Der Hartgeld Club Nürnberg versteht sich als (regionale) Initiative gegen ein Fiat-Money System und alle daraus abgeleiteten Finanzwerte.
Die Gründe dafür werden in zahlreichen Texten, Artikeln, Links sowie den Kommentaren dargelegt




LIVECHART

Sommerpause - derzeit nur eingeschränkter Updateservice.

3. September 2010
"Political Correctness" ist ein Werkzeug für Faschisten, die sich gerne hinter der Fassade einer freiheitlichen Grundordnung verbergen!
Die politische Landschaft kann man nicht einfach auf einer Linie von links nach rechts zuordnen.
Es zeichnet sich mindestens eine zweidimensionale Ebene ab, um einen politischen Standpunkt einigermaßen beschreiben zu können. Auf Radio Reschke wird derzeit der Versuch gemacht, diese Landschaft für Deutschland zu beschreiben. Die Seite ist erst im Aufbau, aber sie gibt bereits jetzt schon einen Überblick darüber, wo wir ungefähr stehen, und wo wir vielleicht hin wollen.
Reschke stellt deutlich heraus, dass der Bereich in einer libertären und marktwirtschaftlich orientierten Grundordnung von den etablierten Parteien nicht besetzt wird. Hier besteht ein deutlicher Nachholbedarf. Der Anfang wurde ja schon einmal gemacht, aber sehen Sie selbst...
-> Link auf Radio Reschke

2. September 2010
Das Sarrazin Komplott.

Die Thesen Sarrazins mögen umstritten sein, die Intrige gegen ihn ist es nicht.
Was da abläuft ist der weitere Drift in einen totalitären Staat, an dem sich alle Parteien in irgendeiner parlamentarischen Regierungsverantwortung, von den Linken hin bis zur Union, beteiligen. Die geplante Abberufung hat nichts mit Unfähigkeit oder Beschädigung gegenüber seines Arbeitgebers zu tun, sondern ist alleine auf Sarrazins private Meinung zurückzuführen, die jedoch zufällig mal eben nicht in das Schema der "political correctness" passt. Das veröffentlichte Buch spiegelt seine freie und persönliche Meinung wieder, und ich dachte, das dies in unserer Republik eigentlich ein Grundrecht darstellt. Vielleicht darf man eine eigene Meinung haben, nur öffentlich artikulieren darf man sie nicht. Offensichtlich enthält das Buch keinerlei strafrechtlich relevanten Äußerungen. Sarrazin verstößt also nicht gegen ein Gesetz, außer dem "ungeschriebenen" vielleicht, dass man nicht gegen die PC zu handeln hat. Diese Bundesrepublik ist mittlerweile hart am Kurs in Richtung Faschismus. Und alle etablierten Parteien dazu.
(Ich mag Gold - schon alleine deswegen, weil es so schön anarchistisch ist...
)

1. September 2010
Und Sarrazin hat doch Recht! (Ein Kommentar von Achim)
Der Mann hat schon mächtig was drauf, so als Volkswirt, Ex-Finanzsenator von Berlin und jetziger
Bundesbanker. Da ist er
erstens natürlich unterfordert und zweitens hat er genug Zeit, sich zu
überlegen wie er rechtzeitig einen lukrativen Abgang aus Beruf und Politik macht! Im Koch-,
Köhler- oder Käßmann-Stil. Nein! Alles nicht so gut, wozu hat man denn Parteifreunde, die einem
dabei helfen könnten, den Abgang zu vergolden. Also, erst mal den Job gewechselt und dann ein
wenig "rumgefrotzelt" :
"Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung
seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert."
Das war schon mal eine prima Steilvorlage, die Gutmenschen wurden über Nacht in den kollektiven
Empörungsmodus versetzt und da dies so einfach ging, dachte sich der Herr Sarrazin, dass sich
daraus doch mehr machen ließe. Also flugs hingesetzt - in der Abteilung Silbermünzen war
eh nix zu tun - und ein Buch zu Papier gebracht.
Titel: "Deutschland schafft sich ab."

Fragt sich bloß, wer bewerkstelligt diese tolle Aufgabe und hilft dabei? Sind es die
Kopftuchmädchen ? Die allein wohl kaum! Nicht genug Volkszornpotenzial !
Was macht denn, um marketingechnisch so richtig "outzuperformen" ! Richtig, die Gut-

menschen müssen noch schnell in den Hysterie-Modus versetzt werden. Wie macht man das? Ganz einfach,
in dem man einen Spruch aus der Nazi-Gruselkiste bringt, und was von Genen faselt:
"Juden teilen bestimmtes Gen", dann kriegt man von der Polizei Polizeischutz und ein volles Haus
sowie eine Beichtstunde bei Beckmann! Prima fürs Geschäft; da freut sich der Verleger und eh Tilo
Sarrazin auf seine Tantiemen.


Die Basken sollen ja auch über ein Gen verfügen, über das nur sie verfügen, so als Volksgruppe
versteht sich, sagt der Genforscher Sarrazin. Ich kann das nur unterstreichen, bestimmte
Volksgruppen verfügen eben über bestimmte Gene, z.B. die Tiroler, die sollen ja über die
merkwürdige genetisch bedingte Eigenschaft verfügen und gerne mal das Bettchen verkaufen um
auf Stroh zu schlafen, anscheinend hat sich dieses genetische Merkmal auch auf bundesdeutsche
Kommunalpolitiker - ob genotypisch oder phänotypisch sei einmal dahin gestellt - übertragen.

Hier allerdings drei Nummern härter:
Der Beweis:
Wissen Sie was Cross-Border-Leasing ist ?
Nein ? "Die Zeit" erklärt es Ihnen, hier ein längeres Zitat:
Für dumm verkauft
Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit haben sich Lokalpolitiker großer deutscher Städte auf
Investoren aus den USA eingelassen - und ihnen Schulen, Messehallen, Krankenhäuser
überschrieben. Jetzt können sie den Bürgern nicht einmal erklären, wie groß der Schaden sein wird
Man stelle sich vor, ein verzweifelter Mann würde eine Schuldnerberatung betreten und erzählen,
dass er Schulden von mehr als 100 Millionen Euro angehäuft habe \u2013 weil er einen Vertrag
unterschrieben habe, den er nicht verstanden, ja nicht einmal gelesen habe. Mehr als 1000 Seiten
seien es wohl gewesen, verfasst in englischer Sprache und leider nicht übersetzt. Nur eine zehn
Seiten lange Zusammenfassung auf Deutsch habe er einsehen dürfen. Zur Vertragsunterzeichnung,
erzählt der Schuldner weiter, habe er zu einer Anwaltskanzlei in New York reisen müssen. Dort sei
in großer Hektik nachverhandelt worden - unklar, warum.

Am Ende habe ihm das Geschäft nicht den versprochenen Millionengewinn, sondern einen riesigen
Verlust eingebracht. Schlimmer noch: Der Vertrag habe dazu geführt, dass er große Teile seines
Eigentums verloren habe.
Der Schuldnerberater würde den Klienten vermutlich fragen, ob er noch bei Trost gewesen sei, sich
derart fahrlässig und naiv auf ein Geschäft einzulassen, das er nicht durchschaute.
Und nun stelle man sich vor, dass sich jeden Tag weitere Verzweifelte an den
Schuldnerberater wenden, und sie alle erzählen ähnliche Geschichten, die von verlorenen
Vermögen handeln, von Wasserwerken, Straßenbahnen, Krankenhäusern, alles perdu. Eine
sehr ungewöhnliche Geschichte käme da zustande, eine Parabel auf die unbekannte
Bundesrepublik, eine Geschichte der Dummheit und der Gier.
So blauäugig wie die Verzweifelten in der Schuldnerberatung haben sich viele deutsche
Bürgermeister, Kämmerer und Gemeinderäte jahrelang verhalten -mit dem Unterschied,
dass es nicht ihr Privateigentum war, das sie veruntreut hatten.


Und die Berliner haben nicht ihr Bettchen, sondern gleich die ganze BVG verkauft, was ihre
Verkehrsbetriebe sind:
Schon 2003 hatte der Deutsche Städte- und Gemeindebund gewarnt: Die Risiken des Cross Border
Leasing (CBL) seien bei geschickter Vertragsgestaltung zwar begrenzt.

Aber wenn sie sich realisieren, kann der Schaden von immenser Höhe sein und den Gewinn der Kommune um ein
Mehrfaches übersteigen. Genau das tritt jetzt in Berlin ein. Möglicherweise haben, wie berichtet,
die landeseigenen Verkehrsbetriebe (BVG) 157 Millionen Dollar in den Sand gesetzt.


Und jetzt raten Sie mal, wer damals Finanzsenator und Aufsichtsrat der BVG war?
Der Finanzsenator und Aufsichtsratschef Sarrazin findet das "höchst ärgerlich" und wirft JP
Morgan vor, die BVG falsch beraten zu haben.

Kopftuchjunge
Achim

findet auch höchst ärgerlich, was Volkswirte mit
Tiroler- und Dreistigkeits-Gen so alles zustande bringen!

http://www.zeit.de/2009/12/DOS-Cross-Border-Leasing

http://www.tagesspiegel.de/berlin/eine-persoenliche-blamage-sarrazins/1370980.html



31. August 2010
Die Zahl der Systemkritiker wächst.

Es sieht so aus, als ob die "Miesmacher" so langsam die öffentliche Meinung durchdringen. Ob Otte, Ulfkotte, Bocker, und nun auch Sarrazin. Auf der anderen Seite die "Gutmenschen", die von ihren Idealen verblendet die Realität nicht sehen wollen. Der Fehler der idealistischen Gutmenschen sind nicht ihre ehrgeizigen Ziele, sondern das Nichteingestehen, dass sich manche dieser Ziele nicht verwirklichen lassen. Nachdem es nicht so geklappt hat, tun wir also so, als ob. Diese Selbstverarsche funktioniert auf Dauer auch nicht. Getreu dem Motto: "…dass nicht sein kann, was nicht sein darf" hat die Gesellschaft kritische Zusammenhänge kollektiv ausgeblendet. Ist Thilo Sarrazin ein Rechtspopulist? Die Ultrarechte sieht sich durch Sarrazin fast schon rehabilitiert, obwohl er sich von dieser Ecke deutlich distanziert und als "Idioten" bezeichnet. Sarrazin bricht Tabus. Das Wort "Gen" in Verbindung mit "Jude" zu bringen ist in Deutschland ein absolutes "no-go"! Zumindest bis heute. Anbetrachts unserer Geschichte ist diese Kombination in der Wortwahl sehr heikel und auch brisant.

Auf der anderen Seite wird es endlich Zeit, mit der Vergangenheit aufzuräumen und die Geschichte sachlich und nüchtern zu betrachten. Dass es ethnische Unterschiede gibt, die auch genetisch bedingt sind, sollte nach wissenschaftlichen Erkenntnissen kein Geheimnis mehr sein. Alleine aufgrund einer ethnischen Zugehörigkeit Vorurteile zu fällen, ist hingegen fragwürdig. Der Verblödungsgrad beispielsweise scheint in der Bevölkerung generell zugenommen zu haben. Als "Beweis" dieser These dienen nicht zuletzt die zahlreichen TV-Sendungen zur besten Prime-Time Sendezeit, wo "fragwürdige" (ich möchte mit das Wort "schwachsinnige" hier nicht anmaßen) Mitbürger, egal welcher ethnischen Herkunft, quasi gesellschaftsfähig auftreten. Leute, die ihr Leben nicht auf die Reihe bringen werden als Opfer der Gesellschaft dargestellt, die einen Anspruch auf bestmögliche Förderung durch die restliche Gesellschaft haben. Das ist ja gut und schön, doch scheint es mir so langsam keinen "Rest" in der Gesellschaft mehr zu geben. Genau in diese Wunde legt Sarrazin seinen Finger. Die Idee zu einer idealistischen Solidargemeinschaft wurde in der Praxis bereits ad absurdum geführt.

Ein Paradigmenwechsel ist schon alleine deshalb notwendig, weil dieses System nicht mehr finanzierbar ist. Der nächste Finanzcrash deutet sich bereits an, wie Sie an den Schlagzeilen über unsere Landesbanken unschwer erkennen können.
Die echten Ersparnisse wurden bereits verpulvert. Einerseits durch ein pervertiertes Wohlfahrtssystem, das Leistungsträger als Melkkuh sieht, aussaugt und damit demotiviert, und anderseits durch die Hochfinanz, die eine "Wertschöpfung" leistungslos und immer hemmungsloser betrieben hat. Der Mittelsandsbürger wurde von zwei Seiten her in die Zange genommen.

Sarrazin (und die Elite hinter ihm) erkennt, dass das System am Ende ist. Er schlägt jedoch nur in die eine Kerbe um davon abzulenken, wer an der Zerstörung des Mittelstandbürgertums die eigentliche Schuld hat. Der Tag X war vorhersehbar, auch von den Eliten. Diese ganze Aktion mit Sarrazin hat nur den einen Zweck, die Öffentlichkeit darauf vorzubereiten, den Zusammenbruch des Systems offensichtlich zu machen. Die Welt des Mittelstandsbürgertums wird zusammenbrechen, wenn sich alle Vorsorgemaßnahmen zur Alterssicherung in Luft auflösen werden. Spareinlagen und Lebensversicherungen, all das schöne Zeug in einem Pyramidenspiel, auf das der Bürger gesetzt hat.

Puff und weg, so einfach geht es. Was guckst du? Dann werden die geprellten Bürger auf die muslimischen Migranten und andere Gruppen losgehen, und auch umgekehrt, weil dann die Alimentierung wegfällt. Wenn sich zwei prügeln, freut sich der Dritte, heißt es bei uns.


"Nachtigall, ich hör dir trapsen", heißt es in Berlin. Traps traps, Sarrazin.

Time to say good-bye, zum Papier! Solange es Edelmetall gibt, ist das Vermögen noch zu retten. Handeln, bevor es zu spät ist.
Wenn nur jeder Bundesbürger ein paar Gramm Gold kaufen würde, so wäre schnell die weltweite Jahresproduktion alleine von den Deutschen aufgesaugt. Zum Glück hat sich das noch nicht herumgesprochen…


30. August 2010
Was geht ab?

Der Mainstream hält die Eurokrise für überwunden, die Gewerkschaften denken über Lohnerhöhungen nach, um auch am "Aufschwung" teilzuhaben. Dem Hundt passt das aber gar nicht so recht und relativiert prompt den "Aufschwung" schon wieder ein wenig, während Sarrazin für noch mehr Diskussionsstoff sorgt. Dafür überschwemmt die japanische Zentralbank die Welt mit billigen Yens zu lächerlichen 0,1% Leitzins. Alles in bester Ordnung, denn krasser können die Widersprüche ja wohl kaum sein. Die Welt ersäuft in einer Dollar und Yen Flut, und der Euro steht auch nicht viel besser da.
Was Wunder, dass die Edelmetalle noch nicht viel teuerer geworden sind.
Es braut sich jedenfalls wieder etwas zusammen. Mal sehen, wann es die nächsten großen Einschläge gibt. Solange sich keine Rettung des globalen Finanzsystems abzeichnet, solange ist man mit Edelmetallen auf der richtigen Seite. Die Finanzkrise konnte man nicht einmal im Ansatz eindämmen. Alles was passiert ist, ein paar Pflaster auf die Wunden zu kleben. Darunter eitert das Geschwür weiter.
Warten wir einmal ab wie sich die Stimmung in Deutschland entwickelt, wenn die nächsten Quartalszahlen veröffentlicht werden. Der Aufschwung scheint an Schwung zu verlieren…


29. August 2010
Was guckst du (Teil2) - von Achim

27. August 2010
Geldsystem - Der letzte Sargnagel. Ein Artikel von Michael Mross auf den mmnews...

So läuft die Geldmaschine. Man muss doch wirklich nicht besonders intelligent sein, um diese einfachen Zusammenhänge nachzuvollziehen. Was mich erschüttert ist die Tatsache, das so etwas vor den Augen der Öffentlichkeit abgeht. Die machen sich nicht einmal mehr die Mühe, es geschickt zu verschleiern. Wenn Herr Mross schreibt, dass die wenigsten Menschen das kapieren, an welchen Grad der Verblödung leidet dann die Menschheit? Dass wir gegen die Macht schwer etwas unternehmen können, und dass die Bevölkerung daher resigniert, mag ja noch einleuchten. Aber bei diesem Affenspiel auch noch selbst mitmachen?

Wie lange das System noch hält, das ist die Frage. Das gemeine Volk jedenfalls steigt nicht aus, von dieser Seite droht keine Gefahr.

Auf der anderen Seite wird jedoch offensichtlich bereits ein anders Ablenkungsmanöver vorbereitet. Welche Rolle spielt z.B. Sarrazin? Immer mehr "Prominente" begehen den Bruch mir der "politischen Korrektheit" und legen Feuer an die Lunte. Die von oben verordnete "PC" erschuf zwar eine Gruppe von idealistischen, aber realitätsfremden "Gutmenschen", aber man kann das auch übertreiben. Und wie jede Übertreibung in einer bestimmten Richtung, provoziert das eine Gegenreaktion in die andere Richtung.
Wie in jeder schweren Krise ist es durchaus nützlich, rechtzeitig einen Sündenbock zu präsentieren. Probiert man derzeit etwa aus, auf was die Masse besonders abfährt? Nachdem die Finanzkrise bereits das Image des "Banksters" hervorgerufen hat, welche Gruppe lässt sich nun am leichtesten als Sündenbock darstellen? In Schönwetterperioden braucht man keinen Sündenbock. Das ganze Tamtam hierüber sollte einem also schon zu denken geben...


26. August 2010
Gestern, in Börse im Ersten!
Ich trau meinen Augen und Ohren nicht. Da wird doch behauptet, dass Gold in den letzten Jahren so gut wie alle anderen Anlageklassen outperformt hat!

Im 2. Quartal dieses Jahres haben die Deutschen 44t Gold gekauft, gefolgt von Indien, China und den USA.
Außer in Deutschland spielt das Goldinvestment in Europa keine große Rolle.
44 Tonnen, klingt gigantisch. Rechnen Sie doch einmal nach, wieviel kg da pro Kopf zusammenkommen ;-)


Was guckst Du? Ein Beitrag von Achim.(PDF)

Raus aus dem System
Alle Finanzwerte, die auf unserem Kreditgeldsystem basieren, müssen zwangsläufig verlieren. Die einzige logische Konsequenz aus der allgemeinen Überschuldung ist ein Gläubigerverzicht. Wenn wir die Parität der Bilanzsumme allen Geldvermögens mit den existierenden Realwerten ansetzen, ergibt sich ein Abschreibungsbedarf von weit über 90%. Geldwertvermögen müsste also durchschnittlich um 90% abgewertet werden, oder die Güterpreise sich durchschnittlich verzehnfachen, damit wir wieder ein tragfähiges Geldsystem haben.


Wer glaubt, dass Gold überbewertet sei, der muss allen Ernstes davon ausgehen, dass die Kaufkraft von Gold um 90% abwerten könnte. Eher fließt Wasser den Berg hinauf. Für Silber oder andere Edelmetalle gilt im Prinzip das Gleiche. Es ist für uns unverständlich, dass nicht alle Leute aus unserem Geldsystem aussteigen. Die Abschreibung dieser Vermögenswerte ist am Ende unabdingbar. Die einzige Lösung besteht darin, in Anlageformen umzuschichten, bei dem kein Gegenparteirisiko besteht. Physisches Edelmetall unter eigener Kontrolle hat kein Gegenparteirisiko. Sie müssen lediglich vorsorgen, dass man es Ihnen nicht wegnehmen kann. Aber dieses Risiko besteht auch bei allen anderen Besitztümern und ist deshalb kein Argument gegen das Edelmetall.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, dass das Gold (und Silber) auch von der Masse entdeckt wird. Noch steht es nicht auf deren Radar, der erfolgreichen Propaganda gegen das Gold sei Dank. Aber das Vertrauen in das System bröckelt zunehmend. Die Deutschen kaufen derzeit die größte Menge an Gold, zu Investitionszwecken. Insgesamt wird mehr nachgefragt, als durch Förderung und Recycling auf den Markt kommt. Der Markt ist eng. Schon jetzt. Und das Vertrauen in die Finanzmärkte wird bestimmt nicht besser. Worauf wollen Sie noch warten?

25. August 2010
Wie lange noch? (Quam diu?)
Als Hartgeldler tut man sich derzeit wieder schwer, Überzeugungsarbeit zu leisten.
Auch unter denjenigen, die das System durchschaut haben, existieren sehr unterschiedliche Meinungen darüber, wie lange es noch hält. Das Kreditgeldsystem hält solange, wie sich noch weitere Aufschuldungspotenziale ausnutzen lassen. Durch kreative Buchhaltung und gefälschte Statistiken ist es gelungen, die Sache vollkommen zu vernebeln. Der Mainstream verbreitet Daten, die keine rationale Entscheidungsgrundlage mehr darstellen. Im Prinzip kann man im Finanzpoker in fünf essentielle Mitspieler ausmachen. An erster Stelle ist hier die Zentralbank zu nennen, danach der Staat, die Geschäftsbanken, die Privatwirtschaft, und letztlich auch die Außenhandelsbeziehungen. Diese Rädchen müssen sich drehen. Fällt einer der Mitspieler mangels Vertrauen aus, ist das Spiel zu Ende.


Immer dann, wenn es in der Privatwirtschaft kritisch wird, springt der Staat (treu dem keynesiansichen Ansatz zufolge) als Schuldenmacher ein. Ein Konjunkturprogramm ist nichts anderes als neue Aufschuldungsräume zu schaffen. Doch wie lange kann sich ein Staat noch verschulden, oder besser: weiter aufschulden? Hier gehen die Meinungen weit auseinander. Skeptiker (oder in unseren Augen: Realisten), gehen davon aus, dass alle westlichen Staaten bereits bankrott sind. Optimisten nehmen an, dass die Staatsverschuldung sogar ein Volumen von 300% des BIPs erreichen könnte, bevor das Licht ausgeknipst wird.


Wenn dem so wäre, dann hätte zumindest Deutschland ja noch eine Menge Luft.
Dabei steht außer Zweifel, dass sogar Deutschland seine Schulden nie mehr zurückzahlen kann. Ein deutscher Mathematikprofessor (Prof. Dr. Bernd-Thomas Ramb - Vor der nächsten Währungsreform) hat in seinem Dossier salopp vorgerechnet, dass 1000 ! Jahre nicht ausreichen würden, um die Schulden zurückzuführen. Wenn ein Schuldner keine Chance mehr hat, innerhalb seines Lebens die Schulden begleichen zu können, dann ist er ohne Zweifel bankrott. Wer gibt der Bundesrepublik allen Ernstes noch tausend Jahre? Davon haben schon andere Spinner geträumt. Außerdem gibt es ja noch die Unkenrufer die behaupten, dass das deutsche Volk aufgrund zu geringer Reproduktionsrate in 200 Jahren sowieso ausgestorben sein wird.

Immerhin scheint aber die Zentralbank gewillt, direkt oder indirekt auch weiterhin Staatsanleihen monetarisieren zu wollen, egal welche Bonität besteht. Und das Zentralbankgeld wird von den übrigen Teilnehmern immer noch ohne Vorbehalt angenommen. Warum sollten die Bonds auf den Markt fliegen, solange die Zentralbanken mitspielen. Solange das Zeug nicht panikartig abgestoßen wird, kann die ZB ohne weiteres eingreifen. Ausschlaggebend ist also, wie lange das Zentralbankgeld noch angenommen wird. Und das wird es, solange die Güterpreisinflation nicht galoppiert.
Die kritischen Punkte sind also die Inflation bei den Rohstoffen und bei den Gütern. Natürlich müssen dabei auch die "Rohstoffe mit Geldcharakter" unter Kontrolle bleiben.

Wie ist es denn in den letzten Jahren abgelaufen? Immer dann, wenn deflationäre Tendenzen (Korrekturen) das (Schuldgeld-) System in Bedrohung brachte, wurde die Notenpresse bedient.
Die Auswirkungen sind zwangsläufig inflationär, und nach der Phase "Inflation bei Anlagevermögen" muss die Inflation irgendwann auch auf die Güterpreise durchschlagen. Wer sich heute freut, dass die Krise (sprich deflationärer Crash) für Deutschland abgewendet worden konnte, wird die Kröte der (Hyper-) Inflation schlucken müssen.


Mainstream Propaganda: Spekulanten treiben Weizenpreis in die Höhe!
Frontal 21 et al.:

Die bösen, bösen Spekulanten treiben den Weizenpreis in die Höhe, Hilfsorganisationen lamentieren, dass sie derzeit doppelt soviel zahlen müssen - ergo nur halb soviel Menschen versorgen können. Menschen müssen verhungern, weil die gewissenlosen Spekulanten Reibach machen wollen und auf den Terminmärkten für Rohstoffe eine Blase erzeugen. Dabei gäbe es nicht einmal eine echte Knappheit an Weizen, der Preis würde alleine von der Gier der SPEKULANTEN getrieben.
Da haben wir den Sündenbock, viele der Überschwemmungs-Pakistani müssen also nur wegen der Spekulanten verrecken.


Lassen wir doch einmal die Kirche im Dorf. Wohin soll denn all das frisch gedruckte Geld?
Bei der Bevölkerung kommt es jedenfalls nicht an. Also nur bei denjenigen, die Anlegen wollen oder müssen. Versicherungen, Pensionsfonds etc. etc. sind ja gezwungen, das Geld irgendwo reinzustopfen. Nachdem der Immobilienmarkt in vielen Ländern abgebrannt ist, bei vielen anderen Assets ebenfalls nur eine blutige Nase zu holen ist, wohin soll dann all das viele neue Geld?

Kein Wort davon, dass der eigentlich Schuldige an der Misere die Geldpolitik der Notenbanken ist. Das ist eben der Preis dafür, wenn man einen deflationären Crash in Geld ersaufen möchte. Jetzt fließt das Geld eben dorthin, wo es für den Verbraucher und Konsumenten richtig weh tut. Auch bei uns werden die Brötchen demnächst teuerer, wie die Bäcker bereits angekündigt haben.

Aber dem Mainstream fällt nichts besseres dazu ein, als geldgierige Spekulanten dafür verantwortlich zu machen. Ist ja auch so schön bequem, wenn man nicht Ross und Reiter nennen muss. Irgendwelche anonymen Spekulanten? Seltsam nur, dass fast alle Geschäftsbanken neuerdings den Rohstoffmarkt entdeckt haben, und entsprechende Produkte verkaufen. Würg!

Noch etwas Böses: Das böse Bargeld. Bericht auf infokriegernews.
Natürlich ist der Gebrauch von Bargeld nur für Schwarzarbeiter, Drogendealer und andere Verbrecher interessant.
Wer nix zu verbergen hat, der kann ja mit der Bankkarte bezahlen, so wie das die meisten Leute schon für Zweieurofünfzig-Beträge das an der Aldi-Kasse tun. Da regen sich die Leute wegen Googles Streetview auf, und gleichzeitig lassen sie sich freiwillig über Payback, kreditkarten und anderen Scheißdreck tracen. Voll danaben..
.

24. August 2010
Zunächst ein interessanter Link: http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_458750

1857: Versunkenes Gold lässt Wall Street einbrechen
Auch wenn die Zahl etwas krumm ist: Vor 153 Jahren, am 24.8.1857, ereignete sich zum ersten Mal eine Krise, die das Prädikat "Weltwirtschaftskrise" verdient hat. Und die einige Parallelen zur Krise von 2008/09 aufweist.


Gestern Abend im Bayerischen Fernsehen in Geld & Leben (Wirtschaftsmagazin):
Prognosen der "Experten" sind in der Regel untauglich und nicht besser als Zufallsergebnisse. Am Beispiel der Börsenkurse wurde das erläutert. Da alle "Experten" über die annähernd gleichen Grunddaten verfügen, sind die zukünftigen Erwartungen bereits in den Aktenpreisen mit eingepreist. Was nicht "berechnet" werden kann, sind unvorhersehbare und zufällige Ereignisse, welche den erwarteten Kursverlauf erheblich verändern. Diese zufälligen und unerwarteten Ereignisse kann der Laie ebensowenig voraussehen wie die Experten mit ihrem umfangreichen Datenmaterial. Oftmals sind die Prognosen, die aus dem Bauchgefühl" heraus gemacht werden, um Längen besser als die mathematisch errechneten Modelle.

Die richtige Intuition ist offensichtlich nicht nur reiner Zufall, sondern unbewusst das Produkt aller bereits gemachten Erfahrungen im Leben. Wenn das so ist, kann man seine Entscheidungen ruhig aus dem eigenen Bauchgefühl aus treffen. Das scheint immer noch besser zu sein als auf den Rat von "Experten" zu hören.


23. August 2010
Durchblicker gegen Naiv-Euphoriker

Wenn man die Talkshows und Polit- bzw. Wirtschaftssendungen verfolgt, überkommt einem das Grauen. Propaganda oder Naivität? Da wird im Bayerischen Fernsehen das Ende der Krise gefeiert. Deutschland ist auf dem besten Wege, seinen Titel als Exportweltmeister zurückzuerobern, heißt es da.
Na ja, so nebenbei lässt man auch ein paar (unkritische) Kritiker zu Wort kommen: Dass der Aufschwung ja nur durch den Export getrieben würde, und die Binnennachfrage eher mau sei. Da fordern die Gewerkschaften eine Lohnerhöhung, um mindestens den Inflationsausgleich zu erzielen.
Das hatten wir vor der Krise doch auch schon alles. Da wird die Nachfrage nach deutschen Automobilen hochgejubelt, und dass die Amis und jetzt auch die Chinesen unsere (überteuerten) Edelfahrzeuge nachfragen. Über die Zustände in den USA müssen wir uns nicht unterhalten. Und die Chinesen kaufen unser Zeug auch nur dann, wenn wir Ihnen gleichzeitig unser Know-how kostenlos als Dreingabe dazugeben. Wie dumm ist der Westen eigentlich. China hatte früher seinerseits einen Exportschlager: Kostbare Seide, die in der Welt begehrt war. Die Chinesen hatten ihre Produktionsmittel und das Know-How (Seidenraupe) streng kontrolliert, um seine wirtschaftliche Vormachtsstellung nicht zu gefährden.
Der Westen hingegen (und später auch Japan) lieferte seine Spitzentechnologie dagegen fast gratis frei Haus. Was wollen wir Bitte noch exportieren, wenn alles Know-How bereits verscherbelt ist?
Herstellen können die Schlitzaugen die Waren wesentlich billiger.
Der Westen (speziell Deutschland) schaufelt sich sein eigenes Grab, und das soll ein Aufschwung sein?

Und noch ein
Artikel von Achim: "Kaum gedacht" (PDF)

20. August 2010
Achim hält die Stellung:
Innerer Reichsparteitag II (PDF)

18. Augsut 2010
An der Nordseeküste, eine Glosse von Achim (PDF)
und gleich noch ein weiterer Beitrag vom selben Autor: Innerer Reichsparteitag...

Für Schafe: Anti Gold Werbung in der "Kapitalschutz Akte"
Passt doch herrlich zum mementanen Zeitgeist. Wer sein "wertloses" Gold verkaufen möchte, her damit. wir nehmen es gerne!
P.S.. Dieses Beispiel zeigt wieder einmal deutlich, wie die Finanzdiesntleister Kohle machen. Erst rein in die Kartoffeln, dann raus aus den Kartoffeln.
Nichts gegen ein Umschichten von Vermögenswerten, aber alles zu seiner Zeit.

17. August 2010
Crashpropheten in der Krise

Der Mainstream macht sich angesichts des "gigantischen" Aufschwungs bereits über die verschiedenen, bekannten Krisenmahner lustig. Eine gewisse Häme verspüren ja auch wir "Hartgeldler", wenn wir von Bekannten und Freunden mitleidige Blicke ernten. "Der DAX hat sich wieder auf über 6000 Punkte erholt!". "Rieser-Rente oder ein Bausparvertrag sind doch eine sinnvolle Vorsorge!" Wenn man argumentiert, dass es nicht besonders klug sei, am Ende des Kreditzyklus in papierene Finanzprodukte, egal welche, zu investieren, so trifft man in der Regel auf Unverständnis. Dabei ist das Spiel doch wirklich nicht allzuschwer zu durchblicken.

Kredit gewähre ich nur einem Schuldner mit guter Bonität, von dem ich einigermaßen sicher sein kann, dass er seine Schulden bedienen kann. In einem Kreditgeldsystem ist es deshalb von immenser Wichtigkeit, dass die überwiegende Zahl der vergebenen Kredite nicht faul sind. Ist das nicht der Fall, so darf man diesem System kein Vertrauen mehr entgegenbringen. Das gesamte Finanzsystem hat seine Bonität, und damit sein Vertrauen verspielt. Wenn man überhaupt noch Geschäfte macht, dann nur "Zug-um-Zug" Geschäfte, um das Ausfallrisiko zu minimieren. Ware gegen Geld ist dabei nicht einmal ein echtes Zug-um-Zug Geschäft, da hinter dem Geld ja auch nur ein Kredit steht. Also muss der Empfänger von Geld (nichts anderes als eine abgetretene Forderung) dieses unverzüglich auch in "Hardware" einlösen.

Vermögenswerte auf Basis von Forderungen sind nur so gut wie der Schuldner, der hinter diesem Vermögenswert steht. Über 90% aller Vermögenswerte sind nicht mehr realisierbar.
Warum glauben Sie denn, haben amerikanische Multimilliardäre einen großen Teil ihres Vermögens "verschenkt"? Das war kein Opfer sondern ein kalkulierter Gläubigerverzicht. Die wahnwitzigen Millardensummen wären in ihrer Gesamtheit nie und nimmer realisierbar gewesen. Diese Milliardäre haben einen guten Teil ihres Vermögens längst in echte Vermögenswerte umgeschichtet, den Rest können sie abschreiben, weil sowieso real bereits verloren. Das ist Kalkül - und ein Indiz dafür, dass das System bereits kurz vor dem Ende ist.
Es läuft also auf einen Schuldenerlass hinaus, entweder auf freiwilliger Basis (wie das Gates und Co. vorexerzieren, oder unfreiwillig, wie es die Systemgläubigen bald tun werden.


Etwas aufzugeben, was ich sowieso nicht realisieren kann, ist kein wirkliches Opfer. Es zeugt lediglich von gesundem Realitätssinn, wenn man eine Illusion aufgibt. Buffet, Gates und all die anderen sind offensichtlich Realisten genug, sonst hätten sie es nicht so weit gebracht. Nur der kleine Spießbürger hält also noch an der Illusion fest.


"Am Lachen erkennt man den Narren!" Lacht nur, ihr Verblendeten, die ihr einer idiotischen Illusion nachhängt. Lacht über uns, und über Kassandra. Wie heißt es so schön? Wer zuletzt lacht, lacht am Besten.


16. August 2010

Zuschrift eines Lesers:
Das ganze hat eigentlich seit Herbst 2008 einen Total-Crash erlitten.
Alle Regeln wurden geändert.
Die Masse hat es nicht mitbekommen bzw. es ist ihr wurst. Der Urlaub ist sicher und der Blödel-Konsum sowieso.

Man kann darüber fast mit niemanden reden.
Viele blocken gleich ab.
Andere mit Halbwissen sind so gescheit , das &&&&&&..
Und selber glaub ich nun auch schön langsam dass die ganze Illusion nun doch noch eine längere Zeit dauern könnte, weil die Masse bestimmt nicht vor dem Ende aufwachen wird. Und sonst haben die doch alle Hebel schön im Griff.

Müssen wohl auf die Inflation warten.
Und das wird wohl auch noch lange dauern, bis sich die durchgefressen hat.
Und an den Abverkauf der Anleihen glaube ich nicht, da wie gesagt die alle Hebeln momentan noch recht gut im Griff haben. Also wird s auch nichts mit der Hyperinflation.
Aber ich halt es nicht mehr aus unter all den Schafen und Voll Schafen um nicht zu sagen
Vollidioten.

Fazit:
Ich muss mich von der vollkommen verblödeten Konsum Masse als Vollidiot hinstellen lassen.
Die da oben werden sicher so einen Lachkrampf haben , das diese lebensunfähige Masse ihr System bis zum Schluss so ernst nehmen und gar nicht merken wie sie eigentlich unter diesem selber leider und selber ausnehmen. Nein die Masse verteidigt sogar noch dieses System.

DIE DA OBEN WERDEN VOR lauter Lachkrampf nur noch heiter so weiter machen.
Die brauchen Ihr System gar nicht mehr anpreisen, es wird durch die Schafe verteidigt bis zum letzten Schaf.

Gute Nacht


Kommentar: Für die "Sehenden" ist es manchmal frustrierend. Aber es hat keinen Sinn, Schafe missionieren zu wollen. Die sozialen Sicherungssysteme werden durchbrennen, das monetäre System wird implodieren - mit Sicherheit - irgendwann. Sollen die Konsumidioten doch auf Pump weitermachen, bis sie bis zum Hals in der Sch… stecken. Die Fallhöhe, eines Tages schrecklich sein. Das fatale ist, dass sich der Mensch sehr schnell an Komfort und Luxus gewöhnt, auch wenn der kreditfinanziert ist. Der Entzug dieser Droge ist hart, wie bei einem Junkie, der keine Drogen mehr einwirft.

Wir sind bereits "clean", haben dem überflüssigen Konsum und den Krediten abgeschworen, und was uns der Fiskus nicht raubt, wird schön brav für das verwendet, was viele als barbarisches Relikt verschmähen. Ich habe mich früher immer gefragt, wie es denn möglich gewesen war, dass das (deutsche) Volk den Wahnsinn des Nationalsozialismus größtenteils mitgetragen hat. Wenn ich die Zustände heute betrachte, wundert mich das inzwischen nicht mehr.
Wenn Wahnsinn zur "Normalität" wird, fühlt sich der "normale" zwangsläufig wie im Irrenhaus. Aber was sollen wir tun? Bei diesem Wahnsinn auch noch mitmischen?

Auch wenn es lange dauert, wir werden den Paradigmenwechsel sehen. Übrigens liegen wir noch voll innerhalb unserer ursprünglichen Zeitschiene, die von einem deutschen Staatsbankrott zwischen 2010 und 2015 ausgegangen ist. Die Bankenkrise hat uns lediglich Anlass zur Hoffnung gegeben, dass das Trauerspiel vorzeitig hätte beendet werden können. Nun tropft es halt weiter. Und irgendwann kommt der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt. Und das kann sehr schnell und vollkommen unerwartet geschehen. Spielen wir das doofe Spiel eben noch mit, solange es noch dauert. Ob uns andere als Vollidioten sehen, ist doch völlig irrelevant. Sind wir doch tolerant genug, dass uns die "anderen Idioten" als Deppen abstempeln, wir tun das doch umgekehrt genauso. Nur sollten die (so wie auch wir) die Verantwortung für unser eigenes Handeln dann auch selbst übernehmen.


Die Leiden des jungen W. (Teil 2) (von Achim)

In eigener Sache: Die Administration dieser Seiten leidet zur Zeit wegen unzulänglicher UMTS Netzabdeckung und schlechter Qualität der Verbindungen.
(Provider ist o2, kann nicht weiterempfohlen werden...)

15. August 2010
Sie kennen die "bescheuerte" Werbung des jungen Mannes,
der nicht "verunsichert" werden will?
Achim hat sich von diesem Spot inspirieren lassen und
folgenden Artikel geschrieben: Die Leiden des jungen W ...

Video: Geldsystem ausser Kontrolle - Interview mit Prof. Huber

12. August 2010
Geh doch in die Schweiz (amüsantes YouTube-Video, mit freundlichen Empfehlungen von herzoINVEST)

KB-Gold - Abzocker oder geniales Vertriebskonzept?
Für so manche "Vermögensberater" bietet KB-Gold eine Steilvorlage, gegen Edelmetallinvestments generell zu schießen. Wer selbst im Glashaus sitzt, sollte besser nicht mit Steinen werfen. Direktstrukturvertriebe haben es einmal so an sich, dass deren Produkte nicht gerade günstig sind. Demzufolge müsste man Tupperware & Co. ebenfalls als unseriöse Machenschaften abstempeln, wobei die eingefleischte Community natürlich auf die eigenen Produkte schwört.


Gold ist kein kompliziertes Produkt. Muss man Verbraucher oder Kunden davor schützen, wenn sie gegebenenfalls zu teuer einkaufen? Das Provisionsschema wird ja offen gelegt, und von wem anders als von den Käufern kommt das Geld dafür? Wer nicht eins und eins zusammenzählen kann, ist selbst schuld. Der Spread (Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis) liegt bei den angeboten Produkten - ein in Plastikkarten eingeschweißte 1 Gramm Goldbarren (was ist den der Diminutiv von Barren?) - bekanntlich besonders hoch, und KB-Gold orientiert sich hier offensichtlich an den Preisen der Banken und Sparkassen für vergleichbare Produkte.


Immerhin wird das Produkt als Krisenwährung angeboten, als Versicherung gegen Hyperinflation und Kaufkraftverlust durch eine Währungsreform. Punkto der geleisteten Aufklärungsarbeit unterscheidet sich KB-Gold nicht wesentlich von unseren Aktivitäten, abgesehen davon, dass die Organisation ausschließlich ihre eigenen Produkte als das Non-plus-Ultra anpreist. Klar- kleine Einheiten sind in der Krise als Tauschmittel wesentlich flexibler - für den Fall der Fälle, wo eine Papierwährung nicht mehr angenommen wird. Ein smartes Investment ist es jedoch auf keinen Fall. Aber KB-Gold erhebt auch hier nicht einmal den Anspruch, dass es ein solches sei. Im Gegenteil: KB distanziert sich ausdrücklich davon, deren Produkte als "Spekulationsobjekt" zu sehen und unterstreichen die Funktion als ultimative Krisenwährung, als "Währungsgold".


Was drum-herum folgt sind noch die branchenüblichen Einlullungszeremonien, von denen ich bei anderen Direktvertriebsorganisatoren bereits wesentlich schlimmere gesehen habe. Wenn ich unbedingt eingeschweißte Mini-Kinebarren haben möchte, bekomme ich diese sogar beim Lateiner noch billiger, und sogar mit geringerem Spread, aber was soll's! Wenn die Methode des Direktvertriebs dazu geeignet ist, den unbedarften Schafen wenigstens ein wenig systemkritisches Bewusstsein zu vermitteln, so darf man den KB-Leuten auch nicht verübeln, daran verdienen zu wollen. Immerhin ist es immer noch besser, ein paar Gramm Goldkrümel über Marktpreis einzukaufen, als seine letzten Spargroschen in unsinnige Papieranlagen zu stecken.

Wenn man die, teilweise arglistig versteckten Kosten im papierenen Finanzdienstleistungssektor betrachtet, so sind die Provisionen bei KB regelrecht noch "Peanuts". Solange die Ware echt ist, und der Ort der Verwahrung des Materials der eigenen Entscheidungsfreiheit unterliegt, kann ich nichts Verwerfliches an diesem Konzept entdecken. Woher das Gold kommt, tatsächlich aus eigene Minen, wie behauptet, oder von sonst woher dazugekauft, kann dem Käufer im Grunde genommen egal sein.
Quid pro quo! Ab wann die Verhältnismäßigkeit nicht mehr gegeben ist, davon hat sowieso jeder eine andere Vorstellung. Die HGCN'ler sind für KB sowieso nicht das geeignete Klientel…


KFZ-Zulassungszahlen:

Die Kurve im Verlauf des Jahres 2010 folgt dem Muster aus 2008, nur auf niedrigerem Niveau.
Eigentlich erstaunlich, dass immer noch so "hoch", nach dem Abwrack-Strohfeuer im letzten Jahr...

(Da ist noch mehr drin!)

Die Tiroler sind lustig... (Eine sarkastische Glosse von Achim, PDF)

Hinweis:
Neu in der Textsammlung:
Das Gold der Notenbanken – Funktion und Bedeutung
(... man höre und staune, die Rolle des Goldes wird von einem Bundesbanker erklärt...)
Anmerkung: Ob die angeführten Goldbestände wirklich noch vorhanden sind darf bezweifelt werden.

11. August 2010
Altersarmut in Bayern.

Die Sozialverbände schlagen Alarm. Jetzt rudern sogar die "Erfinder" der "Rente mit 67" wieder zurück. Mit zunehmenden Alter lassen sich viele (abhängig) Beschäftigte nur noch schwer vermitteln. De facto gibt es keinen Arbeitsmarkt für ältere Mitbürger, so dass die Rente mit 67 auf nichts anders als eine Rentenkürzung hinausläuft. Was solle es auch schon anders sein. Aber egal, welchen Sand uns die Regierung in die Augen streuen will: Wir wissen es ja ohnehin bereits, wohin der Hase läuft. Nicht nur das Rentensystem läuft in eine Sachgasse, es sind alle Sozialsysteme.
Da kann VDK & Co. noch soviel auf Missstände hinweisen, es ändert nichts mehr. Das Problem ist systembedingt. Gerade die mittlere Generation sollte jetzt aufwachen und die Notbremse ziehen. Denn buchstäblich ALLES, was sie bis dato in die Sozialsysteme einschließlich den ganzen privaten Vorsorgeschrott wie Lebensversicherung oder private Rentenversicherung investiert haben, ist real bereits verdunstet. Als Angestellter oder Arbeitet hat man ja gar keine andere Wahl, als in die Zwangsabgaben mit leeren Versprechen zu schlucken. Aber bitte tunlichst nicht daran glauben, dass es damit getan ist. Echte Sparrücklagen können nur außerhalb des Systems gebildet werden.
Wir wollen nicht lange um den heißen Brei herumreden. Es ist einfach Wahnsinn, wie die meisten Leute ihr Nettoeinkommen verplempern. Die Mehrheit besteht aus Konsumjunkies, die für das Prestige nach außen eigentlich weit über ihre Verhältnisse leben. Selbst wenn sie nicht zur Gruppe der Totalverblödeten gehören, die ihren Konsum auch noch mit Krediten finanzieren, in den meisten Haushalten ist die Sparquote viel zu gering. Nochmals die eindringliche Warnung: Die Sozialsysteme werden in absehbarer Zeit kollabieren, weil es gar nicht anders geht. Wenn es überhaupt eine Versorgung gibt, dann auf einem Niveau des absoluten Existenzminimums.
Wer sich nichts aufgebaut hat bzw. in der "falschen" Anlageklasse investiert hat, dürfte kaum einer rosigen Zukunft entgegenblicken. Wer nichts bzw. alles Einkommen bereits verkonsumiert hat, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen. Für diejenigen, die momentan noch in der "falschen" Anlageklasse sind, bietet sich jetzt vielleicht die letzte Möglichkeit zur Umschichtung. Für die junge Generation bietet sich die Chance, mit der richtigen Ausbildung eine Qualifikation zu erreichen, die später auch einmal nachgefragt wird. Der Großteil der ambitionierten, jungen Generation lässt sich derzeit jedoch für eine aussichtslose Sache und mit falschen Hoffnungen verheizen. Eine interessante Darlegung dazu hören wir kürzlich von einem HR-Manger, der die Sache sehr gut überblickt.
Doch dazu mehr beim nächsten mal...


Fed: Mit Vollgas in die Inflation (Lesenswerter Artikel auf den mmnews...)

Und schließlich noch ein Artikel von Achim: Rohmilchkäse-Terroristen! (PDF)

10. August 2010
Zurückrudern? Nein Danke!

Gegenwärtig bieten sich Diskussionen an, inwiefern der Hartgeld Club in der Vergangenheit eine realistische Einschätzung der Lage ermöglichte. Waren einige Vorsorgemaßnahmen nicht überzogen? Eine Antwort dazu kann nicht pauschal gegeben werden.
Hinsichtlich der wichtigsten Empfehlung, von Beginn an (2006) in Edelmetalle zu gehen, war diese Strategie goldrichtig. Gegenüber anderen Anlageformen hat dieses Investment eine seither eine ausgezeichnete Performance hingelegt.
Was ist mit dem von uns prognostizierten Crash? So manche Horrorszenarien sind bislang nicht eingetroffen. Allerdings hat der HGCN diese Extremszenarien immer relativiert. Sie können eintreten, müssen aber nicht in dieser Form. Uns war es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, und zwar frühzeitig, nicht erst dann, wenn es zu spät ist.
So wie der Aufschwung 2006-2008 nicht bei der Bevölkerung angekommen ist, so ist auch die Krise 2009 nicht voll angekommen. Auch der momentan wieder erwartete Aufschwung wird bei der Bevölkerung nicht ankommen.
Die Logistikkette ist infolge der Finanzkrise nicht zusammengebrochen, aber diese Gefahr war absolut nicht nur abstrakt. Das System ist mehrmals haarscharf am Supergau vorbeigeschlittert. Vorräte zu bunkern war (und ist immer noch) eine kluge Vorsorgemaßnahme, die weder hohe Kosten, noch einen übermäßigen Aufwand bedeutet. Es ist eine Versicherung in Notfällen, und zwar eine, die nicht Pleite gehen kann.
Momentan sieht es tatsächlich so aus, als ob die Crash-Alarmstufe etwas zurückgenommen werden könnte. Es deutet nichts darauf hin, dass das System in der näheren Zukunft kollabieren sollte. Andererseits ist gerade diese Ruhe vielleicht sogar trügerisch. Die Gefahr liegt darin, dass ein Gefühl der vermeintlichen Sicherheit zur Sorglosigkeit und zum Leichtsinn verleitet. Erneute, massive Einschläge können jeden Tag wieder eintreten. Wenn das System eines Tages tatsächlich kollabiert, dann wird es keine Vorwarnzeit geben. Die Masse soll und darf nicht rechtzeitig aus dem System aussteigen, denn das wäre das vorzeitige Ende. Einen Zeitplan haben wir nicht, leider. Wir müssen einfach abwarten und Geduld haben. Ja- das Abwarten nervt manchmal. Aber einen Weg zurück gibt es nicht. Es kommt so, wie es kommen muss. Die Verhinderung des Systemcrashs kam uns teuer zu stehen, durch Putsch und Brechen von Gesetzen und Regeln, verbunden mit massiven Einschnitten in unsere Freiheits- und Eigentumsrechte. Zustände wie im alten Rom. Die Bevölkerung wird mit Brot und Spielen ruhig gehalten, während die Eliten und die Möchtegernoberschicht weitgehend dekadent sind. Solche Zustände waren noch niemals stabil, und es wird auch diesmal nicht Bestand haben.


9. August 2010
Stimmung in der Wirtschaft uneinheitlich.
Die aus den USA kommenden Wirtschaftsdaten sind weiterhin enttäuschend. In Fernost ist China weiterhin die Wirtschaftslokomotive, in Europa hat momentan Deutschland diese Rolle wieder eingenommen. Die deutsche Automobilindustrie hat sich, was Wunder, Dank der Nachfrage aus China einigermaßen gut erholt, zumindest für die deutschen Premiummarken. Mercedes Benz und BMW scheinen als Statussymbol bei den reichen Chinesen den hohen Preis zu rechtfertigen. Und in den USA gibt es wohl auch noch eine zahlungskräftige Oberschicht, die sich Prestige weiterhin leisten können.
Auch kann sich der deutsche Maschinenbau derzeit nicht über mangelnde Aufträge beklagen. Alles wieder in Butter also? Schön wär's!

Die ursächlichen Probleme sind in keinster Weise gelöst worden. Ohne die abgepressten deutschen Garantien für quasi Resteuropa wäre die EU bereits am Ende. Osteuropa (Ausnahme: Tschechin) und die Südschiene der Euroländer sind finanziell landunter, und die Italiener wollen sogar die Dolomiten verkaufen, um ein paar Milliarden in die leere Staatskasse zu pumpen.

Auch wenn die deutsche Wirtschaft derzeit von einem weiteren Einbruch verschont zu bleiben scheint, von Entwarnung kann nicht die Rede sein. Bestenfalls ein Aufschub. Bund, Länder und Kommunen sind pleite, die Sozialsysteme nicht mehr finanzierbar, die hohe Abgabenlast stößt bei der Bevölkerung allmählich auf Widerstand. Die teilweise euphorische Stimmung ist nicht angebracht. Nur weil das Minus nicht so stark ausgefallen ist, wie viele Skeptiker befürchtet haben, ist das noch lange kein Aufschwung, bestenfalls eine Zwischenerholung in einem weiterhin übergeordnetem, negativen Trend.

Dazu umgekehrt verhält sich der Goldpreis. Die 1200 $ Marke scheint eine starke Hürde zu sein, die offensichtlich nicht dauerhaft unterdrückt werden kann. Für eine weitere Konsolidierung des Goldpreises sehen wir nicht mehr allzu viel Spielraum nach unten. Auch auf Eurobasis ist der derzeitige Preis gemessen an anderen Gütern durchaus fair bewertet. Und gegenüber Finanzprodukten ist das Edelmetall immer noch sau-günstig. Nicht benötigter Überschuss an Kaufkraft ist im Edelmetallsektor immer noch gut aufgehoben.

Die Bankenmafia der Hochfinanz mit ihrem substanzlosen Monopolgeld diktiert zwar noch weiterhin das Weltgeschehen, aber ewig kann das nicht mehr weitergehen. Das globale Aufschuldungspotenzial ist irgendwann definitiv ausgeschöpft. Eigentlich ist die Sache bereits gelaufen. Warum es dennoch weitergeht, ist einzig und alleine den Manipulationen der veröffentlichten Meinung zu verdanken.


3. August 2010
Die Welt des Josef Ackermann, ARD-Sendung vom Montag auf youtube...

Eines wird in dem Film deutlich: Die Merkel ist zwar Regierungscheffin, die Macht liegt aber bei den Banken...
(Der große Joe lässt Schäuble und Merkel wie zwei dumme Schüler abblitzen. Von DIESEN Politkern können wir nichts mehr erwarten)

28. Juli 2010
Panikattaken, (Beitrag von Achim)


Gestern Abend im ARD: Let's Make Money. Leider zur ungünstigen Sendezeit spät nachts.
Wir haben den Film aufgezeichnet (DivX-Format). Bei Interesse bitte melden.

Nachtrag: Inzwischen auch auf YouTube hochgeladen...

27. Juli 2010
Nachrichtenüberblick (ex Gelbes Forum)

(K)ein Sommermärchen - ein Beitrag von Achim

So könnte die Politik das Scheitern der Währungsunion hinauszögern!
Wenn ein System durch und durch morsch ist, kann es jederzeit aus scheinbar nichtigen Gründen überraschend schnell zusammenbrechen.

26. Juli 2010
Nachrichtenüberblick, gute
Linksammlung aus dem "Gelben Forum"
Nachrichtenüberblick vom 25. Juli 2010

24. Juli 2010
Nachtrag zum Banken-Stresstest, nachdem das Ergebnis bekannt wurde:
Sowohl das Ergebnis als auch die Interpretation ist eine Farce.
In den ARD-Tagesthemen wurde erwähnt, dass der Banken-Stresstest unter der Annahme einer Rezession durchgeführt wurde, und wir hätten ja schließlich einen Aufschwung. Resümee: Alles in Butter!
Sehr aufschlußreich! Wir sehen jetzt, wo die Qualitätsmedien heute stehen...


23. Juli 2010
Schwach-Sinn.
Das ifo-Institut meldet, dass die deutsche Industrie bereits wieder in Sektlaune ist.
Die Herren haben offensichtlich noch nicht kapiert, da
ss man mit Kredit zwar nachfragen, jedoch nicht bezahlen kann. Die Super-Keynes-Kreditblase dürfte bereits am Platzen sein, bald ist es aus mit der kreditgetriebenen Nachfrage. Danach kann nur derjenige nachfragen, der echtes Geld hat, und das dürften nicht mehr so viele sein. Nachgefragt wird sicherlich auch nach dem Platzen der Kreditblase, doch welche Menge, und zu welchem Preis. Auch wenn Deutschland noch Güter produziert, die weltmarktfähig sind, die Bedingungen werden sich dramatisch ändern. Die Preise müssen real nach unten angepasst werden, und damit ist der Umverteilungs- Sozialstaat definitiv am Ende. Entweder verzichtet der Staat auf Besteuerung und senkt die Lohnnebenkosten, oder die deutsche Industrie wird dann international eben nicht mehr wettbewerbsfähig sein. Auch wenn wir nominal in eine Hyperinflation laufen, auf echtes Geld bezogen sind die Folgen einer Kreditorgie immer deflationär. Wer das Geld hat, bestimmt künftig die Regeln! Nicht derjenige, der Kredit bekommt. Damit ist es sowieso bald vorbei. Gold und Silber sind echtes Geld, das Fiat-Papier ist Betrug!

Banken-Stresstest

Die großen Kreditinstitute sind einer Simulation unterzogen worden, was im Falle einer erneuten Finanzkrise passieren würde. Die Zusammenhänge sind so banal, dass es eigentlich keines Stresstests bedarf. Das ist wieder einmal Bürokratie mit reinem Alibicharakter.
Die Finanzkrise äußert sich ganz simpel durch die Tatsache, dass die meisten Assets tatsächlich auf nichts anders hinauslaufen als in uneinbringlichen Forderungen. In letzter Konsequenz muss der Mist abgeschrieben werden. Wenn Banken solche Mistpapiere halten, so geht eine Abschreibung krass zulasten des Eigenkapitals, dessen Anteil sowieso eine zu vernachlässigende Größe darstellt. Seit der letzten Finanzkrise wurde zwar ein Teil der faulen Papiere ausgebucht, ein anderer Teil irgendwo anders im Finanzsystem, teilweise bei den Zentralbanken oder in einer Bad Bank ausgelagert. Ein Teil der Gülle wurde z.B. durch frisch gedrucktes Zentralbankgeld ersetzt und hat den Vorteil, dass ZB-Geld einen nominalen "Wert" besitz, deren Größe nicht erst auf den Kapitalmärkten durch entsprechende Nachfrage ermittelt bzw. gebildet werden muss. Selbst wenn sich die Eigenkapitalquote der Banken inzwischen verdoppelt oder verdreifacht hätte, dass mehrfache von einem fast Null ist immer noch Nichts.
Weiterhin frage ich mich, welche simulierte Störgröße man bei diesem Stresstest angenommen hat.
Es existieren keine Erfahrungswerte, die über einen längeren Zeitraum statistisch ermittelt werden hätten können, da der Aufschuldungsprozess eine Dynamik in bisher nur eine Richtung kannte. Die Rahmenbedingungen seit der Finanzkrise 2007/2008 haben sich inzwischen so drastisch geändert, dass wir inzwischen wieder Neuland betreten.
Die alten Rezepte funktionieren wohl kaum bei vollkommen neuen Herausforderungen, und dass die "Fachleute" in der Lage sind, Entwicklungen richtig vorauszusehen, diese Hoffnung sollten wir uns nach den bisher gemachten Erfahrungen lieber nicht machen. Das Experiment "undedecktes Papiergeldsystem" geht munter weiter, und keiner der Verantwortlichen hat nur eine leise Vorstellung davon, wie es weitergeht. Ludwig von Mises hat es im letzten Jahrhundert bereits beschrieben, was eine ungehemmte Kreditausweitung bewirkt. Und bislang konnten diese Thesen nicht widerlegt werden, weder theoretisch, noch in der Praxis. Also ist dieser "Stresstest" als nichts anders zu verstehen, dass - wieder einmal - Nebelkerzen gezündet werden. Wenn schon das System nicht gerettet werden konnte, so müssen das ja nicht alle mitbekommen.

