Der Hartgeld Club Nürnberg versteht sich als (regionale) Initiative gegen ein Fiat-Money System und alle daraus abgeleiteten Finanzwerte.
Die
Gründe dafür werden in zahlreichen Texten, Artikeln, Links sowie den Kommentaren dargelegt



LIVECHART


3. Februar 2012
Der Blick in die Kristallkugel

Hier müssen wir leider passen. Was wir wissen ist, dass es Veränderungen geben muss. Es gibt derzeit so viele offene Fragen, die aber für weitere Prognosen von großer Bedeutung sind.
Müssen wir z.B. mit einem baldigen Iran-Krieg rechnen? In Südeuropa wachsen die Spannungen, das Potenzial für soziale Unruhen ist erheblich. Wie entladen sich diese Spannungen? Werden Konjunkturprogramme aufgelegt? Wenn ja, kommen die vielleicht nicht zu spät? Wie lange schläft der deutsche Michel? Ein einzelnes Ereignis bedingt das andere. Der Druck im System ist extrem hoch. Aus den Erfahrungen in der Geschichte abzuleiten funktioniert nur bedingt, denn die gegenwärtige Konstellation ist tatsächlich Neuland.
Viele Sorgen der Mainstream-Menschen spielen für uns gegenwärtig überhaupt keine Rolle. Ob wir einer Klimaveränderung entgegensehen, und ob diese durch Kohlendioxid (oder auch nicht) beeinflusst wird? Langfristig gesehen, sind wir alle tot. Vielleicht sollten wir uns deswegen mehr bemühen, die brennensten Probleme zuerst zu lösen. Und da ist jeder zunächst für sich gefordert.
Wer die Gefahr nicht sieht, macht sich deswegen auch keine Sorgen. Weil diese Leute keine echten Sorgen haben, machen sie sich eben welche. Und falls die eigenen Ideen dafür fehlen, gibt es dafür bereits eine eigene, nicht schlecht florierende Industrie. So ist eine dekadente Gesellschaft auch zu erklären.
Ihnen sein sorgenfreies Wochenende...


2. Januar 2012
Vom Falschgeldkapitalismus zum Falschgeldsozialismus

Während Occupy-Aktivisten & Co. den „Kapitalismus“ als Wurzel allen Übels ausgemacht haben wissen wir ja bereits schon lange, dass von einem echten Kapitalismus gar nicht die Rede sein kann. Die Währungen sind in der Hand einer Falschgeldmafia, die sich das eigentliche „Kapital“ (im Sinne von Marx) mit Hilfe von ein paar selbst gedruckten Papierschnitzel längst angeeignet haben.
Echte Werte gab ich für Papier. Die Leute in der Moderne haben dieses Spiel doch alle mitgemacht, meist sogar freiwillig.

Zur Zeit der großen Entdeckungen hat man die Eingeborenen mit billigen Glasperlen übers Ohr gehauen. Für die „Wilden“ war das Glas zunächst ja auch ein seltenes und damit wertvolles Gut. Dass die „Eroberer“ das Zeug zuhause massenweise und relativ billig herstellen konnten, ahnten sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Mit dem ungedeckten Papiergeld ist das ähnlich. Der normale Mensch heute hat, wie damals der „Primitive“, keine Vorstellung davon, dass unser Geld so einfach aus der dünnen Luft gegriffen ist, quasi auf Knopfdruck und in beliebiger Menge...

Wenn Geld nicht mehr über neue Kredite geschöpft werden kann, da Ende der Fahnenstange bei der Verschuldung, wechselt man in die sozialistische Gangart. ZB-Geld wird dann zugeteilt, nicht nachgefragt. Sicherheiten nicht notwendig, da das Geld ja sowieso niemals zurückgezahlt werden kann. Staat und Wirtschaft bekommen eben gerade soviel Geld, damit der Laden nach planwirtschaftlicher Manier uneffektiv dahin dümpelt. Eine Abwandlung des japanischen Modells, wo bei Null-Zinsen die Höhe der Schulden keine Rolle mehr spielen. Weil Geld keinen Preis hat, muss es über ein begrenztes Kontingent zugeteilt werden, da sonst Hyperinflation. Wie zugeteilt wird, ist mehr oder minder willkürlich, und hat mit Marktwirtschaft nichts mehr zu tun.
Reines Hirngespinst? Irrtum, denn de facto läuft es so bereits schon ab. Die Märkte sind nur noch eine Illusion, vorgetäuscht durch perfekte Inszenierung...


KFZ-Zulassungen im Januar (KBA)
Die Abwrack-Prämie in 2009 hat Spuren hinterlassen. 2010 war mau, das XXL-Aufschwungsjahr 2011 nicht besonders.
Interessant: 2/3 der Januar-Neuzulassungen waren gewerblich, darunter sicherlich auch zahlreiche Tageszulassungen der Händler.


1. Februar 2012
Die ESM-Sauerei

Ab Mitte dieses Jahres soll der „dauerhafte“ Euro-Stabilitäts-Mechanismus greifen.
Vereinfacht geht es darum, bankrotten Staaten unter Auflagen weiterhin Kredite zu geben, für die die anderen Eurostaaten haften. Ausgenommen (momentan) nur Griechenland, Portugal und Irland.
Grotesk dabei ist, dass die faktisch ebenfalls bankrotten Wackelkandidaten wie Italien und Spanien als Bürgen aufgelistet sind. Wenn es um zukünftigen Zahlungen geht, haben die nationalen Parlamente nichts mehr mitzureden. Die Staaten haben ihre Souveränität über ihren Haushalt verloren, doch ausgerechnet Griechenland als Nutznießer verbittet sich eine Einmischung in seine nationale Souveränität und lehnt einen externen Kommissar für die Kontrolle des eigenen Haushaltes kategorisch ab. Deutschland als größter Nettozahler hätte zwar ein Interesse daran gehabt, entweder Griechenland über die Euro-Klinge springen zu lassen, oder besser noch, gleich selbst aus dem Euro auszusteigen. Dies wurde offensichtlich sogar provoziert, hat aber dann doch nicht funktioniert. Wahrscheinlich wurde die Merkel von der Hochfinanz zurückgepfiffen.
Die will weder Griechenland, noch einen anderen Staat (offiziell) pleite gehen lassen. Die Staaten sind zwar allesamt überschuldet, aber das macht ja nichts. Hauptsache es wird der Schuldendienst geleistet. Wenn du schon nicht die vollen Zinsen bezahlen kannst, dann eben soviel, wie du kannst.
Ist das der Deal? Der Schuldendienst hat Priorität, so steht es geschrieben!
Steuerschraube anziehen, Ausgaben kürzen. Das Volk wird regelrecht ausgequetscht. Griechen, Italiener und Spanier ebenso wie wir Deutschen. Flächendeckende Schuldsklaverei.
Anstatt das Übel an der Wurzel zu packen, werden sich die Europäer am Ende gegenseitig die Schuld an der Misere zuweisen und sich die Köpfe einhauen. Vielleicht?
Wie es kommt ist davon abhängig, was die nächsten Wochen passiert. Wenn die Wirtschaft abschmiert, kommen dann doch noch neue Konjunkturprogramme? Findet sich doch noch ein neues Schlupfloch zur Aufschuldung?

Am gestrigen
Edelmetallstammtisch wurden Frühindikatoren für die Wirtschaftsentwicklung zur Analyse herangezogen. Die meisten Indikatoren zeigen zwar nach Süden, bei einigen aber ist mittlerweile evtl. eine Trendumkehr nicht ausgeschlossen. Die Dynamik des Abschwungs ist nicht so dramatisch wie in 2008/2009. Für detaillierte Prognosen über die Sichtweite hinaus reicht es noch nicht.

31. Januar 2012
Mit Fiskalunion und Druckerpresse in die Zukunft Europas?

Deutschland rudert zurück. Wer zahlt, schafft an! Aber das mit dem „Anschaffen“ gilt offensichtlich nur dann, wenn eigenes Geld verwendet wird. Politiker nehmen dafür aber das Geld ihrer Bürger und knicken ein, sobald sie auf Widerstand treffen. Von Seiten der Wähler kommt kein Widerstand.
Die sehen seelenruhig dabei zu, wie ihre mühsam zusammengekratzten Ersparnisse versenkt werden. Es ist nicht die Zeit dafür, jemanden Kredit zu geben. Nicht jemanden, den man nicht (persönlich) kennt, und dessen Bonität man zuvor sorgfältig geprüft hat. Die Deutschen lassen sich nicht nur von Dieben regieren, sie vertrauen ihnen auch noch ihre Ersparnisse an. Sie haben den Bock zum Gärtner gemacht. Ein sozialistisches Europa funktioniert nur, solange Deutschland den Zahlmeister spielt. In den Niederlanden oder Finnland ist die Grenze bereits erreicht, das Volk spielt bald nicht mehr mit. Ein Geert Wilders bzw. ein Timo Soini würde bei uns sofort in der rechtspopulistischen Ecke ab- und damit kaltgestellt. Das Traurige an der Sache ist, dass alles, was nicht sozialistisch ist, automatisch gleich in der rechten Schublade landet.
Wer seine berechtigten, individuellen Eigeninteressen gewahrt sehen will, muss bei uns selbst handeln. Wir haben keine Lobby. Wenn keiner und niemand mehr eigenverantwortlich handeln möchte, landen wir notgedrungen in der Unverantwortlichkeit. Moral Hazard eben.

Unsere Volksvertreter „vertreten“ nicht unsere Interessen. Unsere Möglichkeit mit den Füßen abzustimmen, besteht derzeit leider nur darin, aus dem System der wertlosen Versprechen auszusteigen. Unser Geld (und damit alle davon abgeleiteten Finanzprodukte) hat keinen Wert, sondern ist ein lediglich Tauschmittel.

Bevor wir auf die PIGS und deren favorisierte Geldpolitik sauer sind, sollten wir sie lieber fragen: Habt ihr etwas, was es sich zu tauschen lohnt?
Den PIGS das Tauschmittel entziehen zu wollen (sparen) ist der falsche Weg. Dass aber das Tauschmittel eigentlich Kredit ist, ist die falsche Voraussetzung.
Unser Tauschmittel sollte treffender als "Täuschmittel" bezeichnet werden...

