Goldverkäufe, besonders die der Schweiz, machen daher keinen Sinn. Ich unterstelle hier einfach einmal, dass die freiwerdende Goldmenge größtenteils mit Dollars aufgekauft wird. Es findet also eine Umschichtung von (unserem) westlichen Zentralbankgold gegen die bekannten grünen Papierfetzen statt. Soviel Gold können die ZBs gar nicht auf den Markt werfen, dass es gegen die sogenannten "Währungsreserven" nicht gleich wieder absorbiert werden könnte.
Das Gold alleine reicht dafür hinten und vorne nicht aus. Und damit kommt es zum weiteren Ausverkauf von im Kern gesunder Volkswirtschaften.
Mir fällt das Stickwort "Sippenhaftung" dazu ein, Sie wissen schon, was ich meine!

Warum bauen erfolgreiche Konzerne wie BMW jetzt massiv Arbeitsplätze ab?
Weil die den Braten gerochen haben! Einer der Hauptklientel wird in Zukunft wegfallen. Eine Marge von 25% wird angestrebt, warum denn wohl? Was in den Augen der Normalsterblichen als anmaßende Gewinnsucht interpretiert wird, ist bei näherer Betrachtung Überlebensstrategie. Von den nominal 25% bleiben real, nach Abzug der Inflation, nicht mehr allzu viel übrig. Der BMW-Vorstand weiß also ganz genau wie hoch die Inflation tatsächlich ist, und lässt sich nicht durch den CPI hinters Licht führen. Und offensichtlich ist die Inflationserwartung für die Zukunft gewaltig.
25% Marge minus 20% Inflation, da ist die reale Gewinnerwartung wirklich nicht überzogen, nur das Volk hat es eben noch nicht kapiert.
Auch wenn die Gewerkschaften "satte" 5% mehr an Löhnen durchsetzen sollten, wäre das im Vergleich zur vorhergehenden Überlegung ein reales Minus von 15%!!!

Ich möchte an dieser Stelle wirklich keine Lanze für den genannten Autokonzern brechen, doch ich möchte deutlich zum Ausdruck bringen, wer die Hauptschuldigen an unserer Misere sind. Nein, ich werde die Schuldigen hier nicht explizit benennen, denn das wissen Sie ja bereits selbst, außerdem wäre es politisch unkorrekt, das offen auszusprechen.

Die Bundesagentur für Arbeit meldet erfreuliche Daten für den Arbeitsmarkt. Kein Grund zur Sorge? Erstens war der Arbeitsmarkt noch nie ein vorlaufender Indikator für die Konjunktur, zweitens "vertraue ich keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe", um das berühmte Zitat zu verwenden.

Bei all den Ausblicken, dennoch ein schönes Wochenende.

27. Februar 2008
Nachgerechnet

Auf jeden vollerwerbstätigen Bundesbürger kommen mehr als 50.000 € Staatsschulden. Bei einer angenommenen Verzinsung von 5% p.a. sind das 210 € im Monat, die jeder Erwerbsbürger an die Halter von staatlichen Rentenpapieren berappen muss, und der größte Teil davon wird von ausländischen Investoren gehalten. Ich gehe davon aus, dass der der durchschnittliche Erwerbstätige in Deutschland keine 200 € Zinseinkünfte im Monat erwirtschaftet. Und falls doch, so wäre das bei der gegenwärtigen Geldmengenausweitung ohnehin eine real negative Verzinsung. Von diesem scheinbaren Gewinn sind dann nochmals Steuern abzuführen. Falls da doch jemand auf die Idee kommt, alle "Steuersparpotenziale" auszuschöpfen, fragt sich dann doch, wer bei diesem Spiel der wahre Betrüger ist? Moralisch gesehen, jedenfalls...



26. Februar 2008
Medien-Murks

Heute Morgen berichtet die Sprecherin in B5 aktuell, dass ich das Parlament in einer Sitzung mit der Grundschuld-Debatte auseinandersetzt. Hintergrund sei, dass die Finanzierungskredite von einigen Banken weiterverkauft worden seinen, und die neuen Eigner eine vorzeitige Rückzahlung der Kredite fordern.
Dummheit, Schludrigkeit oder bewusste Verharmlosung des Problems?
Es geht nicht (alleine) um die vorzeitige Rückzahlung, sondern um die Vollstreckung der über die volle Grundschuldhöhe, die teilweise das mehrfache der Restschuldenhöhe beträgt. Geschriebenes Recht, auf kriminelle Weise durch die Banken missbraucht!
Die FTP schreibt: "Reiche zahlen Löwenanteil der Steuern"

Link: http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Reiche%20L%F6wenanteil%20Steuern/322408.html
Zitat: "Auf das oberste Zehntel der Einkommensbezieher entfällt mit 55 Prozent mehr als die Hälfte des gesamten Steueraufkommens."
Weiter unten im Text ist jedoch nur von der Einkommenssteuer die Rede.


Dazu eine etwas ältere Grafik aus 2005 (leider nicht die Originalgrafik, wegen Copyright etc.), aus der hervorgeht, dass die Einkommenssteuer nur einen kleinen Bruchteil der Steuereinnahmen darstellt. Dei meisten "Einkommensbezieher" sind gar nicht einkommensteuerpflichtig sondern zahlen Lohnsteuer!


Der Staat muss sich zwangsläufig den Löwenanteil der Steuereinnahmen über die Masse (Mittelschicht) sichern, daher ist die oben gemachte Aussage mehr als nur unplausibel. Wo ist der Unterschied zwischen Manipulation (durch unzulässige Aufbereitung von primär wahren Daten) und der offenen Lüge?
Beide sollen die Öffentlichkeit hinters Licht führen!

Das Problem an der Sache ist, dass wir in unserer informationsüberfluteten Welt kaum mehr die Zeit haben, alle Nachrichten und Meldungen zu hinterfragen. Die logische Konsequenz müsste sein, alle Meldungen und Nachrichten, die wir aufnehmen, aber nicht die Zeit haben, sie zu hinterfragen, ganz schnell wieder zu vergessen.
Wie soll das aber funktionieren?

24. Februar 2008
Heute einmal nichts über Geld, Gold oder Wirtschaft. Wegen allgemeinen Interesse...
Linux im Portemonnaie - Angebot an alle Hartgeld-Club Mitglieder!
Schnell mal unter Linux ohne Risiko im Internet surfen?
E-Mails bearbeiten, mit Office-Programmen arbeiten?
Alles, was Sie dazu brauchen ist ein kleiner Speicherchip, und einen nicht allzu alten Hostrechner.
Sie booten direkt vom Chip über einen USB-Anschluss, das Dateisystem auf dem Gastrechner bleibt dabei vollkommen unberührt. Sie können surfen, downloaden, Dateien anlegen und verändern. Die Gefahr, dabei Viren und Schädlinge einzufangen, ist sehr unwahrscheinlich. Damit können Sie auch ruhigen Gewissens an einem fremden Gastsystem arbeiten, soweit jemand Ihnen seinen Computer kurzfristig zur Verfügung stellt.

21. Februar 2008
Gestern Abend wurde ich wegen einer IT-Beratung angesprochen. Es sollen gleich mehrere neue Geräte (privat) angeschafft werden. Ein wenig über die Hintergründe nachgehakt, und ich erfuhr, dass die kommende Abgeltungssteuer das eigentliche Thema ist. Man schichtet das Vermögen um, z.B. in Fonds, ein Teil davon geht auch in den Konsum. Alles nur wegen dieser Abgeltungssteuer?
Ob den Edelmetall als Investment mit berücksichtigt wäre, fragte ich.
Antwort: Warum denn Edelmetalle, darauf gibt es doch keine Zinsen!
(PS.: Das kam von jemanden, der das Bankengeschäft "gelernt" hatte)
Keine weiteren Fragen! Natürlich habe ich auch zu diesem Thema "Aufklärung" angeboten. Die Leute müssen das ganze erst einmal verdauen und darüber nachdenken. Mal sehen, ob da von dieser Richtung noch etwas kommt, ich werde jedenfalls nicht nachhaken. Das bringt nichts, außer Unverständnis, soviel habe ich aus den letzten Jahren schon gelernt. Was mich dennoch wundert ist, dass nicht noch wesentlich mehr Leute aufgewacht sind. Seit Beginn der Bankenkrise im August 2007 wird ja sogar in der Systempresse darüber berichtet.

Übrigens: Der Goldpreis hat schon wieder neue Höhen erklommen. Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.

20. Februar 2008
Denn sie wissen nicht, was sie sagen.

Rechtsstaat, ade. Heute Morgen in Bayern 5, ein Interview mit unserem verehrten Minister Seehofer.

Dieser rechtfertigt in der Schache "Steuersünderjagd" das illegale Vorgehen bei der Beweisbeschaffung. Sinngemäß etwa so: Man müsse die Möglichkeit haben, durch solche Methoden den Verbrechern auf gleicher Augenhöhe zu begegnen.

Ein Rechtsstaat, auf gleicher Augenhöhe mit Verbrechen also?
Dann haben wir keinen Rechtsstaat mehr, sondern einen Verbrecherstaat.
Pack gegen Pack, auf gleicher Augenhöhe, das ist zum Kotzen!
Armes Deutschland, wie tief bist du (wieder) gesunken. Ich dachte, wir hätten die dunklen Kapitel unserer Geschichte bereits hinter uns gelassen. Fängt das nun wieder an?
Wird der Bürger nicht zur Bekennung auf die rechtsstaatliche Ordnung und die Achtung der verfassungsmäßig garantierten Grundrechte eingeschworen?
Wenn wir unseren Auftrag ernst nehmen würden, so müssten wir uns schon lange zur Wehr gesetzt haben. Auch gegen einige Kräfte, die in der Regierung sitzen.
Entweder wir nehmen die Sache Ernst, oder wir können das ganze Rechtstaatsprinzip gleich über Bord kippen. In welchem Staat werden Freiheitsrechte noch ernst genommen? Vielleicht müssen wir tatsächlich noch über eine Exit-Lösung nachdenken…


In Süd-China wird die Arbeit bereits zu teuer!
Interessanter Artikel aus der Schweiz, hätte nicht gedacht, dass das sooo schnell geht.
Aber es bestätigt meine Ansicht, dass sich
Ungleichgewichte langfristig einfach ausgleichen müssen. Die Kunst bei dieser Art von Vorhersage ist lediglich das richtige Timing!

19. Februar 2008
Zumwinkels Märchenstunde
Peinlicher Patzer bei der Post: Ausgerechnet in der aktuellen Ausgabe der Mitarbeiterzeitung doziert der geschasste Post-Chef Zumwinkel über die Vorbildfunktion von Führungskräften. Diese müssten Werte vorleben, ihre Qualität erkenne man erst in der Krise.
(Schlagzeilen, heute in Spiegel online)


Ich kenne Herrn Zumwinkel nicht, und kann mir deshalb über seine moralische Integrität keinerlei Urteil erlauben. Er hat offensichtlich Steuern hinterzogen. Sich der Verantwortung gegenüber dem Gemeinwohl zu entziehen ist asozial, keine Frage. Aber kennen wir die Motive von Herrn Zumwinkel. Als Chef eines DAX-Konzerns sollte er eine Ahnung von Wirtschaft haben. Steuern zu bezahlen bedeutet, sich seiner Verantwortung gegenüber der Gesellschaft zu stellen. Wirklich?
Wenn ich Steuern bezahle, möchte ich das in der Gewissheit tun, damit eine sinnvolle Investition zum Wohl der Gesellschaft (ja, Gesellschaft, nicht dem Staatsapparat) zu tätigen. Dienen die Steuereinnahmen zum Wohl unsrer Gesellschaft? Wenn ich mir die Geschichten mit den Banken so ansehe, wo Milliarden an Steuergeldern regelrecht versenkt werden, habe ich so meine Zweifel.
Der böse Zumwinkel hinterzieht eine Million. Für den Rentner oder Arbeiter eine ungeheuerliche Summe. Verabscheuungswürdig, nicht wahr! Unsere Regierung hingegen versenkt Milliarden! Sie richtet einen Schaden an, wozu es ein paar tausend Zumwinkels bedarf. Welche Verantwortung zeigt die Regierung gegenüber der Gesellschaft?
Wenn Zumwinkel etwas von Wirtschaft versteht, würde er dann in einen maroden Betrieb investieren, der keine Chance mehr auf Rettung hat. Würden Sie das Geld zum Fenster hinauswerfen, wenn Sie einen Funken von Verantwortungsgefühl haben?
Unser Staat ist, würde man die Maßstäbe für Unternehmens anlegen, insolvent.
Ich kenne die Motive von Herrn Zumwinkel nicht. Mag sein, dass die ganze Aktion auch nur der schnöden Selbstbereicherung dienen sollte. Unsere Politiker jedoch verbraten unsere Leistung größtenteils zu deren eigenen Machterhaltung.
Was ist da verwerflicher?
Man kann die Sache mit der Steuerhinterziehung auch einmal von der anderen Seite her betrachten: Ich, als "gezwungenermaßen" ehrlicher Steuerzahler leiste Beihilfe zur Konkursverschleppung, moralisch jedenfalls.
Herr Zumwinkel, ich sollte mich was schämen!

18. Februar 2008
Platin auf neuem Rekordhoch
Wer letztes Jahr auf Platin gesetzt hat, ist nicht schlecht gefahren. Trotz der 19% MwSt.!
Jetzt lieber Platin kaufen? Eher nicht, denn die auf Platin fällige Steuer muss erst einmal wieder hereingeholt werden. Dazu müsste Platin noch einmal dem Gold davonlaufen, das ist unwahrscheinlich.

Affäre Zumwinkel: Die Sache stinkt zum Himmel!
Die "Beweise" besorgt der Geheimdienst ??? Wo leben wir denn?
Unerwartete Razzia und Verhaftung des Postchefs wegen Verdunklungsgefahr, die anderen "auf der Liste" sind nun aber vorgewarnt und können verdunkeln? Wie passt das zusammen?
Der Hinweis mit der möglichen Selbstanzeige, Bluff oder Gnade? Ich bin gespannt, ob der Öffentlichkeit noch weitere Promis vorgeführt werden, ich wette nicht!
Zumwinkel wurde geschlachtet, aber nicht wegen der lächerlichen Steuerhinterziehung. Da steckt etwas anderes dahinter!
Natürlich will der Fiskus auch Kohle sehen, dazu wäre diese Inszenierung allerdings nicht notwendig gewesen. BRD: Bananenrepublik Deutschland! Der Rechtsstaat rückt allmählich in weite Ferne. Das ganze sollte uns zu denken geben.