"Die da oben" machen ja etwas, dass sich die Finanzkrise (und damit eine Wirtschaftskrise) nicht wiederholt.

Na ja, in der Medizin hat man Patienten auch schon mit Placebos therapiert. Nur funktioniert dieser Trick dann nicht besonders gut, und vor allem nicht nachhaltig, wenn tatsächlich eine organische Krankheit vorliegt.
Das tote Pferd ist noch nicht tot genug, als dass es nicht noch toter sein kann.
Wahrscheinlich hat man unser Finanzsystem bereits in Formaldehyd eingelegt, schüttelt das Glas und sagt uns. "Schaut her, es zappelt noch!"

22. Juli 2010
Heute sind wir etwas spät dran, mit der Aktualisierung.

Aber es gibt auch eigentlich nichts Neues, worüber es für uns zu berichten lohnt. Der Euro schwächelt wieder ein bisschen, aber riesige Veränderungen erfahren wir nicht.

Eine Frage kam soeben rein, warum wir nichts vom "Traden" mit Gold halten, wenn wir doch eine Konsolidierung erwarten. Vor einigen Wochen hätte man das Gold für deutlich über 1000 € sogar beim Händler verklopfen können, selbst mit dem Spread hätte man gestern schon wieder billiger zurückkaufen können. Das ist zwar richtig, dennoch macht das Traden mit physischem Edelmetall keinen Sinn. Das wird für ganz andere Zwecke gebunkert. Für Spekulanten gibt es immer noch die Möglichkeit, mit Optionsgeschäften Gewinne (oder Verluste) zu machen. Mit diesen Instrumenten kann man ebenso den Wert (gemessen an wertlosem Papier!) seines physischen Bestands absichern.
Was man einmal hat, gibt man nicht aus der Hand. Nicht vor dem Systemabsturz! Ausnahme, jemand braucht sehr dringend Cash.


Hinweis: Heute ein neuer Tageskommentar von Steffen Paulik unter "Stammtisch ERH"

21. Juli 2008
Rückblick auf den gestrigen Edelmetallstammtisch in Herzogenaurach.

Diesmal gab es gleich zwei Vorträge, die den Abend füllten.
Steffen Paulick zeigte eine Präsentation mit zahlreichen Chartanalysen. Sicherlich ist die Chartanalyse keine Kristallkugel, um zukünftige Entwicklungen treffsicher vorherzusagen, aber es ist eine Orientierung. Die Frühindikatoren sind natürlich immer auch hinsichtlich der allgemeinen und augenblicklichen Situation zu bewerten.
Der Zuwachs an der globalen Geldmenge ist in den vergangen Monaten leicht zurückgegangen. Um es deutlich zu machen. Nicht die Geldmenge geht zurück, sondern nur die Geschwindigkeit des Zuwachses. Die Zentralbanken haben lediglich die "Druckgeschwindigkeit" ein wenig zurückgefahren.
Es ist demnach eine Konsolidierung auf den Märkten zu erwarten. Vor allem eines wurde immer wieder klar herausgestellt: Nur Gold und Silber ist echtes Geld, das alle Kriterien seiner Definition nach erfüllt. Für uns ist das (in der jetzigen Zeit) ohne Alternative. Süffisant-sarkastische Anmerkung von Steffen: Für die Bundesregierung war der "Euro-Stabilisierungspakt" auch alternativlos. Wir werden ja sehen, wer am langen Ende die bessere Einschätzung hatte.

Edwin Tafelmeier brachte einen Vortrag mit dem Titel: "Arbeit und Wohlstand". Sinn der Diskussion war es, die gegenwärtigen Paradigmen in unserer Gesellschaft kritisch zu hinterfragen. Die Bedeutung und die Werte von Schlagworten wie Vollbeschäftigung, Wachstum, "Exportweltmeister" sowie demografische Entwicklung wurden einmal von einer ganz anderen Seite aus betrachtet. Bevor wir nach neuen Wegen suchen, müssen wir uns zunächst einmal von den alten und teilweise bereits verkrusteten Vorstellungen befreien. Wir müssen erst lernen, von überholten Wertevorstellungen loszulassen, bevor wir uns dem Neuen widmen können.

Für den HGCN ist dann erst einmal die Sommerpause angesagt. Am 2. August findet wohl nochmals der Stammtisch in Schwabach statt, für Nürnberg und Herzogenaurach ist der nächste Termin erst wieder nach den Sommerferien zu erwarten. Wir informieren Sie darüber rechtzeitig auf unserer Homepage. Bleiben Sie auf der Hut, denn die ruhige Sommerzeit wird von den Finanzjongleuren sehr gerne in deren Interesse und zu deren Vorteil genutzt.


Gold: kaufen oder noch abwarten?
Für alle, die ihren Grundstock an Edelmetall noch nicht aufgebaut haben, empfehlen wir auf jeden Fall, sich baldmöglichst zu positionieren.
Auch wenn Papier nochmals einen kurzen Höhenflug erleben sollte, es ist unserer Ansicht nach Zockerei.
Eine kleine Turbulenz auf den Finanzmärkten, oder Säbelgerassel im nahen Osten, und der Edelmetallpreis zeigt wieder steil nach Norden.
Zocken kann nur derjenige, der sich bereits eingedeckt hat. Nicht die Nerven verlieren. Wer an das Ende des Finanzsystems glaubt, für den spielt die zwischenzeitliche Edelmetallnotierung keine Rolle. Das Zeug ist als Versicherung gebunkert, um seine Kaufkraft über die Krise hinweg zu retten, und wenn es gut läuft, sogar (wahrscheinlich nicht unerheblich) zu vermehren. Solange das System noch durchhält, benötigen wir es nicht.


Goldpreis demnächst bei 100$ /oz? Wer glaubt denn so etwas?
Gestern kamen gleich zwei "Warnungen" über Mails rein, die HGCNler sollten dringend ihr Gold abverkaufen und stattdessen in Silber gehen.

Die Quelle dieses Unsinns wurde auch gleich mit angegeben, die Seite "Kanzlerdaemmerung", worin die Voraussage von Gold bei 100 $ gleich pseudowissenschaftlich begründet wurde. Obwohl der Autor dieser Seite teilweise in die gleiche Kerbe schlägt, wie wir auch, so ist die Argumentation teilweise hanebüchend. Die vorneherein festgelegten Thesen werden rückwärts argumentiert. Das ist Manipulation auf die plumpe Art, die sich in keinster Weise von den anderen Wahrheitsverdrehern unterscheidet.
Diese Didaktik zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Webauftritt. Grundsätzlich ist ein Investment in Silber keine schlechte Empfehlung, auch wenn die Begründung dafür für uns nicht nachvollziehbar ist. Bitte den gesunden Menschenverstand in alle Richtungen benutzen. Anti-Mainstream bedeutet nicht automatisch Wahrheit.


P.S.:
Dass der Edelmetallpreis konsolidiert, wurde von uns doch (sehnsüchtig) erwartet. Also nicht jammern sondern die Gelegenheit nutzen.

20. Juli 2010
Alles in Butter!
Die Steuereinnahmen scheinen sich etwas besser zu entwickeln, als ursprünglich geschätzt. Und schon melden die verschiedenen Ministerien wieder Begehrlichkeiten an. Überhaupt - von Krisenstimmung in Deutschland keine Spur. Dass reihenweise Spitzenpolitiker aus der Union ihren Hut nahmen, dem scheint, außer ein paar Presseberichten nebst Kommentaren, keine besondere Bedeutung beigemessen zu werden. Stoische Gelassenheit oder naive Teilnahmslosigkeit? In Deutschland kommt nichts an. Was Wunder, dass die Güterlogistik noch funktioniert, mal abgesehen von den Klimaanlageskandalen im Personenverkehr der Bundesbahn. Der Aufschwung kam nicht an, die Krise kam nicht an. Und Vernunft kommt überhaupt nicht an. Jetzt ist ja auch erst einmal der Jahresurlaub angesagt. Die Gehirnwäscher haben ihren Job prima gemacht. Bei manchen unserer europäischen Nachbarn geht der Arsch so langsam auf Grundeis, und das drückt sich auch in der Stimmung der Bevölkerung aus. Aber hier? Nachbars Bude fackelt ab, und wir nehmen die Rolle des unbeteiligten Zuschauers ein. Nicht ganz unbeteiligt, denn unsere Regierung hat ja versprochen, dass wir solidarisch aushelfen. Und dass der Funke zu uns überspringt, wie soll dann das passieren?
Staatsbankrott? Wir doch nicht! Die Südländer müssen halt sparen, so wie wir eben. Nix da mit Rente ab 55, geschieht denen ganz recht! Am deutschen Wesen, soll die Welt genesen. Zumindest die europäische. Wir haben keine Probleme. Unsere Migranten sind voll integriert, und der Brunner hatte eben ein schwaches Herz, und ist damit eigentlich einem ganz natürlichen Tod erlegen. Die Kids wollten ihn doch nur ein wenig erschrecken, dumm gelaufen halt.

Dumm gelaufen ist auch das Experiment von gestern Abend.
Nicht wirklich dumm gelaufen, sondern vielmehr sehr aufschlussreich. Wir erreichen mit unserem Internetportal ca. 500 Leute aus der Region Nürnberg, die übrigen Besucher kommen nicht aus der unmittelbaren Region. Gemessen an der Einwohnerzahl liegt die Reichweite im Promillebereich. Es gibt zwar auch noch andere kritische Gruppen und Stammtischorganisationen in der Region, aber wenn wir diese hinzurechnen, dann liegt der Anteil von systemkritischen Bürgern bestenfalls im minimalen Prozentbereich. Auch die relativ gut besuchten Webportale alternativer Medien dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass nur ein sehr kleiner Bruchteil in der Bevölkerung sich kritisch gegenüber dem System zeigen, bzw. ein Krisenbewusstsein haben. Gerade in den letzten Wochen habe ich in persönlichen Gesprächen mit Leuten (außerhalb des HGCN-Kerns) den Eindruck gewonnen, dass die Zugänglichkeit gegenüber unseren Themen stark abgenommen hat. Im Krisenjahr 2009 war das noch ein wenig anders. Die "Goldbugs" sind in deren Augen überängstliche Panikmacher, die jetzt eine Pleite erleben werden, denn das mit dem hohen Goldpreis war eine Blase. Eine Goldblase, so wie es vorher die Aktienblase und Immobilienblase gab. Und immer wieder tritt in den Gesprächen zutage, dass praktisch niemand eine Vorstellung davon hat, wie unser Geldsystem überhaupt funktioniert.
Zurück zum "Experiment". Ich wollte wissen, wie viele Leute überhaupt für eine kritische Betrachtung des gegenwärtigen Geld- und Finanzsystems zugänglich sind. Unvoreingenommene Leute, nicht "vorbelastet" wie eingefleischte Hartgeldler. Für das "Experiment" wurde eine gut bürgerliche Wohngegend gewählt, mit einer Flyer-Aktion mit Stickpunkten, die für Leute mit kritischem Blick eigentlich ein gewisses Interesse erwecken hätten müssen. Der Dreh- und Angelpunkt für eine kritische Bewertung von Vermögenswerten ist das Verständnis darüber, wie unsere Finanzwelt tickt. Eine "Aufklärungsaktion" muss also hier ansetzen und die elementarsten Grundlagen vermitteln.
Wir haben dazu ein Grundlagenseminar angeboten, das auch auf der Webseite unseres Portals veröffentlicht wurde. Und prompt kamen die meisten Anmeldungen und Anfragen aus den eigenen Reihen, wovon ich jedoch abgeraten habe, da die Inhalte für HGCN-Stammgäste nichts Neues gewesen wären. Und nun das Resultat: Ich gehe davon aus, dass mindestens die Hälfte der Leute den Flyer in den Papiermüll werfen, ohne überhaupt einen Blick darauf zu werfen. Von denen, die sich die Mühe machen, zwei Minuten Zeit zu opfern, sind 50% zu träge oder bequem, sich damit auseinanderzusetzen. Wenn ich davon ausgehe, dass ohnehin maximal 25% der Flyer näher zur Kenntnis genommen werden, so liegt das Interesse in Bevölkerung bei nicht einmal 1%.

Wir sollten daraus unsere Lehren ziehen. Die meisten unsere Mitbürger sind gegenüber Krisenvorsorge überhaupt nicht zugänglich, wir sind eine extrem kleine Minderheit. Dass der nächste Einschlag kommt, davon sind wir alle überzeugt. Lasst uns unsere Strategie aufrecht halten, aber keine Wort davon an unsere unmittelbaren Nachbarn in unserer Umgebung. Je nachdem, wie dramatisch, oder auch glimpflich die Sache ausgehen wird, wir sind auf uns allein gestellt und werden in dieser Situation nicht auch noch die Begehrlichkeiten unserer Nachbarn brauchen, die blindlings der Herde gefolgt sind.
Auch wenn die allgemeine Situation noch relativ ruhig ist, die Ausgangslage ist heute noch viel explosiver als "vor" der Krise. Die Ursachen wurden nämlich nicht beseitigt, ganz im Gegenteil. Eine Entwarnung kann erst dann gegeben werden, wenn die übermäßige Schuldenlast aus dem System ausgebucht worden ist, und so etwas passiert nicht geräuschlos. Wie lange das noch dauert, wissen wir leider nicht. Es kann jeden Tag hereinbrechen. So etwas ist in der Menschheitsgeschichte immer wieder passiert. Erstaunlich ist nur, dass die Menschen rein gar nichts aus der Geschichte gelernt haben.
Ein paar Kritiker und Querdenker hat es schon immer gegeben, aber dabei bleibt es wohl auch. Beruhigend an dem Desinteresse für uns ist, dass wir aufgrund der geringen Reichweite und nur marginalen Einfluss auf die Masse von den Machteliten nicht bekämpft werden. Wahrscheinlich lässt man uns nicht zuletzt deswegen in Ruhe, um uns nicht noch zu "unnötiger" Publicity zu verhelfen. Solange nur ein paar "Spinner" ausscheren, ist das System durch uns nicht wirklich bedroht.
Schwacher Trost…


Und zuletzt noch eine Glosse von Achim: Chuzpe (PDF)

19. Juli 2010
Goldpreis: Die Unze ist unter 1000 € zu haben! Der stärkere Eurokurs in Verbindung der Preisprügelung vom Freitag unterhalb der 1200$ Linie machen es möglich. Sehr schön, wenn wir für die bunt bedruckten Papierfetzen wieder etwas mehr an Hartgeld bekommen. Es sind im Laufe der Geschichte immer wieder Generationen auf eine Geldillusion hereingefallen. Eine Goldillusion hat es hingegen niemals gegeben. Sei denn, die Münzen wurden mit minderwertigem Metall gestreckt. Das aber funktioniere auch nur sehr bedingt. Keiner der "Kipper und Wipper" hatte es jemals geschafft, den Wert von Geld derart zu verwässern, wie es mit unserem Zahlungsmittel der Fall ist.

Politik: Hamburgs regierender Bürgermeister verlässt also auch das sinkende Schiff. Es scheint vor allem in der Union einige kluge Köpfe zu geben, die vorausblickend sind. So wie der clevere Anleger, haben auch clevere Politiker eine Exit -Strategie. Man muss wissen, wann eine Sache zu Ende ist.

Die Schulreform in Hamburg hat per Bürgervotum eine Klatsche bekommen. Allen voran die Schulsenatorin Crista Goetsch. Heute Morgen habe ich Ausschnitte ihres Interviews mitbekommen. Der Hammer an Uneinsichtigkeit. Zwar räumt die GAL-Tussie die Niederlage zähneknirschend ein, aber darüber hinaus hat sie keine Lehre gezogen. Sie will weiterhin für das Projekt kämpfen und Überzeugungsarbeit leisten, damit es "mehr Demokratie" in der Grundschule gibt. Die Frau hat voll einen an der Klatsche, wenn es um Demokratieverständnis geht. Die Bürger haben soeben ihren Willen per Votum bekundet, und da belehrt uns die GAL-möchtegern-Illuminata über Demokratieverständnis. Da kommt einem doch die GALLE hoch! Die Götsch ist bereits so abgehoben, dass ihr der Volkswille vollkommen schnuppe ist, und Ihre eigenen Vorstellungen (oder die der Partei) aufzwängen möchte. Das ist Diktatur!
Überhaupt scheinen viele Politiker eine seltsame Vorstellung von Demokratie zu haben. Der Bürger hat den Eindruck, dass viele Reformen nicht aus der Notwendigkeit sinnvoller Anpassungsprozesse angeleiert werfen, sondern aufgrund einer Profilierungsneurose heraus, verbunden mit dem Missbrauch von Macht. Wir wollen keine erzwungene Einheitsgesellschaft mit gleichgeschalteter Meinung.

16. Juli 2010
Im falschen Film?

Der Greenspan-Artikel, den wir gestern hochgeladen haben, ist Insidern zwar schon länger bekannt, aber es ist interessant, ihn wieder einmal durchzulesen.

Was geht eigentlich in den Köpfen solcher Leute vor? Als Greenspan diesen Artikel geschrieben hatte, war er immerhin schon um die 40 Jahre alt, so dass dies kein Erguss eines jugendlichen Idealisten war. Was hat einen solchen Menschen dazu bewogen, später als FED Vorsitzender genau das Gegenteil zu praktizieren, wovon er ein paar Jahrzehnte vorher noch überzeugt war?
Anfangs unter Bush senior ginge er zwar noch nicht so locker mit dem Geld um, aber später drehte er die Geldschleusen voll auf wie noch keiner vor ihm. Die Aktienblase und die anschließende Immobilienblase sind unbestritten das Ergebnis von Sir Alans Geldpolitik.


Natürlich blieb das auch nicht ohne Folgen für die Wirtschaftszahlen und Indikatoren. Greenspan wusste um die Rolle des Goldes als Inflationsindikator, und er steht ja auch in Verdacht, den Goldpreis schon damals manipuliert zu haben. Zusammen mit anderen Tricks, wie diese idiotische "hedonische" Berechnung der Teuerungsrate, sowie weitere "kreative" Methoden der Statistik führte er die Marktteilnehmer bewusst in die Irre. Wo wir momentan stehen, wissen wir ja. Als die Phantasie der Buchhalter in den Banken so langsam an ihre Grenzen stieß, wurden ganz einfach die Bilanzierungsregeln geändert, und die ehemals strengen Kriterien der Notenbanken hinsichtlich der Qualität von Sicherheiten sind inzwischen nur noch reine Farce.
Das alles passiert nicht zufällig. Die Leute sind keine Idioten und wissen, was sie tun.

Ob nun Greenspan oder sein Nachfolger, der Heli-Ben. Und alle anderen in den Chefetagen der Finanzmafia. Und auch die Folgen haben sie vorhergesehen, wie der Aufsatz von Greenspan beweist. Warum machen sie das? Ist das ein Experiment um zu sehen, wie weit man das ganze Spiel treiben kann. Ohne die zahlreichen Manipulationen wäre das Spiel spätestens 2000 aus gewesen. Schwere Rezession und schmerzhafte Korrekturen. Sie haben zwar mindestens 10 Jahre Zeit geschunden, aber wofür? Was ist der Plan?
Ich weiß es nicht. Wir erleben einen Polit- und Wirtschaftskrimi live, das jeden Tatort in den Schatten stellt. Ich würde gerne einmal einen Blick in das Drehbuch werfen, doch so müssen Sie und ich auf die nächste Folge warten. Fortsetzung folgt…


Zwei empfehlenswerte Artikel auf mmnews:
Ausbildung zum Systemsklaven: Die neuen Leiden jungen M.
CO2 Wahn immer absurder


15. Juli 2010
Paradigmenwechsel ja, aber wie geht's weiter?

Joseph Alois Schumpeter hat in seiner Vision das Ende bereits vorweggenommen. Der Kapitalismus geht eines Tages an seinem Erfolg zugrunde, hat er behauptet. Der Weg vom Kapitalismus führt über den Bürokratismus und endet im Sozialismus. Erschreckenderweise hat er bislang nicht so unrecht gehabt wenn wir konstatieren, dass wir uns gegenwärtig irgendwo zwischen der Phase 2 und 3 befinden.

Ein großer Anteil in der Bevölkerung ist der Meinung, dass die gegenwärtige Situation dem Laissez-faire Neoliberalismus zu verdanken wäre. In manchen Kreisen ist "Neoliberalismus" bereits zur abwertenden Bezeichnung geworden. Hatten wir aber jemals einen Laissez.-air Liberalismus, oder war es eher der Milton-Friedmann-Monetarismus, gegen den sich die Stimmung wendet?
Echter Liberalismus bedingt auch ein freies Marktgeld, und diese Voraussetzung hatten wir eigentlich seit 100 Jahren nicht mehr. Nur eine auf Freiwilligkeit basierende Ordnung kann als Gesellschaft bezeichnet werden, so Ludwig von Mises. Bei einem gesetzlichen Zwangszahlungsmittel kann von Freiwilligkeit wohl keine Rede sein. In einer "echten" freien Gesellschaft wären Kriege wahrscheinlich unmöglich, ganz einfach schon deshalb, weil sie die Gesellschaft nicht finanzieren würden. Das geht nur unter Zwangsmaßnahmen. Nicht umsonst hat man den Goldstandard im ersten und zweiten Weltkrieg aushebeln müssen. Und auch Bretton Woods scheiterte nicht zuletzt auch wegen der Finanzierung des Vietnamkriegs. Die Mächtigen und die Kriegstreiber lieben kein freies Marktgeld. Natürlich nicht.


Geld dient nicht nur der Befriedigung materieller Bedürfnisse, Geld dient auch als Instrument der Macht.
Viele Ökonomen leiteten aus der Grenznutzentheorie ab, dass die Gier nach Geld endlich sein müsse, da mit zunehmendem Reichtum der Grenznutzen immer geringer würde. Rational begründet ist das richtig, wenn Geld nur zur Befriedigung materieller Bedürfnisse dienen würde. aber Geld hat noch eine andere Eigenschaft, es verleiht dem Besitzer Macht. Paradoxerweise sogar dann, wenn es sich nur um Fiat-Money Luftnummer handelt. Vielleicht ist es den vielen Milliardären sogar bewusst, dass ihre Ansprüche auf dem Papier niemals in materielle Werte umsetzbar sind. Aber wozu auch, wenn es lediglich zur Erhaltung ihrer Machtposition dient? Auch wenn das Papiergeldsystem crasht, wird es den Superreichen der Welt danach materiell kaum schlechter gehen. Aber sie verlieren eventuell an Einfluss, und das wollen sie natürlich nicht. Eine Veränderung des Systems zieht in erster Linie auch eine Veränderung der Machtstrukturen nach sich. Man kann zynischerweise unterstellen, dass die Machteliten schon deswegen gar kein Interesse an einer Lösung der "Probleme" haben.
Die Ansätze zu einer freien Gesellschaft wurden in dem Augenblick im Keim erstickt, als man ihr die Kontrolle über das Geld entzog. "Laisez-faire" kann auch nur dann funktionieren, wenn die Gesellschaft darüber wacht, dass keine größeren Machtstrukturen entstehen. Freiheit muss erarbeitet werden. Und weil wir dafür in den vergangene Jahrzehnten zu wenig getan haben, ist die Anstrengung dafür nun umso größer.

Oder, wir finden uns gleich damit ab, dass wir zukünftig wieder unter einer Diktatur leben.
(Einige meinen ja, wir haben diesen Zustand bereits erreicht!)
Es ist Ihre Wahl, entscheiden Sie sich…

Hinweis: Wir haben unsere Texte-Auswahl heute wieder einmal ergänzt. Artikel, die von dauerhaftem Interesse sind...

14. Juli 2010
Demografische Entwicklung, der Horror des Mainstreams.

Neben der CO
2 Hysterie (wir haben am 3. Juli dazu einen Link auf KM-Research gesetzt, worin der CO2 Schwachsinn widerlegt wird) beschäftigt die demografische Entwicklung weiterhin die Gemüter in der Bevölkerung. Da die Deutschen "aussterben" müssen wir ja, "koste es was es Wolle", unbedingt weitere Immigranten einbezogen werden. Es geht hier nicht um eine Immigrationsdebatte, auch wenn so manch einer dieses Thema herausstellen möchte, sondern darum, dass die ganze Debatte über den demografischen Wandel auf vollkommen falschen Grundsätzen aufbaut.

Gesamtvolkswirtschaftliches Ziel ist die Vermehrung, oder zumindest die Bewahrung von Wohlstand.
Wir haben in den letzten Jahren einen gewaltigen technologischen Fortschritt gemacht, der die Produktivität in manchen Bereichen enorm gesteigert hat. Natürlich hat die Masse nicht davon, oder nur gering daran partizipiert, aber auch das soll an dieser Stelle nicht weiter erörtert werden.

Tatsache ist, dass nur ein Teil der arbeitsfähigen Bevölkerung überhaupt einer Erwerbsarbeit nachgeht, und von diesem Teil wiederum nur ein (mehr oder minder geringer) Anteil für die Erzeugung des Wohlsstands verantwortlich ist. Wir haben definitiv einen Überhang an den so genannten, berüchtigten "Wasserköpfen", von denen wahrscheinlich viele sogar ausgesprochen kontraproduktiv arbeiten.
Kaum jemand zweifelt daran, dass wir eine aufgeblähte Bürokratie betrieben, die nicht mehr als Mittel zum Zeck angesehen werden kann, sondern zum Selbstzweck degeneriert ist.

Wir haben also ein gesellschaftliches Problem, nicht eines durch die Überalterung unserer Gesellschaft.
Wenn wir die Potenziale wirklich ausschöpfen würden, wäre eine Steigerung des Wohlstands trotz einer Zunahme der "unproduktiven" Alten möglich, wenn nur ein kleiner Teil der "Wasserköpfe" in produktive Wirtschaftsbereiche "übersiedeln" würden. Dieser Prozess wäre nicht unmöglich gewesen, da sich der "demografische Faktor" nicht von heute auf morgen verändert. Es war genug Zeit für eine Anpassung der Strukturen, aber entweder war das nicht gewollt, weil es nicht ins gegenwärtige System passt, oder die Eliten in Verantwortung (ich vermute, diese Gattung ist bei uns bereits ausgestorben) haben die Sache einfach verpennt.

Alle gesellschaftlichen Probleme sind nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch lösbar, wenn man das nur wirklich wollte. Aber zunächst benötigen wir eine solide Basis, die nur auf einer neuen Finanzordnung basieren kann. Damit meine ich nicht den Mist mit Transaktionssteuer oder ähnlichen Firlefanz, die im günstigsten Fall eben nur NICHTS bewirken.
"Es hilft nichts, die Geschwindigkeit zu erhöhen, wenn wir in die falsche Richtung fahren" (Zit. (zumindest sinngemäß) von Michael Mross)

Es gibt Probleme, sogar jede Menge davon. Es gibt aber auch einige, die die Ursachen dafür richtig erkannt haben. Und es gibt sogar welche, die bereits Lösungsansätze dafür gefunden haben.
Doch das größte Problem ist, dass man uns daran hindert, die Probleme lösen zu wollen.

Die Freiheit bitte an der Tür abgeben
"Fest steht, wer den Absprung aus dieser Sackgasse nicht mehr rechtzeitig schafft, der wird die wahre Finanzhölle kennenlernen. In dem Moment, wo ihm dies klar wird, ist es allerdings längst zu spät, um noch zu handeln."
(R. Finkbeiner in seinem Artikel: Kreditsklaven an die Ruder, auf hartgeld.com gepostet)

Erschienen die Risiken, die Rolf Finkbeiner vorlegt, bislang noch abstrakt - sie sind mittlerweile real.
"Verhaltensempfehlung am Ende des Systems: Weder Kredit gewähren, noch Kredit aufnehnehmen!"
(et auf dem Clubtreffen vom 15. April 2007)

13. Juli 2010
Weltuntergang?

Trotz unseren Warnungen an den (noch) bevorstehenden Crash des Finanzsystems möchten wir eines deutlich klarstellen: Wir möchten keine Panik schüren, sondern nur das Bewusstsein für die kommenden Veränderungen schaffen. Das Geld- und Finanzsystem ist in seinem finalen Stadium, ein Ende unausweichlich. Das wird sicherlich nicht ohne Verrenkungen und Bauchschmerzen ablaufen, aber es gibt für alle Herausforderungen auch eine Antwort. Wir benötigen nur die richtigen Antworten.
Das, was uns als mögliche Perspektive vorgespielt wird, ist definitiv der Weg in die Sackgasse.

Wir kennen alle diese Crashszenarien, die teilweise dramatische Verwerfungen prognostizieren. Das sind Extrema, die nicht in dieser Form eintreten müssen und auch nicht alle eintreten werden.
Diese Extremszenarien sind ein deutlicher Kontrast zur "Es so geht weiter wie bisher" Einstellung.
Es wäre unklug, sein Leben nur noch auf mögliche oder unmögliche Extremsituationen auszurichten, die vielleicht nicht, oder sogar wahrscheinlich nicht, so eintreten.
Es schadet jedoch auch nicht, sich gedanklich mit solchen Szenarien auseinanderzusetzen. Veränderungen in die eine oder andere Richtung können unverhofft und plötzlich erfolgen, und der Mensch ist normalerweise zu träge, um sich den neuen Situationen entsprechend schnell anzupassen.
Wenn diese Veränderungen eintreten, so bleibt nicht erst lange Zeit für eine gründliche Analyse, es muss sofort gehandelt werden. Deshalb ist es wichtig, sich schon im Vorfeld damit auseinanderzusetzen. Vergessen Sie nicht, dass Ihre Lebensqualität in dem Maße abnimmt, je mehr Sie sich auf krisenartige Extremsituationen konzentrieren. Wie überall im Leben, ist das richtige Augenmaß wichtig. Zu sorglos und damit leichtsinnig zu handeln ist ebenso unangebracht, wie in Angst und Panik zu handeln. Wenn Sie sich Fertigkeiten aneignen, die Ihnen in einer Krise eine bessere Überlebensstrategie ermöglichen, so betrachten Sie das nicht zuletzt auch als eine Art Hobby. Als Bereicherung für Ihr Leben, die hoffentlich niemals eine existentielle Rolle einnehmen wird.
Im Falle des Zusammenbruchs unseres Finanzsystems wird es sicherlich auch zu einer empfindlichen Störung der Logistik kommen, doch das wird kein Dauerzustand bleiben. Wahrscheinlich werden wir nachher den ein oder anderen, lieb gewonnen Konsumartikel nicht mehr in den Regalen finden, aber damit man auch leben können. Ein Überfluss im Konsumbereich ist nicht unbedingt eine echte Bereicherung für unser Leben. Was danach kommt, muss nicht schlechter sein.
Wichtig ist, dass es danach wieder eine echte Perspektive gibt, weswegen wir den Crash in erster Linie als Chance begreifen sollten.
Veränderungen sind dadurch gekennzeichnet, dass sich etwas ändert. Es ist die Ungewissheit, die dem Menschen Sorgen bereitet. Die Welt wird aber mit Sicherheit nicht untergehen…


12. Juli 2010
Die "Droge Fußball-WM " wird ab heute abgesetzt, die Regierung möchte in die Sommerpause entkommen, bevor die alten (bislang immer noch ungelösten) Problemchen wieder auf den Tisch kommen. Auf den mmnews wird berichtet, dass der Baltic Dry Index auf ein 14 Monate Tief gesunken sei. Für die vergangene Krise (die wir ja immer noch nicht überwunden haben) war das bereits ein Frühindikator. Wir dürfen also annehmen, dass und die Krise bis spätestens 2011 wieder voll eingeholt haben wird. Nur ist das Pulver diesmal bereits verschossen. Aber, wen interessiert das schon. Die wirkliche Krise ist bei den Deutschen noch nicht angekommen. Opel lebt immer noch, sogar ohne die gehofften Staatsbürgschaften. Die Sache mit Karstadt ist noch nicht so ganz geklärt, und Quelle hat man bereits wieder vergessen. Der Absatz für Kleinwagen ist in Deutschland dramatisch eingebrochen, wie auf den Seiten des KBA nachzulesen ist. Sogar viele Unternehmen glauben inzwischen nicht mehr an einen stabilen und dauerhaften Aufschwung. Was momentan fehlt ist wider einmal das berühmte Kaninchen aus dem Zylinder. Alles ein wenig ziellos und ohne Perspektive. Aber irgendwie wird es schon weiter gehen. Na ja, wenigstens haben wir ein Konzept: Festhalten an der "alten" Strategie und auf greifbares Sachwertvermögen vertrauen, EM-Bestände aufbauen, und Vorräte für eine bestimmte Zeit lang bunkern. Inzwischen haben wir uns an eine Bevorratung gewöhnt, und das Wirtschaften mit Vorratshaltung funktioniert ganz gut. Das haben die Generationen vor uns auch nicht anders praktiziert.
Diese Art der Hauswirtschaft bringt sogar gewisse Vorteile, weil es eine vernünftige Vorausplanung erzwingt, und es deshalb zu weniger Spontankäufen kommt, die sich später oftmals als unüberlegte Verschwendung herausgestellt hat. Ressourcen bewusster und zielorientiert einzusetzen ist ein gutes Training für die zukünftigen Herausforderungen. Viele Leute stimmen seltsamerweise zu, dass für die Zukunft ein Umdenken erforderlich sein wird, nur fehlt es an der Umsetzung in die Tat. Dies wäre doch schon einmal ein guter Anfang.
Nochmals zu den Edelmetallen: Aus Händlerkreisen wird berichtet, dass für den Fall eines weiteren Preisrückgangs bereits hohe Ordervolumina existieren. Die "starken Hände" warten also schon darauf, weiter einzusammeln. So ist es richtig. Beherzt und in Ruhe handeln, nicht, wenn sich wieder einmal Panik verbreitet.


19. Juli 2010
Volkszählung 2011?

Warum in diesem Zeitalter (jeder Bürger ist bereits registriert) so etwas überhaupt noch notwendig erscheint, ist nicht nachzuvollziehen. Offensichtlich sind nun aber auch noch Bedenken gegen den Datenschutz aufgetreten. Ein Clubmitglied richtet deshalb folgenden Aufruf an uns:
[...] vielleicht ist diese Nachricht auch für den hgc-Nbg. interessant:
Es werden noch Unterschriften für die Verfassungsbeschwerde gegen die Megavorratsdatenspeicherung durch die Volkszählung 2011 benötigt.
Info unter:
http://zensus11.de

8. Juli 2010
Aus, die Maus…

Das Tendervolumen der EZB ist zurückgegangen. Die Banken benötigen weniger Geld, heißt es in den Medien lapidar. Die Banken vergeben weniger Kredite, und was das bedeutet sollte jedem Kenner des Finanzsystem eigentlich klar sein! Viele (mittelständische) Unternehmer klagen über eine Kreditklemme.
Trotz voller Auftragsbücher kommen viele Unternehmen kaum an die benötigten Kredite ran. Das Krisenjahr 2009 hat die Eigenkapitalreserve vieler Firmen strapaziert, und schließlich muss in unserem Wirtschaftssystem alles vorfinanziert werden. Kredit vor Ware, so einfach ist das.
Auf der anderen Seite monetarisiert die EZB Anleihen der Südländer direkt. Der deflationären Kreditzurückhaltung der Geschäftsbanken steht auf der Seite ein inflationäres Geldabkippen der Zentralbank gegenüber. Wir fragen uns allmählich, warum es nicht zu einer Revolution gegen diese Diktatur des Geldmonopols kommt. Wir sind vollkommen von den Banken abhängig. Geben sie uns Kredit, dann geht es uns gut, wenn nicht, müssen wir verhungern.

Man muss sich das einmal vorstellen. Eine Geschäftsbank muss nur eine ganz geringe Eigenkapitalquote besitzen und darf Geld aus dem NICHTS schöpfen. Und für dieses NICHTS müssen wir teuer bezahlen. Die Banken, die keine Produktionsfaktoren besitzen, vergeben ein NICHTS, für das Unternehmer und Produzenten Zinsen bezahlen müssen, und dazu noch ihre Produktionsmittel als Sicherheitsleistung verpfänden müssen. Und wenn die Bank nicht mehr will, dann dreht sie einfach den Kredithahn zu und verwertet die Sicherheiten. Alle Wirtschaftssubjekte, die produktiv Werte schaffen, werden heimtückisch betrogen und enteignet. Und der Staat spielt als Helfer, seine Beamten und Angestellten als Helfershelfer dieses intrigante Spiel, meist aus Unwissendheit mit.

Aber nicht alle sind Ahnungslos. Zumindest einige unsere Spitzenpolitiker müssten das System durchblicken. Kann es sein, dass der Rest in der Bevölkerung vollkommen ahnungslos ist? Eher nicht.
So etwas wie den HGCN gibt es inzwischen überall verstreut. Kabarettisten wie Gerhard Schramm tragen die Sache bereits ungeschminkt auf den Tisch, lediglich die Art und Weise, wie es vorgetragen wird, erinnert noch ein wenig an eine Satire.
Nicht nur die Bloogerszene ist aktiv, zahlreiche alternative Medien bringen die Wahrheit ans Licht, und sogar die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten decken bereits Details auf.
Quam diu? Wie lange sollen wir noch tatenlos zusehen? Darauf warten, dass sich die Situation von alleine verbessert? Die Lethargie in der Bevölkerung ist doch regelrecht eine Aufforderung an die Strippenzieher, dieses Spiel so weiter zu betreiben. Fast schon eine Provokation. Was muss noch alles passieren, bis die Leute merken, dass alles den Bach hinuntergeht? Noch höhere Krankenkassenbeiträge, noch höhere Steuern? Noch weiter sinkende Reallöhne? Oder muss man den Leuten erst ihr iPhone abnehmen, bis sie zu murren anfangen. Wahrscheinlich wird die Masse erst dann aufwachen, wenn es zu spät ist. Zulange zuzuschauen war noch niemals klug, da sollte besonders das deutsche Volk seine Erfahrungen damit gemacht haben. Wehret den Anfängen, aber dafür ist es bereist zu spät. "Is ja etz eh scho wurscht!" So kann man es vielleicht auch sehen. Wer denkt, es kann nicht noch schlimmer kommen, der wird schon bald eines Besseren belehrt werden.

Der zu erwartende Deflationsschock in Europa lässt vielleicht die Hoffnung zu, noch einmal günstig Papier in etwas Handfestes umwandeln zu können. Dass der Goldpreis nochmals deutlich unter die 1200 $ Marke abschmiert, darauf würde ich nicht unbedingt setzen. Das Zeug wird seine Abnehmer finden, gegebenenfalls in Asien, Indien oder in der arabischen Welt.

7. Juli 2010
Gold erneut unter Druck.

Gestern Nachmittag wurde der Preis vom gelben Metall in einer massiven Aktion etwas gedrückt. Da auch der Euro wieder etwas freundlicher tendiert, ergebenen sich inzwischen wieder Straßenpreise in Richtung 1000,- € für die Feinunze. Einige Experten sehen den Beginn eines neuen Deflationsschocks, der die Preise nochmals kurzfristig in den Keller schickt. Für Edelmetallinvestoren besteht kein Grund zur Sorge. Ein Deflationskurs kann nicht lange durchgehalten werden, ohne dass das System kippt. Das wäre dann das sichere Ende aller Papiergeldinvestments. Wenn das Edelmetall fällt, dann nur, um erneut Anlauf zu nehmen. Vielleicht wird das die letzte Gelegenheit, nochmals einigermaßen günstig an das Metall ranzukommen. Da sollen wohl einige auch noch aus dem Markt gedrängt werden. Die Masse ist gegenüber Gold wieder sehr skeptisch eingestellt. Kaum jemand glaubt an die Chancen sondern an das Märchen von der Goldblase. Ein hervorragender Indikator für die Gold-Bugs, denn immer, wenn die allgemeine Stimmung für das Edelmetall besonders schlecht war, erfolgte bald darauf wieder ein kräftiger Schub. Wenn Sie die Tageszeitschriften und Marketing-Wurfsendungen studieren, so sehen Sie so viele Anzeigen von Goldaufkäufern, wie noch nie. Selbst die Bullion-Händler stellen in ihren Inseraten den Ankauf in Vordergrund, das spricht für sich selbst.
Es ist genügend physisches Material verfügbar, die idealen Voraussetzungen für eine entspannte Einkaufstour. Freuen wir uns über die sinkenden Preise, oder stehen Sie etwa auch auf der Verkäuferseite? Dann her mit dem Zeug…

Zur Kritik an Egon W. Kreutzer:
Ich akzeptiere durchaus auch konträre Ansichten zum Geldsystem oder hinsichtlich der Einstellung zu EM, wenn in der Argumentationskette der berümte "rote Faden" sichtbar bleibt. Über Ansichten kan man streiten, über Dummheit aber nur noch den Kopf schütteln. Da passt einfach gar nichts zusammen...

6. Juli 2010
Goldpreis auf Kaufniveau

Ob bereits das untere Ende der Fahnenstange erreicht ist, wissen wir natürlich auch nicht. Es gibt auch Leute, die fahren einen 30 km Umweg, nur um ein paar Cent beim Tanken zu sparen. Es genügt eine Zuspitzung der politischen Situation irgendwo auf dem Globus, etwa dem Iran, und der Preis steigt wieder rapide an. Nach wie vor sind wir der Meinung, dass nach unten weit weniger Luft ist als nach oben. Hinsichtlich der langfristigen Vermögenswertsicherung spielt die kurzfristige Volatiliät ohnehin keine große Rolle.


Egon W. Kreutzer:
Problematisches Goldverständnis
Ist es […] sinnvoll, jetzt Gold zu kaufen?
Diese Frage beantworte ich mit einem klaren Nein - und 10+1 Begründungen

Diese Abhandlung strotzt dafür vor Tausend-und-Eine Widersprüchlichkeit, dessen Argumentationskette in sich schon unlogisch ist, selbst wenn man die einzelnen Thesen ernst nehmen sollte.
(Beati pauperes spiritu, quia ipsorum est regnum coelorum!)

Zum Rauch- und sonst-noch-was Verbot.
Nach dem Bayerischem "Erfolg" machen sich nur auch deutschlandweit die Oppositionsparteien das Thema zueigen, um sich in der Öffentlichkeit profilieren zu wollen. Damit richt die Sache schon wieder stark nach Bevormundung seitens der politischen Karste. Was die Politiker nicht kapieren ist, dass sie sich aus den gesellschaftlichen Angelegenheiten raushalten sollen, solange kein Handlungsbedarf besteht. Wenn sich die Gesellschaft auf eine gemeinsame Norm freiwillig einigt, dann bedarf es keiner gesetzlichen Regelung. Der Staat darf erst dann eingreifen, wenn es zu keinen impliziten Konsens kommt. In diesem Falle ist ein Volksentscheid ein geeignetes Mittel. Die Initiative dazu muss jedoch von Unten kommen. In Punkto Rauchverbot bzw. Nichtraucherschutz lag die Sache etwas anders als in den übrigen Bundesländern. Zunächst hatte Bayern ja einen sehr weitgehenden Nichtraucherschutz (bzw. restriktives Rauchverbot), der danach jedoch schnell wieder relativiert wurde. Es war der Zickzackkurs der bayerischen Regierung, der einen Unmut in der Bevölkerung hervorgerufen hat. Das Votum gegen die Interessen der Raucher war nicht zuletzt auch eine "Watschn" für die Regierung für deren inkonsequentes Verhalten.

In Frankreich läuft derzeit eine Debatte über ein "Burkaverbot". Bewegt das die Bürger tatsächlich so sehr, dass der Staat hier einen Handlungsbedarf sieht, oder wir die Debatte nur angeheizt, um von anderen Problemen abzulenken?


5. Juli 2010
Rauchverbot oder Nichtraucherschutz?

Auch nach dem Volksvotum im Bayern scheiden sich die Geister. Fakt ist: die Nichtraucher haben sich durchgesetzt, per Volksabstimmung. Ein absolut echter demokratischer Prozess. Aus liberaler Sichtweise ist ein weiteres Verbot und damit ein Rückschlag, was auch die FDP-Schnatterbergerin sehr deutlich herausstellt. Auf der anderen Seite hat diese Partei jedoch keinerlei Probleme damit, Gesetzesentwürfe von gewissen Minderheitsinteressengruppen durchzusetzen.
Der Ausgang des Votums ist bedauerlich. Nicht, weil die Nichtraucher "gewonnen" haben, sondern dass das Interesse in der Bevölkerung, sich an basisdemokratischen Entscheidungen zu beteiligen, relativ gering war. Traurig ist es aber auch, dass es überhaupt zu einem weiteren Verbot kommen musste. Raucher sehen sich in ihren Freiheitsrechten nun massiv eingeschränkt. Was ist mit Toleranz?
Die Freiheiten des Einzelnen enden dort, wo sie die Rechte des anderen verletzen. Auch der Nichtraucher hat Rechte.
Freiheit und Verantwortungsbewusstsein sind ein untrennbares Paar. Freiheit bedeutet nicht, zu tun und lassen, was man gerade will. Liberalismus wird von einigen Zeitgenossen wohl etwas falsch verstanden. Rücksichtslose Raucher sind genau fehl am Platz wie militante Nichtraucher. Vielleicht gibt es in unserer Gesellschaft davon von beiden zu viele.
Die Wahrung von Eigentums- und Freiheitsrechten ist ein hohes Gut, das es zu verteidigen gilt.
Allerdings gibt es so etwas wie gesellschaftliche Normen, auf die auch der "Individuallist" von sich aus Rücksicht nehmen sollte.
Sitten und soziale Normen sind nicht statisch, sondern ändern sich im Laufe der Zeit. Es gibt keine absolute Wahrheit, sondern nur eine individuelle. Eine Gesellschaft ist dadurch gekennzeichnet, dass sie sich auf gesellschaftliche Normen verständigt.
Wenn sich eine deutliche Mehrheit für ein Rauchverbot in der Öffentlichkeit verständigt, so ist dies zu akzeptieren.
Sich auf (neue) Normen zu einigen ist kein Diktat, und die Initiatoren der Volksabstimmung sind deswegen noch lange keine "Anti-Raucher-Faschisten". Es geht hier - wohlgemerkt - um einen Verhaltenskodex in der Öffentlichkeit. Es kommt ja auch niemand auf die Idee, öffentliche Prostitution zu tolerieren, weil anders die Freiheitsrechte einiger Mitbürger eingeschränkt werden könnten.
Öffentlich zugängliche Gaststätten haben keinen privaten Charakter, sondern sind quasi öffentlich, wenn es keine deutlich erkennbaren Barrieren gibt. Auch wenn es sich um Privateigentum handelt. Wenn privates Eigentum öffentlich zugänglich gemacht wird, so darf auch die Beachtung von allgemeinen, sozialen Normen eingefordert werden. Dass es dazu eines expliziten Gesetzes bedarf, ist sehr bedauerlich und ein Zeichen dafür, dass die Gesellschaft immer noch weit von dem entfernt ist, was als gemeinhin als Reife gilt.
Es haben hier beide Parteien versagt, sowohl die Raucher als auch die Gegner des blauen Dunstes.


3. Juli 2010
Klima-Meinungsdoktrin? - Oder Raum für Andersdenkende?
Hier ein interssanter Link: KE-Research

2. Juli 2010
Goldpreis leicht eingebrochen…

Das haben wir seit Wochen erwartet. Gestern wurde der Goldpreis wieder einmal unter die psychologische Marke von 1200,- Dollar gedrückt, um sich anschließend wieder etwas zu erholen. Die US-Konjunkturdaten sind enttäuschend schwach, und auch sonst spricht das Umfeld eher für steigende Preise bei Edelmetallen als für fallende. Jedenfalls scheint die Unterstützung bei 1200,- $ zu funktionieren, viel weiter runter wird es wohl nicht gehen. Wenn wir nun noch auf einen etwas festeren Euro hoffen, ergeben sich ganz nette Einstiegs- bzw. Nachkaufgelegenheiten.

Deutscher Autoexport Boom.
Davon sind ausschließlich die deutschen Premium-Marken betroffen. Vor allem in China und in den USA ist der Absatz kräftig gestiegen. Das sieht nicht nach einem nachhaltigen Aufschwung aus. Das gesamtwirtschaftliche Bild ist immer noch löchrig und uneinheitlich. Die Binnenlandnachfrage ist weiterhin mau. Der Masse fehlt die Kaufkraft. Wo bleibt denn hier der Impuls der Keynesianer?
Na ja. Die Gewerkschaften haben ja schon ein wenig über Nachforderungen nachgedacht. Nur nutzt es nichts, Geld ins System zu kippen. Zuerst müssen die Schulden irgendwie weg, ja richtig - irgendwie.
Das "Irgendwie" ist die große Frage. Gerade deshalb ist das gelbe (weiße) Metall derzeit interessanter als je zuvor…


1 Juli 2010
Präsidentenwahl: Wulff schaffte es erst im dritten Anlauf.

Die Stimmergebnisse belegen deutlich, wie zerrissen die Koalition bereits ist. Gauck hatte sogar eine echte Chance. Sehr Aufschlussreich auch das Verhalten der Linken im Vorfeld der Präsidentenwahl. Diese Truppe ist vollkommen realitätsfremd und hat uns wieder einmal vor Augen geführt, dass diese Partei sich einen Dreck um die Meinung in der Bevölkerung schert. Alles oder Nichts, Kompromisse sind nicht. Das ist der Stoff, aus dem Diktaturen sind.

Der Goldpreis bewegt sich unspektakulär seitwärts. Das sind wir ja schon gewohnt. Eine Zeit lang tut sich wenig, um dann irgendwann wieder auszubrechen. Der Goldpreis steigt nicht linear, sondern in Schüben jeweils auf einen neuen Level innerhalb einer neuen Schwankungsbandbreite.
Es wird immer wieder diskutiert, ob der Goldpreis nicht schon zu hoch wäre, und ob es keine attraktiveren Anlagemöglichkeiten im Bereich der Sachwerte gäbe. Es gibt leider nicht viele Alternativen.
Im langfristigen Vergleich ist Gold keineswegs überbewertet. Viele Leute haben nur keine realistische Einschätzung, da Gold in der Zeitspanne von 2000 bis 2005 dramatisch unterbewertet war. Die Zeiten sind natürlich vorbei. Verglichen mit Lebensmitteln und so manchen Konsumgütern sind ALLE Vermögenswertanlagen zu teuer, genauso wie auch Immobilien. Das gesamte Preisgefüge ist verzerrt, einmal durch staatliche Eingriffe, einmal durch Oligopole und Kartelle. Die jüngsten Skandale mit illegalen Preisabsprachen (Kaffee, Stahl) zeigen dies ja deutlich. Die Preise, die wir sehen, sind keine echten Marktpreise. Die Bevölkerung reagiert jedoch darauf so, als ob es Marktpreise wären. Für die langfristige Betrachtung muss man die Verzerrungen ausblenden, was jedoch nicht einfach ist. Irgendwann gewinnt der Markt. Es kann ja nicht mehr ewig dauern…


Nochmals zu den Arbeitslosenzahlen:
Peter Ziemann macht folgende Rechnung auf: (Nachzulesen auf "bullionair")
Summieren wir also: 3,153 Millionen + 4,308 Millionen + 0,830 Millionen + 4,998 Millionen + 1,843 Millionen + 1,579 Millionen = 16,711 Millionen
Aber nicht alle Arbeitslosen würden dem Markt zur Verfügung stehen, selbst nicht unter den Rahmenbedingungen für Vollbeschäftigung.
Fairerweise gewichten wir die Zahlen etwas:
Offizielle Arbeitslose: 3,2 Mio, Faktor 1, 3,2 Mio
Unterbeschäftigte: 4,3 Mio, Faktor 0,5, 2,2 Mio
Kurzarbeiter: 0,8 Mio, Faktor 0,5, 0,4 Mio
ALG II: 5,0 Mio, Faktor 0,7, 3,5 Mio
Sozialgeldempfänger: 1,8 Mio, Faktor 0,3, 0,5 Mio
Beschäftigungsprogramm: 1,6 Mio Faktor 1 1,6 Mio
Summe: 11,4 Mio
Gehen wir davon aus, dass es in der BRD ca. 50 Mio. Einwohner im erwerbsfähigen Alter gibt, wovon vielleicht 45 Millionen tatsächlich einer Beschäftigung nachgehen wollen, so kommen wir auf eine interessante Quote.
Auf Vollzeit bezogen, arbeiten schätzungsweise 30 Millionen, höchstens jedoch 35 Mio.
Davon sind wiederum bestenfalls 2/3 realwirtschaftlich produktiv, der Rest ist unsinniger Overhead bzw. Bürokratie.
Das bedeutet, dass nur 20-25% Anteil in der Bevölkerung den tatsächlichen Wohlstand erwirtschaften.
Die BRD zählt ca. 82 Millionen Einwohner, davon sind ca. 60% erwerbsfähig.
Offensichtlich wird der tatsächliche Wohlstand mit nur 30% der Kapazität erwirtschaftet.
Umdenken ist also angesagt...


30. Juni 2010
Heute werden die neuen Arbeitsmarktdaten aus Nürnberg gemeldet. Soviel sickerte schon einmal durch, die offiziellen Zahlen sind über der Erwartungen. Die Baubranche boomt, und die Automobilindustrie plant Sonderschichten. Die Baubranche profitiert noch von den Konjunkturprogrammen, die im letzten Jahr beschlossen wurden. Die Automobilindustrie profitiert vom ungewöhnlichen, hohen Export: 2 von 3 hergestellten Fahrzeugen werden exportiert. Während die Baubranche Sondereffekte nutzt, ist der andere Jobmotor extrem anfällig. Wir wollen natürlich nicht meckern, dass es in Deutschland wider Erwarten besser läuft als erwartet, aber hiermit deutlich hinweisen, dass die konjunkturelle Erholung am seidenen Faden hängt. Krisenvorbereitung ist bei uns nach wie vor das Top-Thema, Von einer Entwarnung kann nicht die Rede sein.
Nicht vergessen, dass wir es hier mit einer systemischen Krise zu tun haben. So etwas ist für die heute lebende Generation (abgesehen von den Ruheständlern) ohne Beispiel. Die Ostdeutschen haben vor zwei Jahrzehnten vielleicht eine Umwälzung ähnlicher Dimension bereits erlebt, nur ergaben sich damals für die meisten DDR-Bürger nach der Wende echte Perspektiven. Manche hatten zwar auch überzogene Erwartungen vom "goldenen Westen", aber das ist bereits Geschichte. Beim Zusammenbruch des Ostblocks gab es wenigstens das Vorbild des Westens, an dem sich die betroffenen Länder orientierten. Die neuen Ostrepubliken waren für den Westen ein ideales Aufschuldungsgebiet, im ökonomischen Bankersprech als "Investitionsraum" gesehen, was die Schwächen im westlichen System kaschierte und für eine Verlängerung sorgte. Die Bedingungen für das Ende sind bekannt. Sobald sich keine neuen Aufschuldungspotenziale mehr finden lassen, dann bricht das System zusammen. Der Globus ist diesbezüglich so ziemlich "entwickelt", das war ja auch der Hauptzweck, der hinter der "Globalisierung" steckte. Neue Schuldner zu finden, nur darum ging es!

In Griechenland wird über Streik dem Protest über die Sparmaßnahmen kundgetan, von einer Beruhigung der Lage kann auch hier keine Rede sein. Ähnlich dürfte das in den anderen Ländern der Südschiene zu erwarten sein, mit Ausnahme von Portugal vielleicht. Ein Auseinanderbrechen des Euroraums ist mittelfristig unvermeidbar. Vielleicht löst sich das Problem auch von selbst. Immerhin besteht auch die vage Chance, dass das Dollarimperium noch vorher "reformiert" werden muss. Dann geht gleich alles in einem Aufwasch. Wie es im Detail weitergeht, wissen wir nicht. Aber eines können wir mit Gewissheit prognostizieren: So weiterwursteln wie bisher ist nicht möglich. Viele glauben ja immer noch an eine Krise, bedingt durch eine zyklische Konjunkturschwankung. Was diese Leute übersehen ist, dass sowohl die Frequenz als auch die Amplitude immer höher bzw. größer wird. Techniker wissen, worauf das hinausläuft…

29. Juni 2010
Deutschland ist zu wettbewerbsfähig.
Gegenüber den USA , Südeuropa und Frankreich mag das zutreffen, gegenüber Asien und einigen andern Nationen sicherlich nicht.
Sarrazin liegt falsch wenn er behauptet, dass das kein Problem Deutschlands ist. Südeuropa und Frankreich müssten viel billiger anbieten, damit ihre Waren entsprechend attraktiv wären. Durch die gemeinsame Währung sind hier jedoch die klassischen Ausgleichsmöglichkeiten über eine Wechselkurskorrektur verbaut. Mehr Löhne und höhere Gehälter in Deutschland (und anderen leistungsfähigen Nachbarn) sind nicht praktikabel, solange die Asiaten ihrer Währungen nicht massiv aufwerten. Die deflationsgeplagten Japaner haben daran kein Interesse. Es scheint ja so, dass alle leistungsfähigen Exportnationen sich gegenseitig in einer Art Abwertungsspirale ihrer Währungen bzw. Binnenlanddeflation ihre Exportchancen verbessern wollten. Die Nettoimporteure haben das Spiel breitwillig mitgemacht, indem sie den einfachen Weg des Schuldenmachens gegangen sind. Wohlstand auf Pump auf der einen Seite, Lieferung auf Kredit auf der anderen Seite. Nun haben beide ein Problem! So langsam dämmert es den Marktteilnehmern, dass die Sache mit dem Fiat-Money nur einer Branche Vorteile gebracht hat, der Finanzwirtschaft. Nur lässt sich der Film leider nicht zurückspulen.
Dass Deutschland seine Verschuldung dadurch lösen könnte, dass die Ankurbelung des Exports noch weiter vorangetrieben könne, dieser Traum ist wohl geplatzt. Es hat nicht funktioniert, weil es nicht funktionieren konnte. Die Deutschen wurden ins Hamsterrad getrieben, für nix und wieder nichts. Abrackern für lau und falschen Hoffnungen, für leere Versprechen. Dass es so nicht weitergehen kann, dürfte mittlerweile jedem einleuchten.

28. Juni 2010
G-20 Gipfel wird, was denn sonst, wieder einmal als Erfolg gefeiert. Ein eiserner Wille zum Sparen wird bezeugt, natürlich nur als unverbindliche Willenserklärung. Wurde die Merkel letzte Woche die Merkel wegen ihrer Sparpläne noch von allen anderen G-20 Staaten angeschossen, so scheint man sich nun ganz plötzlich "überzeugen" haben zu lassen. Was gestern noch falsch war, ist heute bereits richtig, und auch umgekehrt. Eigentlich ist es ja ganz egal, was da beschlossen wird. Erstens funktioniert es ohnehin nicht, und zweitens hält sich sowieso keiner daran. Das war mal wieder eine reine Selbstinszenierung mit Nebelkerzen.