30. Januar 2012
Die „Ersparnisse“ der Deutschen

Wir haben in der letzten Woche berichtet, dass im „ach so reichen“ Deutschland die wenigsten Bürger nennenswerte Rücklagen oder Ersparnisse besitzen. Die offizielle, statistische Sparquote von ca. 10% lässt sich für den Durchschnittsbürger nicht nachvollziehen. Sehr viele Leute sind immer noch in Papierprodukten wie Lebensversicherungen „investiert“. Bis die Leistungen fällig werden, hat entweder die Inflation die weitgehend Kaufkraft aufgefressen, oder musste vorher schon durch deflationären Crash abgeschrieben werden. Rieser-Rente und Co. sind ebenfalls keine Ersparnisse. Das „gute, alte“ Sparbuch erfreut sich zwar immer noch einer gewissen Beliebtheit, die Realverzinsung ist jedoch negativ, es wird kein Vermögen angespart, sondern vernichtet.
Rücklagen auf dem Sparkonto dienen i.d.R. als Reserve für Notfälle, für Anschaffungen etc., was aber eher von den noch wenigen, meist älteren „konservativen“ Bürgern gepflegt wird.
Auto oder etwas teuerere Haushaltsgeräte werden meist auf Kredit gekauft, Immobilien sowieso.
Aktien besitzt der Durchschnittsbürger kaum, bestenfalls Fonds. Wer Vermögen hat, investiert gerne in Betongold. Die Besitzer von (ein oder mehreren) Mietshäusern beschränken sich jedoch nicht auf ausschließlich Eigenmittel, sondern finanzieren mit Bankkrediten. Argument: Bei DEN momentan günstigen Zinsen finanziert sich der Kredit von alleine. Das Ausfallrisiko (fehlende oder geringere Mieteinnahmen) wird ausgeblendet. Fazit: Die Masse der Deutschen verfügt über keine bzw. inadäquate Vermögensanlagen, die für einen Crash nicht geeignet sind. Der nach außen hin demonstrierte Lebensstandard entspricht im allgemeinen nicht der eigenen Vermögenssituation.
Auch die Deutschen leben im Allgemeinen über ihre Verhältnisse.
Und das alles nur, weil es (noch viel zu billige) Kredite gibt. Benachteiligt wird aber auch der Kleinsparer, weil dieser die Produkte im Prinzip viel zu teuer einkaufen muss. Billige Kredite verzerren die Preise.


27. Januar 2012
Einkommenssituation in Deutschland

Im Ausland wird Deutschland immer noch als Paradies betrachtet, wo Milch und Honig fließt.
Abgesehen davon, dass das noch nie der Fall war, haben sich die Verhältnisse in der letzten Dekade dramatisch verändert. Während seit den 70ern trotz zeitweise hoher Inflation sich das reale Einkommen der Arbeiter stetig verbessert hat, hat sich seit etwa der Jahrtausendwende der Trend umgekehrt. Der reale Einkommenszuwachs zuvor war der enormen Steigerung der Produktivität zu verdanken, bei dem die Erwerbstätigen auch ein paar Krümel vom Kuchen abbekommen haben. In solchen Zeiten fällt es auch nicht sonderlich auf, dass neben Staat und ausufernder Bürokratie die Investoren kräftig zulangten.


Nach eigenen Recherchen dürfte sich die Einkommenssituation derzeit in etwa so darstellen:
Ein Drittel der Erwerbstätigen kann vom Einkommen gerade einmal leben, teilweise mit staatlichen Zuschüssen (Aufstockern). Der Abstand zu Harz IV Niveau ist gering. Finanziell kein Anreiz, um überhaupt noch zu arbeiten.
Ein weiteres Drittel kommt mit seinem Einkommen einigermaßen über die Runden, Rücklagen bzw. hohe Sparquoten sind jedoch nicht drin. Das letzte Drittel bezieht ein Einkommen, mit dem es sich zumindest einigermaßen komfortabel leben ließe. Wenn Konsum und Prestige nicht im Vordergrund stehen würde, sollte eine vernünftige Sparquote machbar sein. Aus der Gruppe dieser „Besserverdienenden“ ist es aber auch wiederum eine kleine Minderheit, die sich den Luxus wirklich leisten könnten. Viele der „Besserverdiener“ opfern ihr überschüssiges Einkommen für prestigeträchtigen Konsum, teilweise sogar noch auf Kredit, (der bei entsprechendem Einkommen von den Banken immer noch großzügig gewährt wird).
Die meisten Bürger haben also kein nennenswertes Vermögen bzw. keine ausreichenden Rücklagen. Nach einem Crash dürften daher mehr als 90% der Bevölkerung dem neuen Proletariat zugehören. Die Basis für eine zukünftige Mittelstandgesellschaft ist bei uns bereits verloren gegangen, wobei ein nicht unerheblicher Teil dafür selbst verantwortlich ist. Der Mob wird dann jedoch nicht mehr unterscheiden und ALLE Bürger mit verbleibenden und verfügbaren Eigenmitteln als „kapitalistische Bonzen“ einstufen, die nach sozialistischer Unsitte und Tradition enteignet werden muss. Hoffen wir, dass es es nicht SO kommt...


26. Januar 2012
Krisenvorsorge-Seminare sprießen wie Pilze aus dem Boden.

Gestern Abend in ZDF-info: Dokumentation über Krisenvorsorge-Seminare in Deutschland. Der Trend wird zum Selbstläufer. Der Euro ist hin, die DM-2 schon gedruckt. Vorwiegend Publikum der Generation 40 plus, die den Vortrag mit besorgter Mine lauschen. Bücher über autarkes Leben gehen weg wie die warmen Semmeln. Es werden Krisenvorsorgler gezeigt, deren Kellerregale mit Vorräten vollgestopft sind.
Szenenwechsel: Es werden die geheimen Lager mit Vorräten gezeigt, die von behördlicher Seite aus für den Katastrophenfall eingerichtet sind. Natürlich hat das nichts der Finanzkrise zu tun.
Ganz nebenbei wird noch die die Notfallbroschüre gezeigt, die von der Bundesregierung ausgegeben wurde. Mit Tipps zur Vorratshaltung für den Katastrophenfall.
In der Realität sieht es noch so aus, dass der „Vorratskeller“ im Supermarkt um die Ecke liegt, und Beträge von 2,50 € mit der Plastikkarte bezahlt werden. Vor allem die junge Generation hat absolut nichts auf dem Radar. Wer sich so langsam Sorgen macht, ist die ältere Generation. Das Vertrauen in das System bröckelt derzeit rapide. Die kritische Masse sollte dieses Jahr noch erreicht werden!

Alle Staatsschulden sind null und nichtig!

Richard Beiderbeck als Querdenker in München (siehe Textsammlung) hat bereits 2005 diesen Aufsatz verfasst. Wir müssen es wagen, das Unmögliche zu denken. Beiderbeck bringt in seinem Aufsatz seine „Linke“ Gesinnung deutlich zum Ausdruck, was von vielen Hartgeldlern heftig kritisiert wird. Dennoch ist diese Abhandlung lesenswert weil sie zeigt, dass unkonventionelle Konzepte durchaus eine gute Diskussionsgrundlage bieten. Ich selbst lehne ein Solidaritätsprinzip nicht ab, wenn es denn funktionieren würde. Sozialismus funktioniert nur in einer überschaubaren Gruppe, in der ähnliche Wertevorstellungen vorherrschen. In unserer Gesellschaft befinden sich viel zu viele asoziale Elemente (wuff-wuff macht es uns ja vor!), die jedes Solidaritätsprinzip unterwandern. In unserer multikulturellen Gesellschaft mit -zig verschiedenen Wertevorstellungen funktioniert so etwas erst recht nicht. Idealismus ist zwar gut und schön, wir kommen aber leider nur mit Realismus weiter. Das Motto der Zeit heißt: Jeder muss für sich selbst (vor-) sorgen. Ein Zusammenschluss in einer Gruppe von Gleichgesinnten ist durchwegs sinnvoll, aber nicht auf staatlicher Ebene, und schon gar nicht auf diktatorischer Basis.


25. Januar 2012
Der Kapitalismus und das Geld

In unseren Gesprächen und Zuschriften sehen wir immer wieder, dass die Leute mit diesen Begriffen lediglich Assoziationen verbinden, ohne sich jemals mit der Materie auseinandergesetzt zu haben.

Wir haben gestern auf ein Video mit Fritz Glunk, Herausgeber von „Die Gazette“ verlinkt. Die Reaktion des Moderators von 3sat ist sehr typisch für das Verhalten von Menschen, wenn man denen das Prinzip der Geldschöpfung erklären möchte. Dass das Geld so einfach aus dem Nichts erschaffen wird ist eine Tatsache, die das Vorstellungsvermögen des normalen Bürgers einfach übersteigt. Auch wenn sie die Story hören, offensichtlich macht es nur bei den wenigsten auch tatsächlich „klick“.
Ich glaube, das ist das größte Problem für unser Bemühen einer guten Aufklärungsarbeit. Manchen Leuten habe ich die Story „hundertmal“ erklärt. Es „klickt“ aber nicht. Ich bemerke es ganz eindeutig an der Argumentation in späteren Diskussionen. Ohne diesen „Klick“ macht es aber gar keinen Sinn, über Wirtschaft und Politik weiter zu diskutieren. Wenn die Grundlagen schon falsch sind, können alle darauf aufbauenden Schlussfolgerungen erst recht nicht richtig sein.


Wer das Geld nicht versteht, versteht den Kapitalismus ebenso wenig. Ohne Geld kein Kapitalismus. Ohne „echtes“ Geld gibt es ergo auch keinen echten Kapitalismus. Unser Geld ist planwirtschaflicher Natur, zunehmend sozialistischer („Euro-Rettungsschirm“), bis zum Umfallen. Das meine ich wörtlich!
Kapitalismus ist per se weder schlecht, noch gut. Es kommt darauf an, was der Mensch daraus macht. Auch ein Messer kann beispielsweise als nützliches Werkzeug, oder auch als gefährliche Waffe verwendet werden.
Kein vernünftiger Mensch käme auf die Idee, das Messer selbst deswegen als „böse“ zu klassifizieren.
Kapitalismus ist eine Methode des Wirtschaftens, ein Werkzeug, dass sehr effektiv sein kann. Jedes Werkzeug kann missbräuchlich eingesetzt werden, davon sind auch andere Wirtschaftsmodelle nicht ausgenommen. Der größte Missbrauch in der Gegenwart ist es aber, dass Ursachen und Wirkung verwechselt, bzw. ganz bewusst vertauscht werden. Der Missbrauch, besser gesagt, die Pervertierung des gesamten Systems ist bereits soweit fortgeschritten, dass der normale Mensch dieses Ausmaß gar nicht mehr begreifen kann. Es ist tatsächlich so ungeheuerlich, dass dazu jedes gewöhnliche Vorstellungsvermögen aussetzt. Die meisten Menschen im Westen erleben die Welt als „Schein-Welt“, die Welt des falschen Scheins. Da hilft auch der „Blüten-Erkenner“ (s.w.U.) nichts.