14. Februar 2008
Die Welt online berichtet "Privatanleger verschmähen Aktien" und weiter im Text: An den fonds führt für Anleger kein Weg vorbei. Wegen der Abgeltungssteuer.

Tja, an Edelmetalle denken die wohl nicht? Wir aber schon!
"Preise für Lebensmittel schießen in die Höhe" - Stärkste Teuerung seit 26 Jahren!
Surprise -surprise! IHK-Bank soll auf jeden Fall gerettet werden, ein Fallen hätte fatale psychologische Auswirkungen. Mit Steuergeldern natürlich!
Wird Zeit, den Bundesadler gegen den Pleitegeier auszutauschen!

Die Zukunft lässt sich natürlich nicht voraussehen, mit Hilfe des gesunden Menschenverstands lassen sich jedoch viele falsche Versprechen als nicht haltbar entlarven. Ich habe vom Bankenwesen keine große Ahnung, das ist ja auch nicht mein Job. Ich habe auch die Bankenkrise im August nicht vorhergesagt. Aber mir war von Anfang an klar, dass die Banken etliche, nicht einbringliche Forderungen in ihren Büchern stehen hatten. (Bereits in 2006 auf www.hartgeld.com gepostet). Ich hatte damals auch noch keine Ahnung, wie und durch welche Tricks diese Finanzleichen versteckt wurden, hier hat erst Walter Eichelburg für Aufklärung gesorgt.
Was ich damit ausdrücken will: Es ist nicht so wichtig, alle Details zu durchblicken, sondern zu überlegen, ob die Dinge zusammenpassen! Seit Jahren haben sich die Finanzvermögenswerte bis in unvorstellbaren Mengen aufgetürmt, ohne dass die Realwirtschaft bei diesem Tempo mitgehalten hat. Von nichts kommt nichts, das ist eine alte Binsenweisheit. Woher, bitte, sollten diese Vermögenswerte herkommen, wenn nicht irgendwelcher Mist mit bilanziert gewesen wären? Das passt einfach nicht zusammen! Um das zu verstehen, muss man wahrlich kein Finanzexperte sein.
Das die Banken oder die Institutionen, wo der Schrott abgeladen wurde, irgendwann diese faulen Forderungen aus den Büchern streichen müssen, ist ebenso die logische Konsequenz. Die Frage war nur, wann fliegt der ganze Schwindel auf? Wie lange kann man die Leichen im Keller verstecken. Im August war es dann soweit, die Hypothekenkrise hat den Stein ins Rollen gebracht.
Was folgte war eine Wertberichtigung und Abschreibung in Salamischeibentaktik.
Das kann's aber nicht gewesen sein. Was an bislang an Vermögen vernichtet wurde, ist nur ein Bruchteil der aufgetürmten Scheinwerte. Etwas Druck wurde vielleicht abgelassen, so dass das System noch einen Zeitaufschub erhält, aber es wird mit Sicherheit nicht aufgeräumt. Die noch verblieben Leichen werden exhumiert und umgebettet, in der Hoffnung, dass sie keiner finden wird.
Das ist wie im Krimi, der Kommissar kann den Mörder erst dann überführen, wenn die Leiche gefunden wurde, auch wenn ihm sein Instinkt den Mörder bereits vorher verrät.
Und, ist jemand von Ihnen wirklich von den steigenden Lebensmittelpreisen überrascht? Ich nicht! Jahrzehnte lang wurden die Preise durch Subventionen verzerrt und manipuliert. Ungleichgewichte können zwar lange aufrechterhalten werden, aber nicht ewig. Eines Tages landet alles wieder auf dem Boden der Tatsachen, manchmal auch im Sturzflug! Haben Sie sich die Sicherheitsgurte angelegt?

12. Februar 2008
Jetzt ist es endlich auch offiziell. Für dieses Jahr werden Steuermindereinnahmen in Milliardenhöhe erwartet.
Überraschung? Wir haben das an dieser Stelle bereits im letzten Jahr gepostet, dass Steinbrücks Strohfeuer sich so nicht wiederholen lässt.
Was kommt als nächstes? Dich wieder kräftig neuverschulden? Oder die wenigen Leistungsträger in unserer Republik (35% der Bevölkerung muss für den ganzen Kram aufkommen - www.miprox.de/news) noch weiter das Blut aussaugen?

Es gibt nur wenig legale Möglichkeiten, dem zu entkommen. Eine davon heißt Konsumverzicht! Für das Geld könnt ihr etwas kaufen, worauf keine 19% Mehrwertsteuer erhoben werden. Wenn ihr euch eine kleine Unze Krügerrand zulegt, gehen dem Fiskus ganze 125,- Euro durch die Lappen ;-)
Je eher der Crash, desto besser. Nicht dass ich mir einen Crash herbeiwünsche, aber er ist sowieso unvermeidlich.

Wollen wir damit abwarten, bis unser Land total de-industrialisiert ist? Es wird behauptet, dass wir den (fragwürdigen) Titel des Exportweltmeisters zum letzten Mal geholt haben. Nach einem globalen Crash wird es unausgeglichene Handelsbilanzen für lange Zeit nicht mehr geben.
Im Ernst, es werden harte Jahre, aber wir haben gute Chancen, die Durststrecke in einigen Jahren überwunden zu haben. Wenn die Industrie erst einmal abgewandert ist, wird es nach einem Crash ungleich länger dauern, um wieder auf die Beine zu kommen. Wir (DACH-Staaten und einige Nordlichter) haben gegenüber den USA hier einen eindeutigen Vorteil. Nun rächt sich die angelsächsische Philosophie, den augenblicklichen Gewinn zu maximieren und ein nachhaltiges Wirtschaften vollkommen außer Acht zu lassen.

Die Diskussion geht weiter:
Fortsetzung des Leserbriefs vom 11. Februar


vielen Dank für Ihre Antwort.
Sie weisen zu Recht darauf hin, dass bei materiell gedecktem Geld
eine Vorleistung erbracht werden muss.
In einer wachsenden Wirtschaft ergibt sich aber gerade daraus ein
Problem:
Möglichkeit 1: Die Geldmenge wächst gar nicht -- dann haben Sie ein
steigendes Güterangebot bei konstanter Geldmenge: Deflation. Die
Güter werden immer billiger! Das beste, was Sie dann mit Ihrem Geld
oder Gold machen können, ist die Aufbewahrung unter dem Kopfkissen.
Sie bekommen dann praktisch Zinsen, ohne das Geld anzulegen. Der
Geldkreislauf wird austrocknen bzw. irgendeine Ersatzwährung in Form
von Schuldverschreibungen wird die Funktion des Geldes übernehmen.
Dann haben Sie wieder das ungedeckte Papiergeld, das Sie ursprünglich
vermeiden wollten.

Möglichkeit 2: Geldmenge und materielle Deckung werden synchron
erhöht, um Deflation zu vermeiden. Dadurch ergeben sich neue
Probleme: Wenn die Deckung einen Sinn haben soll, muss der
Arbeitsaufwand für die Goldförderung in etwa dem Arbeitsaufwand für
die Güter entsprechen, die mit dem goldgedeckten Geld erworben werden
können. Wenn die Wirtschaft wächst, bedeutet dies, dass Sie für das
Wachstum zwei Mal arbeiten müssen: Einmal, um die zusätzliche
Produktion herzustellen, einmal, um das zusätzliche Gold zu fördern.
Sie haben dann aber immer noch das Problem, dass die
Goldfördertechnik langfristig weniger Produktivitätspotential bietet
als die sonstige Güterproduktion. Das heisst, dass auf Dauer der
relative Arbeitsaufwand für die Goldförderung immer größer wird, wenn
Sie Deflation umgehen wollen. Letztlich müssen Sie in der
Goldförderung Arbeitskraft vernichten, um gegen das
Wirtschaftswachstum den realen Wert Ihrer goldgedeckten Währung
niedrig zu halten. Das kann kein sinnvolles System sein.

Aber nicht nur in einer langfristig wachsenden, auch in einer
kurzfristig schrumpfenden Wirtschaft haben Sie ein Problem mit
materiell gedecktem Geld:
Da Sie das einmal geförderte Gold nicht wieder vernichten können bzw.
wollen, können Sie effektiv die Geldmenge gar nicht mehr reduzieren
(weil die Gleichung Geld=Gold in beide Richtungen gilt). Sie werden
bei einem Produktionsrückgang also sofort Inflation bekommen, ohne
etwas dagegen unternehmen zu können. Ungedämpfte Preisschwankungen
führen nicht nur zu unerwünschtem Verbraucherverhalten (Hamsterkäufe,
Panikreaktionen), sie machen auch Investitionsentscheidungen
riskanter und erschweren Renditeberechnung und Zinsbestimmung. Sie
haben letztlich ein nichtlinear rückgekoppeltes, ungedämpftes System,
das sich jederzeit in die Selbstzerstörung aufschaukeln kann.

Mit einer ungedeckten Währung haben Sie also folgende Vorteile:
1) Regelbarkeit der Geldmenge mit (fast) beliebiger
Reaktionsgeschwindigkeit ohne Vernichtung von Arbeitskraft,
2) Ermöglichung einer stets positiven Inflationsrate
(Investitionsanreiz, Vermeidung des nichtlinearen Nulldurchgangs),
3) Stabilisierung von Preisen und Zinsen (Rückkopplungsdämpfung durch
Regelung der Geldmenge).


Antwort:
Es freut mich zu sehen, dass es Leute gibt, die sich ernsthaft in dieser Sache auseinandersetzen.

Wie Sie erwähnen, ein Goldstandard bringt auch Probleme mit sich. Ich habe nie etwas gegenteilges behauptet. Sie setzen bereits im ersten Absatz eine "wachsende Wirtschaft" voraus.
Ich habe in meinen frühen Artikeln auf hartgeld.com darauf hingewiesen, dass in einer Mangelgesellschaft ein Kreditgeldsystem zunächst sehr effektiv Wachstumspotenziale eröffnet. Das funktioniert jedoch nur solange der Mangel besteht. Die Aktivitäten in der Wirtschaft werden diese Mängel zunehmend beheben. Es tritt eine Phase der Sättigung ein. Nun wird ein Kreditgeldsystem langsam problematisch, denn es benötigt zum Überleben das Wachstum.


Wenn im Wesentlichen alle Grundbedürfnisse befriedigt worden sind, müssen durch gezieltes Marketing neue Bedürfnisse hervorgerufen werden. Aber irgendwann läuft sich auch dieser Effekt tot. Es gibt in der Natur kein ewiges und exponentielles Wachstum. Ich behaupte sogar, dass wir in unserer gesättigten Gesellschaft in den letzten Jahren überhaupt kein reales Wachstum mehr gehabt haben. Es war Scheinwachstum, das mehr Wohlstand vorgegaukelt hat, als tatsächlich vorhanden. Das mit dem steigenden Güterangebot, oderbesser, Güterbedarf, halte ich für nicht existent. Es ist vielmehr so, dass bestehende Güter immer schneller gegen neue ausgetauscht werden. Das ist keine Mehrung des Wohlstands sondern eine Vergeudung von unseren, ohnehin knappen, Ressourcen. Peak Oil lässt grüßen! Ein solches Wachstum ist für mich mehr als fragwürdig.

Natürlich werden Produkte billiger, wenn der Markt damit überschwemmt wird. Das ist ein Regulativ, damit nicht noch mehr und zuviel davon produziert wird. Das passiert mit technischen Produkten doch heute auch schon, obwohl wir keine Deflation haben.
Teuerung oder Verbilligung sind nicht mit Inflation oder Deflation gleichzusetzen.
Eine Erhöhung der Kaufkraft hat ebenso nichts mit einer Verzinsung zu tun.

Damit eine Realwirtschaft funktioniert, muss nicht zwangsläufig die Geldmenge erhöht werden.
Wir sehen heute, dass für die Abwicklung der Realwirtschaft nur ein Bruchteil des Geldes benötigt wird, wogegen die Finanzwirtschaft im gleichen Zeitraum Potenzen höher bewegt.

Selbst bei einem 100%igen Goldstandard müssen Gütermenge und Geldmenge nicht synchron laufen. Unser System hat vielmehr dazu geführt, dass Güter ohne Bedarf produziert worden sind, und die Wertbeimessung in Geldeinheiten jede vernünftige Relation hinter sich gelassen hat.
Als Beispiel hierfür sehen Sie die Immobilienkrise in USA und in Spanien.
Das Argument mit überflüssigen Gold=Geld, das nicht mehr vernichtet werden kann, und dann eine Inflation hervorruft: Wurde schon vorher beantwortet, Teuerung ist nicht gleich Inflation!

Mit der ungedeckten Fiat-Währung kann man also die Geldmenge regeln?
Stimmt, aber nur, wenn das System nicht allgemein überschuldet ist. Und Fiat Money führt gerade und zwangsläufig zu dieser allgemeinen Überschuldung.
Welche Möglichkeiten die FED (und auch andere Zentralbanken) zur Geldmengensteuerung haben, erleben Sie ja gerade live.


Ich könnte das ganze endlos fortsetzen, aber es würde den Rahmen sprengen. Im Übrigen sind derartige Diskussionen bereits an anderer Stelle gelaufen, wir müssen das nicht wiederholen.
Hier ein Link auf den Goldseiten, Diskussion über den Goldstandard von Martin Siegel.
Nochmals ein Hinweis: Ich bin kein absoluter Verfechter eines Goldstandards, sehe jedoch eine Notwendigkeit für einen Währungsanker. Und da ist Gold immer noch besser als Fiat!

11. Februar 2008
Heute als Kommentar ein Leserbrief sowie die Antwort darauf.
Ich denke, dass das auch von allgemeinem Interesse ist.