Handelsblatt: US-Präsident Barack Obama richtete zum Abschluss des G20-Gipfels eine klare Warnung an Exportnationen wie Deutschland: Die USA sind nicht länger bereit, durch ihre hohen Importe als Motor für die Weltkonjunktur zu dienen. "Nach Jahren zu hoher Schuldenaufnahme können und wollen die Amerikaner nicht länger den Weg der Welt zu anhaltenden Wohlstand mit Schuldenmachen erkaufen", sagte er am Sonntagabend im kanadischen Toronto. "Keine Nation sollte davon ausgehen, dass ihr Weg zu Wohlstand über Exporte nach Amerika verläuft." Er verwies auf die Pläne Washingtons, die US-Exporte kräftig zu steigern.
Fechheit! Deutschland hat seinen Wohlstand exportiert, in die USA und zu unseren europäischen Nachbarn, und dafür ein paar Fetzen wertloses Papier erhalten.
Die Dreck-Wall-Street Mafia hat zudem zahlreichen deutschen Banken ihren strukturieren Immobilien-Giftmüll angedreht. Für wie blöd hält uns dieser Obimbo...
Wie der Eichlburg schon sagt, die Spareinlagen der Deutschen sind real bereits weg. Nämlich exportiert! Was der Präsident sagen will ist folgendes: Von uns bekommt ihr keinen Cent (als realen Gegenwert) wieder...


Von wegen sparen:
1.) Die Kredite können niemals zurückgezahlt werden, jedenfalls nicht mit Geld.
Um alte Kredite abzulösen, müssen immer neue Kredite aufgenommen werden.
2.) Ergo können die Schulden nur gegen Realgüter aufgerechnet werden. Da es nicht genügend Güter auf der Welt gibt, die der momentanen, nominalen Kaufkraft aller Schuldverschreibungen entspricht, muss es zu einem Vergleich kommen, was zwangsläufig auf einen Gläubigerverzicht hinausläuft.

Entweder schafft es das System, das Spiel mit der Aufschuldung noch eine Zeit lang weiter zu betreiben, oder es muss ein Kassensturz gemacht werden. Sparen funktioniert definitiv nicht, sei denn, man will damit den Kassensturz provozieren. Deswegen sollte man sich aus allen Forderungen auf Papier rechtzeitig verabschieden. Rein rechnerisch läuft momentan zwar alles auf einen erneuten Deflationsschock hinaus, es ist jedoch fraglich, ob das System überhaupt noch solange durchhält. Wenn zu viele Marktteilnehmer den Braten riechen, dann gibt's vorher noch einen gewaltigen Crack-up-Boom statt Schnäppchenjagd. Die Chance, dass der Goldpreis noch einmal signifikant einbricht, ist sehr gering. Vielleicht werden wir in ein paar Monaten darüber philosophieren, wie billig das Gold für noch unter 1100,- € die Unze war…


1.711,3 Milliarden Euro Schuldenstand in Deutschland (Focus Money)
Am Montag teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden den Schuldenstand der öffentlichen Haushalte in Deutschland mit. Mit einer Steigerung von 1,1 Prozent zum Vorjahr betrug der Schuldenstand der öffentlichen Haushalte in Deutschland am 31. März diesen Jahres 1.711,3 Milliarden Euro.

25. Juni 2010
Frauenquote

Der HGCN nimmt die Quotenregelung für Frauen ernst. Um diesen wichtigen Aspekt unserer Dekadenzgesellschaft gebührend umzusetzen, führen wir ab sofort eine Frauenquote von 40% ein. Bitte helfen Sie uns bei Umsetzung dieser äußerst wichtigen Maßnahme. Bei Zuschriften per E-mail vermerken Sie bitte schon in der Betreffzeile, ob Sie weiblichen oder männlichen Geschlechts sind. Sobald das Verhältnis der Zuschriften von Männern die Quote von 60% übersteigt, landet die Mail automatisch im Spamfilter. Auch bei unseren künftigen Stammtischtreffen müssen streng darauf achten, dass das Verhältnis von Männlein zu Weiblein von 3:2 nicht überschritten wird. Am Besten, wir machen den Laden gleich ganz dicht…

Schwachsinn beiseite: Aber unsere Politodummkraten leisten wieder einmal ganze Arbeit. So soll auch in Deutschland in allen DAX-notierten Unternehmen zukünftig eine Quote von 40% Frauenanteil im Vorstand ausmachen. Eine gesetzliche Maßnahme sei notwendig, weil die Unternehmen sich nicht zu einer freiwilligen Umsetzung hätten durchringen können.

Nichts gegen Chancengleichheit, aber muss aus einem gesellschaftlichen Phänomen gleich ein gesellschaftliches Problem gemacht werden? Dass in den verschiedenen Gruppierungen in unserer Gesellschaft das Verhältnis zwischen den Geschlechtern nicht ausgeglichen ist, braucht nicht diskutiert zu werden. Es ist einmal so. Dass eine historisch gewachsene Rollenverteilung diese Verteilung unterstützt, und dass Veränderungen in einer Gesellschaft nicht von heute auf morgen geschehen, muss ebenfalls nicht diskutiert werden. Keine Gruppe, kein Verein, kein Unternehmen repräsentiert in seiner Zusammensetzung den gesellschaftlichen Durchschnitt. Was soll der ganze Unfug mit einer Quotenregelung? Wenn die Gesellschaft Veränderungen möchte, dann kann die Gesellschaft sich auch ändern, ohne dass hierzu gesetzliche Zwangsmaßnahmen erforderlich wären.

Als Argument für die Frauenquote in der Vorstandetage wird angeführt, dass Unternehmen mit Frauen im der Vorstand nachweislich besser wirtschaften würden. Warum schaffen wir nicht dann den Boden für eine wirklich freie Marktwirtschaft. In einem marktwirtschaftlichen Umfeld werden nur die "besseren" Unternehmen langfristig überleben, wodurch sich die Sache mit der Frauenquote dann ja von ganz alleine erledigen sollte. Wohin die Eingriffe des Staates geführt haben, sehen wir ja bestens.

Frauen gelten im Durchschnitt als vorausplanender als Männer. Mag sein, dass der durchschnitt der Frauen eine genetisch bedingte, andere Zeitpräferenz hat als der Durchschnitt der Männer. Um die Klischees aufzuwärmen: Freuen denken eher langfristig und nachhaltig, Männer bevorzugen eher den schnellen Erfolg. Das ist jedoch eine statistische Größe, und hat mit dem individuellen Charakter eines einzelnen Menschen rein gar nichts zu tun. Sie werden in beiden Geschlechtergruppen Spezies mit einer jeweils ähnlichen Ausrichtung finden. Sie finden beispielsweise unter weiblichen Autofahrern ebenso den Typus des "aggressiven" Fahrers (Fahrerin), wenngleich im statistischen Durchschnitt sehr wohl Unterschiede nachzuweisen sind, siehe Unfallstatistik.

Eine Zwangsselektion durch Quote macht also überhaupt keinen Sinn, da bei der Rekrutierung von Stellen oder Positionen eben diese gewünschten Charaktere herausgepickt werden, die dafür erwünscht sind. Vernunft ist eben keine geschlechterspezifische Eigenschaft.
In unserer Gesellschaft gibt es, weiß Gott, andere Probleme, als dass sie mit einer Quotenregelung gelöst werden könnten. Wie weit kann die Dekadenz noch voranschreiten? Der Zustand des Geldsystems spiegelt sehr schön den Zustand unserer Gesellschaft wieder…


Arbeitsämter wollen Briefgeheimnis von Hartz IV-Empfängern abschaffen...
Post soll Briefe öffnen und scannen.
Briefe von Arbeitslosen- und Kindergeldempfängern sollen künftig von Post-Mitarbeitern geöffnet werden. Das schreibt die Bild-Zeitung. BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker habe das Vorhaben der sog. eAkte bestätigt. In Scan-Zentren der Post werden die Briefe dann verarbeitet und an die Arbeitsagenturen weitergeleitet.

24. Juni 2010
Uneinheitliche Wirtschaftsnachrichten.

Heli-Ben lässt den Dollarleitzins weiterhin auf Mickrigniveau, von der vormals in den Raum gestellten Anhebung der Leitzinsen keine Spur. Wie zu erwarten, war das eine reine Hinhaltetaktik, um Inflationsängste entgegenzuwirken. Auf der anderen Seite verkündet Merkel eisernen Sparwillen und gerät damit in die Kritik nicht nur ihrer europäischen Amtskollegen. Die enttäuschenden US-Wirtschaftsdaten und die zur Schau gestellte IFO-Euphorie über den Aufschwung Deutschlands passen ebenfalls nicht so recht zusammen. Soll nun Asien alleine die Exportüberschüsse der deutschen Industrie aufsaugen? Was wollen die Asiaten mit neuen Investitionsgütern "Made in Germany", wenn die Abnehmer von Konsumgütern keine neuen Kredite mehr erhalten? Der Baltic Dry Index bröckelt zwar, aber das betrifft vor allem Frachtschiffe mit Gütern für die Schwerindustrie. Der Handel mit Containerschiffen (Konsumgütern) hingegen brummt. Scheint so, als ob die westliche Welt (mit Ausnahme von Deutschland) auf Teufel komm raus reflationieren möchte, koste es, was es wolle.
Egal wie, aber aus dem Pool an verschienen Wirtschaftsnachrichten lassen sich Argumente für jedwedes Szenario extrahieren.

Erobern sich Gold und Silber so langsam ihren Staus als Geld zurück?
Es geht so langsam in diese Richtung, wobei wir (zumindest in Europa) von einem derartigen Bewusstsein noch meilenweit entfernt sind. Bei uns ist Gold immer noch eine spekulative Anlage, bestenfalls als Inflationsschutz geeignet. "Gold ist Geld, alles andere ist Kredit".
Genau so ist es. Alle Welt redet inzwischen über das Schuldenproblem, dann müssten die Leute doch auch erkennen, welche Blase zu platzen droht. Es gibt keine "Geldblase", wohl aber eine Kreditblase.


Neue DM
Laut Medienbericht (auch nachzulesen auf mmnews) hat die Merkeline dem Franzosen mit einer Wiedereinführung der DM gedroht.
Dass die währungspolitischen Ziele zwischen Frankreich und Deustchland höchst unterschiedlich sind, ist ja nicht neu.
Das war bereits zu den alten Zeiten der nationalen Währungen so.
Interessant ist jedoch, dass die Option "DM" immer häufiger auch öffentlich angesprochen wird.
Nach einer, inzwischen nicht mehr ganz aktuellen Insiderinformation (Stand: Ende 2009) sollten die Vorbereitungen für die Ausgabe einer nationalen Not- oder Ersatzwährung bis zum II. Quartal 2010 abgeschlossen sein. Diese Ersatzwährung ist für einen Notfall vorgesehen, falls z.B. das Finanzsystem implodieren sollte. Zwar wäre bereits zu DM-Zeiten eine geheime Notwährung gebunkert gewesen, diese war jedoch aus technischer Sicht vollkommen veraltet. Erst nach der Bankenkrise 2007 wurde die Frage neu aufgeworfen, die alte "Notwährung" durch eine Version mit zeitgemäßen Sicherheitsmerkmalen zu ersetzen. Die Existens einer Notwährung (oder Neue DM, wie auch immer) bedeutet nicht zwangsläufig, dass es ein Datum zu einer geplanten Währungsreform gibt. Offenbar halten alle Nationen eine geheime Notfallwährung in der Hinterhand, nur hat Deutschland als erstes damit begonnen, sie dem neuen Stand der Technik anzupassen. Die "alten Lappen" waren technisch angeblich auf "Vorkriegsniveau" und wären aufgrund der sehr einfachen Fälschungsmöglichkeit angesichts der heutigen Drucktechnik nicht wirklich umlauffähig gewesen. In diesem Punkt hat man für Abhilfe gesorgt, die Option "neue DM" besteht nun also tatsächlich. Ob es dazu kommt, ist jedoch eine ganz andere Frage...

Ergänzung aufgrund einer Leserfrage:
Ob es in diesem Jahr noch zu einer Währungsreform oder Währungsumstellung (mit oder ohne "Haircut") kommt, kann nicht prognostiziert werden. Das weiß nur der(die)jenige, der zu einer solchen Aktion durchzuführen überhaupt in der Lage ist. Falls derartige Pläne mit konkretem Datum existieren, dann ist das eines der bestgehütesten Staatsgeheimnisse überhaupt. Die Regierung führt mit Sicherheit auch Planspielchen aus, die in diese Richtung gehen. Ich bin mir jedoch sicher, dass die Entscheidung zur Durchführung von irgendelchen Planspielen immer noch von den laufenden und künftigen Ereignissen abhängen. Es war inzwischen genug Zeit, um neben Plan A auch noch Plan B und Plan C durchzukauen.


23. Juni 2010
Der neue Spezial-Report Gold
wurde uns soeben von der "Erste Bank Wien" zugemailt. Wir haben ihn für Sie auf auf unserer Site zum
Herunterladen bereitgestellt...

Hüh-hott Steuererhöhunngssenkung
Nachdem die deutsche Wirtschaft angeblich wieder brummt, muss der Bund weniger Schulden aufnehmen als ursprünglich vorgesehen. Nachdem die Umfragewerte der FDP im Keller sind, krabbelt sie wieder mit ihren ursprünglichen Steuersenkungsparolen aus ihren Löchern. 60 Milliarden Neuverschuldung statt der geplanten 80! Was für ein neuer Verteilungsspielraum.
Selbst wenn steuerliche Entlastungen kommen sollten, der Durchschnittsbürger wird davon nichts spüren. Ein angestellter Ingenieur in mittlerer (oder spätestens in höherer) Position gilt ja mittlerweile schon als Besserverdiener, den man schröpfen darf. Das nennt sich soziale Gerechtigkeit, da die unteren Einkommensklassen ja schon durch so manche Arbeitgeber "ausgebeutet" werden.

Im Gegensatz zu 2009 lässt sich das erste Halbjahr 2010 relativ gut an. Die Auftragslage knüpft wieder an die Ergebnisse von 2008 an. Auf dem ersten Blick sieht es so aus, als ob die Krise in Deutschland noch ziemlich moderat abgelaufen wäre. Was ist aber wirklich passiert? Die während der Finanzkrise abgeschriebenen Beträge waren ein Tropfen auf dem heißen Stein und reichen bei weitem nicht aus, um nur annähernd so etwas wie Stabilität zu erzeugen. Die Risiken wurden größtenteils nur anders verteilt bzw. faule Forderungen ("Wertpapiere") woanders vergraben. Die Ursachen der Krise wurden nicht beseitigt, und so dürfen wir darauf warten, dass die alten Wunden erneut aufbrechen, bevor sie verheilen. Der erneute "Aufschwung" in Deutschland darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit den hier erzeugten Gütern weiterhin "Wohlstand" aus Deutschland exportiert wird. Statt nach Griechenland wandern die deutschen Luxuskarossen eben jetzt nach China. Na ja, wenigstens importieren wir ja auch genügend Ware aus China, so dass gegen diesen Trend eigentlich nichts einzuwenden wäre.
Aber was passiert mit den anderen Ländern mit chronischem Handelsbilanzdefizit? Allem voran die USA,, aber auch Frankreich und die uns altbekannten PIGS?
Es besteht weiterhin ein gewaltiger Abschreibungsbedarf. Die Chinesen gehen vielleicht diesen Schritt, indem sie ihre Währung langsam und vorsichtig aufwerten. Das alleine wird aber nicht ausreichen.
Die Hoffnung der Deutschen auf eine Rückkehr zu alten Verhältnissen dürfte sich schon bald wieder als Trugschluss erweisen. Der Lebensstandard wird auf breiter Front weiter sinken, während uns die Illusion von Vermögen und Reichtum weiterhin vorgegaukelt wird. Diejenigen, die noch sparen können, machen das auf die falsche Art. Sparkonten, Fonds und Lebensversicherung sind immer noch die Top-Favoriten der Deutschen. Nix zu machen, die meisten kapieren es einfach nicht!
In den Medien wird das Edelmetall ja weiterhin als hochspekulative Risikoanlage hingestellt. Dass die Gehirnwäsche funktionier zeigen mir die zahlreichen (wahrscheinlich sogar gut gemeinten) Warnungen von Freunden und Bekannten. Die Ausgangslage ist heute noch viel dramatischer als noch in 2007, warum also die Strategie ändern? Wer weiß, ob es bei den Edelmetallen überhaupt noch einmal zu einer deutlichen Konsolidierung kommt. Das bisschen, was momentan bröckelt, ist kaum der Erwähnung wert.


Denn sie wissen nicht, was sie tun…
Nürnberg (dpa) - Die Verbraucher in Deutschland lassen sich auch von der Debatte um das Sparpaket die Konsumlaune nicht verderben. Viele Haushalte hätten im Juni beim Konsum sogar noch zugelegt, teilte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Mittwoch in Nürnberg mit.
Vollständiger Artikel auf der Süddeutschen…
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1004847


Ihr Geld ist weg. Hier die Antwort, warum es so ist, wie es ist.
Der beim Kopp-Verlag gehostete und auch von Eichelburg verlinkte Artikel entpuppt sich als Hymne eines Freigeldanhängers.
Artikel lesen und danach kritisch hinterfragen.
Hier unser Kommentar dazu:
Der Ansatz der Freiwirte ist nur auf dem ersten Blick plausibel.
Der Denkfehler der Freiwirte besteht darin, dass sie nicht erkennen, dass unser Geld bereits Kredit ist, aus dem nochmals ein Zinsanspruch abgeleitet wird. Es kann jedoch nur echtes Kapital verzinst werden, nicht aber eine Forderung. Wenn Forderungen vor deren Fälligkeiten eingelöst werden, so normalerweise ein Abschlag fällig.
Das Geldsystem ist deshalb pervertiert, weil zwischen Kredit und Kapital nicht mehr unterschieden wird.
Kapital ist begrenzt. Alleine aus diesem Grund kann kein expotentieller Zinsanspruch realisiert werden.
Nur Kredite können scheinbar unbegrenzt generiert werden. Ludwig von Mises hat sehr treffend unterschieden zwischen "Sachmittelkredit" und "Zirkulationskredit". Sachmittelkredit beruht auf echtem Kapital (Ressourcen) und kann, sinnvolles Wirtschaften vorausgesetzt, eine Rendite (Zins) bringen.
Zirkulationskredit wird aus dem Nichts erschaffen. Da hier keine Ressourcen zugrunde liegen, kann sich daraus weder eine Risikoprämie, noch eine Rendite ableiten. Zirkulationskredit, unser heutiges Geld, ist also lediglich in der Lage, ein Geschäft zu ermöglichen und ein Tauschverhältnis zu dokumentieren. Es ist eine Art Schuldschein der dokumentiert, dass zu einer Leistung entsprechende Gegenleistung noch nicht erbracht wurde. Sobald die Gegenleistung erfüllt ist, löst sich auch der Zirkulationskredit wieder in Nichts auf. Geld ist kein Wertpapier sondern eine Forderung, die erst durch die erfüllte Leistung einen realen Wert erhält. Dass sich Forderungen, die nicht eingelöst werden, durch Zinsansprüche auch noch vermehren, ist pervers und sittenwidrig, da der Schuldner hier ja noch nicht einmal die Gelegenheit hat, die Gegenleistung zu erbringen, selbst wenn er das wollte. Der Trick des Systems besteht darin, dass die Schulden niemals zurückbezahlt werden können. Was von den Freiwirten als Systemfehler interpretiert wird, ist in Wirklichkeit ein geschickt getarnter Betrug der darin besteht, dass die Bevölkerung zum Schuldenmachen gezwungen wird. Das Problem ist nicht der Zins, sondern die Schulden. Der Lösungsansatz der Freiwirte besteht darin, den Zins abzuschaffen. Die wahre Lösung besteht jedoch darin, die Schulden abzuschaffen bzw. deren Tilgung zuzulassen.
Schuldverhältnisse werden nicht aufgelöst, indem Forderungen abgetreten werden. Wenn Forderungen nicht eingelöst werden, oder nicht eingelöst werden wollen, so erlöschen sie ganz einfach. Unser Geldsystem hat daher insgeheim ein Verfallsdatum das dann eintritt, wenn sich die Schulden eines Tages nicht mehr überrollen lassen.



Pulp-Fiction, ein Artikel (PDF) von Achim zur GEZ

22. Juni 2010
GEZ-Kritiker muss in Knast (gestern auf mmnews)
Die Methoden der umstrittenen "Gebühreneinzugszentrale" werden immer brachialer. Zum ersten Mal muss ein Kritiker dieser Behörde ins Gefängnis. Vorwurf: Beleidigung des öffentlich-rechtlichen Gebühren-Absaugers. Auch Kritik am Staatsfernsehen dürfte in Zukunft im Keim erstickt werden. - GEZ-Opfer will Gefängnistagebuch schreiben.

Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten führen sich auf wie eine Behörde, das ist Anmaßung!
Warum macht die Regierung nicht gleich Nägel mit Köpfen? Aus den "öffentlich-rechtlichen" wird ein offizielles Staatsfernsehen, finanziert aus Haushaltsmitteln, sprich: Steuersubstrat. Aber man will sich ja scheinheiligerweise den Status der Unabhängigkeit anhängen. Das ganze System ist korrupt und verlogen, und das Schlimmste daran: Die halten die Bürger für total blöd und glauben, dass sie nicht wissen, was tatsächlich abgeht.
Wer durch zivilen Ungehorsam aufmuckt, wird mundtot gemacht. Siehe auch die Geschichte von Rainer Hoffmann (solarkritik.de), der mit seiner Aufklärungskampagne in Sachen Solarenergie gegen die Interessen einer mächtigen Lobby agiert hat. Demokratie liest sich anders...


21. Juni 2010
Die infaltionsgetriebene Teuerung wird's schon richten...

Sonnenenergie wird unbezahlbar
Sonnenenergie wird immer populärer - und damit unbezahlbar. Weil die Förderungen auf Jahre garantiert sind, summieren sich die Folgelasten mittlerweile auf hohe zweistellige Milliardenbeträge. Selbst die Branche erkennt, dass es so nicht weitergeht.
Kommentar dazu:
Die Einspeisevergütung für PV-Strom beträgt 30 ct/kWh, während konventionell hergestellter Strom schon ab ca. 5 ct zu beziehen ist.
Lösung des Problems: Die inflationsgetrieben Teuerung für Rohöl und andere Rohstoffe steigt um 600%. Ein Goldunzenpreis von 6000 € (falls es diesen dann überhaupt noch gibt) ist nicht nur ein realistisches, es ist das zwangsläufige Szenario…


Die Zerredung des Euros.
Dass der Euro eine Fehlentscheidung war, hatten wir schon lange damit begründet, dass eine gemeinsame Währung nur in einem homogenen Wirtschaftsgebiet Sinn mache.
Das war bei der Einführung des Euros definitiv nicht der Fall. Mittlerweile denkt bereits die Systempresse über einen möglichen Ausstiegs Deutschlands (bzw. den Zerfall in unterschiedliche Eurozonen) laut nachgedacht. Egal welcher Ausweg, im Euro zu bleiben oder aussteigen, teuer wird der "Spaß" für Deutschland so oder so. Lassen wir uns überraschen…


Blicken wir doch einmal über den großen Teich: Die US-Bundesstaaten haben ebenfalls einen höchst unterschiedlichen Verschuldungsgrad sowie ein erhebliches Wirtschafts- aber auch Wohlstandsgefälle. Wenn die Amis über einen Zerfall des Euros oder einen Ausstieg Deutschlands aus dem Euros reden, dann müsste konsequenterweise auch der Zerfall des Dollars in Erwägung gezogen werden. Der Wirtschafstraum USA ist mindestens ebenso inhomogen wie der europäische. Wie lösen denn die Amis dieses Problem? Europa hat im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten nicht das Bewusstsein einer gemeinsamen Nation. Die USA konnten auch mit einem Wohlstandsgefälle zwischen den verschiedenen Bundesstatten umgehen, während Europa versucht hat, ähnliche Verhältnisse zu schaffen. Der Lebensstandard Deutschlands wurde künstlich gesenkt, während der Lebensstandard vor allem in der Südschiene künstlich angehoben wurde. Es ist also nicht nur die gemeinsame Währung, sondern vor allem die verfehlte EU-Politik, die zu diesem Schlamassel geführt hat. Der Euro war lediglich das Instrument dazu, um den Politschwachsinn noch effektiver umsetzen zu können.
Nun wieder einmal die Frage: Cui bono? Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass bei diesem "Wohlstandstransfer" jemand "anderes" noch kräftig abkassiert hat. Wer sind also die wahren Strippenzieher? Die Politiker selbst sind entweder zu dumm dafür oder korrumpiert.


Solange man das vagabundierende Geldvermögen noch weltweit um den Globus jagen kann, solange wird noch kräftig kassiert. Freiwillig werden DIE das Finanzsystem also niemals aufgeben. Leider gibt es immer noch zu viele Mitspieler. Das Ende kommt erst, wenn ein nicht mehr zu reparierender Unfall passiert, was im Prinzip jeden Tag eintreten kann. Die andere Option für das Ende wäre, dass die meisten Aktteure aussteigen würden, das heißt die Flucht aus dem System wagen würden.
Die Möglichkeit eines geordneten und kontrollierten Crashs ist gering, denn wenn einmal eine kritische Masse erreicht ist, die aus dem System flüchten, dann wird das Ding zum unkontrollierten Selbstläufer. Der Notausgang (Markt der Edelmetalle) ist viel zu eng. Darum, verlasst das Theater lieber, bevor die Vorstellung zu Ende ist. Auf die Zugabe können wir verzichten…

18. Juni 2010
In der Sendung Monitor gestern abend:

Die deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik gerät international immer stärker in die Kritik. Über Jahre habe Deutschland Lohndumping betrieben und so den europäischen Nachbarländern Marktanteile abgegraben. Verantwortlich für die Euro-Krise seien nicht allein unsolide wirtschaftende Länder wie Griechenland oder Spanien. Der eigentliche Krisenmotor sei Deutschland. Längst haben die EU-Euro-Minister Deutschland aufgefordert, endlich die Binnennachfrage anzukurbeln und die einseitige Fixierung auf den Export aufzugeben. Doch mit dem aktuellen Sparpaket geschieht nun genau das Gegenteil. Und so befürchten namhafte Experten, dass die Euro-Krise weiter befeuert wird: ausgerechnet von Deutschland. [zum Beitrag]
Kommentar dazu:
Deutschland hat noch unter der Regierung Kohl eine Deflationspolitik gefahren, die Schröder später "erfolgreich" fortgesetzt hat. Durch das Lohndumping wurde aber auch gleich die Inflation mit ins Ausland exportiert. Dass diese Rechnung nicht aufgeht, hat sich ja inzwischen bewiesen. Diese "Experten" können allesamt nicht über den Tellerrand blicken. Wie kann die Binnennachfrage angekurbelt werden? Doch nur über neue Kredite. Und wer soll die aufnehmen. Trotz Lohndumping sind die Firmen zu hoch verschuldet und haben eine lausige Eigenkapitalquote. Nicht zuletzt durch die völlig falsche Steuerpolitik der BuReg, welche Unternehmen mit hoher Eigenkapitalquote rigoros "bestrafte".
Also könnte nur noch die Regierung die Unternehmen entlasten, auf Steuereinnahmen verzichten und die Defizite über die Neuverschuldung finanzieren. Danach hoffen, dass die Kostenvorteile an die Beschäftigten über Lohnsteigerungen weitergeben werden. Der Privatkonsument fühlt sich danach "reicher" und nimmt nun seinerseits neue Kredite auf. Für solchen Quatsch wie überdimensionierte Eigenheime oder noch größere Kfz-Status-Boliden. Hätte vielleicht klappen können, wenn die "Experten" diesen Einfall früher umgesetzt hätten, aber dafür ist es nun zu spät. Außerdem hätten diese Maßnahmen bestenfalls die Ungleichgewichte innerhalb Europas etwas reduziert, nicht jedoch das Problem auf globaler Ebene gelöst. Immerhin hat man es geschafft, das deutsche Volk umsonst zu quälen, indem man ihm Wohlstand vorenthalten hat. Es hat Opfer gebracht, für nix und wieder nix. Wenn wir jetzt schon die Zeche bezahlen müssen, so wäre es erträglicher gewesen, wenn wir früher tatsächlich über unsere Verhältnisse gelebt hätten. Dann hätten die "Gürtel-enger-schnallen" - Parolen wenigstens noch eine Rechtfertigung. So sind wir doppelt beschissen worden.
Wähler, bedankt euch endlich bei diesen Idioten…

(Wahrscheinlich haben die auch schon vergessen, dass bereits dieser Neolib-Sozi Schröder uns diese Suppe mit eingebrockt hat. Nicht nur die Merkel hat die Sache verbockt)

Ist "Geld" derzeit zu billig?
Wie haben gestern festgestellt, dass Gold (Edelmetalle) sich preislich gegenüber anderen Gütern in einer rationalen Dimension bewegen, und dass von einer Blase nicht die Rede sein kann. Wir möchten heute das Papiergeld (gesetzliches Zahlungsmittel) betrachten. Geld wird natürlich nachgefragt, auch wenn es "nur" aus Papier (oder elektronisch) besteht, das keinen inneren Wert hat. Weil es Kraft von Gesetz nachgefragt werden muss, nicht weil die Marktteilnehmer es freiwillig akzeptieren. Na gut, viele akzeptieren es freiwillig, weil sie aus der Gewohnheit her darauf konditioniert worden sind, dass Papiergeld eine Kaufkraft besitzt. Nachdem die Mechanismen der Geldschöpfung vom normalen Bürger nicht hinterfragt werden, besteht ein etwaiger Vorbehalt gegen die Papierwährung bestenfalls noch aus der Erinnerung aus der Geschichte des letzten Jahrhunderts, in der Deutschland gleich zwei mal seine Währung austauschen musste.
Die Kaufkraft der Papierwährung unterliegt keinem Marktmechanismus, sondern der Steuerungspolitik der Zentralbank. Welches Vertrauen kann man heute noch der Politik der Zentralbank entgegenbringen nachdem sich gezeigt hat, dass Gesetze nach belieben gebeugt bzw. gebrochen werden können?
Während der Bürger in den vergangenen Jahrzehnten mit einem zwar ständigen, aber moderaten Verlust der Kaufkraft rechnen konnte, ist die Kaufkraft des Zentralbankgeldes zum unkalkulierbaren Risiko geworden. Beim Giralgeld der Geschäftsbanken kommt noch das Risiko hinzu, dass die Bank eventuell Pleite geht, und die Einlagen ganz verloren gehen.
Gegenwärtig diskutieren Immobilieninteressenten, ob die gegenwärtigen Hypothekenzinsen nicht historisch günstig lägen, und damit es die Gelegenheit zur Finanzierung eines Eigenheims wäre.
Für den normalen Einkommensempfänger ist der Zinssatz für einen Kredit vollkommen irrelevant.
Für ihn steht ein Geldbetrag in Korrelation mit einer Anzahl an geleisteten Arbeitsstunden. So stellt sich viel mehr die Frage, welche Kaufkraft ich mit wie viel Stunden Arbeit generieren kann. Bei der Aufnahme eines Kredites muss ich überlegen, welche Kaufkraft (Arbeitsleistung) ich mir "ausleihe", und mit welcher Kaufkraft in Summe ich den Kredit zurückzahlen muss. Ein noch so niedriger Zinssatz ist also uninteressant, solange ich nicht mit einem stetig steigenden Einkommen kalkulieren kann.
Das Fatale an Krediten ist, dass die Schuld auf das abstrakte Gut "Geld" lautet, das in keiner natürlichen Korrelation zu einer erbrachten Arbeitsleistung steht. Dieser Zusammenhang betrifft nicht nur für Kreditnehmer, sondern auch für den Anleger und Sparer. Einem System, dessen Zustand immer fragiler und unkalkulierbarer wird, darf man kein Vertrauen mehr entgegenbringen. Die Ereignisse der letzten Monate haben bewiesen, dass unsere Skepsis mehr als nur berechtigt war, auch wenn der große "Bang" bislang nicht offensichtlich wurde. Das Wort "Kredit" ist abgeleitet von "credo", was bedeuten soll: "ich vertraue". Nein - ich vertraue dem System nicht, schon seit einigen Jahren nicht mehr. Wenn Sie die Leute beobachten, so stellen Sie fest, dass immer weniger Menschen "Vertrauen" (in das System) haben. Warum steigen sie dann nicht aus? Das ist doch die einzige logische Konsequenz!


17. juni 2010
Gates und Buffett ermahnen Super-Reiche: Her mit dem Geld, aber zackig!
Bill Gates und Warren Buffett nehmen ihre reichen Landsleuten ins Gebet:
Sie sollen einen großen Teil ihres Vermögens abgeben. Und die beiden Vorreiter wissen auch schon, wofür.
Wenn das eigene (Schein-) Vermögen ohnehin größtenteils aus nicht einlösbaren Forderungen besteht, ist diese Geste nicht besonders anstrengend.
Solche gigantischen Papiervermögen in Sachwerte umzuschichten ist nicht möglich, ohne sofort einen gewaltigen Crack-up-boom auszulösen.
Gates und Buffet sind offensichlich Realisten genug, den Abschreibungsbedarft zu realisieren und in Szene zu setzen.

Aber immerhin besser als gar nichts...

Die Physiker.
(Ein Beitrag von Achim)
Von drei Physikern, die als Patienten in einer privaten psychiatrischen Klinik leben, handelt die
Tragikomödie des Schweizer Dramatikers Friedrich Dürrenmatt. Einer von ihnen hat eine
Entdeckung gemacht, die die Gefahr der Vernichtung der Welt in sich birgt. Aus dieser
Konstellation entsteht die Grundfrage des Stücks nach der Verantwortung der Wissenschaft
gegenüber ihren Erkenntnissen.


Soweit zum Thema der Tragikomödie.
Heute läuft das alles ganz anders, wir haben schließlich eine Bundeskanzlerin als Physikerin,
oder war das umgekehrt?

Aber das nur nebenbei; berichten wollte ich von zwei anderen Physikern, der eine ist Landsmann
von Friedrich Dürrenmatt und hat eigens zum Zwecke der Weltrettung die Fachschaft gewechselt.
Der Mann heisst Didier Sornette und nennt sich jetzt Ökonom und Jäger, er jagt Finanzblasen.
Mit ausgetüftelten mathematischen Computermodellen hat Sornette die Märkte analysiert, um wie
ein Angler auf "Blasen-Fang" zu gehen , schreibt boerse-ard . Gut, ich kenne mich mit Anglerlatein
nicht aus; aber was hat er nun eigentlich entdeckt: VIER BLASEN!
Wow!

Auf der Value-Konferenz jüngst in Frankfurt enthüllte der Franzose die vier ermittelten Blasen - im
brasilianischen Aktienmarkt, in Gold, in Baumwolle und bei europäischen Nicht-Finanz-Aktien.
Mit dem brasilianischen Aktienmarkt kenne ich mich nicht aus, bei europäischen Nicht-
Finanzaktien komme ich schon ins Grübeln, was ist mit den Nicht Nicht-Finanzaktien ?

Vergessen hat er jedenfalls -oh Wunder- die größte aller Blasen, die Staatsanleihen Blase, schon
mal was davon gehört Professor ? Wenn nicht, würde ich mich an Ihrer Stelle schon mal mit
Stricken und Weben versuchen anstatt sich mit Baumwoll-Blasen zu beschäftigen, nach dem
Platzen der Anleihen Blase müssen Sie sich nämlich warm anziehen.

Schönes Häkeln noch!
Achim

P.S.
Was die Goldblase betrifft hat er sicher recht, das können die Kollegen Geophysiker aus dem
afgahnischen Hochgebirge bestätigen, dort scheint Gold aus Quellen unter hohen Druck
zu entweichen, wie derweil das Öl im Golf von Mexiko, wenn Osmana bin Laden die
Bohrgesellschaften nicht ständig am Bohren hindern würde.

Quellen:
http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_443352
http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=13723



Ist Gold derzeit zu teuer?
Diese Frage lässt sich so nicht beantworten, da diese Bewertung immer auch davon abhängt, was der Käufer damit bezwecken will. Wir gehen einmal davon aus, dass unsere Leser ein Investment in Gold als Schutz vor Verlust an Kaufkraft sieht. Um zu beurteilen, ob ein Gut (zu Investmentzwecken, egal welcher Art) preiswert ist oder nicht, sollten einige Überlegungen angestellt werden. Damit ein Gut überhaupt einen Preis am Merkt erzielt, muss es grundsätzlich erst einmal nachgefragt werden, sowie eine gewisse Knappheit besitzen. Die Luft zum Atmen ist unbedingt erforderlich und wird deshalb mit Sicherheit "nachgefragt", doch ist sie in der Regel im Überfluss vorhanden, so dass sich damit keine Preisfindung ergibt. Anders bei Tauchern, für die unter Wasser Atemluft (Sauerstoff) ein knappes Gut darstellt. Mit der Befüllung von Druckluftflaschen lässt sich beispielsweise Geld verdienen.
Gold ist zwar knapp und wird nachgefragt, es ist jedoch für das Überleben der Menschheit nicht unbedingt erforderlich. Auch in der Industrie spielt das Gold nur eine geringe Rolle, z.B. für hochwertige, elektrische Kontakte oder in der Zahnmedizin. Insofern ist Gold eigentlich nur Luxus.
Gehen wir davon aus dass Gold, wie bereits seit mehren tausend Jahren, weiterhin nachgefragt wird. Was ist Gold wert? Ein Gut ist immer soviel Wert, wie jemand bereit dafür ist zu bezahlen. Sinkt die Nachfrage und damit der Preis unterhalb der Herstellungskosten, so wird das Gut ganz einfach nicht mehr hergestellt. Es wird nicht mehr in entsprechend notwendige Ausrüstung investiert. Erst wenn sich der Preis aufgrund von Angebot und Nachfrage wieder oberhalb der Herstellungskosten bewegt, wird dieses Gut wieder produziert. Die Gewinnungskosten sind ein wichtiges Kriterium dafür, wie sich der Preis für ein Gut in einer freien Marktwirtschaft langfristig bewegen wird. Dieses "langfristig" kann den Anlagehorizont oder sogar das Leben eines Investors bei Weitem übersteigen.
Wie bei verlinkten Artikeln auf www.hartgeld.com zu entnehmen ist, liegen die Herstellungskosten für eine Unze Feingold derzeit zwischen ca. 600 $ und 800 $, je nach Minengesellschaft. Bis das Zeug in Form einer Münze beim Händler auf dem Tresen liegt, entstehen weitere Kosten. Unter dieser Bertachtungsweise ist eine Unze Gold mit einem Straßenpreis von derzeit ca. 1050 € zwar nicht teuer, aber auch nicht mehr spottbillig. Spottbillig ist etwas, dessen Preis unter oder knapp über den Herstellungskosten liegt. Das beantwortet jedoch nicht die Frage über den "Wert" von Gold. Manch einer mag nun feststellen, dass Gold nicht spottbillig sei, und es deshalb auch Sinn mache, nach alternativen Investitionsmöglichkeiten umzusehen. Dieser Gedankenansatz ist durchaus richtig. Nur, was gibt es für Alternativen, die nicht noch wesentlich mehr "überteuert" sind als Gold? Nachdem wir keine freie Marktwirtschaft haben, sind sämtliche Preise verzerrt. Diese Effekte alle herauszurechnen, ist schier unmöglich. Nicht zu vergessen ist auch, dass Gold ein relativ unkompliziertes Anlageobjekt ist.
Andere Investments noch bedürfen weitaus mehr an spezifischem Hintergrundwissen als Gold.
Nach all diesen Betrachtungen können wir feststellen, dass es wir derzeit noch meilenweit davon entfernt sind, bei dem gegenwärtigen Goldpreis (und noch weniger beim Silber) von einer Blase zu sprechen. Angesichts des maroden Zustands des Papiergeldsystems ist Gold (Silber) ein "must have" im eigenen Portfolio.



16. Juni 2010
Nachlese zum gestrigen Anlagesymposium in Herzogenaurach.

Wieder einmal ist es Steffen Paulick gelungen, mit Herwig Weise (Mack und Weise) und Fabian Grummes (Smart Investor) zwei hochkarätige Fachleute als Referenten für sein Symposium zu gewinnen. Während Grummes bereits die Vorstufe zur Katastrophenhausse erkennt, erwartet Weise zunächst noch einen deflationären Schock, zumindest für Europa. In der groben Ausrichtung zeigen die beiden Referenten jedoch zahlreiche Parallelen. Kein Wunder, denn beide zitieren den Großmeister der österreichischen Schule der Nationalökonomie, Ludwig von Mises. Beide können sich ähnliche Zukunftsszenarien vorstellen, sie sind lediglich etwas in der Phase versetzt.
Das ist weiter auch nicht dramatisch, denn Sinn und Zweck dieses Symposiums war es schließlich, Grundlagenwissen zu vermitteln, damit sich der Zuhörer ein eigenes Bild von der Situation machen kann. Herwig Weise betont, dass man flexibel bleiben muss. Niemand hat eine Kristallkugel, mit der er in die Zukunft blicken könne. Er operiere mit Wahrscheinlichkeiten, deren Bewertung von der jeweiligen Situation abhängig ist, und auch immer wieder angepasst werden müsse.

Mit dieser Philosophie liegt Herwig Weise exakt auf der Wellenlänge des HGCN. Manche Rückfragen aus dem Publikum machen es indes wieder einmal deutlich, was manche Zuhörer eigentlich erwarten: Eine zuverlässige Prognose und sichere Vorhersage für die Zukunft. Wer das erwartet hat, wurde eventuell enttäuscht.
Wir können und wollen nur das Werkzeug für die Entscheidungshilfe liefern, die Entscheidungen treffen und die Verantwortung übernehmen muss jeder für sich alleine.


15. Juni 2010
Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.

Sarko und Merkel haben sich wieder lieb, was man dem gemeinsamen Auftritt vor der Presse entnehmen konnte. Auch vom innerdeutschen Koalitionskrach scheint nicht mehr die Rede zu sein. Friede, Freude, Sparpaket. Was stört mich mein dummes Geschwätz von Gestern? So wird Politik gemacht.

Die Krankenkassen pfeifen aus dem letzten Loch, und so wird den Ärzten eine Nullrunde auferlegt. Hilft zwar nix, aber Hauptsache es wird Eifer an den Tag gelegt. In den Augen der Öffentlichkeit verdienen Zahnärzte ja sowieso viel zu viel. Wirklich? Was ist dann mit den Investmentbankern? Die greifen fette Boni ab, OHNE Leistung zu erbringen. Die Lachnummer mit der Bankenrettung war einer der groteskesten, politischen Fehlentscheidungen in der jüngeren Geschichte. Natürlich hätte es sonst einen Dominoeffekt gegeben, aber die traurige Wahrheit wäre ans Licht geraten. Vor allem wären bei den notwendigen Abschreibungen auch viele der Akteure betroffen gewesen, die von diesem System profitiert (sprich: sich hemmungslos selbst bereichert) hatten. Jetzt aber hat man diesen Leuten noch genügend Zeit gegeben, rechtzeitig in handfeste Dinge umzuschichten.
Das Finanzsystem wurde von innen heraus schon so richtig ausgehöhlt. Nur noch die leere Hülle steht, und auch die Fassade bröckelt schon deutlich sichtbar. Wann es wohl die Masse bemerkt?

Dass man dieses Spiel so lange treiben kann, hätte ich nicht für möglich gehalten. Da spielt sich der größte Betrug aller Zeiten direkt vor unseren Augen ab, und (fast) keinem fällt es auf? Ja, so ist es. Der Coup ist so frech-dreist, dass sich der normale Bürger so etwas überhaupt nicht vorstellen kann.



14. Juni 2010
4:0 für Deutschland.
Was interessieren da schon die Wirtschaftsnachrichten?
mmnews hat gestern einen interessanten Artikel ins Netz gestellt:
"Erst die Krise deckte auf, was das innovativste und lukrativste Bankgeschäft der letzten 20 bis 25 Jahre in Wahrheit gewesen war: der am besten organisierte Finanzschwindel aller Zeiten!" (Prof. Dr. Wilhelm Hankel, 12.04.2010)
Na ja, da ist der gute Professor Hankel wohl ein Spätzünder. Zum Vergleich ein Link zu einem Artikel von Prof. Hamer aus dem Jahre 2004:
Der Weltgeldbetrug…
http://www.realvalueconcept.de/download/Weltgeldbetrug.pdf

Währungsreform:
Warum sollte so etwas durchgeführt werden, wenn dazu (noch) keine Notwendigkeit besteht. So etwas wird vorbereitet, um bei Bedarf etwas in der Hinterhand zu haben. Die Vorbereitungen dürften dazu zumindest in Deutschland bald abgeschlossen sein. Das heißt jedoch noch lange nicht, dass das Ding demnächst durchgezogen wird. And die Rückführung der Schulden, speziell der Staatsschulden, glaubt doch ohnehin keiner mehr. Solange das Volk für den Schuldendienst noch leistet, warum den Reset-Knopf drücken. Solange die Bevölkerung sich noch ruhig verhält, besteht keine Veranlassung, irgendetwas am System zu ändern. Dass die Hütte brennt, wird weiterhin mit gefälschten Zahlen kaschiert. Diese Woche kommen aus den USA wieder neue Wirtschaftsdaten. Da wird wieder gelogen, bis sich die Balken biegen. Gefährlich wird es erst dann, wenn die Massen beginnen, aus dem System flüchten zu wollen. Bislang rumort es erst ein wenig. Während der WM-Ablenkung bringen vielleicht so manche noch schnell ihre "Schäfchen ins Trockene".
Bei den EM-Händlern ist so langsam wieder genügend Material verfügbar. Wer hat noch nicht, wer will noch mal?
Der Keller hat auch genügend Vorräte, um notfalls ein paar Wochen über die Runden zu kommen?
Alles klar!

11. Juni 2010
Das Spiel ist aus, Video - Interview mit Michael Mross...

Politik
NRW bringt offensichtlich keine stabile Regierungskoalition zustande. Schwarz-Gelb hat den Rückhalt in der Bevölkerung ebenfalls verloren. Die Richtung ist offensichtlich: Die BRD driftet so langsam in Richtung Regierungsunfähigkeit. Was innerhalb Deutschlands passiert, passiert auch innerhalb der EU.
Welche Konsequenzen die Bevölkerung daraus zu ziehen hätte, schreiben wir hier seit mehreren Jahren schon. Es dürfte inzwischen jedem logisch denkenden Menschen klar sein, wohin die Reise geht. Nochmals der dringliche Appell an alle, die das Ding bislang nicht ernst genommen haben:
Vermeiden Sie Abhängigkeiten so weit wie möglich und treffen Sie Vorsorgemaßnahmen, damit sie zumindest einige Zeit ohne fremde Hilfe (über-) leben können. Der Staat, Ihre Kommune etc. wird Ihnen in einer Notsituation nicht mehr oder nur unzureichend helfen können. Das Wohlfahrtssystem kann nicht mehr lange aufrechterhalten werden.
Es wäre ein Irrglauben, dass eine (noch) sozialistischere Regierung in diesem Aspekt bessere Leistungen bieten würde. Eine Verbesserung der Situation ist nur über die Eigeninitiative der Bürger möglich. Leider ist die Fähigkeit und der Wille zur Kooperation nicht mehr (oder: noch nicht) besonders ausgeprägt, da sich bislang jeder auf die staatliche Fürsorge verlassen konnte, und das auch hat.

Wir erwarten wegen der Fußball-WM in den nächsten Tagen weniger Aufmerksamkeit und Meldungen.
Veränderungen werden wahrscheinlich erst nach der WM greifen, aber die Weichenstellung dazu kann gerade jetzt während dieser Zeit erfolgen. Wir werden am "Ball" bleiben, wenn gleich etwas anders gemeint als im Mainstream.

Ihnen ein schönes Wochenende.

P.S.: Am kommenden Dienstag ist das Anlagesymposium in Herzogenaurach.
Ich habe erst kürzlich im Gespräch mit Bekannten darauf hingewiesen und die Antwort erhalten, dass 25,- € Eintrittspreis wohl etwas hoch gegriffen wären. Für einen Theaterbesuch werden jedoch ohne murren weit höhere Summen hingeblättert. Ein ganztägiges Weiterbildungsseminar in der Industrie liegt oftmals schon bei einer 4-stelligen Summe. Ja Leute, renn weiterhin zu euerem Bankberater, wo die "Beratung" ja "umsonst" ist, im wahrsten Sinne des Wortes…


Etwas verspätet, die neuen Zulassungszahlen...

Die Abwrackprämie hat unterm Strich rein gar nichts gebracht. Alles, was unsere Politiker können ist, die Probleme zu schieben.
Lösen müssen wir die Probleme, am Besten aber OHNE dieses...

10. Juni 2010
Aktuelle Fragen an den HGCN aus Zuschriften:
Müssen wir jetzt mit einer Inflation oder mit einer Deflation rechnen?
Die Sparbeschlüsse der Bundesregierung deuten zunächst auf eine deflationäre Entwicklung hin. Was für ein geldpolitisches Spielchen die EZB dabei macht, müssen wir beobachten. Zur Zeit vertreten sie nach Außen hin eine "sowohl-als-auch"- Strategie, die natürlich dauerhaft nicht funktionieren kann. Irgendwann müssen sie die Hosen runterlassen, wahrscheinlich schon sehr bald.

Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass der schwache Außenwert des Euros Importwaren verteuert. Marktspezialisten gehen davon aus, dass sich auch Rohstoffe, allem voran Rohöl, schon sehr bald dramatisch verteuern könnte. Das Geldmengenangebot wird sich im europäischen Binnenraum zwar verringern, die Preise werden jedoch nicht sinken, solange diese Güter weltmarktsfähig sind.

Und wieder einmal stellt sich die Frage: Cui bono? Wer profitiert von der jeweiligen Entwicklung? Halten wir fest: Deflation ist schlecht für den Schuldner, und gut für die Besitzer von Liquidität. Das führt wiederum zur nächsten Frage, wie viel Liquidität am Markt überhaupt verfügbar ist, und wer sie hält.
Der größte Anteil der Geldwertvermögen liegt nicht in liquider Form vor, und kann damit nicht unmittelbar nachfragewirksam werden. Und da landen wir schon wieder bei der Geldmengenpolitik der Zentralbank. Sie muss und wird monetarisieren, weil es sonst überhaupt nicht mehr weitergeht.

Eine weitere Rolle spielt das Vertrauen in die Stabilität des Währungssystems. Das ist ja bereits ziemlich ramponiert. Die deflationären Schnäppchenjäger werden also von den Währungsskeptikern in Schach gehalten die alles ins Auge fassen, was nur irgendwie einer Funktion als Wertspeicher gerecht werden könnte. Wie sich die Preise entwickeln kann ich nicht sagen, da ich die Kräfteverhältnisse auf den gegenüberliegenden Seiten nicht kenne. Bislang hat die Zentralbank immer versucht, hier eine Balance zu schaffen. Die Amplituden schaukeln sich (weiterhin) jedoch auf und so ist es abzusehen, dass das ganze System entweder in die eine, oder andere Richtung abstürzen muss. Das wäre dann der finale Crash. Die beiden Szenarien dazu sind bereits hinreichen beschrieben worden. Unser bevorzugtes Endszenario ist immer noch die Hyperinflation.

Interessant ist aber auch eine dritte Möglichkeit, die Martin Schmidt-Bredow beschrieben hat. Nämlich dass sich die ausbrechenden Schwingungen auf einer anderen Ebene wieder stabilisieren könnten. Ich möchte das ganze hier an dieser Stelle nicht weiter fortführen, weil es erstens das geistige Eigentum von MSB zu sein scheint, und zweites die Sache so abstrakt ist, dass man quasi schon dreidimensional denken muss. (Eine zynische Bemerkung, die ich jetzt eigentlich anführen wollte, erspare ich mir. Wir werden diese Diskussion besser an anderer Stelle fortsetzen.)

Zu Gold. Kaufen, zukaufen, verkaufen, abwarten?

Dazu ist zu bemerken: Gold (Silber) ist die ultimative und letzte verbleibende Reservewährung. Damit beantwortet sich die Frage von ganz alleine. Wer Edelmetall lediglich als Spekulationsobjekt sieht, sollte sich besser einen anderen Ratgeber suchen. Dafür bin ich der falsche Ansprechpartner!



Valentin - (ein Beitag von Achim, PDF-File)
"Mögen hätten sie schon wollen, aber können haben sie sich nicht getraut."
Gedanken zur Goldpreismanipulation.

W.K. Eichelburg auf hartgeld.com
Die Goldrevolution

Ein hervorragender Artikel, der die Situation sehr realitätsnah beschreibt.
Eichelburg sieht, wie andere Visonäre auch, die sich gearde vollziehende Zeitenwende und beschreibt sein Szenario. Er geht davon aus, dass das Industriezeitalter weiterhin
Bestand hat, und auch in der nächsten Epoche die Gesellschaft dominiert. Wer etwas Fantasie hat, kann das Grundgerüst in der Argumentation so stehen lassen, und mit ein paar veränderten Grundparametern weiterspinnen. Dieser Zwischruf ist nicht als Kririk an WKE`s Artikel zu verstehen, ich habe ihn bereits zu Anfang als "hervorragend" bezeichnet.
Aber er bietet sich auch sehr gut als Vorlage für eine Fülle von weiteren Szenarien an, die durchgespielt werden können.

Goldpreis und Stimmung (Eigenbericht)
In den letzten Tagen konnte ich Gespräche mit Anlegern führen, die schon seit vielen Jahren auch in Gold invetiert sind bzw. es waren.
Keine "Crashies", sondern "normale" und hinsichtlich der Geldtheorie unbedarfte Menschen.
Einige habe schon verkauft, andere spielen mit dem Gedanken, Positionen aufzulösen. Warum?
Sie denken, dass Gold seinen Höhepunkt erreicht hat und es langsam an der Zeit wäre, "Gewinne zu realisieren".
Ich habe versucht zu erklären, dass das Potenzial nach unten schon alleine durch die Grenzkosten der Herstellung begrenzt sind, und die Chancen naoch oben um den Faktor 10 höher seinen als die Risiken. Natürlich kann man Gold oder einen Teil davon verkaufen, wenn man Geld braucht und nichts anders flüssig machen kann, oder wenn man etwas lukratives findet wo es sich lohnt, das Edelmetall dafür aufzugeben. Jenseits der Papiervermögenswerte sind die Alternativen dünn gesäht. Und wenn der Goldpreis übertrieben sein, was ist dann erst mit den Aktienwerten?

Jetzt dazu ein theoretisches Szenario: Wenn es gelingen sollte, den Goldpreis nochmals für eine Zeit signifikant zu drücken, dann werden die "schwachen Hände" reihenweise das Zeug schnell loshaben wollen. Anscheinend gibt es genügend "Goldzitterer" die überhaupt nicht verstanden haben, was Gold und Silber eigentlich ist. Eine verdammt gute Versicherung in der Krise, und das einzig wahre und echte Geld...

9. Juni 2010
Hartgeld Club intern - Anmerkungen zum Clubabend mit Martin Schmidt-Bredow.

Organisation: Wir hatten ca. 30 Anmeldungen, und gekommen sind ca. 40!
Wurde etwas eng, und manche Gäste hatten keine optimale Sicht mehr. Wir hätten auch umdisponieren und einen größeren Nebenraum reservieren und vorbereiten können. Die Bitte um eine unverbindliche Anmeldung hatte durchaus einen Sinn.

Zum Vortrag von Martin Schmidt-Bredow:
Bei den meisten Gästen ist er offensichtlich sehr gut angekommen, jedenfalls habe ich nur positive Kommentare vernommen. Bitte schildern Sie uns Ihre Eindrücke, damit wir die Inhalte für zukünftige Clubtreffen besser gestalten können.

Schmidt-Bredow ist kein Untergangsprophet sondern ein Visionär mit konstruktiven Vorstellungen.
Er sieht nicht den apokalyptischen Crash mit Chaos, sondern eine Zeitenwende mit bedeutenden Umbrüchen. Die Gesellschaft wird lernen müssen, mit den Veränderungen umzugehen und sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Der Crash ist bei Martin Schmidt-Bredow im Kopf bereits abgehakt, und er legt den Fokus seiner Recherchen bereits auf die Zeit danach. Das industrielle Zeitalter ist für ihn bereits zu Ende gegangen, was fehlt, sind die Anpassungen für eine neue Epoche. Was die Einschätzung gegenüber der gegenwärtigen Finanz- und Geldsystem angeht, zeigen sich durchaus Parallelen zu den bekannten Hardlinern. Viele Banken und Versicherungen werden untergehen, und damit auch die Forderungen der Bürger gegenüber diesen Institutionen. Auch die Möglichkeit einer kurzfristigen Versorgungslücke wird nicht ausgeklammert, doch wäre die Bevorratung der lebensnotwendigsten Dinge für einige Wochen vollkommen ausreichend. Deutschland würde, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, noch relativ gut versorgt werden, wenngleich auf anderem Niveau als wir das von heute gewohnt sind. Überhaupt wäre die Kaufkraft in der Bevölkerung in den letzten Jahren bereits signifikant gesunken, und dieser Prozess wird sich weiter fortsetzen.
Für Europa sieht Schmidt-Bredow zunächst mit einer Fortsetzung einer deflationären Grundtendenz, während in den USA eher die inflationäre Richtung dominieren würde. Deshalb auch die Empfehlung, einen Teil seiner Vermögensreserven in Cash zu halten. "Billig eingekauft wird am Ende einer Deflation". Ansonsten sind natürlich Sachwerte gefragt, Edelmetalle sowieso, jedoch ohne übertriebene Euphorie. Schmidt-Bredow spricht auch die potentiellen Risiken, speziell bei Gold an, was jedoch keinesfalls bedeuten soll, die Finger davon zu lassen. Die Favorisierung des Silbers ist nicht zu überhören. Aber - ein guter Mix aus verschiedenen Anlageformen sei wichtig, nicht alles auf eine Karte setzen.

Antworten auf Fragen aus dem Publikum lassen die Vermutung zu, dass Martin Schmidt-Bredow genügend Stoff in seinem Repertoire hat, um mehrere Tage damit ausfüllen. Zwei Stunden Präsentation und noch eine weitere Stunde Diskussion reichen dazu einfach nicht aus.

Die "Aufwandsentschädigung" für Martin Schmidt-Bredow wurde per "Spende mit dem Hut" eingesammelt und ging zu 100% an den Reffernten. Ein gelungener Abend, nach dem jeder zufrieden seinen Heimweg antreten konnte. Wir denken bereits an ein weiteres Seminar nach den Sommerferien.
Gerne erwarten wir dazu den Input unserer Gäste. Ihre Interessen bestimmen die Ausrichtung des Clubs!



8. Juni 2010
Unseren europäischen Nachbarn geht's auch nicht unbedingt besser.

Frankreich und die Niederlande haben "leichte" Schwierigkeiten, Anleihen zu platzieren.
In Schweden scheint man nun sogar das "gesetzliche Zahlungsmittel" als "illegal" erklären zu wollen.
Dazu eine Glosse von Achim:
Das Pippi-Langstumpf-Prinzip-II (PDF)

Wegen Vorbereitungen zum heutigen Stammtischtreff fallen die Updates heute evtl. spärlicher aus.