Links:
Davos-Begründer rechnet mit dem Kapitalismus ab

http://www.welt.de/wirtschaft/davos/article13831989/Davos-Begruender-rechnet-mit-dem-Kapitalismus-ab.html


Deutsche verdienen jeden siebten Euro per Schwarzarbeit

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article2168663/Deutsche-verdienen-jeden-siebten-Euro-per-Schwarzarbeit.html

Zynischer Kommentar: Lieber Schwarzgeld als Falschgeld...

Smartphone-App erkennt "Blüten"

http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article2168648/Smartphone-App-erkennt-Blueten.html


Wie Ungarn die Europäer hinhält
http://www.ftd.de/politik/europa/:umstrittene-gesetze-wie-ungarn-die-europaeer-hinhaelt/60158967.html

Zuerst inszeniert diese Ratte persönlich die Anti-EU Demos in Budapest, danach spielt er sich Klein-Adolf vor der EU als Beschützer und Garant auf.


24. Januar 2012
'Mal auch über den eigenen Tellerrand schauen!

Bei vielen Deutschen ist zwar die Sorge über die Zukunft größer geworden, aber die eigentliche Krise ist bei uns noch gar nicht richtig angekommen. Statt über die Griechen zu lästern („die haben über ihre Verhältnisse gelebt“) sollten wir genau beobachten, was dort abgeht. Denn schon bald könnte der „griechische Virus“ über Italien, Spanien und Frankreich auch auf Deutschland überspringen. Alles in diesem System wird über Kredite vorfinanziert. Ohne dauerhaftes Wachstum reißt die Kette der notwendigen Nachschuldner ab. Die Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum sehen derzeit düster aus, dem wird sich auch Deutschland nicht entziehen können. Der verordnete „Sparkurs“ in den südeuropäischen Ländern würgt das Wachstum ab, wo doch das Wachstum der einzige Weg ist, die Schulden überhaupt noch bedienen zu können. Das ganze System ist eine Einbahnstraße, die nur eine Richtung kennt: Aufschulden! Wenn das nicht mehr geht, implodiert das gesamte System. Gelddrucken ohne Limit hilft auch nur bedingt und kurzfristig, da damit die Schulden auch nicht abgebaut werden können, sondern vielmehr noch schneller und höher steigen. Selbst wenn Deutschland als letzter Garant in Europa für alle Schulden haften würde, es funktioniert nicht. Wer übernimmt am Ende die Garantien für ein überschuldetes Deutschland? Selbst wenn eine noch größere Volkswirtschaft mit einer restlichen Bonität (außerhalb Europas, falls dann noch existent) für uns bürgen würde, was ist gewonnen? Ein wenig Zeit, sonst nichts. Wer bürgt für den überschuldeten Globus? Die Marsmännchen? Das Potenzial für einen möglichen Nachschuldner auf der Erde ist mit der vollzogenen Globalisierung jedenfalls nahezu ausgeschöpft.

Wie die Welt ohne neue Kredite überlebt, können wir an an den Zuständen in Griechenland noch am Besten erahnen. Ein kleiner Vorgeschmack von dem, was auch auf uns zukommen wird...


Links zum Thema:
http://www.gazette.de/Archiv2/Gazette32/Saul.pdf

http://www.youtube.com/watch?v=CakSo0l7zXs&list=UU_MD1LUdSID8ePM0cqMXiSw&index=1&feature=plcp


Leserfrage: Was passiert, wenn die Schulden einfach nicht mehr zurückgezahlt werden. Nichts?
Doch! Der Schuldner, der seine Kredite nicht mehr bedienen kann, erhält keine weiteren Kredite mehr!
Wenn eine allgemeine Zahlungsunfähigkeit (infolge eines Dominoeffekts) eintritt, zerstört das Geldsystem sich von selbst.
Es muss ein neues Geld her, z.B. durch eine Währungsreform. Kredite gibt es dann aber nur noch gegen handfeste Besicherung, i.d.R. durch Verpfändung von real existierendem Eigentum. Wir stehen dann wieder am Anfang des Kreditzyklus'.
Das maximale Kreditvolumen bildet dann alle existierenden Sachwerte ab, keine Fantasiegebilde, wie gegenwärtig.
Ohne verpfändbares Eigentum für die Besicherung keine Kredite, also kein Geld. Wenn es schon keinen neuen, direkten Goldstandard geben sollte, dann dient Gold oder anderes Edelmetall als willkommene Sicherheit. Ganz im Gegensatz zu heute.
Gold besitzt dann unter den Sachwerten die höchste Liquiditätsstufe, was zunächst wiederum zu einem relativ hohen Preis führen dürfte.
Erst dann, wenn sich das Vertrauen in die neue Währung festigt, verliert Gold allmählich wieder an Kaufkraft. Dann spätestens muss umgeschichtet werden.


23. Januar 2012
Spitzt sich der Iran-Konflikt zu?

Nach Quellen von Thorsten Schulte (Silberjunge) sieht herzoINVEST die Gefahr eines sich zuspitzenden Konflikts mit dem Iran, der möglicherweise im April / Mai dieses Jahres eskalieren könnte. Iran wird durch Sanktionen der westlichen Länder gewissermaßen in die Enge getrieben. Das könnte das Regime zu „unüberlegten Handlungen“ bewegen, was wiederum zu eine größeren, militärische Auseinandersetzung münden könne. Dem Bericht nach verteuert sich das Leben im Irak massiv, Geschäftsleute in Teheran würden bereits Dollars horten.
Ein Iran-Krieg würde die Krise in eine neue Dimension hieven.
Da die Schuldenkrise des Westens über konservative Maßnahmen sowieso nicht zu lösen ist, ist ein Zündeln für die Entfachung eines neuen Krieges nicht abwegig. Es muss dazu nur noch ein Auslöser provoziert werden...


Zur Erinnerung: Mefo-Wechsel
So etwas funktioniert nur eine gewisse Zeit lang, irgendwann fliegt der Schwindel auf. Ähnliches Prinzip sehen wir auch heute. Wir sind kurz davor, dass der Schwindel auffliegt. Hoffen wir, dass es diesmal wenigstens nicht in einem Weltkrieg endet!


Wird Gold "gesellschaftsfähig"?
Stiftung
Warentest empfiehlt jetzt(!) schon, bis zu 10% Gold dem Portfolio beizulegen.
Wenn jeder nur 10% seines Anlagevermögens in physisches Gold stecken würde, dann ginge der Preis durch die Decke!
Tenhagen scheint damit eher Gold-ETFs zu meinen, weil ja bequemer. Prädikat: wertlos!


Dinner for one feat. Sarkozy und Merkel, Parodie auf YouTube

20. Januar 2012
Die fränkische 5-B Formel

Vorweg noch eine Anmerkung für alle Nichtfranken:

Der echte Nürnberger kommt, falls er sich tatsächlich einmal artikulieren sollte, bekanntermaßen ganz „logger“ auch mit nur 24 und weniger Buchstaben des Alphabets aus.
Um unseren Landsleuten die Misere unseres Systems nahezubringen, haben wir die einfache und sich leicht zu merkende 5-B Fromel entwickelt:

Die erste Frage, die sich stellt, lautet: Wos „bassd“ net bei uns?
Wir präsentieren dazu die folgende Formel:
„B+B=B+B+B"
Was auf den ersten Blick wie ein algebraisches „Baradoxon“ aussieht, lässt sich „bragmadisch“ herleiten:

Die „Bludsauger“ und „Barasiden“ setzen sich zusammen aus „Bolidigern“, „Bürograden“, und den „Bangsdern“.
Die „Broffideure“ des Systems lassen sich so auf recht einfache Weise identifizieren. Der Umkehrschluss daraus ist ebenso simpel:
All diejenigen, die nicht zur Gruppe „B“ gehören, landen automatisch in der Gruppe „A“ wie Arschkarte.

Nun, da so langsam immer mehr Bürger der Kategorie „A“ erkennen, dass sie seit Jahrzehnten so fürchterlich „ver
Arscht“ worden sind, wird der „A“-Bürger allmählich zum „W“-wie Wut-Bürger. Wie sich die „W“-Bürger ihrer parasitären Blutsauger entledigen können, erfährt man auf www.hartgeld.com: „PURGE“ (fränkische Schreibweise: „burge“), lautet dort der Lösungsansatz. Die deutsche Übersetzung finden Sie hier. Wählen Sie sich den passenden Begriff aus.

Parasiten eliminieren sich spätestens dann von selbst, wenn sie ihre Wirte umgebracht haben.
Aber so weit muss es ja nicht kommen. Ihnen ein schönes Wochenende...


Leserzuschrift:
Die 5-B Formel ist gar nicht paradox, aus 2 Billionen Schulden machen unsere Politiker schneller 3 Billionen, als wir nachrechnen können!

19. Januar 2012
Aufklärungsunterricht im "Staatsfernsehen"

Beitrag in „plus+- minus“ (ARD) gestern: Die EZB ist eine BAD BANK!
„Die EZB ist zur Bad Bank der finanziell notleidenden Staaten geworden.“
„Im Zweifel wird auch der deutsche Steuerzahler bluten.“

Es wird unverblümt dargestellt, dass die EZB Staats- und Bankanleihen (für die wiederum der marode Staat bürgt) monetarisiert. Der IFO-Sinn legt noch eins drauf, indem er die Target-Kredite (Kredite der Bundesbank an die EZB) erwähnt. Quintessenz: Wir finanzieren unsere Exporte in den (südlichen) Euroraum selbst.
Alles in allem für uns nix neues, interessant aber, dass der Mainstream seit etwa einem Jahr immer wieder einmal in die gleiche Kerbe schlägt.
Eigentlich müssten die Zuschauer doch langsam Panik bekommen. Es wird uns klar und deutlich gesagt, dass die Sache mit der Euro-Rettung bzw. Staatsverschuldung ein Fass ohne Boden ist, und das System nur noch durch unlimitiertes Gelddrucken über die Runden kommt.

[Zit.:] Laut Professor Sinn bleibt deshalb derzeit nur die Frage, auf welche Weise wir dieses geliehene Geld am Ende verlieren: „Werden wir es über Inflation verlieren, weil die Südländer mit ihrer Mehrheit im Zentralbankrat in diese Richtung gehen werden oder werden wir es verlieren, weil die Länder einfach nicht zurückzahlen können? Dann entstehen entsprechende Verluste bei der Bundesbank, die ausgeglichen werden müssen durch den Steuerzahler. So oder so ist unser Vermögen zum Teil schon weg.“
„Zum Teil“, sagt Sinn. „Zum größten Teil“, das traut er sich noch nicht zu sagen!