Ihren Beitrag zur Geldfunktion auf www.hartgeld.com habe ich mit
Interesse gelesen und teile die darin vertretenen Sichtweisen im
Wesentlichen.
In einem Punkt aber verstehe ich Ihre Argumentation nicht: Was würde
sich denn ändern, wenn das Geld eine "materielle" Basis hätte, so wie
die von Ihnen angeführte Golddeckung? Gold ist, über seinen
beschränkten materiellen Nutzwert in der Technik hinaus, doch ebenso
wertlos wie das bedruckte Papier, dessen Wert es decken soll?


Gold ist aufgrund seines geringen Vorkommens ein Luxusgut.
Ferner wären seine technischen Einsatzmöglichkeiten sehr viel vielfältiger (Reflektorenbeschichtung für UV-Strahler etc.), als es allgemein bekannt ist.
Die Golddeckung ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, Geld durch Material zu decken. Es gab in der Geschichte auch andere Formen von Naturalgeld bzw. von Tauschmitteln. Gold oder Silber hat als Geld bislang die längste Tradition gehabt, bis es als Zahlungsmittel abgesetzt wurde. Edelmetalle "verrotten" nicht, und sind so als Speicher für geleistete Arbeit grundsätzlich gut geeignet.

Natürlich haben Sie recht, dass es zunächst einmal einen allgemeinen Konsens geben muss, um Metall als Zahlungsmittel zu akzeptieren.
Das hat bereits ein paar tausend Jahre funktioniert.

Im Prinzip ist das Zahlungsmittel "Kreditgeld" denkbar. Das funktioniert jedoch nur, wenn alle Menschen Idealisten wären.

Unser Kreditgeld kommt zunächst ohne (Vor-) Leistung in Umlauf und ist im Prinzip nichts anders als ein Schuldschein. Um das System am Laufen zu halten, muss die Leistung im nachhinein erfolgen, und das konsequent. Diese Konsequenz ist jedoch nicht gegeben.
Das System wird missbraucht. Zins wurde von jeher immer nur bei Krediten gefordert, bei denen eine Vorleistung des Gläubigers verbunden war. Unser Geld kommt jedoch zunächst ohne Vorleistung in den Kreislauf, weshalb sich ein Zins darauf eigentlich verbietet.
Die ZB- Zinssätze sind deshalb auch eher als Steuer zu sehen, die Geschäftsbanken reichen diese Kosten, plus einer Bearbeitungsgebühr weiter.

Wenn Sie z.B. Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit erhalten, müssen Sie selbstverständlich für das Geld etwas leisten. Sie haben das Geld nicht leistungslos erhalten, folglich erwarten Sie eine Risikoprämie, wenn Sie das Geld anlegen. Das ändert jedoch nicht an der Tatsache, das dieses Geld leistungslos in den Kreislauf gekommen ist.
Immer dann, wenn Sie Geld (auch elektronisch) akzeptieren, gewähren Sie eigentlich einen Kredit gegenüber demjenigen, der Ihnen das Geld gegeben hat. Das Spiel geht solange weiter, bis sich der Kreis geschlossen hat, und das Geld wieder bei der Bank landet. Kreditgeld ist nach seinem Naturell nach deshalb nicht zum Sparen geeignet, ein Sparzins bei Einlagen durch nichts begründet.

Bei materialgedecktem Geld muss eine Vorleistung erbracht werden.
Wenn Sie Ihre Arbeit durch gedecktes Geld vergüten lassen, tauschen Sie Leistung gegen Leistung, nicht Leistung gegen Kredit.
Unser Geldsystem ist insofern Betrug, weil die Bürger nicht über das Wesen des Geldes aufgeklärt werden.

Nicht die Banken gewähren den Kredit, sondern alle Empfänger, die nicht Erstbezieher des neu geschaffenen Geldes sind.
Das Kreditrisiko verbleibt also ausschließlich beim Empfänger.
Das Eigenkapital der Banken reicht für den Fall der Fälle hinten und vorne nicht, um die Ansprüche der Gläubiger zu befriedigen.

Gedecktes Geld alleine löst nicht alle Probleme, es ist jedoch transparenter und schränkt die Missbrauchs- und Manipulationsmöglichkeiten ein.

8. Februar 2008
Momentan kommen wieder vermehrt Anfragen (und daraus entstehen Diskussionen) über unser monetäres System. Man kann keine vernünftigen Anlageentscheidungen treffen, solange man die Funktionsweise unseres "modernen" Geldes nicht verstanden hat.
Unter der Rubrik "Texte" sind einige Titel, die sich um eine allgemein verständliche Darstellung bemühen. Auch auf www.zeitenwende.ch oder www.miprox.de wird versucht, das Thema allgemeinverständlich rüberzubringen. Bitte lest euch zunächst einmal ein, denn vorher macht es keinen Sinn, darüber zu debattieren.
O.K. Gold- und Silber- Investments kommen langsam in Mode, nachdem ja nun auch am Aktienmarkt die Bullenstimmung dahin ist. Also raus aus den Aktien, um auf der Edelmetallhausse weiterhin mitzumischen. Oder beim Papier bleiben, und dafür gegen den Index wetten. Es ist immer wieder dasselbe. Die Bezugsgröße bei all diesen Überlegungen ist und bleibt das Geld. Ausgerechnet Geld, einer Schimäre, die zu rein gar nichts einen Bezug hat, außer zu Schulden vielleicht.
Geld ist definitiv nicht das, wofür die meisten Menschen es halten. Dieses System ist der größte Bluff in der Geschichte der Menschheit, und für jeden, der einen einigermaßen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit besitzt, nichts als Betrug.
John Law oder Hjalmar Schacht waren im Vergleich dagegen die reinsten Amateure.
Diese (und die verlinkten) Seiten zeigen Wege auf, wie man diesem "legalisierten Betrug" zumindest teilweise entkommen kann. Alle machen mit, und hinterher hat keiner etwas davon gewusst. Das hatten wir doch schon einmal. Nur ist es diesmal global!

7. Februar 2008
Ratgeber?
Ich mag es eigentlich nicht, Ratschläge erteilen zu müssen.

Warum soll ich Entscheidungen treffen, für andere? Ich habe da, ganz einfach, meine eigene Philosophie:
Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich, und diese Verantwortung kann ihn auch niemand abnehmen. Egal, ob jemand seine Entscheidungen selber trifft, oder er (sie) von jemanden anderen treffen lässt. Die Konsequenzen muss letztlich jeder selbst tragen. Es scheint in unserer Gesellschaft ein weit verbreitetes Phänomen zu sein, keine Verantwortung tragen zu wollen. Wenn dann doch irgend etwas schief geht, dann bin ich ja nicht schuld, ich habe das ja nicht entschieden. So einfach ist es aber nicht.
Was ich gerne mache, ist, Informationen auszutauschen, damit jeder seine eigene Meinung, und seine eigenen Entscheidungen treffen kann.


"Soll ich jetzt noch Gold kaufen, wo doch der Preis schon so hoch geklettert ist?"
Was soll ich denn darauf antworten? (hypothetisch könnte ich antworten:) Aber natürlich, kauf Gold! Wenige Tage danach wirft irgendeine Institution wieder einmal zig Tonnen von dem Zeug auf den Markt, und der Preis sackt um 10% ab. "Das war keine gute Idee, die mit dem Goldkauf, ich habe innerhalb von einer Woche nun 10% verloren." Na, toll! Wäre ja tatsächlich besser gewesen, noch eine Woche mit dem Einstieg zu warten.
Genau diese Leute, die heute an der weiteren Entwicklung der Edelmetallpreise zweifeln, haben gestern noch an der ewigen Rallye der Aktienmärkte geglaubt.
Das ist doch schizoid, oder?


Mir ist es, ehrlich gesagt, schnurz-piep-egal, für was andere sich entscheiden, solange dabei meine Persönlichkeitsrechte nicht verletzt werden. Aber sie sollen dann bitte auch zu Ihren Entscheidungen stehen, und die Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen.
Es ist nicht meine Intension, anderen zu Profit und Reichtum zu verhelfen, sondern vor Schaden zu bewahren, der durch das nicht (mehr) gerechtfertigte Vertrauen in das System entstehen kann.
Wer nicht umdenken will, der ist auf dieser Webseite ohnehin fehl am Platz.
W. Eichelburg (www.hartgeld.com) bezeichnet Gold und Silber nicht umsonst auch als "Rettungsboote". Wenn Sie die Flut auf sich zukommen sehen, würden Sie dann warten, bis es die Rettungsringe im Sonderangebot gibt?
Vielleicht gibt es ja gar keine Flut? Wenn Sie da so sicher sind, wo ist denn da das Problem? Es ist Ihre Entscheidung, also stehen Sie dazu!

Update auf miprox.de/news:
Zahlen zur (Neu-) Kreditvergabe in Deutschland, gewissermaßen das "Aufschwungsbarometer". 2007 war hinsichtlich der Neuverschuldung zwar auf niedrigem Niveau, aber immerhin noch im positiven Trend.
Was hingegen die Laune drückt, seit etwa August haben sich die Richtlinien für die Kreditvergabe wieder verschärft.
Geld nachgefragt haben hauptsächlich die Unternehmen, vom privaten Sektor fehlt jeder Impuls, ebenso vom öffentlichen Haushalt.
Da wir 2007 absolut keine Steigerung bei der Inlandsnachfrage sehen konnten, muss der so genannte "Aufschwung" rein exportbedingt gewesen sein. Das wird auch aus den Zahlen in der Bundesbankstatistik ersichtlich. Wer möchte, kann dazu die Links bei miprox.de verfolgen.

Fassen wir zusammen: Die Kreditnachfrage (das, was das ganze System am Leben erhält) kommt quasi nur aus dem Unternehmenssektor. Der öffentliche Haushalt macht quasi keine neuen Schulden und quetscht dafür lieber seine Bürger aus. Denen bleibt nichts mehr übrig, und können deshalb nicht mehr so konsumieren, wie es erwünscht ist. Bankenkrise, Verschärfung der Kreditvergabe, Rezession in den USA.
Auch wenn Deutschland den Löwenanteil seiner Exporte nicht direkt in die USA verschippen, durch die internationale Verzahnung der Weltwirtschaft wird der Einbruch deutlich sein. Beding durch diesen Einbruch werden die Investitionen der Unternehmen bald rückläufig werden. Wer soll dann die so dringend benötigten "new credits" stemmen? Der Private vielleicht? Unter der Perspektive eines sinkenden Realeinkommens und sinkendem Lebensstandard wohl kaum. Außerdem wird der brave Bürger wohl eher noch zum Sparen angehalten, um etwas für seine eigene vorsorge zu tun. Wer bleibt denn dann noch übrig? Irgendeiner muss die Schulden ja machen. Das war's dann wohl schon mit dem "ausgeglichenen" Haushalt der öffentlichen Hand. Ich bin gespannt, wann bei uns die ersten Konjunkturprogramme eingeleitet werden. Den Eurozins anheben? Da wird wohl nix draus, und wenn, wird er ganz schnell wieder zurückgenommen, dafür werden dann schon die Regierungen sorgen. Soviel zu den Perspektiven für 2009. Den Rest könnt ihr euch ja selbst ausmalen.

Die Chartanalyse lässt mich heute nicht los. Soeben hat ein besorgter Leser über einen Link auf den Goldseiten eine Analyse gefunden, die eine "Korrektur" des Goldpreises auf 750 $ für möglich hält. Zunächst einmal ist die logarithmische Darstellung recht gut geeignet, da statt mit Expotentialkurven (siehe Chart weiter unten) mit Geraden gearbeitet werden kann.

Die Pull-back Linie geht von einem, meines Erachtens, viel zu niedrigen Stand aus dem Jahre 2005 aus. Wir haben unten bereits festgestellt, dass 2005 ein vollkommen unterbewertetes Niveau vorlag. Charttechnisch ist die blaue Pull-back Linie vollkommen korrekt eingezeichnet, nur, im langfristigen Vergleich auf viel zu niedrigem Niveau. Bei einer realistischen Bewertung verliefe die Linie, bei gleicher Steigung (von mir schwarz eingezeichnet) deutlich darüber. Die Chartanalyse ist ein nützliches Werkzeug, sie ersetzt jedoch nicht die Verifizierung mit dem gesamten Umfeld. Ich bezweifle, dass irgend eine Institution überhaupt noch dazu in der Lage ist, soviel Gold auf den Markt zu werfen, dass der Goldpreis die 750 $ Marke noch einmal sieht. Falls die Zentralbanken in einer Kamikazeaktion das dennoch schaffen sollten, den freien Fall des Goldpreises zu provozieren, ich würde keinen Moment zögern, alles erdenkliche Eigentum zu monetisieren und aggressiv vollkommen in Gold zu gehen. Das wäre dann die absolute "Einmal-im-Leben-Chance". Eine solche Kamikazeaktion würde das unmittelbare Ende des Systems bedeuten, wobei der Goldpreis danach wirklich innerhalb kürzester Zeit durch die Decke gehen würde. Falls Sie um den Goldpreis bedenken haben, ich kenne genug Leute, die Ihnen das Zeug liebend gerne abnehmen würden. Nur her damit…

Langfristchart für Gold - Update

Trotz der jüngsten Preisanstiege, Gold ist immer noch relativ günstig!


Die rote Expotentialkurve stellt eine Zinseszinskurve dar, die einer durchschnittlichen Inflation von 5% p.a. entspricht. Wir befinden sich, inflationsbereinigt, demnach auf einem Preisniveau, wie es Anfang 1979, also noch vor der großen Blasenbildung, war.


Die Goldpreisexplosion 1980 war durch die damals hohe Inflation bedingt, die Angst vor einer dramatischen Geldentwertung trieb den Goldpreis innerhalb kürzester Zeit auf eine Rekordmarke, die sicherlich weit überzogen war. Durch drastischen Zinsanstieg konnte der Dollar damals gerettet werden, stürzte die Wirtschaft jedoch in eine scharfe Rezession. Heute wäre diese Zinspolitik nicht mehr möglich, weil, bedingt durch die immense Überschuldung, das System in einem deflationären Crash sofort untergehen würde. Auch wenn der Goldpreis wieder explodiert, diesmal kommt er, gemessen an den westlichen Währungen, nicht mehr zurück.
2005 noch war Gold wirklich spottbillig. Heute ist der Preis, verglichen zum langfristigen Mittelwert, immer noch moderat. Wer Gold und Silber nicht als Möglichkeit zur langfristigen Vermögenssicherung erkennt, ist selber schuld.