7. Juni 2010
Sparen ist angesagt, doch wo?

Wer die Meldungen der letzten Tage verfolgt hat, dem ist der Eiertanz der Regierung nicht entgangen.
Generell wäre es zu begrüßen, wenn sich eine Regierung endlich dazu durchringen würde, nicht mehr mit dem Geld seiner steuerpflichtigen "Untertanen" sinnlos rumzuschmeißen. Leider ist es dafür nun zu spät. Die Schuldenlast drückt, besser ERDRÜCKT!
Natürlich wird wieder dort angesetzt, von wo kein oder nur geringer Widerstand zu erwarten ist.
Scheinheiligerweise sollen sogar auch ein paar Beamtenstellen gestrichen werden, aber das ist reine Kosmetik, um sich den Volkszorn nicht auszusetzen. Bei den Rentnern (gigantisches Wählerpotenzial) soll nicht angesetzt werden. Und von den Banken erwartet man einen Beitrag, das ist schon zum Brüllen! Bei der Bildung darf man natürlich auch nicht den Rotstift ansetzen. Aber wozu brauchen Hartz-IV-ler denn Elterngeld, wenn die doch eh keinen Job wegen der Kinderbetreuung aufgeben müssen. Einfach genial, oder nicht. Dieses gigantische Einsparpotenzial zieht die Karre wieder aus dem Dreck.
Und falls das wider allen Erwartungen nicht reichen sollte, deckelt man vorsichtshalber schon einmal die übrigen Sozialleistungen. Fast schon so wie bei den Sonderangeboten im Werbeprospekt: "Solange Vorrat recht…". Wer zu spät kommt, der hat eben Pech gehabt. Ist doch auch wahr. Seit wann hat den der Staat eine Bringschuld? Vor dem Supermarkt stehen ja schließlich auch schon vor Ladeneröffnung so manche Schnäppchenjäger Schlange, das ist ja bereits neumodische Kultur. Und wenn es schon bei den anderen schöngeistigen Dingen zukünftig keine Unterstützung mehr gibt, so will man ja wenigstens die Alternativen fördern.
Auf dem ersten Blick sieht es so aus, als würde die libertäre Vernunft endlich Gehör finden. Zu früh gefreut. Es geht gar nicht darum, WENIGER umzuverteilen, sondern anders. Der Schuldendienst muss und soll bedient werden, sonst sieht es nämlich sehr, sehr düster mit den Refinanzierungsmöglichkeiten der Bundesregierung aus. Die Regierung muss befürchten, dass Deutschlands Anleihen hellenisiert werden, und so sendet man schon einmal ein deutliches Signal an die Investoren, dass die Steuerbürger noch stärker ausgequetscht werden, und die zusätzlichen Tropfen an Saft keinesfalls den Sozialfuzzies oder anderen unnützen Dingen zur Verfügung gestellt werden, sondern es dort hergibt, wo es "hingehört". Wir haben ja schließlich all die Zeit "über unsere Verhältnisse" gelebt. Das Solidaritätsprinzip des Staates lautet also: Ich bestelle, Du bezahlst!
Das kommt davon, wenn das Stimmvieh vorwiegend aus Analphabeten besteht. Wie anders sollte es sonst verstanden werden, dass bereits ein paar Kreuzchen auf einem Zettel genügen, um eine Haftung des gesamten Volkes für die Staatschulden zu begründen zu können?
Das Steuersubstrat ist dazu gedacht, um die (eigentlichen und grundlegenden) Aufgaben eines Staates zu gewähren. Die Aufschuldungspraktiken der Regierungen waren seit Beginn an illegal und wären nach einem gesunden Rechtsempfinden damit null und nichtig. Jeder Cent an Steuersubstrat, der in den Schuldendienst fließt, ist seinen Bürgern widerrechtlich (im Sinne der vorherigen Definition) entrissen worden! Konsequente Notwehr wäre in einem (echten) Rechtsstaat nicht illegal.
Aber Sie wissen ja selbst, wo wir leben…


Das Finanzsystem muss nicht gerettet werden, das Finanzsystem ist das Problem!
(Frank Schäffler, MdB)


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Moderner Ablassschein:
Kuriose Idee der spanischen Regierung: Um die Schuldenkrise zu bewältigen, sollen Steuersünder Staatsanleihen kaufen - zu niedrigeren Zinsen. Im Gegenzug würden die Fiskus-Betrüger straffrei davonkommen.
Vollständiger Artikel auf Spiegel-Online
die Zeiten ändern sich, die Methoden bleiben...

Bild-Umfrage: Wer soll neuer Bundespräsident werden?
Gauck hat demnach fast 3/4 der Bevölkerung hinter sich...

Wetten, dass der "Wille des Volkes" wieder einmal ignoriert wird?
Und wann ignorieren wir endlich die WILLKÜR der Regierung?



6. Juni 2010
Das Pippi Langstrumpf Prinzip

2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
Ich mach' mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt ....
Warum kommt mir bloß immer dieses Kinderlied in den Kopf wenn ich die Finanz- und
Börsennachrichten lese ?
Zum Beispiel bei einer Nachricht der Ard Boerse: "US-Eigenheime sind wieder begehrt",
aha, und dies ist natürlich für Anleger ein entscheidendes Kaufsignal, wieso frage ich mich, soll das
ein entscheidendes Kaufsignal sein ?

Börse-online ganz froh gestimmt dichtet als Zwischentext:
Aufwärtstrend ist intakt
"Nach Einschätzung einer Maklervereinigung sicherten sich viele Häuserkäufer noch eine
Steuererleichterung, bevor diese Maßnahme ausläuft. Die Daten untermauern auch den weiteren
Aufwärtstrend der amerikanischen Wirtschaft."
Das hat Folgen:
"Ausgelöst wurde die Aufholjagd von den jüngsten Daten vom amerikanischen Häusermarkt.
Danach wurden im April aufs Jahr hochgerechnet 5,77 Millionen Häuser verkauft, das sind 7,6
Prozent mehr als im März, wie die Vereinigung der Immobilienmakler am Montag mitteilte. "
Aufs Jahr hochgerechnete Immobilienverkäufe, was um Himmels willen ist das denn,
ich bin verunsichert, frage bei boerse-online nach, es dauert ca. zwei Wochen bis eine Antwort
kommt, jeder Tag greift meinen Gefühlszustand an, habe ich mich jetzt als Volldepp geoutet,
unwürdig einer Antwort .
Dann endlich die Erlösung, das boerse-ARD Team anwortet:
Die Angabe annualisierter (aufs Jahr hochgerechneter) Raten ist eine amerikanische Spezialität,
hier der Maklervereinigung "National Association of Realtors".
Seltsame Spezialitäten haben die Amis.
Die angegebenen 5,77 Millionen Häuser sind ein Wert, der erreicht
würde, wenn die Verkäufe in den darauffolgenden elf Monaten genauso
stark zulegen würden:
"The annual rate for a particular month represents what the total
number of actual sales for a year would be if the relative pace for that
month were maintained for 12 consecutive months."
if if if
Nachahmenswerte Idee , vielleicht sollte man die Umsätze des Einzelhandels vom Dezember eines
jeden Jahres annualisieren; da kommt Begeisterung auf, jedenfalls hat man bis zum entgültigen
Game-over noch Spass gehabt!
Alles klar: 2 x 3 macht 4
Hey - Pippi Langstrumpf
trallari trallahey tralla hoppsasa
Hey - Pippi Langstrumpf,
die macht, was ihr gefällt.

Schöne Woche wünscht Achim

Quellen:
http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_437986
http://www.realtor.org/press_room/news_releases/2010/05/ehs_april
http://www.youtube.com/watch?v=ayHzg8oMvV0
Ein erhellender Beitrag zum Thema von Engdahl:
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/wirtschaft-und-finanzen/virtueller-aufschwung-in-den-usa-hoffnung-kann-man-nicht-essen.html


2. Juni 2010
Lena for President ! (Eine Glosse von Achim)
oder doch lieber die Zensursula , also unsere Arbeitsministerin oder vielleicht die Margot,
-nein nicht die Honnecker-Margot -sondern die Käßmann, die fromme und emanzipierte Gottesfrau.

Ich denke, sie hat sich genügend qualifiziert. Dass muss man erst mal bringen, nachts mit einem
Luxusschlitten in Hannover unterwegs sein und sich mit Sprit in der Birne von der Polizei
einfangen zulasssen. Zuviel Gutmenschtum schadet eben manchmal der Karriere, nur weil man den
Chauffeur nicht wecken will. Anscheinend aber nur vorübergehend.

Vielleicht aber hat in Hannover die Polizei noch nicht soviel zu tun, da gibt’s kein Schanzenviertel,
nebst Autonomen, die gerne mal den Aufstand proben und Kräftemessen mit den hiesigen Bullen
veranstalten, da bleibt die Zeit, Gutmenschen in Bentleys aufzulauern.
Jedenfalls hat es die Frau geschafft, sich nur Wochen nach ihrem Rücktritt wieder nach ganz
vorne zu katapultieren.

Respekt! Roland Koch und Horst Köhler üben noch!
Zensursula, ist auch nicht ohne, aus guten Hause, der Vater war mal Ministerpräsident von
Niedersachsen, das ist schon lange her, er war entweder Abkömmling einer berühmten
hannoverschen Keksdynastie oder Geschäftsführer einer Keksfabrik, ich weiss es nicht mehr so
genau, man kann sein Konterfei heute nach auf Zwiebackpackungen finden, sein Name war Ernst.
Ernst Albrecht! Dem hat Deutschland mindestens zweierlei zu verdanken, erstens das tolle
Atomzwischenlager Gorleben, entgegen dem Rat seiner geologischen Sachverständigen
(„das ist jetzt eine Sache der Politik“) wurde es ausgebaut und ausgebaut.
Weiter verdanken wir ihm den ultimativen Verblödungsschub in Form unendlich vieler privater
Rundfunk und Fernsehsender.

Gut, man soll Zensursula nicht an Ihrem Vater messen, es hilft zwar, aber das ist schließlich nicht
alles, sie selbst ist ja nicht von ungefähr zu Ihrem Internet-Kosenamen gekommen, sowas
qualifiziert, außerdem ist sie Meisterin der schönen Rede, auch wenn sich Vasall Weise aus
Nürnberg nicht so richtig in Begeisterung, ob der neuen Arbeitslosenzahlen versetzen kann, sie
schon!

Was würde die Königin der Schlager-Albrecht-Dudel-Sender- Herzen zu ihrer
Bundesbegrüssungsnominierung wohl sagen, wahrscheinlich : Echt geil !
Cool! Oder so ....

P.S.
Alle drei haben übrigens ein gemeinsames Qualifikationsmerkmal, sie kommen alle drei aus
Hannover haben keine Ahnung und unterschreiben alles. Reicht doch! Oder?

P.P.S.
Die Dame mit dem Vogelnest auf dem Kopf bleibt uns hoffentlich erspart.

Quellen:
http://www.portal.gmx.net/de/themen/nachrichten/bildergalerien/10533296.html#.00000002

http://www.zeit.de/newsticker/2010/6/1/iptc-bdt-20100601-397-25020714xml

http://produkte.schlecker.com/media/articleImages/Brandt-Di%C3%A4t-Zwieback-724963001.jpg

http://www.bmas.de/portal/45920/2010__06__01__von__der__leyen__arbeitsmarkt__mai10.html

http://www.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=6866&article_id=19941&_psmand=1000

Der Staat muss sparen.
Keine Denkverbote solle es geben wenn es darum geht, den Haushalt zu "sanieren".
Sparen alleine genügt aber nicht mehr, auch die Abgaben und Steuern müsssen erhöht werden. Und selbst dann ist nixchts mehr zu retten!
Die Regierung kauft wahrscheinlich sogar noch eine Zitronenpresse auf Kredit, um das Letze aus seinen Bürgern rauszuquetschen.
Ab wann ist eigentlich "Notwehr" gerechtfertigt? Die Regierung handelt nicht mehr im Interesse und zum Wohle seiner Bürger, sondern ist Gehilfe bei der systematischen Ausbeutung.


1. Juni 2010
Flucht ins Gold (mmnews)
Wir sind im
Endstadium des Geldsystems, konstatiert der schweizer Vermögensverwalter Felix Zulauf. Man muss sich mit seinem Vermögen außerhalb des Geldsystems bewegen, um Werte zu erhalten. „Die USA und auch viele andere westliche Industrienationen werden schon in Kürze an die Wand fahren“.
Felix Zulauf sieht, genauso wie der HGCN, die Gratwanderung zwischen deflationärer Depression und Hyperinflation.
Die Währungsreform sei in 5-6 Jahren, vielleicht auch schon früher, fällig. Wir meinen:
Sehr viel früher.

Kein eindeutiger Trend erkennbar.

Der Goldpreis pendelt zwischen 1200 und 1250 $ bei weiterhin schwachem Eurokurs, das macht die Goldunze für uns weiterhin relativ teuer. Unter 1050,- € ist heute Morgen kaum etwas zu ergattern. Dass sich der Euro gegenüber den Dollar in naher Zukunft festigt, damit ist wohl nicht zu rechnen. Und unter die 1200 $ Marke scheint weiterhin eine starke Unterstützungslinie zu sein. Weiterhin trübt sich die zu optimistische Stimmung hinsichtlich einer Konjunkturerholung derzeit wieder etwas ein.


Viele Kommunen in Deutschland sind finanziell am Ende, und auf Hilfe vom Bund kann nicht gerechnet werden. Die Sozialsysteme schmieren ebenfalls weiter ab (was wir nicht anders erwartet haben), nur der Arbeitsmarkt zeigt sich noch überraschend stabil. Sollte dieser auch noch einknicken, dann brechen die Systeme endgültig ein. Bund, Länder und Kommunen sind in der Überschuldungsfalle gefangen, dass es hier keinen Weg mehr raus gibt müsste inzwischen allen klar sein. Egal ob Steuersenkung, Steuererhöhung, ohne neue Kredite läuft nichts mehr. In Europa sind alle Aufschuldungspotenziale mittlerweile ausgeschöpft, die "Osterweiterung" ist zum Stillstand gekommen.
Ebenso schlecht sieht es in Nordamerika aus. Südamerika bringt für uns keine Impulse, und Fernost kann seine Wirtschaft nicht so schnell umstellen, dass die Binnennachfrage alles kompensieren könnte.

Die Überschuldung im Westen hat die Regierungen mehr oder minder bereits handlungsunfähig gemacht. Die spannende Frage ist nun, welche Konsequenzen daraus gezogen werden. Der Rücktritt Köhlers scheint in erster Linie auch ein persönlicher Bruch mit Guido-Gay und der Merkel-Mutter zu sein, die beiden wurden ja gestern von Köhler regelrecht kompromittiert. Was der wahre Auslöser für den Rücktritt ist, darüber muss weiterhin spekuliert werden. Auf jeden Fall ist es ein Zeichen, dass es hinter den Kulissen in der Regierung derzeit ziemlich rund geht, und das nicht nur innerhalb Deutschlands.

Zum Köhler-Rücktritt: (Lesermeinung)
Die vorgebliche Miss-Interpretation seiner Äußerungen auf dem Afghanistan-Rückflug ist für mich nur der Anlass aber nicht die Ursache für den Rücktritt. Ich halte Köhler sogar für intelligent genug, diesen Anlass geschaffen zu haben. Der eigentliche Grund für seinen Rücktritt ist sicherlich in seiner Vergangenheit als Staatssekretär im Finanzministerium zu suchen. Als Mitpropagandist der EURO-Einführung war die No-Bailout-Klausel für Köhler immer eine Conditio-sine-qua-non. Nun musste er unter Druck das Gegenteil unterschreiben. Weiterhin unterstelle ich mal einfach, dass er im Gegensatz zu den zirkulierenden Politikern seine Mathematik-Fundamentalkenntnisse noch nicht an der Parlamentsgarderobe abgegeben hat. Er dürfte sehr genau wissen, welche Steigung die E-Funktion mittlerweile angenommen hat und dass ab einer gewissen Steilheit ein Gegensteuern nicht mehr funktioniert. Trotz meines Respekts für seinen Rücktritt, verüble ich ihm, dass er die eigentlichen Gründe nicht genannt hat.

Keine eindeutigen Vorgaben kommen derzeit (31.5.2010) vom Midas-Goldbrief:
"Flexibel bleiben" heißt dort die Devise

31. Mai 2010
Der Bundespräsident tritt überraschend zurück!
Ohne ersichtlichen Grund, das ist schon etwas seltsam.
Erst FDP-Schäffler, letzte Woche Roland Koch, und nun Horst Köhler.
Alle verstanden etwas von Finanzen, was geht da wohl ab? Und sie haben natürlich besseren Zugang zu "geheimen" Informationen als unsereiner.
Ohne an dieser Stelle zuviel hinein interpretieren zu wollen, beruhigend ist das jedenfalls nicht!


Kredite nach einem Systemcrash? (Leseranfrage)
Nachdem bei hartgeld.com gepostet wurde, dass es nach einer Währungsreform keine Kredite mehr geben soll, landete eine Anfrage auch bei uns.
Wir gehen bei der Beantwortung dieser Frage einmal von einer echten Währungsreform infolge eines Systemcrashs aus. Kredite wird es immer geben, es ist nur die Frage, für was und zu welchen Bedingungen. Da nach einem Systemcrash es für lange Zeit unmöglich sein wird, Schuldverschreibungen so ohne weiteres abzutreten (und damit das Ausfallrisiko an andere weiter zu schieben), wird es nur für Kredite geben, wenn der Schuldner echte Sicherheiten nachweisen kann und diese verpfändet, bzw. der Kredit sich selbst trägt. Alles schon einmal gehabt. Für Häuslebauer vielleicht ab 50% Eigenkapitalquote, und bestimmt auch nicht für Mickerzinsen von 3,5% wie derzeit. Derjenige, der echtes Kapital hat, wird es nicht so ohne weiteres als Kredit weitergeben, oder nur, wenn ordentlich was dabei herausspringt. Selbst bei guten Investmentideen, bei denen kein hohes Verlustrisiko gesehen wird, werden ordentlich Zinsen verlangt. Der Kreditgeber wird zukünftig wieder die Rolle eines Investors spielen, der mit der Ressource "echtes und daher knappes Geld" sorgfältiger umgeht, als die Fiat-Zauberer der gegenwärtigen Epoche. Konsumentenkredite in der heutigen Form sind dann ebenfalls passé, höchstens Kleinkredite von Geschäftsinhabern, wenn die Schuldner-/Gläubigerbeziehung bekannt und belastbar ist.
Die Kreditorgie wurde erst dadurch möglich, weil Schuldtitel (als Wertpapier etikettiert und getarnt) umlauffähig gemacht werden konnten. Daher ist es jetzt von enormer Wichtigkeit, sich heute schon die Ressourcen zu sichern, die auch nach einem Crash nachgefragt werden. Dieser Prozess ist im vollen Gange und wird von denjenigen wahrgenommen, die den Braten bereits riechen.
Die Kreditblase ist gerade am Platzen, jetzt noch auf Kredit schnell den "Reibach" machen zu wollen ist riskant. Der einzig sichere Weg ist, weder Kredite zu vergeben, noch welche aufzunehmen. Das, was man hat bunkern, und zwar möglichst so, dass es vor klebrigen Fingern geschützt bleibt.
Wann wie der Umbruch tatsächlich kommt, ist schwierig vorauszusagen. Von Krediten abhängig zu sein, war zu keiner Zeit wirklich angenehm. Und das wird mit Sicherheit nicht besser, nicht mehr in diesem Leben!


Fürther Banker warnen vor einem Platzen der gegenwärtigen Goldblase. Im Lokalteil der Fürther Nachrichten haben sich am Freitag zwei Banker gegen Investitionen in Edelmetalle ausgesprochen. Wenn schon in Sachwerte, dann lieber in Betongold, so das Credo.
Na klar doch, bei der Immobilienfinanzierung bleibt wesentlich mehr hängen als wenn ein paar Unzen über den Schalter geschoben werden, und bei der Vermietung von Schließfächern ist auch nicht soo viel verdient. Aber von einer Goldblase zu sprechen, ist entweder dumm und/oder dreist.

Gold (Silber) ist sicherlich nicht mehr spottbillig, so wie vor gut 5 Jahren noch, aber von einer wirklichen Blase sind wir noch meilenweit entfernt. Alleine die Kosten für die Exploration, Förderung, Veredelung und Logistik dürfte schon 50% des gegenwärtigen Preises ausmachen. Unterhalb dieser Grenzkosten sollte ein Gut unter echten Marktbedingungen eigentlich nicht fallen können.
Im Vergleich dazu sind alle Güter, außer vielleicht Lebensmittel, überteuert. Alleine durch Steuern und Abgaben wird der Preis einer Immobilie in den Herstellungskosten mindestens um den Faktor 2 aufgebläht. Hier wird die Bevölkerung wieder einmal so richtig für blöd verkauft. Immer dann, wenn die Bevölkerung ihren Fokus auf das Gelbe Metall richtet, kommen derartige Meldungen. Das war vor knapp zwei Jahren nicht anders. Wenn überhaupt, dann bricht der Goldpreis nur temporär ein, um danach erneut Anlauf zu nehmen. Solche Perioden muss man natürlich aussitzen können. Leider ist den meisten Menschen das Gespür für Werte abhanden gekommen. Kurzfristige Preisverzerrungen oder Preisbewegungen sind für Anleger vollkommen irrelevant.

Trotz des momentan "hohen" Preises sehen wir die langfristigen Chancen für Edelmetalle immer noch erheblich höher als die Risiken. Physische Bestände sind unbedingt zu halten, es sei denn, Sie benötigen unbedingt dringend Cash für andere Zwecke. Dann - und auch nur, wenn Sie keine anderweitigen Papierwerte zu Geld machen können, dürfen Sie sich von einem Teil Ihrer Bestände trennen, denn das Zeug wird Ihnen momentan buchstäblich aus der Hand gerissen.
Für eine generelle Umschichtung von EM in andere Vermögenswerte ist es noch zu früh.


Währungsreform wird offen diskutiert - Zerfall des Euros schon demnächst?
Die Rede ist davon, dass verschieden Staaten des PIGS- Block, voran Griechenland, wieder zu einer nationalen Währung zurückkehren sollen. Die Umstellung der Schulden in Euro erfolge 1:1, mit einer anschließenden Abwertung der nun wieder eigenen Währung. Das führt bei uns wiederum zu einem gewaltigen Abschreibungsbedarf an der Stelle, wo die Anleihen gelandet sind.


Also keine Währungsreform mit Haircut, sonder eine Art Rückumstellung aus dem Euro. Die generellen Probleme des Geldsystems werden zwar dadurch nicht gelöst, es könnte jedoch eine Zwischenstation werden. Es muss aber irgendwas kommen, das zumindest vordergründig nach einer Lösung aussieht.
Ein Ausstieg der PIGS müsste nun sehr schnell und überraschend erfolgen, da sonst die Euros noch schnell vom Konto geräumt würden. Wahrscheinlich werden daher zeitgleich auch neue Währungen in den Nicht-PIGS Staaten eingeführt und der EURO danach für ungültig erklärt. Die Bürger Deutschlands hätten in diesem Szenario keine Probleme mit der Umstellung 1:1 in Landeswährung, da diese nicht abgewertet werden würde. Ein Bargeldumtausch wird nur über die Einzahlung auf das eigene Konto möglich sein. Falls es sich um größere Summen handelt, wird sich der Kontoinhaber erklären müssen.

Nix genaues wissen wir auch nicht. Wenn aber schon eine Währungsreform, ist diese Version einer Währungsumstellung wesentlich realitätsnäher als eine "richtige" Währungsreform mit Schnitt. Eine solche ließe sich derzeit politisch nicht umsetzen. Wie erwähnt, das ganze ist reine Spekulation. Falls ein derartiges Szenario tatsächlich eintreten sollte, sind zumindest für die Deutschen zunächst keine besonderen Vorsorgemaßnahmen notwendig. Eine neue DM hätte in den Ländern der Südschiene eine höhere Kaufkraft als der alte Euro, und außerhalb der Eurozone würde sich nicht viel ändern. Zunächst jedenfalls nicht. Einen unmittelbaren Handlungsbedarf ausschließlich hinsichtlich einer Währungsumstellung sehen wir daher nicht. Die ohnehin schon eingeläutete Flucht aus den Papierwerten wird davon nicht berührt. Vielleicht werden unsere griechischstämmigen Mitbürger ein paar Euronen ihrer Freunde und Verwandte aus Hellas auf deutschen Konten bunkern, bis der ganze Spuk vorüber ist. Besser noch, gleich in EM bunkern…

29. Mai 2010
Nachlese zum gestrigen Kommentar:

Wenn die EZB Milliarden an Staatsanleihen monetarisiert, und just diesen Betrag woanders wieder "einsammelt", dann sieht das zunächst nach einem Nullsummenspiel aus. Ohne Kredite läuft in unserem Schildgeldsystem nichts. Wenn Liquidität "woanders" wieder eingesammelt wird, dann feht das Geld eben dort. Wo ist denn bitteschön das "woanders"? Sieht so aus, dass die EZB sich zum Umverteilungsgehilfen der EU-Staaten gewandelt hat. Natürlich alles nur, um ihren Auftrag der "Geldwertstabilität" gerecht zu werden.
Alle in der EU sollen plötzlich sparen, auch diejenigen, die Wohlstand immer noch real erwirtschaften.
Sollen die doch das Geld an anderer Stelle einsammeln, dann werden wir wohl bald den von einigen bereits erwarteten, nächsten Deflationsschock sehen. Wenn alle von "Inflation" reden, sollte man sich vielleicht schon einmal auf das Gegenteil einstellen.
Soll nicht bedeuten, dass das System letzlich deflationär crasht, Deflation als Zwischenstation aber durchaus denkbar. Wir sind gespannt, wass Herr Schmidt-Bredow am nächsten Stammtischtreff dazu sagt.


28. Mai 2010
Hier werden Sie gedrückt! (Kommentar von Achim)

Der Zauberer auf der Bühne ist sichtlich in Verlegenheit, und das Publikum wartet darauf, dass endlich
wieder ein neues Karnickel aus dem Zylinder gezogen wird. Das Publikum wird allmählich misstrauisch. Wenn
nicht bald was kommt, ist die Illusion dahin, die Show ist dann zu Ende.
schreibt Edwin Tafelmeier in seinem gestrigen Kommentar.

Keine 24 Stunden später wird das Super-Mega-Karnikel aus dem Hut gezogen.
Der Zaubertrick ist so gigantisch und umwerfend, das nur ausgewählte Kundschafterinnen davon
berichten dürfen, wie die "boerse im Ersten" Fee Anja Kohl im Originalton:
"Zeitgleich ergreift die Europäische Zentralbank Massnahmen um eine Inflation, vor der sich viele
fürchten, nicht mal im Ansatz aufkeimen zu lassen. Die EZB hat den Staaten bis dato 26 Milliarden
Euro geliehen. Genau diese Summe hat sie nun wieder aus dem Geldkreislauf abgeschöpft, sie an
andere Stelle wieder eingesammelt, die Zentralbank druckt also keinesfalls Geld.
Ich drücke Sie!"

Peer Steinbrück grübelt jetzt wahrscheinlich, wie die Zahnpasta wieder in die Tube gekommen ist.
Ich bin schier aus dem Häuschen, Robert Harbin, Siegfried und Roy, David Copperfield , Hans
Klok, was für armselige Kreaturen im Vergleich zu Jean-Claude Trichet
und so kann ich nur mit Brecht-Reich-Ranicki stammeln:
„Und so sehen wir betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“!

Einen schönenTag noch,
Achim

Quellen:
http://boerse.ard.de/idx_tv_archiv.jsp?go=tv

http://www.altona.info/2009/09/finanzminister-steinbruck-zahnpasta-wieder-in-die-tube/

und noch ein ein nützlicher Link für alle Unbelehrbaren:

http://www.zinsen-berechnen.de/inflationsrechner.php

Gefährliche Gratwanderung!
Die EZB versucht anscheinend, Inflationsängste tatsächlich dadurch begegnen zu wollen, indem sie dem Markt Liquidität entzieht. Natürlich kann Sie die Umlaufmenge an Euros steuern, das ist keine Frage. Doch was bewirkt sie dabei? Es kommt wieder zu Kreditklemmen, der Schuldendienst kann schwer oder gar nicht mehr bedient werden, was zu einer Deflation im Binnenmarkt führt. Nur den Außenwert des Euros kann die EZB nicht steuern, und hier liegt das Problem. Wenn die Preise von Gütern steigen, die importiert werden müssen (z.B. Erdölprodukte), dann heizt das die Teuerung an (was im Volk ja fälschlicherweise als Inflation interpretiert wird), und das Vertrauen in die Währung geht trotzdem verloren. Die Rechnung der EZB geht nur dann auf, wenn gleichzeitig der Außenwert des Euros wieder steigt. Und selbst dann bleibt das Problem, dass die Konjunktur wieder deflationär abgewürgt wird. Die Zentralbanken können die Umlaufmenge des Geldes steuern und damit auch eine Knappheit erzeugen. Nur das Hauptproblem, die Überschuldung, lösen sie dadurch nicht. Was nun, Geldwertstabilität mit der Folge einer deflationären Depression, oder "Inflation" zulassen. Beides ist keine Option. Wenn sich die "Inflation" erst einmal warmläuft, schaukelt sich das Ganze vielleicht wirklich schnell zu einer Hyperinflation auf. Die Befürchtungen sind ja bereits vorhanden. Noch geht der Eiertanz in der Geldmengenpolitik weiter, doch der schmale Pfad ist inzwischen nur noch ein dünnes Drahtseil. Auf der einen Seite die deflationäre Depression, auf der anderen Seite die Hyperinflation.
Wohin möchten Sie den abstürzen?


Merkel antwortet Brichta
(auf mmnews)
Der offene Brief von Telebörsen-Moderator Raimund Brichta an Angela Merkel blieb offenbar nicht ohne Reaktionen. Wir können zwar nicht zweifelsfrei feststellen, ob die Antwort wirklich von unserer Bundeskanzlerin stammt. Der Inhalt des Schreibens klingt allerdings plausibel.
Das ist natürlich eine Satire, aber vielleicht denkt die Merkel tatächlich so...

27. Mai 2010
Eurokrise, Inflation, Crack-up Boom?

Die angekündigten Sparmaßnahmen der Euroländer verursachen zunächst einmal deflationäre Tendenzen, was auf der anderen Seite wiederum die sich gerade zaghaft regenerierte Konjunktur abwürgen könnte. Angeblich wächst die Weltwirtschaft im Schnitt gegenwärtig um mehr als 4%, in China angeblich zweistellig, in Europa dagegen unterdurchschnittlich. Die Staatschulden wachsen schneller als die Wirtschaftsleistung. Das alte Lied, die Schulden schneller wachsen als das, woraus sie bedient werden können. Egal ob Sparen, Steuern erhöhen oder sonst irgendwelche Maßnahmen in diese Richtung, es führt dazu, dass die Entwicklung des BIP negativ beeinflusst wird. Wachstum ohne Schuldenmachen geht nun mal nicht, da beißt sich die Katze in den eigenen Schwanz.
Vielleicht sind das ohnehin nur Lippenbekenntnisse, das mit dem sparen wollen, sonst sehen wir demnächst eine deflationäre Depression statt Wachstum. Ich weiß nur noch nicht, wo die neuen Schulden versteckt werden sollen. Entweder schaffen die wieder einmal eine neue Giga-Verarsche, oder das System schmiert ab. Ähnliche Situationen hatten wir in der Vergangenheit bereits öfters. Bislang wurde das System immer wieder durch faule Tricks "gerettet", was die Sache aber nur noch schlimmer machte. Momentan ist es wieder einmal so richtig spannend. Der Zauberer auf der Bühne ist sichtlich in Verlegenheit, und das Publikum wartet darauf, dass endlich wieder ein neues Karnickel aus dem Zylinder gezogen wird. Das Publikum wird allmählich misstrauisch. Wenn nicht bald was kommt, ist die Illusion dahin, die Show ist dann zu Ende.
Unter diesen Umständen eine treffsichere Prognose abzugeben, ist unmöglich. Kommt noch ein Karnickel oder nicht? Wenn Sie das richtig erraten, sind Sie danach vielleicht ein Held. Wenn nicht, macht das auch nichts, da die meisten Leute ein kurzes Gedächtnis haben. Nachdem es nicht allzu viele Möglichkeiten gibt, können Sie sich natürlich weit aus dem Fenster lehnen, aber seriös ist das nicht.


Dringende Warnung vor Crack-up Panikkäufen:
Bitte nicht kopflos aus allen Papierinvestments flüchten, sondern wohlüberlegt.
Es bringt z.B. nichts, einen Bauernhof zu kaufen, wenn man von der Materie keine Ahnung hat.
Produktionsmittel jedweder Art zu kaufen ist eine Fehlinvestition, wenn man damit nicht umgehen kann.
Panik und Gier sind immer schlechte Ratgeber. Es ist kein Vorteil, vom Regen in die Traufe zu kommen. Auch wenn die Lage kritisch erscheint, cool bleiben...


Euro-Krise? Welche Krise? (Link auf mmnews)
Die Welt redet über die Probleme des Euro. Über die Probleme des Dollar spricht dagegen niemand. Schäuble sollte mal für einen Tag den Mund halten und dann schauen, was passiert…

Mist, schon wieder daneben...


Expotentielles Geldmengenwachstum Quak-quak.
Inzwischen hat sich wohl herumgesprochen, dass expotentielles Wachstum irgendwann an seine natürlichen Grenzen stößt. Ein Zins- und Zinseszinssystem folgt diesen Gesetzmäßigkeiten. Daraus nun abzuleiten, dass eine Finanzordnung auf dieser Basis schon alleine aus diesem Grund nicht dauerhaft funktionieren könne, ist jedoch Quatsch. Nicht jede Investition ist erfolgreich. Wenn dazu auch noch Fremdkapital eingesetzt wird, dann ist das Kapital eben futsch, die Forderung muss abgeschrieben werden. Jedwede Ansätze eines expotentiellen Abhebens werden auf diese Weise wieder auf den Boden (der Tatsachen) zurückgeführt. Das einzige Dilemma dabei ist, dass man diese kleinen und unvermeidlichen Bruchlandungen auch akzeptieren muss, und nicht durch kreative Buchhaltung verstecken. Solche Minicrashs sind vielleicht für den einzelnen Betroffenen sehr schmerzhaft, für die Volkswirtschaft und die Gesellschaft insgesamt jedoch nicht weiter bedrohlich.
Anstatt unrealisierbare Forderungen abzuschreiben haben findige Finanzjongleure daraus Wertpapiere gebastelt und damit die Welt verseucht. Dieser Giftmüll kann nicht mehr in einer geordneten Weise entsorgt werden, und diejenigen, die ihn erzeugt haben, wollen damit nichts mehr zu tun haben und die Drecksarbeit anderen, (in der Regel Unbeteiligte) überlassen. Es müsste nicht zwangsläufig zum Megacrash kommen, wenn der Müll rechtzeitig und regelmäßig entsorgt worden wäre. Das expotentielle Zinseszinsproblem existiert lediglich auf dem Papier, im wahrsten Sinne des Worts.

26. Mai 2007
Inflationsbereinigte Preisentwicklung

Die Preisentwicklung für Edelmetalle koppelt sich in jüngster Zeit wieder von den anderen Märkten ab, nachdem wir in den letzten 3 Jahren hier eine unnatürliche Korrelation feststellen mussten. Ob es wieder dauerhaft zu eine negativen Korrelation kommen wird, bleibt abzuwarten.
Beim Vergleich der
inflationsbereinigten Charts stellt man fest, dass mit Aktien langfristig seit dem Crash 2000 nichts zu holen war, im Gegensatz zu den Edelmetallen. Edelmetalle haben ein Stück weit aufgeholt, von Übertreibungen kann jedoch noch keine Rede sein. Sehr deutlich sieht man auch, dass Silber im Vergleich zu Gold immer noch relativ billig ist. Aber so richtig billig hingegen sind zur Zeit die Soft Commodities.

Aktien haben zwar grundsätzlich Sachwertcharakter, in einem immer noch deflationären Umfeld ist das Potenzial nach unten gegeben. Sehr deutlich sieht man das am Nikkei-Index, der seit dem Platzen der japanischen Aktenblase in 1990 eigentlich nur einen Trend kennt, nach unten. Was in einer Dauerdeflation passiert, ist am Beispiel Japans deutlich zu sehen. Wie lange das Wechselspiel zwischen Deflation und Inflation bei uns getrieben wird, wissen wir nicht. Vermutlich solange, wie die Kuh noch Milch hergibt, also bis zum Exitus.

Die Prognose, dass Edelmetalle bis zum dritten Quartal dieses Jahres wirklich konsolidieren, ist mit Vorsicht zu genießen. Wie bereits erwähnt, könnten sich Edelmetalle wieder vom restlichen Markt abkoppeln, so dass die Preise selbst in einem deflationären Umfeld steigen, mindestens jedoch stagnieren. Für die Anlage eines soliden Grundstockes in EM zu warten, wäre deshalb riskant. Agrarprodukte sind relativ niedrig bewertet. Wer seinen EM-Stock bereits angelegt hat, darf über ein längerfristiges Investment in diesem Sektor nachdenken. Wer dazu keinen Bezug hat, der sollte die Charts der Metallpreisentwicklung genauer ansehen. Unter den Edelmetallen Platin derzeit relativ uninteressant, Palladium sehr volatil, Gold so mitten drin, und Silber beachtenswert. Alles natürlich auf längere Sicht hin betrachtet.

Die Hysterie mit der Währungsreform hat sich inzwischen ein wenig gelegt. Das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Systemcrash innerhalb kurzer Zeit eintreten kann, der eine neue Währung zwangsläufig notwendig macht. Aber bitte nicht immer nach so ominösem Zeug wie Geldtransporter oder Preisauszeichnung Ausschau halten, so etwas sind keine Indikatoren sondern ist Schwachsinn.
Der Austausch von Banknoten könnte nämlich innerhalb der ganz normalen Logistik erfolgen, ohne dass dies auffällt. Außerdem, die Vorbereitung dieser Eventualität ist die eine Sache, das Durchziehen der Sache steht auf einem andern Blatt.

Die größten Handelspartner Deutschlands

Lediglich gegen Holland ist die Handelsbilanz einigermaßen ausgeglichen. Ganz krass: Frankreich!
Griechenland spielt für uns offensichtlich keine große Rolle.
Pech, wenn die EURO-Staaten keine eigene Währung mehr besitzen. Ein Ausgleich über Anpassung der Wechselkurse ist da nicht mehr.
Problem Nr.: 2 - China hat den Renminbi an den Dollar gekoppelt. Korrekturen unausgeglicherner Handelsbilanzen nicht möglich.
Wer ohne Gegenleistung andauernd auf Kredit liefert, muss am Ende seine Forderungen abschreiben...


Der Metzger wartet.
Die Eurokrise weitet sich aus und trifft weitere PIGS. Spaniens Banken droht der Kollaps, Italien muss einen rigorosen Sparkurs einschlagen. Irgendwie erinnert das alles an die Masche des IWF und Weltbank mit den Ländern der "Dritten Welt" im vorherigen Jahrhundert. Zuerst mit Krediten mästen, dann schlachten. War die Überschuldungsfalle in Wirklichkeit eiskaltes Kalkül der Geldmonopolisten?
Wir kennen das Spiel. Kaffeebohnen sind knapp und teuer, daraufhin großzügige Kredite für Ausweitung der Plantagen, Bedienung der Schulden (Zins und Tilgung) wird scheinheilig auf der Grundlage der alten Preise durchexerziert, Kaffeepreis fällt (was Wunder, konnten die Banker ja nicht ahnen), Schulden können nicht mehr bedient werden, aufschulden, überschulden, umschulden…
Diese Entwicklung ist den Entwicklungsländern teuer zu stehen bekommen.
Die Schulden lauten auf Geld, aber produziert werden kann eben "nur" Kaffee. Der geniale Trick dabei: Die Schulden dürfen niemals zurückgeführt werden. Einmal Kredite mit Geld aus der dünnen Luft gegriffen, und schon kann man dauerhaft ernten, ohne nur einen Finger krumm machen zu müssen.
Reals wurden die ursprünglichen Kredite schon zig-fach zurückgezahlt. Bis auf ein paar Idealisten hat sich hier bei uns darüber niemand groß aufgeregt. Damals hatte ich schon das flaue Gefühl, dass uns ein ähnliches Schicksal eines (fernen) Tages ebenso ereilen würde. Empathie wird von manchen Zeitgenossen vielleicht als "Gutmenschentum" ins Lächerliche gezogen, die Gleichgültigkeit dabei zuzusehen, wie Scheine geschlachtet werden während man als Gans selbst noch gemästet wird, zeugt aber auch nicht gerade von Weitblick. Wer da meint, nur ein paar Unzen Gold kaufen zu müssen und damit der Schafschur entkommen zu können, der soll sich da mal nicht irren.
Soweit wie möglich aus dem System auszusteigen ist zwar richtig, aber damit allein ist es noch lange nicht getan. Auch eine reine Subsistenzwirtschaft ist weder möglich, noch wäre sie effektiv.
Veränderungen liegen in der Natur der Dinge, aber man muss etwas dafür tun, um Veränderungen in die richtige Richtung zu biegen. In dieser Hinsicht passiert so gut wie nichts. Die Regierung waltet weiterhin, nicht zum Wohle und nicht im Sinne seiner Wähler. Sparten ist wohl notwendig, aber darunter versteht die Regierung wohl eher das Abschöpfen von Kaufkraft bei denjenigen, die sich am wenigsten wehren können. Wer sich im letzten Jahr noch über diese dämliche Abwrackprämie gefreut hat, dem wird die Rechnung eben jetzt serviert. Nicht nur den "Abwrackern" sondern Querbeet allen, bei denen etwas zu holen können vermutet wird.
Auch wenn ich meine früher geleistete Arbeitskraft in Form von ein paar Metallmünzen vielleicht habe retten konnten, von dem was ich heute und in Zukunft leisten muss, wird rigoros abgeschöpft. Schon heute bleibt den meisten Erwerbstätigen von ihrem Einkommen so wenig übrig, dass sich das Thema Vorsorge von selbst erübrigt. Der EM-Preis hat sich in den letzten 5 Jahren verdreifacht. Die potenzielle Sparquote (bezogen auf echtes Geld) verringert sich also zunehmend, auch bei denjenigen, die sich noch relativ gut über Wasser halten können. Die Zeit arbeitet momentan gegen uns, denn es ist vergeudete Zeit. Wir hoffen zwar auf die Chance für einen Neuanfang, doch wann wir dazu durchstarten können, ist derzeit noch nicht absehbar.

"Die Staatsschulden sind kein Problem, wir schulden das Geld ja uns selbst", so ein früheres Zitat aus den USA. Tja, das bilanzierte Gesamtvermögen in einem reinen Schuldgeldsystem ist eben NULL.

25. Mai 2010
Die Ratten verlassen das sinkende Schiff:
Hessens Mininsterpräsident gibt seine Ämter auf.
Nachdem bereits Frank Schäffler von der FDP hingeschmissen hat, folgt nun auch Roland Koch, CDU.
Die Zeit ist für Berufspolitiker momentan nicht günstig. Braut sich da etwas zusammen?


Anbei zwei weitere YouTube-Videos, die von unseren Clubfreunden empfohlen wurden.
http://www.youtube.com/watch?v=KsEHnMMKfLU
http://www.youtube.com/watch?v=d-GpZIRp-Do&feature=related


Momentan ist die Zeit für Updates und vor allem, eigene Kommetare etwas knapp.
Gute Beiträge werden daher gerne angenommen...


24. Mai 2010
Dirk Müller auf dem Kongress der unabhängigen Medien.
(Video von Infokrieger-News)


22. Mai 2010
Unter dem Vulkan (Ein Beitrag von Achim, als PDF)

Merkel: "Wir leben über unsere Verhältnisse!"
Aber Hallo, wie lange will uns die Alte noch verarschen? Wer lebt über seine Verhältnisse? Die Deutschen, oder die Europäer? Was soll diese Verallgemeinerung? Deutschland erwirtschafte all die Jahre hinweg Handelsbilanzüberschüsse, also lebten die Deutschen im Schnitt wohl eher die ganze Zeit über unter ihre Verhälrnisse.
Und auch das kann man nicht verallgemeinern, da die erwirtschaftete Leistung in grotesktester Weise umverteilt wurde. Die eigentlichen Leistungsträger aus dem Mittelstand wurden brutal geschröpft, hier von "über die Verhältnisse leben" zu sprechen ist ein Schlag ins Gesicht der eigentlichen Leistungsträger in unserer Gesellschaft. Wo ist denn der Wohlstand, den un unsere Regierungen seit nunmehr 10 Jahren versprochen haben. Die schaffenden Bürger sind in Vorleistung auf ein nicht haltbares Versprechen gegangen, ohne dass der Wohlstand jemals bei der Bevölkerung angekommen ist. Und nun wieder Vorbereitungen zu "den Gürtel enger schnallen" Parolen. Mit der Masche hat uns damals schon Gerhard Schröder gelinkt.
Es reicht! Leute wacht auf und wehrt euch endlich!


21. Mai 2010
Wall-Street Akteure befürchten Double-Dip! So in den Nachrichten heute früh.
Was haben wir gesagt? Dises Strickmuster kennen wir bereits aus der Geschichte. Rezession, oder besser schon: Depression, technische Gegenreaktion, unterstützt durch Konjunkturprogramme, Euphorie, Endtäuschung, Zweifel, Absturz…
Der "Aufschwung" der letzten Wochen in Deutschland war zwar echt, aber offensichtlich nicht nachhaltig. Wie auch, wenn sich an den Rahmenbedingungen sprich: Finanzwirtschaft, nichts geändert hat. In diesem Geldsystem ist kein stabiles Wirtschaften möglich.

Ungedeckte Leerverkäufe (et)
Unter den Systemkritikern stehe ich hier momentan so ziemlich alleine da. Das Verbot der BaFin wird hier wohl als Regulierung (im Sinn von unzulässigen Eingriffen) in den Markt verstanden. Um meine Position nochmals darzulegen: Wenn ein Geldsystemkritiker gedecktes Geld fordert, kann er nicht gleichzeitig ungedeckte Leerverkäufe tolerieren.

Das widerspricht jeder kaufmännischen Logik.
In einem fairen und freien Markt kann ich nur Güter anbieten die ich entweder besitze, herstellen kann, oder einen Anspruch darauf habe. Naked Shorts erfüllen diese Kriterien nicht, es ist eine reine Wette. Es könnte an dieser Stelle nun entgegen gehalten werden, dass der Leerverkäufer die Ware ja innerhalb der üblichen Fristen liefern muss, und sich in dieser Zeit am Markt wieder eindecken muss.

Das Problem ist, dass ein Leerverkäufer diese Transaktionen mit einer sehr geringen Eigenkapitalquote durchführen kann. Durch die dabei entstehenden Verzerrungen bei der Preisfindung werden zwangsläufig die übrigen Marktteilnehmer geschädigt. Ich habe keine Einwände gegenüber Zockerei, wenn dabei eigenes Vermögen riskiert wird.
Das dürfte bei den ungedeckten Leerverkäufen jedoch nicht der Fall sein, da diese "Geschäfte" nur dann interessant sind, wenn sie über einen Kredithebel laufen. Und da sind wir schon wieder beim Prinzip von Fiat-Money, Geld- oder Kredite aus dem Nichts!

Bei "normalen" Leerverkäufen sieht die Sache hingegen anders aus. Der Shortselller muss sich die Ware znächst am Markt ausleihen und Zinsen dafür zahlen.
Dies ist ein echter Kredit. Der Leerverkäufer ist im Besitz der angebotenen Ware, so dass er den Kontrakt tatsächlich erfüllen kann. Er muss zwar später die Ware auch wieder zurückkaufen, um die ausgeliehenen Güter (Aktien) zurückzugeben, dennoch liegt der Sachverhalt hier anders. Der Leerverkäufer hat von irgendeiner dritten Partei Kredit gegen Zins erhalten. Der Kreditgeber geht dabei das Risiko ein, seine Ware evtl. nicht wieder zu sehen. Die Risikoprämie dafür ist eben der Zins. Platzt das Geschäft, so wird zwar der Kreditgeber geschädigt, nicht aber die übrigen und unbeteiligten Marktteilnehmer. Wenn ein Kreditgeber die Bonität seines Schuldners nicht ausreichend prüft, ist das seine eigene Schuld. Warum haben wir denn diesen ganzen Finanzzirkus? Eben weil eben Leute, die riskante Geschäfte tätigen, am Ende nicht selbst das Risiko dafür tragen sondern an unbeteiligte Dritte abwälzen.
Ungedeckte Leerverkäufe sind, ebenso wie ungedecktes Geld, Betrug, und haben deshalb in einer echten und ernst gemeinten Marktwirtschaft keine Berechtigung. Wer gegen Fiat Money ist kann nicht gleichzeitig für "Naked Shorts" plädieren. Mit dieser Inkonsequenz setzt man seine eigene Glaubwürdigkeit aufs Spiel.
(Nachtrag zum letzten Satz: Schadet eigentlich nicht, da die meisten Leute wahrscheinlich alles fressen ohne es kritisch zu hinterfragen, wenn es nur in ihr Weltbild passt.)


Link: (Hinweis von Achim, vielen Dank)
CRIME OF THE CENTURY
The Truth About Naked Short Selling in Juniors


Leserzuschrift zur Währungsreform:
Aus absolut sicher Quelle habe ich erfahren, dass die Währungsreform unmittelbar bevorsteht. Der Zeitraum kann ziemlich geanau zwischen morgen Abend und dem 1. April 2015 eingegrenzt werden. [...]
Na also...

20. Mai 2010
Goldpreis wieder unter 1200 US$

Hat jedoch keine große Auswirkung auf den Straßenpreis in Deutschland. Die Unze Feingold bewegt sich weiterhin um die 1050.- EUR. Es gibt zwar nur wenig Auswahl, aber es gibt Ware. Manche Händler können sofort liefern. In der Öffentlichkeit wird wieder verstärkt über Anlage in Edelmetall diskutiert. Die "Experten ,-)" in den TV-Talkshows bringen wieder die ollen Kamellen von den Risiken, und dass der Anleger "nur" maximal ca. 10% Gold im Portfolio halten sollte. Ha-ha, diese Finanzexperten beherrschen offensichtlich noch nicht einmal den Dreisatz. Überschlagen Sie einmal grob, was passieren würde, wenn alle Anleger nur 5% ihres (Pseudo-) Vermögens in Edelmetalle umschichten würden, besser gesagt, es versuchen würden?

Der Glaube an den Papierwerten wird für die Öffentlichkeit dagegen weiterhin hochgehalten, obwohl sich alle Dampfplauderer einig sind, dass die allgemeine Überschuldung ein Problem für die Finanzwelt darstellt. Aha, wenn es eine Überschuldungssituation auf der einen Seite gibt, dann müssen doch zwangsläufig die Papierwerte insgesamt stark überbewertet sein, oder etwa nicht?
Überschuldung bedeutet nix anders, als dass Forderungen zumindest teilweise abgeschrieben werden müssen. Soviel zum "Wert" der Wertpapiere.
Bleibt also nur noch die Flucht in die Sachwerte. Leider ist es so, dass im Preis der "Sachwerte" die anstehenden Verluste des Papiervermögens auch schon teilweise eingepreist werden.

Apropos Markt. Bereits im ersten Semester der Volkswirtschaft wird den Studenten gelehrt, dass es bei Monopolen zu so genannten "Marktstörungen" kommt. Durch das Geldmonopol bedingt, haben wir eine Störung des Marktes par excellence.


Letzte Eilmeldung: (Hinweis von herzoINVEST)
Johann Saiger erwartet laut seinem neuesten Report von heute eine sehr deutliche Konsolidierung bei den Edelmetallen, bevor es zum größten AAusbruch aller Zeiten kommen wird. Werden die schwachen Hände kurz vor diesem Ereignis wieder aus den Markt gedrängt?
Kommentar HGCN: Nur zu, wir sammeln dann ein, zur RICHTIGEN Zeit...

Deflation oder Inflation?
Kommt die Inflation oder endet das System in einem deflatorischen Crash? Diskussion zum weiteren Verlauf der Krise. Die Geldmengenausweitung deutet klar auf Inflation in der Zukunft, auch wenn aktuell deflatorische Kräfte dominieren.
Ein Beitrag von Bayerngold
(gehostet auf mmnews)

Wann schwappt die Tea Party nach Europa? (Artikel auf ef)
Die politische Klasse in der gesamten westlichen Welt ist mit ihrem Latein am Ende. Nie zuvor war das so deutlich wie in diesen Wochen.

"Anstieg des Goldpreises auf 5.000 US-Dollar ist möglich" (gehostet auf den Goldseiten)
Zwar hat der Goldpreis seine steile Aufwärtsbewegung unterbrochen, doch dürfte dies nicht von Dauer sein. Für Johann A. Saiger, den Herausgeber des "Goldbrief- und goldminen-spiegels", kann es sogar noch weiter nach oben gehen. Im Gespräch mit MÄRKTE & ZERTIFIKATE spricht er über die Gründe für diese Einschätzung.
(Anm. d. Red.: Der Artikel scheint nicht mehr ganz aktuell zu sein.)

19. Mai 2010
Review des gestrigen Edelmetallstammtischs.

Wir konnten auch diesmal wieder einige Neueinsteiger begrüßen. Wir wollen und können keine konkreten Anlageempfehlung geben, dazu gibt es professionelle Berater.

Um eine grobe Orientierung zu geben, können wir unsere Standpunkte sowie Strategie darlegen:

Unser ungedecktes Geld ist Zahlungsmittel und kein Wertaufbewahrungsmittel.
In der gegenwärtigen Phase des langen Wirtschaftszyklus in Anlehnung an die Kondratieff-Theorie sind nach nur sachwertorientierte Vermögensanlagen ratsam. Gold und Silber sind nicht nur als Rohstoffe zu betrachten, sondern erfüllen auch eine monetäre Funktion, vor allem in einer Krise.


Für die eigene Vermögensabsicherung ist ein Grundstock an Edelmetallen in physischer Form unabdingbar. Eine Quote oder Mengenempfehlung kann nicht gegeben werden, da dies von den persönlichen Präferenzen jedes Einzelnen abhängt. Als grobe Richtschnur folgende Eckdaten:
Ein Edelmetall Grundstock von ca. 20 Unzen Gold sollte als Rettungsanker in einer schweren Krise verstanden werden. Dieser Kapitalstock wird in einer schweren Krise wahrscheinlich aufgezehrt. 50 Unzen stellen eine komfortable Absicherung während einer schweren Krise dar. Um nach einer schweren Krise über genügend Investitionskapital für einen (Wieder-) Aufbau zu verfügen, reden wir von 100 Goldunzen plus X. Erst ab diesem Edelmetallstock kommt in Betracht, neben physischem Edelmetall auch in Minenaktien oder anderen Rohstoffen zu investieren.

Es hat sich bislang bewährt, seine EM-Investitionen schrittweise auszubauen und temporäre Einbrüche als Nachkaufgelegenheit zu betrachten. Der EM-Markt ist derzeit überkauft. Wir hoffen diesbezüglich zwar wieder auf bessere Zeiten, eine Garantie dafür, dass die Preise tatsächlich wieder sinken, gibt es nicht! Der Markt ist sehr eng, so dass kleinste Unsicherheiten und Ängste dem Markt innerhalb kürzester Zeit praktisch leer fegen. Zuletzt ist diese Situation nach der Lehman Pleite eingetreten, und nun wieder, nach den Gerüchten um eine Währungsreform und der Euroschwäche.

Wer bislang gar nichts hat, muss die gegenwärtigen Preise wohl oder übel akzeptieren, um zumindest einen Grundstock anzulegen. Auch wenn wir mittelfristig von einer Konsolidierung der EM-Preise ausgehen, langfristig wird Gold gegenüber den Papierwerten noch gewaltig steigen.

Was für Gold gesagt wird, gilt im Prinzip auch für Silber. Wir betrachten Silber im Bezug auf Gold als unterbewertet. Das Äquivalent zu einer Unze Gold sollte etwa zwischen 30 und 40 Unzen Silber liegen. Ein Mix aus beiden Edelmetallarten ist daher sicherlich sinnvoll, vor allem bei kleineren Vermögen.

Für ein Anlagevolumen von "lediglich" 100 Unzen Gold benötigt man keinen Finanzberater. Jeder Mensch mit ein bisschen an gesunden Menschenverstand kann so etwas selbst verwalten.
Zu Zeiten des Goldstandards waren 2000 Dollar (entsprechend ca. 100 Unzen) ein kleines Vermögen.
Zusammen mit einer (abbezahlten) Immobilie reichte das vollkommen aus, um ein komfortables Leben im Ruhestand zu genießen, und oftmals konnten sogar noch die Nachkommen davon profitieren. Dieser kleine Vergleich sollte in etwa eine Vorstellung über den Wert des Edelmetalls geben.
Gold erhielt die Kaufkraft und konnte nicht durch Inflation verwässert werden.


Inflation und ungedeckte Leerverkäufe.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Eigentlich nichts, außer dass darüber in den Medien heftig geblubbert wird. Eine Gelegenheit, auch wieder einmal meinen "Senf" dazuzugeben:
Inflation? Die Politik der Zentralbanken bewirkt nach Definition der österreichischen Ökonomie (damit ist Mises, Hayek et al gemeint) tatsächlich eine gewaltige Inflation, nämlich eine wahnsinnige Aufblähung der Geldmenge gegenüber der tatsächlichen (realen) Wirtschaftsleistung. Dass dies nicht automatisch zu einer entsprechenden Teuerung bei den (Verbrauchs-) Gütern führen muss, haben wir bereits in den letzten Jahren gesehen. Entscheidend ist immer noch, wohin das "frisch gedruckte" Geld geht. Derzeit deutet nichts darauf hin, dass es in absehbarer Zeit in den Konsumentenbereich wandert.


Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, sollte die diskutiere Maßnahme umgesetzt werden, wird die Nachfrage nach Konsumgütern bestenfalls kurz vor der Erhöhung nach oben treiben. Solange ein Teil des neuen Geldes nicht auch unten ankommt, wird es keine klassische Inflation geben. Energie und Rohstoffe (und alles, was man zum Leben braucht) werden zwar teuerer, alles andere dürfte jedoch einem deflationärem Preisdruck ausgesetzt sein. Preise dürften nur dort getrieben werden, wo das Geld nachfragewirksam wird. Das wird wahrscheinlich bei den Edelmetallen so sein. Auch die Immobilienpreise ziehen hierzulande wieder an, und können zu einer erneuten Blase führen.
Die erwartete Teuerung wird selektiv zuschlagen, wo genau bleibt abzuwarten.

Über das deutsche Verbot von einigen "naked short" Verkäufen regen sich derzeit einige Gemüter auf und beklagen lauthals unzulässige Eingriffe in den Markt. Was aber bitte haben ungedeckte Leerverkäufe überhaupt mit Markt zu tun? Nämlich genauso wenig wie ungedecktes Geld. Beides ist nichts anderes als Betrug!
Ich kann am Markt nicht etwas anbieten, das ich weder besitze, noch in der Lage dazu bin, dieses Gut zu erzeugen bzw. herzustellen.
Kontrakte weiter zu schieben, hinter denen letztendlich kein potenzieller Erzeuger steht, ist somit ebenfalls Betrug.
Manche Zeitgenossen haben offensichtlich bereits jede Vorstellung darüber verloren, wie Märkte funktionieren. Also, nicht vorschnell alles als "Eingriffe in den Markt" abstempeln, nur weil es von der BaFin kommt. Wenn die Bafin auch das ungedecktes "Leergeld" unterbinden würde, könnte sich dem Verein sogar ein wenig Sympathie entgegenbringen.