Welches Signal ist das für uns? Das Ende kommt in sehr absehbarer Zeit!
Viele „Wirtschaftsexperten“ wie Sinn haben vor Monaten bereits begonnen, in ihrer Haltung eine Kehrtwende zu vollziehen. Prof. Sinn gibt mit derart deutlichen Äußerungen beinahe schon den Eichelburg, nur war dieser dem Professor um etliche Jahre voraus.

Nix für ungut … (Ein Kommentar von Achim)
oder Schafe werden unsanft aus dem Schlaf gerissen.
Da diskutieren bei Phoenix die Experten, in diesem Fall der Ifo-Sinn und Ex-EU-Kommissar Verheugen, letzterer ist in Rente und darf jetzt seinen Durchblick raushängen lassen.

Für Leser von Seiten wie diesen alles nichts Neues. Bemerkenswert ist einzig der Moderator.
Der versteht die Welt nicht mehr und ringt aufgeregt nach Luft, will seine eigentlich schon längst vollzogene pekuniäre Enteignung nicht wahr haben und verfällt in Schnappatmung.
Schließlich fällt ihm zur eigenen Beruhigung und als Antischocktherapie der Zuschauer ein, dass Prognosen, insbesondere wenn sie von Wirtschaftsprofessoren stammen, meistens irgendwie und sowieso falsch liegen. Dummerweise setzt jetzt auch noch kurzzeitig das Gehirn aus und kann eine Prognose nicht mehr von einer Aussage unterscheiden. Nix für ungut.

Herr Moderator, mal so Tipp von Achim:
Einfach besser vorbereiten oder Schnauze halten.
Aber sehen sie selbst:
Nix für ungut ab 40:10 http://www.youtube.com/watch?v=OK2FWvnewJk&list=UUwyiPnNlT8UABRmGmU0T9jg&index=2&feature=plpp_video


18. Januar 2012
Warteschleife

Wann tut sich wieder etwas von herausragender Bedeutung?
Es tut sich ja etwas, es tut sich sogar sehr viel. Aber es tut sich nichts, was uns überraschen würde.
Die Finanzkatastrophen köcheln auf hohem Niveau so dahin. Dass die meisten Edelmetall ETFs kaum im Besitz physischer Ware sein sollen, reißt uns auch nicht mehr vom Hocker. Wir haben das Vertrauen in die Papierwelt ja schon längst verloren, was soll da schon noch groß passieren?
Eigentlich warten wir ja nur noch ab, durch wen oder was die Lawine endlich losgetreten wird.
Alle Voraussetzungen dafür sind erfüllt. In den nächsten Wochen oder Monaten muss ein Ereignis eintreten, welches die Krise in eine neue Dimension befördert.
Momentaner Handlungsbedarf: Keiner!
Diese Empfehlung gilt natürlich nur für all diejenigen, die sich bereits positioniert haben.
Sich auf die guten, alten Indikatoren zu verlassen, funktioniert nicht mehr. Die Märkte sind manipuliert, Informationen verfälscht. Die meisten Anfragen zur Zeit gehen in die Richtung, wie man in der jetzigen Situation „richtig“ verhalten sollte. Sie haben doch bereits alle notwendigen Vorkehrungen getroffen. Alle Eventualitäten können nicht berücksichtigt werden. Gelassen bleiben und abwarten.


17. Januar 2012
Deutschland als letzter verbleibender Garant für den Euro?

Nachdem Frankreich seine Bestnote verloren hat, bleibt als bedeutende Volkswirtschaft nur noch Deutschland übrig. Dass die Bonität für den „Eurorettungsschirm“ von S&P ebenfalls herabgestuft wurde, war nur die logische Konsequenz. In letzter Zeit vermehren sich die Stimmen (z.B. Linde-Chef), dass doch Deutschland aus dem Euro aussteigen solle. Als letzte Option zwar nur, doch diese Klausel hat wohl eher diplomatisches Kalkül. Kommt unter den Wirtschaftseliten so etwas wie eine Götterdämmerung auf? Deutschland wird den Euro nicht retten können. Deutschland würde langfristig auch nicht einmal eine eigene Währung retten können, solange sie auf demselben Konstruktionsfehler „Fiat“ basiert.
Der Verbleib im Euro macht hingegen auch keinen Sinn, wenn wir unsere Exporte dadurch quasi selbst finanzieren müssen. Also, entweder wir verschenken unsere Waren, oder solche Euro-PIGS wie der Monti kündigen uns die Freundschaft. Wie heißt es so schön? Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr!

Die Linken erklären auf ihrem Parteitag dem „Kapitalismus“ den Krieg. Vielleicht wollen sie damit nur beim Dummvolk Eindruck schinden. Ansonsten muss man der Parteiführung unterstellen, dass sie selbst nicht einmal nicht weiß, was Kapitalismus bedeutet. Wir haben keinen Kapitalismus sondern ein verkapptes Schuldsklaventum, bei dem die Erträge der besser wirtschaftenden Individuen auf die schlecht (oder gar nicht) wirtschaftenden Individuen rigoros umverteilt werden.
Die Ineffizienz dieses Systems ist schon bald nicht mehr zu steigern, dazu bedarf es gar keines reinrassigen Kommunismus mehr. Die Linken können vielleicht in 30 Jahren wieder auftreten, falls es dann wieder etwas zu verteilen geben wird. Vorher muss es aber erst erwirtschaftet werden. Das einzige was es momentan zu verteilen gibt sind – Schulden.


Gesellschaft und Politik
Die Diskussion über Migranten auf so manchen Internetforen nimmt teilweise bedenkliche Formen an. Gegensätze werden zunehmend polarisiert. Das jedoch ist die Folge einer verfehlten Politik. Nach libertärem Weltbild wird ein Staat und deren hoheitliche Institutionen nur dazu benötigt, die Freiheits- und Eigentumsrechte seiner Bürger wirkungsvoll zu schützen. Jede Gesellschaft definiert sich über gemeinsame Werte, die sich als Normen festigen. Eine offene Gesellschaft wird neue Mitglieder nur dann akzeptieren, wenn diese sich an den die gesellschaftlichen Normen halten. Die Herkunft des Einzelnen ist für eine offene Gemeinschaft sekundärer Natur, solange es eine hohe Übereinstimmung in den Grundwerten gibt. Für gläubige Religionsgemeinschaften ist die Herkunft oder Nationalität vollkommen unerheblich, um als Mitglied in ihrer Gesellschaft akzeptiert zu werden.
Die Politik hat diese simplen Zusammenhänge jedoch nicht begriffen und versucht, durch Gesetze und eigne, künstliche Normen (politische Korrektheit) gegen die Natur des Menschen einzugreifen.


Die Kulturbereicherung ist erst dann eine, wenn die Bevölkerung das auch als echte Bereicherung empfindet. Vielfalt kann eine Bereicherung sein, wenn sie nicht mit bestehenden, gesellschaftlichen Normen kollidieren. Wer sich öffentlich nicht an gesellschaftliche Normen hält, wird seit jeher ausgeschlossen oder an den Rand einer Gesellschaft gedrängt. Es ist das Recht einer jeden Gesellschaft, ihre Normen selbst zu definieren. Niemand ist gezwungen, einer Gesellschaft beizutreten, deren Normen jemand nicht akzeptieren will. Wenn eine Gesellschaft aber gezwungen wird Mitglieder zu akzeptieren, die ihre eigenen Normen durchsetzen wollen, so ist die Spaltung bereits vorprogrammiert. Dieses Prinzip betrifft sowohl Migranten in Deutschlands, als auch die Einheit innerhalb Europas. Ohne Übereinstimmung an gemeinsamen Werten funktioniert es auf die Dauer nicht. Zweckgemeinschaften, bei denen ausschließlich der beiderseitige, wirtschaftliche Vorteil den kleinsten gemeinsamen Nenner als Bindeglied darstellt, zerfallen, sobald dieser Vorteil nicht mehr gegeben ist. Zwang anstatt Konsens war noch niemals von langer Dauer.


16. Januar 2012
Da waren´s nur noch zwei...
S&P hat den Franzosen einen Stern abgenommen. Auch unsere Nachbarn im Süden mussten ein „A“ abgeben. Na ja, bei Deutschland dürfte der Downgrade auch nur noch eine Frage der Zeit sein.
Doch auch ein AA+ ist noch mehr als geschmeichelt. Tatsächlich sind alle westlichen Staaten seit langem zahlungsunfähig. Wenn alte Schulden andauernd nur durch neue, noch höhere Kredite zurückgezahlt werden können, dann ist der Fall der Überschuldung bereits eingetreten. Die normale Antwort darauf heißt: Abwicklung.
Aber was ist heute überhaupt noch „normal“?

Die Abstufung durch S&P ist damit zwar nur pro forma, aber es wird dennoch Auswirkungen haben. Murksel mach sich derweil schon dafür stark, die Kriterien für „mündelsichere“ Anlageformen aufzuweichen. Ob die institutionelle Anleger da mitspielen, wird sich zeigen. Notfalls wird die EZB die Staatstitel monetarisieren, dieses Signal hat sie ja bereits gegeben. Wohin aber fließt das Geld dann? Was kommt nach der geplatzten Aktien-, Immobilien,- und nun Bondmarktblase? Welche Hülle fängt jetzt die heiße Luft auf?
Wenn die Geldströme nicht kanalisiert werden können, dann steigt das allgemeine Preisniveau und wird von der Bevölkerung als Inflation wahrgenommen. Wenn Teile des Geldes in den recht engen Markt der (womöglich noch physischen) Edelmetalle geht, dann ist das brandgefährlich für das Finanzsystem.
[Nachtrag] Ach ja, der Mainstream wundert sich doch tatsächlich, dass der Aktienmarkt nach dem Downgrade vieler EU-Staaten positiv tendiert.
Die haben von der Geldtheorie also nicht den geringsten Schimmer.


Wir wissen es leider nicht genau, welches Karnickel jetzt aus dem Zylinder geholt wird.
Oder ob es überhaupt noch ein Karnickel gibt. In der letzte Zeit wurde ja hauptsächlich nur noch mit billigen Taschenspielertricks improvisiert. Jetzt bald muss noch etwas NEUES kommen, sonst ist die Vorstellung zu Ende. Zugaben nutzen sich schnell ab.