6. Februar 2008
Heute ein wenig Chartanalyse, auch wenn der Sinn einer derartigen Betrachtung hinsichtlich der vermuteten Manipulationen am Goldmarkt fragwürdig erscheinen mag. Das Muster der Vergangenheit ist jedoch auffallend. Einem Schub des Aufwärtstrends folgte eine Zeit der Konsolidierung in der bekannten Dreiecksformation, danach kam wieder ein Schub steigender Notierungen. Momentan sieht es so aus, als ob wir uns erneut in einer Konsolidierungsphase befinden.


Meine Haltung gegenüber Gold und Silber: Alles einkaufen, was möglich ist und die eigene Finanzlage zulässt. Unter dem Hintergrund der sich abzeichnenden Finanzmarktkatastrophe, die nunmehr jeden Tag eintreten kann, stellt sich die Frage über mehr oder weniger gute Zukaufsmöglichkeiten erst gar nicht mehr. Es gibt keine Alternativen zur langfristigen Vermögenssicherung. Abgesehen natürlich Diversifikation in andere Sachwertanlagen. Doch alleine das Edelmetall wird die Rolle eines Zahlungsmittels übernehmen können, wenn die Papierwährung auf Kreditbasis (einschließlich seiner elektronischen Abkömmlinge) nicht mehr angenommen wird. Die nächste Währung wird wieder eine Deckung aufweisen müssen, Gold uns Silber ist in sich selbst gedeckt und daher das ultimative Zahlungsmittel, wenn das Vertrauen in Versprechen erst endgültig zerstört sein wird.
Nur Bares ist Wahres! "Bar" bedeutet "schwer", Bargeld bedeutet demnach Geld mit Gewicht. Sie sehen, dass die alten Sprüche und Weisheiten ihren Sinn immer noch behalten haben.

5. Februar 2008
USA: Banken melden Verschärfung der Kreditvergaberichtlinien - Der Credit Crunch wurde also Wirklichkeit. Das wird auch bei uns so kommen.


WiWo meldet: Bankberater arbeiten wie in Drückerkolonnen und hauen Kunden übers Ohr.

Traurig, aber wahr. Wir dürfen nur noch uns selbst vertrauen, und unserem gesunden Menschenverstand. Banken, Versicherungen, Regierungen.- sie alle lügen, und betrügen uns offensichtlich.


Diese Meldungen kommen nicht etwa von irgendwelchen Verschwörungs-Spinnern, nein, das kommt mittlerweile von der Systempresse.
Was braucht es noch, damit die Leute endlich aufwachen?
Der Hartgeld Club Nürnberg kann nur aufklären, vorsorgen müsst Ihr schon selbst.


Unter der Rubrik Texte wurde ein neuer Titel verlinkt. "Verschuldung, Geld und Zins", ein Arbeitspapier der Uni Bayreuth.
Für alle, die etwas tiefer in die Materie einsteigen wollen. Gibt ein gutes Verständnis dafür, warum die gegenwärtige Entwicklung in dieser Form und gerade
so abläuft. Und warum das System so nicht weiter funktionieren kann...

3. Februar 2007
Will uns Trichet verarschen?

Aus der "Aktiv" Wirtschaftszeitung, Titelblatt vom 2. Februar 2008:
Trichet: Zu hohe Abschlüsse fachen Inflation an
"Wir verfolgen die Tarifverhandlungen mit besonderer Aufmerksamkeit".[...]
Die jüngst gestiegen Preise rechtfertigen nicht automatisch entsprechende Abschlüsse. "In der gegenwärtigen kritischen Lage ist es unerlässlich, dass bei der Lohn- und Preissetzung Zweitrunden-Effekte vermieden werden." Trichet fürchtet eine Lohn-Preis-Spirale. [...] wäre eine solche inflationäre Entwicklung der Super-Gau: "Jegliche Anbindung der Nominallöhne an die Preisentwicklung sollte unterbunden werden", betont Trichet [...]

Kennt Trichet die Ursachen der Inflation nicht, oder will uns der Kerl verarschen?
Erst Geld wie wild drucken, und dann die Gewerkschaften für die inflationäre Entwicklung verantwortlich machen. Das ist eine Verdrehung von Ursache und Wirkung. "We didn't start the fire..." Trotz realem Lohnverzicht in den letzten Jahren, wurde die Druckerpresse kräftig bedient. Richtig wäre wohl "Preis-Lohn-Spirale! Es wird der Supergau, das hat Trichet ganz richtig erkannt. O.k., wir können natürlich auf Lohnanpassungen verzichten, das wird die Notwendigkeit einer Zinserhöhung etwas abfedern. Aber was ist dabei gewonnen? Dass das ganze Scheißspiel noch eine Weile hinausgezögert wird. Die Inflation ist bereits da, und da kann auch Trichet nichts schönreden. Aber er braucht noch einen Schuldigen.
Machen wir uns nichts vor. Auch mit kräftigen Lohnerhöhungen werden wir netto weniger in der Tasche haben. Die Teuerung läuft jeder noch so hohen Tarifabschlüssen mehr als nur hinterher. Sorry, aber das Spiel ist verloren, und das weiß auch Herr Trichet ganz genau.
Ein Glück nur für ihn, dass die wenigsten dieses System mit dem legalisierten Falschgeld durchblicken. Und so werden sicherlich auch dieses mal seine Worte den Einzug in so manche Stammtischdiskussion finden.
Lasst euch nicht verunsichern. Konsequent raus aus dem Papier.
Auch wenn's unterm Strich nichts bringt. Je höher die Tarifabschlüsse, desto schneller das Ende! Nicht gutes Geld dem schlechten hinterherwerfen. Wir brauchen das "echte Geld" für einen Neuanfang, für die Zeit danach. Sie können das Ende hinausschieben, aber niemals abwenden!

Die Zeitschrift AKTIV hat aber noch mehrere Hämmer zu bieten.
In der oben genannten Ausgabe eine weitere Schlagzeile:

"Mehr Mitarbeiter, weniger Arbeit
Zehn-Jahres-Bilanz: Freizeit ist für viele wichtiger als Geld."

1,64 Millionen mehr beschäftigte, jedoch 182 Millionen Stunden weniger Stunden, hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg ermittelt.
AKTIV erklärt das mit der "rasant gestiegenen Nachfrage nach Teilzeit-Jobs!"
Nur 66% arbeiten in Vollzeit, 1997 waren es noch 77%, so tönt AKTIV.
Die Zahlen belegen eindeutig, dass es in Deutschland in punkto Wirtschaft und Arbeitsplätzen
bergab geht, AKTIV interpretiert diese, im Grunde unliebsamen Zahlen, mit der Faulheit in der Bevölkerung. Das ist Manipulation im Reinformat: "Nach exakt 30 Stunden und 16 Minuten startet der durchschnittliche Arbeitnehmer ins Wochenende", schreibt AKTIV.

31. Januar 2007
Die erneute Zinssenkung der FED war ohnehin erwartet worden, also keine Überraschung. Das billige Geld löst das Problem aber nicht, die Schulden bleiben ja trotzdem bestehen. Die einzige "Lösung" besteht darin, die Kaufkraft der Forderungen, die von den Gläubigern gehalten werden, drastisch zu senken.
Zur Erinnerung: Unser Geld ist letztendlich nur Kredit. Die weltweiten Forderungen haben sich in den vergangen Jahrzehnten auf ein Volumen aufgeschaukelt, für deren Abtragung mehrere der noch folgenden Generationen noch schuften müssten.
Das wird so wohl nicht passieren! Der andere Weg: Die Forderungen als uneinbringlich bewerten und abschreiben. Und gerade das passiert im Moment, wenn auch nur scheibchenweise. Moody's hat gerade eben erst etliche Finanztitel abgewertet, die Lawine ist im Rollen. Der Kreditzyklus geht zu Ende, und damit auch das Geld in unserer heutigen Form am Ende. Eine Währungsreform ist unausweichlich, um wieder eine solide Basis zum Wirtschaften zu bekommen. Alles andere ist ein Eiertanz. Alle Bemühungen, das Finanzsystem noch länger am Leben zu erhalten ist vergeblich. Wer will denn noch anpflanzen, wenn es so gut wie sicher ist, dass die Saat nicht mehr aufgehen wird? Das Saatgut ist zu alt und nicht mehr keimfähig, wir benötigen frische Ware.

In der Physik kennen wir den ersten Hauptsatz der Thermodynamik:
"Energie kann weder erzeugt noch vernichtet, sondern nur in andere Energiearten umgewandelt werden."

Für Geld, Vermögen und daraus resultierenden Wohlsstand könne man den Hauptsatz so formulieren: "Vermögen und Wohlstand wird alleine und ausschließlich durch Arbeit und Leistung geschaffen." Geld ist ein Anspruch auf Wohlstand und Vermögen, und dem gleichzusetzen. Also kann auch das Geld (ich meine hier: echtes Geld!) nicht einfach aus der dünnen Luft erzeugt werden.
Unser Geld ist Kredit, und Kredit schafft noch lange keinen Wohlstand.
Da das Wesen des Geldes von den meisten Leuten nicht verstanden wird, kann damit, bewusst oder auch unbewusst, enormer Missbrauch betrieben werden.
Auch wenn ich, sowie eine ganze Reihe anderer Mitbürger, unser Geld als Betrug erkennen und im Grunde genommen ablehnen, so können wir nicht wirklich etwas dagegen unternehmen, solange es vom "Gesetzgeber" erzwungen wird. Um dies im Rahmen einer demokratischen Entscheidung zu ändern, fehlt das breite Bewusstsein in der Bevölkerung. Dass unser monetäres System mit dem uns zugesicherten Freiheitsrechten nicht zu vereinbaren ist, wird von den meisten Bürgern nicht erkannt.
Auch ungewollt befinden wir uns in einer permanenten Kreditabhängigkeit uns sind somit in diesem System gefangen. Die eigene (legale) Entscheidungsfreiheit ermöglicht uns lediglich, ein wenig an Freiraum hinzuzugewinnen. Und diese Chance müssen wir nutzen.

29. Januar 2008
Hartgeld Club Nürnberg - Clubtreffen-Nachlese
Vor einigen Jahren waren diejenigen, die dem Finanzsystem misstrauten, noch Exoten. Mittlerweile schließen sich immer mehr dieser Ansicht an. So konnten wir gestern einige neue Interessenten begrüßen. Dank der, mittlerweile zahlreichen, alternativen Informationsmöglichkeiten haben sich die meisten Gäste zumindest in die Grundlagen der Thematik eingelesen.
Die Inflationsgefahr hat, bedingt durch die jüngste Geldpolitik der USA, dramatisch an Schärfe zugenommen. Wir erwarten deshalb eine spürbare Teuerung, die sich auch in den Verbraucherpreisen niederschlagen wird. Die EZB beteuert zwar, an ihrem Ziel der Geldwertstabilität festhalten zu wollen und hat angedeutet, den Leitzins für den Euro eher nach oben zu korrigieren, wir bezweifeln jedoch, ob diese Maßnahme durchsetzbar ist. Im Euroraum gibt es dafür zu große Gegensätze in den Interessen der Mitgliedsstaaten. Stichwort: "Zerbricht der Euro?"
Eine zu hohe Diskrepanz zwischen dem Eurozins und dem US-Dollar würde den ohnehin schwächelnden Dollar noch weiter unter Druck setzen.
Wir bekamen die Aussage eines Clubgastes, dass seine Sparte (Global Player Konzern) ca. 60% der Güter in den US-Dollarraum exportiert. Zwar dürfte dieser Anteil für die deutsche Exportwirtschaft nicht repräsentativ sein, ein Schwäche oder gar der Ausfall der USA als Exportland würde die Wirtschaft bei uns deutlich treffen.
Nach Aussage eines andern Gastes werden die Wechselkursrisiken bei Exportgeschäften nur für den Zeitraum von einem Jahr abgesichert. Das potenzielle Verlustrisiko ist hier nur zu erahnen. Von der Politik und den Wirtschaftssachverständigen wird immer wieder beteuert, dass die Ereignisse in den USA zwar einen spürbaren, jedoch nicht dramatischen Einfluss auf die europäische Wirtschaft haben. Das hat man zu Beginn der Immobilienkrise in den USA hinsichtlich der Auswirkung auf europäische Banken auch behauptet, aber inzwischen wurden sie eines besseren belehrt.
Der "Wirtschaftsaufschwung" steht auf so dünnem Eis, dass selbst geringe Störungen einen Einbruch verursachen werden.
Steuert die USA das "japanische" Modell (Nullzinspolitik) an? Mein Kommentar: Funktioniert nicht! Denn der Yen war damals nicht die Leitwährung, die Vernichtung von Finanzwerte nach Platzen der Japanblase betraf hauptsächlich das eigene Land. Zudem hatte Japan eine funktionierende Realwirtschaft und konnte mit marktfähigen Exportprodukten "bezahlen". Ein Vergleich dieser Möglichkeiten verbietet sich also.
Zusammenfassend werden die Ereignisse der vergangen Wochen so gewertet, dass sich die Gefahr eines inflationären Crashs deutlich erhöht hat. Der Edelmetallpreis wird langfristig massiv (gegenüber Geld!) steigen. Einbrüche sind aufgrund von Verkäufen durch (Hedge-) Fonds oder der Zentralbanken kurzfristig möglich. Wir erwarten jedoch, dass in diesem Falle ein auch ein gewaltiges Käuferpotenzial gegenübersteht.