Bei Wikipedia ist folgendes nachzulesen: "Der Begriff Markt (von lat.: mercatus Handel, zu merx Ware) bezeichnet im engeren Sinne den Ort, an dem Waren regelmäßig gehandelt oder getauscht werden (Handelsplatz). Im weiteren Sinne bezeichnet der Begriff heute das geregelte Zusammenführen von Angebot und Nachfrage von Waren, Dienstleistungen und Rechten." Der Begriff "Markt" bezeichnet mit Sicherheit nicht das Zusammenführen von Angebot und Nachfrage von nicht existenten Phantomgütern! Das ist Bullshit in Vollendung!

Netz-Nettigkeiten:
Wie man die Edelmetall-Schafe schert!
Ganz so krass würden wir das nicht formulieren.

Unser Appell lautet vielmehr: Sapere aude, oder - schalte Dein eigenes Gehirn ein und übernehme nicht alles kritiklos und vor allem nicht ungeprüft.
Auch
unsere Statements sollten Sie sorgfältig überdenken. Sie sind lediglich Anstoß, um sich einen eigene Meinung zu bilden zu können.

P.S.: Konstuktive und sachliche Kritik ist herzlich willkommen. Auf mehrmaligen Beleidigungen und provokative Polemik wird der Spamfilter in Anspruch genommen...

16. Mai 2010
Viele Köche verderben den Brei...

Was in den letzten zwei Wochen hier in der Szene abgegangen ist, kann man nur noch als grotesk bezeichnen. Das Gerücht mit der Währungsreform hat die Leute aufgewühlt, von Sachlichkeit keine Spur. Ein Nürnberger Edelmetallhändler berichtet von verstörten Kunden aufgrund dieser Gerüchte.
Wir haben in den letzten zwei Wochen alleine damit verbracht, diverse Meldungen von einer befreundeten Webseite auf Wahrheitsgehalt zu verifizieren. Dafür, dass wir unzählige Stunden mit eigenen Recherchen verbracht haben, und nach dieser harter Arbeit einigen Lesern nicht die Ergebnisse liefern konnten, die sie von uns erwartet haben, habe wir teilweise böse Zuschriften bekommen. Vielen Dank dafür. Es tut uns leid, dass wir die Sensationsgelüste des Publikums nicht befriedigt haben, und an der naiven Vorstellung festgehalten haben, dass Wahrheitsfindung höhere Priorität hat als noch zusätzlich Öl ins Feuer zu gießen.
Keine Beschuldigung, keine Häme. Da ist jemand offensichtlich das Opfer seines eigenen Publikums geworden.
Zeit darüber nachzudenken, wie es weitergehen soll.
Für die nächsten Tage wird es deshalb keine neuen Kommentare an dieser Stelle geben.
Selbstverständlich halten wir Sie über Stammtischtermine auf dem Laufenden.
Für den 8. Juni haben wir ein besonderes Programm in Vorbereitung...
Bis demnächst also!


15. Mai 2010 (Leserzuschrift)
Kirchentag-Rede des Merkelum (Anm.Red.: War das etwa die angekündigte, wichtige Rede an die Nation?)
Das war wohl der Gipfel des dummdreisten Zynismus !!!
(Es soll solchen auch in intelligenter Ausprägung geben; aber der ist bei der FDJ-Tante bestimmt nicht zu finden.)
Kanzlerin Angela Merkel hat auf dem Ökumenischen Kirchentag harte Sparmaßnahmen angekündigt. In den kommenden Wochen werde eine Kernfrage lauten: «Wo können wir sparen?» Da werde sich dann der Zusammenhalt der Gesellschaft zeigen, sagte Merkel in München. Deutschland habe seit vielen Jahrzehnten über seine Verhältnisse gelebt, sagte die CDU-Chefin, vieles müsse auf den Prüfstand. Zugleich verteidigte sie den Euro-Rettungsschirm. Es lohne sich, für Europa und den Euro zu kämpfen.

Nicht die Pigs haben über ihre Verhältnisse gelebt, sondern wir? Wir tun es aktuell, indem wir unsere Steuermilliarden den Falschen nachschmeißen!
Was mich eigentlich erschüttert:
Hat ihr niemand gesagt, dass es eine natürliche Grenze für die Akzeptanz von Volksverdummung gibt?
Jetzt müssten auch die dümmsten Kälber endlich kapieren, sie wählten ihre Metzger selber.
Bleibt die Frage: Ist es einfach Daffke oder tatsächlich grenzenlose Borniertheit?

Laut aktueller Umfrage der Blöd-Zeitung sagen 73%: "Der Euro hat keine Zukunft mehr".
Es ist also auch schon im intellektuellen Sumpf angekommen.
Wer sich für blanke Zahlen interessiert:
www.Zeitenwende.ch - blogspot - Querschüsse

Aus dem "Gelben":

http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=164206&page=0&category=0&order=last_answer


14. Mai 2010
ZDF-Mediathek "Finanzkrise 2.0"
Interessantes Video (Leserhinweis)
Noch werden die Schäden behoben, die der Finanz-Tsunami verursacht hat. Aber es bahnt sich schon die nächste Welle an. Die weltumspannende Finanzindustrie hat längst wieder den Turbo gezündet.
(Für langsame Computer und/oder langsamer DSL-Verbindung, hier das Video in niedriger Auflösung.)

Der Begriff "Bankberater" ist irreführend, man sagt ja auch Autoverkäufer und nicht Autoberater...
(sinngemäß nach Dirk Müller in dem o.g. Videobeitrag)
Am Besten, immer das eigene Gehirn mit einschalten.
Übrigens noch, es gibt doch auch keinen "Panikberater"...

Währungsreform:
Sehr diplomatisch geht Herr Mross damit um, indem er die zwei unterscheidliche Lager zu Wort kommen lässt.
-> Link
Unsere Meinung dazu haben wir ja bereits kundgetan, dem ist nichts mehr hinzuzufügen...


Zu Christi Himmelfahrt:
Ab in das verlängerte Wochenende

Für viele Clubfreunde bietet sich die Gelegenheit, über einen Brückentag am Freitag ein langes Wochenende zu genießen. Falls Sie (Urlaubs-) Pläne für ein verlängertes Wochenende geschmiedet haben, lassen Sie sich nicht davon umstimmen bzw. die Laune verderben. Es macht keinen Sinn, wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren und abzuwarten, wann das (unvermeidliche) Ende kommt.


Die Gerüchte über eine geplante Währungsumstellung für das kommende Wochenende sind nicht haltbar.

Der Hartgeld Club Nürnberg hat sich innerhalb der EM-Gemeinschaft intensiv darüber ausgetauscht, ob an den bekannten, verbreiteten Gerüchten etwas dran sein könnte.
Ergebnis: Negativ! Diese Einschätzung wird von ALLEN (bis auf die EINE Ausnahme) Insidern geteilt.
Es sind allesamt Leute, die sich bereits lange mit der Materie beschäftigen und dem System äußerst kritisch gegenüberstehen. Wir schalten nun ebenfalls einen Gang zurück und beschränken uns für die nächsten Tage auf die wichtigsten Ereignisse.

Vielleicht sehen wir uns am kommenden Dienstag auf dem
Stammtischtreffen in Herzogenaurach.
Lassen Sie Ihre Silberunzen daheim, der Wirt besteht nämlich immer noch auf Begleichung der Zeche in Euro…


[Leserfeedback dazu]
Hallo hgcn,
danke für die beruhigende Einschätzung. Wir machen ein paar Tage Urlaub in Italien und freuen uns darauf, dem schlechten Wetter zu entfliehen. Trotzdem werde ich ein paar Goldmünzen in verscheidenen Stückelungen mitnehmen, man kann ja nie wissen. [...]

Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste. Vernünftige Vorkehrungen sind ja auch etwas anders als Panik oder Hysterie...


12. Mai 2010
Doppelte Preisauszeichnung, tatsächlich, es ist wahr!!! (Eigenbericht)
Heute Abend beim Lebensmittel-Discounter. Die Artikel sind doch tatsächlich
uneinheitlich ausgezeichnet.
Einige Preisetiketten mit vorangestelltem €-Zeichen, die anderen neutral. Verdammt nochmal, früher ist mir das gar nicht aufgefallen. Unweigerlich kommt mir wieder die Sache mit der Währungsreform in den Kopf. Gut, es ist mir bislang nicht aufgefallen, aber ich habe früher dem auch keinerlei Bedeutung zugemessen. Aber jetzt, wo so viele davon berichten? Gibt es vielleicht in etwa doch eine heimliche Umstellung, und die Artikel werden seit geraumer Zeit ohne Währungseinheit ausgezeichnet? Die Verpackungen mit der €-Auszeichnung sind wohl schon etwas länger im Sortiment, dem Staub nach zu beurteilen. Ich suche nach den aktuellen Angeboten. Verdammt noch einmal, die neuere Ware hat ein neutrales Etikett. Ich beschließe die Verkäuferin zu fragen, seit wann denn die Waren ohne €- Symbol ausgepreist werden, als ich gerade zusehe, wie am Frischwarenregal gerade neue Preisetiketten angebracht werden. Ein Blick auf die Verpackung, und was sehen meine blinden Augen. Klar und deutlich - das €-Zeichen vorangestellt.
Warum das einmal so und einmal anders ist, auch die Verkäuferin hat keine Ahnung. Jedenfalls scheint keine Systematik dahinter zu stehen. Nun warte ich auf den Leserbrief in dem ich aufgeklärt werde, dass dies ein gezieltes Ablenkungsmanöver war.
Ihnen noch einen entspannten Abend und einen stressfreien Feiertag...


Euroschwäche?

Doch alles voll normal!
Der Goldpreis beharrt auf einem guten 1200 $-Niveau, und der Euro bewegt sich zwischen 1,25 und 1,30. Wir hatten auch schon Zeiten mit Parität, na und?
Die einzige Tatsache, die wir akzeptieren müssen: Der Euro ist mindestens genauso schrottig wie der US-Dollar, face it! Für den Austausch von Gütern, Waren und Dienstleistungen funktioniert die Währung, noch! Als Wertaufbewahrungsmittel kann man es vergessen, aber das wissen wir ja schon länger. Dramatischer als der Wertverfall der Währungen ist, dass durch die Haushaltslage der Staaten mit weiteren kleptokratischen Gängelungen zu rechnen ist. Die Rechnung an den Bürger wird gerade adressiert. Hilft nur noch eines: Annahme verweigern!


Angeblicher Beweis: Kitco bereitet auch schon die DM vor
!
Auch nicht haltbar, hier eine plausible Erklärung
-> Link Das Gelbe Forum

11. Mai 2010
Mama Merkel rettet den Euro, und damit das Geld und Spareinlagen der Bürger.
Der Verrat am Volk wird zur Heldentat stilisiert. Hatten wir so etwas nicht schon einmal in der letzten Generation. Ich kenne diese Zeit nur aus den Geschichtsbüchern und aus alten Erzählungen unserer (Groß-) Elterngeneration. Im Nachhinein kann niemand so recht begreifen, dass man ein ganzes Volk mit billigen Taschenspielertricks hat blenden können.
Umso schwerer begreiflich ist es, dass sich gerade im Moment unsere Bevölkerung mit den gleichen billigen Tricks verarschen lässt. Die Aktionen der Regierung dienen nicht dem Wohle des Volkes, sondern den Interessen einiger weniger.
Wir müssen leider feststellen: Es gibt nix mehr zu retten. Die Gelder und die Spareinlagen existieren nicht, jedenfalls nicht in der Form, wie sich die Bürger das vorstellen. Unser Geld besteht rein aus Forderungen gegenüber irgendeinem Dritten von dem wir leider schwer annehmen müssen, dass er nicht bezahlen kann. Vernünftigerweise werden unwiederbringliche Forderungen abgeschrieben. Der geniale Trick unserer Geldschöpfung beruht darin, dass die dahinter stehende Schuld ganz einfach auf unsere Ur-ur-enkel abgewälzt wird. Nachdem in der heute existierenden Welt sich nicht genügend Schuldner finden lassen, die für die existierenden Forderungen einstehen können, tritt man die uneinlösbaren Forderungen ganz einfach als Wertpapier ab. Wenn Sie Bankeinlagen, Ansprüche aus Lebensversicherungen oder sonst irgendwelche "Geldderivate" besitzen, so läuft ein Großteil dieser Forderungen auf Leistungen hinaus, die bestenfalls das heute ungeborene Leben in einer der nächsten Generationen zu leisten im Stande wäre.
Halten Sie sich diesen Blödsinn einmal bildlich vor Augen. Sie haben mit ihrem Geldvermögen Anspruch auf eine Gegenleistung die von jemanden erbracht werden muss, der erst zu einer Zeit geboren sein wird, wenn Sie (und auch ich) bereits lange diese irdische Welt verlassen haben.
Jeder rational denkende Mensch würde sich weigern, so etwas als Bezahlung für seine Waren oder Dienste anzunehmen. Unser Geld ist also eine Art moderner Ablassschein, oder eben Betrug.


Es gibt nichts mehr zu retten, außer der Rettung von Illusionen. Der einzige Sinn hinter den ganzen "Rettungsaktionen" besteht nur darin, dass der Schwindel nicht auffliegt.
Den Preis, den wir für die Aufrechterhaltung dieser Lügen bezahlen müssen, wird indes immer höher.
Der Goldpreis zeigt dies an. Gold ist Geld, nicht das Papier. Die Unze Gold, die Sie heute in der Hand halten, ist real und muss nicht erst von Ihren Ur-Ur-Ur-Enkeln aus dem Boden gekratzt werden.


10. Mai 2010
Beruhigung in Fernost.

Der Euro-"Stabilitätspakt" scheint zunächst einmal "beruhigend" auf die Märkte gewirkt haben.
Wenn es auch gelingen sollte, wieder einmal ein wenig Zeit zu schinden, die Probleme werden dabei nicht gelöst! Für eine "Währungsumstellung" am kommenden Pfingstwochenende haben wir auch weiterhin keine belastbaren Indizien. Deutschland könnte eine Währungsreform sicherlich nicht im Alleingang durchziehen, vor allem nicht ohne Absprache mit anderen EU-Partnern oder den USA.
Sollte Deutschland hier im Alleingang vorgehen, würde das globale Finanzsystem erneut belastet. Destabilisiert wäre der falsche Ausdruck, den von Stabilität kann keine Rede sein.
Das Plunge Protection Team legt sich noch vergangene Woche mächtig ins Zeug, um eine Kernschmelze des Finanzsystems zu verhindern, und dann sollten sie auch noch Deutschland gestatten, derartig "kontraproduktive" Aktionen durchzuziehen? So souverän ist die Bundesrepublik ja auch wieder nicht!
Verbleibe dann noch die These einer bewusst herbeigeführten Sprengung. Die Geldmonopolmafia initiiert den Crash selbst, wenn nichts mehr aus dem System herauszuholen ist. Gegenwärtig ist noch verdammt viel zu holen, warum die Kuh schlachten, solange sie noch Milch gibt?
Vergessen wir nicht unsere ursprüngliche These, das Ende mit allen Mitteln solange hinauszuziehen, bis wirklich überhaupt nichts mehr geht. In der Endphase sind die "unabhängigen" (ha-ha-ha) Zentralbanken "Lender of last resort" und lassen die Druckerpresse auf Hochtouren laufen.
Dort werden am Ende noch ALLE toxischen Mistpapiere, einschließlich der auf den Markt fliegenden Staatsanleihen, in Zentralbankgeld umgewandelt.
Es gibt verschieden Möglichkeiten, wie das System untergeht. Die Hyperinflation ist nach wie vor das bevorzugte Szenario. Auch wenn es zwischendurch fast so ausgesehen hat, dass die Wirtschaft deflationär kollabieren würde. Die Krise läuft nicht nach einem linearen Strickmuster ab, die Facetten können ziemlich komplex sein. Am Resultat wird sich jedoch nicht viel ändern.
Es wird Zeit langsam darüber nachzudenken, unter welchen Vorzeichen es danach weitergehen soll und wird.


Attacken auf den Euro vorerst beendet?
Wenn wir davon ausgehen sollten, dass die Attacken auf den Euro durch Kräfte in den USA bzw. Großbritannien ausgelöst worden sind, um die Politik der EZB ebenfalls zu einer "quantitativen Lockerung", so ist das gelungen. Es gibt nun keinen Grund mehr, den Euro weiterhin zu attackieren.
Im Gegenteil, würde eine
zu massive Schwächung des Euros nicht den Interessen des Dollarraums entsprechen. Was dahinter steckt ist wahrscheinlich die Absicht, alle Währungen gleichermaßen zu schwächen und gegenüber Realvermögen abzuwerten.

Unbegründete Goldeuphorie?
herzoINVEST warnt in einem Rundbrief vor einer unbegründeten Euphorie hinsichtlich der Edelmetalle.
Steffen Paulick rechnet mit einer Konsolidierung der Edelmetalle bis spätestens zum Ende des 3. Quartals, und mit einer relativen Erholung des Euros gegenüber dem US-Dollar.
Dennoch: Die physischen Bestände sind auf jeden Fall zu halten…

Unter normalen Umständen wäre eine technische Gegenreaktion in den kommenden Wochen sehr wahrscheinlich. In diesem Fall kommt es jedoch daruf an, in wie fern die steigenden Inflationsängste die Gegenreaktion wieder kompensieren.
Eine Prognose ist unter diesen Gesichtspunkten sehr schwierig. Worin wir uneingeschränkt zustimmen: Panik ist immer ein schlechter Ratgeber. Ruhe bewahren und abwarten, die Situation sorgefältig beobachten. Händler berichten, dass sich die Liefersituation für Edelmetalle allmählich wieder entspannt. Der Nachschub wurde nicht zuletzt auch wegen des Flugverbots beeinflusst.

Mitgehangen, mitgefangen (Leserzuschrift)
Eines hat uns die PIIGS-Krise gelehrt: Der Euro wird so weich wie das schwächste Glied in der Gemeinschaft. Es wäre daher doch logisch, wenn Deutschland aus dem Euro aussteigen will. Ist die Sache mit der Währungsreform euerer Meinung nach wirklich ausgeschlossen?
Ausschließen kann man gar nichts. Der Austritt Deutschlands aus dem Euro ist aber nicht so einfach.
Deutschland hat Garantien, auf Euro lautend, bereits abgegeben. Auf der anderen Seite schienen Verträge nicht so ernst genommen zu werden, siehe Bruch mit dem Lissabonvertrag von wegen Bailout- Verbot. Eine echte Währungsreform mit Währungsschnitt würde das restliche System mit sich reißen.
Bei einem Alleingang müsste Deutschland einen hohen Preis bezahlen.
Der Druck von Unten ist noch nicht stark genug, als dass die Regierung so etwas wagen würde. Abwarten, wie sich die Sache entwickelt. Bislang hat die Merkel immer noch nachgegeben. Alles nur ein Schattenboxen. Wenn nicht eine plötzliche Panik ausbricht, scheint erst einmal die Fußball-WM für etwas Ablenkung zu sorgen. Wer den Empfehlungen des HGCNs gefolgt ist, muss jetzt nicht in Panik und blindem Aktionismus verfallen. Wir saßen bereits die ganze Zeit auf dem Pulverfass, mehr als hochgehen kann das System nicht.


9. Mai 2010
Beinahe Crash am Donnerstag?

Dass "nur" ein Tippfehler die Turbulenzen an der Börse ausgelöst hätte, entpuppte sich als fadenscheinige Begründung. Peter Ziemann, ein exzellenter Marktbeobachter, hat in seinem Gold Bericht auf "der Bullionaer" eine plausible und stichhaltige Erklärung für die Ursache. Dass das globale Finanzsystem äußerst fragil ist und jederzeit kippen kann, wissen wir schon seit langem.
Es fehlt nur noch der Auslöser. Am Donnerstag war es wieder einmal so weit. Offensichtlich hatten Markteilnehmer damit begonnen, so genannte Carrytrade Position in Yen aufzulösen. Nur massive Eingriffe in den Markt konnten schlimmeres verhindern. Dazu hat auch die japanische Zentralbank beigetragen, indem sie umgehend Liquidität in die Märkte pumpte.
Wieder einmal hat es das System geschafft, die Kernschmelze des System in allerletzter Minute zu verhindern, was uns jedoch nicht dazu verleiten lassen sollte zu glauben, dass die Leute alles im Griff haben. Dass Situationen leicht außer Kontrolle geraten können, zeigt uns gerade sehr deutlich die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko.

Unsere Politiker beklagen derzeit den Angriff auf den Euro, der von skrupellosen und weltweit agierenden Spekulanten läuft. Dabei wird vergessen zu erwähnen, dass diese Spekulationen nur deshalb eine Chance haben, weil das (Euro-) System bereits totkrank ist. Marktwirtschaft ist der Darwinismus in der Finanzwelt. Nur kranke Gebilde werden attackiert, und führen so wieder zu einer Stabilisierung des gesamten Systems. Aber wie immer versucht man, die reinigenden Kräfte des Marktes durch Regulierungen zu verhindern. Am Wochenende hat die EU beschlossen, den Spekulationen einen Riegel vorzuschieben. Im Klartext lautet die Drohung so: Entweder ihr hört auf, den Euro weiterhin fallen zu lassen, oder wir werfen (auch, so wie die USA und Großbritannien) die Notenpresse an. Die EZB hat verlauten lassen, dass sie notfalls auch Staatspapiere direkt monetarisieren wird. Die EZB hat den Paradigmenwechsel nun endgültig vollzogen und mach den Weg frei in Richtung Hyperinflation.
Wie die Märkte darauf reagieren, werden wir ab Montag sehen.
Legen Sie schon einmal vorsichtshalber die Sicherheitsgurte an...


7. Mai 2010
Turbulenzen am Markt.
Der rasante Einbruch des Dow gestern Abend war bemerkenswert. Gegen Börsenschluss wurde die Delle zwar wieder etwas ausgebügelt, ein Schock blieb dennoch. Heute Morgen heißt es, bei einer Transaktion hätte sich jemand in der Dimension vertan, und der Fehler hätte zu den Einbrüchen geführt.
Trotzdem, der Goldpreis hat die 1200er Marke gehalten, und zwar gegen den Trend am Aktienmarkt.
Wir wollen das nicht voreilig als "Zeichen" deuten, volle Achtsamkeit in den nächsten Tagen ist jedoch angesagt.

Noch einmal zu den Gerüchten um die Währungsreform.
Denken Sie einfach logisch. Auf parlamentarischem Wege sind radikale Reformen nicht durchsetzbar.
Vor einer Umstellung "über Nacht" müsste zunächst einmal der Notstand ausgerufen werden. Um einen Notstand auszurufen müssten die Umstände schon sehr viel kritischer sein, als sie sich gegenwärtig anbahnen. Eine Notstandsituation wäre z.B. der Fall, wenn es plötzlich zu einem globalen Finanzsystemcrash käme.
Conclusio: Auf parlamentarischem Wege ist ein heimlicher Ausstieg aus dem Euro, verbunden mit der Wiedereinführung der DM, nicht möglich.


Wann kauft die EZB Staatsanleihen direkt auf?
Nachdem diese Möglichkeit offiziell "nicht diskutiert" wurde, sollten wir vielleicht gerade diese Option wieder verstärkt bei den möglichen Szenarien einbeziehen. Da mit den Fast-Staatspleiten die Gefahr eines deflationären Crashs wieder akut geworden ist, bleibt doch eigentlich nur noch die Flucht nach vorn. Aufkauf von Anleihen durch die ZB direkt = Staat druckt das Geld indirekt selbst = Weg in die Hyperinflation. Wir sind nun am Scheideweg angekommen. Entweder oder, wird sich bald zeigen!


6. Mai 2010
Late Night Sensation:
Gold hat heute Abend die 1200 Dollar Marke (wieder) geknackt.
Die Gefahr einer Kernschmelze des globalen Finanzsystems ist im Augenblick höher zu bewerten als die Eventualität, dass Deutschland aus dem Euro aussteigt. Vielleicht erübrigt sich die Diskussion über das Schicksal des Euros in Kürze von selbst, und schneller, als uns lieb ist.


In eigener Sache:
Viele Clubfreunde haben um eine Bewertung der Gerüchte zur Währungsreform am kommenden Pfingstwochenende befragt. Die hauptsächliche Quelle ist hartgeld.com, deren Inhalt wir nicht zitieren brauchen, da diese Seite ohnehin regelmäßig von unseren Clubfreunden besucht wird. Bei hartgeld.com laufen natürlich wesentlich mehr Informationen zusammen als hier bei uns, was schon alleine durch die Reichweite des Portals zu verstehen ist. Im Vergleich zu hartgeld.com ist der HGCN ein Zwerg, und wir erheben auch gar nicht den Anspruch einer Vergleichbarkeit. Wir haben unser Ziel deutlich als eine Art regionale Selbsthilfegruppe definiert, deren Inhalte mit der von hartgeld.com in vielen Bereichen übereinstimmen.


Doch zurück zum Thema:
Einige Clubfreunde haben uns, wie bereits erwähnt, um eine zweite (unabhängige) Meinung gebeten.
Leider haben wir zu wenig gesicherte Erkenntnisse, um eine qualifizierte Prognose über den wahrscheinlichen Termin einer Währungsreform abgeben zu können. Wenn wir nur die Fakten aus Eigenrecherchen heranziehen, können wir eine unmittelbar bevorstehende Währungsreform nicht bestätigen. Das hat nichts damit zu tun, dass wir uns nicht aus der "Deckung" wagen, wie uns ein Leser vorgeworfen hat, sondern dass es ganz einfach unseriös wäre, aufgrund der dünnen Faktenlage eine Terminprognose zu erstellen. Ferner ist unseren Lesern nicht geholfen, wenn wir von anderen Seiten einfach nur abschreiben.

Zum Schluss noch eine Anmerkung:
Wozu eigentlich die Diskussion über ein konkretes Datum? Vernünftigerweise machen Sie Ihr Auto doch auch bereits winterfest, bevor der erste Schnee fällt! Oder warten Sie damit, bis der Wetterbericht für den nächsten Tag Schnee und Eis meldet, und dann in Panik die Werkstatt aufsuchen, um in letzter Sekunde noch die Winterreifen aufziehen zu lassen?

Der Hartgeldclub Nürnberg hat nach eigenen Recherchen bislang keine Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Währungsreform. Eine glaubhafte Quelle bestätigt heute nocheinmal, dass zur Zeit noch nicht einmal die technischen Voraussetzungen dafür umgesetzt seien. Ferner könnte eine adhoc Währungsreform auch erst nach Ausrufung des Notstands durchgeführt werden. Wir gehen nun davon aus, dass eine Währugnsreform technisch frühestens im 2. Halbjahr durchgeführt werden könnte. Wir (nach eingehender Diskussion innerhalb des Kerns) beziehen hiermit Stellung wie folgt: ENTWARNUNG! Die Situation ist zwar nach wie vor kritisch, wir erwarten jedoch zunächst noch eine weitere Verschlechterung der allgemeinen Stimmung, bevor es ans wirklich Eingemachte geht. Wir gehen weiterhin davon aus, dass unsere Clubfreunde im Wesentlichen bereits "Pro-Crash" positioniert sind, so dass auch der unwahrscheinliche Fall einer Fehleinschätzung keine gravierenden Nachteile brächte. Zur Panik besteht kein Grund!

[16:00 Uhr] Soeben erreichte uns noch folgende Meldung:

Wichtiger Hinweis vom Edelmetallresearch "Silberjunge"

Lassen Sie mich unbedingt eines klipp und klar umreißen: Aufgrund einer Vielzahl von Mails und Anrufen sehe ich mich gezwungen, dringend zur Ruhe und Besonnenheit zu mahnen. Einige Internetkreise scheinen derzeit zu verbreiten, bereits in Kürze würde eine Währungsreform anstehen. Hiermit wird Panik und Angst gesät. Dabei beruft man sich sogar auf deutsche Regierungsstellen. Ich sage dies nicht aus Wichtigtuerei, sondern zur Versachlichung und Entemotionalisierung: Meine (tatsächlich vorhandenen!!!) Kontakte zu deutschen Regierungsstellen sagen etwas anderes (und diese Gespräche fanden heute noch statt).

Wer auf meinen Rat gehört hat, ist seit vielen Monaten in physischen Edelmetallen voll investiert und braucht nun nicht in Kaufpanik zu verfallen. Angst und Panik sind immer schlechte Ratgeber. Ich bitte Sie, mich in den kommenden Tagen nicht mehr danach zu fragen, ob in Kürze eine Währungsreform ansteht. Derartige Berichte entbehren jeder Grundlage. Mit Blick auf den morgigen US-Arbeitsmarktbericht sind weitere Störmanöver bei den Edelmetallen auf Dollarbasis denkbar. Ich stelle aber fest, dass die physischen Edelmetalle in Euro prächtig aussehen.



Hin und her, macht Taschen leer!
Wahrscheinlich kennen Sie diese alte Investmentregel. Sie besagt nichts anderes als das, wenn man sich für ein Investment (natürlich das Investment zur richtigen Zeit) entschieden hat, auch dabei bleiben soll. Das Gegenteil davon ist das Traden. Auch mit Trading kann man verdienen, jedoch nicht die Masse. Das ist den Profis vorbehalten, die mehr wissen (Insiderwissen) als der Durchschnittsmensch.


Durch das Verschieben von Anlagevermögen wird in der Finanzbranche guter Reibach gemacht.
Das Schlimmste, was den Finanzhaien passieren könnte wäre, wenn die Masse der Anleger auf ihren Investments einfach nur stur sitzen bleiben. Die Finanzwirtschaft ist daher sehr darauf bedacht, dass das die Geldvermögenswerte ständig in Bewegung bleiben. Notfalls muss man eben ein wenig nachhelfen.
So marode unser Finanzsystem inzwischen auch ist, es lässt sich damit immer noch prächtig abkassieren. Warum den Kadaver beerdigen, wenn's noch was einbringt? Offensichtlich ist es sogar noch lukrativ, die Finanzleichen hin und her zu schieben.
Solange das noch funktioniert wäre es töricht anzunehmen, dass eine Währungs- und Wirtschaftsreform FEIWILLIG durchgeführt werden sollte. Dass die Hütte brennt, ist für jedermann offensichtlich. Dass das System nicht gerettet werden kann, dürfte den Kennern des Systems kein Geheimnis sein.
Nach der Bankenkrise in 2008 konnten zwar in der buchstäblich letzten Sekunde die Stichflammen gelöscht werden, der Brand schwelte jedoch weiter. Nur weil keine offenen Flammen sichtbar waren riefen einige "Experten" bereits das Ende der Krise aus. Spätestens mit der Griechenlandpleite lodern die Flammen der Finanzkrise aber wieder hell auf.

Die Einschläge werden wieder häufiger und heftiger. Wie lange das System das aushält, kann leider nicht vorhergesehen werden. Die Politik scheint seit 2008 aber dazugelernt zu haben und rechnet mit einem Zusammenbruch. Eine Notwährung, Euro2 oder DM2, was auch immer, wurde und wird bereits gedruckt. Für den Fall der Fälle ist man inzwischen vorbereitet. Als "Ultimo Ratio" sozusagen, um den Syntax unserer beliebten Kanzlerin hier einmal verwenden zu dürfen.
Erinnern Sie sich? Nach Ausbruch der neuen Krise 2007-2008 hat man die Masse durch Panik in die Staatsanleihen getrieben. Jetzt treibt man sie wieder heraus und lenkt sie offensichtlich in den Dollar.
Die Herde rennt (wieder einmal) dahin, wo man sie haben möchte. Ackerman und Co. reiben sich die Hände, und sogar die angeschlagene Commerzbank vermeldet, was Wunder, wieder Gewinne.

Totgesagte leben bekanntlich länger, das hat man ja auch am US-Dollar deutlich gesehen.
Momentan erfolgt der Schwanengesang auf den Euro. Mag sein, dass die (PIGS-) Sau so wild durchs Dorf getrieben wird und dabei der Euro zerbricht. Auf der anderen Seite gibt es Kräfte, die den Euro mit allen Mitteln zu verteidigen suchen. Der Euro ist im Prinzip tot, aber auch der Dollar, das Pfund oder der Yen. Solange man damit jedoch noch verdienen kann, warum soll eine Währung vorzeitig beerdigt werden? Es ist zwar gegen die Vernunft, aber die reiten das tote Pferd tatsächlich noch solange, bis der verwesende Kadaver endgültig auseinander bricht.
Die Herde wird getrieben und man tut alles dazu, um sie vom Edelmetall möglichst abzuhalten.
Dass sich einige (Nicht-) Schafe sich dennoch dorthin verirren, nimmt man noch in Kauf. Bislang sind es noch immer zu wenige, um den Interessen der Hochfinanz zu schaden.
Eine Währungsreform kommt. Spätestens dann, wenn es den US-Dollar zerbröselt, oder wenn es die Masse tatsächlich wagen sollte, ins Edelmetall zu flüchten. Was alles von dem augenblicklichen Geschehen mit samt der Berichterstattung eine geplante Inszenierung ist, oder "nur" unkontrollierte Unfälle, darüber darf natürlich weiterhin spekuliert werden. Cui bono? Jeder hat eben andere Interessen…


Der Staat und seine Garantien

Warum heißt der Bürger "Bürger"?
Weil er für die Schulden seines Staates bürgt!

Angie Merkel hat es ja erst kürzlich im Fernsehen betont, dass für die deutschen Griechenland-Garantien in letzter Konsequenz der deutsche Steuerzahler bürgt.
Ich glaub, mich tritt ein Pferd! Ich habe diesem (XXL-bos primigenius taurus) weder explizit noch implizit irgendeine Vollmacht oder Willenserklärung zu einer Bürgschaft gegeben, in der ich mit meinem Privatvermögen haften sollte. Wie kann ein Dritter zu einer Bürgschaft einwilligen, bei dem der Bertoffene noch nicht einmal gefragt wurde? Das ist doch irgendwie eine sehr merkwürdige Rechtsauffassung in einem Gemeinschaftsgebilde, das sich Rechtstaat schimpft.

Ich habe niemals jemals einem unserer Volksvertreter eine Vollmacht dazu ausgestellt, in meinem Namen Kredite aufzunehmen zu dürfen, ergo fühle ich mich den daraus entstehenden Forderungen auch nicht verpflichtet. Der Anteil am Steuersubstrat, der für den Schuldendienst der öffentlichen Hand verwendet wird, ist nach unserer Auffassung widerrechtlich, da nicht mit dem Grundgesetz zu vereinbaren. Wenn irgendjemand meint, mit seinem Privatvermögen einem anderen gegenüber bürgen und notfalls haften zu wollen, dann darf er (oder sie) das gerne tun. Es galt allemal der alte Grundsatz: "Wer zahlt, schafft an!" Wenn grundsätzliche Prinzipien über Bord geworfen werden muss sich nicht wundern, wenn das System instabil wird und schließlich kollabiert. Verkehrte Welt, die einer dringenden Korrektur bedarf.



5. Mai 2010
Gestern Nachmittag gab es wieder das klassische Muster am NY Spotmarkt. Gold wurde in drei Wellen wieder einmal nach unten gedrückt, als sich die Notierung zu nahe an die 1200er Grenze herantastete.
Es scheint so, dass diese Marke mit allen Mitteln verteidigt werden sollte.
Mann erkennt auch deutlich, dass sich die Finanzwelt primär um den Dollar dreht. Ob Gold in € ein neues ATH erreicht oder nicht, spielt bei den Preisdrückern keine Rolle.
Es ist schwer anzunehmen, dass der Euro gezielt attackiert wurde. Der fundamentale Zustand des Euros ist zwar tatsächlich bescheiden, im Vergleich zum US-Dollar oder dem britischen Pfund jedoch noch glänzend. Da hat man sich der lästigen Konkurrenz genial über Psychotricks entledigt. Die EU ist nach außen hin nicht so gut gefestigt, so dass aufgrund der unterschiedlichen nationalen Interessen der Mitgliedsstaaten es relativ leicht gelungen ist, den monetären Keil zwischen die Eurostaaten zu treiben.
Das war's dann wohl mit der Gemeinschaftswährung. Die Rechnung ist aufgegangen. Der japanische Yen ist ebenfalls schon so marode, dass die USA hier keine Gefahr für die Leitwährung sieht.
Der Euro ist zwar Mist, aber unter den Blinden ist der Einäugige bekanntlich ein König. Nun ist der potenzielle Kronprinz nicht nur blind, sondern auch noch taubstumm dazu.
In Sachen Geldpolitik hat die Regierung ohnehin nichts zu melden, denn sie ist ja selbst von der Grußfinanzmafia abhängig. Die Griechenlandhilfe dient ist auch nicht dem Schutz der Ersparnisse des kleinen Bürgers, wie die Merkel vorheuchelt, sondern ist eine Neuauflage der Bankenrettung.
Die Macht liegt offensichtlich in den Händen der Großfinanz. HRE und Bayern-LB Sauereinen werden erst gar nicht geahndet, warum wohl? Dass gegen Goldman Sachs in den USA ermittelt wird, ist schon ein Wunder, oder steckt da vielleicht noch was ganz anderes dahinter?
Wie sehen die Pläne der Hochfinanz wohl aus? Die Fiat-Währungen so einfach aufzugeben, ist nicht in deren Sinne, solange sich aus den bestehenden Kreditschulden noch irgendwelche Erträge rauspressen lassen. Das ganze Weltfinanzsystem steht auf der Kippe, das ist auch der Finanzmafia klar. Also muss an einer Lösung für die "Zeit danach" gedacht werden. Ist Europa dafür Versuchskaninchen? Ein absoluter Staatsbankrott ist die denkbar schlechteste Lösung, da in diesem Falle die Bürger überhaupt nicht mehr leisten. Wozu auch? Eine "Umschuldung" ist da schon sehr viel cleverer. Es wird gerade so viel an Schulden erlassen, damit der Patient überlebt. Eine tote Kuh gibt keine Milch mehr! Ist alles nur ein Rechenexempel. Eine Rettung einzelner Staaten ist der Finanzelite scheißegal, die Sache muss sich nur insgesamt rechnen. Wer im Endeffekt zahlt, ist ebenfalls scheißegal. Dass die Deutschen in dieser Hinsicht ganz besonders dämlich sind, hat sich ja schon bewiesen. Aber auch die Iren scheinen sich, ohne zu murren, der Schuldsklaverei zu unterwerfen.
Der Köder heißt Kredit, und die Versuchung, den vergiften Apfel anzunehmen ist leider recht groß.

Eine wirkliche Reform ist überfällig, doch wird sie uns auch vom Joch der Schuldsklaverei befreien?
Eine Währungsreform macht eigentlich nur dann Sinn, wenn das System global und gleichzeitig reformiert wird. Was da auf uns zukommt, ist reine Spekulation. Nur eines ist sicher, die Inszenierungen in der Öffentlichkeit sind nur ein Ablenkungsmanöver. In dieser Situation ist es ratsam, alle unnötigen Abhängigkeiten schon vorher abgelegt zu haben. Wir hoffen, Sie haben die notwendigen Vorbereitungen bereits getroffen.


4. Mai 2010
Krisen-Polit-Dummgeschwätz in allen Medien

"Wir haben alles getan, um aus dieser Krise gestärkt wieder herauszugehen!" Solche oder so ähnliche Sätze dürften Ihnen ja mittlerweile bekannt vorkommen.
Si tacuisses, philosophus mansisses, oder auf gut fränkisch: "hässd besser di Goschen gkalden. Bislang hat jeder Aktionismus unserer Politiker den Karren nur noch tiefer in den Dreck gezogen. Das Selbstbewusstsein unserer Eliten scheint hingegen proportional zum Verblödungsgrad zu sein.
Das GR-Rettungspaket dient der Stabilisierung des Euros. Das ist für unsere Wirtschaft ja soo wichtig, da unser Hauptexportmarkt ja Europa ist. Damit werden unserer Arbeitsplätze gesichert, und demzufolge auch unser, ach so geniales, Sozialsystem aufrechterhalten.
Wofür benötigt unsere Polizei noch Wasserwerfer mit Tränen- und Kotzgas? Bei öffentlichen Krawallen würde es genügen, am Ort des Geschehens eine Großbild-Leinwand aufzustellen, und die Mitschnitte der gestrigen Politsendungen abzuspulen.
Unsere Arbeitsplätze sichern, das ist ja gut und schön. Aber was haben wir davon, wenn unsere Abnehmer das Zeug gar nicht bezahlen können? Rackern wir uns hier etwa ab für lau? Natürlich möchten wir unsere Arbeitsplätze erhalten, aber nur zum Zwecke des Wohlstandes. Arbeit ist Mittel zum Zweck, Wohlstand aufzubauen bzw. aufrecht zu erhalten.
Frau Merkel, das Volk will primär keine Arbeit, sondern Wohlstand. Das sieht man doch schon deutlich anhand des ganzen Bankerpacks. Nix leisten, aber dafür fette Boni einstreichen. Leider wird echter Wohlstand eben nur durch Arbeit und Leistung ermöglicht.
Die Griechen haben in den letzten Jahren einen relativ hohen Wohlstand auch ohne entsprechende Leistung erreicht - durch Aufschuldung. Dieses Spiel läuft aber nicht ewig.
Angeblich ist Athen die Stadt mit der höchsten Porsche-Dichte. Eigentlich können sich die Leute dort das Zeug gar nicht leisten. Nachdem die Schuldenblase aber geplatzt ist, subventioniert die Bundesregierung den weiteren Export, damit bei Porsche die Arbeitsplätze erhalten bleiben. O.k., das gewählte Beispiel ist etwas polemisch überspitzt, aber im Prinzip läuft es doch so ab. Was hat unsere Volkswirtschaft von all der Arbeit, wenn der dadurch geschaffene Wohlstand über die Grenzen hinweg abfließt? Unsere Regierung will uns schuften lassen, nur damit andere in Saus und Braus leben können? Damit sind jetzt nicht die Griechen als Volk gemeint, sondern auch die Parasiten in unseren eigenen Reihen.
Mit den 22 Milliarden (offizielle Zahl, in Wirklichkeit ist es noch viel mehr) könnte die Bundesregierung auch noch ein paar Arbeitslose mehr durchfüttern. Die könnten dann billig in Griechenland Urlaub machen, anstatt bei uns auf den Straßen herumzulungern oder stumpfsinnig vor der Glotze zu sitzen.
Arbeit um des arbeiten willens ist vollkommener Schwachsinn. Bestenfalls noch Beschäftigungstherapie für psychisch Kranke, die ihre Freizeit nicht mit einer sinnvollen Beschäftigung ausfüllen können. Arbeit macht nur dann Sinn, wenn dadurch direkt oder indirekt Wohlsstand geschaffen wird. Überflüssige Bürokratie ist Beschäftigung, keine Arbeit.
Wenn Sie die Berge an Papierkram sehen, die ein Arbeitsloser heutzutage ausfüllen muss, dann sollte das Sie nachdenklich machen. Vielleicht hat der Arbeitslose ja nichts Besseres zu tun, aber die Berge von Papier müssen ja auch von der öffentlichen Verwaltung, sprich: den dort ansässigen Bediensteten, noch verdaut werden. Unproduktive werden beschäftigt, damit andere Unproduktive eine Beschäftigung finden.
Daneben wird vielleicht noch die Automobilbranche subventioniert, damit noch mehr Autos die zahlreichen Schlaglöcher schneller auffinden können, welche aufgrund von den leeren. öffentlichen Kassen nicht geflickt werden können.
Aber was will man von einem Volk schon erwarten das es verlernt hat, was richtiges Geld eigentlich ist. Die einen ersaufen in "Geld", die anderen ersticken an ihren Schulden…


3. Mai 2010
Schmierenkomödie am Wochenende

Wie wir erwartet haben, wurde von der EU das Griechenland Hilfspaket auch von Deutschland gebilligt.
Schäuble scheinheilig, dass Deutschland je nur eine Bürgschaft gebe, und das Geld wahrscheinlich nicht wirklich fließt. Für wie dumm hält er uns eigentlich. Es ist damit zu rechnen, dass der Beschluss auch durch den Bundestag gejagt wird. Der Bailout ist illegal, und das wird von unseren Volksvertretern gebilligt. Dagegen wandert der "unternehmerisch" tätige "Steuerhinterzieher" in den Knast.


"Quod licet iovi, non licet bovi!" Das wussten schon die alten Römer
Wo ist bitteschön der Unterschied zwischen der Veruntreuung von öffentlichen Geldern und des Nichtzahlens von Steuern? Der Staat und die öffentliche Hand hat jedwede moralische Legitimation zu einer Steuererhebung verloren. Die öffentlichen Aufgaben bestehen nicht darin, einen Sozialstaat auf Pump zu finanzieren, die Wirtschaft durch idiotische Subventionen zu verzerren, ein unnötiges Heer von Bürokraten zu alimentieren, und schon gar nicht darin, Banken oder andere Staaten zu retten.
Der Sparplan für Griechenland ist eine Farce. Die Schulden sind NIEMALS zurückführbar, ebenso wenig wie die bundesrepublikanischen. Darum geht es auch gar nicht. Sinn und Zweck der Übung ist lediglich, dass der Schuldendienst weiter bedient werden kann. Ein solches Gebaren gilt in der Privatwirtschaft als sittenwidrig.
Der Rettungsplan sieht vor, dass alleine Deutschland für 22 Milliarden geradesteht. Und Griechenland hat gerade einmal 11 Millionen Einwohner. Die können dort unten die Steuern so viel erhöhen, wie sie wollen. Es wird nicht reichen, selbst wenn die Griechen es ohne Murren hinnehmen würden, was sie aber bestimmt nicht tun werden. Egal, es ist sowieso sinnlos.

Tauchen wir das Klopapier noch gegen echtes Geld, solange es noch etwas davon gibt.
Im Handel bekommen Sie heute Morgen für 100 WC-€ Schein noch lächerliche 3,41 Gramm. Das reicht also noch nicht einmal für einen winzigen Dukaten.

1. Mai 2010 (Ein Beitrag von Achim)
Biedermann und /oder Brandstifter!

Kennen Sie Max Frisch und sein Drama "Biedermann und die Brandstifter", ich
glaube zu meiner Schulzeit war diese Burleske mal Pflichtlektüre im
Deutschunterricht, aber das ist auch schon 30 Jahre her!
Hier eine kurze Inhaltsangabe( da müssen Sie jetzt durch:)
Der Kleinbürger und Opportunist Gottlieb Biedermann beherbergt den Hausierer
Schmitz auf seinem Dachboden. Er erkennt, dass Schmitz und sein Kumpan, der
ehemalige Kellner Wilhelm Maria Eisenring, auf dem Dachboden Feuer legen
werden. Willensschwach und ängstlich, ist Biedermann nicht fähig, den Pyromanen
Einhalt zu gebieten. Er und seine Frau kommen in dem Hausbrand um. Das Feuer
greift auf die Nachbarhäuser über, und die gesamte Stadt brennt ab.
Ja ich gebe es zu , ich bin von gestern, als man nach 13 in Worten dreizehn
Schuljahre Zeit hatte um sich aufs Abitur vorzubereiten.
Heute reicht die Zeit dazu nicht mehr, 12 jahre müssen aus reichen und die
Bundeswehr und ZiWi-Zeiten sind ja auch schon im freien Fall, ganz zu Schweigen
von verkürzten Studienzeiten, also man kann jetzt schon mit 22 Bachelor of
Germany sein und mit 23 " Master of the Universe". Aber wozu bitte schön ?
Worin besteht der Sinn, in einem Affentempo das Studium durch- ziehen um
anschließend kollektiv im Harzverbund "Deutschland sucht den Superstar" zu
sehen. Brot und Spiele wohl ! Ich schweife wieder ab.
Eigentlich wollte ich mich ja zum Thema Biedermann und Brandstifter ergehen,
nach dem Genuß der ZDF-Talkrunde mit dem Moderator Lanz, seinen Gästen
Hans Eichel, Dirk Müller (Mr. Dax) Olaf Henkel (Ex-IBM-Chef DE).
Im Vergleich zu der Post-Tatort Talkshow schon ein wahres Highlight. (zumindest diese Woche)


Die Rollen waren gut verteilt:
Ein Moderator, der den naiven aber immerhin gutaussehenden Fragesteller spielte,
ein durch-und-durch ehrlicher Makler, man könnte auch sagen ein Biedermann,
aber das wäre eventuell böswillig.
Ein Gast, der mal Industriemanager + Euro-Fan war und jetzt das Gegenteil,
arbeitsloser Bücherautor und Eurogegner, sowie Dirk Müller, der Börsenspezi der
Aktien empfiehlt und heimlich Gold kauft, aber froh ist im ZDF ein paar schlaue
Gedanken unter die Leute bringen zu dürfen.


Und ein Hans mit Nachnamen Eichel aus der Hauptstadt Hessisch-Sibiriens,
gelernter Oberstudienrat, jüngste Bürgermeister aller Zeiten etc. Und Ex-
Finanzminister. Man braucht sich diesen Mann nur 3 Sekunden anzusehen: Mehr Biedermann geht
nicht! Der Eichel hat sich auch wirklich toll in Szene gesetzt gegenüber diesem
kalten gerissenem Manager Olaf Henkel, die Zuschauer waren sicher beeindruckt.
Und das geht so, Eichel : " Also ich bin ja sehr dafür, dass wir die Banken
beteiligen und vor allen Dingen wenn ich mir deren Gewinne ansehen,... ich bin
dezidiert für eine Finanz-Transaktionsteuer .. für eine richtige Besteuerung der
Boni, damit wir uns mal richtig klar sind !


Alles Klar Herr Eichel, immer schön den Biedermann spielen und die
sozialdemokratische Gerechtigkeitsnummer aus der Kiste holen, hat bisher immer
Klasse funktioniert, aber erinnere Dich mal Hans , kennst Du den noch den
Asmussen, nein nicht den Fips , den anderen halt.
Also lieber Hans, unter Deiner Leitung wurde" Asmussen Leiter der Abteilung
Finanzpolitik." Warum? Report München sagt warum:
"Schröder , hat mit dem Finanzplatz großes vor.
In einen Antrag vom 7.5. 2003 formuliert sie ihr ehrgeiziges Ziel: man wolle den
Handel mit Forderungen und Risiken aus dem Kreditgeschäftgeschäften
entwickeln".


Tolle Idee, die dein Schützling da entwickelt, weiter im ARD_Report: "Immer wenn
es Milliardenhilfen vom Steuerzahler geht ist er dabei. Denn er war der Wegbereiter
aller abenteuerlichen Geschäfte allen Warnungen zum Trotz!"
Die Schröderregierung hat mit dem Finanzplatz Deutschland Großes vor: In einem
Antrag vom 07.05.2003 formuliert sie ihr ehrgeiziges Ziel: Man wolle "...den Handel
mit Forderungen und Risiken aus Kreditgeschäften entwickeln." Im Winter 2004
landet ein dazu in Auftrag gegebenes Gutachten auf dem Schreibtisch von Jörg
Asmussen, mit dem folgenschweren Titel: "Optimale
staatliche Rahmenbedingungen für einen Kreditrisikomarkt Verbriefungsmarkt".
Eine Gebrauchsanweisung für die Gründung von so genannten
Zweckgesellschaften in Steueroasen. Sie sollen den Banken ihre Kreditrisiken in
dreistelliger Milliardenhöhe abnehmen. "


Und jetzt kommst Du daher und gibts solche Sprüche von Dir.
Ich wiederhole mich nur ungern: (Eichel bei Lanz) "Also ich bin ja sehr dafür, dass
wir die Banken beteiligen und vor allen Dingen wenn ich mir deren Gewinne
ansehen,... ich bin dezidiert für eine Finanz-Transaktionsteuer .. für eine richtige
Besteuerung der Boni, damit wir uns mal richtig klar sind !
Damit wir uns mal richtig klar werden, wer ist hier eigentlich Biedermann und wer
Brandstifter, Hans ?
Kannst Du mir das mal verraten?
Der Henkel, der Olaf, der Erzkapitalist ist im Vergleich zu Dir nur ein stinkehrlicher
Biedermann, der seinen Irrtum wenigstens zugibt.
Schöne Woche noch !
Achim.


Hier die Quellen:
Die ZDF Sendung:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/1032452/Die-%22Griechenland-Pleite-Panik%22
ARD Report über Asmussen:
http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-krisenmanager-asmussen-ID1246612708714.xml
Dirk Müller:
http://www.cashkurs.com/Detailansicht.80.0.html?&cHash=2e2c6a4fad&tx_t3blog_pi1[daxBlogList][showUid]=7468
Was ist der Unterschied zwischen Asmussen und einem Politiker:
http://www.youtube.com/watch?v=Uu5lcGG59NI

30. April 2010
Es brennt lichterloh. Bank Run in GR auf vollen Touren - Gefahr für alle europäischen Banken.
Blog auf den Seiten "Das Gelbe Forum"...

Also doch Richtung Wärmetod?

Am Montag haben wir an dieser Stelle folgendes gepostet:
"Unser Informant geht davon aus, dass Deutschland in letzter Sekunde zu einer Griechenlandrettung einwilligt. Das ganze Spiel sei nur eine Inszenierung für die Öffentlichkeit und für die Spekulanten. Die Politik wird dann erklären, dass die Rettung Griechenlands nur unter strengen Auflagen bewilligt wurde, und um damit größeren Schaden von der Wirtschaft abzuwenden."

Offensichtlich ist das Drehbuch schon geschrieben, man will uns aber die Spannung nicht nehmen.
Mit eine Garantie seitens Deutschland für die PIGS erhöht sich die "Entropie" des Systems, der Euroraum wird zum Einheitsbrei. Die PIGS waren gestern, bald gibt es nur noch PIDFIGS.

Bin gespannt wie die Holländer oder Finnen auf die Verwässerung reagieren. Das sind zwar nur kleine Volkswirtschaften, aber die haben sicherlich keine Lust auf die Schlachtbank. Warum nicht die Anleihen der Eurostaaten nicht gleich zusammenführen und die Souveränität der Mitgliedsstaaten komplett aufheben? Der europäische Superstaat geht unter, bevor er überhaupt entstanden ist.

Sind wir einmal neugierig was die Merkeline dazu sagt, wenn die Refinanzierung der deutschen Staatsschulden ab jetzt auch teuerer wird?
Der "Lender of last Resort" in Europa heißt Deutschland, ist das nicht richtig toll!
Wann kommt bei uns endlcih der Generalstreik?


Hoffen wir, dass möglichst viele von uns aus dem System aussteigen, damit der Leichnam endlich beerdigt werden kann. Warum keinen Bankrun bei uns?

Weitersagen: "Den letzten beißen die Hunde!" Für einen "Haircut" gibt's den Friseur. Wer zulange wartet, kann sich nach dem "Haircut" von seinen verbleibenden Ersparnissen vielleicht noch einen Termin beim Friseur leisten…

Hinweis:
Einen Kommentar zum Wirtschaftskrieg gegen Europa lesen Sie heute auch auf den Seiten des Stammtisches Herzogenaurach!


29. April 2010
Kriminelle Wirtschaftsidioten!

Was heute Morgen wieder einmal über den Äther flog, hätte einem fast wieder das Frühstück hergeben lassen. Die Debatte zum Griechenland Bailout läuft auf Hochtouren. Um uns Bürgern diese Scheiße zu verkaufen, treten wieder einmal die so genannten "Wirtschaftsweisen" auf.
"Deutschland müsse sich an der Rettung Griechenlands beteiligen, nicht aus Gutmenschentum, sondern aus ureigensten Interesse heraus. Die EU sei für Deutschland ein wichtiger Wirtschaftsraum, deshalb müsse die Integrität Europas unbedingt bewahrt und aufrechterhalten werden".
Die spontanen Gedanken nach dieser Meldung erspare ich Ihnen, sonst müsste ich hier das gesamte Vokabular an Fäkalsprache wiedergeben.
Diese Schwachköpfe wollen uns verarschen! Was nützt uns ein europäischer Wirtschaftsraum, wenn unsere Freunde nicht bezahlen können (oder wollen)?
Die Idee, die hinter dem Außenhandel steht (nicht nur dem Außenhandel, sondern beim Wirtschaften generell), ist, dass ein Tauch von Gütern stattfindet. Ware gegen Ware oder Ware gegen Dienstleistung.
Von Verschenken ist wohl nicht die Rede. Wenn der Kunde nicht zahlen kann, und auch keine Bonität für einen Kredit genießt, dann verzichtet jeder vernünftige Kaufmann auf dieses Geschäft.
Warum sollte Porsches Exportchancen nach Athen vom deutschen Steuerzahler subventioniert werden, während der Deutsche Michel sich von der Abwrackprämie gerade einmal einen Dacia leistet?
Wenn schon Perlen vor die PIGS, dann können wir damit genauso gut unsere eigenen Schweine züchten. Jedem Harz IV-ler seinen 911er, das wär's doch. Wozu das ganze Zeug exportieren, wenn eh keine Kohle dafür zurückfließt? Mit den angedachten Bail-Out Milliarden kann man auch die Porsche-Mitarbeiter in den vorzeitigen Ruhestand schicken. Die können mit der fetten Rente ihren Lebensabend dann an den Mittelmeerstränden von Griechenland verbringen.

Die Rating-Agenturen haben nicht nur Griechenland, sondern jetzt auch Portugal und Spanien abgestraft. Damit sind diese Anleihepapiere nicht mehr monetisierbar und die Aufschuldungskette stockt. Warum diese Herabstufung, und warum gerade jetzt, und warum nicht die USA und die UK?
Hier wird ein ganz böses Spiel mit uns getrieben.
Wann wacht das Volk endlich auf? Wenn es jemand nötig hätte, einen Generalstreik anzufangen, dann wären es die Deutschen. Die rackern sich ab für ein System und für Ansprüche, die sie komplett abschreiben können.
Die Chinesen machen das zwar auch so, aber dafür bekommen Sie wenigstens High-Tech-Techologie und das ganze know-how frei Haus geliefert. In Europa wird der Metzger von den PIGS geschlachtet, verkehrte Welt. Bei allen Solidaritätsbekundungen der Südschiene für Griechenland. Wer glaubt denn ernsthaft, dass von denen auch nur ein einziger Euro fließt? Warum? Ganz einfach, die können selbst nicht mehr!

Die gegenwärtige Situation hat das Potenzial zum weltweiten Flächenbrand. Wenn der Euro kippt, fallen auch die anderen Währungen, und am Ende auch der Dollar. Das kann jetzt alles ziemlich schnell gehen...

28. April 2010
Griechenland Anleihen nun auf Junk-Status

So schnell kann's gehen. Auf gut Deutsch heißt das offiziell nix anders, als dass Griechenland ein Fass ohne Boden ist, und jeder zusätzlicher Euro reine Verschwendung wäre. Im Schlepptau wird nun auch Portugal allmählich hellenisiert. Die PIGS demnächst saufen schon ab, die anderen vielleicht etwas später. War alles nicht anders zu erwarten…

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Wortwahl für die Anleger.
Je nachdem aus welchem Blickwinkel gesehen wird, ist der Anleger einmal der gute Investor, oder der böse Spekulant. Der böse Spekulant wettet derzeit gegen Griechenland und Portugal. Der gute Investor steckt seine Kröten (Kredite) in schrottige PV-Anlagen.
Halten wir uns vor Augen: Es gibt weder böse Spekulanten oder gute Investoren sondern allenfalls clevere Anleger oder dumme Anleger. Je nachdem, ob diese Anleger in die von der Politik gewünschten Richtung getrieben werden, sind es dann Spekulanten (= volksschädliche Parasiten) oder Investoren (ja, ja, Reichtum verpflichtet).