Einige von uns wünschen sich zwar, dass die Show endlich vorbei ist, und wir wieder ins reale Leben zurückkehren dürfen. Dass wieder so etwas wie „Normalität“ einkehrt. Doch so einfach ist die Sache nicht. Solange der Vorhang nicht gefallen ist, bleiben die meisten Leute noch sitzen...


Die Systemlinge behaupten, dass Gold ein Commodity sei...
Was Gold und Schweinebäuche gemein haben verrät uns Achin in seiner Glosse:
Schweinebäuche vor weiterer Korrektur.

13. Januar 2012
Wieder einmal ein falscher Hoffnungsschimmer.

Gestern wurden die „erfolgreichen“ Auktionen italienischer und spanischer Anleihen bejubelt. Die gebeutelten Club-Med-Länder mussten weit weniger Zinsen bezahlen, als anfangs noch befürchtet. Ein Grund zum Jubeln ist das aber noch nicht. Die EZB hatte im Vorfeld „gute“ Arbeit geleistet und genügend Geld „gedruckt“. Falls alle Stricke reißen, nimmt ja immer noch die EZB die Bonds in ihre Bücher. Anleihen sind damit wieder so „sicher“ wir Bargeld. Da sich die Banken für lausige 1% bei der EZB verschulden können, bleibt für die Banken sogar noch etwas hängen. Warum vergibt die EZB nicht gleich die Kredite an die Eurostaaten direkt?
Rajoy und Monti haben zwar Sparmaßnahmen beschlossen, aber gespart wurde de facto noch rein gar nichts. Der zur Schau getragene Wille alleine genügt offensichtlich, um einige Marktteilnehmer zu verarschen. Sparen funktioniert in diesem System nicht, nirgendwo. Auch bei den Griechen nicht, doch die werden offensichtlich „fallengelassen“. Man kann sie zwar nicht aus dem Euro rausschmeißen, so heißt es, aber zur „freiwilligen“ Rückkehr zur Drachme nötigen.
Wird Griechenland das erste Bauernopfer in diesem Sch...-Spiel?
Die griechische Politik hat sich in diesem Pokerspiel vielleicht nur etwas ungeschickt verhalten. Volkswirtschaftlich gesehen spielt Griechenland in der EU keine große Rolle, im Vergleich zu Italien oder Spanien etwa. Die Schulden Griechenlands sind im Vergleich dazu doch „Peanuts“, um Joe Ackermann zu zitieren. Den Papadingsbumsen fehlte vielleicht die richtige Pokerfresse, um richtig professionell bluffen zu können. Apropos „Fresse“, unsere Merkel blickt in letzter Zeit auch wieder etwas verbissener drein. Den Widerstand gegen das unlimitierte Gelddrucken hat sie wohl inzwischen aufgeben müssen. Bezeichnend ist, dass unsere Spitzenpolitiker in der Regierung laut Umfragewerte für unsere unfähigsten überhaupt gesehen werden. Das Trio aus Außenminister, Fizekanzler und Regierungscheffin hält tapfer die rote Laterne.


12. Januar 2012
Prognosen für das kommende Jahr.

Vorhersagen sind schwierig, vor allem dann, wenn sie die Zukunft betreffen.
Viele Zukunftsforscher rechnen dieses Jahr mit dem endgültigen Durchbruch des Crashs, der sich bereits seit Jahren anbahnt. Wir erleben zur Zeit, dass das Vertrauen in das Bankensystem momentan nicht nur bröckelt, sondern in seinen Grundlagen wahrscheinlich bereits zerstört ist.
Was als nächstes folgt, ist eine Vernichtung der Wirtschaft in der Form, wie wir sie heute kennen.
Mit dem wirtschaftlichen Niedergang geht eine gesellschaftliche Verwerfung einher.
Diese „Horrorszenarien“ werden von uns seit nunmehr 6 Jahren skizziert. Viele von uns haben sich gewundert, warum sich „DAS“ alles so lange hinzieht, und ob diese Horrorvisionen am Ende doch ein wenig übertrieben waren?
Ja, es dauert alles sehr viel länger, als wir zunächst vermutet haben. Einige wenige haben die Zeichen der Zeit frühzeitig erkannt und auf den Boden der sich stetig verändernden Tatsachen entsprechende Szenarien entwickelt. Wir haben jedoch unterschätzt, dass die Masse unheimlich träge ist, und sehr spät, zu spät zu reagierten. Der gesellschaftliche Wandel ist ein langwieriger Prozess. Es bedarf offensichtlich einer jahrelangen „Konditionierung“ der Bürger, bis sie sich so verhalten, auf das sie getrimmt worden sind. Unsere gesellschaftlichen Normen sind mittlerweile vollkommen absurd, und keiner bemerkt es, noch werden diese Normen in Frage gestellt.

Dass die Konditionierung (korrektsprech: Bildungssystem) unserer Gesellschaft nach den gleichen Strickmustern abläuft, so wie man einen Hund abrichtet, dringt in das Bewusstsein der Möchtegern-Eliten erst gar nicht ein. Wir haben (wieder einmal) eine absolut hierarchische und autoritäre Gesellschaftsstruktur aufgebaut, und keiner realisiert das. Die Hochschulen sind längst keine Stätten mehr, an denen die freie Wissenschaft im Fokus steht, sondern zum Abrichtungskader einer Pseudoelite verkommen. Nicht die Lehre wird vermittelt, sondern die Unterordnung in das System. Der Rang innerhalb der Systemkaste wird nicht mehr durch Uniform, Orden oder Abzeichen zur Schau gestellt, sondern durch akademische Titel. Die erschwindelten Titel einiger unserer Politiker sind dafür geradezu symptomatisch, und wenn dann weder durch Betrug, noch durch eigenen Schweiß die Auszeichnung erlangt wurde, wird die Systemhure wenigstens noch mit einem Ehrentitel ausgezeichnet. Wie in jeder Gesellschaft, wird konformes Verhalten belohnt, unabhängig davon, ob dieses Verhalten richtig ist, oder ob damit ein gesellschaftlicher Nutzen vorhanden ist.
Viele diese Rituale dienen lediglich nur noch dazu, die Machtstrukturen der Eliten zu zementieren.

Viele bemerken gar nicht, dass wir uns wieder in Richtung eines totalitären Systems bewegen, in dem die Freiheit des Einzelnen nichts mehr zählt. Und das Tragische daran ist, die meisten von uns machen dabei sogar noch unkritisch und unbewusst mit.
In den letzten Tagen wird in den Mainstream-Medien wieder einmal der Konflikt mit unseren „Migranten“ geschürt. In einer schweren Krise benötigt man einen Sündenbock. Böse Zungen behaupten, dass dies seit länger Zeit schon vorbereitet wurde, um im Ernstfall von den wahren Schuldigen abzulenken zu können. Ganz neu ist diese Taktik nicht, und damit alles andere als abwegig. Dieser Scheiß funktioniert wohl auch immer wieder. Wenn es in der Krise zu sozialen Unruhen kommt, dann wird der Weg dafür bereits geebnet und kanalisiert.

Die Finanz- und Schuldenkrise mit dem Euro wird zum definitiv zum Spaltpilz der EU.
Monti fordert bereits jetzt eine Gegenleistung für die zu erbringenden Opfer seiner Landsleute, obwohl in puncto „Sparen“ dort noch gar nichts gelaufen ist. Wo ist die Gegenleistung für die Opfer, die wir Deutschen (das gemeine Volk, nicht die Eliten!) bereits seit vielen Jahren bringen?
Dieser arrogante Bank(st)er denkt gar nicht daran, selbst in Vorleistung zu gehen. Und als Banker weiß er auch, warum. Wer in Vorleistung geht, hat in diesem System nämlich verloren.

Wie auch immer, die Konflikte spitzen sich jedenfalls zu. 2012 wird insofern ein gefährliches Jahr, weil bald schon die kritische Masse in der Bevölkerung erreicht sein könnte. Eine Eskalation ist nicht auszuschließen. Mental sollten wir auf diese Extremsituationen vorbereitet sein. Nichts kommt wirklich plötzlich und vollkommen unerwartet, wen man die Zeichen erkennt.


11. Januar 2012
Warum Anleger sogar Negativzinsen akzeptieren.

Einige Leser fragen sich, warum die Auktion für kurzfristige Bundesanleihen gezeichnet wurden, wenn sie unterm Strich Verluste einfahren. Hier einige Aspekte dazu:
Kurzfristige Anleihen sind liquide und können (normalerweise) jederzeit zu Geld gemacht werden.
Bargeld (sicher) zu horten verursacht auch Kosten, zudem sind große Mengen gar nicht aufzutreiben. Offensichtlich vertraut man den Geschäftsbanken nicht mehr, und private Institutionen können kein Konto bei der EZB unterhalten.
Warum dann nicht in Sachwerte wie Gold gehen?
Ein Teil geht sicher auch in Edelmetalle. Aber der Markt ist so eng, dass soviel Gold gar nicht aufzutreiben wäre. Dann würde der Preis tatsächlich durch die Decke schießen.
Warum nicht andere Sachwertanlagen?
Ähnliche Antwort, es gibt zu wenig lukrative und sichere Anlagemöglichkeiten.
Der Markt rechnet mit einer Kreditklemme und hortet Liquidität. Warum jetzt z.B. Aktien kaufen, wenn es die in ein paar Monaten für die Hälfte gibt? Insofern gesehen sind sogar negative Zinsen lukrativ. Dass negative Zinsen akzeptiert werden ist ein Zeichen dafür, dass es zu einer gewaltigen Deflation kommt. Jedenfalls rechnet der Markt fest damit.

Vielleicht etwas konspirativ, aber nicht abwegig:
Das Finanzsystem geht ja sowieso unter. Um im Finale wirklich ALLES an Werten herauszuquetschen ist es doch nur eine allzu logische Taktik, zunächst alle Schuldner über eine Deflation plattzumachen, und danach alle Sparer über den Kamm einer Hyperinflation zu scheren. Danach ist das Ziel erreicht. Die große Umschichtung der Vermögen ist vollzogen und der Reset-Knopf kann gedrückt werden, weil es dann ohnehin nichts mehr umzuschichten gibt. Die Schafe müssen sich dann durch harte Arbeit wieder erst einmal ein Vermögen aufbauen. Nach der GROSSEN Schafschur muss erst einmal wieder die Wolle nachwachsen, und das dauert...