25. Januar 2007
Fragen eines Lesers, und gleich die Antwort dazu:


Sind Aktien indirekt nicht auch Sachwertanlagen?
Wenn es sich um eine Beteiligung an produktiven Anlagevermögen handelt - ja!
Warum rät der HGCN dann nicht auch dazu, in Aktien zu investieren? Das Credo, nur in Sachwerten anzulegen, sei doch gegeben! Bei einem Börsencrash, wie am Montag, wären doch gute Einstiegsmöglichkeiten gegeben, vor allem vor dem Hintergrund, dass Gold doch mittlerweile so teuer geworden ist.
Grundsätzlich sind wir nicht gegen eine Investition in Aktien, und die Überlegung ist vom Ansatz her sicherlich richtig. Wenn Gold zu teuer wird, sollte man sich langsam wirklich nach Alternativen umsehen. Aber Gold (und auch Silber) sind immer noch verhältnismäßig billig. Wenn der DAX unter 4000 Punkte eingebrochen wäre, und Gold mit über 700 €/oz gehandelt worden wäre, ich hätte wahrscheinlich Aktien von ausgesuchten Unternehmen den Vorzug gegeben. (Nein, nicht ausschließlich, diversifiziert natürlich). Man muss immer das Verhältnis der Preise verschiedener Assets untereinander sehen. Die Bewertung, was dabei im Verhältnis "billig" oder "teuer" ist, ist die Aufgabe des Sparers, Anlegers, Investors.
Die DAX-Werte sind nach meiner Einschätzung zu teuer, da ist noch zu viel Luft drinnen. Inflationsbereinigt, werden Aktien wahrscheinlich in der nächsten Zeit weiterhin im Wert sinken, so wie das in den letzten Jahren auch bei Immobilien so war. Und in Aktien kann man nicht einmal wohnen…


Sonderausgabe von herzoINVEST anlässlich der jüngsten Ereignisse, Download als PDF-File.

24. Januar 2007
Harakiri des globalen Finanzsystems.
Wenn ich zusehe, was momentan so abläuft, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Probleme löst man nicht dadurch, dass sie einfach ignoriert werden. Wir haben Probleme, das ist unbestritten. Doch wir haben auch die Möglichkeit, diese Probleme zu lösen. Und wenn damit eine Änderung unseres Lebensstils verbunden ist - so what? Herausforderungen sind dazu da, gemeistert zu werden. In der Menschheitsgeschichte waren Umbrüche bislang keine Seltenheit. Und es war auch keine Seltenheit, dass Umbrüche die Menschheit in ihrer Entwicklung auch wieder zurückwarfen, teilweise erheblich. Schuld daran war stets die Ignoranz der jeweiligen Machthaber, die unfähig waren sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Die Welt ändert sich, und wir ändern uns in ihr. Eine Veränderung passt aber nicht ins Weltbild der Mächtigen, da sie um ihre Privilegien und ihren Einfluss bangen müssen.
Diese infantile Verhaltensweise beobachten wir üblicherweise bei kleinen Kindern, die sich beispielsweise um ein Spielzeug streiten. Da wird gezerrt und gerissen, bis das Teil schließlich kaputt ist und damit keinem mehr nutzt. "Wenn ich es schon nicht haben kann, dann sollst du es auch nicht bekommen!" Diese idiotische Vergeudung von Ressourcen lassen nicht einmal unsere nächsten, angeblich primitiveren, Artverwandte der Gattung homo sapiens zu. Der Schimpanse lässt rechtzeitig los, um eine bessere Gelegenheit abzuwarten, sich den verlorenen Gegenstand später wiederzuholen.
Die Natur kann sich irrationales Verhalten einfach nicht leisten. Der Mensch offensichtlich schon.

Wenn ein Magier auf der Bühne das Karnickel aus dem Hut zaubert, so sind wir beeindruckt. Aber insgeheim wissen wir, es ist ein Trick, kein echter Zauber. Und wir zerbrechen uns den Kopf, wie er's wohl gemacht hat. Und irgendwann kommen wir vielleicht auch dahinter, und die Welt ist wieder in Ordnung.
Die Finanzwelt trickst genauso. Die wundersame Geldvermehrung mag uns ebenso beeindrucken, doch, wer fragt sich tatsächlich, wie es gemacht wurde?
Der gesunde Menschenverstand müsste uns doch eigentlich sagen, dass es unmöglich ist, Sachen aus dem "Nichts" hervorzuholen. Doch wir wollen das gar nicht wissen. Zu schön ist die Illusion, Wohlstand - einfach so - hervorzuholen.
Wer das System hinterfragt wird erkennen, dass es eine Illusion ist, und dass nach der Vorstellung es wieder zurück in die reale Welt geht. Wir wollen das Theater aber nicht verlassen. "Zugabe, Zugabe", schreit das Publikum!
Wie oft denn noch? Irgendwann geht jede Vorstellung zu Ende. Wenn dunkle Wolken am Himmel aufziehen, wäre es denn da nicht vernünftiger, sich auf den Heimweg zu machen, bevor das Gewitter richtig loslegt? Der Donner ist ja nicht mehr zu überhören.


Aktiencrash vom Montag - war's das etwa schon?
In einer Stimmung von Hoffen und Bangen ist alles möglich. Viele fragen sich, ob der Boden bereits erreicht worden ist, und ob es sich nicht lohnen würde, bei den vermeintlich günstigen Preisen einzusteigen?
Mag durchaus sein, das die Börsen nominal einen Boden erricht haben.
Es ist die Rede davon, dass der "schwarze Montag" alleine beim DAX Vermögen in Milliardenhöhe vernichtet hatte. Vernichtet! Wirklich?
Was ist denn tatsächlich vernichtet worden, doch kein Realvermögen!
Die Dax-Unternehmen stehen heute genauso da wie noch in der letzten Woche. Es wird genauso gewerkelt, geschaffen, produziert, die Auftragsbücher sind genauso voll wie noch in letzter Woche.
Was passiert ist, ist eine Korrektur der Kaufkraft von Aktien gegenüber andern Gütern. Und diese Korrektur wird noch weitergehen. Sie sehen, dass diese Korrektur nicht unbedingt nominal gegenüber Geld geschehen muss. Es kann, wie am Montag geschehen, aber es muss nicht. Die Korrektur der Kaufkraft von Aktien geschieht auch dann, wenn die Kurse nominal, in Geldeinheiten ausgedrückt, steigen, aber im Vergleich zu Rohstoffen und anderen Gütern sinken.
Nominal wurde Kapital vernichtet, was soll's. Das frische Kapital ist ja bereits in den Startlöchern, und ein Teil davon wird auch einen Weg in die Aktenmärkte finden.
Wie verteilt sich aber der Rest? Da in der Vergangenheit die Akten eine überproportionale Anziehungskraft auf das neue Geld hatte nehme ich an, das die Magnete diesmal anders aufgeteilt sind. Die Affinität zu Lebensmitteln und Energie hat inzwischen deutlich zugenommen, und nicht zuletzt wird das Geld auch von den Edelmetallen zunehmend geliebt.
Papiergeld als Bewertungsmaßstab ist ungefähr so tauglich wie ein Gummiband zur Weglängenbeschreibung, irgendwann reißt beides…

23. Januar 2007
Die Talfahrt der Aktien wurde durch Helicopter-Ben kurzfristig gestoppt, durch Absenkung der Leitzinsen um 3 x 25 Basispunkte. Das war der Genickschuss für den Dollar. Bernanke ist noch schlimmer als Greenspan seinerzeit. Für den Chef der FED wird wohl bald ein neuer Spitzname fällig, Weimar-Ben vielleicht? Mal abwarten, wie viele Nullen auf einer Dollarnote Platz finden. Historische Vorbilder gibt's ja genügend. Die EZB betont, dass sie sich der (ha-ha) Geldwertstabilität verpflichtet hat, und einer Zinssenkung nicht folgen wird. Will die EZB etwa die Rolle der Leitwährung übernehmen? Unter den Blinden ist der Einäugige König!
Die Rezession in den USA ist nicht mehr wegzudiskutieren, und sogar unsere Kanzlerin sah sich veranlasst, zuzugeben, dass dadurch der Aufschwung in Deutschland und Europa an Fahrt verliert. Auch wenn die ESZ die Zinsen nicht senkt, anheben wird sie die Zinsen wohl auch nicht können. Wenn Kapital aus dem Dollarraum in den Euro umgeschichtet wird, ist das auch für uns höchst inflationär, auch ohne Zinssenkung. Also Euro-Zinsen doch noch anheben? Dann noch stärker Abverkauf des Dollars und Flucht in den Euro, damit wird die Inflation also nicht gestoppt. Hinzu kommt, dass sich die überschuldeten Staaten in Europa nicht mehr refinanzieren können, wenn der Euro zu teuer wird. Man kann es drehen und wenden, wie man will, es gibt keinen Ausweg aus der Misere.
Die Diskussionen in den Medien zeigen ein Bild der Konfusion. Kaum jemand ist in der Lage, die Geschehnisse vernünftig zu interpretieren. Geschwafel der Ahnungslosen, die so tun, als wüssten sie, was da abgeht!
Irgendwann wissen dann aber doch alle Bescheid, nämlich dann, wenn's zu spät ist.
Erstaunlich auch, dass von der Politik endlich auch die Gesetzeslücke mit dem Grundschuldproblem der Häuslebauer wahrgenommen wurde. Mindestens ein Jahr zu spät, aber immerhin. Da haben wir doch gleich wieder Hoffnung, dass die Regierung auch auf die Finanzkrise reagiert, im nächsten Jahr, bestimmt!
Da brauchen wir uns doch alle wirklich keine Sorgen machen. Die da oben haben alles im Griff! Übrigens: Die Geldeinlagen in Deutschland sind absolut sicher, und auch die Lebensversicherungen. Woher ich das weiß? Das habe ich gestern aus dem Munde eines sehr bekannten Regierungsmitglieds in eine Talkshow gestern Abend vernommen. Bei der nächsten Gesundheitsreform wird beschlossen, Valium auch ohne Rezept und kostenlos an besorgte Bürger abzugeben.

Eindrücke ausEngland: Die Häuserpreise im Großraum London sind bislang nur leicht eingebrochen, nicht dramatisch, sagen die Leute. Von Panik keine Spur. Vereinzelt "For Sale" Schilder, auch nicht mehr als früher. Worüber sich die Leute aufregen, sind die hohen Spritpreise. Wegen der Bankenkrise "no fuss", notfalls springt die Regierung schon ein und gibt Garantien ab. Die haben hier ja wesentlich höheren Spielraum, da Großbritannien ja nicht so hohe Staatsdefizite wie die da auf dem Kontinent haben.

(Ich lasse diese Einschätzung eines Einheimischen unkommentiert) Dafür ein Link In den USA begann es zunächst auch zögerlich...

21. bis 22. Januar 2007 - Börsenchrash - für die Leser dieser Seite ist dazu kein Kommentar notwendig, kommt ja nun wirklich nicht aus heiterem Himmel.

21. Januar 2007
West-LB benötigt wesentlich mehr Geld, als angenommen. Ich möchte die Liste der Hiobsbotschaften über die Banken nicht fortsetzen.
Zu Beginn der Bankenkrise im August 2007 hat man uns immer wieder versichert, dass alles nicht sooo schlimm sei, und die Verspekulation nur wenige Banken betroffen hätten. Seit dieser Zeit kommen die Meldungen und Zugeständnisse über neue Verluste in der berühmten Salamischeiben-Taktik. Wir haben bereits im August davor gewarnt, dass die Banken massive Probleme haben, und dass es vielleicht ratsam wäre, die Konten vorsichtshalber abzuräumen. Die Situation hat sich alles andere als verbessert, ganz im Gegenteil. Immer noch Geld auf dem Konto? Außer dem Girokonto zum Arbeiten, ausgesprochener Leichtsinn. Letzter Aufruf, die Sache hat sich nicht entspannt. Wenn weg, dann weg. Was bei Werbeangeboten im Handel gilt, trifft auch für die Einlagen bei Banken zu. Nur wer zuerst kommt, hat die Chance für den Zuschlag. Wer zu spät kommt, der geht eben leer aus.

Edelmetallkurs beobachten, Schwächen zum Nachkauf nutzen...


18. Januar 2007

Begreifen die den gar nichts?
Die Krise an den Fnianzmärkten ist inzwischen ja nicht mehr wegzudiskutieren, also stellt man sich dem Problem.
Nein, nicht was Sie nun vielleicht denken. An einer echten Lösung wird nicht gearbeitet, sattdessen ist operative Hektik angesagt.
Frei nach dem Motto: Hauptsache, wir sind aktiv!
Und das Volk glaubt (bzw. soll glauben), dass "die da oben" das schon richten werden.
Für das Problem Finanzkrise gibt es keine elegante Lösung, nur eine radikale. Wie die Wirtschaft funktioniert, haben bereits einige Denker dargelegt. Da braucht man nur bei Mises, Hayek oder, wer es etwas populistischer und radikaler mag, bei Paul C. Martin nachlesen.
Dass diese Modelle greifen, lässt sich mit den Beobachungen in der Praxis verifizieren.
Wenn man nun liest, mit welchen
Maßnahmen die EU die Krise bekämpfen wollen, kann man nur raten: Rette sich (selbst), wer kann!
Warum können wir unsere politischen Anführer nicht dirket bestimmen, und jemanden berufen, der auch etwas von der Sache versteht?
Wir wählen nicht wirklich unsere Volksvertreter. Vielmehr suchen sich ein paar Möchtgern-Chefs ihre Anhänger, und ziehen dabei eine Show ab, um das Stimmvieh für sich zu gewinnen. Wie könnnen wir so die kommenden Herausforderungen meistern? Antwort: Gar nicht!

17. Januar 2007
Nokia packt die Koffer. Die Masche hat System. Ohne staatliche Subventionen lassen sich multinationale Konzerne nicht mehr nieder. Wie Samsung in Berlin. Oder Infinion verlegt den Firmensitz in die Schweiz, als endlich schwarze Zahlen geschrieben wurden. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.
Das ist das Dilemma eines überschuldeten Staates. Wir erhalten den Standort Deutschland nur dann, wenn kräftig subventioniert wird. Das ist eben der Preis für einen "ausgeglichen" Haushalt. Der Schuldenberg ist eine Altlast, die uns das Leben schwer macht. Arbeitslöhne in Deutschland zu hoch? Für den Arbeitgeber ja, denn der betrachtet nur die Bruttolöhne sowie die noch dazu anfallenden Abgaben. Für den Arbeitnehmer, nein, denn für ihn beleibt ja nur noch die Kaufkraft, die ihm der Staat übrig lässt. Ein großer Teil dieser auseinanderklaffenden Lücke fliest in den Schuldendienst der öffentlichen Haushalte. Die Ostländer können noch subventionieren. Sie sind noch relativ neu im Club der Kapitalisten und haben noch das Potenzial zu Aufschuldung, um eines Tages genau so zu enden wie der Westen.
Irgendwann kommt der Zahltag, eine Schuldenwirtschaft erzeugt immer nur Strohfeuer, nie aber eine nachhaltige Prosperität.