Im Grunde ist jeder Anleger Investor oder Spekulant. Er spekuliert darauf, dass seine Anlage gewinnbringend sein Vermögen vermehrt. Wenn jemand sein Vermögen uneigennützig für Wohltaten (vollen Respekt dafür) einsetzen möchte, so kann er dies ja durchaus tun. Beides gleichzeitig geht aber nicht, so dass die Vorstellung über einen "guten Investors" nichts anderes scheinheilige, heuchlerische Schizophrenie darstellt. Abkassieren zum Wohle der Allgemeinheit?
Dass der Spekulant (oder Investor, wenn Ihnen dieser Begriff lieber ist) eine für die Wirtschaft äußerst wichtige Rolle spielt, wird in diesem Zusammenhang vollkommen übersehen. Dass Spekulanten Ressourcen aus kranken oder überflüssigen Gebilden abziehen, ist vollkommen normal und für ein vernünftiges Wirtschaften wichtig. Nur so werden Fehlallokationen von Ressourcen dauerhaft vermieden, und ungesunde Ungleichgewichte eliminiert. Dieser Prozess stellt in einer "freien" Marktwirtschaft quasi die Selbstheilungskraft dar.
Dass Spekulanten auch dadurch "Geld verdienen" können, indem sie Anlagen "shorten", ist nicht die Schuld des Spekulanten sondern die Unzulänglichkeit des Systems.
Wenn Anleger eigenes Vermögen zu Spekulationszwecken auf eigenes Risiko einsetzen, ist das nicht verwerflich. Die Öffentlichkeit verurteilt jedoch Spekulanten, weil sie mit legalem Falschgeld (= Kredit, der nach undurchsichtigen Kriterien in Vetternwirtschaftsmanier vergeben werden) die Unzulänglichkeiten des Geldsystems zu ihren eigenen Vorteilen einsetzen. Das ganze Investmentbanking ist im Grunde nichts anders. Und solange auch noch das von den Regierungen benötigte "Falschgeld" in ausreichender Höhe in die Staatsanleihen wandern, schaut man dem verbrecherischen Treiben tatenlos zu.
Dieselben Leute, die vorher noch die "guten" Investoren waren, sind plötzlich die "bösen" Spekulanten.
So einfach ist es, im der Bevölkerung Feindbilder zu produzieren.


27. April 2010
Goldpreis in € steigt und steigt...
Heute Nachmittag ist der Straßenpreis deutlich über die 900er Marke gewandert.
Da sich die Hartgeldfreunde hoffentlich schon vorher eingedeckt haben, können wir diesen Punkt in der Checkliste abhaken. An der Finanzweltschraube können wir ohnehin nichts weiter drehen, außer dem Papier weitgehend den Rücken zuzukehren. Die Illusionen von Reichtum dürften sich so langsam in Rauch auflösen. Mit der Pleite von weiteren PIGS (das mit der Schweinegrippe war wohl anders gemeint) dürften auch die (meisten) Banken und Versicherungen über den Jordan gehen. Das sieht momentan arg nach einem Dominoeffekt aus, so wie wir das bei der Bankenkrise in 2008 bereits erleben durften. Nun bahnt sich die zweite Welle der Finanzkrise an. Nur gibt's diesmal keine Rettung vom Staat, denn der ist selbst pleite.
Wird Zeit, die Vorräte für den Notfall wieder einmal zu kontrollieren.
Ansonsten können wir derzeit nicht viel tun. Bleibt abzuwarten, ob diesmal alle Sicherungen durchbrennen.


Aufschwung vor Dip II ?

Die Stimmung in der deutschen Industrie ist laut DIW wieder relativ gut.
Wir können das bestätigen. Die Umsatzzahlen für 2010 knüpfen (auf's Jahr hochgerechnet) wieder an die Ergebnisse von 2007/2008, jedenfalls in vielen Bereichen. Nur, eine erneute Banken- und Liquiditätskrise wird das System diesmal nicht überstehen. Und gerade danach sieht es momentan aus. Steigende Zinsen für PIGS-Anleihen könnten zumindest den Genickschuss für Euroland bedeuten. Für die britische Insel ist die Lage ähnlich katastrophal. Der US-Dollar hat das Privileg, Welt-Leitwährung zu sein. Fundamental zwar grottenschlecht; solange die Chinesen ihre Bestände nicht abverkaufen, bleibt das Klopapier gefragt, da zur Schuldentilgung benötigt.
Bei aller Euphorie hinsichtlich der deutschen Wirtschaftslage. Die Realwirtschaft kann sich nicht von den bestehenden, akuten Problemen der Finanzlage abkoppeln.
In der Papierwelt bleiben = Zocken in der letzten Runde!

26. April 2010
Stürmische Wogen

Wir hatten sich bislang hinsichtlich eigener Prognosen über die etwaige Währungsreform etwas zurückgehalten, da wir bis dato keine verlässlichen Daten vorlagen. Wir haben in den letzten Wochen recherchiert und haben nun folgenden Erkenntnisstand:

Es gibt offensichtlich schon seit zwei Jahren einen Krisenstab zur "Währungsreform". Die uns vorliegenden Informationen stammen von einem Informanten, der zwar nicht zum inneren Zirkel des Krisenstabs gehörte, jedoch als Spezialist bis Ende 2009 in Teilbereichen involviert wurde. Die Informationen stellen also nicht mehr den aktuellsten Stand dar, aber immerhin besser als gar nichts.
Nach Aussagen sollte bis Ende des 2. Quartals 2010 eine mögliche Umstellung der Währung vorbereitet werden, ohne dass ein Datum für eine Währungsumstellung genannt wurde. Die Rettung des Geld- bzw. Eurosystems hat höchste Priorität, eine Währungsumstellung würde nur für den Fall vorbereitetet, falls die Kontrolle verloren ginge. Die Notwendigkeit einer Währungsumstellung könnte auch durch einen "Bankrun" ausgelöst werden.
Unser Informant glaubt nicht an eine "Währungsumstellung", die sich nicht schon kurz vorher durch gravierende Ereignisse abzeichnet. Dann jedoch kann alles sehr schnell gehen. Falls eine Panik aufkommen sollte, werden die Bankschalter einfach für eine Zeit lang geschlossen. Eine zusammenhängende Folge von Feiertagen als mögliches Datum sei unwahrscheinlich, da die Notwendigkeit einer Umstellung nicht von logistischen Umständen abhängig gemacht würde.
Unser Informant geht davon aus, dass Deutschland in letzter Sekunde zu einer Griechenlandrettung einwilligt. Das ganze Spiel sei nur eine Inszenierung für die Öffentlichkeit und für die Spekulanten.
Die Politik wird dann erklären, dass die Rettung Griechenlands nur unter strengen Auflagen bewilligt wurde, und um damit größeren Schaden von der Wirtschaft abzuwenden.
Der Informant widersprach unserer These von einem "kontrollierten Abbruch" des Finanzsystems. Offensichtlich glauben einige der Eliten immer noch, dass eine Rettung des Systems möglich sei. An einer wirklichen Reform sei niemand interessiert. Die "Kernschmelze" des Finanzsystems wird zwar befürchtet, man wird aber alles dransetzen, dass dieser Fall nicht eintreten wird.

[Nachtrag 16:30]
Der Krisenplan sieht angeblich auch vor, dass gleichzeitig mit einer Währungsreform auch Devisenkontollen an den Grenzen stattfinden.
Ein Zeichen für eine unmittelbar bevorstehende Währungsreform sollte daher auch durch durch logistische Vorbereitungen an den deutschen Grenzen erkannt werden.

Kommentar dazu:
Offensichtlich ist man in der Endphase, um eine Währungsreform innerhalb eines Notfallplans vorzubereiten. Ein Indiz für die logistischen Vorbereitungen sind die Berichte auf hartgeld.com
Wenn die Angaben unseres Informanten stimmen, dann zeiht sich die ganze Chose noch eine Weile hin. Eine "Rettung" Griechenlands wäre natürlich keine Lösung, sondern ein weiterer Sargnagel für den Euro. Da eine Rettung bzw. dauerhafte Stabilisierung des Finanzsystems nicht möglich ist, wird die Flucht in Sachwerte bzw. "echtes" Geld anhalten. Wahrscheinlich solange, bis der Punkt der Panik erreicht worden ist.

25. April 2010
Griechenland: Drei Szenarien ...und dann zerbricht der Euro
-> Artikel

Dass ein Schuldgeldsystem mit Zins und Zinseszins, dessen Beträge nie in den Kreislauf kommen, eines Tages kippen würde, hat Paul c. Martin sehr ausführlich dargelegt.
Die Frage lautet immer noch: Wie löst sich die Situation auf?
Gegen den deflationären Crash hielten wir dagegen, das am Ende der Staat inflationär drucken würde. Die Kriterien der ZB wurden diesbezüglich ja schon aufgeweicht. Kommt es jedoch wirklich zu einer Hyperinflation? Auch wenn dafür (besonders durch die amerikanische FED und der BoE) die Basis gelegt wurden, kann eine Hyperinfla vorzeitig durch eine Währungsreform (mit gewaltigen Haircut) abgewürgt werden. Die Spareinlagen der Bevölkerung werden entweder durch Inflation entwertet, oder durch den Haircut. Die Bevölkerung ist bereits sensibilisiert. Bei Anzeichen einer beginnenden Hyperinflation würden vielleicht viele, zu viele, relativ schnell aus dem Papier aussteigen. Crack-up Boom, Flucht aus allen Währungen.

Irgend etwas muss demnächst passieren. Die Debatte Griechenland hat das Fass endgültig zum überlaufen gebracht. Das Vertrauen ist futsch, Staatspleiten sind kein Denkverbot mehr. Rette sich, wer kann...


23. April 2010
Die Spannung hält an.

Laut einem Bericht auf den mmnews ist die Geldmenge in 2009 dramatisch zurückgegangen.
Todesstoß des Systems? Kollabiert das System deflationär? Noch wird gedruckt, was das Zeug hält.
Schon grotesk, dass ein aus der dünnen Luft erzeugtes Geld einen solchen Zwang hervorgehen kann. Eine abstrakte Schuld, durch nicht definiert, muss beglichen werden. Das Tauschverhältnis, wogegen ein Fetzen Papier gegen Realgüter eingetauscht werden kann, ist der Willkür derjenigen unterlegen, die das Geld schöpfen dürfen. Dieser Irrsinn ist mit gesundem Menschenverstand nicht zu verstehen. Bei dieser Gelegenheit dürfen wir nochmals auf unsere Textsammlung hinweisen:
"Kapitalismus - ein System, das funktioniert (dottore), bzw. der Artikel von Beiderbeck, "Staatsschulden sind null und nichtig". Vergessen wir nicht, wer der souverän ist.


Wir steuern gerade auf den deflationären Crash zu, jedoch in Bezug auf das ECHTE Geld, und das heißt Gold und Silber!!!

21. April 2010
Schweineglühlampenflugverbot.
Unsere Führungseliten werden zunehmend als inkompetente Bürokraten entlarvt, deren einziger Zweck die willkürliche Bevormundung der Bürger zu sein scheint. Verordnungen und Regelungen sind nicht Resultat aus rationalen und vernünftigen Abwägungen, sondern Ergebnis erfolgreicher Lobbyarbeit einzelner Interessengruppen bzw. machtbesessener Minimöchtegerndiktatoren.
Der Staat mischt sich nicht nur in unangemessener Weise in die Privatangelegenheiten seiner Bürger ein, sondern behindert auch die freie Wirtschaft. produktive Wirtschaftsbereiche werden einfach kaputtreguliert, während die kriminellen Machenschaften der Finanzwirtschaft gedeckt werden.

Was so manche Großbanken da abziehen, steht hinsichtlich krimineller Energie dem so genannten
"organisiertem Verbrechen" kaum hinterher, wenngleich die Methoden natürlich wesentlich subtiler sind.
Die planwirtschaftlich organisierte Geldmengensteuerung der Zentralbanken trägt ebenfalls in keiner Weise zu einer echten marktwirtschaftlichen Entfaltungsmöglichkeit der Wirtschaftsubjekte bei.

In einer so komplexen Umgebung wie unsere Welt es darstellt, funktioniert das Prinzip der Steuerung einfach nicht, da unmöglich alle denkbaren Störeinflüsse schon im Vorfeld erfasst werden können. Wenn solche Trial-and-Error Steuermechanismen zudem noch mit inkompetenten und kurzsichtigen Entscheidungsträgern kombiniert werden, so ist das Chaos quasi schon vorprogrammiert.

Infolge des Vulkanausbruchs wird nun fast überall in Deutschland eine erhöhte Feinstaubkonzentration gemessen. Was Wunder, wird von offizieller Seite jedoch beteuert, dass diese Feinstaubbelastung keinerlei Gefahrenpotenzial für die Bevölkerung darstellt. Na ja, einem Vulkan kann man ja auch schlecht so ne Feinstaubplakette andrehen, so wie den obrigkeitshörigen, Auto fahrenden Bürgern.

Wir sollten bei dieser Gelegenheit einmal nachfragen, ob die Isländer auch genügend Umweltverschmutzungsrechte für Ihren Vulkan gekauft haben. Auch sollten wir unsere Bürokraten dringend auffordern, dass sie den Isländern die Betriebsgenehmigung für Ihren Vulkan umgehend entziehen. Wozu sonst haben wir die EU-Schwachköpfe in Brüssel sitzen? Was muss noch alles passieren um dieses Absurdistan endlich bloßzustellen und zu entlarven?

Dazu muss man jedoch nicht einmal jenseits der Grenze gucken. Was innenpolitisch im Zusammenhang mit der Vulkanasche abgegangen ist, reicht allemal. Unser Minister beweist sich als reiner Profilierungsneurotiker unter dem Vorwand, dass die Sicherheit über Alles geht. Aber Hallo! Wenn dem tatsächlich so wäre, warum gibt es so viele politische Entscheidungen, bei der die Sicherheit für die Bevölkerung überhaupt keine Rolle spielt. Wie stehts denn z.B. mit der Sicherheit unserer Soldaten am Hindukusch? Eine verlogene Doppelmoral, weil man den Bürger für naiv genug hält.

Hoffen wir darauf, dass dieser Zirkus bald ein Ende findet. An den Gold-Bugs soll es nicht scheitern.

20. April 2010
Unübersichtliche Lage.

Die Gerüchte über eine bevorstehende Währungsreform mehren sich. Selbst in der Mainstreampresse wird über eine Rückkehr der "guten alten" DM diskutiert. Inzwischen zeigen Griechenland-Anleihen schon wieder ein neues Zinshoch. Dass sich da etwas zusammenbraut, steht außer Zweifel, wie und wann sich die Situation auflöst, steht vollkommen in den Sternen. Jedenfalls für den Normalbürger, der über keine direkten Informationskanäle über die Pläne der Machtelite verfügt. Es ist und bleibt ein mühsames Puzzlespiel.


Eine Währungsreform so einfach vom Zaun zu brechen, ist nicht einfach und schon gar nicht politisch umzusetzen. Sehen wir uns die Ausgangslage an:
Deutschland hat die Grundlagen seines Wohlstands verzockt, der in den Nachkriegszeiten aufgebaut worden ist. Die Grundlage von zukünftigem Wohlstand beruht auf Leistung und Sparen. Beide Voraussetzungen werden in Deutschland schon lange nicht mehr praktiziert. In den letzten Jahren wurde kräftig konsumiert. Konsum ist jedoch kein Zeichen von Wohlstand, solange die Ursachen des Konsums nicht näher hinterfragt werden. Konsum kann ein Ausdruck von Wohlsand sein, wenn die Mittel dafür aus realem Einkommen oder zuvor angespartem Vermögen kommen. Heutzutage ist die Masse des Konsums jedoch kreditfinanziert. Der Kapitalstock wurde in aufgezehrt.
Es ist ein Irrglaube der Sparer wenn sie meinen, Vermögen zu besitzen. Solange sich diese Vermögen in der Papierwelt bewegen, steht nichts dahinter. Die Ersparnisse wurden längst von jemand anderes verkonsumiert und stellen nunmehr lediglich eine Forderung gegenüber irgendeinen, in der Regel real insolventen Schuldner dar.

Das ganze System beruht nur auf eine Art Umlageverfahren in Manier eines Schneeballsystems.
So etwas wie eine echte "Kapitaldeckung" gibt es in einem Schuldgeldsystem nicht. Die Sache mit der kapitalgedeckten Rentenversicherung ist eine reine Farce und unterscheidet sich real in keiner Weise von der umlagefinanzierten Rentenversicherung. Es gibt keine echten Rücklagen. Das einzige, was real tatsächlich existiert ist verpfändetes oder pfändbares Eigentum der Schuldner. Und das ist, verglichen mit der Bilanzsumme des existierenden Geldvermögens, lächerlich wenig.
Ein Schneeballsystem funktioniert immer nur solange, wie vorne mehr hinzukommt als von hinten abgezogen wird, und solange dem System noch Vertrauen entgegengesetzt wird.
Diese Voraussetzungen sind mittlerweile nicht mehr gegeben, zumindest geraten sie derzeit mächtig ins Wanken.

Der erwerbstätige Bevölkerungsanteil in der Bundesrepublik vielleicht bei ca. 35%. Davon dürfte nur knapp über die Hälfte wirklich produktiv arbeiten. Gehen wir also davon aus, dass die gesamte Wirtschaftsleistung von lediglich 20% der Bevölkerung erbracht wird. Im Umkehrschluss können wir ableiten, dass die durchschnittliche Abgabenquote eines Leistungsträgers bei 80% liegen muss, damit das System überhaupt noch läuft. Wenn ein Handwerksbetrieb seine Kosten aufschlüsselt und analysiert, kommt er auf eine Abgabenquote, die durchaus in dieser Größenordnung liegt.

Warum lassen sich die wenig verbleibenden Leistungsträger sich eine derart hohe Abgabenquote gefallen? Einmal, weil sie sich der eigentlichen Höhe gar nicht bewusst sind, und zum anderen, weil sie daran glauben, wenigstens einen Anteil der Leistungen wieder zurückzubekommen. Sei es über die Rentenversicherung, oder über Kapitallebensversicherungen oder sonst irgendwelchen Irrgauben.
Die vermeintliche Vorsorge fließt in Wirklichkeit in ein Fass ohne Boden.
Wie Walter Eichelburg immer wieder so treffend formuliert: Die Spareinlagen der Bevölkerung sind real weg, nur hat man ihr es noch nicht gesagt.

Wann aber kommt die Wahrheit ans Licht?
Wenn sich die Illusion der wenigen, noch verbliebenen Leistungsträger endgültig in Luft auflöst, so bricht das System unweigerlich in sich zusammen. Die Grenze der Schröpfbarkeit wurde erreicht, und trotzdem langt es hinten und vorne nicht! Der Staat kann natürlich versuchen, die Abgabequote noch weiter zu erhöhen. Nur hat er dabei ein kleines Problem: Mehr als 100 % geht nämlich nicht!
Wenn bereits 80% der Wirtschaftsleistung abgeschöpft und umverteilt werden, dann bringt eine Erhöhung auf 90% gerade einmal eine relative "Mehreinnahme" von 12,5%. Abgesehen davon, dass bei 90% Abgabenquote die Leistungsträger in die Leistungsverweigerung eintreten würden, reicht auch diese Quote nicht aus, um den Apparat auf die Dauer aufrecht zu erhalten.

Die Würfel sind gefallen. Ein inszenierter Systemabbruch läge also durchaus im Rahmen des denkbaren. Die Transferleitungsträger glauben immer noch, dass sie irgendeinen realisierbaren Anspruch besitzen. Dieser Floh wurde von der Regierung zwar ins Ohr gesetzt, wohl wissend, dass es so etwas wie eine "kostenlose Mahlzeit" nicht gibt. Für alles muss (real) gearbeitet werden.
Der größte Bluff der Neuzeit geht definitiv dem Ende entgegen.
Naiv wer glaubt, dass es "danach" wieder besser wird. Bevor wieder zu echtem Wohlstand in der Gesellschaft kommen kann, muss der zerstöret Kapitalstock erst einmal wieder aufgebaut werden.
Relativ einfacher werden es nur diejenigen haben, die den "Braten rechtzeitig gerochen" haben, und sich beizeiten und eigenverantwortlich einen Kapitalstock außerhalb des Papiergeldsystems aufgebaut haben.

Hinweis: Einen Kommentar zur neuen Immobilienkrise lesen Sei heute auf der Stammtischseite ERH...

Update:
Währungsreform NOW?

Der HGCN hat aufgrund der momentanen Gerüchte eigene Recherchen durchgeführt, wobei die möglichen, zuverlässigen Quellen leider so zahlreich nicht sind.

WIR haben keine sich verichtenden Hinweise über eine unmittelbar bevorstehende Währungsreform.

Das Euro-Problem ist zwar eine brisante Sache, dass jedoch Deutschland mit einer Währungsreform inklusiven "Haircut" die Vorreiterrolle übernimmt, ist wenig vorstellbar. Die Zeit dafür ist nach unserer Einschätzung noch nicht reif. Kurzfristig wäre eher noch der Austritt Deutschlands aus dem Euro im Rahmen einer Währungsumstellung denkbar. Die Eurovermögen bzw. Verbindlichkeiten würden dann linear über einen festen Faktor, wahrscheinlich sogar mit dem alten Kurs, umgerechnet.
Das löst zwar nicht die Probleme der Überschuldung, Deutschland verschafft sich jedoch ein paar Atemzüge zusätzlicher Luft. Welche Länder dann noch aus dem Euro aussteigen, würde sich zeigen.


Der Wirtschaftsraum des Euros ist einfach zu inhomogen, als dass man die Gemeinschaftswährung noch lange fortführen könnte. Die PIGS in einem Rest-Euro würden in diesem Szenario automatisch stark abwerten müssen. Die deutschen Kreditinstitute würden unter diesem Szenario erneut die Bilanzen verhagelt, die notwendigen Abschreibungen würden dann tatsächlich einen zweiten Deflationsschock auslösen. Was das bedeuteten würde, braucht wohl nicht näher erläutert zu werden.
Danach wäre die Vorraussetzung für eine echte Währungsreform gegeben, wenn die allgemeine Stimmung in der Bevölkerung dermaßen umkippt, dass auch ein Haircut als notwendiges Übel akzeptiert wird.

Wie erwähnt, sind das alles ziemlich wilde Spekulationen. Wirkliche Radikalreformen lassen sich politisch derzeit nicht durchsetzen, dazu wäre schon ein regelrechter Putsch notwendig. Nach unserer Einschätzung fehlt dafür das Potenzial. Selbst wenn es einige Gruppen gäbe, die so etwas durchführen möchten: Die Möglichkeiten dieser Gruppen, das auch wirklich umzusetzen zu können, dürfen nicht überbewertet werden.

Diese Einschätzung ist keine Prognose sondern nur eine von mehreren möglichen Szenarien. Daher ist es angesagt, die Augen weiterhin offen zu halten. Die potenziellen Ablenkungsmanöver wie die bevorstehende Fußball-WM bieten eine hervorragende Gelegenheit, politische Schweinereien durchzuführen, wenn die Welt ihren Blick auf andere Dinge richtet als auf die Wirtschaft.

19. April 2010
Glühbirnenverbot - Flugverbot.
Die EU-Schikanokratie hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Unbestritten besitzt ist die Sicherheit der Fluggäste einen seht hohen Stellenwert, doch blinder Aktionismus schadet mehr, als es nützt. Genau sowenig, wie die EU-Kommission beispielsweise beim Glühbirnenverbot Augenmaß bewiesen hat, so trifft sie Ihre Entscheidungen auch diesmal. Es geht hier nicht um den Schutz der Bürger oder der Umwelt, sondern rein um die Macht. Hysterie nützt niemanden. Differenzierung scheint inzwischen ein Fremdwort geworden zu sein. Unsere Gesellschaft verliert sich in Schwarz-Weiß-Denken nach amerikanischem Vorbild. Was nicht Gut ist - ist Schlecht, wer nicht für uns ist, ist gegen uns (sprich: Terrorist). Vielleicht ist diese Denkart ein Tribut an unsere digitalisierte Welt? Hier gibt es als kleinste Informationseinheit ja auch nur Einsen und Nullen. Das System hat System, denn offensichtlich gibt es unter unseren Entscheidungsträgern auch vorwiegend viele Nullen.
Wenn eine Ausgewogenheit nicht mehr zugelassen wird, entstehen gegensätzliche Extreme. Die Welt polarisiert sich. Wir erleben dieses Phänomen überall.


Flugverbot, Auswirkungen auf die Logistikkette.
Einige Güter werden bereits knapp. Spätestens nach einer Woche Flugverbot dürften die Auswirkungen auch in der breiten Gesellschaft sichtbar werden. Dir Reserven sind gleich NULL. Nicht nur bei wichtigen Gütern, sondern auch hinsichtlich der Kapitaldecke der Airlines. Der Pleitegeier schlägt wohl wieder einmal zu. Die Just-in-time Logistik ist etwas für reine Schönwetterperioden, im wahrsten Sinne des Wortes. Anhand dieses Beispiels zeigt sich deutlich, was eine Vorratshaltung im Falle eines Falles wert ist. Da die Hartgeldler ja alle (hoffentlich) auch bei den anderen essentiellen Dingen des Lebens bereits vorgesorgt haben, sind wegen der Luftraumsperrung in Europa keine zusätzlichen Vorsorgemaßnahmen erforderlich. Von Zeit zu Zeit Bestände überprüfen und updaten. Aus diesem Anlass eine gute Gelegenheit für eine Bestandaufnahme.
Wenn schon ein lächerliches Flugverbot die Versorgung gefährdet, was passiert dann erst, wenn die Logistik aufgrund eines totalen Finanzcrashs zusammenbricht?


Am Freitag hat das
Edelmetall noch schnell einmal eines auf die Mütze bekommen. Erklärungen können wir uns schenken, ist ja nichts Neues. Eine Verknappung an Liquidität bewirkt zwangsläufig ein Druck auf die Preise von Realgütern. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass auch den maroden Staaten das Überrollen der Schulden schwieriger gemacht wird, auch wenn Alles daran gesetzt wird, dass das Geld in die Anleihemärkte fließt. Wir können das locker aussitzen. Vor allem dann, wenn wir selbst keine Verbindlichkeiten in diesem Scheißhauspapier haben…

Für
Griechenland wurden wieder einmal Durchhalteparolen veröffentlicht, indem EU-Hilfe zugesagt wurde. Macht nix, hilft sowieso nix.
Auch der geplante, depperte Fonds ist alles andere als ein geeignetes Instrument, die bestehenden Probleme zu lösen. Die spielen nur mehr auf Zeit.
Ich weiß, das nervt langsam. Wir haben erkannt, dass dieses System eigentlich schon lange tot ist, und wir müssen trotzdem weiterhin mit einem Zombie leben. Nicht verzagen, eines Tages wird das tote Pferd auch bestattet. Der Geruch von Verwesung liegt ja bereits in der Luft…


Deflationsschock bis spätestens Mai?
Wer den Midas-Goldbrief erhalten hat, kennt diese Prognose.
Die Zeichen einer Inflation müssen mit aller Macht bekämpft werden, und dazu wäre ein initiierter Inflationsschock sicherlich ein geeignetes Mittel. Aber, wie auch richtig bemerkt, löst ein erneuter Deflationsschock auch den Staatsbankrott der ohnehin schon wackeligen Staaten aus. Nicht zuletzt steht die USA auf der Kandidatenliste ganz mit oben auf. Unter normalen Umständen unter Berücksichtigung der Zyklen-Theorie wäre ein erneuter Einbruch der monetären Versorgung plausibel.
Trotz der Erwartungen von Johann Saiger, der einen Einbruch der Goldnotierung von bis zu 25% erwartet, rät Saiger dazu, die PHYSISCHEN Bestände von Gold auf JEDEN FALL zu halten.

Ob der erwartete Einbruch in diesem Ausmaß wirklich kommt, kann getrost auch in Frage gestellt werden. Die Chinesen mit ihren riesigen Dollarbeständen werden einen erneuten Deflationsschock sicherlich zu nutzen wissen, und damit eine Gegenreaktion bewegen. Ein neuerlicher Deflationsschock dürfte nicht lange anhalten, da die dadurch drohenden, reihenweise eintretenden Staatsbankrotte eine zeitnahe Währungsreform mit "Haircut" notwendig machen würde. Liquidität halten um damit im Falle einer Preisdeflation bei attraktiven Anlagewerten ist zwar eine verlockende Strategie, nur wird das Zeitfenster für eine erfolgreiche Aktion verdammt eng werden. Es stellt sich für jeden die Frage, ob er die letzten Optionen wirklich noch ausschöpfen möchte, oder lieber auf Nummer Sicher.

Wer bereits über eine komfortable Höhe (mehr als 500 K) bei seinem "sicheren" Anlagevermögen verfügt, kann das Spiel bei der Schnäppchenjagd mitmachen. Allen anderen sollten lieber soweit einen soliden Grundstock aufbauen, soweit es die eigenen Möglichkeiten überhaupt noch zulassen.


16. April 2010
Der Euro wird zerstört - es gibt keinen Ausweg!
Um Griechenland wird es kritisch. Nun wurden von der EU erstmalig konkrete Hilfen angekündigt, wobei natürlich nicht feststeht, wie sie im Einzelnen aussehen sollen.
In Deutschland bildet sich eine starke Front gegen einen möglichen Griechenland-Bailout.
Welche Möglichkeiten bleiben denn theoretisch. Kein Bailout - Griechenland geht Pleite. Das zieht zahlreiche deutsche und französische Geldinstitute gleich mit in die Spirale des Untergangs.
Griechenland durch Bürgschaften retten? Dann rentieren die griechischen Anleihen mit derzeit über 7% bei quasi gleicher Sicherheit wie z.B. die Bundesanleihen. Warum sich dann mickrigen 3% zufrieden geben? Egal wie die Entscheidung ausfallen wird, es wird ein Fiasko!
Kein Dollar, kein Euro, kein sonst-was-Papier wird das hier überleben. Der einzige vernünftige Ausweg, der mittlerweile auch von vielen Wirtschaftsexperten gesehen wird, heißt SPAREN!
Wird jedoch allgemein gespart, so ist das der endgültige Dolchstoß für ein zinseszinsbewehrtes Kreditgeldsystem. Die Finanz- und Wirtschaftskrise dauwert nun schon länger als zwei Jahre, und die Situation wird eher verfahrener, als dass sich eine Lösung auch nur im Geringsten andeutet.

15. April 2010
Der Pleitegeier kreist auch über Deutschland

Was auf die Bürger zukommen wird, ist klar: Weniger Leistung vom Staat bei gleichzeitig mehr Abgaben. Die, großkotzig vor der Wahl angekündigten Steuersenkungspläne der FDP erwiesen sich inzwischen als Rohrkrepierer.

Aus "Umweltschutzgründen" entdeckt man dafür wieder einmal Möglichkeit einer PKW-Maut, kürzt die Entwicklungshilfe, verlängert die Kurzarbeit bis 2012. Die EU plant einen Rettungsfonds für strauchelnde Schuldenmacherländer. Alles Maßnahmen, die eine "glänzende" Zukunft für uns versprechen.

In den USA wurde die Konjunkturerholung inzwischen bestätigt: Der Logistikunternehmer UPS meldet wieder steigende Umsätze und erwartet hohe Gewinne. Ganz klar doch, die Logistikbranche ist DER Frühindikator für ein Anziehen der Konjunktur. Wenn es regnet, wird die Straße nass. Umkehrschluss: Wenn die Straße nass ist, regnet es. So einfach ist die Logik an der Wallstreet.

Die können uns erzählen, was sie wollen. Dem überfälligen Abbau der Schulden entkommen sie nicht.
Rückzahlen oder Abschreiben, was anderes kommt nicht in Frage. Mit dem Rückzahlen ist das so eine Sache, da bleibt wohl eher die Abschreibung als letzte Konsequenz übrig. Klappe zu, System tot!


Erinnern wir uns an die alte HGCN- Weißheit: Man kann auf Kredit zwar kaufen, aber nicht bezahlen.
Der Zustand in den USA ist erheblich dramatischer, als bei uns allgemein bekannt. Von Freunden (Mittelstand) wird berichtet, dass mittlerweile die Hälfte aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis keine Erwerbsarbeit mehr haben. Tatsächlich Arbeitslosigkeit also um die 50%, das ist eine brutale Depression pur.
Die Radikal-Konservativtussi Sarah Palin, ex Vizepräsidentkandidatin der Republikaner, mischt derweil die unzufriedene Masse auf. Obama hat sich seinen "Change" wohl etwas anders vorgestellt. Na ja, in spätestens zwei Jahren ist alles vorbei...


14. April 2010
Edelmetallepreise bleiben stabil auf hohem Niveau.

Die Kreditzusage an GR hat nur kurz "gewirkt". Heute Morgen zieht der Goldpreis am Spotmarkt schon wieder an.
Bis auf ein paar lausige Euronen hin oder her wird der EM-Preis NICHT mehr signifikant sinken.
Mit der nächsten Welle der Verunsicherung wird der nächste Preisschub ausgelöst.
Abwechselnd in Euro und Dollar, sowie auch gegenüber allen anderen Weichwährungen.
Nutzen Sie die derzeitige Ruhe vor dem nächsten Sturm.

13. April 2010
Cash halten vor einer möglichen Währungsreform?
Leider ist das ungedeckte Toilettenpapier immer noch das offizielle, gesetzliche Zahlungsmittel. Solange dem so ist, sind für geschäftliche Transaktionen Zahlungsmittel notwendig. Was passiert im Falle einer überraschenden Währungsreform? Ein kleiner Betrag des Guthabens wird wahrscheinlich 1:1 der Kaufkraft umgetauscht, ab einer bestimmten Summe erfolgt der Umtausch in einem Verhältnis, evtl. auch gestaffelt. Wenn jemand auf eine günstige Gelegenheit zum Einstieg bzw. Ausbau seines Investments lauert, ist die kurzfristige Bereithaltung von Liquidität also unerlässlich.
Halten Sie jedoch nur gerade einmal soviel an Liquidität, wie Sie für Ihre kurzfristig geplanten Transaktionen benötigen. Wenn Sie keine derartigen Transaktionen planen, macht die Bereithaltung von größeren Mengen an Liquidität keinen Sinn. Wenn jemand wirklich kurzfristig Cash benötigen sollte, so konnte man das bislang auch den Verkauf von Gold tun. Das Sparbuch "Gold" hat im Durchschnitt wesentlich besser abgeschnitten als manch andere Formen von Liquidität, so dass auch nach Abzug der Händlerspanne nicht mit Verlusten zu rechnen war. Den berühmten "Notgroschen" kann man also durchaus auch in Gold anlegen. Silber ist schon alleine aufgrund der Mehrwertsteuer eher für längerfristiges Halten geeignet.
Eine allgemeine Regel für die Aufteilung des Vermögens gibt es nicht, da diese Entscheidung alleine vom eigenen Sicherheitsbedürfnis bzw. von der Risikobereitschaft abhängt. Mittlerweile ist nicht mehr das Gold ein Spekulationsobjekt, sondern Zahlungsmittel und dessen Derivate.


Linkempfehlungen (von CH)
Ein Sportwagen für den Chef - Armenhelfer zocken den Staat ab
Der Maserati, den sich der Chef der Berliner Treberhilfe als Dienstwagen gönnte, hat eine überfällige Diskussion angestoßen: Was passiert eigentlich mit den Milliarden, die der Staat in die Hilfe für Arme und Bedürftige steckt? KONTRASTE-Recherchen ergaben: Fehlende Kontrollen laden geradezu zur Selbstbedienung ein.

-> vollständiger Artikel: http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_08_04/ein_sportwagen_fuer.html

Sponsoring - Fragwürdige Geschäfte mit der Politik
Der Aufschrei war groß, als herauskam, dass sich die CDU in Nordrhein-Westfalen von Unternehmen sponsern lässt. Doch KONTRASTE-Recherchen ergaben: Das Polit- Sponsoring ist Alltag. Ministerien und sogar der Bundespräsident lassen Veranstaltungen komplett von Privatfirmen finanzieren - und die erhalten dafür wertvolle Publicity.

-> vollständiger Artikel: http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_08_04/sponsoring___fragwuerdige.html

und dann noch...
Kleines Glossar zum griechischen Theater und zur griechischen Mythologie (PDF, von Achim)

12. April 2010
"Griechenlandrettung" wirkt beruhigend auf die Märkte.

Die Goldunze ist mittlerweile wieder knapp unter 900 € zu haben. Auch wenn es vielen Leuten als teuer erscheint, angesichts der Perspektiven ist Gold (Silber) immer noch günstig. Die Überschuldungs- und damit die Refinanzierungsprobleme der PIIGS sind nach wie vor evident, eine Lösung nicht in Sicht.
Der Saustall ist so groß, dass in letzter Konsequenz ein Pleitier für den anderen bürgt.
Der Unmut der Deutschen gegenüber der Südschiene und den damit verbundenen Problemen mit der Stabilität der Währung mag zwar verständlich sein, die Situation in Deutschland ist jedoch nur graduell etwas besser und darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch hierzulande der Staatsbankrott bereits in greifbarer Nähe ist. Im Prinzip müssten auch die Bundesanleihen als Junk eingestuft werden, denn der Traum von der Rückführung der Staatsschulden dürfte inzwischen auch vom letzten Euphoriker nicht mehr ernsthaft in Erwägung gezogen werden.

Crack up Boom beim Immobilienmarkt.
In einer Analyse wird dargelegt, dass der "Steueranteil" einer Immobilie in der Größenordnung von 50% liege. Diese Erkenntnis ist uns nichts Neues, da im Prinzip fast ALLE Produkte, die käuflich zu erwerben sind, überteuert sind. Lediglich bei Anlage-Gold fällt keine Mehrwertsteuer an.
In den Immobilenpreisen in Deutschland war der spekulative Anteil in den letzten Jahren verhältnismäßig gering. Das könnte sich nun ändern. Wer seine Immobilie mit einem hohen Fremdkapitalanteil finanziert hat, sollte seine Situation gründlich analysieren.
Eine Immobilie ist keine Investition, die Rendite abwirft. Eine selbst genutzte Immobilie sichert den Grundbedarf des Wohnens ab, nicht mehr und nicht weniger.


Systemkollaps vermutlich noch in 2010

Prognosen sind schwierig, und deshalb wollen wir uns nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
Warum das System nicht bereits kollabiert ist, liegt an der bisher erfolgreichen Gegen-Propaganda. Dieses Jahr hat sich jedoch etwas Entscheidendes geändert. Die Crashszenarien sind gesellschaftsfähig geworden und werden im mittlerweile auch im Mainstream diskutiert - und zunehmend auch ernst genommen.
Es ist schon fast verblüffend, wie sich Autoren des Mainstreams aus dem "Underground" des Internets bedienen. Dieselben Leute, die vor einigen Jahren Hartgeld und Co. noch als unseriöse Spinner abgetan haben, schreiben heute ungeniert ab und tun so, als ob diese Erkenntnisse auf ihrem eigenen "Mist" gewachsen wären. Aber egal, darum geht es primär auch nicht.
Tatsche ist, dass sich diese für das System so unliebsamen Erkenntnisse schneller verbreiten, als dass diese mittels Lügenpropaganda gegengesteuert werden kann. Die Aufklärungsbewegung steht erst am Anfang, während die Mittel und Methoden, das Ganze aufzuhalten und zu verschleppen, weitgehend ausgereizt sind. Das Vertrauen in das System zu zerstören ist wesentlich einfacher als den Glauben daran weiterhin aufrecht zu erhalten. Die Schlacht ist verloren.
Das System hat nunmehr auch nicht mehr zu aufzubieten als ein Rückzugsgefecht, Offensiven, wie letztes Jahr noch, gelingen nicht mehr.
Der Vertrauensverlust entwickelt eine Eigendynamik, daher wäre es falsch anzunehmen, dass sich die Krise linear fortsetzt. Wenn wir davon ausgehen, dass das 1. Quartal 2010 den endgültigen Wendepunkt darstellte, kann es von nun ab sehr schnell gehen. Natürlich kann sich das Rückzugsgefecht noch ein paar Jahre hinziehen. Es kommt ganz darauf an, ob die letzten Verteidigungslinien freiwillig aufgegeben werden, oder bis zum ohnehin unausweichlichen Ende durchgehalten werden soll. Die Masse ist träge, aber sie kommt langsam in Schwung.
Der Immo-Crack-up-Boom ist bereits ein Zeichen von aufkommender Panik. Wenn die Herde erst einmal in Bewegung ist, gibt's so leicht kein Halten mehr. Natürlich könnten die Eliten nun versuchen, dieser Bewegung durch drastische Maßnahmen entgegenzutreten. Verbote und Einschränkungen können jedoch auch dazu führen, dass das Vertrauen in die Stabilität noch weiter und schneller schwindet. Die Frosch-Abkochmethode funktioniert nur dann, wenn das Wasser langsam erhitzt wird.
Um die Dynamik des weiteren Vertrauensverlustes zu stoppen, müsste aber schon ordentlich Gas gegeben werden, was dazu führen könnte, dass immer mehr Frösche immer schneller aus dem Behälter hüpfen.
Systemkollaps bedeutet nicht, dass alles in diesem Jahr zu Ende sein wird und der Weg für einen vernünftigen Neuanfang frei gemacht wird, sondern dass der allgemeine Vertrauensverlust so groß wird, dass die Masse nicht mehr an eine mögliche Zukunft dieses Systems glaubt. Wenn plötzlich alle aussteigen wollen, ist es zum Agieren viel zu spät. Der optimale Ausstiegszeitpunkt aus dem System ist mit Sicherheit bereits vorüber. Sich darüber zu ärgern ist sinnlos, die alten Gelegenheiten kommen nicht wieder. Handeln Sie jetzt und heute. Jedes Monat, jede Woche, sogar jeder Tag kann entscheidend sein. Viele unserer Weggefährden sind während der letzten Jahre sehr zögerlich umgestiegen, während einige von Anfang an sehr konsequent umgesichtet haben.
Konsequentes und beherztes Handeln meist immer als der bessere Weg gezeigt.

9. April 2010
Leserzuschrift:

also bitte, was ist eine "kontrollierte Sprengung"? Nix ist da kontrolliert, weil die Eliten eben nicht wissen, wenn das Massenbewusstsein erstens in Galopp verfällt, ebenso wann die echte Geldadel genug hat und aussteigt, weil er ja wieder vorne mitmischen will.
Das ganze ist schon lange ein Selbstläufer, worin die Politik alleine nur noch auf Propaganda und Schafdummheit setzt. Inzwischen scheint jedoch die kritische Masse erreicht und dann geht es erst mal seinen unkontrollierten Gang, auch wenn Aussen natürlich versucht wird diesem einem Anspruch von gelenkt zu geben.
Ich probiere ja schon gut 5 Jahren mein Umfeld zu senibilisieren. Heute hatte ich meinen ersten Vorgeschmack bekommen, daß es trotz aller Vernebelung das Aufwachen beginnt.
Ich komme arglos zu einem Kunden durch die Tür. Dieser sieht mich, kommt sofort auf mich zu, grüßt, packt mich an den Schultern und setzt mich auf einen Bürostuhl. Er fragt dann gerade heraus, er hätte 100 K in € und möchte die loswerden und was er machen soll. Da ich ja seit Jahren darüber rede.....
Das geht jetzt seinen Weg. Ob man das kontrolliert nennen kann denke ich mal nicht, weil es so oder so dazu kommt.
Im übrigen werden die Verursacher immer probieren von sich abzulenken und den schwarzen Peter weiterzugeben. Doch dies hat auch nicht mit kontrolle zu tun, sondern ist schlicht und einfach Selbsterhaltungsgtrieb unter welchen Umständen auch immer.


Wenn das System sowieso kurz vor dem Zusammenbruch steht, kann man es auch gezielt hochgehen lassen.
Der Vorteil wäre, dass die Sache nicht überraschend, sondern zum vorgesehenen Zeitpunkt geschieht.
Diejenigen, die dazu die Möglichkeiten besitzen, sind schon alleine deshalb im Vorteil, weil sie den Zeitpunkt kennen. Unsereiner weiß zwar, dass das System bald implodieren muss, nur eben nicht wann.


Kampf der Bürokratie
Alten-WG Pilotprojekt im Großraum Nürnberg wird von der Pflegelobby torpetiet.
Und wieder einmal erweisen sich unsere Volksvertreter als verlängerter Arm der Lobbyisten.
Der Wille der davon betroffenen Bevölkerung wird ignoriert.
Die Sendung
"quer" im BR machte gestern einen weiteren Skandal publik...

April 2010
Gold startet durch.

Auch auf Dollarbasis hat Gold gestern an Boden gewonnen. Das Fieberthermometer wird zwar manipuliert, die Richtung zeigt aber dennoch den Zustand des Finanzsystems an.
Der Euro hat in den letzten Monaten generell abgewertet, dabei ist der wahre Zustand des Dollars eigentlich noch erbärmlicher. Aber der Dollar ist eben immer noch Weltleitwährung, hinter dem eine konsequente (wenn auch kriminelle) Politik steht. Hinter dem Euro verbirgt sich eine unstetige Gemeinschaft, die in der Krise bestenfalls faule Kompromisse zustande bringt. Das Griechenlanddebakel hat das wunderbar aufgezeigt. Die Welt vertraut in der Krise also lieber noch einen maroden Dollar akzeptieren als der Schönwetterwährung Euro.
In den USA bahnt sich nach der geplatzten Häusermarkt Blase nun auch ein Platzen der Gewerbeimmobilienblase an. Die USA mit ihren gigantisc
hen Malls ist in dieser Hinsicht mehr als nur überdimensioniert, vor allem vor dem Hintergrund des Kaufkraftverlustes in der Bevölkerung. Im Gegensatz zu Deutschland ist die Krise dort drüben auch bei der Bevölkerung angekommen. Und die Leute passen sich dort pragmatisch den veränderten Bedingungen an.

Hier leben die Leute nach wir vor in Wolkenkuckucksheim. Von Krisenbewusstsein keine Spur.
Dass der "stabile" Euro inzwischen selbst gegen Währungen der "dritten Welt" abwertet, ist den meisten Leuten bisher entgangen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die verteuerten Importe auch auf die Konsumentenpreise durchschlagen werden.


Das Ende des Finanzsystems?

Auf mmnews wird heute spekuliert, dass das Finanzsystem derzeit über den Euro abraucht.
Tatsche ist, dass die überschuldeten Staaten mit dem Rücken zu Wand stehen. Die Pleite Griechenlands für sich alleine genommen, hätte den Euro nicht viel anhaben können. Da die anderen PIIGS zusammen ein gewichtiges Volumen suspekt werdender Kredite zusammenbringen, kann das theoretisch einen Dominoeffekt auslösen. Findet bereits tatsächlich ein Bankrun auch in Spanien statt?
Nehmen wir einmal an, dass den Eliten die brenzliche Situation bekannt sein dürfte. Einen Bankrun kann man durchaus wirkungsvoll begegnen, wenn erstens: die Regierung vorbereitet ist, und zweitens: der Wille zur Verhinderung dazu vorliegt.
Wir wissen natürlich nicht genau, was wirklich vorgeht. Ein Bankrun könnte natürlich auch etwas sein, was bewusst im Kalkül der Regierungen eingeplant ist. Wie anders könnte man eine plötzliche Währungsreform durchführen, wenn nicht vorher ein dafür zwingendes Ereignis vorangegangen wäre?
Schuld am Zusammenbruch des Währungssystems wäre dann nicht die Regierung, sondern die in Panik geratenen Bürger. Es waren zwei Jahre Zeit, um eine Währungsreform vorzubereiten.
Der Mainstream glaubt an ein Ende der Krise und prognostiziert ein Wirtschaftswachstum, das sogar höher als erwartet ausfällt. Die Eliten wissen natürlich ganz genau, dass diese angebliche Erholung nur durch ein Strohfeuer entfacht wurde, das schon bald wieder ersticken wird. Es dürfte auch klar sein, dass diese Eliten auch nicht die Verantwortung für ihr "Versagen" übernehmen werden wollen.
Wenn das System jetzt tatsächlich abfackelt, dann ist das inszeniert. Warum auch nicht?
Die Ziele dürften erreicht worden sein: Die Eliten hatten genügend Zeit, ihre Schäfchen ins Trockenen zu bringen, und es ist gelungen, die Masse der Bevölkerung lange genug hinzuhalten. Es gibt als keinen Grund mehr, den Damm nicht endlich selbst zu sprengen. Das dabei entstehende Chaos wäre die perfekte Kulisse, um von der Bühne der Verantwortung abzutreten und sich auf der anderen Seite wiederum als Retter zu präsentieren. Den Amis käme es bestimmt auch gelegen, wenn nicht der Dollar, sondern der Euro-Crash den finalen Systemkollaps auslösen würde. Endlich ein Grund, um die Reset-Taste drücken zu können.

Natürlich ist das hier alles reine Spekulation, aber dieses Szenario wäre durchaus realistisch.
Wir waren ja schon einmal kurz vor dem plötzlichen Tod. Damals kam es den Eliten jedoch zu einem für sie denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Auch kluge Leute machen manchmal Fehler, aber sie machen denselben Fehler nicht zweimal. Die Lunte brennt nun einmal, und sie lässt sich nicht mehr löschen.
Eine kontrollierte Sprengung wäre deshalb nicht die dümmste Idee…



7. April 2010
Goldpreiseuphorie?

Natürlich ist auch uns nicht entgangen, dass der Goldpreis einen neunen Rekord auf Euro-Basis hingelegt hat. Im Handel werden bereits 900 € für die Unze gefragt.
Der hohe Goldpreis ist in diesem Fall jedoch hauptsächlich als Euro-Schwäche zu interpretieren. Der Euro hat so ziemlich gegen alles abgewertet, sogar gegenüber der türkischen Lira. Gegenüber Öl und Rohstoffen sowieso, was soll man dazu noch sagen?

Wie lange hält das Vertrauen in den Euro bzw. in die Papierwährungen noch? Was uns bereits seit Jahren offensichtlich ist, dämmert so langsam auch dem Mainstream: Die Staatschulden sind nie mehr zurückführbar! Die Sozialausgaben explodieren, die Steuereinnahmen reichen "hinten und vorne nicht" um nur ansatzweise einen soliden Haushaltsplan aufzustellen. Wenn dazu auch noch die Zinsen für die Anleihen steigen müssen (und das werden sie !!!), dann gerät die Situation außer Kontrolle.

Es passiert genau so, wie wir es vorausgesagt haben: Im der Endphase des Papiersystems werden zuerst die Schuldner deflationär an die Wand gedrückt, und wenn von denen nichts mehr zu holen ist, wird die Gruppe der Papiergläubigen (weil Gläubiger) enteignet. So erwischt man sie ALLE. Jedenfalls fast alle. Bitte beachten Sie, dass Deflation und Inflation eine Bezugsgröße brauchen. Die Forderungen vermehren sich inflationär, doch das, aus was sie bedient werden können, entwickelt sich in die gegensätzliche Richtung. Der Privatschuldner wird in einem "inflationärem" Umfeld mit steigenden Zinsen konfrontiert werden, während sein Realeinkommen sich in die gegensätzliche Richtung bewegt.
Auch eine Hyperinflation wird für viele Konsumkreditsklaven in einen für sie real deflationären Crash enden. Schulden mit entwertetem Geld können nur diejenigen zurückzahlen, die auf der anderen Seite noch Assets besitzen, die sie lukrieren können. Arbeitskraft alleine ist in dieser Zeit ein ziemlich lausiges Kapital, wenn daraus der Schuldendienst geleistet werden muss.

Vor einigen Jahren wurden wir gefragt, ob Gold auch auf Kredit gekauft werden sollte, oder ob z.B. Hypothekenkredite mit Gold gehedged werden könnte. Wir haben damals vermutet, dass dieses Spiel Risiken birgt und deshalb nicht empfohlen wird, aber diese Rechnung wahrscheinlich sogar aufgehen wird. Heute sehen wir, dass die Rechnung tatsächlich aufgegangen ist bzw. wäre. Allerdings gab es auch Phasen einer schwachen Goldpreisnotierung. Wenn jemand just in dieser Zeit hätte verkaufen müssen, wäre, je nach Kredithebel, die Sache eventuell böse ausgegangen.
Wer auf der sicheren Seite stehen möchte, verabschiedet sich aus dem Papiersystem komplett.
Das heißt im Klartext, weder Verbindlichkeiten, noch (langfristige) Forderungen in einer Papierwährung zu halten.

Gold und Edelmetalle haben ihre Funktion als Inflationsschutz in den letzten Jahren sehr schön unter Beweis gestellt, und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Nicht solange es noch dieses Fiat-Money gibt. Der Wermutstropfen der Goldpreisentwicklung ist jedoch auch nicht außer Acht zu lassen:
Die meisten von uns müssen auf diese Weise schmerzlich feststellen, dass unser Realeinkommen, auf echtes Geld (= Gold) bezogen, in den letzten Jahren dramatisch gesunken ist.
Die richtige Antwort auf eine solche Entwicklung ist es, die Konsumausgaben ebenso konsequent zu reduzieren. Viele Hartgeldler haben das auch getan. Die Masse hat sich letztes Jahr z.B. aber lieber noch einmal ein neues Auto gekauft. Was wohl passieren wird, wenn die Droge "Konsum" nicht mehr wirkt oder entzogen wird?


6. April 2010
Ostern ist vorüber, und die Welt ist so wie zuvor. Jedenfalls was die Finanzwelt anbelangt. Wir können heute Morgen beim Bäcker immer noch mit dem Euro bezahlen. Nein nicht bezahlen im eigentlichen Sinne, das konnten wir mit dem Fiat-Falschgeld ja noch nie. Aber das Spiel mit dem Abtreten einer Schuld funktioniert weiterhin, und darauf kommt es ja an. Jedenfalls akzeptiert der Laden meine bedruckten Zettelchen ohne Einschränkungen. Wo immer auch die "Deflation" in Erscheinung tritt, beim Bäcker jedenfalls keine Spur davon. Ratz-Fatz wechselt eine Tüte mit Gebäck gegen einen kleinen Papierfetzen den Besitzer, und als Scheidemünze gibt's immerhin noch ein kleines Stück verkupfertes Blech zurück.

Die Zeitung durchgeblättert, kündigen die Logistiker Preiserhöhungen für Pakete an. GLS macht wohl den Anfang. Auch hier scheint Deflation nominal kein Thema zu sein. Warten wir mal ab, was sich daraus noch entwickelt. Ich frage mich, ob es den Banken heuer wieder gelingt, weitere Kredit-Idioten zu finden. Für Abwrack-Auto-Neubeschaffung sowie Immobilienfinanzierung scheint ja einiges gelaufen zu sein. Die Krise ist definitiv noch nicht in der Bevölkerung angekommen. Die manipulierten Statistiken gaukeln immer noch eine relativ heile Welt des Arbeitsmarktes vor, und die Kredithamster laufen immer noch im Rad. Das Aufschuldungspotenzial bei den Öffentlichen und Privaten wurde weiterhin ausgeschöpft. Dass das nur Zeitschinden ist, sollte in Europa spätestens nach dem Griechenlanddebakel offensichtlich sein.
Apropos Griechenland. Rückkehrende Urlauber aus Hellas berichten, dass sie dieses Jahr recht schlecht behandelt worden sind, im Gegensatz zu früher. Die antigotische Propaganda in Griechenland zeigt offensichtlich Wirkung.


Prognosen?

Vorhersagen, die punktgenau eintreffen sollten, sind denjenigen Leuten vorbehalten, welche das selbst Ereignis auslösen. Wann das Falschgeld als solches auffliegt, ist nur noch eine Frage der Zeit. Kabarettisten greifen dieses Thema inzwischen gerne als gesellschaftskritisches Moment auf. Alles benötigt eben seine Zeit.
Zum Abschluss für Heute noch ein Beitrag von Achim:
Eurocrash.

Hinweis: Demnächst findet wieder ein Anlagesymposium statt. Näheres unter Stammtisch ERH

Ostersamstag
Klimawandel - hier eine plausible Erklärung
:
Das Thema gehört zwar nicht direkt hierher, für viele Leser ist das jedoch ein wichtiges Anliegen.
Gestern Abend lief auf ARTE ein interessanter Wissenschaftsbericht über den Klimawandel.
Eine dänische Gruppe von Wissenschaftlern hat eine Korrelation zwischen Erderwärmung und kosmischer Strahlung nachgewiesen. Dem wissenschaftlichen Laien mag das auf dem ersten Blick etwas esoterisch anmuten, ist es aber nicht. Diese These ist für mich jedenfalls um Längen plausibler als die Kohlendioxidtheorie des Mainstreams, an dem sowieso zunehmend Zweifel gehegt wird. Um was geht es? Die Erde erreicht neben Sonnenlicht auch kosmische Strahlung aus dem All. Diese Strahlung ist nicht konstant sondern ändert sich in periodischen Abständen.
Ionisierende Strahlen aus dem All regen die Wolkenbildung an. Bei höherer Strahlung entstehen mehr Wolken, das Sonnenlicht wird reflektiert anstatt auf die Erdoberfläche zu treffen und dort in Wärme umgewandelt zu werden. Mehr Wolken, weniger Erderwärmung und umgekehrt. Verblüffend einfach, wenn man erst einmal auf diese Idee kommt. Während des Studiums in Physik haben wir damals ionisierende Strahlung mittels einer Nebelkammer (durch die Strahlen entsteht ein Kondensstreifen aus Wasser) nachgewiesen, das Ganze ist also durchaus auch wissenschaftlich haltbar. Die Erkenntnisse der "echten" Klimaforscher ist nicht einmal neu, aber sie versuchen seit Jahren, dass ihre Erkenntnisse in der Fachwelt Beachtung finden. Überflüssig zu erwähnen, dass dies vehement blockiert wird. Was die CO2 Idioten nicht erklären können ist die Tatsache, dass es in den letzten Jahrhunderten nachgewiesene Klimaschwankungen gegeben hat, wobei der Mensch damals noch keinen fossilen Kohlenstoff in die Atmosphäre geblasen hat.
Mag sein, das Kohlendioxid auch eine gewisse Rolle spielt, aber wenn, dann eine sehr unbedeutende. Alles deutet darauf hin, dass der CO2 Kilma-Hype für Systemzwecke missbraucht wird. Gott sei Dank gibt es aber auch noch Wissenschaftler, die diesen auch Namen verdienen und sich nicht kaufen lassen. Sie werden jedoch wie Ketzer des Mittelalters behandelt. Wir sehen also, dass sich die Prinzipien selbst in unserer modernen Zeit nicht geändert haben...