10. Januar 2012
Geldsystem außer Kontrolle!

Die Zeichen sind alles andere als gut. Auf der einen Seite druckt die EZB wie wild, aber das Geld kommt nicht an. Der Interbankenmarkt ist tot, die Geldinstitute bunkern ihr Cash lieber für einen Mickerzinz bei der EZB und nehmen Zinsverluste in Kauf.
Apropos Zinsverlust, kurzfristige deutsche Anleihen gingen erstmalig sogar mit negativem Zins weg. Die Unsicherheit muss gewaltig sein!
Ein Banker ruft mich an um mir die freudige Mitteilung zu machen, dass es auf Tagesgeld jetzt sogar höhere Zinsen gibt als bei festgebundenen Laufzeiten. Irre, oder etwa nicht?
Für die Wirtschaft bedeutet das: Kreditklemme pur! Das sind die Vorboten für eine deflationäre Depression, die im Extremfall in einen deflationären Crash endet.

Entweder zerlegt sich das System nun tatsächlich über die deflationäre Schiene, oder es wird in letzter Sekunde noch Geld „aus den Hubschraubern“ abgeworfen, wie der amerikanische Notenbankchef das noch vor seiner Amtszeit einmal formuliert hat. Das kurzfristige Szenario lautet deflationärer Schock. Und falls wir aus diesem Loch noch einmal raus kommen sollten, werden wir eine gewaltige Inflation sehen. Es ist wie ein Auto, dessen Steuerung außer Kontrolle geraten ist und ins Schlingern kommt. Es schaukelt sich auf, bis die Fahrt durch Aufprall entweder auf der rechten oder linken Leitplanke zum erliegen kommt. Der Vergleich hinkt ein wenig, da ich mir nicht sicher bin, ob es überhaupt eine Leitplanke gibt. Vielleicht geht’s über die Böschung in den Abgrund?

Schnäppchenjäger mit Cash freuen sich auf einmalige Gelegenheiten. Schuldnern hingegen kommt das große Zähneklappern. Wie es auch sein wird, das Zeitfenster zum Handeln ist eng.
Edelmetalle sind eine gute Absicherung, sowohl gegen Deflation als auch Inflation.
Ein deflationärer Crash ist der plötzliche Tod, der inflationäre Weg ein längeres Siechtum.
Am Ende eines Papiergeldsystems steht immer eine Währungsreform an, spätestens dann sind die alten Papiergeldpositionen so gut wie wertlos.

Inzwischen verdichten sich die Hinweise über eine mögliche militärische Auseinandersetzung mit dem Iran. Eine Kriegsgefahr ist als „prinzipiell gegeben“ einzustufen, gegenwärtiger Trend einer Wahrscheinlichkeit leider zunehmend. Hier müssen wir noch weiter beobachten. Die Schlagzeilen der Mainstream-Medien bestehen vorwiegend aus unbedeutenden Nebensächlichkeiten. Die Ereignisse auf dem Kapitalmarkt werden zwar erwähnt, meist jedoch vollkommen falsch interpretiert. Die Lage ist wesentlich angespannter, als es die Öffentlichkeit wahrnimmt...


9. Januar 2012
System im Endstadium

Das Establishment hat abgewirtschaftet, „hat fertig“. Das Ansehen des Amts eines Bundespräsidenten in Deutschland ist nun vollkommen ruiniert, und der Vorsitzende der einzigen liberalen Partei, die (noch) nicht unter einer potenziellen Wählerquote von 1% liegt, ist eine Karikatur seiner selbst. Über den Grenzen hinaus sieht es nicht besser aus.
Einzig in den USA tut sich etwas. Der politische Außenseiter Ron Paul, glühender Verfechter der österreichschen Schule der Nationalökonomie, erzielt bei den laufenden Vorwahlen einen erstaunlichen Achtungserfolg. Gegenwärtig zwar noch sehr hypothetisch, aber gesetzt den Fall, der nächste Präsident der Vereinigten Staaten würde Ron Paul heißen? Würde das nicht einen Paradigmenwechsel für die gesamte (westliche) Welt nach sich ziehen?
Für Europa wäre es wahrscheinliche die (einzige) Chance, wenn der libertäre Geist von den USA aus über den großen Teich schwappen würde.

Da Deutschland „wie kein anders europäisches Land vom Euro profitiert hat“, kann die Merkel ihren Widerstand gegen Eurobonds doch endlich aufgeben. In der EZB zumindest redet man nicht mehr Deutsch. Aus Resteuropa wird demnächst sowieso ein anderer Wind blasen. Eine Art Abwertungswettlauf, und zwar bei den (realen) Lohnkosten. Den hat Deutschland vor über 10 Jahren bereits begonnen. Anderswo, vor allem in der Südschiene, wurde der Druck auf die Lohnstückkosten teilweise über die Aufschuldung kompensiert. Das ist nun aber Geschichte.
Die Reallöhne in den Mittelmeerländern werden solange sinken, bis die Wettbewerbsfähigkeit wieder hergestellt ist. Es läuft die Gefahr, dass die Bevölkerung dem durch einen kräftigen Linksruck begegnen wird und sein Heil in einer Steigerung des Sozialismus suchen wird.

Suchen Sie Alternativen zum Kreditgeld?
BitCoin ist eine beachtenswerte Erfindung, die dem Fiat-Geld gefährlich werden könnte.
Zu gefährlich, als das man sie dulden würde. Denn Bitcoin ist seiner Struktur nach anarchistisches Geld. Kein Geld im Sinne eines Wertaufbewahrungsmittels, aber als Tauschmittel. Vielleicht geht das Geld der Zukunft zwei parallele Wege. Einen für die Wertaufbewahrung, und einen für das Clearing für den Austausch von Waren und Dienstleistungen.

6. Januar 2012
Geld einsammeln...
(eine Glosse von Achim)

Leserzuschrift:
Das müsst ihr gesehen haben..
Dürringer in voller Fahrt!
Erstaunlich was alles in den Medien gebracht werden darf!
Link:

http://www.youtube.com/watch?v=akQqj1Yi_uc&feature=youtu.be


5. Januar 2012
Ein wenig Kaffeesatzleserei...

Die Kursschwankungen der Edelmetalle hat in den vergangenen Wochen einigen Freunden doch ein wenig das Gemüt erregt. Nun, da Gold sich die 1600er Linie wieder zurückerobert hat, verspürt man ein wenig Erleichterung. Warum überhaupt die Aufregung?


Die hohe Volatilität ist nichts Ungewöhnliches.
Charttechnisch war der Aufwärtstrend immer noch intakt, selbst wenn der Preis noch um einiges mehr eingebrochen wäre.
Viele Anleger betrachten Edelmetalle als Rohstoff. Wir hingegen sehen Gold und Silber als Währung. Und zwar als eine, die nicht durch Knopfdruck beliebig vermehrt werden kann. Die hohe Volatilität ist nicht zuletzt auch dem Pfusch der Geldmengenjongleure geschuldet. Schulden werden zwangsläufig mit Papier beglichen, nicht mit Edelmetallen oder Rohstoffen. Um Rechnungen zu bezahlen, benötigt man leider immer noch dieses Monopol-Falschgeld. Solange sich Spekulanten auf Kredit am Edelmetallmarkt tummeln, solange müssen wir auch mit solchen Turbulenzen bei den Preisen rechnen.

Im Verhältnis zu anderen, realen Gütern ist Gold und Silber heute nicht überbewertet wenn man berücksichtigt, dass es historisch gesehen, immer schon immense Schwankungen innerhalb der handelbaren Güter gegeben hat. Ein Vergleich mit dem Faktor Arbeitskraft ist über die nächste Zeit auch mit Vorsicht zu betrachten, da der Wert von HR (Human Resorces), wie das Papier, einem Abwärtstrend unterliegt. Die Verhältnisse verschieben sich gegenwärtig gewaltig zueinander, nur erkennen wir die Dimension nicht, weil wir als Wertmaßstab dieses unsägliche Papiergeld heranziehen. Wir tun uns deshalb auch schwer damit zu beurteilen, was wirklich teuer, oder auch billig ist. Wir empfinden Gold nur deswegen als teuer, weil - erstens unser Geld nichts mehr wert ist, und zweites – unsere Arbeitskraft ebenso wenig honoriert wird.
Den über den gesamten Globus verteilten Schuldsklaven sei Dank dafür.

4. Januar 2012
Die Edelmetalle Gold und Silber
haben sich vom Dezember-Bash wieder erholt.
1600,- $ für die Feinunze Gold, und fast schon wieder 30,- $ für das Silber. Von neuen Höchstständen zwar noch meilenweit entfernt, aber im Vergleich zu anderen Anlageformen schlägt sich das eigentliche Geld recht wacker. Steffen vom Edelmetallstammtisch rechnet zunächst mit einer Erholung, glaubt jedoch, dass im Sommer oder Frühsommer nochmals so richtig auf den Edelmetallpreis eingedroschen wird. Wie er zu dieser Einschätzung kommt, erklärt er uns ausführlich am Stammtischtreff Ende Januar.

Gold und Silber sind jedenfalls immer noch die
einzige Alternative zum Drecks-Monopolgeld auf Schuldbasis. Zwischen den Feiertagen lief im TV irgendwann eine Dokumentation über die Krisengebiete Afrikas. Was uns nachdenklich machen sollte, war folgende Feststellung:
Bedingt durch Dürreperioden (gab es früher auch schon) gibt es zu wenig Futtermittel, das Vieh verhungert, weil sich die Züchter kein Futter kaufen bzw. es sich nicht leisten können. Früher, so berichtete ein Afrikaner im Interview, konnte er das benötigte Futter beim Händler anschreiben lassen, und wenn er kein Geld hatte, konnte er auch mit ein paar Ziegen bezahlen...

Anhand dieses Beispiels wird ersichtlich, wie kaputt unser Geldsystem ist. Der Austausch von Gütern wird blockiert, ein vernünftiges Wirtschaften verhindert, sobald die „Gebühr“ für die Benutzung des Monopolgeldes nicht mehr entrichtet wird, bzw. nicht mehr entrichtet werden kann.
Was sich in Afrika im „Kleinen“ abspielt, können wir auch in den „großen“ Volkswirtschaften beobachten. Manchmal wäre es fortschrittlicher, in „Ziegen“ zu rechnen, als in aufgezwungenen Geldeinheiten. Oder noch besser, gleich in Gold und Silber. Die Instrumente sind da, nur wir benutzen sie nicht mehr. Wir fordern: Freies Geld für freie Bürger!

Hier noch ein
Link zur Geld- und Wirtschaftstheorie.
Interessant wird es gegen Ende des Artikels:
Für unser (Schuld-) Geld ist das „Tauschwahrscheinlichkeit extrem hoch“,
sowie das „Risiko sehr gering“,
außer in Krisen des Geldsystems!
Es ist also an der Zeit, sich vom Papier zu verabschieden...