Neuer Text:
Finanzkrise - einfach erklärt. Ein Artikel von Walter Eichelburg, alte Themen, in einer Neuauflage überarbeitet und übersichtlich zusammengefasst. Ein MUSS für alle Einsteiger in die Materie. Sehr gut geschrieben…

16. Januar 2008
Wo steht der Goldpreis heute?
Wenn wir die wahre Inflation in den USA mit der Geldmengenausweitung gleichsetzen, ergibt sich der abgezinzte Goldpreis von heute gemäß der grünen Linie.


Wir bewegen uns also in ähnlicher Größenordnung wie im Mai 2006. Wenn Gold als Inflationsschutz angesehen wird, befinden wir uns immer noch in einem realistischen Korridor. Teuer? - Ja! --- Zu teuer? - Nein! Da der Goldpreis in der Regel sich sehr volatil bewegt, halte ich auch ei kurzfristiges Abrutschen auf 850$ für möglich. Die langfristigen Chancen sind immer noch positiv!

Heute Morgen sackte der Goldpreis tatsächlich deutlich ab. Sollte der Kurs auf 550-560 €/oz rutschen (Wunschdenken!!!) , wäre erneut eine gute Kaufgelegenheit gegeben. Am Nachmittag hat sich der Kurs bereits wieder erholt. Viele Anleger haben, ausgelöst durch die Berichterstattung in den Mainstreammedien, nun doch etwas Panik bekommen. Wer investieren möchte, kann auch zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch einsteigen. Für die langfristige Vermögenssicherung gibt es nicht viel Alternativen. Mag sein, dass es beim Gold nocheinmal eine deutliche Korrektur gibt. Es ist aber genauso gut möglich, dass es bald schon überhaupt kein Edelmetalle zu einem "vernünftigen" Preis gibt. Wir haben im vergangenen Jahr immer wieder auf gute Einstiegsgelegenheiten hingewiesen! Es war noch nie besonders schlau abzuwarten, bis es die Spatzen von den Dächern pfeifen.

15. Januar 2007
Während unsere Regierung noch einen ausgelichenen Haushalt feiert, gehen drüben über dem Teich, allmählich die Lichter aus.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Welle auch nach Europa überschwappt. Beobachtet das Geschehen in den USA, und ihr ahnt vielleicht, was auf uns zukommen wird. Die meisten Entwicklungen hierzulande wurden schon früher durch Ereignisse da drüben vorweggenommen.
Ein Artikel auf den Goldseiten, dem nichts mehr hinzuzufügen ist. Hoffen wir nur, dass die Welle einiges an Kraft verloren hat, wenn sie den Kontinent erreicht...

14. Januar 2007
Fallen die Dominos jetzt?
Die Meldungen bezüglich der Krise des Finanzsystems in der Systempresse überschlagen sich.
Der Goldpreis hat die alle Widerstände mühelos überwunden. Falls es "jetzt soweit ist" müssen wir abwarten, wie sich die Situation in den nächsten Tagen und Wochen entwickelt. Ich gehe davon aus, dass sich die meisten Leser ohnehin bereits entsprechend positioniert haben. Eine Änderung oder Anpassung der Strategie an die "neue" Situation ist momentan nicht angezeigt.
Hinweis: Seit gestern gibts ein Update auf www.miprox.de/news.


12. Januar 2007
Riester, die Zweite.
Artikel im Spiegel.
Unsere Politiker setzen nun alles, daran, zu beschwichtigen.
Riestern lohnt sich nicht, und zwar aus ganz anderem Grund.
Das Geld wird ohnehin nur zum Stopfen der momentan vorhandenen Löcher genutzt. Bei der privaten Versicherung mach das Geld vorher lediglich noch einen Umweg, wobei noch ein Teil an so manchen klebrigen Fingern hängen bleibt.
Eigenvorsorge - ja! Aber nicht so. Das Geld ist verloren, oder glaubt jemand von Euch tatsächlich noch daran, das unser System in dieser Form die nächsten 20-30 Jahre überdauert?
Es reichen doch schon die regulären Zwangsabgaben, die von uns abgepresst werden. Dem noch was FREIWILLIG hinterherzuwerfen?
Das System ist am Ende, und es lohnt sich nicht, für dessen Aufrechterhaltung nur noch einen müden Euro zu investieren. Für einen Neubeginn werden nur alle erdenklichen Ressourcen benötigt, und die sollen wir nicht noch leichtfertig vergeuden. Nicht auf die Masche der Solidaritäts-Durchhalte-Parolen reinfallen. Man muss wissen, wenn eine Sache gelaufen ist. Das ist so wie mit einer verloren Schlacht. Also hoch mit der weißen Fahne, und alles einsammeln, was noch übriggeblieben ist. Ein Soldat, der in dieser Situation kapituliert oder desertiert zeigt die wahre Verantwortung gegenüber seinem Vaterland. Seine Kraft wird gebraucht, um zuhause anzupacken, denn Schutt wegzuräumen und das Land wieder aufzubauen. Solidarität und Verantwortungsbewusstsein wird in unserer Gesellschaft unbedingt gebraucht, aber an der richtigen Stelle!

Das Wunder von Wörgl
In den letzten Tagen gingen gleich mehrfach Hinweise ein, wie man ein neues Währungssystem aufbauen könnte. Es ist ja nett, wenn nach Lösungen gesucht werden, aber so funktioniert es leider auch nicht. Für alle, die diese Story noch nicht kennen, bitte googelt in Netz. Ganz kurze Stellungsnahme:

Wörgl war damals überschuldet, damit pleite und handlungsunfähig. Insofern eine Parallele zur heutigen Situation von Städten und Gemeinden. Der Bürgermeister von Wörgl hat sich durch einen Trick lediglich kurzfristig neuen Handlungsspielraum verschafft, indem er lokal eine neue Währung (Parallelwährung) eingeführt hat. Hinter dieser Währung hatten sich zunächst noch keine hohen Schulden aufgetürmt, das ist bei einer Währungsreform immer so. Im Prinzip war das ebenfalls Fiat-Money, Geld, für das erst nach der Schöpfung geleistet werden musste. Dass dieses Geld durch Wertmarken ständig aufgefrischt werden musste ist nichts anders als eine negative Verzinsung, die lediglich durch das Aufkleben von Marken offensichtlich gemacht wurde.
Unser heutiges Geld funktioniert bereits nach dem gleichen Prinzip, es ist Kreditgeld und verliert ständig an Kaufkraft. Schwundgeld haben wir heute auch, nur wird das verschleiert.
Das Problem von Wörgl war die Überschuldung. Nachdem die offiziellen Kreditlinien anscheinend zusammengebrochen waren, hat man das Geld einfach selbst gedruckt, hinterlegt mit Schulden. Der Wert des Wörgl-Geldes war nur darin begründet, dass damit Steuerschulden bei der Gemeinde beglichen werden konnten, ohne dass die Stadt ihren eigenen Verbindlichkeiten außerhalb dieses "Tauschrings" nachkommen musste. Eine Interimslösung also, die das eigentliche Problem aber nicht lösen konnte. Der einzige Weg ist, sich der alten Schulden dauerhaft zu entledigen und danach wieder neue Gläubiger zu finden.
Im Prinzip ist das in der Geschichte jedes Mal so abgelaufen, ein wirkliches Wunder wäre für mich, wenn es diesmal anders geschehen sollte.
Bitte keine Anfragen zum Fall "Wörgl" mehr, das ist abgehakt. Wer sich nicht davon überzeugen lassen will, dass das nicht funktioniert, so muss ich das einfach hinnehmen. Vielleicht kann ein anderer das besser erklären als ich...

11. Januar 2007
Riesterrente für den Arsch! Siehe auch: Artikel der "Welt"
Gestern Abend in der ARD-Sendung Monitor:

Für viele bringt die Riesterrente keinen zusätzlichen Cent in die Tasche. Das betrifft vor allem Geringverdiener und Leute mit wenigen Beitragsjahren in die gesetzliche Rentenversicherung. Für die Grundsicherung wird nämlich alles an zusätzlichen Einkünften, also auch die Anteile der privaten Rentenversicherung, angerechnet, d.h. die gesetzliche Rente entsprechend gekürzt. Laut Untersuchungen von Monitor bringt die Riesterrente für die meisten keinen nennenswerten Vorteil, es ist also nicht nur eine kleine Minderheit davon betroffen. Dabei wurde den Versicherten immer hoch und heilig versprochen, die Rieserrente gibt's auf jeden Fall oben drauf, also zusätzlich. Ha-ha, oben drauf, dafür unten weg! Prof. Rürup versichert in einem Interview, dass dieser Umstand schleunigst von der Politik geändert werden muss.
Ein Versprechen der Politiker sollte man besser so verstehen, dass sie sich "ver-sprochen" haben!
Statt vom ohnehin lausigen Gehalt noch monatlich 20,- € zu verriestern wäre es besser gewesen, jeden Monat eine Silberunze zu kaufen und in die Schublade zu legen. So würden mit der Zeit auch ein paar Münzlein zusammenkommen, die später dann mit Sicherheit nicht von der Inflation aufgefressen worden sind.
Leute, nehmt endlich die Sache selbst in die Hand. Was muss denn noch alles passieren damit klar wird, dass ihr vom Staat nur noch verarscht werdet?
Würdet ihr einem Penner auf der Straße 10 € leihen wenn er verspricht, sie am nächsten Tag "ganz sicher" zurückzuzahlen?

10. Januar 2007
Investment in Holz?
Hier ein interessanter Artikel von der Lignum AG zur Einschätzung der Finanzmärkte mit dem Titel "Grünes Gold". Nebenbei wird ein wenig für die eigene Sache geworben. (Hinweis: Der HGCN steht in keinerlei geschäftlichen Beziehung zu Lignum. Die Verlinkung dient lediglich zu Informationszwecken und stellt keine Investmentempfehlung dar)

Leserantwort zum Thema Immobile mit Eigenleistung:
Ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung nur zustimmen. Meine zwei Brüder und ich haben unsere Häuser größtenteils in Eigenleistung erstellt. Die drei Häuser haben wir innerhalb von 6 Jahren nacheinander gebaut, und in dieser Zeit auf Urlaube verzichtet, und oft nach Feierabend noch 3 bis 4 Stunden am Bau verbracht sowie die Samstage. Ich habe für das Material einen Bankkredit mit einer Laufzeit von 10 Jahren abgeschlossen, der dieses Jahr ausläuft. Die Restschuld am Ende der Laufzeit beträgt dann noch ca. 15.000,- €, da mache ich mir um die Anschlussfinanzierung keine Sorgen. In ein bis zwei Jahren werde ich dann vollkommen schuldenfrei und mietfrei wohnen und brauche dann nur noch Rücklagen für eine spätere Renovierung aufbauen. Unser Haus hat nach gegenwärtiger Schätzung einen Verkehrswert von mindestens 250-300 Tsd. €. Ohne Eigenleistung und ohne den Zusammenhalt in der Familie hätten wir uns ein Haus in dieser Größe nicht leisten können. Oder wir hätten, wie viele in der Nachbarschaft, uns auf 30 Jahre oder mehr verschulden müssen.
Für uns hat sich die Immobilie rentiert. Man muss eben ein paar Jahre auf Urlaube und Luxus verzichten können. Sicher gab es in dieser Zweit eine Menge Entbehrungen, aber rückwirkend betrachtet hat es auch eine Menge Spaß gemacht, wenn wir nach getaner Arbeit mit der Familie noch auf der Baustelle mit Bier und Brotzeit gefeiert haben und uns jedes Mal über das freuen konnten, was wir wieder geschaffen haben.


Kommentar: Das ist wohl mittlerweile die Ausnahme. Früher war das so üblich, aber die Solidarität ist bei uns ja inzwischen auch innerhalb der eigenen Familien auseinandergebrochen. Wahscheilnlich bedarf es erst einer schweren Krise, damit man sich auf die alten Werte zurückbesinnt.

Aus einem FAZ-Artikel zum Gold:
"Der Kauf von Gold, Silber und anderen Edelmetallen mag manchem Anleger nutzlos erscheinen, da diese weder Kupons noch Dividenden abwerfen. Auf der anderen Seite kann sich die Beimischung zu einem Portfolio eben dann lohnen, wenn der Preis des entsprechenden Produktes nach oben läuft oder sich anders entwickelt, als die Kurse anderer Finanz- und Vermögenswerte. Immerhin besteht der Unterschied von Edelmetallen und anderen Bodenschätzen zu anderen „Vermögenswerten“ darin, dass sie physisch endlich und damit nicht beliebig vermehrbar sind."

Immer wieder das gleiche Lied. Natürlich gibt es auf Edelmetalle keine Dividede oder Kupons. Gold arbeitet nicht, Geld übrigens auch nicht.
Wenigstens die Erkenntnis, dass Rohstoffe nicht so beliebig vermehrbar sind wie Finanztitel.
Wann kapiert die Menschheit endlich, dass Wohlstand nur durch Arbeit zu erzielen ist? Wenn keiner mehr die Ärmel hochkrempelt, gibt's einfach nichts mehr! Jeder will nur reich werden, aber nichts dafür leisten. So funktioniert's eben nicht. Wenn keiner mehr zupackt, dann nützen auch die ausgefeiltesten Umverteilungstricks nichts mehr. Irgendwann ist auch die letzte Seifenblase zerplatzt, und dann können wir hoffentlich wieder vernünftig von vorne anfangen. Bis zum nächsten Mal eben...


Zuschrift von einem unserer Clubmitglieder:
Beigefügt eine Ausarbeitung über die Arbeitslosigkeit
(auch zu finden unter
http://www.wallstreet-online.de/community/thread/1136896-1.html )
nur zur Orientierung wie denn die Zahlen so verfälscht dargestellt werden (siehe auch die Inflationszahlen). Leider nimmt unsere Presse das leider nicht zur Kenntnis sondern "feiert" den Rückgang der Arbeitslosigkeit.
Vom gleichen Autor noch Daten über Einzelhandelsumsätze
http://www.wallstreet-online.de/community/thread/1137086-1.html.
Als PDF ladbar: ALG-Statistik11-07
(Vielen Dank an B.V.)