Heute ein Artikel von Achim, Gedanken zum 1. April

31. März 2010
Briefgold24 auf die Schippe genommen:
Hier zwei köstliche YouTube-Videos:
http://www.youtube.com/watch?v=ni0N4GF6Rcs&NR=1

http://www.youtube.com/watch?v=EPfuf_09JT4&feature=player_embedded


Inflation/Deflation
"Machen Sie sich doch gar nicht erst die Mühe, in die Zukunft zu blicken. Es ist doch schon schwer genug zu verstehen, was gerade vor sich geht.
Meine Vorhersage war schon vor Jahren, dass wir es sowohl mit Inflation als auch mit Deflation zu tun haben würden. Aber selbst ich konnte eine derartige Mischung aus Inflation und Deflation ZUR GLEICHEN ZEIT nicht vorhersehen.
"
(Bill Bonner, Kapitalschutz Akte)
Weiter berichtet Bonner von rapid steigenden Lebensmittelpreisen in Indien und steigenden Rohstoffen, die üblicherweise nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden.

Auch wenn es schwierig ist, in die Zukunft zu blicken: Das Leben wird für den Durchschnittsbürger jedenfalls teuerer werden. Während ein Kollaps der Wirtschaft oder der Finanzwirtschaft nicht unmittelbar befürchtet wird (verschiedene Experten rechnen in den nächsten 6 Monaten sogar mit einem moderaten Aufschwung) könnte die Gefahr au einer ganz anderen Richtung kommen. Es gibt wieder Gerüchte über eine mögliche, bevorstehende militärische Auseinandersetzung mit dem Iran.
Verschiedene Argumente sprechen tatsächlich für diese These. Die Rüstungsindustrie hat seit dem Golfkrieg wieder genügend "Schrott" produziert, der irgendwie "Verwendung finden" sollte. Man benötigt eine begründete Inflation, und Kriege sind dafür "hervorragend" geeignet.

Die Befürchtung einer Währungsreform über die Osterfeiertage teilen wir nicht, dafür ist die Stimmung in der Wirtschaft noch zu gut. Für den Fall der Fälle sind wir ja ohnehin bereits positioniert. Mit einem Einbruch der EM-Preise auf Eurobasis rechnen wir ebenfalls nicht. Und falls doch, würden wir das als Gelegenheit zum massiven Nachkauf nutzen.


30. März 2010
Die Inflations-Teuerung ist offiziell wieder gestiegen, vor allem wegen der höhern Preise für Energie, so ist in den Medien zu hören. Interessant ist in diesem Zusammenhang der neue Syntax: Es wird im gleichen Zusammenhang einmal von Teuerung und Inflation geredet: Offensichtlich ist es für die Redakteure ein und dasselbe, sie haben den Unterschied also nicht verstanden, vom Publikum ganz zu schweigen. Jedenfalls machen sich wieder einmal "Inflationsängste" sprich Teuerungserwartungen breit.
Nach der Griechenland-Diskussion in der Öffentlichkeit wird die Stabilität des Euros wohl auch in der breiten Masse langsam in Frage gestellt. Gewollt?
Die öffentliche Hand steht mit dem Rücken zur Wand. Die Einnahmen brechen weg, die Ausgaben steigen. Wenn nicht sehr bald eine Reflation gelingt, dann droht der Kollaps der Systeme in Richtung Staatsbankrott bzw. Städte- und Gemeindenbankrott.

Bei den Immobilien scheint sich derzeit schon der Crack-up Boom bemerkbar zu machen. Wer Kapital hat, flüchtet oder diversifiziert seit jüngster Zeit wieder in "Betongold". Vielleicht eine günstige Gelegenheit, sich von überflüssigem (sprich: nicht für die Eigennutzung) oder mit zu hohem Fremdkapitalanteil finanzierten Wohneigentum zu trennen.
Warum Schulden abbauen, wenn doch die Inflationserwartung steigt?
Gerade bei den Mieten wird sich keine Steigerung der Einnahmen erzielen lassen. Wen sich eine Inflation warmläuft, dann werden zunächst die essentiellen Dinge des Lebens teuerer, und zwar ohne adäquaten Ausgleich der Lohnzahlungen. Die Mietnebenkosten werden stärker steigen als Mietpreisanpassungen. Vermieter müssen bedenken, dass Mieten nur dann bezahlt werden können, wenn die Mieter ein entsprechendes Einkommen generieren können. Sicherlich gibt es auch überflüssigen Luxus, an dem man zuerst sparen kann, aber der ist i.d.R. kreditfinanziert.
Die Mietpreise werden daher sicherlich nicht mit der Teuerungsrate mithalten, da sonst Leerstand droht.

Es gibt einige Experten, die einen erneuten Deflationsschock befürchten. Das ist zwar plausibel, aber man sollte das relativ betrachten. Bei all der Menge an Geld, die in den letzten Jahren generiert worden ist, haben wir in Relation gesehen, eine gewaltige "Deflation" bei den Gütern. Im Vergleich zu den 1929ern haben wir jedoch eine andere Bezugsgröße, nämlich die eines Fiat-Money Bewertungssystems.

Halten wir fest: Die erste Voraussetzung für eine Hyperinflation (Gelddrucken und Monetisierung von Anleihen durch die ZBen) wurde bereits erfüllt. Eine allgemeine Inflationserwartung wäre die zweite Voraussetzung, und die könnte gerade losgetreten werden.
Wenn die Reflation gelingt, müssen wir mit einer Teuerung rechnen, die in Richtung einer Hyperinflation läuft. Nochmals auf einen Einbruch bei Edelmetallen zu hoffen, ist eine gefährliche Sache. Die Chancen auf einen gewaltigen Ausbruch sind höher als die eines moderaten Einbruchs.
Der angestaute Druck ist so hoch, dass er sich zwangsläufig entladen muss, schon bald!


29. März 2010
Bangster in China, eine bemerkenswerte Geschichte:

Zwölf Stunden Scheine zählen
Die weltweiten Folgen der Finanzkrise: Das Elend der Wanderbanker in China.
Die Männer kommen aus Deutschland, England und den USA. Sie sind Finanz-Tagelöhner und illegal in China. Seit Wochen schlagen sie sich durch, irgendwie, aber nie zuvor hatten sie es so schwer wie jetzt. Im düsteren Inneren des Containers bricht Robert Wacken als Erster das Schweigen: "Meine Frau ruft mich jeden Tag an und fragt: Wo bleibt das Geld? Ich weiß ja, dass sie es dringend braucht. Aber ich habe ja selbst kaum noch was."


26. März 2010
Genial daneben

war der EU-Gipfel zur Rettung Griechenlands. Was Merkel und Sarko vorbrachten heißt im Klartext nichts anderes, als dass man Griechenland weiterhin den Zockern überlassen will. Gleichzeitig signalisierte man diesen Zockern, dass in letzter Konsequenz ("ultima ratio" wie es die Merkeline ausdrückte) der IWF und die EU (sprich: hauptsächlich Deutschland) bis zu einer bestimmten Summe bürgen. Ein genialer Schachzug, aber vollkommen daneben. Man möchte die "Spekulanten" ermutigen, das Spiel weiter zu spielen. Damit sie am Ende nicht doch noch kalte Füße bekommen, wird eine "Staats-CDS" für lau draufgesattelt. Die verarschen uns, und trotzdem wird applaudiert.
Na gut, wahrscheinlich ist damit erst ein wenig Zeit gewonnen. Den Anlegern in griechischen (oder sonst was) Anleihen ist es zunächst vollkommen egal, ob die Staatsschulden jemals zurückgezahlt werden können (sie können es nämlich nicht), sondern ob dabei eine ausreichend hohe Rendite herausspringt. Solange die Zinsen "bezahlt" werden können, ist die Welt der Zocker noch in Ordnung. Jedenfalls solange wir sie noch hoffen dürfen, die Mistpapiere am Markt wieder weiter schieben zu können. Dass den Letzten die "Hunde beißen", ist vollkommen klar. Der imaginäre Hund ist in diesem Falle IWF bzw. die Kern-EU, so jedenfalls soll es den Zockern glaubend gemacht werden.

Ein großes Problem bleibt jedoch bestehen: Die Griechen müssen die Schulden ja irgendwie bedienen, und das können sie nur über neuer Schulden. Wenn die Regierung nicht wenigstens einen Teil davon über höhere Steuern und Abgaben aus seinen Bürgern herausquetscht (das tut Deutschland mit uns ja schon seit etlichen Jahren), dann wird es sehr bald erneut rumpeln im Gebälk.

Während die griechische Kuh vermeintlich vom Eis ist, schlittert die portugiesische gerade darauf. Und am Rande warten schon all die anderen IIS (P&G sind in dieser Betrachtung schon abgehakt), um sich endlich auch aufs rutschige Parkett begeben zu dürfen.
Sobald die ersten Anzeichen auftreten, dass die Schulden (Zinsen) nicht mehr bedient werden können, wird der große Abverkauf stattfinden. Dann nutzen auch keine Garantien mehr.
Wie lange das noch geht? Wir denken, dass es so lange aufrechterhalten werden wird, bis Amiland den Staatsbankrott deklariert. Der Untergang ist synchronisiert.


Und nicht zu vergessen: Es bleibt noch die Option, dass die EZB den Mist aufkauft. Die FED hat's ja schon vorgemacht.

Hinweis: Seit Gestern auch ein Update auf den Seiten des Edelmetallstammtischs ERH


24. März 2010
Erneuter Deflationsschock?

Nach Griechenland kommt nun auch Portugal unter Druck, seine Staatschulden zu refinanzieren. Der Dominoeffekt geht weiter. Deutschland scheint derzeit in der EU die Rolle des Hardliners zu übernehmen. Merkel wird bereits mit der "eisernen Lady" verglichen. Na ja, kein Wunder. Der Zahlmeister Europas ist selber pleite, und wieder einmal kann man deutlich erkennen, welchen Wert gekaufte Freundschaften haben. Die Griechen haben ein neues Feindbild, den hässlichen Deutschen, der an der Misere schuld ist. Solidarität ist immer eine feine Sache, wenn der ANDERE dafür zahlt.

Dieser Spieß dreht sich nun um.
Und das ist erst der Anfang. Nicht nur innerhalb der EU wird es zukünftig keine Zahlmeister-Solidarität mehr geben, sondern auch innerhalb der Republik selbst. Aus dem ganz einfachen Grund, weil das Geld dafür fehlt. Streng genommen war es auch vorher nicht vorhanden, das Geld im Sinne von ECHTEM Geld. Was bereits seit langer Zeit von vorneherein klar war trifft endlich ein: Die Aufschuldung gerät an seine Grenze. Warum die Krise nicht auch Deutschland schon mit voller Wucht getroffen hat wird auch etwas klarer, wenn man die folgende Schlagzeile liest.
Die Deutschen haben letztes Jahr noch einmal so richtig die "Kreditsau" rausgelassen.

Spiegel Online:
Krise hin oder her: Die Deutschen haben 2009 noch mehr Kredite aufgenommen als 2008 - und ihr Finanzgebaren kaum verändert, ergibt eine neue Studie der Schufa. Am häufigsten gehen sie für Autos und Immobilien zur Bank. SPIEGEL ONLINE zeigt, welche Regionen die Überschuldungshochburgen sind.

Das ist das einfache, schäbige Geheimnis unseres Finanzsystems. Schulden machen.
Nicht so, dass wir Sie mit dieser ewigen Leier langweilen möchten, aber das Prinzip ist so einfach wie verblüffend. Auch wenn wir das Ende nun schon seit ein paar Jahren prognostizieren, und wider unseres Erwartens sich die Kreditorgie länger hinzieht, als wir für möglich gehalten haben: Die Krise ist da, weil sie einfach kommen musste.

Aber was nun? Wer oder was darf und soll in Deutschland das Schuldenkarussell weiterhin drehen?
Viele Kommunen bricht derzeit der finanzielle Boden weg. Steuern erhöhen? Um die Löcher stopfen zu können. müsste der Steuersatz quasi auf 100% angehoben werden.
Die einzige mögliche Konsequenz ist, dass der Geldhahn zugedreht wird. Die Aufrechterhaltung der bisherigen Transferleistungen ist nicht möglich. Bleibt nur die Frage, wem das Wasser zuerst abgegraben wird. Der Solidaritäts-Sozialismus ist demnach auch in Deutschland am Ende.

Nicht umsonst fordert der HGCN seit Jahren dazu auf, eine eigenverantwortliche Vorsorge aufzubauen. Wenn die Töpfe leer sind, muss jeder selbst sehen, wo er bleibt. Von den sozio-idealistischen Traumtänzern hat niemand daran gedacht, dass der warme Regen ja irgendwo herkommen muss.
Dass die Quelle dieses Segens nichts anderes als eine trügerische Aufschuldung als Hintergrund hatte, das haben diese Leute nicht kapiert. Bis heute nicht.

Dass der Knall noch kommen wird, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Geduld der EM-Investoren wird zwar zeitweise auf eine Probe gestellt, aber das tut nichts zur Sache. Wer das System durchschaut hat, der wird auch einen eventuellen EM-Schock gelassen begegnen. Es ist zwar nicht sicher, ob es überhaupt noch mal zu einem größeren Einbruch bei physischem Material kommt. Falls doch, dann wäre das DIE Gelegenheit, ALLE Register zu ziehen.

"VOR DER ALLERGRÖSSTEN GOLDPREIS-KURSEXPLOSION MUSS(!) ZUVOR
IN JEDEM FALL - GEMÄSS ALL UNSEREN ERFAHRUNGEN DER LETZTEN 40
JAHRE - NOCH EINE KURSPANIK STATTFINDEN!"
(Aus dem Midas Goldbrief vom 23. März 2010)



23. März 2010
Euro-Griechenland- Debatte läuft sich heiß

Da läuft derzeit ein richtiger Showdown zwischen der Merkel und den Euro-Bürokraten ab.
Gerüchten zufolge läuft die Notenpresse in Griechenland rund um die Uhr, für eine neue Drachme. Aber das sind, wie gesagt, Gerüchte. Wenn sich Deutschland (verständlicher weise) sträubt, sich solidarisch mit den PIIGS zu zeigen, so ist das Projekt Euro auf absehbare Zeit tot. Wir wissen nicht, wie die Sache ausgehen wird. Es ist buchstäblich alles möglich. Dass Griechenland aus dem Euro aussteigt (die Griechen scheinen ja bereits vorsichtshalber ihre Konten abzuräumen und zu bunkern), dass Deutschland aussteigt und die DM-2 einführt, oder dass es doch noch einen Gr-Bailout gibt?


Egal, der Euro scheint erledigt zu sein. Unseren angelsächsischen Freunden ist es sicherlich gelegen, wenn die Welt auf die Europrobleme schaut, und die hausgemachten Schwierigkeiten der eigenen Währung nicht so sehr im Fokus steht.
Einige vermuten, dass es über die Osterfeiertage bereits zu einer Währungsreform kommen könnte. Möglich ist zwar alles, aber die Stimmung ist noch zu gut, als dass man so etwas bereits jetzt durchziehen sollte. Für solche Maßnahmen braucht die Politik einen Schuldigen, sonst entlädt sich der Zorn des Volkes gegen die eigene Regierung. Und die Umfragewerte der Koalition befinden sich derzeit ohnehin schon im Keller.

Wir bewerten die aktuelle Gefahrensituation als ähnlich kritisch wie vor der Bankenkrise in 2008. Es schadet jedenfalls nicht, den Vorratskeller zu überprüfen und die Lagerbestände mit den essentiellen Dingen zu überprüfen und ggf. zu ersetzen oder zu ergänzen.

Nächste Woche ist Stammtischtreffen. Vor Ostern die letzte Gelegenheit für einen Gedankenaustausch!

22. März 2010
Lustig, lustig, Preiserhöhung bei Autos um durchschnittlich 3000 Euro angekündigt. Das sind wahrscheinlich Mondpreise, um den Schein zu wahren. Hintenrum gibt's bestimmt saftige Abschläge auf die Listenpreise.

http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article6876734/Neuwagen-werden-im-Durchschnitt-3000-Euro-teurer.html


Erneute Diskussion über Inflation und Deflation.
Aus der allgemeinen Überschuldung gibt es nur einen Ausweg: Die Schulden werden schlichtweg nicht oder nur teilweise zurückbezahlt. Ob mit entwertetem Geld oder über Bankrott und anschließendem Vergleich, der Gläubiger hat das Nachsehen. Das betrifft alle Sparer, die ihr Geld oder Ansprüche im System halten. Sparguthaben, Versicherungen, Rentenansprüche. Die einzige Möglichkeit, dem zu entkommen ist, das verbliebene Vermögen in Schachwerte umzuschichten. Der entscheidende Punkt ist, dass hinter dem Vermögen kein Anspruch gegen einem (unbekannten) Dritten steht, sondern dass das Investment selbst einen Wert verkörpert. Gold und Silber sind für beide Szenarien gleichermaßen geeignet, sich vor dem drohenden Kaufkraftverlust zu schützen.
Welchen Verlauf die Krise nimmt, ist für das Endergebnis nicht wirklich entscheidend. Wir halten nach wie vor am Inflationsszenario fest. Und falls wir uns wider Erwartens irren, war die Vorsorgestrategie auch richtig.


19. März 2010
Die Griechenland-Debatte ist inzwischen Dauerbrenner im Mainstream.
Irgendwie soll Deutschland, zumindest "hintenrum" für Griechenland "bürgen".
Laut dem neuesten GEAB sind alle anderen großen Volkswirtschaften in der EU, darunter auch Frankreich, noch weiter "Land unter" als Deutschland. Dänemark oder Finnland, die europäischen Musterknaben, sind zu klein, als dass sich die Rest-EU darauf stützen könnten. Ein Bailout Griechenlands durch Deutschland ist zwar innenpolitisch nicht durchsetzbar, aber ohne geht's in der EU nicht mehr lange weiter. Wir werden sehen, wie es weitergeht.

Wir haben gestern geschrieben, dass (nach Eigenrecherchen) sich die deutsche Industrie auf Konsolidierungskurs befindet. Diese Nachricht ist natürlich nicht gut. Firmen mit hohem Fremdkapitalanteil benötigen Wachstum. Wenn in dieser Hinsicht nichts zu machen ist, dann werden drastische Sparkurse gefahren, mit Entlassungen etc. Wir wissen ja, wie der Hase läuft.
Mit Wachstum ist nichts. Dieses Märchen ist Wunschdenken der Regierung. Und ohne Wachstum funktioniert unser System bekanntermaßen nicht.
Auch wenn wir derzeit keinen weiteren Absturz der deutschen Wirtschaft feststellen, so ist die Gefahr für einen nächsten Einbruch sehr hoch. Wir glauben an einem übergeordneten Abwärtstrend, und nicht an eine mögliche Trendwende. Der Verteilungskampf hat längst begonnen, und angesichts der Zukunftsaussichten wird er sicherlich immer rücksichtsloser und brutaler.

Während man sein Vermögen noch relativ leicht dem System entziehen kann, sind soziale Unruhen und Übergriffe weniger gut steuerbar. Die Wahl des Wohnorts bzw. der Wohngegend sollte bei der Vorsorge ein gewichtiges Kriterium sein. Vielen Lesern ist der "Atlas der Wut" sicherlich ein Begriff. Diese Landkarte ist wahrscheinlich noch relativ optimistisch gezeichnet. Wir empfehlen einen möglichst großen Puffer einzuplanen. Wer in potenziellen Unruhegebieten bzw. in deren Umkreis wohnt, sollte einen Umzug auf jeden Fall in Erwägung ziehen, und zwar jetzt und heute. Ein Umzug ist keine Sache, die mal so schnell nebenbei gemacht werden kann. Wenn es wirklich brennt, ist es zu spät.
Es stellt sich die Wahl, unauffällige gut-bürgerliche Wohngegenden vorzuziehen, oder "bessere" Wohnviertel. Die "Bonzenviertel" haben zwei Nachteile: Einmal ist die Immobilie dort in der Regel überteuert, und dann stehen solche Gegenden im besonderen Fokus von potenziellen Einbrechern und Räubern. Ein sicheres Wohnen ist dort nur mit der entsprechenden Sicherheitstechnik möglich. Evtl. wird für solche Wohngegenden zukünftige ein privater Wachdienst eingestellt sowie die Zufahrtswege abgeriegelt. Für die "bürgerlichen" Gegenden ist es schon einmal eine Überlegung wert, wie man eine eigene Bürgerwehr organisieren könnte. Vielen mag das zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein wenig überzogen erscheinen. Eine umfassende Vorsorge beinhaltet jedoch auch, auf diese Eventualitäten eingestellt zu sein.
Ihnen ein schönes Wochenende.



18. März 2010
Am Ende steht der Staatsbankrott.

Der Deutschen Wirtschaft geht es zwar nicht blendend, hält sich angesichts der Umstände jedoch immer noch erstaunlich gut. Von einer Trendwende und Erholung Kann jedoch keine Rede sein. Es ist damit zu rechnen, dass die Industrie einen Konsolidierungskurs fährt und Arbeitsplätze abbaut.
Dem Staat (sowie Städten und Gemeinden) gehen nun nicht nur erhebliche Steuereinnahmen durch die Lappen, die Ausgaben auf der anderen Seite explodieren. Darum auch die Neuverschuldung in neuen Dimensionen. Wir haben es bereits vor Jahren gepostet: Eine Rückführung der Staatsschulden ist unmöglich. Unsere Regierung hat die neuen Zahlen nach Brüssel gemeldet. Wie Deutschland die Kriterien des Maastricht-Vertrages jemals erfüllen kann, darüber herrscht absolute Ahnungslosigkeit.
Bislang hat sich die Regierung lediglich eine Frist bis 2013 gestellt, bis dato das Steuer wieder herumgerissen sein muss. Wie das allerdings funktionieren sollte, darüber schweigen sich die Verantwortlichen aus. Wundert uns nicht, weil es sowieso UNMÖGLICH ist.

Grinse-Joe warnt derzeit, dass, falls Griechenland nicht irgendwie gebail-outet wird, die europäische Bankenlandschaft erneut auf ein Riff zusteuert. Eine Pleite Griechenlands würde wohl zu einem Abschreibungsbedarf führen, der sich gewaschen hat. Ein Bailout Griechenlands wäre daher nichts anders als eine erneute Bankenrettungsaktion. Die deutschen Sparer glauben ja immer noch, dass ihre Einlagen gesichert sind. In Wirklichkeit wurde das "Geld" längst versenkt. Mit einer neuen Bankenkrise käme das vielleicht ans Tageslicht. Aber auch, falls die Bundesregierung erneut für die faulen Kredite bürgen sollte, was ändert sich an der Situation? Rein gar nichts!
Das ist alles nur eine Sache der Psychologie. Es ist de facto nichts mehr da, denn alle (Guthaben-) Forderungen laufen am Ende ins Leere. Es geht lediglich darum noch jemanden mit einer möglichst hohen Pseudo-Bonität zu finden, der für die ganze Schei… bürgt. Deutschland steht hier eben immer noch verhältnismäßig gut da, was aber nichts bedeuten muss. Unter den Blinden ist sogar ein Einäugiger König.

Wie es weitergeht, ist vorauszusehen. Der Staat und die öffentliche Hand wird soviel wie möglich abzuschöpfen versuchen und die Ausgaben gleichzeitig senken müssen. Die anstehende Steuerreform kann eigenlicht nur darauf hin laufen, dass die Leistungsträger noch weiter geschröpft werden. Dabei ist es vollkommen egal, welche Partei am Ruder ist, diese Zwänge hätten alle Regierungen.
Die Banken werden weiterhin ihre Mühe haben, die Leichen in ihren Bilanzen zu verstecken. Der Bürger tue also gut daran, sowohl der Institution Staat, als auch den Banken und Versicherungen aus dem Weg zu gehen oder davon wenigsten den größtmöglichen Abstand zu halten.

Ist Ihnen nicht auch schon aufgefallen, dass ein EM-Händler eigentlich das unkomplizierteste Finanzprodukt anbietet? Und dann gibt es noch einen anderen Grundsatz: Wenn man von einem (bestimmten) Geschäft nichts versteht, sollte man besser die Finger davon lassen. Diese Grundsatzüberlegungen machen EM zu einem wirklich universellen Allroundtalent. Nicht umsonst hat es über mehrere tausend Jahre seine monetäre Funktion zuverlässig erfüllt.



16. März 2010
Arbeitsmarkt und Gesellschaft

Es erreichen uns Meldungen von Lesern die berichten, dass in ihrem Umfeld derzeit massiv Arbeitsplätze abgebaut werden. Vor allem sei der Maschinenbau sowie Automobilzulieferer betroffen.
Auch wenn sich aus solchen Berichten keine Rückschlüsse über den Arbeitsmarkt insgesamt ziehen lassen, es vermittelt eine Stimmung, und die ist schlecht.
Die deutsche Wirtschaft hat in den letzten Jahren ihren Focus zu sehr auf den Export gesetzt, und den Binnenmarkt vernachlässigt. Das eigentliche Ziel einer Wirtschaftsgemeinschaft, nämlich den allgemeinen Wohlstand zu mehren oder zumindest zu halten, wurde nicht erreicht.
Die Vergangenheit hat ja gezeigt, dass die Faktenlage nicht einmal so wichtig für das Geschehen in der Welt ist. Es ist die allgemeine Stimmungslage, und die ist allmählich am bröckeln. Die faktische Ausgangslage ist ja schon seit vielen Jahren grottenschlecht. Dennoch hat man das Karussell am Laufen gehalten, indem die Erwartung nach Wachstum immer weiter genährt wurde. Diese Erwartungshaltung verleitet zu neuer Kreditaufnahme, neuer Investition, und damit zu einer allgemeinen Fehlentwicklung. Es ist schon erstaunlich, dass notwendige Korrekturen nie rechtzeitig eingeläutet werden, sondern es immer wieder zu gigantischen Übertreibungen, bzw. anschließend Untertreibungen, kommt. Kondratieff hat diese "Zyklen" erkannt, wobei die Erklärung dafür von einigen Wirtschaftsfachleuten als falsche Interpretation angesehen wird. Wie es auch sei, die zyklischen Unter- bzw. Übertreibungen werden ja nicht geleugnet sondern als empirisch ermittelte Tatsache bestätigt.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, was nach der Phase der gegenwärtigen Übertreibung folgt. Die Stimmungslage hat sich verändert. Es bleibt abzuwarten, wie schnell sich die vorangegangene Entwicklung ins Gegenteil umkehrt. Davon scheinen alle gesellschaftlichen Bereiche betroffen zu sein.
Kirche, Staat, Gesellschaft - überall scheint sich eine Trendwende der bisherigen Entwicklung anzubahnen. Wir stehen am Beginn einer bereits eingeläuteten Zeitenwende.
Noch ist nicht sicher, ob Korrekturen in die richtige Richtung laufen. Es ist fast zu befürchten, dass die Gesellschaft zwar Veränderungen sucht, jedoch nicht in der Art, dass die Ursachen der letzten Fehlentwicklung beseitigt werden würden. In den Medien wird berichtet, dass sich die Stimmung in der Bevölkerung zugunsten einer "sozialistischeren" Ausrichtung wandelt.
Wir haben bereits Sozialismus in Reinkultur. Was will man denn noch mehr umverteilen. Unter Sozialismus verstehen die Leute offensichtlich eine Umverteilung von oben nach unten. Sicherlich, bis jetzt gab es auch eine Umverteilung von unten nach oben. Oder besser, eine Umverteilung von der Mitte nach beiden Seiten hin. Die Eliten haben den Mittelstand geopfert, einmal, um sich selbst zu bereichern, und weiter, um die Unterschicht zu alimentieren und bei Laune (sprich: ruhig) zu halten.
Eine Fehlentwicklung kann man nicht dadurch kompensieren, indem man einen weiteren Fehler begeht.
Bei all dem technischen Fortschritt, zu dem die Menschheit fähig war darf man die Dummheit niemals unterschätzen. Andererseits gibt es ein starkes Argument aus der "Verschwörungsecke": "Nichts (in der Politik) geschieht zufällig. Sicherlich möchten so manche aus der Gruppe der "Eliten" die Bevölkerung kontrollieren und steuern, ob das gelingt, wage ich zu bezweifeln. Bislang ist es jedenfalls nicht gelungen, denn sonst würde es Seiten wie diese hier gar nicht mehr geben.
Wir dürfen also noch hoffen…


15. März 2010
Da hilft auch keine Intensivstation mehr…

Das System ist so gut wie tot. Viele Staaten sind kurz vor dem Bankrott. Bei Island rechnet man bereits täglich mit der totalen Zahlungsunfähigkeit. In Deutschland ist die Stimmung gekippt. Nach eigenen Recherchen rechnen viele Bürger nicht mehr mit einer Erholung der Konjunktur sondern stellen sich langsam auf "schlechtere Zeiten" ein. Nein, der Großteil der Bevölkerung durchblickt das monetäre System immer noch nicht. Es ist das "Bauchgefühl, das sich ändert. Die Preise für Immobilien sind im Raum Nürnberg wieder am steigen. Offensichtlich setzt hier bereits der erwartete Crack-up Boom ein.
Soweit wir es überblicken werden die Immobilien jedoch nicht für die Eigennutzung sondern als Kapitalanlage unter den Gesichtspunkten einer Rendite gekauft. Das ist natürlich vollkommener Quatsch. Mieteinnahmen (Renditen) lassen sich nur im Umfeld einer allgemeinen Preissteigerung erzielen, wenn auch das durchschnittliche (verfügbare) Einkommen mindestens gleichermaßen wächst. Hier dürfte eher das Gegenteil der Fall sein.
Wenn schon eine Immobilie, dann ausschließlich zur Absicherung für den eigenen Grundbedarf des Wohnens. Preise über die Makler sind vollkommen überzogen, das ist für die Schafe. Wenn schon, dann Objekte aus einer Zwangsversteigerung. Hier sind vergleichbare Objekte im Durchschnitt ca. 30-40% billiger als über die Maklerbüros. Selbst die Makler geben noch 10% Nachlass, wenn ein Interessent handelt. Die offiziellen Angebote sind Mondpreise.

Gold hat immer noch ein starkes Potenzial nach oben hin. Das wird von den meisten Leuten vollkommen unterschätzt. Viele glauben, dass sich die Edelmetalle bereits auf sehr hohem Niveau befinden, und dass hier nicht mehr viel zu holen ist. Im Vergleich zu den auf Schulden basierenden "Vermögenswerten" (und das sind die meisten "konservativen" Anlagen) wird der Goldpreis regelrecht explodieren. Nur gegen die wichtigen und lebensnotwenigen Güter wird der Goldpreis weniger gewinnen. Edelmetalle sind eine der wenigen noch verbleibenden Möglichkeiten, seine ersparte Kaufkraft zu erhalten. Trotz des inzwischen höheren Preises. Was viele nicht sehen ist, dass Edelmetalle heute nicht zu teuer sind, sondern vor 5 Jahren noch dramatisch unterbewertet waren.
Es gab damals eben nur wenige, die das erkannt haben.


Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

Alter Wein in neuen Schläuchen. Direktvertriebsorganisationen sind keine neue Erfindung. Auf diesen Trichter sind offensichtlich auch "Goldhändler" gekommen. Ob Tupperware oder Goldbarren, diese Struktur lässt sich auf jedes handelbare Gut übertragen. Wie auch sonst im Leben gilt auch hier: Immer das eigene Hirn einschalten und alles kritisch hinterfragen. Wenn das Preis-/ Leistungsverhältnis passt, kann man überall und bei jedem einkaufen, da gibt es keine Vorbehalte. Bloß nicht von falschen Versprechungen irreführen lassen. Mit der Erweckung von unrealistischen Hoffnungen wird gerne Schindluder betrieben. Das "den letzten beißen die Hunde" -Schema haben wir bereits beim gegenwärtigen Finanzsystem, da brauchen wir keine Neuauflage…


13. März 2010
Zum Thema "Grundschuld löschen"

Wenn die Grundschuld im Grundbuch gelöscht ist, sollte das eigentlich genügen. Ein Schuldtitel kann nur vollstreckt werden, wenn eine Schuld besteht und der Gläubiger das nachweisen kann.
Vor der Löschung der Grundschuld muss der Behörde/Notar ein Dokument von der Bank vorliegen indem hervorgeht, dass das Darlehen zurückbezahlt worden ist und keine Forderungen aus dem Kreditvertrag mehr vorliegen. Erst dann wird der Grundbucheintrag geändert.


Europa-Sozialismus
Die Sache mit dem Griechenland-Bailout scheint ja inzwischen beschlossene Sache zu sein.
Die EU finanziert Griechenland, durch Griff in die Taschen anderer EU-Mitgliedsstaaten, natürlich hauptsächlich in die von Deutschland. Damit wird jede wirtschaftliche Vernunft beerdigt. Das Signal ist verheerend. Die Basis jedweden Wohlstands, nämlich das SPAREN, wurde damit vollkommen sinnlos gemacht. Warum gehen die Deutschen nicht endlich auf die Barrikaden und veranstalten einen Generalstreik (ist in D angeblich verboten), so wie unsere griechischen Freunde. 100% mehr Lohn für ALLE, lässt sich doch locker über die Staatsverschuldung finanzieren. Der Scheiß-Euro geht sowieso den Bach hinunter. Wenn dann die deutschen Anleihen auch nicht mehr platziert werden können, was solls. Dann fordern wir eben die Solidarität unserer europäischen Freunde ein. Einer für alle, alle für einen. So läuft es doch?


Lektion 1: Wer arbeitet, ist blöd.
Lektion 2: Wer Steuern zahlt, ist saublöd.
Lektion 3: Wer arbeitet, Steuern zahlt, und auch noch SPART, dem ist nicht mehr zu helfen.


Respekt vor unseren griechischen Freunden, die haben wenigstens kapiert, wie der Hase läuft.
Der deutsche Michel hingegen hat seine Lektionen immer noch nicht gelernt. Die Wut und Empörung der Deutschen sollte sich nicht gegen die Griechen richten, sondern gegen diejenigen, die uns die Suppe eingebrockt haben.


Leserkommentar: "Die Deutschen Waschlappen gehen noch nicht mal dann auf die Straße, wenn sie in den Mülltonnen der Migranten nach Essensresten suchen müssen."

11. März 2010
Don Quijote gegen Pharma-Riesen
Bei vielen Arzneimittel wird der Preis willkürlich vom Hersteller festgelegt, so wie es ein Monopolist eben tut. Dass sich unter diesen Bedingungen kein Marktpreis finden lässt, ist doch klar. Aber ebenso wenig lässt sich ein Marktpreis finden, wenn die Preise vom Staat diktiert werden.
Das Versicherungssystem lässt sowieso keine wirklichen Marktverhältnisse zu. Hier tritt das typische Phänomen der Vollkaskomentalität auf, das von den Versicherten und Anbietern gleichermaßen missbraucht wird. So wie bei einem KFZ-Schaden, wenn die Versicherung blecht. Dem Geschädigten ist es vollkommen egal, wie viel seine Werkstatt abrechnet. Zwar deckeln die Versicherungen die Kosten durch festgelegte Obergrenzen, doch auch das führt nicht zu Marktbedingungen. Die Werkstatt nutzt dann eben diesen vorgegebenen Rahmen aus.
Im Gegensatz zum Gesundheitssystem haben die KFZ-Versicherer aber noch weitaus bessere Möglichkeiten, wenigsten einen halbwegs realistischen Kostenrahmen festzusetzen, da die Werkstattleistungen ja auch unter Marktbedingungen angeboten werden. Wer aber schon bezahlt die Arzt- oder Medikamentenrechnung direkt aus seiner eigenen Tasche?
Auch wenn die ein Idee eines Solidaritätsprinzip gut gemeint war, langfristig führen solche Systeme IMMER dazu, dass der Aspekt Eigenverantwortung immer mehr in den Hintergrund rückt, und sich stattdessen nur noch Anspruchsdenken breit macht. Das ist nicht nur im Gesundheitswesen so, das zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche unserer "Sozial- und Solidaritätsgesellschaft".
Wie bereits angesprochen, die ursprüngliche Idee und der Gedanke dahinter mag ja durchaus edelmütig gewesen sein, die Leute haben inzwischen jedoch verlernt, eigenverantwortlich zu handeln.
Das große Manko eines überufernden Solidaritätsprinzips ist, dass letztendlich die Zeche bezahlt werden muss. Es nützt nichts, die Kosten irgendwo im System verstecken zu wollen, eines Tages kommt unweigerlich der Zahltag. Dann erkennen die Leute, dass "der Kaiser ohne Kleider dasteht", das System ausgehöhlt worden ist, und folglich in sich zusammenfallen muss!

Wir reden nun hier seit drei Jahren vom Crash. Viele Leute haben sich einen Crash anders vorgestellt, so in Art eines plötzlichen Schlages mit Pauke und Trompeten. Der Crash läuft gerade unmittelbar vor Ihren Augen ab, nur ist das Zeitfenster so ausgedehnt, dass die meisten Menschen die Veränderungen nicht in dem notwendigen Maße wahrnehmen. Der Vergleich mit dem langsam gekochten Frosch trifft hier voll zu.


10. März 2010
Gedöns um Hedgefonds Spekulanten.
Ist das nicht zum Schießen? Europäer und Amis überlegen nun, wie man den Hedgefonds den Appetit auf Griechenland Wetten verderben könnte.
Alleine die Diskussion darüber ist irreführend. Spekulanten sind nicht die Ursache der Probleme sondern die Folge von vorhandenen Missständen. Wer hat denn die Spielregeln des ungedeckten Kreditgeldes erfunden? Die Möglichkeiten an die für die Gesellschaft schädlichen Spekulationen wären weitaus geringer, wenn Kredite nicht als Geld definiert worden wären. Wenn der Spekulant eigenes und reales Vermögen einsetzt, was ist daran verwerflich? Es scheint so, als ob die Befürworter einer Marktwirtschaft überhaupt nicht begriffen haben, was Marktwirtschaft eigentlich bedeutet. Ohne Spekulation würde ein Markt überhaupt nicht funktionieren. Natürlich ist es "unanständig" dass die Hedgefonds die systembedingten Schwächen des Geldsystems zu ihren Gunsten ausnützen. Halten sie doch einmal einem Kleinkind einen Schokoriegel vor die Nase und sagen: "Das ist ungesund - das darfst du aber nicht essen!" Und im nächsten Augenblick verzehren Sie den Riegel vor den Augen des Kindes selbst. Schwachsinnige Scheinheiligkeit…

Wie funktioniert das Spiel?
Käufer von griechischen Anleihen kaufen gleich eine Kreditausfallversicherung (CDS) mit. Die CDS werden wie ein Wertpapier am Markt gehandelt, unabhängig davon, ob tatsächlich etwas abgesichert werden soll oder nicht. Wenn die CDS zu teuer werden, ist es natürlich schwieriger, Anleihen zu platzieren, oder es müssen eben noch höhere Zinsen geboten werden. Das groteske daran ist, dass erstens die Risiken nicht dadurch aus der Welt geschafft werden, indem man sie absichert. Und zweitens sind die Risiken real dadurch auch nicht abgedeckt sondern im Dschungel der Bilanzen irgendwo versteckt, bis sie vielleicht eines Tages als faule Wertpapiere identifiziert werden.


9. März 2010
Währungsreform ante portas?
Die Gerüchteküche um eine DM 2.0 brodelt.
Obwohl wir davon überzeugt sind, dass eine Währungsreform bzw. die Ausgabe einer Notwährung bereits vorbereitet wird, glauben wir nicht an eine unmittelbar bevorstehende Währungsreform.
Sicherlich, man sollte diese Option unbedingt einkalkulieren, aber es sprechen viele Fakten im Moment dagegen. Die Krise verläuft in den Augen der deutschen Bevölkerung noch immer relativ milde ab.
Wie möchte man unter diesem Umfeld die Notwendigkeit einer Währungsreform vermitteln? Das einzige, was die deutsche (auch österreichsche holländische etc.) Bevölkerung akzeptieren würde, wäre eine Abkopplung des Euros von den PIGS-Südländern. Aber dann bitte eine Umstellung der Währung ohne Kaufkraftverlust. Ein Währungsschnitt ist nicht zu machen, und damit wären die Überschuldungsprobleme des Staates nach wie vor evident. Eine Währungsreform ohne drastischen Schnitt wäre nur eine (zu) aufwändige Zwischenlösung, die politisch jedoch auch nicht gewollt ist.
Die Regierung wird solange wie möglich am Euro festhalten.

Auf der anderen Seite können natürlich auch "unerwartete und überraschende" Ereignisse eintreten oder sogar inszeniert werden, die dann die unmittelbare Durchführung einer Währungsreform unabdinglich erscheinen lassen. Die derzeit hartnäckig verbreiteten Gerüchte um eine Währungsreform sind auch ein Zeichen dafür, dass diese Aktion nicht unmittelbar bevorsteht. Der Effekt ist am wirkungsvollsten, wenn niemand damit rechnet. Nach einer Weile "versandet" das Gerücht über eine Währungsreform wieder, so dass, falls die Gerüchte absichtlich in die Öffentlichkeit lanciert worden sind, mit der Durchführung nicht vor Herbst dieses Jahres erwartet wird. Doch lieber zu bald vorbereitet sein, als zu spät nicht mehr reagieren zu können.


Rohstoffe
Neu im Downloadbereich "Texte": Spezialreport Öl März 2010 von der Ersten Bank, Wien.

Hinweis: Nach etwas längerer Pause heute wieder ein Update auch auf der Seite des Edelmetallstammtischs.

Die Abwärtsspirale der Depression hält an.
EADS hat das Rüstungsgeschäft mit den Amis verloren - na und? Mit was hätten die Amis das Zeug denn bezahlen wollen, wo deren Außenhandelsbilanzen sowieso seit Jahren nur mit dem Rotschrift geschrieben werden. Die grünen Papierfetzen können sie getrost behalten.
Sch… auf die Bilanzen, die sind ohnehin nur Makulatur und haben keinen Bezug mehr zur Realität.

Auf dem ersten Blick sieht es zwar so aus, als ob wir uns in einer deflationären Depression befänden, billiger wird aber nur das, was überflüssig bzw. zuviel am Markt angeboten wird. Es wird von verschiedenen Seiten berichtet, dass bei so manchen notwendigen Dingen des täglichen Bedarfs die Preise innerhalb kürzester Zeit sich vervielfacht haben. Die Händler fahren eine brutale Mischkalkulation. Alles, was im Fokus des Preisvergleichs steht, ist günstig. Alles, wo es keine Alternative gibt, ist teuer. Ersatz- bzw. Verschleißteile für Geräte sind unverhältnismäßig teuer.
Was früher so gerne mit Ink-Jet Druckern für den SOHO Bereich gemacht wurde (der Drucker war quasi geschenkt, dafür wurde mit den Verbrauchsmaterialien so richtig Kasse gemacht), wird nun offensichtlich auf alle Bereiche ausgeweitet. Solange die Verbraucher das mitmachen.

Euro-Fonds für kränkelnde EU-Staaten?
Also doch wischi-waschi-Bailout-Quatschi. Das ist der Versuch, Wasser mit Wasser verdünnen zu wollen. Der Euro ist ebenso am Ende wie alle anderen (ungedeckten) Papierwährungen auch. Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob irgendeine Währung doppelt so gut ist wie eine andere. Rechnen Sie einfach selbst nach: Das Doppelte von NICHTS ist auch nicht mehr als ein einfaches NICHTS!

Weil viele Leute der guten, alten DM nachweinen. Mag sein, dass es damit weniger Probleme im Inland hinsichtlich der Währungsstabilität gegeben hätte, dafür gäbe es andere Probleme. Durch die Einführung des Euros hatten alle Euroländer die Möglichkeit, sich in der gemeinsamen Währung zu verschulden. Hätten die Griechen noch die Drachme, hätte die schon lange dramatisch gegen die DM abwerten müssen. Nicht nur Griechenland, sondern alle PIGS.
Dann wäre auch der Exportmotor Deutschlands schon viel eher zum Stottern gekommen.
So eine lineare Rechnung: was wäre, wenn - ist gar nicht möglich. Die meisten vergessen bei solchen Überlegungen, dass wenn sich ein Parameter ändert, das einen Rattenschwanz an anderen Effekten nach sich zieht.


8. März 2010
Die Krise - ein Schauspiel der Ohnmacht
Die Hauptverursacher der Krise sind gleichzeitig deren Gewinner. Den Kampf um eine Neuordnung der Finanzbranche haben Angela Merkel und ihre Kollegen gar nicht erst angetreten.

Link: -> http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Finanzkrise-Angela-Merkel;art141,3049950

Eine Neuordnung der Finanzbranche bedeutet in diesem Falle eine Neuordnung des Finanzsystems und der Geldordnung. Das internationale Bangster-Kartell wird so etwas nicht zulassen. Diese internationalen Strippenzieher sind etwas mächtiger als so eine Bundeskanzlerin. Die einzige Möglichkeit, dieses Kartell zum Erliegen zu bringen wäre es, wenn sich alle Bürger dem System entziehen würden. Aber so etwas klappt nicht. Solange es zu viele vermeintliche Profiteure gibt, wird der brave Bürger am System nicht rütteln. Die Transfergeldempfänger sind an einer Neuordnung sowieso nicht interessiert. Rentner, Bürokraten, Beamte, und schließlich die Sozialhilfeempfänger - die würden zunächst relativ schlechter dastehen.

Das System kommt erst dann zum Erliegen, wenn:
a) Die relativ kleine Bevölkerungsanteil der produktiv schaffenden Bürger ihre Lage und Position begreifen würden und sich verweigern.
Das geht jedoch nur, wenn man entsprechende Vorbereitungen getroffen hat und echte Vorsorge getroffen hat, wenigstens eine Zeit lang autark zu (über-)eben.
Da diese Gruppe meist den Konsumidioten und Schuldsklaven zugeordnet werden muss, ist diese Option momentan reine Illusion.
b) Das Kartell das System selbst hochgehen lässt, weil eine Weiterführung sich nicht mehr lohnt. Altes Gebäude abreißen (zerlegt sich wahrscheinlich ohnehin von selbst) und danach ein neues Gebäude errichten. So etwas wird dann gleichzeitig mit einer neuen Gesellschaftsordnung einhergehen, in der ein Mittelstand keinen Platz mehr findet.


Es ist schon erstaunlich, dass die Bevölkerung der westlichen Welt tatenlos mit angesehen hat, wie die die Freiheitsrechte, die sich unsere Vorfahren mühsam und unter Entbehrungen hart erkämpft haben, ohne Widerstand und aus Bequemlichkeit geopfert worden sind. Gefangen im System, auf so subtile Art und Weise…


6. März 2010
Gedanken zur Anlegermesse (von Achim)

„Ich bin am Freitag und Samstag auf der Anlegermesse im Frankfurter Marriott-Hotel.“ teilt uns Peter Ziemann auf seinem Blog mit. Ich bin gespannt auf seinen Bericht, konnte mir aber nicht verkneifen schon mal ein paar Informationen bei boerse-ard abzugreifen, schließlich ist mein gutes Recht als braver GEZSklave schlecht informiert zu werden ,dafür aber „just in time“.

Was teilt uns ard-boerse also Wissenswertes mit? Die Veranstalter wurden des Andranges kaum Herr, warum? „Der Anlagenotstand bei Privatanlegern scheint weiter hoch zu sein“ , orakelt der Autor, gerne spricht man auch in diesem Zusammenhang von Anlagedruck.

Wie muss man sich das vorstellen,ich versuch jetzt mal eine Annäherung, muss ich mir jetzt junge dynamische Menschen vorstellen, mit praktischen Rucksäcken voller Bargeld, das sie jetzt unbedingt auf der Stelle loswerden müssen? " So ungefähr muss es sein ! “
Die Anleger sind unser Kapital", läßt ein gewisser Herr Gündel verlauten. Und Sie haben es gefälligst bei uns abzuliefern, wird er sich dazu gedacht haben.
Dazu muss „dieses Vertrauen wieder gestärkt werden“ sagt Lutz Raettig, ehemaliger Investmentbanker und inzwischen Kämmerer der Stadt Frankfurt. Klar doch, wenn ein ehemaliger Investmentbanker das sagt. Mal so nebenbei, Stadtkämmerer von Frankfurt scheint mir ein Beruf für Leute mit Visionen und strotzendem Selbstbewußtsein zu sein, wer erinnert sich nicht gern an Tom Königs , der sein Erbe den Vietcong vermachte bevor er grüner Stadtkämmerer in Frankfurt wurde. Jetzt eben mal ein Investmentbanker!

Kurz und gut allen Beteiligten war klar „dass auch das verloren gegangene Vertrauen der privaten Investoren eine Baustelle ist, an der fieberhaft gearbeitet werden muss“ , dazu muss man sich zunächst einmal vertrauensvoll klingende Namen auf „denglisch zulegen, wie z.B. die “Investor-Relations-Agentur "Value Relations" , „Wert-Verbindungen“ oder was immer das bedeuten soll.

Das Geschäft scheint aber nicht mehr so einfach zu sein, für die schlichteren Gemüter werden „Kugelschreiber und Baseballmützen“ verteilt , für die „ bislang noch eher zurückhaltende Anlegergruppen „ ,“ hat Value Relations einen Workshop "Finanzen für Frauen" und ein Jugendprojekt mit ins Programm genommen“. Toll! kein Schaf wird vergessen! Aber es wird noch besser , da gibt es einen Indexfonds Anbieter mit dem schönen Namen iShares, der nämlich „ präsentierte gleich noch eine Anlagestrategie für ein Umfeld mit hoher Inflation“.

Nein bewahre, das barbarische Metall ist damit nicht natürlich nicht gemeint, dies hat das gemeine Volk gefälligst abzugeben, „Gold bring Geld“ sagt Reiner Calmund, der natürlich als kongeniale Volksverdummer und Goldsammler nicht fehlen durfte! Der Mann ist so unappetitlich wie ehrlich wenn folgendes von sich gibt : "Hier muss man die Tore machen, es geht immer nur ums Ergebnis, egal wie man es erreicht."
Schöne „Verar...“ noch!

5. März 2010
Griechische Anleihen gehen weg wie die warmen Semmeln.
Dieses perverse Spiel wird bis zur letzten Sekunde fortgeführt.
Doch wenn die Musik aufhört zu spielen, gibt's ein Chaos.
Bei der "Reise nach Jerusalem" wir immer nur ein Stuhl entfernt, und ein Teilnehmer scheidet jeweils aus.
Mittlerweile spielt die Musik weiter, ein Stuhl nach dem anderen wird entfernt, und die Spieler laufen immer noch im Kreis, obwohl schon fast keine Stühle mehr vorhanden sind.
Das gibt ein böses Erwachen!

Man hat den Crash zwar verschoben, aber die Fallhöhe wird zunehmend höher. Das ist Wahnsinn mit System.


3. März 2010

Carnem et Circenses - Nachgedanken zu Olympia
(Ein Beitrag von Achim)

Es ist geschafft, die Kanadier haben die Medaille im Eishockey gewonnen und
das ist doch das Wichtigste, oder? Die Amis haben die Silbermedaille bekommen,
-ja ich habe bis zur Siegerehrung durchgehalten-, die Jungs hatten einen Gesichtsausdruck als
würden sie sogleich zum Schaffott geführt, nein wurden Sie natürlich nicht, stattdessen erhalten sie
einige Millonen Papiergeld, aber das ist gerecht schließlich haben die Zuschauer auf dem
Schwarzmarkt mal locker 20.000,00 Canada Dollar für einen normalen Sitzplatz bezahlt , für einen
Logenplatz waren um die 100.000 Dollar fällig und nebenbei die halbe Welt in Ektase versetzt.


Der Moderator meinte: "das Gold muss ins Mutterland des Eishockeys zurückkehren",
ich dachte bisher immer in Kanada gäbs jede Menge Goldminen, was meint der Mann
damit? Will er sich beschweren, daß die Goldmedaillen zu 80 Prozent aus Silber bestehen
und nur 6 Gramm Gold enthalten? Keine Ahnung!
Aber jetzt ist sie schon Schnee von gestern -die Winterolympiade- jetzt sind wir wieder
mitten drin und zwar in der Schuldenolympiade.
Wie wir alle wissen, der unschlagbare globale Champion
auf diesem Gebiet -das Land mit dem größten, außer Kontrolle geratenen Defizit ist kein
geringeres, als die Vereinigten Staaten von Amerika, mit Ihren Coaches Ben Bernanke
und Tim Geithner, dicht gefolgt von ihren angelsächsischen Buddies und Urvätern unter
Leitung von Teamchef Gordon Brown , und dem hohen "Alltime Favoriten"
Japan - der Name des Teamchefs ist mir gerade entfallen- und irgendwie den Ururenkeln
der Demokratie- und Souflaki Erfindern unter Leitung von Alexis Sorbas, oder wie hieß der
gleich noch.


Was mich völlig kirre macht, die USA wollen unbedingt den Enkeln von Sokrates und Platon den
Vortritt lassen, -haben die soviel Respekt vor Philosophenenkeln ? Ich weiß es nicht.
Auch Gordon Brown übt sich in angelsächsischer Bescheidenheit, aber ich glaube, der ist ein
ganz gerissener Hund, meine Theorie ist ja, die Engländer sind stinkesauer, dass Sie Ihre
kreditfinanzierten Häuschen in Spanien nicht mehr finanzieren konnten und daher wieder in
ihre verregneten Suburbs zuückkehren mussten. Jetzt sinnen Sie auf Rache und wollen die armen
Griechen perfiderweise aufs Goldtreppchen befördern, damit diese dann aus dem Euronenverein
rausfliegen und die Angeln sich mit ihrem maroden Pfund wieder in der Ägäis ansiedeln
können.


Naja, ist nur so eine Theorie von mir und eigentlich auch egal, ich als Mister Mustermann
soll mir nicht so krude Gedanken machen, sondern soll bitteschön den nächsten Großereignissen
entgegen fiebern, z.B. Fußball-WM in Südafrika, auch wenn ich mich nicht die Bohne für Fußball
interessiere, auf das Gemeinschaftserlebnis kommt es schließlich an und weil es bis dahin noch
solange hin ist, gibts noch einen Sängerwettbewerb , neudeutsch "European Song Contest",
mit Stefan Raab von PRO7 und der darf dafür in der ARD Werbung machen.
Klasse, wie alle in der Krise zusammenhalten.


Ach Guido , wenn Du meinst, uns jede Woche mit Deinen Erkenntnissen zur "spätrömischen
Dekandenz" beglücken zu müssen, kannst Du beim nächsten Mal in der Springerpresse etwas
näher auf das Thema "Brot und Spiele" eingehen. Carnem et Circenses eben!


2. März 2010
Inflation ante portas ?!?

Heli-Ben hat vor etwa einem Jahr von sich gegeben, dass Inflation (wahrscheinlich im Sinne von Teuerung) deshalb nicht stattfindet, weil die Leute keine Inflation erwarten. Dieser psychologische Trick scheint gelungen zu sein. Obwohl die Amis die Dollarmenge ohne Ende ausgeweitet haben, sind die Verbraucherpreise nicht entsprechend gestiegen. Dann haben sich einige Leute in der Öffentlichkeit doch Gedanken darüber gemacht, ob die gigantische Geldmenge nicht irgendwann doch auf die Güterpreise durchschlägt. Doch auch hier hatte Heli-Ben die passende Antwort parat, in diesem Fall würde die Liquidität ganz einfach dem Markt wieder entzogen. Wie das funktionieren soll, ist jedoch schleierhaft. Wir haben vor etwa 6 Monaten darüber berichtet und wollen die alten Kamellen nicht aufwärmen. Was wir in diesem Zusammenhang herausstellen möchten ist die Aussage bezüglich der Inflationserwartung. In den letzten Wochen wird doch ganz offensichtlich der Boden dafür bereitet, eine höhere Inflationserwartung in den Köpfen der Masse einzupflanzen. Von 5% ist da die Rede. Eine moderate Inflation wird in den Raum gestellt, um die gegenwärtigen "Probleme" besser in den Griff zu bekommen. Inflation ist für einen Schuldner immer hilfreich, solange er für seine laufenden Kredite niedrige Zinsen bezahlt. Nur mit dem Überrollen von alten Krediten sollte es dann das Problem ergeben, sich nur zu deutlich höheren Zinssätzen refinanzieren zu können, aber egal.
Wenn der Trick mit der niedrigen Inflationserwartung geklappt hat, warum sollte es dann mit der höheren Inflationserwartung nicht auch klappen?
Auch wenn eine offene Inflation das Überschuldungsproblem nicht löst, sollten wir vielleicht mit dem baldigen Ende der niedrigen Verbraucherpreise rechnen. Soll damit der Crack-up Boom eingeleitet werden? Angeblich geben die Amis ja schon wieder mehr Geld für den Konsum aus, wie heute Morgen in den Nachrichten zu hören war. Und diese Nachricht hat sogar den japanischen Aktienmarkt Aufwind beschert nach dem Motte: Wenn die Amis wieder mehr konsumieren, können die Japaner wieder mehr exportieren.
Das ist natürlich ausgemachter Blödsinn, aber die psychologische Wirkung ist offensichtlich real.
Mal sehen, wie lange das Spielchen noch weitergeht. Warten wir auf den nächsten, großen Paukenschlag…

1. März 2010
Aktion weiße Flagge. Unsere Demokratie hat schwer gelitten. Ist ein Umkehrtrend noch möglich?
Hier als PDF-Version...

Leserzuschrift (blau) dazu:
[...] Zuerst müsste man fragen wer versteht es überhaupt - ein Handwerker, ein Müllmann? ein einfacher Bürger?
Es mag ja stimmen was da angesprochen wird, aber hieran sieht man  wieder, das solche Dinge immer von Bildung und Wissen abhängen.
Und so ist leider auch der Hgcn noch strukturiert, die sogenannte höhere Mitteleschicht, Beamte, Dipl. Ing`s, Pensionäre, das was man Intuektuelle nennt, aber das Volk?!

(Kommentar: Vom einfachen Bürger wird keine Initiative erwartet, aber es ist die gebildete Mittelschicht, die dem Treiben der Eliten einfach zugesehen hat, ohne etwas zu unternehmen.)
Mit solchen Artikeln beweihräuchert sich zwar eine Gesellschaftsgruppe, aber das Volk ist das nicht.
(Kommentar: Seltsamerweise waren sich die Bürger der Ex-DDR relativ einig, als das Regime zusammenbrach. Hier trifft die Definition Volk sicherlich zu)
Somit, aus dem Kasten die Bewegung noch lange nicht raus. Und wenn es direkt sichtbar wird, ist zu spät. Wir haben leider noch keine Führungskräfte die aus der Deckung gehen.
(Kommentar: Führungskräfte gehen erst aus der Deckung gehen, wenn der Boden bereitet ist.)
Ähnelt stark dem Ablauf wie es 1944 lief, Staufenberg und so, die gingen aus der Deckung, nachdem der Krieg eigentlich schon lange verloren war. Sicher, daß war edel, viele haben ja den Kopf dabei verloren. Jedoch am Rahmen war da nix mehr zu ändern.
 Das ist ja das Paradoxe, trotz Internet, es wird viel geredet, aber getan auf den Staat gesehen, sich richtig im Aussen auflehnen, da ist Ruhe im Karton.
 Solange also die Ingnoranz und die Feigheit der Klasse die an der Macht sitzt bestehen bleibt, ist eine Wandlung erst durch den vollen Zusammenbruch denkbar.

(Kommentar: Der totale Zusammenbruch ist dazu nicht notwendig, wenn sich vorher das Bewusstsein verbreitet, das diese Entwicklung keine Zukunft hat.)
Das sich auch keine Massen aktvieren lassen, hat vielerlei Gründe. Vor allem die Gewerkschaften, welche noch die Macht hätten, machen aus eigener Pfründe ebenfalls nix macht. Es bewegt sich nix und das Karnikel (Die Masse) starrt auf Schlange...und wird sich wohl fressen lassen.
In Hinblick darauf bewegt der Aufruf nichts, ausser sagen zu können ich habe es probiert. Ich bin halt hier ernüchtert, weil ich die Erfahrung tagtäglich mache.