So etwas hat man uns Ende 2008 auch erzählt:
DIW: Kein Abschwung, nur kurze Konjunkturpause.

3. Januar 2012
390 x Prost Neujahr - so sieht es Achim...

Vorankündigung:
Edelmetallstammtisch Herzogenaurach für den 31. Januar 2012 geplant.
Vorträge und Analysen werden derzeit vorbereitet. Volles Programm! Einzelheiten in Kürze...


2. Januar 2012
Neues Jahr - neues Glück?

Zunächst wünschen wir allen unseren Lesern ein gutes Neues Jahr.
2012 wird für uns wahrscheinlich eines der turbulentesten Jahre.


Die Vorzeichen stehen schlecht. Schlecht für das System! Die Investitionsabsichten sind gering, die deutsche Industrie will lieber weiterhin rationalisieren.

Rationalisieren? Wo? Bei den Löhnen?
Wo weniger Lohn, da weniger Umsätze. Das Modell „Kaufen auf Pump“ läuft endgültig aus. Unsere europäischen Nachbarn schnallen den Gürtel auch schon enger, und China als möglicher, neuer Absatzmarkt ist wohl auch mehr als nur fragwürdig. Was die Geldpolitiktrottel nicht verstehen wollten ist die Tatsache, dass Konsum auf Kredit vorgezogener Konsum ist, der am Ende des Kreditzyklus zwangsläufig fehlen muss. Da können die Zentralbanken soviel drucken wie sie wollen: Wenn die Kohle da unten erst gar nicht ankommt, kann sie auch nicht ausgegeben werden. Fakt ist doch, dass den Arbeitnehmer real immer weniger in der Tasche bleibt, nicht zuletzt auch Dank der Staatskrake.

In Baden-Württemberg wurden zum Jahreswechsel die Umweltzonen verschärft. Besitzer von entsprechenden Altfahrzeugen, bei denen sich eine Nachrüstung nicht rechnet, haben da ein kleines Problem. Dass die Behörden bei Neuzulassungen die Einhaltung gewisser Normen einfordert, mag ja noch verständlich sein. Diese Aktion zeigt uns aber wieder einmal deutlich, wie hoch der Bürger den Vertrauensschutz gegenüber seinem Staat ansiedeln darf. Nämlich bei NULL.
Die Einrichtung dieser Umweltzonen entpuppt sich als reine Willkür und Schikane, da die sich die ursprünglich erhofften Effekte einer niedrigeren Feinstaubbelastung ohnehin nicht eingestellt haben. Aber der deutsche Schafsmichel lässt sich das ja gerne, und vor allem ohne lauten Protest, gefallen.

Für Gold und Silber sollte das neue Jahr jedoch ausgesprochen gut werden.
Warum? Weil wir uns, wie bereits oben angedeutet, real in einer Rezession befinden. Eine Überschuldungskrise endet immer deflationär, zumindest gegenüber dem echten Geld. Nur die wirklich wichtigen Güter werden in der Preisentwicklung in etwa mithalten.

Für den Geburtstag des Euros werden die Erfolge desselben propagandistisch und fast schon gebetsmühlenartig herbeigeredet. Das lässt tief blicken. Wenn eine Sache nicht freiwillig angenommen wird (Kennzeichen einer Marktwirtschaft), dann wird eben mit Druck (Kennzeichen einer Diktatur) nachgeholfen. Und da sind wir bereits bei den negativen Perspektiven für das neue Jahr. Hinsichtlich den zunehmenden, faschistischen Tendenzen wird es leider keine Trendwende geben.


Leserfrage: Inflation oder Deflation?
Trotz des massiven Gelddruckens bei der ZB muss das Geld noch lange nicht bei den Verbrauchern ankommen. Wir haben immer noch ein deflationäres Umfeld. Eine Teuerung gibt es erst dann, wenn das neue Geld nachfragewirksam wird. Auch Lohndumping verlangsamt eine (im Grunde genommen inflationsgetriebene) Teuerung. Derzeit werden zwar die Voraussetzungen für eine Monsterinflation geschaffen. Ob eine erneute "Re-flation" gelingt, ist hingegen nicht 100%ig sicher. Erst wenn sie gelingt, werden die Preise massiv getrieben. Gerade Deutschland hat sich im letzen Jahr noch gegen eine Inflationspolititk gestemmt und PIIGS-Europa an den Rand eines deflationären Zusammenbruchs getrieben. Der Druck im System ist zum Bersten hoch und kann sich jederzeit auch unkalkulierbar entladen. Damit wird Papier ebenfalls zum unkalkulierbaren Risiko.


30. Dezember 2011
Lohnkostenentwicklung - hier grafisch sehr schön aufbereitet.

29. Dezember 2011
Rückblick - 2011 war kein gutes Goldjahr?

Kommt darauf an, wie man es betrachtet. Das anhaltende „Geschmarr“ von der „Goldrakete“ hat bei manchen Edelmetallfreunden eventuell falsche Erwartungen ausgelöst. Der erste Kardinalfehler ist, diese Papiergeldeinheiten als Wertmaßstab heranzuziehen. Es ist Zwangsgeld mit Monopolcharakter, und im Grunde keinen Pfifferling wert. Wenn der hoheitliche „Annahmezwang“ erst einmal wegbricht, dann ist unser Geld wertfrei.


Vor Weihnachten habe ich geschrieben, dass die Schulden aus dem System geschaffen werden müssen, so oder so. Einige Zuschriften fragten nach, wie das „so oder so“ konkret aussehen soll. Dazu bedarf es ein wenig Hintergrundwissens über unser Schuldgeld. Geld entsteht durch Kredit, einem neu entstandenen Guthaben steht zunächst eine Schuld in gleicher Höhe gegenüber. Doch es kommen ja noch die Zinsen hinzu. Das Geld für die Zinsen wird wiederum erst durch einen neuen Kredit geschaffen. Die Schulden häufen sich durch diesen Mechanismus zwangsläufig immer weiter auf, und daher wird niemals genug Geld im System sein, um alle Schulden vollständig zu tilgen zu können. Eine Schuldenrückführung ist systembedingt gar nicht möglich, allen gegenteiligen Beschwörungen unserer Finanzminister.


Es geht in diesem System IMMER nur in eine Richtung, nämlich immer neue und immer mehr Schulden zu machen. Solange, bis es einfach nicht mehr weitergeht. Diesen Punkt haben wir seit einigen Jahren erreicht. Da die Schulden nicht getilgt werden können, müssen sie ausgebucht werden. Die Folge für unsere Wirtschaft wäre der deflationäre Crash. Das wollen die System-Eliten jedoch nicht. Die uneinbringlichen Forderungen wurden teilweise ausgelagert, Stichwort „Bad Bank“, oder durch andere Buchungstricks (de facto Betrug) so verschoben, dass die Bilanzen den eigentlichen Bankrott kaschieren. Hier und da wurde tatsächlich ein wenig abgeschrieben, doch diesen Löcher wurden schnell wieder durch frisches Zentralbankgeld aufgefüllt. Bei den Banken wohlgemerkt, nicht beim Kleinsparer. Stichwort hier: Lehman-Pleite.

Einige Banken hat man tatsächlich geopfert. Das waren strategische Schachzüge, keine Bereinigung nach marktwirtschaftlichen Mechanismen.
Die erste Möglichkeit, ein deflationärer Crash, vernichtet das Sparvermögen des Bürgers infolge von Massenpleiten. Schulden raus, Vermögen weg!
Die andere Möglichkeit besteht darin, das Geld einfach zu drucken, um die Schulden bzw. Forderungen zu bezahlen. Dabei dürften jedoch keine neuen Schulden entstehen. Im Prinzip müsste Vollgeld gedruckt werden. Vollgeld wird, im Gegensatz zu Kreditgeld, ohne gleichzeitiger Buchung einer Schuld geschaffen. Es muss solange Vollgeld gezeugt und ins System geschleust werden, bis alle Schulden tilgbar sind. Dieser Prozess endet jedoch in einer Hyperinflation.
Die Zentralbanken drucken zwar offiziell kein Vollgeld, aber es kommt der Sache schon ziemlich nahe. Sie nehmen die uneinbringlichen Forderungen in die eigenen Bilanzen auf, was vor einigen Jahren noch ein absolutes Tabu war.

Was uns, den Bürgern, als Finanzpolitik verkauft wird, ist ausgemachter Betrug in Reinkultur!
Diese kriminellen Machenschaften können jedoch nicht geahndet werden, da die Legislative selbst ein Teil dieses Verbrechersyndikats ist, und die Gewaltenteilung nicht wirklich funktioniert. Exekutive und Judikative setzen heutiges „Un-“Recht genauso konsequent um, wie damals die Helfer und Helfershelfer des Nazi-Regims, teilweise sogar wider besserer, eigener Erkenntnisse.

Dass die Dimension dieses „Un-Rechts“ heute vielleicht (noch) eine andere ist, darf uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Prinzipien nicht verändert haben.
Der Bürger muss Verträge erfüllen, denen er niemals zugestimmt hat, und die dazu noch einseitig und willkürlich geändert werden. Sieht so ein gesellschaftlicher Konsens aus?
Diese Art von Demokratie ist eine Chimäre, und das Volk glaubt an ein Fabelwesen.

Zurück zur Entwicklung der Edelmetallpreise.
Ein Investment in Edelmetall ist nicht zuletzt auch ein (Anti-) Glaubensbekenntnis, eine Abschwörung vom Glauben an dieses System.

Warum also echte Unzen in falschen Geldeinheiten aufrechnen?
Seien wir doch froh darüber, dass wir für dieses Falschgeld überhaupt noch was davon bekommen.
Und wenn schon das Edelmetall (zurück-) tauschen, dann nur gegen etwas ehrliches und handfestes.
Papiergeld dafür zu nehmen bedeutet nichts anderes, als es den Betrügern leichtfertig in die Hand zu spielen.

Wie jeder Betrug, endet auch "der große Schwindel". Sie müssen nur abwarten (aussitzen) können.

Wir hatten in den vergangenen Jahren immer wieder darüber diskutiert, dass der Edelmetallpreis kurz vor dem Ende des Papiergeldsystems nochmals brutal nach unten korrigiert würde. Es ist keine Kunst, durch das Papiergeld Märkte zu manipulieren. Das wird und wurde ständig praktiziert. Die Herde wird immer in die gewünschte Richtung getrieben. Eine Chartanalyse in einem manipulierten Markt wird gegebenenfalls zum selbstprophezeihenden Ereignis, weil die Strippenzieher hinter dem System diese Regeln ebenfalls kennen. Gold und Silber haben in der letzten Zeit eine für das System gefährliche Rolle als Reservewährung eingenommen. Dass dieser Trend gebrochen werden musste, versteht sich von selbst.
Aber was nun? Das Papiergeldsystem hat trotzdem keine andere Möglichkeiten, als die oben bereits beschriebenen.
Wenn eine Festung uneinnehmbar war, hat man es früher oft auch mit einer Belagerung versucht, in der Hoffnung, die Belagerten auszuhungern und/oder zu zermürben.