Kommentar:
Sehen Sie sich doch einmal die Stellenmarktanzeigen z.B. in den Nürnberger Nachrichten an:
Vorwiegend Zeitarbeitsjobs und eine Menge 400 Euro-Jobs.
Das passt alles wunderschön zusammen
!
Ich selbst habe mich mit einigen Einzelhändlern unterhalten. Entgegen des öffentlich dargestellten Zweckoptimismus bestätigen fast alle einen Umsatzeinbruch in 2007. Nach Weihnachten konnten die Restbestände nur mit Rabatten verschleudert werden, teilweise weit unter Einstandspreis. Besserung nicht in Sicht.
Genau das, was ich schon vor einem Jahr vermutet hatte: Der "Aufschwung" BRD ist ausschließlich exportgetrieben, die Binnenwirtschaft läuft absolut mau.
Der vielzitierte Aufschwung Deutschland war ein Strohfeuer, das in diesem Jahr nur noch kläglich dahinflackert, wenn nicht völlig erlöscht.
Eine Sanierung des Staatshaushalts können wir getrost vergessen, die Sache ist vollkommen aussichtslos. Da hilft nur noch die Hyperinflation.

9. Januar 2007
Gold hat die 600 Euro Marke geknackt und damit ein neues Allzeithoch erreicht.
In meinen "Edelmetallbriefen" hatte ich Anfang August 2007 eine eindringliche Kaufempfehlung ausgesprochen, und dann nochmals Mitte Dezember zum Nachkauf geraten. Ich habe erfahren, dass ich tatsächlich einige Leute im August zu einem Investment in Edelmetall "überreden" konnte, und die Entscheidung damit "goldrichtig" war. Eine Euphorie über den Anstieg seit Anfang dieses Jahres halte ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch für noch etwas zu früh. Kurzfristige Einbrüche mit Verlusten bis 10% schließe ich nicht aus, und das wäre dann wirklich eine Gelegenheit für alle Nachzügler. Mit dem gegenwärtigen Kurs erreicht Gold langsam wieder seine langfristige, historische Kaufkraft aus den Zeiten der Metallwährung. Unter Berücksichtigung der momentanen Geldmengenausweitung ist die Entwicklung der Edelmetallpreise immer noch moderat. Viele Skeptiker sehen Parallelen zu den 1980er Jahren, die Situation heute ist jedoch keineswegs vergleichbar. Inflationsbereinigt würde das einem heutigen Goldpreis von weit über 2000 € entsprechen, und davon sind wir noch meilenweit entfernt.

Wie schon an anderen Stellen beschrieben, ist das Erreichen von Wohlstand nur über Arbeit und Leistung möglich. Spekulation erzeugt keinen Wohlstand, er verteilt das Vorhandene lediglich um. Ein letzter Punkt zu Immobilien. Das Pro und Kontra ist tatsächlich eine sehr emotionale Sache. Sowohl bei den Befürwortern als auch bei den Gegenern.. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich, wie das meistens so ist, in der Mitte.
Bei all den angebrachten Argumenten für und wider vermisse ich einen Aspekt: Für Leute mit handwerklicher Begabung ist die selbstgenutzte Immobilie eine hervorragende Gelegenheit, seine Arbeitsleistung in Werte umzuwandeln, ohne dass der Fiskus oder die anderen Sozialabgabengeier den größten Batzen davon bekommen. Eigenleistung ist die einzige legale Form einer Wertschöpfung, die (noch) nicht besteuert wird. Wenn dieser Leistungswille oder die Fähigkeit dazu nicht vorhanden ist, rechnet sich Wohneigentum in der Tat nicht! Wertschätzung liegt in den Augen des jeweiligen Betrachters…

Noch ein Link, (kopieren und ins Browserfenster übertragen)

http://www.welt.de/finanzen/article1305778/So_retten_Sie_Ihr_Geld_vor_der_Inflation.html

8. Januar 2008
Immobilien - Nachtrag
Da zu diesem Thema noch weitere Anfragen gekommen sind, widme ich mich noch einmal kurz diesem Thema. Wie bereits gestern erwähnt, unterliegt das pro und contra gegenüber einer Immobilie einer individuellen Wertvorstellungen. Hier lassen sich keine allgemeingültigen Empfehlungen abgeben. Zu einem Neuerwerb kann ich angesichts der unsicheren Lage und den zu erwartenden Entwicklungen in absehbarer Zukunft nicht raten.
Ein Leser argumentierte, dass die Finanzierungszinsen immer noch günstig sind, und in einer zu erwartenden Inflation der Kredit mit entwertetem Geld zurückgezahlt werden könne. Sprich: Entschuldung durch Inflation.
So verlockend diese Aussicht auch sein mag, so hoch sind auch die Risiken.
Genauso gut könnte man dann auch Gold auf Kredit kaufen, wenn hier mit massiv steigenden Preisen gerechnet wird. Jeder Kredit birgt enorme Risiken. Je höher der Kredit, desto höher das Risiko. Die Sache kann nur gut gehen, solange Schulden zuverlässig bedient werden können, sowie die als Pfand hinterlegten Assets im Wert nicht unterhalb der Beleihungsgrenze abrutschen. Das Motto dieser Seite lautet: "Anlegen und Sparen auf Basis von realen Werten", und nicht "Zocken in der Krise"
Für Haus- oder Wohnungsbesitzer mit ausreichender Eigenkapitaldecke stellt sich die lediglich Frage, ob es vorteilhafter ist, zu verkaufen und das freiwerdende Kapital anderweitig anzulegen, oder drinnen zu bleiben. Als Rendite kann man die Miete (bzw. eingesparte Miete) abzüglich der Rücklagen für die Instandhaltung betrachten.
Auf langfristig angelegte Steuersparmodelle (wie z.B. bei einer Sanierung) würde ich nicht setzen, da der Staat vielleicht sowieso bald Pleite ist.
Die zu erzielenden Mieteinnahmen hängen m.E. auch vom verfügbaren Einkommen in der Bevölkerung ab. Ein "bezahlbares" Wohnen wird bei etwa bei 25, höchstens 35% des verfügbaren Einkommens liegen. Steigende Energie- und Lebenshaltungskosten werden zu weiteren Sparmassnahmen führen, und dafür wird zuerst der nicht unbedingt notwendige Luxus geopfert. Welche Form des Wohnens ist Luxus, und welche Form wird als unverzichtbares Grundbedürfnis in Kauf genommen, und damit auch bezahlt? Rechnen sie nach und entscheiden dann selbst!
Rausgeschmissenes Geld ist, Geld für Dinge auszugeben, von denen man keinen Nutzen hat. Anderenfalls hat man schlimmstenfalls zu teuer eingekauft.
Fatal ist lediglich, wenn man zu teuer auf Kredit eingekauft hat.

Nun auch in der Systempresse zu lesen:
Wahre Inflation ist weitaus höher als es die offiziellen Zahlen vorgeben.
Zinssätze der EZB und der FED bleiben zu niedrig, um die Inflation einzudämmen.
Was haben wir zu erwarten?

http://www.welt.de/welt_print/article1519520/Die_Inflation_wird_fatale_Ausmae_annehmen.html
http://www.ftd.de/boersen_maerkte/geldanlage/299996.html?nv=cd-topnews

In diesem Jahr wird eine Lohn-Preis-Spirale in Gange gesetzt, wobei die Inflation stärker als die Löhne wachsen. Die meisten Anlageformen, ob Sparbuch, Aktien, Riesterrente und Lebensversicherungen, werden, real, negative Renditen abwerfen, und damit das Vermögen der breiten Masse reduzieren.
Wer Anlagevermögen besitzt, wird "entreichert". Wer Schulden hat, dessen reale Schuldenlast wird geringer, solange er seine Schulden bedienen kann. Schuldenabbau durch Inflation. Es fragt sich, wie lange es dauert, bis die Bevölkerung realisiert, dass bei Riester & Co. am Ende es nur mehr die zusätzliche Kaufkraft im Gegenwert eines Brötchens übrig bleiben wird. Das ist wirklich weggeworfenes Geld.


Willkommen in Weimar, wir haben uns lange nicht mehr gesehen.
Die Menge an Gold (bzw. Goldforderungen, wer weiß das schon) der Bundesbank würde, ungelegt auf eine 4-köpfige Familie in Deutschland, gerade einmal 5 Unzen ergeben. Ob sich darauf, nach einer Währungsreform, wieder eine stabile Währung aufbauen lässt? Ob Edelmetall das ultimative Investment der Stunde ist, wird sich zeigen. Das wichtigste Gebot lautet zunächst einmal, sich dem legalen "Falschgeld" zu entledigen, bevor es auch der letzte kapiert hat. Es ist immer noch so, dass sich die meisten einen Zusammenbruch des gegenwärtigen Finanzsystems nicht vorstellen können.

Vor einigen Tagen erst habe ich von Bekannten erfahren, dass sie sich nun doch für eine Rieserrente entscheiden hätten. Nicht für Gold oder Silber, weil für eine größere Anlage dazu das Kapital fehlt. (?Fragezeichen?) Kein Geld für Gold? Dabei genügen schon zwei Unzen, um deutlich über der Menge des Bundesbankgoldes pro Bundesbürger zu besitzen. Wenn's schon nicht für ein Rettungsboot reicht, ist ein Rettungsring immerhin besser als gar nichts!

7. Januar 2008
Nach 14-tägiger Pause starten wir nun ins neue Jahr.
In den letzten Tagen errichten mich einige Mails besorgter Immobilienbesitzer, die u.a. durch einen Artikel auf einer verlinkten Seite etwas verunsichert sind.


Vorweg: Grundsätzlich muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Freiheit zu entscheiden bedingt auf der anderen Seite, auch für sich selbst die Verantwortung zu übernehmen. Jedes Statement ist stets die Meinung und Einschätzung eines Einzelnen.
Die in besagtem Artikel angesprochenen Szenarien sind von der Argumentation her logisch und das Eintreten ist also durchaus möglich, es muss jedoch nicht so kommen. Es spricht nichts dagegen, eine als für sich „richtig erkannte“ Strategie konsequent umzusetzen. Für die persönliche Strategie ist daher auch die persönliche Einstellung zu Werten maßgeblich, was zu anderen Zielsetzungen führen mag.
Für mich macht eine Investition als Selbstzweck keinen Sinn. Warum soll ich Kaufkraft anhäufen, wenn ich nicht auch an den Konsum denke? Wo ist die Grenze zwischen Konsum und Investition?

Langfristig betrachtet, sind wir alle tot. Ich weiß nicht mehr, wo ich diesen Spruch gehört habe, aber es trifft den Nagel auf den Kopf. Wenn ich in irgendetwas investiere, möchte ich auch die Früchte dieser Investition ernten, einen, wie auch immer definierten Nutzen aus der Sache ziehen.
Wenn unter Investition nur verstanden wird, dass man mehr Kapital aus der Investition herausholt, als man hineinsteckt, ist die Sache relativ einfach. Der Nutzen wird hier ausschließlich durch die Vermehrung von Kapital definiert. Aber, das Kapital alleine befriedigt nicht meine Bedürfnisse. Sicherlich kann ich mit ein „mehr“ an Kapital auch ein „mehr“ an individuellen Bedürfnissen befriedigen, solange ich diese mit Geld kaufen kann.
Wenn wir den Begriff „Investition“ weiter fassen und definieren, dass eine Investition dadurch gekennzeichnet ist, dass damit ein Nutzen für einen längeren Zeitraum hinweg verbunden ist.

Im Gegensatz dazu können wir Konsum als etwas definieren, das einen „Nutzen“ nur über einen sehr kurzen Zeitraum darstellt, und unmittelbar verbraucht wird. Der Unterschied zwischen Konsum und Investition ist also unter der Betrachtung der Zeitachse zu verstehen.
Kommen wir zurück zur Immobilie. Immobilienbesitz als verlorenes Kapital zu definieren, liegt in den Augen des jeweiligen Betrachters. Wann man das so sehen will, dann ist das so. Es kommt darauf an, wie man es betrachtet. Miete für das Wohnen zu zahlen ist definitiv keine Investition sondern Konsum. Der Kauf einer selbstgenutzten Immobilie ist beides, Konsum und Investition gleichzeitig. Konsum, weil das Objekt über die Zeit abnutzt und quasi verbracht wird. Investition, weil in der Regel damit eine sehr langfristige Nutzungsmöglichkeit verbunden ist.
Ob sich eine Investition rechnet, zeigt sich oft erst im Nachhinein. Wohnen muss bezahlbar bleiben, weswegen sich die Immobilienpreise langfristig am verfügbaren Einkommen orientieren müssen. Fremdfinanzierter Immobilienkauf, bei dem nur die Zinsen bezahlt werden, machen in der heutigen Zeit keinen Sinn, da ein (inflationsbereinigter) Wertzuwachs mit Sicherheit nicht mehr so bald zu erwarten ist. Wohneigentum? Warum nicht, solange die Betonung auf Eigentum liegt!
Bei Eigennutzung ist der „Nutzen“ relativ überschaubar, solange ich nicht verkaufen will, oder verkaufen muss. Wer jedoch die (wahrscheinlich) kommende Krise nicht durchstehen kann, sollte die Finger davon lassen. Der Nutzen eines Hauses bleibt auch nach einer evtl. Währungsreform der gleiche wie vorher, was man von den meisten Finanzanlagen nicht behaupten kann.


In der Tat räume ich den Edelmetallen hingegen eine enorme Entwicklungsmöglichkeit ein, die Immobilien mit hoher Wahrscheinlichkeit outperformen wird. Aber nur deswegen alles auf die Goldkarte setzen, wozu? Was sollte ich danach mit all dem Schotter anfangen wollen, falls die Rechnung aufgehen sollte? Jetzt das Haus verkaufen, und nach der Krise für den Erlös dafür 10 Häuser kaufen können? Mehr als ein Haus auf einmal kann ich ohnehin nicht bewohnen, und wenn es tatsächlich einmal ein Ferienhaus in Spanien für eine laue Goldunze bekommen sollte, werde ich mich darüber bestimmt auch nicht ärgern.
Zwischen Leichtsinn, Wunschdenken und Gier gibt es einen Weg, den jeder für sich entscheiden kann.