(Kommentar: Es fehlt der Trigger, wer und was das am Ende auslöst, kann nicht vorausgesehen werden. Irgendwann zündet der Funke.)
Wo wir wieder da sind, mit Freiheit alleine, wie es der hgcn propagiert, bewegt man wenig. Ein Schwert führt man mit Disziplin und nicht damit, wenn man Lust hat kommt man, wenn man keine hat ist auch gut :-) zwar eine tolle Meta-Einstellung, doch im realen leider noch nicht mehrheitsfähig um - ja was - um wirklich was zu bewegen..ausser Gedankengebäude...
(Kommentar: Stetig Tropfen höhlt den Stein...)


Zum Goldpreis.
Die Feinunze der Anlagemünzen ist heute Morgen kaum unter 860,-€ erhältlich.
viele meinen, dass der Goldpreis mittlerweile zu hoch ist. Wirklich? Angesichts der Probleme des globalen Finanzsystems sehen wir das anders. Gold ist im Vergleich der Papierwerte immer noch stark unterbewertet. Richtig ist, dass Sie für eine Unze Gold heute wahrscheinlich relativ lange arbeiten müssen. Chicago im Jahre 1900. Ein besserer Angestellter (z.B. Buchhalter) hat damals in der Woche ca. ½ Unze Lohn erhalten. Steuern und Abgaben im Vergleich zu Heute vernachlässigbar wenig, dafür gab's auch keine großartige Sozialversicherung. Der Bürger wusste, dass er für sich selbst vorsorgen und sparen musste. Damals war der Dollar jedoch eine beständige und harte Währung, dessen Kaufkraft vergleichsweise stabil war. Heute ist es so, dass das Sozialsystem vor die Hunde geht, und die eigenverantwortliche Vorsorge in Papier de facto bald größtenteils abgeschrieben werden muss.
Unter Berücksichtigung dieser Hintergründe ist Gold momentan alles andere als zu teuer. Seien Sie dankbar, dass Sie es überhaupt noch so einfach kaufen können. Ihnen bleibt vom Lohn viel zu wenig übrig, als dass Sie dafür auch noch ¼ oder ½ Unze im Monat beiseite schaffen können? Wie hat das dann unser Buchhalter vor über einhundert Jahren geschafft? Und wenn Sie bereits Vermögenswertanlagen in Paper halten, wer hindert sie daran, diese in handfestes Material zu konvertieren, solange dazu noch Gelegenheit ist? Zu teuer sagen Sie? Dann haben Sie rein gar nichts verstanden. Der finale Crash wurde nicht verhindert, sondern nur verschoben. In dieser Zeit hatten unsere Eliten genügend Zeit, ihre Schäfchen noch schnell ins Trockene zu bringen. Politik ist nicht für die Masse, und eine effektive Vorsorge erst recht nicht. Unsere Form der Gesellschaft wird gerade zerstört. Der Mittelstand wird vernichtet. Das ist zwar nicht in unserem Sinne, aber leider können wir diese Entwicklung nicht mehr aufhalten, dafür ist es bereits zu spät.
Nicht zu spät hingegen ist es, noch schnell die Konsequenzen aus dieser Entwicklung zu ziehen und sich weitgehend, soweit es die persönlichen Umstande zulassen, aus dem bestehenden System auszusteigen. Vermeiden Sie Kredite, sowohl aus Sicht eines Schuldners als auch aus der Sicht eines Gläubigers. Nur ein Vermögen ohne Gegenparteirisiko ist ein gutes Vermögen.


28. Februar 2010
Wie unsere Politiker das Volk verarschen.

Die Sendung Monitor zeigt auf, wie die Schafe geschoren werden. Das ist Verrat mit höchster krimineller Energie. ->Link zum Video
Leserkommentar:
Die Skrupellosen. Sie kennen keine Grenzen!!! und die Sanftmütigen setzen keine Grenzen
Ist es der Untergang der Sanftmütigen der kommt???
Bis jetzt schaut es ganz so aus. Na schauma mal.

27. Februar 2010
Teuerung gibt nach
Wiesbaden - Günstige Nahrungsmittel und sinkende Preise für Energie haben die Teuerung in Deutschland im Februar deutlich gedämpft.

Vollständiger Artikel.
Der Artikel ist an und für sich uninteressant, bemerkenswert ist lediglich, dass das Wort "Teuerung" verwendet wird, und nicht mehr "Inflation". Die Brüder haben wohl dazugelernt?

Schulabgänger nicht reif für Lehre

Dem deutschen Handwerk fehlen die Lehrlinge. "Schon im vergangenen Jahr konnten wir fast 10 000 Ausbildungsplätze nicht besetzen. Es gab schlicht nicht genügend Bewerber, auch weil die Zahl der Schulabgänger weiter zurückgeht. Die Lage wird sich auch 2010 kaum ändern", sagte der Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke. Seiner Meinung nach, würden viele junge Menschen zu wenig über das Handwerk wissen und es daher uncool finden. [?] Nach Ansicht des ZDH-Hauptgeschäftsführers fehlen bei vielen Jugendlichen die Ausbildungsreife. "Leider zählen wir pro Jahr über 100 000, die nicht ausbildungsreif die Schulen verlassen", so Schwannecke. "Wir müssen aufpassen, dass Hartz IV nicht zum Lebensschicksal junger Menschen wird." Schwannecke forderte, dass Wirtschaftsverständnis und Berufsorientierung "Pflicht-Bestandteile der Lehrpläne" in den Schulen werden müssten.

Vollständiger Artikel
Und das in der heutigen Zeit? Auch ein Grund, warum der Crash notwendig ist!

Spekulationen gegen Euro und Pfund
In London hat der ehemalige Partner von George Soros, Jim Rogers, gemeinsam mit den Spekulanten Marc Faber und Vince Stanzione Investoren zu einem Seminar am 19. März eingeladen, denn "aus der jetzigen Situation könnte viel Kapital geschlagen werden". Investoren könnten die Geheimnisse der Insider kennenlernen, die mit ihren Strategien schon oft recht gehabt hätten, lautet ihre Werbung.

Vollständiger Artikel
Das beschleunigt den Zerfall des Euros noch zusätzlich...


26. Februar 2010
Deutsche Kreditinstitute wollen keine griechischen Anleihen mehr zeichnen
!
Nur Drohgebärde oder Ernst? Diese Aktion würde Griechenlands Refinanzierungsmöglichkeiten noch weiter dramistch verschärfen. Aber Griechenland aus der Eurozone hinauszuwerfen ist auch nicht so einfach. Damit würde es zwangsläufig zum Bruch der Gemeinschaftswährung insgesamt kommen.

Ein Artikel in der BernerZeitung beschreibt die Problematik sehr treffend:
Ist Euroland noch zu retten?

25. Februar 2010
Grundlagensicherung
Die
Liste von Stefan haben wir hier hochgeladen und verlinkt, da auf der ausgelagerten Seite des Schwabacher Stammtischs der Download noch nicht funktioniert.

24. Februar 2010
Was passiert mit der Euro-Währung?

Diese Frage wollen wir nicht direkt beantworten. Wir haben gesehen, dass Politik und Vernunft zwei paar Stiefel sind, denn sonst hätte es die Einheitswährung so nicht gegeben.
Für das Funktionieren einer einheitlichen Währung macht nur in einem homogenen Wirtschaftsraum Sinn. Das Gefälle innerhalb Europas war viel zu stark ausgeprägt, als dass der Euro hätte funktionieren können. Was wäre gewesen, wenn Griechenland nicht der Eurozone beigetreten wäre? Man hätte die Drachme ganz einfach abwerten können, und das griechische Problem hätte sich über die Marktmechanismen von selbst bereinigt. Ebenso verhält es sich mit Kreditgeld. Ein solches Konstrukt ist nur denkbar, wenn die zugrunde liegenden Gläubiger-Schuldner Beziehungen nachvollziehbar und transparent sind. Ein dauerhaftes Defizit und Gefälle zwischen Handelpartnern ist ebenso unmöglich wie zwischen Handelsnationen.


Zocken gegen den Euro (Video)
Leserkommentar:
In Griechenland gibts Beamte die nur einmal im Monat da sind und zwar dann wenn es Geld gibt.
Oder noch besser es gibt Beamte, die gar keiner kennt!
"Das muß das Paradies sein"


Die Schlammschlacht geht weiter:
Griechenland: "Nazis haben Wirtschaft vernichtet"
Der griechische Vize-Ministerpräsident Pangalos greift Deutschland scharf an. Die Nazis hätten griechisches Gold gestohlen. Deutschland verweist auf ein Abkommen zur Wiedergutmachung.
-> Vollständiger Artikel
Kaum gibt's nix mehr zu verteilen, gehen die Schläge unter die Gürtellinie. Trotz der Fähigkeit zu technischer Höchstleistung ist der Mensch irgendwie auf der mentalen Stufe eines Neandertalers stehengeblieben. Futterneid wird sofort mit der Keule beantwortet, anstatt nach tragbareb Lösungen zu suchen. Das Land der antiken Philosophen und das Land der Dichter und Denker, wie tief kann man eigentlich sinken? Aristoteles, Platon - Goethe und Schiller, sie würden sich im Grab umdrehen...


Freddie Mac: Fast acht Milliarden Dollar Quartalsverlust
Der zweitgrösste US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac hat im vierten Quartal einen Verlust von 7,8 Milliarden Dollar verbucht. Neue Finanzspritzen der Regierung seien aber nicht nötig, teilte das staatlich gestützte Institut am Mittwoch mit.
Leserkommentar:
Hier sieht man genau das das bisherige schon gar nicht mehr existiert.
Es wird nichts mehr bezahlt nur noch gedruckt!!!!


23. Februar 2010
"Unabhängigkeit" der Medien (Leserhinweis)
Brender prangert "Spitzelsystem" bei Öffentlich-Rechtlichen anHeftige Kritik an der Einflussnahme der Politik auf die Öffentlich-Rechtlichen: Der scheidende ZDF-Chefredakteur Brender geißelt im SPIEGEL-Gespräch das "Proporzdenken" und die "Rückgratlosigkeit" der Parteien im Verwaltungsrat der Sender. Es gebe im ZDF Spitzel - vergleichbar mit den IM der
Stasi.
Vollständiger Artikel


Lesertipp zum Video "Vorsicht Bürgerkrieg":
hier kann man sich das Video in voller Länge ansehen:
erst den Player dawnloaden
http://www.veoh.com/download
dann ansehen
http://www.veoh.com/search/videos/q/vorsicht+b%C3%BCrgerkrieg#watch%3Dv19351785g2FzgqWX
Ohne Player sind nur 5 min zu sehen. Registrierung NICHT ERFORDERLICH. Damt kann man sogar das Video herunterladen. Einfach "Video herunterladen" anklicken und das Video wird im Hintergrund vom Veoh-Player als avi heruntergéladen.

Heute letzter Tag für die Sammelbestellung der Notfallverpflegung, die über den Stammtisch Schwabach organisiert wird.

Veranstaltungshinweis: Am 12.3.2010 findet ein Vortrag von
Andreas Jacobs in der VHS Schwabach statt.
Titel:
Die Wirtschaftskrise - eine Chance zur Wende? Rohstoffe und Gold - neue Megatrends? Download Flyer

22. Februar 2010
Freiwirtschaft, nocheinmal
Wir haben zum Thema Freiwirtschaft in unserer Textsammlung eine kritische Analyse sowie einen
Aufsatz (<- Link) hinzugefügt. Die Analyse hatten wir schon einmal zuvor verlinkt, jedoch war der Abruf eine Zeit lang kostenpflichtig. Nun ist sie wieder kostenlos herunter zu laden, und es wird nur um eine freiwillige Spende gebeten. An alle Freiwirtschaftsfans: Das soll nicht als Angriff gegen diese Fraktion verstanden werden, denn viele Anhänger von Mises sind zunächst auch einmal erst bei Gesell gelandet. Das war sozusagen das Sprungbrett für die weitere Entwicklung. In dem Aufsatz wird plausibel dargelegt, warum die Freiwirtschaft in einer offenen Gesellschaft nicht funktionieren kann.

Vorsicht Bürgerkrieg!
Kennen Sie Udo Ulfkotte? Er ist Autor des Buchs "Vorsicht Bürgerkrieg - Was lange gärt wird endlich Wut", in dem er den Zerfall unserer Gesellschaft beschreibt. Letzte Woche noch konnte man eine neunteilige YouTube Serie mit dem Titel "Vorsicht Bürgerkrieg!" ansehen, wurde jedoch zwischenzeitlich vom Kopp-Verlag wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung gestoppt. (Der HGCN hat zwar eine Kopie noch "rechtzeitig" gezogen, wird sie jedoch aus den genannten Gründen nicht zum Download anbieten)
Aber worum geht es? Ulfkotte zeichnet eine beängstigte Zukunft, in dessen Realität wir uns bereits befinden. Ulfkottte erwähnt auch den ominösen "Atlas der Wut", ein angebliches Geheimdossier über potenzielle Bürgerkriegsgegenden in Deutschland, dessen Existenz von der BuReg jedoch geleugnet wird. Da Ulfkotte selbst jahrelang Journalist in Unruhegebieten in vornehmlich islamischen Gebieten war, sollte man ihn als Kenner der Materie einschätzen dürfen. Das, was er nun publiziert, passt jedoch so gar nicht ins Weltbild unserer Gesellschaft.
Tatsache ist, dass sowohl der BuReg als auch den Städten und Gemeinden das Geld ausgeht.
(Behalten wir im Hinterkopf, dass unser Geld ein Synonym für Kredit ist)
Der heftige Winter hat so viele Straßenschäden beschert, dass das dafür vorgesehne Budget hinten und vorne nicht reicht, die Gewerbesteuern brechen weg etc. etc.
Früher hat man sich die Toleranz und Ruhe im Land ganz einfach "erkauft", Kritik gegen die politische Korrektheit einfach mit Geld zugeschüttet. Dieses Löschmittel wird in Zukunft fehlen. Dass der Verteilungskampf an Schärfe laufend zunimmt, ist ja mittlerweile nicht mehr zu übersehen.
Ob Hartz IV oder GR-Bailout, das ohnehin schon arg geschröpfte Volk hat langsam die Schnauze voll und will freiwillig nicht weiter bluten. Der Staat wird nur noch als Umverteilungskrake gesehen, das zwar Leistung einfordert, jedoch immer weniger davon seinen Bürgern zurückgibt. Siehe Lehrermangel, Gesundheitswesen. Die Liste lässt sich endlos fortsetzen.
Und was wird üblicherweise gemacht, wenn das Volk unzufrieden wird? Mit Geld zuschütten ist ja nicht mehr, daher wird zu den uns nur allzu bekannten Mittelchen der Sündenbocksuche gegriffen.
Die leidige Sozialschmarotzerdebatte beweist das ja sehr eindrucksvoll. Es sind jedoch nicht nur die Hartz IV Sozialschmarotzer, die versorgt werden wollen, sondern im Prinzip alle Empfänger von Transferleistungen, und dazu gehören auch unsere Damen und Herren Politiker mit samt den aufgeblähten und in der Regel unproduktiven Bürokratieapparatski. Diese Gattung an Transfergeldempfängern ist dem Wohlstand der Bevölkerung genauso abträglich wie auch die kleinen Fische der offensichtlichen Sozialschmarotzer. Der einzige Unterschied besteht in der beträchtlichen Differenz hinsichtlich des Sozialprestiges. Die Gage für die Politclowns ist, gemessen ans der miserablen Performance, weit überdimensioniert. Das bekommt jeder Komiker sogar mit unterdurchschnittlichem Talent für weitaus weniger Kohle wesentlich besser hin. Wie bereits früher schon einmal erwähnt, ist mir der Sozialasi sogar noch weitaus lieber als so mancher Bürokrat. Beide kosten unser sauer verdientes Geld, aber der Sozialasi gängelt uns wenigstens nicht mit schikanösen und im Grunde doch nur kontraproduktiven Vorschriften und Verordnungen (Glühbirnenverbot, Duschkopfverordnung etc.)
Unsere Gesellschaft wurde früher einmal durch einen gesunden Mittelstand getragen und geformt.
Heute ist die tragende Säule dieses Gesellschaftsmodells zerstört. Der noch existierende Mittelstand ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Das Revolutionspotenzial ergibt sich daher von ganz alleine. Die Szenarien von Udo Ulfkotte sind leider so weit hergeholt nicht…


21. Februar 2010
Der Trick mit Inflation und Deflation
Reinhard Deutsch hat diesen Artikel bereits 2003 auf zeitenwende.ch veröffentlicht, und er hat nichts an Aktualität verloren, nur dass wir uns heute bereits eher in der Endphase des Kapitels befinden.
[zit.:] Im Grunde sind deflatorischer Crash und Hyperinflation der gleiche Sachverhalt. In beiden Fällen ist das Ergebnis die Zerstörung von Geld und Kredit.
Interessant ist, dass diese Entwicklung schon lange zuvor vorhersehbar WAR. Und selbst heute werden wir von dem meisten Mitbürgern immer noch als "Spinner" angesehen.
"Die Verschwörungstheorien von gestern sind die Realität von heute..."
(gefunden auf infokriegernews)

19. Februar 2010
Der große Bluff
Der eigentlich eher irrelevante US-Diskontzinssatz wurde gestern um 25 Basispunkte angehoben, um eine symbolische Trendwende der gegenwärtigen Mickerzinspolitik anzudeuten. Der viel wichtigere Leitzins blieb unverändert. Keine Angst, eine Wiederholung der Zinspolitik wie in den 1980ern ist nicht möglich. Damals waren die US-Wirtschaft und der Staat wesentlich geringer verschuldet als heute, die hohe Zinslast konnte gerade noch gestemmt werden, ohne dass die Wirtschaft total zusammenbrach. Diese Methode, den Dollar doch noch zu retten, funktioniert heute aus den genannten Gründen nicht mehr. Die kriegen wohl den Goldpreis nicht mehr unter Kontrolle. Irgendwann musste die Munition ja ausgehen. Kein Ass mehr im Ärmel?


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Auszug aus "Aufwärts ohne Ende" von Dr. Paul C. Martin

"[...] Auch das Endspiel läuft nach festen Regeln. Wir kennen diese Regeln jetzt. Wir wissen, was mit einer kapitalistischen Wirtschaft, die unter dem Schuldendruck des Debitismus steht und durch ihn überhaupt definiert ist, geschieht, sobald ein Aufschuldner hereingelassen wird.
Wir kennen historische Parallelen noch und noch.

Wir wissen aber auch um die große Neuerung, wir kennen den Trick mit dem "
CpD-Konto" "Staat", bei dem jeder seine Schulden abladen kann, wie der Katholik im Beichtstuhl seine Sünden. Das Konto, an dem jeder zugleich als Aktiv-Berechtigter beteiligt ist, woraus er alles zieht, was ihm sein Leben schön macht: Gutschriften, Zinsen, Renten- und Pensionsansprüche. [...]

Die Gegenseite, die Politiker, die Notenbanker haben inzwischen dazu gelernt. Sie können zwar rechnen und wissen, daß ihr Spiel mit dem Aufschulden verloren ist. Aber sie können das Spiel noch eine Weile weitertreiben. Wie lange, weiß keiner. Und niemand weiß, was während des Spiels jetzt noch geschehen kann, weil alle Mitspieler, auch Du und ich, noch möglichst lange mitspielen wollen, aber wissen, daß wir uns rechtzeitig erheben müssen, um zu verschwinden.

Nur: Wer zu früh verschwindet, macht einen großen Fehler.
Und wer zu spät aufsteht, erst recht.

Das Spiel wird völlig skrupellos gespielt, soviel ist sicher.
Die Karten sind gezinkt, das Geld, das sich in der Mitte immer höher auftürmt, ist Falschgeld. Aber wenn alle die gezinkten Karten kennen, was dann? Wenn das falsche Geld immer noch, ohne daß eine Wimper zuckt, in richtiges Geld gewechselt werden kann, was soll's.
Noch!
Die einzige, die letzte Regel, die gilt, die wichtigste, sie lautet:
Das Spiel soll open end gespielt sein, nur wird es irgendwann beendet werden.
Die Spieler sind also aufgefordert, sich zugleich ahnungslos zu geben und dennoch voll bescheid zu wissen.
Wie bei allen solchen komplizierten Spielen kann man jetzt nur noch mit Wahrscheinlichkeiten operieren. Vermutungen über Ablauf und Ende anstellen. [...]"

18. Februar 2010
GEAB 42

Die wesentlichen Aussagen finden Sie bereits in der frei erhältlichen Zusammenfassung auf den Seiten des GEAB. Die Wirkung der staatlich initiierten Konjunkturpakte läuft allmählich aus, für eine Neuauflage fehlt das Geld. Der GEAB rechnet daher mit einer massiven Verschärfung der Krise im 2. Quartal.

Inflation / Deflation
Wir sind bislang immer davon ausgegangen, dass in einem ungedeckten Papiergeldsystem das Ende hyperinflationär abläuft. Bislang beobachten wir immer noch eine Fortsetzung einer nichtlinearen, deflationären Grundtendenz. Wir werden in der letzten Zeit wieder öfters gefragt, ob wir weiterhin an einen hyperinflationären Crash glauben, oder ob es nicht ganz anders enden könnte. Natürlich muss es nicht zu einer offenen Hyperinflation kommen, dann ist jedoch schon sehr bald eine Währungsreform fällig. Wir kennen die Pläne der Machteliten nicht. Im Endeffekt läuft es ohnehin aufs Gleiche hinaus: Die Schulden werden real nicht zurückbezahlt, Forderungen nicht oder nur nominal (in dann kaufkraftbefreiten Geldeinheiten) beglichen. Vielleicht fährt man das System ja auch ganz bewusst deflationär an die Wand, um die Stoffwertlosigkeit des Papiergeldes nicht offenbaren zu müssen. Dies hätte einen psychologischen Vorteil, wenn man nach einem "Reset" wieder mit einem neuen. ungedeckten Papiergeldsystem weitermachen möchte. Nach einer Hyperinflation wäre eine erneute Vertrauensbildung in ungedecktes Papier erst einmal für etliche Jahre unmöglich gemacht. Wenn Sie beobachten, wie die Bevölkerung weltweit mit plumpen Manipulationsmethoden verarscht wird, ist derzeit nichts wirklich auszuschließen. Die Vernebelungstaktik (siehe z. B. den "Skandal" um Griechenland) funktioniert doch weiterhin prächtig.


Eine Inflation muss sich immer erst einmal warmlaufen, um später in eine wirkliche Hyperinflation ausarten zu können. Wenn hier nicht schon sehr bald etwas Erkennbares passiert, dann reicht dafür die Zeit nicht mehr, und die Karre fährt tatsächlich deflationär gegen die Wand. Sollte dottore am Ende doch noch Recht behalten? Eine gute Nachricht für die Goldbugs: Egal wie es tatsächlich kommen wird, die längerfristige Vorsorgestrategie würde sich dadurch ohnehin nicht wesentlich ändern.


Finanzkrise Cartoon (gemailt von einem Leser)

17. Februar 2010
Nachlese zum gestrigen Stammtischtreff
Unter Berücksichtigung der Umstände, in der buchstäblich "letzten Minute" noch umzudisponieren, die Technik zu improvisieren und in einer Kombination aufzubauen, die vorher nicht erprobt werden konnte, verlief der Abend erstaunlich gut. Punktlandung mit den reservierten Plätzen, Nachfrage und Angebot kamen fast zur Übereinstimmung.
Die Resonanz war enorm, mindestens doppelt so viel als an den gewöhnlichen Treffs, was zweifelsohne auf die enorme Popularität unsres Ehrengasts Walter K. Eichelburg zurückzuführen ist.
Einige Leute nahmen sogar längere Anfahrtswege in Kauf, um DAS "Original" live zu erleben.
Was geboten wurde, war denn auch ein echter Eichelburg, so wie ihn seine Fans kennen. Offen, direkt, schonungslos. Der Mann nimmt kein Blatt vor den Mund, politische Korrektheit war gestern. Und was auch seine Kritiker nicht abstreiten können, Eichelburg hat bislang eine erstaunlich gute Trefferquote in seinen Vorhersagen erzielt und viele der so genanten "Wirtschaftsexperten" einfach mal so nebenbei deklassiert.
Ein herzliches Dankeschön unseres Clubs gilt Herrn Eichelburg für seinen unermüdlichen Einsatz.

Neue Währung?
Wir haben Indizien aus verschiedenen und voneinander unabhängigen Quellen, dass eine Ersatzwährung bereits gedruckt ist und parat liegt. Offiziell wird das natürlich nicht bestätigt. Wir gehen jedoch davon aus, dass hinter den Kulissen gewaltige Vorbereitungen für den Fall eines Crashs ablaufen. Eigentlich sind wir ja bereits Mitten drin. Die Tatsache, dass der Crash bislang einigermaßen kontrolliert abgelaufen ist darf nicht zu der Hoffnung verleiten, dass unsere Eliten die Sache im Griff hätten. Das Eis ist verdammt dünn. So hat auch Walter Eichelburg die Frage eines Gastes, ob er die Gefahr und die Möglichkeit von bürgerkriegsähnlichen Zuständen mit einem eindeutigen "Ja" beantwortet. Na, den Prost. Oder wie WKE zu sagen pflegt: "Sie werden es sehen…"


Kritik am Schindlerhof:
Es gab einige Hinweise aus den Reihen unserer Gäste, dass die Qualität der Speisen diesmal weit hinter dem früher gewohnten Standard zurückblieb. Wir müssen die Erfahrung ja nicht widerholen. Wer kennt ein gutes Lokal mit Nebenzimmer für derartige Events, gut erreichbar mit Parkmöglichkeiten?


Grossangriff auf Euro
US-Investmentbanken legten die Lunte für den Euro, in dem sie der Südschiene die Bilanz fälschten. Nun fliegt der Schwindel auf und der Euro stürzt ab. Die Spekulation gegen den Euro hat Ausmaße angenommen, die beinahe alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. US-Hedge-Fonds-Manager spielen "Schiffe versenken" mit Griechenland und Portugal.


Gedanken zum Aschermittwoch, (PDF) von Achim

Der neue GEAB:
Nach unserer Auffassung sind die tausenden Milliarden, die die Staaten aufgewandt haben, um « durch die Krise zu kommen » verpufft. Diese riesigen Summen vermochten lediglich, den Ablauf der umfassenden weltweiten Krise ein paar Monate zu hemmen. Von dieser Politik wird jedoch nur ein Ergebnis von Dauer bleiben: Nunmehr sind auch die Staaten in den von den Finanzmärkten erzeugten Strudel geraten, der sie in die Pleite reißen wird.
Die Einschläge werden immer heftiger...


Gabriel: Steuerhinterzieher sind "wahre Asoziale"
Opposition schießt sich auf Feindbild Westerwelle ein

Wie definiert man eigentlich asozial?
Wikipedia meint dazu folgendes: LINK

In einem Sozialstaat sollten sich jeder seiner Verantwortung in der Gesellschaft bewusst werden. Da betrifft Hartz IV Empfänger genauso wie Durchschnittsverdiener, Großverdiener, Banker und Politiker.
Es ist asozial, für seinen Lebensunterhalt nicht selbst sorgen zu wollen und statt essen der übrigen Gesellschaft bewusst auf der Tasche zu liegen. Es ist asozial, leistungs- und risikoloses Einkommen auf Kosten anderer zu beziehen, nur weil es dieses korrupte System zulässt. Es ist asozial, unsinnige Bürokratie nur deswegen aufzublähen, weil es dem eigenen Prestige und der selbstgefälligen Eitelkeit dient, und nicht primär dem Wohl der Gesellschaft. Es ist asozial, den Leistungsträgern unserer Gesellschaft so viel von Ihrem Verdienst abzuschöpfen, dass sie mehr von Ihrer Leistung abführen müssen als sie selbst davon behalten dürfen. Es ist asozial, Steuer- oder Wahlgeschenke mit dem Geld anderer Leute zu finanzieren, wenn diese das nicht freiwillig für diesen Zweck gespendet haben. Es ist asozial, über seine Verhältnisse auf Pump zu leben weil man darauf spekuliert, den Kredit nie zurückzahlen zu müssen. Es ist asozial, mit den Fingern auf andere zu zeigen, nur um von seinem eigenen asozialen Verhalten ablenken zu wollen. Es asozial, einen angemessenen Beitrag für die Gesellschaft zu verweigern, wenn man dazu in der Lage ist.
Irgendwie ist doch jeder ein wenig asozial, und am meisten diejenigen, die andere deswegen bezichtigen. Unsere Gesellschaftsordnung ist so verkommen, dass man nur noch die Wahl hat, sich der Asozialität anzuschließen, oder sich in die Reihe der zu scherenden Schafe einreiht.
Diese ganze verlogene Heuchelei ist asozial. Wasser predigen und Wein saufen! Jeder will umsonst zechen und nicht dafür bezahlen. So läuft das eben nicht. Aber das macht nichts. Bald wird der Laden ohnehin dicht gemacht, und dann ist's vorbei mit der Selbstbedienungsmentalität. Alleine nur Ansprüche zu hegen wird dann einfach nicht mehr genügen. Diese Lektion ist mehr als überfällig, auch für unsere dumm daher schwätzenden Politiker, welche weiterhin die Ratten füttern möchten. Die Rattenplage haben wir ja bereits.


15. Februar 2010
Idiotie der falsch eingeschätzten Relationen.

Sozialhilfe, Steuerhinterziehung - nichts erzürnt die Gemüter des Bürgers mehr als die Vorstellung, dass sie für die anderen blechen müssen. Aber warum sich wegen eines tropfenden Wasserhahns aufregen, wenn gleich daneben ein Wasserrohrbruch ist? Den Sozialschmarotzern oder Steuerhinterziehern den Hahn zuzudrehen mach erst dann Sinn, wenn wir zu einer vernünftigen Finanzordnung mit stoffwerthaltigem Geld zurückgekehrt sind.

Ein Artikel auf den mmnews verdeutlicht das:
Der Faktor 1000 Betrug
Wenn der Staat 400 Millionen Euro Steuerschulden vom Bürger eintreiben will, andererseits jedoch 400 Milliarden Euro den Banken oder hunderte von Milliarden zur Hilfe für Griechenland ausgibt, dann haben wir einen um den Faktor 1.000 größeren Betrug an den Bürgern, als denjenigen, den diese möglicherweise begangen haben.


Noch ein "schöner" Artikel
Die spektakulärsten Staatsbankrotte
Der Staatsbankrott ein Ausnahmezustand? Weit gefehlt. Ein Blick zurück in die Geschichte zeigt: Praktisch alle Länder waren schon einmal pleite - oder sogar mehrfach. Einige Staaten gingen in der Not sogar dazu über, Gläubiger zu exekutieren. Hier die spektakulärsten Fälle von Staatsbankrott



14. Februar 2010
Gedanken zum Rosenmontag (PDF-File), ein Beitrag von Achim.

12. Februar 2010
Der Sozialstaat pumpt Geld und vermehrt die Armut
Ex-US-Präsident Bill Clinton hat es geschafft, das Wachstum einer Unterschicht zu begrenzen, die sich nur durch Sozialhilfe finanziert. Deutschland aber gelingt es bis heute nicht, dieses Problem zu meistern. Mehr noch, unsere Zuwanderer sind meistens diejenigen, die es zu Hause auch nicht geschafft haben.
Link:
http://www.welt.de/debatte/article6305249/Der-Sozialstaat-pumpt-Geld-und-vermehrt-die-Armut.html

11. Februar 2010
[20:00 Uhr - Nachlese zum Tageskommentar]
Überraschenderweise hat die EU heute finanzielle Hilfe für Griechenland abgesagt.
Aber das kann ebenfalls nur eine Vernebelungsshow sein, um den Euro noch ein wenig länger zu halten.
Wenn nicht offen, dann wird der Bailout wahrscheinlich "hinten rum" organisiert.
Danach heißt es, dass es Griechenland aus eigener Anstrengung geschafft hat.
Aber so lange wird das System wahrscheinlich sowieso nicht durchhalten, die kämpfen um jeden Tag.

Psychologische Kriegsführung
Zerbröselt die EU am Ende doch noch deflationär? Die öffentliche Dummdebatte um Griechenland hat den Euro den Kragen gekostet. Während die BoE und Fed ungeniert Staatsanleihen monetisiert, fährt die EU einen Kurs, der den deflationären Strudel hierzulande noch weiter verstärkt. Kurz gesagt, die Europäer sind sogar zu blöd, die Reflation hinzubekommen. In Zeiten wo die Hütte brennt beschäftigen sich EU-Kommissare mit einer idiotischen Duschbrausekopfverordnung.

Zugleich lässt drüben überm Teich Drucker-Ben mal eben so nebenbei verlauten, dass die Zeit des billigen Geldes in den USA bald vorbei sein wird, die Zinsen beizeiten (wann immer das sein soll) angehoben, und die überschüssige Liquidität dem Markt wieder entzogen werden soll. Und was macht die Affenherde? Sie kauft den Greenback und straft den Euro ab.
Bravo Bennyboy, du weißt wenigstens wie man die Nachfrage nach dem grünen Papiergelumpe stärkt. Der Zombie lebt...
Nämlich mit plumpen Taschenspielertricks. Dia Amis brauchen eigentlich gar nichts weiter zu tun, als Gerüchte und falsche Zahlen in die Welt zu setzen, und der "Erfolg" stell sich automatisch ein. Die können auch gar nichts anders mehr tun. Wenn die da drüben mit offenen Karten spielen würden, wäre der gesamte Apparat handlungsunfähig. Strategisch sind die USA den Europäern weit überlegen. Sie sprechen nach außen hin mit einer Stimme, während die Europäer sich wegen der Haushaltslage eines wirtschaftlich eher unbedeutenden Mitgliedsstaats aufgeilen.
Das war's dann wohl. Europa hat im entscheidenden Moment versagt. Leontes te devorant.

10. Februar 2010

Staatsbankrotte

In der Presse wird derzeit mit dem Finger auf die Griechen gezeigt. Unsolider Haushalt, zu viele Schulden. Die bösen, bösen Griechen haben über doch tatsächlich über ihre Verhältnisse gelebt.

Na, ja - zum Schuldenmachen gehören jedoch immer zwei, Schuldner und Gläubiger. Wenn ich Geld verleihe, dann sehe ich mir den Schuldner genau an. Wenn ich einem Penner auf der Straße 5,- € "Kredit" gewähre, dann muss ich wissen, dass ich die Forderung abschreiben kann. Banken sind cleverer, sie treten die Schuld ab. Und irgendwann landet die Forderung bei einem ahnungslosen Deppen der glaubt, dass er eine Forderung gegen eine solvente Person hat.

Dass die Griechen bei der Erstellung ihrer Statistiken äußerst kreativ waren, war doch längst bekannt. Was soll dann diese scheinheilige Tour? Banken und Versicherungen, große Unternehmen und Konzerne, die betreiben doch mehr oder minder alle kreative Buchführung. Die offiziellen Statistiken der Amis werden in der Fachwelt als Lachnummer angesehen, und auch die bundesdeutschen Statistiken sind ein wahres Kunstwerk.

Unsere ganze Finanzordnung hat doch nur überlebt, wenn das System irgendjemandem neue Kredite aufschwatzen konnte. Wir sollten den Griechen also dankbar sein, dass sie den schwarzen Peter der Kreditlast abgenommen haben. Wenn es nicht die Griechen, oder Portugiesen, oder Spanier gewesen wären, was hätte Deutschland dann gemacht? Deutschland hat die Schulden exportiert, um im eigenen Land "Stabilität" zu gewähren. Wir haben alle dieses Schwachsinnsspiel mitgemacht, nur um das unausweichliche Schicksal noch ein paar Jahre hinauszögern zu können.

Ohne diese PIGS wäre Deutschland schon viel eher am Ende gewesen, finanztechnisch gesehen.
Das ist eben die Kehrseite der Medaille, und die Deutschen waren auch noch Stolz auf ihre Exportüberschüsse, stolz auf den langjährigen Titel des Exportweltmeisters. Na, Gott sei Dank haben DEN jetzt die Chinesen. In einer Finanzordnung die auf Kredit aufgebaut ist, darf es auf Dauer keine unausgeglichenen Handelsbilanzen geben. Dass es so kommen würde, war vorauszusehen.
Güter gegen uneinlösbare Forderungen gegenbuchen, so etwas kann doch gar nicht gut gehen.
Nichts anderes wurde in all den vielen, vergangenen Jahren praktiziert.

Nun kommt die Quittung dafür: Time to Say Goodbye!



8. Februar 2010
Steuerflucht ist das Top-Thema der Mainstram-Medien und wird kontrovers diskutiert.
In der Sendung Anne Will wurde in den Raum gestellt, dass das Schwarzgeld größtenteils aus unversteuertem Spekulationsgewinn stamme. Die Quintessenz des Politikers: Der Staat jagt nur den bösen Spekulanten, der seine gigantischen Gewinne an Fiskus vorbeimogelt und dadurch auch die Öffentlichkeit schädigt, also den braven Bürger wie Sie und mich. Daher ist es zumindest moralisch gerechtfertigt, die juristischen Möglichkeiten bis hin zur Rechtsbeugung auszudehnen.
Das ist Affenscheiße im Quadrat. Bai anderen Delikten schert sich Politik einen Dreck um die Moral und beharrt stur auf der Rechtslage. Das Beste, was man da erwarten kann ist noch, dass sich das Parlament dazu durchringt, nach jahrelanger Diskussion und endlosem hin und her eine Gesetzesvorlage auf den Weg zu bringen, die ein Jahrzehnt später Gesetzeslücken schließt.
Bis dahin sind zahlreiche Existenzen ruiniert, aber was macht das schon?

Wenn unseren Politikern die soziale Gerechtigkeit so am Herzen liegt, warum lässt sie es dann zu, dass diese "Spekulationsgewinne" überhaupt erst entstehen können? Wir wissen inzwischen, dass diese Gewinne größtenteils nur aus Phantomvermögen in Art von Monopoly Spielgeld besteht, das die Finanz- Cyberwelt kreiert hat und mit einem Realvermögen nichts mehr zu tun hat. Das tragische an der Sache ist, dass dieses Monopoly-Vermögen einen tatsächlichen Anspruch auf Realgüter darstellt.
Die Politik täte besser daran, dieses Phantasievermögen insgesamt als ungültig zu deklarieren. Der Erwerb von Realgütern mit Hilfe von Cyber-Falschgeldvermögen müsste dann ebenfalls als illegal und damit unwirksam erklärt, und rück-abgewickelt werden. Alles andere ist dreiste Scheinheiligkeit, nichts als Nebelkerzen für's dumme Volk.
Statt die Ursachen des Übels zu bekämpfen, fordert die Regierung Blutgeld von den Mördern unseres Finanzsystems. Die Hyänen teilen sich die Reste des hingerichteten und geopferten Bürgers.

Wir sollten uns dennoch davor hüten, Übergriffe des Staates zu tolerieren, auch wenn es vornehmlich gegen "Kriminelle" gehen sollte. Der nächste Schritt der Staatsmacht wird nämlich sein, an die ehrlich erarbeiteten Ersparnisse seiner Bürger ranzukommen, und zwar noch stärker, als er es ohnehin schon tut.


Das Märchen von den Brakteaten
Für unsere Kollegen der Freigeldfraktion habe ich einen schönen Aufsatz von dottore gefunden (veröffentlicht vor 10 Jahren im damaligen Eliott-Wave-Forum). Die Argumente von dottre dürfen natürlich widerlegt werden. Auch gegenteilige Darstellungen werden hier gepostet, falls jemand das möchte...


6. Februar 2010
Review
des Vortrags von Dr. Fuders, letzten Freitag Nachmittag in Erlangen.

Erstaunlich viele Gäste, gut vorgebrachte und für den Laien gut verständliche Darbietung.
Die Ursachen der Finanzkrise und die Unzulänglichkeiten des Finanzsystems werden gut dargestellt und sind ein geeigneter Anstoß dazu, unser Geldsystem zu hinterfragen.


Die Inhalte sind für jemanden, der sich mit unserem Finanzsystem etwas intensiver auseinandergesetzt hat, nicht neu. Im Großen und Ganzen wurden die Argumente der Freigeldbefürworter vorgetragen. Ich gebe zu, dass diese Theorien auch für mich (wie auch für viele anderen unserer Weggefährden) zunächst der Einstieg in die Materie waren. Die bekannten Fallbeispiele klingen zunächst ja auch logisch und überzeugend, nur beim weiteren Hinterfragen treten dann doch einige "Ungereimtheiten" auf. Erstaunlich ist, dass Widersprüche immer dann ausgeblendet werden wenn es um die Diskussion über Zinsen geht. Es gibt natürlich auch in diesem System so etwas wie Zinsen, jedoch dürfen sie nicht als solche bezeichnet werden. Die Grundsätze zur Zinstheorie stehen wie ein Felsen in der Brandung als Dogma fest, an dem nicht gerüttelt werden darf.


Unter einem Freigeldsystem vereinfacht sich die Quantitätsformel des Geldes von Irving Fisher, da die Umlaufgeschwindigkeit v einen maximalen Wert einnimmt. Schwankungen dieser variablen Größe sind also in weitaus geringerer Bandbreite als in einem anderen Geldsystem. Es bleiben jedoch noch die Größen "Geldmenge" und "Preisniveau" sowie "Handelsvolumen".
Da es sich bei Freigeld ebenfalls um Fiat-Money handelt, stellt sich eine sehr wichtige Frage: Wer schöpft das Geld? Da das Geld in diesem System keinen Preis (=Zins) hat, muss die Geldmenge (=Kreditvolumen) ja irgendwie anders gesteuert werden, sprich limitiert werden. Es muss also eine Instanz geben, die über die Kreditvergabe entscheidet. Wer bekommt Kredit und, in welcher Höhe?
Wenn das nicht eine Einladung für mögliche Manipulationen ist? Das sind mitnichten die Rahmenbedingungen für eine (freie) Marktwirtschaft.


Mit Schwundgeld lässt sich ganz offensichtlich keine Rendite erzielen, daher wird es nicht gehortet. Mit dem Schwundgeld soll es jedoch möglich sein, produktives Kapital zu erwerben. Produktivität bedeutet aber auch Ertrag, Ertrag bedeutet Rendite, und Rendite ist nichts anders als Zins. (Ich muss mich korrigieren, bei den Freigeldlern das etwas ganz anders. Das eine hat ja nichts mit dem anderen zu tun!!!) Freigeld = Liquidität ohne Zinsanhaftung, das jedoch in produktives Kapital umgewandelt werden kann, was dann wiederum einen Ertrag erwirtschaftet (nein, natürlich keinen Zins, nur DAS nicht!), und schließlich wieder in Liquidität zurückverwandelt werden kann. Welch eine Logik. Was soll's, die Regierungen drucken ja auch kein Geld sondern monetarisieren ja nur Anleihen. Mir ist es ehrlich gesagt egal, ob ein Prozess direkt oder indirekt durchgeführt wird, wenn das Resultat daraus die gleiche Auswirkung hat.


Schuld an der Misere ist der Zins und Zinseszins und daraus folgend, ein expotentielles Geld- und Schuldenwachstum. Die Ursache unserer Finanzkrise ist also nicht die Überschuldung an und für sich. Ein Freigeldsystem alleine ist ebenfalls kein Hindernis für die Entstehung der Situation einer Überschuldung. Der Sinn jeder Wirtschaftsaktivität ist das Erzielen eines Ertrages, also eine Art Verzinsung im weiteren Sinne des Wortes. Es gibt jedoch einen natürlichen Feind des Zinses, und der heißt Konsum. Die Geldmenge wird dann nicht expotentiell ansteigen, wenn die Zinsen verkonsumiert werden. Der Fehler in unserem Geldsystem besteht darin, dass die Zinsen für das Geld nicht in den Umlauf kommen und ergo nicht verkonsumiert werden können. Der (fehlende) Konsum für die Wirtschaft muss daher durch (immer) neue Kredite finanziert werden.
Es gibt in der Natur kein expotentielles Wachstum. Die auf dem Papier künstlich entstandenen Vermögenswerte sind nichts weiter als eine Illusion, die es real gar nicht gibt. Die Freigeldanhänger bieten eine hervorragende Lösung an, nur, sie passen nicht zum eigentlichen Problem.
Jedes System kann missbraucht werden, solange Gier und Angst die Triebfeder menschlichen Handels ist. Also muss sich zuerst das Bewusstsein des Menschen ändern.


Teil 2 (7.2.10)
Fortsetzung zu Diskussion über Freigeld

Einige Leserreaktionen veranlassen, das Kapitel weiterzuführen:
Wir haben festgestellt, dass der Systemfehler (ob er absichtlich gewollt ist oder nicht, sei hier einmal dahingestellt) unseres Geldsystems hauptsächlich darin besteht, dass die Zinsen für Kredite nicht in den Kreislauf gelangen. (Jedenfalls nicht vollständig. Ein Teil geht durch Löhne, Gehälter und sonstigen Ausgaben natürlich in den Kreislauf). Nehmen wir an, die Geldschöpfung obliegt ausschließlich bei einer nationalen Zentralbank. Die Geschäftsbanken wären reine Depositenbanken. Alle Zinsen könnten als vorläufiger Gewinn verbucht werden und an eine Institution abgetreten werden, welche öffentliche Aufgaben wahrnimmt. Erfahrungsgemäß haben Regierungseinrichtungen keine Schwierigkeiten damit, Geld unter die Leute zu bringen.
Es kam der Einwand, dass dadurch die Geldmenge ebenfalls nach dem Gesetz einer Expotentialfunktion steigen wird. Kommt darauf an, wie man es betrachtet. Die Geldmenge steigt zwar nominal, aber die Kaufkraft in Summe wird insgesamt nicht verändert. Da die Zinsen jedoch in den Umlauf gekommen steigt dadurch auch das allgemeine Preisniveau. Es besteht eine stetige Inflation, wie wir sie ja bereits kennen. Deutschland in den 70ern. Italien, Türkei etc. haben irgendwann ein paar Nullen weggestrichen, um die Währung wieder besser lesbar zu machen.
Man braucht also kein zinsloses Schwundgeld, wenn sich die Kaufkraft pro Geldeinheit ständig verringert. Die Haltekosten des Geldes ergeben sich so von ganz alleine.
Das Postulat der Silivo Gesell-Fans ist also falsch und sehr einfach widerlegbar.
Ich will an dieser Stelle anmerken, dass die anfängliche Argumentation der Freigeldanhänger durchaus richtig und logisch ist, bist zu dem Punkt, wo es um die Zinsen geht. An diesem Punkt stößt man an eine Wand und selbst die absurdesten Widersprüchlichkeiten führen nicht dazu, diese Position aufzugeben.
Eine andere Zuschrift bemängelt, dass es mit Freigeld nicht möglich wäre, Ersparnisse anzulegen.
Man müsste von der Hand in den Mund leben, um dem Verlust der Kaufkraft zu entkommen.
Nach den Ideen der Freigeldler ist das nicht so, da angespartes Geld (auf der Bank) nicht an Kaufkraft verliert. Und natürlich auch nicht gewinnt, denn Geld arbeitet ja nicht. In diesem Punkt volle Zustimmung. Vermögen vermehrt sich nicht aus sich selbst heraus, wie es in unserer Gesellschaft derzeit proklamiert wird. Theoretisch könnte das sogar funktionieren, nur praktisch ist das schwer durchzuführen. Wie bei jedem Fiat-System muss über die Zeit immer jemand vorhanden sein, der Ansprüche einlöst. Gleichzeitig muss es zu der jeweiligen Zeitspanne immer jemanden geben, der auf gerade diese Ansprüche verzichtet. Damit das einigermaßen funktioniert, dürfte sich die Gesellschaft in ihrer Struktur und mit ihren Präferenzen nicht ändern. Außerdem darf das Vertrauen in das System niemals erschüttert werden. Das ist praktisch nicht durchführbar.
Es wird immer eine Veränderung der Kaufkraft bei Ersparnissen geben, egal in welchem System. Es wäre jedoch schon ein Fortschritt, wenn diese Veränderungen sich in einer vertretbaren Bandbreite bewegen würden.


5. Februar 2010
Kaputte Märkte
Aktien, Rohstoffe und auch Edelmetalle haben gestern einen Dämpfer erlitten, nur manche Staatsanleihen nicht. Unter den gegenwärtigen Hintergründen und dem Zustand der Weltwirtschaft ergibt das alles keinen Sinn mehr. Hier wird ganz offensichtlich ein Kasperletheater aufgeführt, um die Öffentlichkeit auf eine falsche Fährte zu führen. Wenn Sie sich vor Augen führen, dass die Bilanzsumme aller Finanzprodukte mit samt seinen Derivaten diesen Globus gleich mehrfach aufkaufen könnte, so wird auch deutlich, dass nur ein kleiner Teil davon, in den "richtigen" Händen (oder "falschen", je nach Standpunkt) den "gewünschten" Preis dafür erscheinen lässt. Das ist kein Markt mehr, sondern Manipulation pur. Die Welt ist ein großes Theater mit unzähligen Marionetten, die von wenigen Strippenzieher hinter den Kulissen gezogen werden. Das hört sich in der Tat nach Verschwörungstheorie an, aber eine andere Erklärung gibt es dafür nicht - es sei denn, es gäbe nur noch gehirnamputierte Marktteilnehmer auf dieser Welt. Wie lange denn noch?

Missbrauch von Daten - In eigener Sache.
Die Dinge laufen manchmal leider nicht so, wie wir es wünschen.
Leider ist im HGCN eine kleine Panne passiert. Ein Mitglied unserer Community hat versehentlich eine Informations-Mail über "CC" versendet. Auf diese Weise sind natürlich alle Mailkonten für alle Adressaten sichtbar. Diese Panne hat eine Empfängerin dazu missbraucht, Spam mit unseriösem Inhalt zu verteilen. Deshalb eine dringende Bitte an alle Freunde unseres Clubs: Wenn Sie Information verteilen, dann die Adressaten grundsätzlich nur in das "BCC"- Feld eintragen.
Name und Anschrift dieser Dame sind uns bekannt. Wer sich belästigt fühlt und Gegenmaßnahmen ergreifen möchte, bitte Vorschläge.

Von unserer Seite haben wir ein paar grundsätzliche Tipps:
Richten Sie sich für diese Zwecke einen zweiten E-Mail-Account ein den Sie gegebenenfalls wieder aufgeben, falls er missbraucht wird.
Absender von unerwünschten Mails sofort in die persönliche Spamliste eintragen und sperren.
Niemals auf Spam antworten! Gesunden Menschenverstand benutzen: Unseriöse oder betrügerische Angebote riecht man normalerweise schon meilenweit gegen den Wind. Bei geringstem Zweifel die Finger davon lassen. Idealismus nicht mit Gutgläubigkeit verwechseln. Viele Menschen täuschen uneigennütziges Engagement nur vor, um leichtgläubige Schafe abzuzocken.


4. Februar 2010
Kurioses aus der BRD-Irrenanstalt

Schleierfahnder haben einen sizilianischen Mafiosi festgenommen. Zu Begründung der Festnahme wird ihm u. A. auch die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Diese Meldung wirft die Frage auf, ob es bald möglich ist, auch unsere Politiker festnehmen zu lassen.
Sind Regierungsparteien nicht auch schon so etwas wie eine kriminelle Vereinigung?
Die Regierung entschließt sich, gestohlene Daten zu kaufen. Ist Hehlerei nicht auch eine Straftat?
Und wann kann man eine Vereinigung als kriminell definieren?

Irgendwelche findige Juristen haben nun angeführt, dass das "Nichtkaufen" der gestohlen Daten den Tatbestand der Strafvereitelung darstellen würde. Steuerhinterziehung ist ein Delikt, und wenn diese Daten nicht beschafft werden, so können diese Delikte natürlich auch nicht verfolgt werden.
Also darf eine Straftat begehen, damit dadurch andere Straftaten verfolgt werden können.

Nicht nur das, es scheint jetzt sogar strafbar zu sein, eine Straftat nicht zu begehen, da im Falle der unterlassenen Straftatbegehung die Verfolgung einer anderen Straftat vereitelt würde.

Wer soll denn so etwas verstehen? Die haben doch wohl voll einen an der Waffel.

Wenn Die Abwägung von Rechtsgütern eine Rolle dabei spielt, ob eine Straftat strafbar ist oder nicht, dann darf zukünftig auch ein Mediziner einem Schmerzpatienten Heroin von einem Drogendealer verabreichen, falls ihm die Medikamente ausgehen. Wo ist da der Unterschied zum vorher geschilderten Fallbeispiel?



3. Februar 2010
Neues von der KBA

Die KFZ-Zulassungszahlen für den Januar sind grottenschlecht. Zwar ist der Januar diesbezüglich noch nie der Hit gewesen, aber es gibt heuer auch keine Perspektiven. 2009 war es zunächst ähnlich, doch hat dann die Abwrackprämie das Blatt noch einmal gewendet. Nun lässt die Regierung andere Möglichkeiten prüfen. Im Gespräch ist das Zweitauto mit einem Nummernschild, d.h. man kann wahlweise sich jeweils für ein Auto entscheiden, das man benutzen möchte. Na ja, gegenwärtig scheint jeder Strohhalm recht zu sein, damit die Absatzzahlen wieder steigen. Bleibt aber immer noch das Problem, dass die Leute zum Kaufen Geld benötigen…

Eine Bekanntmachung von unseren Freunden aus der Freigeldfraktion

Thema: Zins
Sehr geehrter Herr Prof. Geitmann,

ich möchte Sie und alle Christen für eine gerechte Wirtschaftsordnung
herzlich zu meinem Vortrag einladen, der am kommenden Freitag in Erlangen
stattfinden soll:

Termin: Fr. 5.2.2009, 13.30 Uhr (!)
Ort: Staatliche Berufsschule Erlangen
Raum 106
Drausnickstr. 1 d
91052 Erlangen

Anbei schicke ich Ihnen auch das Plakat, das in Erlangen ausgehängt wurde.
Ich weiß, der Termin ist sehr kurzfristig, weshalb ich mich umso mehr
freuen würde, wenn Sie den Flyer an interessierte Menschen weiterleiten
könnten.

Folgende Artikel von mir sind inzwischen auch im Internet verfügbar:

http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2009/nr23-vom-862009/eine-wirtschaftsordnung-ohne-zinsen-eine-antwort-auf-die-gegenwaertige-weltfinanzkrise/

http://www.gkpn.de/Fuders_Zins.pdf

http://www.humane-wirtschaft.de/05-2009/fuders_kinderfrage.pdf


Herzl. Grüße

Felix Fuders
_____________________________________
Dr. rer. pol. Felix Fuders
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Universität Erlangen-Nürnberg
Tel.: 0911-5302353

Kommt die Deflation vor der Inflation?
Trotz der langfristig zweifellos hochinflationären Bemühungen der Notenbanken sind die deflationären Wirkungskräfte in der Wirtschaft nicht zu unterschätzen. So könnte die "Überraschung des Jahres 2010" auf der rezessiven Seite liegen, wenn die - als Ergebnis der aufgelegten Konjunkturprogramme - künstlich erzeugte Nachfrage abebbt und sich die dann notwendige "Konsum-Anschlussfinanzierung" über eine erhöhte Verschuldungsbereitschaft des Konsumenten nicht einstellt. Angesichts einer immer noch weiter steigenden Arbeitslosigkeit, sinkender Löhne, Kreditverweigerung oder eigener Entschuldungsbemühungen kann dieser schließlich nicht das Geld, das er nun weniger zur Verfügung hat, mal einfach ausgeben!
(Auszug aus dem M&W Fondsreport vom 31.12.09, den Sie heute über die Seite des Stammtisches Herzogenaurach ERH herunterladen können)

Obwohl wir vom HGCN immer mit deflationären Tendenzen gerechnet haben, BEVOR eine (Hyper-) Inflation eintritt, sind wir vom tatsächlichen Verlauf der Krise ein wenig überrascht.
Wir wechseln nicht in das Lager der Deflationisten über. Das nicht! Die logische Konsequenz am Ende eines Fiat-Money Systems ist und bleibt die Hyperinflation. Das japanische Modell ist keine Dauerlösung und konnte auch nur deshalb so lange dahinsiechen, weil in der damaligen Welt noch gewaltige Aufschuldungspotenziale vorhanden waren. Man hat die damals noch stillen Reserven angebohrt, die Öffnung Chinas sowie die "Erschließung" des ehemaligen Ostblocks.

Die Länder stehen heute mit dem rücken zur Wand, sinkende Steuereinnahmen, steigende Sozialausgaben. Die totale Überschuldung und damit der Kollaps der westlichen Staaten ist bereits absehbar. Warum greifen die "hochinflationären Bemühungen der Notenbanken" nicht?
Weil die Regierung eine schizophrene Politik fahren. Sie wollen keine offene Inflation zulassen, weil sie sonst ihre Anleihen nicht mehr zu diesen Mickerzinsen an den Mann bringen können. Die Deflation ermöglicht zwar "billige" Anleihen, würgt gleichzeitig aber die Steuereinnahmen ab. Und vice versa.

Die "sowohl als auch" Politik funktioniert aber nicht mehr lange. Das wissen auch unsere Politiker.
Auf die deflationäre Karte zu setzen bringt den schnellen Exitus. Der hyperinflationäre Weg dauert etwas länger. Wann starten die endlich durch und geben Vollgas? Wir denken immer noch, dass sie lieber mit wehenden Fahnen untergehen als deflationär ersticken.


Griechenland muss sparen
Ich möchte hier keine Wiederholung aus den Mainstream-Nachrichten bringen, das haben Sie ohnehin schon gehört. Aber ich kann mir ein heimliches Grinsen nicht verkneifen, wenn ich das Wort "sparen" höre. Sparen im traditionellen Sinne ist in unserer Finanzordnung gar nicht möglich. In diesem System wird lediglich umverteilt, und der Umverteilungsschlüssel wird durch unsere Finanzordnung, oder vielleicht besser: Finanz-UN-ordnung generiert. In unserem System wird nicht gespart, es werden Ansprüche generiert. Diese Ansprüche kann man nun einlösen, oder auch nicht. Wen man diese Ansprüche nicht einlöst wird man belohnt, indem man noch mehr Ansprüche eingeräumt bekommt.


Dass das in Wirklichkeit ein Riesenbeschiss ist, wissen wir ja alle.
Was haben die Griechen also früher gemacht? Natürlich nicht gespart, geht ja sowieso nicht. Aber sie haben die Spielregeln des System ein wenig missachtet und Ansprüche generiert, die vom System so nicht zugestanden worden sind. Das ist so, als wenn ein Autofahrer sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält. Wird er erwischt, so gibt's Bußgeld.

Weg ist weg! Die Griechen haben ein wenig geschummelt, ungerechtfertigt Ansprüche generiert und auch gleich eingelöst.
Apropos ungerechtfertigt. Das ganze System entbehrt jedwedes Attribut, das auch nur annähernd mit "Gerechtigkeit" in Verbindung gebracht werden könnte. Insofern ist es also auch fraglich, in wie weit daraus dann &u