Doch die Zeit arbeitet auch gegen die Belagerer selbst. Wer hält länger durch?

23. Dezember 2011
Abgehakt.

Das Jahr ist zwar noch nicht ganz zu Ende, trotzdem können wir feststellen, dass das Finanzsystem ein weiteres Jahr überlebt hat. Für das nächste Jahr wird es auch wieder spannend.
Totgesagte leben länger, so sagt man. Doch die Schwierigkeiten, das System weiterhin künstlich zu beatmen, steigen stetig. Um die Wirtschaftsleistung wenigsten aufrecht erhalten zu können, muss theoretisch immer mehr frisches Geld pro Zeiteinheit in den Markt gepumpt werden. Das frische Geld wird immer ineffektiver. Irgendwann würde das frische Geld nur noch für den Schuldendienst draufgehen, und für das Wirtschaften bleibt gar nix mehr. Also müssen die Schulden noch vorher irgendwie noch raus aus dem System. IRGENDWIE! Das WIE ist leider noch nicht so sicher.
Ein Geldsystem muss für die Beteiligten noch einen Vorteil bringen. Wenn die Vorteile einer Arbeitsteilung vom Geldsystem zunichte gemacht werden, ist das das Ende jedweder Produktivität.
Die Industriestaaten haben bislang versucht, dieser Entwicklung durch technischen Fortschritt entgegenzuwirken, doch auch dieser Wettlauf ist verloren. Da kann noch soviel rationalisiert werden, die Schulden steigen trotzdem.
Ich erwähne das immer wieder weil bei einigen Leuten inzwischen der Eindruck entstanden ist, es könne noch ewig so weitergehen. Das kann es nicht!
Das Ganze zieht sich – zugegeben - länger hin, als erwartet. Das Warten kann manchmal zur Ewigkeit werden. Ewig abzuwarten ist für uns meist auch nicht ganz so einfach, vor allem, weil unsere Zeit des Daseins ebenfalls begrenzt ist. Viele Generationen vor uns haben bereits für eine Sache gekämpft, in deren Genuss der Umsetzung erst die nachfolgende Generation profitiert hat.
Das Warten ist manchmal schwierig und zermürbend, und das Abwarten können fast schon eine Tugend. Die kommenden Festtage geben uns die Gelegenheit, ein wenig zur Ruhe zu kommen und gelassen über die Ereignisse nachzudenken. Die, die hinter uns liegen, und die, welche noch auf uns zukommen werden.

In diesem Sinne, Ihnen allen schöne Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Falls zwischen den Feiertagen wichtige Ereignisse eintreten, werden wir diese hier posten.
Ansonsten sehen wir uns hier am 2. Januar wieder.


22. Dezember 2011
EZB macht Druck!

Die Zentralbank ersäuft die Bankenlandschaft regelrecht mit frischer Liquidität, quasi zum Nulltarif. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Geschäftsbanken das Geld günstig weitergeben, oder dass die (im Sinne des Systems) notwendigen, neuen Kredite auch tatsächlich nachgefragt werden. Wenn sich das neue Geld einen Weg sucht, dann sind Preissteigerungen (Kaufkraftverlust) bereits vorprogrammiert. Die Wirtschaft wird sicherlich nicht so stimuliert, dass wir auch noch ein inflationsbereinigtes Wachstum generieren können. Bestenfalls können wir für 2012 eine (der gefälschten Statistik nach) Stagflation erwarten. Nullwachstum bei gleichzeitig, massiver Teuerung. Das wäre das optimistische Szenario. Worst Case: Der Euro und das Weltfinanzsystem kracht zusammen. Das ganze System existiert ohnehin nur noch deshalb, weil die Schulden durch übelste Bilanzierungstricks (= Betrug) geschönt werden. Real ist das gesamte System längst bankrott.
Wie lange der wahre Zustand durch diese Manipulationen noch aufrecht erhalten werden kann, wissen wir nicht. Wir sehen nur, dass es zunehmend schwieriger wird.

Gold und Silber können die Zentralbanken nicht drucken. Mit Futures und Zertifikaten wird der Markt zwar ebenso manipuliert, wie bei allen anderen Anlageformen, doch wenn der große Schwindel eines (nicht mehr fernen) Tages auffliegen wird, dann bleibt Hardware bestehen.
Wichtig ist, dass sich dieses Zeug tatsächlich in physischer Form unter eigener Kontrolle befindet.
Ein Zettel wo lediglich draufsteht, dass man der Besitzer von irgend etwas sei, oder dass man Anspruch auf irgend etwas hätte, sind am Ende vielleicht vollkommen wertlos.
Der Staat tut einen Teufel, die Eigentumsrechte seiner (normalen) Bürger wirkungsvoll zu schützen, ist der doch selbst ein Teil dieses Verbrechersyndikats. Na gut - es gibt viele Staaten, da ist es noch viel, viel schlimmer als bei uns. Das alleine darf aber für uns lange noch kein Grund dafür sein, systemgläubig bzw. obrigkeitshörig zu sein. Vertrauen ist hier gar nicht gut, Kontrolle dagegen ein absolutes MUSS.

In diesem Jahr wird wohl nicht mehr all zu viel passieren. Genießen Sie ein paar ruhige Tage.
Auf der anderen Seite wird eine mögliche Währungsreform wahrscheinlich just dann durchgezogen werden, wenn kaum jemand damit rechnet. Aber für uns hat dieser Aspekt ja sowieso nur Tragweite wie die Frage, ob es heuer weiße Weihnachten gibt, oder nicht. Den Gänsebraten lassen wir uns jedenfalls schmecken, so oder so...


Schlagzeilen:
Griechen und Spanier mit Lust auf Deutschland

Deutschland wird in der europäischen Schuldenkrise für Zuwanderer attraktiver. So kamen im ersten Halbjahr 2011 deutlich mehr Menschen in die Bundesrepublik, vor allem Griechen und Spanier.
Gegen eine vernünftige Zuwanderung ist generell nichts Einzuwenden, aber die Bedingungen müssen für beide Seiten passen. Einige Kulturen harmonieren offensichtlich besser miteinander als andere. Diese Differenzierung darf nicht weiter totgeschwiegen werden.


Höhere Preise fressen das Plus im Geldbeutel auf
Die Statistiker melden den schwächsten Anstieg der Reallöhne seit zwei Jahren. Das durchschnittliche Plus in der Lohntüte kommt mit den steigenden Verbraucherpreisen nicht mehr mit. In einigen Branchen landen die Arbeitnehmer bereits im Minus.
Trotz der Statistiklügen kann es nicht mehr länger kaschiert werden. In Wirklichkeit ist es noch viel schlimmer...


21. Dezember 2011
Die Staatskrake – Ähnlich strukturiert wie das „organisierte Verbrechen“?

Wenn Sie sich den Korruptionssumpf mit der Unterstützung von geschmierten Politikern ansehen, dann drängt sich der Vergleich mit der Mafia auf. Wer regiert das Land tatsächlich? Es ist sicherlich nicht der Volkswille, der zum Tragen kommt. Was ist der Unterschied einer Schutzgelderpressung zu den Zwangsabgaben unseres Systems, außer dass deren Methoden subtiler, und teilweise de jure gedeckt sind? Welche Aufgaben hat ein Staat eigentlich?
Die hoheitlichen Aufgaben beschränken sich auf den Schutz von Freiheits-, Persönlichkeits- und Eigentumsrechten seiner Bürger. Justiz und Polizei sind eigentlich dazu da, genau eben diese Rechte zu schützen. Alles andere kann durch eine Übereinkunft zwischen den beteiligten Personen bzw. Gruppen geregelt werden. Der Staat muss lediglich gewährleisten, dass die vereinbarten Spielregeln eingehalten werden.
Bei uns werden Gesetzte und Verordnungen autoritär erlassen, von Leuten die da glauben, es besser zu wissen als die Leute, welche es betrifft. Ein derartiges Verhalten ist nicht nur arrogant und anmaßend, es missachtet die Grundrechte des Einzelnen. Es ist faktisch eine Entmündigung des einzelnen Individuums. Wir kennen diese Auswüchse in der Geschichte – nicht nur anhand EINES Beispiels – und wir wissen auch, was jedes mal daraus geworden ist.

Wenn parasitäre Verbrecher und Betrüger geschützt werden, während produktive Mitmenschen teilweise kriminalisiert werden, dann ist etwas faul im Staate Dänemark.
Oder auch in Niedersachsen. Die Hannover-Camorra hat Vorbilder – überall. Nicht nur bei den Bayern-Amigos. Banken, Finanzdienstleister und Politiker sind irgendwie so miteinander verstrickt, dass sich deren Strukturen kaum mehr von einer Mafia unterscheiden. Die Opfer aber sind immer die gleichen, nämlich der brave (entmündigte) Bürger...


20. Dezember 2011
Wie lange noch?

Viele Leser stellen sich die Frage, wann es zur Kernschmelze des Systems kommt. Der Euro wackelt, und dessen Sturz wird wahrscheinlich das gesamte Finanzsystem mit in den Abgrund ziehen.
Damit das System endgültig kippt, sind jedoch zwei Faktoren notwendig:
- Das Vertrauen in Papier schwindet allgemein, Geld und andere Schuldtitel werden nicht mehr akzeptiert. Ende der Aufschuldungsorgie.
- Die Schuldsklaven verweigern die Leistung. Volksaufstand bzw. Revolution. Damit ist es mit neuen Krediten ebenfalls vorbei.
Das System ist am Ende, sobald die Gläubiger- /Schuldnerbeziehungen im Allgemeinen nicht mehr funktionieren.
Dies ist wahrscheinlich erst dann der Fall, wenn die Schuldner nicht mehr leisten können oder nicht mehr leisten wollen. Der Druck muss also von unten her kommen. In Deutschland sind wir derzeit noch weit weg. Der Leidensdruck ist noch viel zu gering.
Vor einer weiteren Rezession bzw. Depression ist hierzulande nicht viel zu machen. Wenn der Staat dann nicht mehr einspringen kann (Konjunkturprogramme, Kurzarbeit, Sozialleistungen), kocht es über...


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