20. Dezember 2007
Gewerkschaften fordern endlich höhere Einkommenssteigerungen, Geschäftsklimaindex bröckelt. Unter diesen Vorzeichen starten wir ins neue Jahr.
Desweiteren wird neues Geld ins System gepumpt, was die Inflation auch auf Verbraucherpreisebene kräftig in die Höhe katapultiert. Die Gewerkschaften werden dann als Sündenböcke ausgemacht, weil sie (wieder einmal) eine Lohn-Preis-Spirale losgetreten haben. Lassen wir uns aber nicht über Ursache und Wirkung täuschen. Wir haben erlebt, dass zuerst die Liquidität in den Markt gepumpt worden ist, und einmal in den Markt gepumpte Liquidität kann nun nicht wieder entzogen werden, ohne dass es zu deflationären Prozessen kommt. Also bleibt nur noch die andere Richtung, und die nennt sich Inflation. So oder so, die negative Realeinkommensentwicklung wird sich auch in 2008 weiter fortsetzen, die Inflation wird höher als die Einkommensentwicklung sein. Der einzige Vorteil für alle Kreditknechte könnte sein, mit dann entwertetem Geld zurückzuzahlen. Das Zeitfenster für eine solche Vorteilsmöglichkeit wird jedoch sehr eng sein. Ob und wann ein panikartiger Crash eintreten wird, hängt von der Masse ab. Bislang hat die überwiegende Mehrheit noch gar keine Vorstellung darüber, was hier wirklich abgeht.
Die Unsicherheit ist aber da, und die wird sich weiter aufschaukeln. Die kritischen Stimmen werden auch in der Systempresse zunehmen, die auf der anderen Seite durch Manipulation wieder heruntergespielt werden wird. Zwischen diesen Gegensätzen wird die Öffentlichkeit hin und her gerissen, was natürlich auch Raum für Extremisten schaffen wird. 2008 wird wohl das Jahr der Zerreisprobe werden. Der Ablauf im Detail ist vollkommen unkalkulierbar, es bleibt also spannend. Wir werden die Situation weiterhin sorgfältig beobachten müssen.

Der Kreditzyklus geht definitiv zu Ende, und damit unser monetäres System. Der Weg zurück ist nicht mehr möglich. Der größte Fehler wäre es, die Entwicklung der vergangen Jahre weiter zu extrapolieren, wie es so gerne gemacht wird. Was auf uns zukommt, ist Neuland. Es gibt in der Geschichte keine Parallelen, höchstens gewisse Ähnlichkeiten. Um die letzten Zweifler davon zu überzeugen, dass diese Epoche zu Ende geht folgende Grafiken zur Verdeutlichung
:


In einem Kreditgeldsystem wächst Vermögen und Geldmenge schneller als die Wirtschaft, was ab einem Zeitpunkt in eine instabile Phase mündet. Die ganze Chose läuft nur noch weiter, weil an irgendeiner Stelle im System ständig und immer weiter einfach nur hoch gebucht wird, hauptsachlich beim Staat. Hochbuchung in der Privatwirtschaft führt in absehbarer Zeit zur Insolvenz. Der Trick mit dem Hochbuchen funktioniert jedoch auch nur eine Zeit lang. Die aufgetürmten Schulden wollen weiterhin bedient werden.

Nun beginnen die realen Löhne zu sinken, der allgemeine Lebensstandard droht zu sinken. Dies führt zur Unzufriedenheit in der Bevölkerung und am Ende vielleicht sogar zur Revolution. Nicht der bevorzugte Weg.
Wie gleicht man die Einkommensdefizite aus? Durch Subvention durch den Staat, das führt am Ende in den Staatsbankrott.

Durch private Verschuldung, das führt dann in die Privatinsolvenz.
Oder durch (zu hohe) Löhne (bedenke auch: Mindestlohndebatte) seitens der Arbeitgeber, was dann zu Firmenzusammenbrüchen führt. Es gibt keinen Königsweg. Alle momentan in der Öffentlichkeit geführten Debatten sind schwachsinnig, weil sie allesamt die Ursache nicht beseitigen. An "tabula rasa" führt kein Weg vorbei, auch wenn viele das noch nicht wahrhaben wollen.

17. Dezember 2007
IKB, Fass ohne Boden?
Die Sanierung der Mittelstandsbank IKB wird für die bundeseigene KfW-Bank teurer als gedacht. KfW-Chefin Matthäus-Maier bereut mittlerweile die Rettungsaktion für die Bank Ende Juli.

Frankfurt (Reuters) - Der Dax ist mit Kursverlusten in die neue Woche gegangen.
Kurz nach Handelsstart fiel der Index am Montag um ein Prozent auf 7871 Zähler. Viele Finanzwerte standen unter Druck, nachdem in Zeitungsberichten über weitere Abschreibungen bei der UBS spekuliert wurde. Zu den größten Dax-Verlierern zählten Hypo Real Estate mit einem Abschlag von 1,9 Prozent.

Finanzmarktstabilität: Lehren aus der Hypotheken- und Kreditkrise
(PDF)
Basel II und die bisherigen Risikobewertungsmodelle werden daher das prozyklische Muster in der Kreditvergabe des Bankensystems und anderer Finanzintermediäre, das eine wesentliche Ursache für die Übertreibungen auf den Finanzmärkten ist, nicht verhindern, sondern tendenziell eher verstärken.

14. Dezember 2007
Eine Umfrage bei den "Häuslebauern" brachten einige interessante Ergebnisse. (Fortsetzung vom 13.12.2007)
Vorneweg. Die meisten haben sich über die Finanzierung überhaupt keine weiteren Gedanken gemacht, das einzige was zählt ist der Zinssatz und die monatlichen Raten.
Eine Minderheit ist sich über die Vertragsbedingungen so einigermaßen im Klaren, zumindest glauben sie das. Der Hammer - auch diejenigen, die sich mit dem Kreditvertrag auseinandergesetzt haben, und auch beim Notar sich das "Juristendeutsch" "übersetzen" haben lassen, waren bislang der Meinung, dass ihr Darlehen über eine Hypothek besichert ist. Tatsächlich ist jedoch eine Grundschuld eingetragen worden. In den Gesprächen mit den Banken war, soweit sich die Kunden erinnern können, immer von einem Hypothekendarlehen gesprochen worden, d.h. die Kunden haben bei ihrer Bank stets um ein Hypothekendarlehen nachgefragt, jedoch einen Kredit mit Grundschuldsicherung bekommen. Keiner der Bankangestellten hielt es für notwendig, ihre Kunden über den Unterschied zwischen einer Hypothek und einer Grundschuld aufzuklären. Viele zeigen sich nun, nachdem ihnen der "kleine" Unterschied erklärt worden ist, entsetzt, und fühlen sich getäuscht. Anderen ist es egal, da ihnen daraus ja noch kein Schaden entstanden ist. NOCH nicht!
Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass die Formulierung von Verträgen selbst für aufgeklärte Laien nicht richtig interpretiert werden können. Von einer übereinstimmenden Willenserklärung, die eigentlich die Grundlage eines rechtsgültigen Vertrags sein sollte, kann daher absolut nicht die Rede sein. Wenn die Banken schon bei solchen "Kleinigkeiten" ihre Kunden bewusst im Unklaren lassen, wie soll es denn aussehen, wenn hier wirklich etwas schwer im Argen liegt?
Wir müssen leider davon ausgehen, dass uns die Banken notfalls belügen und betrügen. Ein Vertrauen ist also alles andere als angebracht. Und damit versteht sich für mich von selbst, dass ich einer Bank nichts mehr "anvertrauen" möchte.

Es wird allerhöchste Zeit, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Nutzen Sie diese Zeit, solange sie noch handeln können. Die Marschrichtung ist eindeutig, und Besserung ist nicht in Sicht. Der Aufruf ist deutlich: Bringen Sie sich in Sicherheit.
Es sind leider nur wenige, die diesem Ruf folgen. Die meisten wollen von alledem nichts wissen..


Frustrierend, ja. Hier ein Artikel aus dem Spiegel. Wenn dem so ist, dann wundert mich nichts mehr. Armes Deutschland!


Keiner versteht die "Tagesschau"
Sind die Nachrichten zu kompliziert für den Normalbürger? Eine neue Umfrage hat ergeben, dass manche alltägliche Fachbegriffe in der "Tagesschau", darunter "Tarifautonomie" oder "Koalitionsfreiheit", von nahezu keinem Zuschauer verstanden werden.

Hier der vollständige Artikel...

13. Dezember 2007
Heute wende ich mich an Wohneigentümer, bei der die Bank das Darlehen über eine Grundschuld abgesichert haben.
Durch eine Gesetzeslücke besteht die Gefahr, dass Sie "Haus und Hof" verlieren, obwohl Sie Ihre Raten immer pünktlich bezahlt haben.


Wenn Sie das Darlehen bereits zurückgezahlt haben, beantragen Sie unbedingt die Löschung aus dem Grundbuch. Meist bleibt der Eintrag erhalten, um bei Bedarf schneller wieder einen Kredit erhalten zu können. Im gegenwärtigen Umfeld ist das ein tödlicher Leichtsinn...

PDF-File: "Ist auch Ihr Wohneigentum in Gefahr?" Nur für diejenigen, die davon betroffen sind!

12. Dezember 2007
Schlagzeilen und Meldungen von heute:
- BR5: Freddie Mac, einer der größten Immobilienfinanzierer in den USA kündigt mögliche Zahlungsausfälle an...
- Landesbank wird für Sachsen eine Gefahr. Der Freistaat will alleine nicht die geforderte Bürgschaft übernehmen...

- Spiegel online: Bundesbank veramscht Ost-Immobilien...

Kommentar vom HGCN: Die im Sommer losgetretene Lawine wird größer und rollt weiter auf uns zu.
Die schlechten Nachrichten werden zwar nur in kleinen Häppchen serviert, in der Summe reichen Sie jedoch für eine Magenverstimmung. Und eine Besserung ist nicht in Sicht!


Aufgeworfene Fragen:
BRD-GmbH
Beim letzten HGCN-Treffen wurden auf Merkwürdigkeiten hinsichtlich der BRD-GmbH hingewiesen. Die BRD-GmbH ist ein privatrechtliches Dienstleistungsunternehmen, das die Vermarktung und die in Verkehrbringung von Bundesanleihen übernommen hat.

Da das Unternehmen selbst nur eine Einlage von ca. 25.000 € ausweist stellte sich die Frage, ob für die emittierten Staatspapiere insgesamt nur eine "Deckungssumme" in Höhe dieser Kapitaleinlage bestünde.

Die BRD-GmbH tritt auf den Finanzmärkten lediglich als Erfüllungsgehilfe auf, die Anleihen werden im Namen und auf Rechnung der Bundesrepublik Deutschland getätigt. Forderungen aus den Staatspapieren richten sich m.E. damit ausschließlich gegen den Bund, nicht gegen die BRD-GmbH.
Man darf nicht hinter allem gleich eine Verschwörung vermuten, das ist unsere Sache nicht dienlich.
Alles zu hinterfragen ist sicherlich sinnvoll, man muss deshalb aber nicht gleich alles in Frage stellen! Es wird im WWW auch viel Unsinn verzapft…


11. Dezember 2007
Das gestrige Treffen des Hartgeld Clubs Nürnberg wurde seinem Motto, eine "Plattform für den Meinungs- und Erfahrungsaustausch" zu sein, voll gerecht. Viele der Teilnehmer zeigten sich als gut informiert und konnten in der Diskussionsrunde mit wertvollen Erläuterungen dazu beitragen, komplexe Zusammenhänge, auch für den Laien verständlich zu erläutern. Erfreulich auch die Tatsache, neue Interessenten begrüßen zu dürfen, die erstmals zu unserem Treffen gekommen sind.
Ein kleiner Wermutstropfen ist vielleicht die Tatsache, dass fast ausschließlich "Insider" angesprochen wurden, die sich mit dem Thema schon eine zeitlang beschäftigen.

Ich verstehe es, ehrlich gesagt, nicht. Die Mehrheit der Bevölkerung scheint blind zu sein. Mittlerweile pfeifen es sogar die Spatzen von den Dächern, wie krank unser Finanzsystem ist. FTD, WiWo, sogar der Spiegel, Fokus oder n-tv bringen tagtäglich Meldungen, die keinen Anlass zu einer blauäugigen Sichtweise mehr erlauben sollten.
Das erinnert ein wenig an die Tsunami Katastrophe vor 3 Jahren.in Indonesien. Urlaubsgäste am Strand waren erstaunt, warum das Wasser plötzlich zurückwich, und gingen der Katastrophe sogar noch entgegen. Nur, das war damals ein Phänomen, das die wenigsten richtig deuten konnten, und es ging ziemlich schnell. Die Meldungen und Zeichen, die von unserem Finanzsystem ausgehen, gehen bereits seit vielen Wochen aus. Es war genügend Zeit, die Geschehnisse kritisch zu hinterfragen und sich ein realistisches Bild von der Lage zu machen. Es liegt eigentlich in der Natur des Menschen, diskrepante Ereignisse zunächst einmal kritisch und misstrauisch zu begegnen. Vo bleibt die angeborene Furcht vor dem Unbekannten? Haben die Widersprüche in unserem Leben mittlerweile so überhand genommen, dass dies als Normalität gewertet wird?

Heute wird in den Medien über die unmoralisch hohen Managergehälter diskutiert, und es haben sich auch zahlreiche Politiker zu Wort gemeldet.. Natürlich sind manche Managergehälter von der moralischen Betrachtung her unanständig, vor allem unter dem Hintergrund, dass die normalen Angestellten und Arbeiter den Gürtel eher enger schnallen sollen und der Leistungsdruck zunimmt. Die hohen Managerbezüge würden, heruntergebrochen auf die Anzahl der gesamten Mitarbeiter eines großen Unternehmens, kaum eine spürbare Effekt bringen. Die Hauptabgabenlast wird durch den Staat selbst verursacht. Der angehäufte Schuldenberg fordert seinen Tribut, und die Hochfinanz verzichtet nicht auf Forderungen. Ganz im Gegenteil, wenn Banken ins Wanken kommen, soll der Staat sie raushauen, mit unseren Steuergeldern natürlich. Die Begehrlichkeiten kennen kein Limit.

Dazu passend ein Artikel in der FTD
von Lucas Zeise...

****************************************************************
Die Einträge vor 10. Dezember 2007 wurden ausgelagert,
um die Ladezeiten zu verkürzen und tote Links zu eliminieren.